Ausgabe 
11.3.1933 Erstes Blatt
 
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bis 35. Feldsalat 120, Zwiebeln 10, Meerrettich 30 biS 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3, Aepsel 20 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Obstmus 40 biS 45, junge Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Düsse 40; Tauben 40 biS 60 Pf. das Stück, Käse 5 bis 10, Eier 8, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 30, Lauch 5 bis 10, Dettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30; DadieSchen 20 Pf. daS Bündel; Kartoffeln 2,50 Mark der Zentner.

Neuer Haltepunkt der Reichsbahn in (Hießen-Ost.

Dom Bahnhof Gießen wird uns mit­geteilt:

Der Haltepunkt Srdkauterweg, der seither nur für den Werkverkehr der anliegenden gröberen Werke vorgesehen war, wird vom 13. März an für den allgemeinen öffentli­chen Derkehr freigegeben. Der Haltepunkt ist nicht mit Bahnpersonal beseht. Bon zustcigenden Reisenden sind die Fahrkarten im Zuge beim Zug­begleitpersonal zu losen. Für die Zubringung der Arbeiter nach den Werken Bänninger, Gail usw. verkehrt werktags ein neuer Personenzug Gießen ab 7.35 Uhr, Erdkauterweg an 7.41 Uhr.

Auf dem neuen Haltepunkt halten im übrigen folgende Züge: Aus Richtung Gelnhau­sen an 7.20 Uhr, ab 7.21 Uhr, an 17.13, ab 17.14 Uhr; nachRichtungGelnhousenan 13.48, ab 13.49 Uhr, an 16.37, ab 16.37'/, Uhr, an 17.42, ab 17.43 Uhr. Ab 15. Mai wird auch noch ein Zug aus Richtung Gelnhausen halten, und zwar von 6.18 bis 6.19 Uhr. Die Züge aus Richtung Gelnhausen'von 7.20 bis 7.21 halten nur Werktags von 17.13 bis 17.14 Uhr täglich. Die Züge nach Richtung Gelnhausen von 13.48 bis 13.49 Uhr halten nur werktags vor Sonn- und Feiertagen, von 16.37 bis 16.37'/, Uhr nur werk­tags außer SamStags und von 17.42 bis 17.43 Uhr nur werktags.

Zur Ausbildung der Kaufmannsjugend.

Don der Industrie- und Handelskammer Gie- ßen wird unS zur Berufswahl junger Leute, die Kaufmann werden wollen, folgendes ge­schrieben:

3c stärker und tiefgreifender die Wirtschafts- krisis sich auswirkt, desto schärfer ist die Auslese unter den Kaufmannägehilfrn; um so mehr sollten die Eltern darauf bedacht sein, ihren Kindern eine gute Fachschulbildung angedeihen zu lassen. Immer mehr hat sich die Ueberzeugung Bahn gebrochen, daß eine theoretische Ausbildung vor dem Eintritt in eine kaufmännische Lehrstelle durchaus zu empfehlen ist. Denn die neue Zeit stellt neue Anforderungen. Die moderne Ge- schäftsorganisation mit ihren zeitsparenden Me­thoden macht es dem Lehrling ohne theoretische Dorkenntniise immer schwieriger, den Zusammen­hang der einzelnen Funktionen zu erkennen. Der scharfe Konkurrenzkampf unserer Tage stellt den Kaufmann täglich vor neue Aufgaben. Aus­reichendes Rüstzeug zu diesem Kampf ist nur ein" gediegene Dorbildung, die sich der streb­same zukünftige Kaufmann in der Oeffentlichen H^..oelslehranstalt, deren Trägerin die Kammer ist. erwerben kann.

Die Höhere Handelsklasse nimmt nur Schüler mit mindestens Obersekundareife auf, be.eitet sie in einem Jahr auf ihren praktischen Beruf vor und gibt allen denen, die das Ziel der Klasse mit der Gesamtnote gut erreicht haben, die Befreiung von derPrüfung für praktische Kausleute", die von demjenigen abzulegen ist, der an Universitäten Wirtschaftswissenschaft stu­dieren will.

In der zweijährigen Handelsschule werden 14jährige Schüler ausgenommen, einerlei welcher Schule sie bisher angehört haben. Sie Aufnahme erfolgt auf Grund einer besonderen Prüfung In zwei vollen Schuljahren werden die Schüler für ihren praktischen Beruf vor­gebildet. Es ist beabsichtigt, den Absolventen dieser Abteilung einZeugnis der mitt­leren Reife" zu geb'

Prospekte der Hand lsleh anstalt sind auf dem Sekretariat der Kammer erhältlich.

