Ausgabe 
9.10.1933 Zweites Blatt
 
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Fußball des Sonntags

grüßte dann die ebenfalls erschienenen Flieg Hauptmann Kühl und Thea Rasche. Im 2Ii

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Deutscher Kußball-Aachwuchs in IRom

Knappe 3:4-Niederlage gegen eine Ballila'Juhball'Mannschast.

eine in die Wege zu leiten. Die beiden Gauführer Münch (Frankfurt) und A n d r (Hersfeld)

3 m Fußball-Länderspiel Dänemark gegen Finnland, das in Kopenhagen vor 25 000 Zuschauern ausgetragen wurde, blieben die Dänen mit 2:0 (1:0) nur recht knappe Sieger.

Iugendschwimmen des Gaues Mittelrhein der OT.

Gießener Schwimmerinnen erfolgreich.

Am gestrigen Sonntag wurde im Hallenbad Frankfurt a.M. das diesjährige Treffen der

geber FD. Saarbrücken überlegen mit 4:1 (2:0) ge- schlagen.

Oer Gau XII Nordheffen der OT. formt sich!

Allmählich fügen sich die einzelnen Teile zum neuen Gau Nordhessen der DT. zusammen. An den lebten Tagen trafen sich die Führer der Gaue Nordhessen und Mittelrhein in Frankfurt, um die Ueberführung der an Nordhessen fallenden Ver-

Eine Sensation gab es im Kölner Preis des Winterfaooriten. Der als heißer Favorit ge­startete Achanasius mußte durch Freifrau o. Oppen- Heims Waffenschmied eine glatte Niederlage ein­stecken. Der Toto zahlte 34:10.

zirksoberturnwart Paul (Gießen) b e - rufen. Weitere Bezirksfachwarte brauchen nickt berufen zu werden, da die Hauptarbeit nunmehr bei den Kreisen liegt.

4. Die Kreisführer und -fachwarte des neuen Be­zirks Gießen werden erst bekannt gegeben, wenn alle Aemter besetzt sind.

5. Die Fachausschüsse des Gaues setzen sich künftig aus dem Gaufachwart und je einem fachkundigen Turner der beiden Bezirke Kassel und Gießen zu­sammen.

6. Der neue Hauptausschuß des Gaues besteht aus der Gauleitung, dem Gou-Turnausschuß, den Be­zirks- und Kreisführern und je einem verdienst­vollen Turner der Bezirke.

Oie OT. stiftet 4 0000 Mark für das Winterhilfswerk.

Die Deutsche Turnerschaft hat sich entschlossen, einen Betrag von 10 000 Mark für das Winter- hilsswerk gegen Hunger und Kälte zur Verfügung zu stellen.

Der Spielverlauf fah 1900 sofort im Angriff, die durch Heilmann auch gut durchdacht eingeleitet wur­den. Schon in der ersten Minute mußte der Schieds­richter auf Elfmeter wegen Beinstellens erkennen. Bromm (1900) verwandelt. Die Gießener haben weiter Vorteile. Ein Eckball geht nur ganz knapp am Ockershäuser Tor vorbei. Dann hoben Bromm und Grünewald alles überspielt, selbst den Tor­wart, dock Grünewald verfehlt die große Chance. Ockershausen wird nur durch Fernschüsse gefährlich, aber Schlarb ist auf dem Posten. Der Spielleiter verhängt dann nach einer halben Stunde vielleicht aus Konzession, einen Elfmeter gegen 1900, der unberechtigt war. Der Elfmeter führte, für Schlarb unhaltbar, zum Ausgleich. Heinbach, der den Elf­meter veranlaßt haben sollte, machte sein Mißge­schick aber wieder wett, als er des Gastgebers größte Torchance zerstörte. Ockershausen kam etwas auf, aber au Erfolgen reichte es nicht. Ein famoser An- griff der Blauweißen ließ alle Gastgeber hinter sich, doch Grünewald schießt in der Aufregung neben das leere Tor. Halbzeit.

