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10.4.1933 Erstes Blatt
 
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Obecheffen

Wirtschaft

sich zu an-

Heber ftanb, Kälber und Schafe rege, Schweine mittelmäßig, ausverkauft.

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rr Llebersall A.-Abteilung.

8. April. Tor bcm U?

Die gute Kaffeewürze Mühlen Franck öient zur Verbesserung und Verbilligung von jedem Sohnenkaffee, Malzkaffe* und gewöhnlichem, losem Getreiöekaffee. Mühlen Franck ist außergewöhnlich ergiebig. Man braucht daher mit Mühlen Franck weniger Kaffee als sonst und erzielt doch einen vollen, kräftigen, herzhaften Geschmack und eine herrliche goldbraune Zarbe. Ueberzeugen Sie sich selbst, probieren Sie Mühlen Franck, die gute Kaffeemütze Ks jedem

Wettervoraussage.

Mit der zunehmenden Störungstätigkeit über dem Atlantik wird feuchtwarme Ozeanluft nach dem Festlande vorgeschoben, wodurch der Witterungs- charakter sich wechselhaft gestalten wird. Wenn auch durch den sich immer noch behauptenden hohen Druck eine durchgreifende Wetterverschlechterung verhindert wird, so dürfte es doch vereinzelt zu etwas Regen kommen. Die Temperaturen, steigen im allgemeinen weiter an.

Aussichten für Dienstag: Wolkig mit kurzer Aufheiterung, warm und vereinzelt etwas Regen.

Aussichten für Mittwoch: Im ganzen mildes, aber etwas wechselhaftes Wetter.

Lufttemperaturen. Am 9. April mit­tags 15,0 Grad Celsius, abends 11.2 Grad. Am 10. April morgens 10,2 Grad. Maximum 16,0 Grad. Minimum 7,6 Grad. Sonnenscheindauer 43/t Stunden.

Erdtemperaturen in 10 Zentimeter» Tiefe. Am 9. April abends 11,4 Grad. Am 10. April morgens 8,7 Grad.

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echsel in Viebec.

8-April. Nachdem do:. Demokratische 8ünn> ibtr in Schutzhaft V# vom hessischen fr *"«HWe Beigeord W) mit btt Seschäfir. tourgermeißers bc-

Bergstraße.

t. 9. April. Die Ur? neuen Dergstraf

'n, daß sie einstweilen tr esahren werden kann.

ölt die Etrahe eine Ser die lästige Etaubentw^ den heutigen Terkehrsve « Fahrbahn geschass, .

ziehenden Kursen etwas größeres Interesse für Burbach-Kali bemerkbar.

Am Rentenmarkt «überwog eher das Angebot, auch hier war die Tendenz lustlos. Deutsche An­leihen neigten zur Schwäche, die Neubesitzanleihe büßte 70 Pf. ein. Industrieobligationen lagen bis zu 0,50 Prozent schwächer. Aeichsschuldbuchforde- rungen wurden zirka 1 Prozent unter Samstag gehandelt. Der Markt der Auslandsrenten lag völlig gelchäftslos. Später stellten sich die Ak- tienkurse bei weiter schrumpfendem Geschäft über­wiegend etwas schwächer, Kursverluste von mehr als 1 Prozent waren aber nicht festzustellen. Auch Deutsche Anleihen neigten weiter zur Schwäche.

Am Geldmarkt war die Situation wenig verän­dert. Der Sah für Tagesgeld stellte sich auf 4,65 Prozent, vereinzelt auf 4,50 Prozent._____________

len, 445 Kühe. 393 Färsen, 1340 Kälber. 118 Schafe, 5031 Schweine. Rinder. A. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht­werts: 1. jüngere 29 bis 32; 2. ältere 26 bis 28; sonstige vollfleischige: jüngere 23 bis 25; B. Dul­len: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 26 bis 30; sonstige vvllfleischige oder ausgemästete 22 bis 25; C. Kühe: jüngere, vollfleischige, höch­sten Schlachtwerts 24 bis 27; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 23; fleischige 16 bis 19; gering genährte 13 bis 15; D. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höch­sten Schlachtwerts 30 bis 33; vollfleischige 26 bis 29; fleischige 23 bis 25; Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 42 bis 46; mittlere Ma st­und Saugkälber 37 bis 41; geringe Kälber 30 bis 36; Schweine. Bollfleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Psd. Lebendgewicht 37 bis 41; 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 37 bis 41; 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 36 bis 40; fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pfd. Lebend­gewicht 35 bis 39. Marktverkauf: Binder rege, geringer geräumt.