Vornotizen.

T a g e s k a l e n d e r für Samstag: Stadttheater, 20 bis 23 Uhr,Das Dreimäderl» Haus". Bauerscher Gesangverein, 20 Uhr, Reue Aula, Konzert. 50er-Dereinigung, 20 Uhr, Cafe Leib, Fahnenübergabe. 1. Reichskurz- fchrift-Ges.,Stadt Lich", Tereinsabend. Kurz­schriftverein von 1861, 20.30 Uhr, Caf6 Ebel, Dereinsabend. Turnverein von 1846, 20.30 Uhr. Bayerischer Hof', Monats-Versammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ben Hur". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Bobby geht los".

Oie Berufswünsche der Dolksschüler und.schülerinnen Oberheffens.

Dom Arbeitsamt Gießen wird unS mit­geteilt:

Die an Ostern 1933 zur Schulentlassung kom» menden Knaben und Mädchen hatten auf den für die Berufsberatung des Arbeitsamts Gießen be­stimmten Schülerkarten u. a. auch anzugeben, was sie werden wollen. Aus berufspolitischem Interesse haben wir die mitgeteilten, wenn auch nicht immer endgültigen Berufswünsche auch die­ses Jahr wiederum statistisch zusammengestellt. Don 1 37 5 Knaben wurden folgende 77 ver­schiedene Berufswünsche geäußert:

Unbestimmt 192, Landwirt 162, Metzger 95, Bäcker 89, Schuhmacher 81, Kunst- und Bauschlos­ser 71, Schreiner 59, Autoschlosser 57, Maler qnb Weißbinder 53, Kaufmann 46, Landwirtschaftliche Arbeiter 37, Maurer 35, Elektro-Inftallateur 33, Friseur 32, Schmied 30, Gärtner 28, Büro- angestellter 26, Schneider 21, Wagner, Buch­drucker und Schriftsetzer, Mechaniker je 14, Satt­ler 13, Förster, ungelernter Arbeiter je 12, Koch 9, Spengler und Installateur, Feinmechaniker, Ver- käuser je 8, Maschinenschlosser, Schornsteinfeger, Konditor je 6, Dachdecker, Küfer, Weber je 5, bleibe zu Hause, Eifendreher, Zimmermann, Müller, je 4, Uhrmacher, Optiker, Polsterer und Tapezier, Melker, Postungbote. Gerber je 3, Drechsler, Terrazzoarbeiter, Diamantschleifer, Graveur, Schäfer, Hotelfach, Buchbinder, Reichs­heersoldat, Zuschneider, Steinmetz, Musiler, Ma­trose je 2, Meierist 1, weiterer Schulbesuch 2, Schindler, Diehhändler, Baumeister, Metallgie­ßer, Motorschlosser. Architekt, Kellner, Modell­schreiner, Bautechniker, Modellschlosser, Milch- Händler, Steinrichter. Lagerist, Büchsenmacher, Chauffeur, Kunstmaler, Heizungsrnonteu-, Werk­zeugmacher, Fuh.mann, Flugzeugmechaniker, For­mer, Maschinenstricker je 1.

Die völlig .Unentschlossenen" (192) stehen wieder an erster Stelle. Dazu kommen noch viele Schulabgänger mit so schwankenden Berufs- wünschen, daß sie eigentlich gleichfalls zu den Unentschlossenen gezählt werden mühten. Die rechte Berufsentscheidung wird eben immer schwe­rer. Alsdann folgen meist Söhne von Landwirten, die Landwirt werden wollen. Ihre Zahl ist seit 1929 auf 11,7 Prozent gestiegen. Auch der Wunsch, landwirtschaftlicher Arbeiter zu werden, hat von Jahr zu Jahr an Zahl etwas Kommen. Offenbar ist die zurückgehende Land- wie die vielerorts wahrzunehmende Stadt­flucht ein Zeichen unserer chronischen Rotzustände. Man findet sich wieder mehr aufs flache Land zurück. Immer mehr Jungen wollen, bzw. müssen (Bäder oder Metzger werden, um wenigstens während der Lehrzeit versorgt zu sein. Sie diesbezüglichen Berufswünsche sind seit 1930 von 6,7 Prozent auf 13,4 Prozent gestiegen. Ser bis­her kaum begehrte Schmiedeberuf wird ge­genüber den Dorjahren gleichfalls viel öfters ge­wünscht, da er noch zu den wenigen Berufen ge­hört, in denen die Lehrlinge gewöhnlich Kost und Wohnung vom Meister erhalten. Auffallen­derweise steht der Schuhmacherberuf, häu­fig als späterer Ergänzungsberuf zum landwirt­schaftlichen gedacht, wie auch der des Weiß­binders und Maurers, mit an der Spitze der Derusswünsche. Der Autoschlosser ist bevorzugter Lieblingsberuf geblieben; dagegen scheint die steigende Arbeitslosigkeit unter Den Friseuren diesen Beruf etwas aus der Mode gebracht zu haben, denn er wurde früher bedeu­tend mehr als heute begehrt. 80 Knaben haben, wozu noch viele höhere Schüler mit gleichen De-