Nack der Pause wogte der barte, verbissene Kampf auf und ab. Ein Deckungsfehler der Gieße­ner verschaffte dem Platzoerein die Führung, denn der Linksaußen kann gerade noch neben dem Pfosten unhaltbar einlenken. 1900 stellt um. Heil- mann, auf halblinks, bringt Schwung in den An­griff, die Hintermannschaft steht sehr sicher. Es sieht des öfteren gefährlich im Ockershäuser Strafraum aus. Bei einer heiklen Situation spurtet Wilhelmi dazwischen, doch ehe er zum Torschuß kommt, stürzt ein Gegner dazwischen, schießt aber in höchster Be- drängms einen Mitspieler an, von dem der Ball ins eigene Gehäuse zum Ausgleich springt. Noch acht Minuten sind zu spielen. Die Gießener sind im Endspurt überlegen. Dem Ockershäuser Hüter ent­fällt liegend der Ball. Grünewald schießt drei Mi-

Auf dem Flugplatz Dillacoublay bei Paris am Sonntag der Reoanchekampf des deutschen Kunstflugmelsters Fiefeler mit dem Franzosen Detroyat vor 120 000 Zuschauern statt. Der fran­zösische Luftfahrtminister Pierre C o t wohnte der Veranstaltung bei. Die Ehrenloge, in der man zahl­reiche Militärattaches und hohe Offiziere bemerkte, war neben der Trikolore auch mit der Hakenkreuz­fahne und der schwarzweißroten Fahne geschmückt. Die deutsche Kolonie war zahlreich vertreten. Mit größter Spannung sah man dem Zweikampf der eitlen Meister entgegen. Die Jury, bestehend aus je einem Vertreter Frankreichs, Italiens, Belgiens, Deutschlands und der Schwei; erkannte dem Fran­zosen 185,5, dem Deutschen 183 Punkte zu; Sieger kann jedoch nur sein, wer mindestens drei Punkte Vorsprung hat; dadurch endete der Kampf uncnt- schieden. Damit hatte Fieseler seinen Titel als Euro- vameister mit Erfolg verteidigt. Die Begeisterung des Publikums kannte keine Grenzen, als die bei- den Flieger in ihren Kürübungen die hohe Schule des Kunstflugs in vollendeter Form vorführten.

Ter Spielverlauf.

Vorn Anfang des Kampfes an lag die deutsche Mannschaft im Angriff. Bereits in der dritten Minute konnte Lachner das erste Tor buchen. Eine Vorlage des glänzenden Bonner Heidemann war bei Lachner gut aufgehoben. Kurze Zeit später hieß es bereits 2:0 für die Deutschen, wobei wiederum Lachner der Torschütze war. In der 18. Minute kam dann Italien zu seinem ersten Gegentreffer. Nach der Pause, die durch Reiterspiele der Jung- faschisten ausgefüllt war, nahm das Spiel ein un- heimliches Tempo an. Besonders die Italiener gingen wie die Teufel los. Aber es dauerte 20 Minuten, bis der Ausgleich gefallen war. Nach weiteren sechs Minuten hatten die Italiener durch ihren Mittelstürmer Pomponi den Führungstreffer erzielt, den jedoch Heidemann schon vier Minuten spater wieder ausglich. Die Entscheidung kam in öcr 30. Minute zustande, als ein von Buchloh zu kurz obgewehrter Ball dem italienischen Linksaußen vor die Füße kam und dieser nur noch einzuschießen brauchte. Kurz vor Schluß hatten die Deutschen noch eine gute Ausgleichchance, die aber von Fricke ausgelassen wurde.

Im Rahmen des dritten Jahrestages der Grün- duna des italienischen Jungfasckisten-Bundes wurde in Rom ein Fußball-Länderspiel zwischen einer deutschen Nachwuchself und einer Ballilo-Mann- schaft ausgetragen. Der Kampf wurde nickt im Stadion, sondern im Park der Villa Borghese durchgeführt, wo alljährlich das große römische Reitturnier veranstaltet wird. Mit 25 000 Zu- schauern war der Kampf ganz ausgezeichnet besucht.

Die deutsche Mannschaft spielte in folgen­der Aufstellung: Tor: Buchloh (Speldorf); Ver­teidigung: Bilck (Hertha-BSC ), Schulz (Victoria Hamburg); Läufer: Appel (Berliner SV. 92), Sold (Saarbrücken), Schulz (Arminia Hannover); Sturm: Kronenbitter (Stuttgart), Lachner (München 1860), Fricke (Arminia Hannover), Rasselnberg (Benrath), Heidemann (Bonn).