(Srofcfeuer im Gchliher Land.

Schlitz, 10. April. Am Samstag gegen 20.30 Hßr brach im nahen Dorfe Hemmen im Anwesen der Witwe Dickert Feuer aus. dem zwei Wohnhäuser, eine Scheune und Stallungen zum Opfer fielen. Die Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder, da das Feuer in den Getreide-, Heu- und Strohvorräten reichlich Nahrung fand. Das Bieh und das Inventar konnten zum Teil gerettet werden. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. Die Ortsfeuerwehr rückte in größter Eile zur Bekämpfung des Feuers aus und erhielt bald darauf Verstärkung und Unterstützung durch die Feuerwehr aus Schlitz, die mit der Motorspritze anrückte. Auch die Feuerwehren aus Pfordt, Hellershausen, Hartershausen und Lüdermünd kamen rasch an der Brandstätte an. Die Feuer­wehren mußten bis in den frühen Morgen des Sonntags hinein tätig fein. Der Schaden ist sehr groß, jedoch durch Versicherung gedeckt. Die Hr- sache des Brandes konnte bisher noch nicht fest- gestellt werden.

Landkreis Gietzen.

w Leihgestern, 6. April. Seit Dienstag haben 25 junge Leute unserer Gemeinde wieder Beschäftigung im Freiwilligen Arbeits- d i e n st gefunden. Es werden eine Anzahl ver­sumpfter Wiesen drainiert. Die Besitzer stellen die erforderlichen Drainrohre, die Gemeinde trägt die Kosten für die Bauleitung und die Arbeitsgeräte. Die Förderungsfrist beträgt 11 Wochen.

U Rodheim a. d. Horloff, 6. Aprrl. Am Dienstagabend wurde in einer Versammlung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, die Liste für die neue Gemeindevert retung aufgestellt. In einer anschließenden Bürger- Versammlung gab Ortsgruppenleiter Hein­rich Nudel die Liste bekannt. Die SPD. rst un neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten, da auf sic bei der letzten Wohl nur 10 Stimmen ent­fielen; bei der vorigen Gemeinderatswahl konnte diese Partei noch drei Sitze für sich beanspruchen. Die neue Gemeindevertretung seht sich nur aus Nationalsozialisten zusammen; es gehören ihr an Ortsgruppenleiter H. Nudel, Landwirt; Karl Spieß. Steiger; Julius Hilbert, Arbeiter; Julius Walther, Landwirt; Georg Konrad Kröll, Landwirt; Wilh. Misor. schmiede- meister und Karl Schäfer, Landwirt.

Kreis Alsfeld.

- ll. Merlau. 8. April. Die hiesige Naif f- eisenaenossenschaft hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Rechner Kaufmann verlas den Jahresbericht. Der Geschäftsverkehr war rege. Bon der Leihmöglichkeit landwirt­schaftlicher Maschinen wurde, von den Mit­gliedern Gebrauch gemacht. Die Dorstandswahl sand durch die Wiederwahl des bisherigen Vor­standes schnelle Erledigung. An Stelle von H. Merz wurde Förster Edelmann in den Aussichtsrat gewählt. Zum Schluß wurden ver­schiedene genossenschaftliche Fragen behandelt. Die ClektrizitätSgenossenschaft hielt bei Gastwirt Zimmer ihre Generalversammlung ob. Die Genossenschaft zählt 86 Mitglieder. Rech­ner Schlosser erstattete den Kassenbericht, für den nach der Prüfung Entlastung erteilt werden konnte. Vorstand und Auffichtsrat wurden wie­dergewählt. §kn den Vorstand trat Louis Hörle neu ein. Zuin Schluß wurde von Verhandlungen mit dem Heberlandwerk Oberhessen Kenntnis ge­geben; ein Ergebnis liege noch nicht vor. Die hiesigen Notstandsarbeiten sind beendet. Der Gemeinderat hat ein Gesuch an das Ar­beitsamt gerichtet, die Einrichtung eines geschlossenen Arbeitslagers zu er­möglichen. Die Hnterbringungsmöglichkeiten (in einem Gebäude der ehemaligen Grube) sind ge­