rufswün'ch n zuzühtenwären lauf männische und Bürooeruse angegeben. Sie Deruks- wünsche entsprechen nicht immer dem nötigen Rachwuchsbedarf; gar manche Berufe werden zu oft, andere zu selten begehrt, so daß nicht alle Wünsche, ganz abgesehen von der Eignung für den begehrten Beruf, in Erfüllung gehen können. Glüdlicherweise ist man auch nicht bloß für einen Berus geeignet.

13 6 4 Mädchen äußerten folgende 24 ver­schiedene Berufswünsche:

Schneiderin404. U7.b:ftimmt3S5, Hausangestellte 206, Verkäuferin 96, im elterlichen Haushalt 87, in der elterlichen Landwirtschaft 61, ungelernte und angelernte Arbeit 29, Kindermädchen, Büro- angestellte je 15, Köchin 11, Friseurin 10, Kranken­schwester 7, Wäschenäherin, Modistin, Kinder­gärtnerin je 6, Kinderpflegerin 5, Büglerin 4, Gärtnerin 3, technische Assistentin, Sprechstunden­hilfe, Photographin. Turnlehrerin. Weberin, Blu- menbinberin, Säuglingspflegerin, weiterer Schul­besuch je 1.

An erster Stelle stehen in biefem Jahr bie Schneiderinnen. 29 Prozent bet Schülerin­nen wollen diesen Beruf erlernen. Auch von den in der Stadt Gießen wohnenden 103 Mädchen wollen sehr viele (37 Prozent) Schneiderin wer­den. Richt alle haben die Absicht, diesen Beruf später auszuüben. Sie erworbenen Kenntnisse sollen zum Teil nur für den eigenen Haushalt Verwendung finden, zum Teil soll das Erlernen der Schneiderei eine Art Vorlehre für den spä­teren Beruf der Hausangestellten bilden. Sie 206 Mädchen, welche Hausangestellte als Be­rufswunsch angeben, stammen fast ausschließlich aus ländlichen Verhältnissen. Wenn diese hohe Zahl auch sehr stark durch die wirtschaftliche Rot­lage des Elternhauses bedingt ist, so ist eS an und für sich doch ein erfreuliches Zeichen, daß so viele Mädchen im hauswirtschaftlichen Beruf sich ausbilden wollen, in dem wirklich guter Rach­wuchs später wohl fehlen wird. Sem Arbeiis- marft stehen heute zwar sehr viele arbeitslose Hausangestellte zur Verfügung, aualifizierte Kräfte sind aber keineswegs im Ueberf uh vor­handen. Allerdings wird es sehr schwer sein, die jungen Berufsanwärterinnen in passende Stellen unterzubringen, denn es fehlt an Hausfrauen, bie bereit sink», guten Rachwuchs heranzubilden. 11 Prozent der Mädchen wollen im elterlichen Betrieb, in der Haus- ober Landwirtschaft verbleiben, um sich für eine spätere Berufsaus­bildung zu kräftigen. Ser Prozentsatz bet Hn* entschiedenen ist wiederum sehr groß. Sie kaufmännischen (Berufe, wie Duroange- ftellte und Verkäuferin, spielen, wie immer, so auch in diesem Jahre, eine große Rolle. Ser Wunsch, ungelernte ober angelernte Arbeit zu übernehmen, wird verhältnismäßig selten geäußert. Sie meisten Wünsche dieser Art kommen aus dem Landkreis Gießen; die betref­fenden Mädchen wollen in den Zigarrenfabriken unterkommen, weil ihnen sich hier auf schnellstem Wege eine Verdienstmöglichkeit bietet. Sie ferner genannten (Berufe wie Krankenschwester, Kinder­gärtnerin, Kinderpflegerin, Säuglingspflegerin, technische Assistentin u. a. bedeuten für die meisten Mädchen vorläufig nur Wünsche. Ihrer Verwirk­lichung stehen verschiedene Hindernisse, z. D. noch nicht erreichtes Mindestalter für die Berufsaus­bildung, nicht ausreichende Schulbildung, in erster Linie aber auch die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse des Elternhauses entgegen.