Die Deutschen erlitten eine knappe Niederlage, obwohl sie ihren italienischen Gegnern an Technik und Ballbehandlung überlegen waren. Die jungen Italiener gingen aber mit solchem Elan in den Kampf, daß dadurch diese Mängel leicht ausge- glichen wurden. Sie hatten auch große Unterstützung bei den Zuschauern und auch der italienische Schieds­richter hielt es etwas mit seinen Landsleuten.

gendschwimmer des Gaues Mittelrhein durchgeführt. Dor der endgültigen Gaubereinigung traf sich die Schwimmerjugend zum letzten Male in diesem Wettkamps. An der Veranstaltung waren auch einige Gießener Turner-Schwimmerinnen beteiligt und konnten sich bei starker Konkurrenz auf acht­baren Plätze behaupten. Im Mehrkampf für Ju- Sendturnerinnen - Klasse I und II konnte Gertrud

unke (Gießen) mit 99,95 Punkten einen zweiten Sieg erringen. Im Springen für Jugendturner in- nen der Klasse II konnte die gleiche Schwimmerin einen 4. Platz belegen. Margot Köhlinger be­hauptete sich im 50-Meter-Brustschwimmen der Ju­gendturnerinnen Klasse I auf dem dritten Platz. In der 4 mal 50 Meter - Bruststaffel konnte sich die Gießener Vertretung den l.Sieg vor Offenbach und Darmstadt sichern.

OerGerätewettkampfinGroßen-Linden

Klafeld stellt mit 470'/» Punkten den Sieger.

Arn gestrigen Sonntag wurde in Großen-Linden der Geräte-Wettkarnpf zwischen den Mannschaften der Turnvereine von Großen-Linden, Klafeld und Sinn ausgetragen. Den Kampf konnten die Mann­schaft von Klafeld mit 470V; Punkten knapp vor Großen-Linden mit 467'/- Punkten für sich entschei- den. Sinn erzielte 423'/» Punkte, lieber den Verlauf des Kampfes berichten wir noch.

OlympiwKursisten in Tempelhof.

Die Teilnehmer des Olympia-Lehrganges besuch­ten am Wochenende unter Führung von Reichssport­führer oonTscharnrner und O st en den 'Ber­liner Zentralflughafen Tempelhof. Direktor W r o n s? y begrüßte die jungen Sportler und ihren Führer und wies sie vor dem Rundgang durch die Anlagen auf die Bedeutung dieses modernsten europäischen Flughafens in Bezug auf den internationalen Flug­verkehr hin. Der Reichssportführer dankte der Luft­hansa für das erwiesene Entgegenkommen und be-

ter und der Wiedereintritt in das Spiel zu einem falschen Zeitpunkt.

Oie Sronffurfer Saarkundgebung des Sports.

Die Frankfurter Saarkundgebung anläßlich der beiden Fußballspiele Fußballsportverein Borus­sia Neunkirchen und Einttachl Sportfreunde Neunkirchen hatte einen schönen Erfolg aufzuweisen. 3000 Saarländer waren aus ihrer Heimat nach Frankfurt gekommen, um einmal ihren Mannschaf­ten ein kräftiger Rückhalt zu (ein, zum andern ober auch, um im freien deutschen Lande bei freien deut­schen Volksgenossen einige frohe Stunden zu ver- leben. 3m Frankfurter Stadion siegte Fußballsport- aerein mit 3:2 über die Borussen, dagegen erlitt die Einttacht gegen die Saarbrückener Sportfreunde mit 0:0 ihren ersten Punktverlust.

Kunftflug-Zweikampf Zieseler-Oetroyat in Paris.

standen es, diese z. T. recht heiklen Fragen in echt turnerischem Sinne zu lösen. Es kommt ja in diesen Zeitläuften nicht so sehr darauf an, in welchem Gau oder Kreis ein Verein steht, sondern darauf, daß jeder Verein und jeder einzelne Turner auf seinem Posten steht und dafür sorgt, daß die Deutsche Turnerschast die große völkische Aufgabe erfüllt, die sie heute noch genau so hat wie in der hinter ihr liegenden Zeit.

Sachlich wurden folgende Punkte festgelegt:

1. Die Grenzorte Bergen, Vilbel, Ober- und Niederlahnstein und Höhr-Grenzhausen bleiben bei dem Gau XIII bzw. fallen an Gau XI.

2. Die vermögensrechtliche Auseinandersetzung er» folgt zwischen Den Führern von Gau Mittelrhein und Bezirk Gießen unmittelbar.