geben. , ,

ss. Grebenau, 9. April. Em schwerer

Hnglückssall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am Freitag auf der Provinzial- ftraße Grebenau-Eulersdorf. Der Musiker und Händler Wagner aus Eifa wollte kurz vor Eu­lersdorf mit feinem Motorrad den Radfahrer Heinrich Wicke aus Eulersdorf überholen, stieß dabei aber auf bisher noch nicht geklärte Weife heftig mit ihm zusammen. Der Soziusfohrer, der arbeitslose Zimmermann Kirchner aus Schwarz, wurde mit großer Wucht gegen einen Daum geschleudert und erlitt einen schweren Schädelbruch. Der herbeigeru- fcne Arzt konnte nur noch den Tod des be­dauernswerten Mannes feststellen; Kirchner hinterläßt Frau und Kinder. Der Führer des Motorrades, der Händler Wagner, erlitt schwere Verletzungen an den Demen, ins­besondere einen Knöchelbruch, der ferne Heberführung in das Kreiskrankenhaus nach Als­feld notwendig machte. Der Radfahrer kam mit leichteren Verletzungen davon.

Kreis Lauterbach.

WEN Schlitz, 9. April. Hier beschäftigten sich am Freitagnachmittag einige Schulknaben da- mit in Flaschen mit Karbid am Ufer der

Frankfurt still und rückgängig.

Srantfurt a. Olt.. 10. April. (WTB. Draht­meldung.) DaS Näherrücken der Osterfeiertage mit ihrer längeren Verkehrsunterbrechung führte schon zuBeginn der neuen Woche an der Effektenbörse zu einer merklichen Lähmung deS Ge - ch ä f t e s. Das Publikum bekundete äußerste Zu­rückhaltung, während die Kulisse meist zu wei­teren Realisationen geneigt schien, so daß im Ver­gleich zu Samstag Rückgänge von 0,5 bis 1 Prozent eintraten. Die feste Haltung Wall­streets am Wochenende sand wenigBeachtung. Bei einigen Spezialwerten ergaben sich über den Durchschnitt hinaus Verluste von 1,5 bis 2 Pro­zent; so eröffneten von Montanwerten Buderus Eisen auf den Dividendenausfall für die Stamm­aktien um 2 Prozent schwächer, ferner lagen Reichsbankanteile nach Berücksichtigung deS Di- videndenabschlogeS von 10,80 netto 2 Proz., Phv- nit, Rheinstahl, Harpener, Stahlverein. ID- Deutsche Erdöl. Norddeutscher Lloyd und Akku­mulatoren Berlin von 1.5 biS 1,75 Proz. niedri­ger. Am Elektromarkt eröffneten Felten 0.88 Pro­zent freundlicher. Auch Chadeaktien waren er­neut 1,50 Mark fester, die übrigen Elektrizitäts­werte gaben von 0,5 bis 1 Proz. nach, auch Chemienebenwerte erlitten Rückgänge von 0.5 bis 0,75 Prozent. Rur Goldschmidt und Scheideanstalt blieben behauptet. Leicht abbröckelnd waren ferner Contigummi mit minus 0.75 Proz., AG. für Ver­kehrswesen mit minus 0,63 Proz., Hapag mit mi­nus 0,75 Proz., Mannesmann mit minus 1 Proz. und Deutsche Linoleum mit minus 1 Prozent. Durch feite Haltung zeichneten sich anderseits Daimler Motoren und im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer mit je plus 2 Proz. aus, wobei die Steuer­befreiung für neue AutoS von Anregung war. Die Hmfäße blieben aber auch bei diesen Werten sehr klein.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls fast g c - schäftSlos und nachgebend. Deutsche An­leihen verloren 0,38 bis 0,50 Prozent, späte Reichsschuldbuchsorderungen etwa 1 Prozent. Stahlvereinbonds und Reichsbahnvorzugsaktien gaben 0,25 Prozent bzw. 0,13 Prozent nach. Auf Grund der Stille bröckelten die Kurse auch im Verlaufe meist weiter von 0,50 bis 0,75 Proz. ab. Mehr rückläufig lagen Harpener mit minus 1,75 Prozent. Chade-Aktien waren bei kleinem Hmsatz um 1,50 Mark fester. Ferner konnten sich Adlerwerke Kleyer um weitere 1,5 Proz. festigen, wogegen Daimler knapp gehalten blieben.

Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse knapp behauptet, auch die übrigen festverzinslichen Werte hatten nur kleine Veränderungen aufzuwei­sen. Tagesgeld war zu 3 Proz. unverändert und leicht.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M 10. April. Auftrieb: 1456 Stück Rinder; darunter 439 Ochsen, 112 Dul-

Gleichschaltung bei den Arbeit­gebern des Rhein-Main-Vezirls.