Tageskalender für Sonntag: Do-lksbund (Deutsche Kriegsgräberfürsorge, pünkt­lich 12 Albr, (Heue Aula, Gedenkfeier zu Ehren unserer gefallenen Krieger. Stadttheater, 18.30 bis 21.15 Uhr,Dor Sonnenuntergang". Män­ner- und Frauenvereinigung der Matthäus-Ge­meinde. 20 Uhr, Stadtkirche, Kirchenmusikalische Passionsandacht. Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: 11.15 Uhr,Sa« Paradies der deutschen Berge"; ab 15 Uhr.Ben Hur". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Bobby geht los".

Sa« Paradies der deutschen Berg e." Ser Kulturfilm, der am morgigen 1 Sonntagvormittag und am Montag (14.30 Uhr) im Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, gezeigt wird, führt in die schönsten Teile der deutschen Mittel- ?;ebirge, an viele historische Stätten, zu vielen andschastlichen Eigenheiten, an denen die deut­schen Mittelgebirge so überaus reich sind. Das Filmbild wird den Harz mit seinen schönen Wäl-

dem und dem Bergmassiv des Brocken, mit den wildromantischen Schluchten des Bobetales, bie 1000jährige Kaiserstadt Goslar, bie Rohtrappe bei Thale unb vieles anbere zeigen. Ser zweite Teil des Filmes führt in bie^sische Schweiz, in bas Elbsanbsteingebirge mit seinen merftoür- bigen Basteifelsen, zu ben Schlössern ber Könige von Sachsen, nach der Porzellanstabt Meißen usw. Das Riesengebirge. Rübezahls Heimat, die Schönheit der schlesischen Berge mit ihren Bau­den, die Sitten und Gebräuche der Bevölkerung sind ebenfalls im Film festgehalten. Sen Be­schluß dieses Reigens ber lanbschaftlichen Schön­heit unb zugleich den Höhepunkt dürfte die Fahrt durch den Schwarzwald darstellen, bie au allen bevorzugten Stellen diese« deutschen Lano- striches bis nach Konstanz und an ben Boden- fee führt. Wer die deutsche Heimat liebt, wird nicht vergessen, sich das Filmwerk anzusehen. Auf die gestrige Anzeige sei hingewiesen.

* Polizeipersonalien. Mit sofortiger Wirkung wurden beurlaubt: Polizeioberleutnant 3 odel in Butzbach, Gendarmeriemeister Schal­le r in Lich und Gendarmeriekommissar Scher- b o w s k i in Lauterbach.

Städtische Brennholzversteige- rung. Bei der gestrigen Brennholzversteigcrung in den Waldungen der Stadt Gießen (Försterei Hochwart-Ferncwald) wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 1. Kl. Raummeter 9,20; Buchcnschoiter 2. Kl. 6.40; Ha:n- buchcnscheiter 7,40; Eichenscheiter 5,03; Kiefern­scheiter 1. Kl. 5,40; Kiefemscheiter 2. Kl. 5,00; Fichtenscheitcr 2. Kl. 3,00; Buchenknüppel 1. Ks. 8,00; Buchenknüppel 2. Kl. 6,00; Sichenknüppel 1. Kl. 4.40; Eichenknüppel 2. Kl. 3,60; Kiefern­knüppel 1. Kl. 4,23; Kiefemknüppel 2. Kl. 3,40; Fichtenknüppel 1. Kl. 4.00; Fichtenknüppel 2. Kl. 3.00; Atpenknüppel 3,40; Eichenknüppelreisig 2.80; Fichtenknüppelreisig 2.20; Birkenknüppel (für Ra­turbänke, 2.50 Meter lang) 4,40; Buchenstöcke 4,23; Eichenknüppel (Gartcnpfosten) 7,03; Fichten- bohnenstangen 6. Kl. 100 Stück 8,00; Fichten­bohnenstangen 7. Kl. 100 Stück 7,00; Eichenderb- stangen (Deichseln) per Stück 1,20; Buchenreisig 2. Kl. 100 Wellen 18,40; Buchenreisig 3. Kl. 100 Wellen 16,00 Mk.