Zum Führer des Bezirks Gießen de Dr. Rau (Butzbach), zum Be-

Kührerwechsel beim VfB. Gießen.

In einer außerordentlichen Generalversammlung des VfB. wurde am Samstag an Stelle des zurück- getretenen ersten Führers Overbeck der Kreis- Fußballfachwart Mlcyel einstimmig zum Vereins- sichrer gewählt.

Kurze Sportnotizen.

Beim V11. Mariendorfer Dreieck». Rennen, das am Sonntag nach mehrjähriger Pause zum ersten Male wieder zur Durchführung kam, fuhr der Münchener BMW. - Fahrer vor 75 000 Zuschauern mit 48:45,8 Minuten (127,7 Stundenkilometer) einen neuen Streckenrekord heraus.

3 n Hamburg fanden am Samstag vor gutem Bestich Derufsboxkämpie statt. 3m Hauptkampf des Abends schlug Der Hamburger Mittelgewicht'er Ick den Hannoveraner Trollman bereits in der zweiten Runde ko.

Schalke 04 gab In Saarbrücken vor 3000 Zu- schauern ein Gastspiel. Dabei murt» der Gast-

Spiele der Gießener Mannschaften.

DsB. (Liga) VfR. Buhbach (Liga) 7:0 (2:0).

Die Grünweißen errangen einen eindeutigen und auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Die Gäste traten mit einer verjüngten Mannschaft an, Die zwar sehr kräftig erschien, in technischer Hinsicht, wie auch im Zusammenspiel aber noch zu wünschen übrig ließ. Lobenswert war der Eifer der Butz­bacher, die selbst bei längst verlorenem Spiel Den Widerstand nicht aufgaben. Die neue Mannschafts­aufstellung Der VfBer erwies sich als glücklich, Der Sturm zeigte sich sehr schußfreuDig unD hätte bei etwas mehr Glück unD genaueren Schüssen sehr leicht höher gewinnen können. Erstmalig nach langer Zeit wirkte Haupt roieDer mit, unD es schien, als habe er nie ausgesetzt. Er war in altgewohnter Form. Mit Heß, einem neuen Mann, hat Die DfB.- Mannschaft eine Verstärkung erfahren. Knauß rourhe schon kurz vor Halbzeit herausgestellt, so Daß Die Hiesigen Das Spiel währenD langer Zeit mit zehn Mann bestreiten mußten. Dabei aber trotz- Dem überlegen blieben. Das Spiel ftanh an sich auf keinem sehr hohen Niveau, denn das meist nur auf Zerstörung eingestellte Spiel der Gäste erschwerte die Äombinationsarbeit der Hiesigen. Die hohe Nie- Verlage verdankten die Gäste zum Teil ihrem wenig sicheren Torwart.

Das Spiel begann mit einem geschickt ooraetra- genen Angriff der Platzbesitzer, Der abschließende Kopfball zum Tor ging aber knapp daneben. Eine folgende Ecke brachte nichts ein, während auf der anderen Seite die Latte für den Gießener Tor­mann rettete. Bald daraus gab es eine gefährliche Situation vor Dem VfBer Tor, Die aber in letzter SekunDe gemeistert rourDe. Ein schöner Angriff auf Dem rechten Flügel Der Einheimischen rourDe nach einer tadellos gegebenen Flanke von Haupt von Heß vorbildlich verwandelt. 10 Minuten später fiel das zweite Tor. Der Ball wurde an Dem heraus­gelaufenen Tormann vorbei eingeschoben. BalD Darauf rourDe Knauß herausgestellt, weil er nach­getreten hatte. Mit 2:0 für die Platzbesitzer wurden die Seiten gewechselt.