Frankfurt a. M., 7. April. (WSN.) Der Bund der Arbeitgeberverbände für Hessen und Hessen-Nassau hielt hier seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Jahres­hauptversammlung ging eine Sitzung des Vorstan­des unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Direktor Dr. Bertrams voraus. Der langjäh­rige Vorsitzende, Dr. Büchner- Darmstadt, hatte sein Amt n i e d e r g e l e g t. An der Vorstands- litzung nahmen die Nationalsozialisten Dr. L u e r, derzeitiger beauftragter Präsident der Handelskam­mer, und E ck a r d t teil. Nach Darlegungen von Dr. L u e r und E ck a r d t wurde im Einverständnis mit den beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Nationalsozialist Eckardt als Beauftragter für bie dem Bund angeschloffenen Ar­beitgeberverbände eingesetzt. Zweck dieser Vereinbarung ist, eine Gleichschaltung in den

Die Kursverluste waren aber im allgemeinen unerheblich und gingen selten über 1,5 Prozent hinaus. Lediglich Harpener und Akkumulatoren büßten bei Mindestumsah 2 Prozent und Char- lottenburger Wasser bei etwas stärkerem An­gebot 4,25 Prozent ein. Anderseits bewirkte der wieder 12prozentige Dividendenvorschlag bei 3ul. Berger ein Anziehen des Kurses um 3,75 Pro­zent, und Daimler, für die schon in den letzten tragen Interesse bestand, setzten ihre Aufwärts­bewegung um 1,6 Prozent fort. Reichsbank­anteile notierten heute exklusive Dividende etwa 2 Prozent niedriger. Völlig unbeeinflußt von dem Paketverkaus der BEW. an die Sächsischen Werke lagen AEG -Aktien, dagegen konnten BEW. selbst 0,75 Prozent gewinnen. Auch im Verlaufe änderte sich an der Geschäftsstille wenig, die Kurse blieben etwa auf Anfangsniveau ge­halten. Daimler setzten ihre Aufwärtsbewegung fort, auch BEW. waren später eher gefragt. Von unnotierten Werten machte s'e

0er Reichsbankstatus Anfang April.

Berlin, 10. April. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis derReichsbankvom 7. April hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 176,3 Millionen auf 321.0.3 Millionen Mark ver­ringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln uno -Schecks um 68,6 Millionen auf 2831,1 Mill. Mk. zugenommen, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 24,3 Millionen auf 28 2 Mill. Mk., die Lombardbestände um 137,6 Millionen auf 72,7 Mill. Mk., und die Effekten- bestände um 83,0 Millionen Mk. auf 318,3 Mill. Mark abgenommen. Die Verminderung der Effek- tenbestände ist auf Abschreibungen auf Grund des Jahresabschlusses zurückzuführen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 101,3 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeslos- sen, und zwar hat sich der Hmlauf an Reichs­banknoten um 87,2 Millionen auf 3432,5 Millio­nen Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 14,1 Millionen auf 399.3 Millionen Mk. verringert. Der Hmlauf an Scheidemünzen verringerte sich in der Berichtswoche um 23,5 Millionen Mk. auf 1473,9 Mill. Mk. Die Bestände der Rerchsbank an Rentenbankscheinen haben sich auf 19,7 Mill. Mark, diejenigen an Scheidemünzen auf 200,2 MilU Mk. erhöht. Die fremden Gelder zergen mit 321,9 Mill. Mk. eine Abnahme um 121,0 Millio­nen Mark. t

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 80,2 Mill, auf 755,4 Mill. Mk. vermindert. 3m einzelnen haben die Goldbestände um 92,9 Mill, auf 645,8 Millionen Mark abgenommen, die Beftan&e an deckungsfähigen Devisen dagegen um 12,7 Mil­lionen Mart auf 109,6 Millionen Mark zuge­nommen. Die starke Verminderung der Deckungs­mittel hängt mit der angekündigten Rückzahlung des Rediskontkredites der Reichsbank zusammen, welche in Höhe der französischen Rate bereits innerhalb der Berichtswoche zu leisten war-

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 7. April 22 Prozent gegen 23,7 Prozent am Ultimo März. Aach Abzug der noch bestehenden kurzfristigen Devisenverpflichtungen in Höhe von nunmehr insgesamt 97,5 Millionen Dollar stellt sich die Deckung auf 10,1 Prozent gegen 10 Prozent am Ende der Vorwoche.