Besuchszeiten ber Museen. Sie Museen unb Sammlungen im Alten unb Reuen Schloß finb am morgigen Sonntag zwischen 11 unb 13 Uhr geöffnet

* * ReuerPächterberBergschenk e". Dom 1. April ab hat Herr F. E e e b o l b , In­haber ber Birina Earl Schwaab, Seltersweg 19, bieBergschenke" für mehrere Jahre gepachtet. Sie ®uft|taue wird unter dem (KamenZur Bergschenke", Hotel-Restaurant unb Cafe, in der zweiten Aprilwoche eröffnet werden. Bis zur Eröffnung will ber neue Pächter bie Gasträume, bie Kegelbahn usw., sowie ben Garten gründlich Herrichten lassen. Unter der neuen Leitung soll bieBergschenke" ein Ausflugsort werden, der den Gästen Konzerte im Freien und eine an­genehme Aufenthaltsstätte bietet.

* * Goldene Hochzeit. Der Gesangverein Heiterkeit" brachte am Dienstagabend seinem lang­jährigen Wirt Jean Arnold (RestaurationZum Schipkapaß") aus Anlaß seiner goldenen Hochzeit als besondere Ehrung ein Ständchen bar. Feuer­wehrleute gaben mit brennenden Fackeln zu dieser Ehrung den Rahmen.

* * Perkehrsunsall. Heute gegen 9 Uhr er­eignete sich in der Rodheimer Straße ein Verkehrs­unfall. Der 37jähriae Monteur Herrmann Römer aus Vetzberg, der sich mit seinem Motorrad unter­wegs befand, stürzte so schwer vom Motorrad, daß er eine Gehirnerschütterung erlitt und von der Frei­willigen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte. Ein Hund, der dem Kraftfahrer in das Rad lief, ver­ursachte den Unfall.

* Gewerbe- unb Maschinenbau­schule Gießen. Man schreibt uns: Surch bie (Belebung der Wirtschaft werden in absehbarer Zeit in ihrem Fach gründlich ausgebildete Kräfte erforderlich. Hierzu gehört in der Technik unb im Handwerk neben der praktischen Ausbildung eine gute theoretische Schulung. Siefe Kenntnisse können nur vermittelt werden auf einer Fach­schule, die den Bedürfnissen der Praxis Rechnung trägt. Mehr wie je hat das Wissen der jungen Leute von heute infolge der wirtschaftlichen Rot­lage viele Lücken. Sie Fachschule sucht nicht nur diese Lücken auszufüllen, sondern auch neue Kräfte unb Kenntnisse für bie Aufbauarbeit ber Volks­gemeinschaft zu vermitteln. Zahlreich sind bie Ab­teilungen ber Anstalt, so bah fast für jeben tech­nischen Berufszweig gesorgt ist. Sie umfaßt eine Abteilung Maschinenbau, in welcher bas Zeugnis ber mittleren Reise verliehen wird unb wo Ab­teilungen mit gut eingerichteten Laboratorien für Spezialberufe, wie z. B. für bas Elektro-Gewerbe, vorhanden sind. Alle Einrichtungen in der Ma­schinenbauschule sind so getroffen, daß neben der Ausbildung zum Techniker auch die Vorbereitung für bie döertrpeifter- unb Meisterprüfung statt- finbet, so bah neben der staatlichen Abgangs- Prüfung auch bie Werkmeister- unb Meisterprü­fung %n ber Anstalt selbst abgelegt werben kön­nen. In den Abteilungen, wie Baufachschule, Schreinerfachschule, Malerfachschule, Schuhmacher­fachschule usw. wirb ba« Handwerkliche in ben Vordergrund gestellt, d. h. es wird die theore­tische Ausbildung durch praktische Arbeit in den Werkstätten ergänzt unb gefördert, so daß die Besucher dieser Abteilungen neben der technisch- theoretischen Ausbildung auch so vorbereitet wer­den, bah sie an der Anstalt die Meisterprüfung auf Grund besonderer staatlicher Privilegien ab­legen können. (Siehe heutige Anzeige.)

Wir tauschen die neuen Bromsilber-Fotos »Zeppelin-Weltfahrten« gegen fehlende Bil­der der Serie »Die schönsten Frauen der Welt«, liefern aber auch weiterhin Packungen mit Bildern: »Die schönsten Frauen der Welt«, damit Sie die noch nicht abgeschlossene Sammlung leicht vervollständigen können.

<11* ** TD fe Zeppelin Weltfahrten

Tauschzentrale: Bilderstelle Lohse, Dresden-A.fe4, Nossener StraOe 1. iwev