* Kommissarischer Börsenvorstand in Frankfurt a. M. Nachdem am 3. April der bisherige Vorstand der Frankfurter Wert- papierbörse durch den nationalsozialistischen Be­auftragten Schwarz beurlaubt worden war, ist der Börsenvorstand am Freitag in seiner Gesamtheit zurückgetreten. Der geschäftsführende Beirat wurde vom Preußischen Wirtschaftsmrnr- fterium als kommissarischer Börsenvorstand be­stätigt. Der Vorstand wurde ergänzt durch die Herren Moritz Frhr. vonBethmann (r. Fa. Gebr. Bethmann) und Clemens Harlacher (L Fa. ©L Harlacher) als Vertreter der Privat- bankiers. 3n den nächsten Tagen soll voraus-

sozialpolitiichen Verbänden herbeizuführen. Wie wir hören, find die dazu erforderlichen Arbeiten bc reits in Angriff genommen.

In der Hauptversammlung wurde einleitend fol­gender, vom Vorstand einaebrachter Entschluß angenommen:Der Bund der Arbeitgeber­verbände von Hessen-Nassau und Hessen und die in ihm zusammengeschlossenen Arbeitgeberorganisatio- ncn begrüßen die neue Regierung und das von ihr begonnene Werk der nationalen und sozialen Erneuerung Deutsch­lands zum Wohl des gesamten Volkes. Sie ban- kcn der Regierung, insbesondere dem Herrn Reichs­kanzler, für die Bekundung des Willens, die Wirt­schaft von Bürokratismus zu befreien, die Privat­initiative zu wecken und die wertvollen Kräste des Unternehmertums im Dienste des Volkes fruchtbar zu machen. Die Arbeitgeberschaft von Hessen und Hessen-Nassau wird nach Kräften an den hohen Zielen und Aufgaben, die sich die neue nationale Regieruna gestellt hat, freudig Mitarbeiten und insbesondere auf dem Gebiet des sozialen Lebens in Gemeinschaft mit den hierzu berufenen Arbeitnehmerverbänden für einen g c - rechten Ausgleich der Arbeitgeber- und Ar­beitnehmerinteressen mit dem Ziel der Herstellung einer wahren Volksgemeinschaft sich ein­setzen. Hinsichtlich der Organisation des Bundes und der ihm angeschlossenen Verbände sind unter Mit­wirkung eines Beauftragten der Nationalsozialistt- schen deutschen Arbeiter-Partei alle Maßnahmen für Gleichschaltung der Wirtschaft eingeleitet."

Im Anschluß daran sprach der Geschäftsführer der Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Berlin, Dr. Erdmann, über die gegenwärtige politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Um- bildung, wobei er der nationalen Regierung volle Gefolgschaft zusagte.

sichtlich noch ein Vertreter der Sparbanken in den kommissarischen Börsenvorstand berufen wer­den. Herr Schwarz bleibt Beauftragter der Handelskammer für die Frankfurter Wertpapier­börse.

' Die 3ndexzif f er der Großhan­delspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 5. April berechnete 3ndexziffer der Großhandelspreise ist mit 90,5 (1913= 100) ge­genüber der Vorwoche (90,9) um 0,4 Prozent ge­sunken. Die ^Indexziffern der Hauptgruppen lau­ten: Agrarstoffe 81,2 (minus 1,1 Prozent), in- dustrielle Rohstoffe und Halbwaren 86,8 (minus 0,5 Prozent) und industrielle Fertigwaren 111,3 (minus 0,1 Prozent).

Berlin geschästölos.

Berlin, 10. April. (WTB. Funkspruch.) Trotz verschiedener günstiger Nachrichten aus der Wirt­schaft (ArbeitereinsteUungen bei der Reichsbahn, bei Burgkupfer und in der Autoindustrie, unver­änderte Dividendenschähungen für einige Elektro­werte wie Schuckert, Gesfürel und Elektro-Schle- fien usw.) zeigten Publikum und Spekulation zum heutigen Börsenbeginn, hauptsächlich wohl infolge der näherrückenden Feiertagsunterbrechung, nur wenig Neigung zu Neuengagements. Bei gering­stem Ordereingang genügte schon kleinstes An­gebot, um aus den meisten Märkten ein Ab­bröckeln des Kursniveaus hervorzurufen.

Schlitz Wasser einzufüllen um dann aus einiger Entfernung die infolge Karbidgasentwick­lung eintretende Explosion der festverschlosse­nen Flaschen zu beobachten. Durch einen unglück­lichen Zufall erfolgte eine dieser Explosionen ^cr als die Buben angenommen hatten. Die herumfliegenden Splitter verletzten zwei Jungen an den Händen und im Gesicht leichter, ein dritter Knabe wurde an einem Auge so schwer getroffen, daß er nach der Augenklinik in Gießen übergeführt werden mußte.

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