3n scharfem Tempo wurde der Kampf weiter­geführt. Die Gäste leisteten energisch Widerstand, sie waren aber in der Verteidigung wenig glücklich und mußten in der Folge ein Tor nach dem ande­ren hinnehmen. Nachdem Leutheuser einen Ball aus ziemlicher Entfernung knapp unter Die Quer­latte zum Tor oerroanDelte, mußte Das Spiel schon für Die Gäste als verloren betrachtet werben. Heß hatte Dann nach kurzem Geplänkel vor Dem Butz­bacher Tor Den Ball Dem Tormann zwischen Den Beinen hinDurchgeschoben unD Damit auf 4:0 er­höht. Einen weiteren Erfolg hatten Die Gießener roieDer Dem gegnerischen Tormann zu oerDanken, Der sich einen Stellungsfehler gestattete, schließlich rourDe Dem'Gästehüter noch einmal der Ball zwischen den Beinen hindurch in Das Netz gejagt, und kurz vor Schluß fiel das siebente Tor. Zwar hatten sich die Gäste auch einige Chancen herausgearbeitet, sie vermochten die Gelegenheiten aber nicht aus- zunützen und blieben somit selbst ohne das Ehren- tor, das ihnen sehr wohl zu gönnen gewesen wäre. Der Schiedsrichter leitete, abgesehen davon, daß er einige Fouls der Gäste übersah, gerecht.

Ockershausen I 1900 I 2:2 (1:1).

Nach den schönen Herbsttagen ließ der Sonntags­regen bei Den 1900ern keine FreuDe aufkommen, galt es Doch, auf Dem tückischen Platz in Ockers- hcwsen Die Punkte zu holen, was an sich schon eine schwere Leistung ist. Auch Der gestrige eine Punkt war heiß umkampst 1900 bestritt Das Spiel wie vorgesehen, lediglich für Luft trat Wilhelm! ein. 3m Lause Des Spieles waren Dann allerDings Umstel­lungen erforDerlid), da Bromm, Heinbach unD Wil­helm! erheblich verletzt rourDen. Der SchieDsrichter Hartung (Marburg), ein neuer Mann aus Mittel- deutschlanb, pfiff viel falsch.

Trotz dieser halbinoaliDen (Elf gehörte eigentlich der sichere Sieg Den Gießenern. Der glatte 'BoDen und wohl in erster Linie Die Verletzungen störten aber Die Harmonie unD Die Zusammenarbeit in den Gießener Reihen, und da auch der Gastgeber sehr zerfahren spielte, so waren Die Leistungen keine überheblichen. Bei 1900 spielten Torwart und Ver­teidiger bei dieser Bodenbeschaffenheit fast ohne Tadel. Von den Läufern war Langsdorf der beste, jedoch auch die beiden anderen taten ihre Schuldigt feit. Der Sturm war schwer gehandicapt, obwohl er zu Beginn recht schöne Leistungen gezeigt hatte. Grünewald, im Feldspiel unermüdlich, war der Un­glücksrabe, das vom Torwart verlassene leere Tor Dreimal aus nur ganz geringer (Entfernung zu ver­fehlen.

ausgegangen ist. Wenn die vom Gauführer und Fußdall-Fachwart anfangs beabsichtigte Verlänge­rung Der Spielsperre beiDer Mannschaften nicht Durchgeführt rourDe, so liegt bas in Der Erkenntnis, daß nicht von heute auf morgen mit Den bisher üblichen Strafen Die mit Punktespielen einmal Der- bunDene Kampfeinstellung Der meisten Spieler zum Besseren geroanDelt roerDen kann. Die verantwort­lichen Stellen roerDen unter allen Umständen neue Mittel unD Wege anroenDen, um aus unseren Spielern unter unmittelbarster Führung Der ver­antwortlichen Vereinsführer wirkliche SportfolDa- ten im Sinne Der obersten Reichssportführung zu machen.

:Regd 12 der Fußbattregeln geändert!

Gemäß Den Beschlüssen, Die Der 3ntemational BoarD, Die höchste Regelkommission im internatio­nalen Fußballsport, auf seiner Diesjährigen Sitzung faßte, hat nun auch Der Deutsche Fußball- b u n D Die nachstehenDen Regeländerunaen mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt.

Die Regel 12 roirD DahingehenD geänDert, Daß jeDer Spieler, Der aus irgenD einem Grunde (Ver­letzung, Kleidungswechsel ufro.) mit Erlaubnis Des SchieDsrichters Das SpielfelD verlassen hat, nur zu einer Zeit zurückkehren Darf, wenn Das Spiel ruht. Verstößt Der Spieler gegen Diese Bestimmung, sv hat er, sofern seine Mannschaft Durch feinen WieDer- eintritt einen Vorteil erlangt, wegen unsportlichen Betragens einen Freistoß verwirkt. Sinngemäß roirD DaDürch auch Die Regel 17 geänDert unD fortan jeDes unsportliche Betragen mit einem Frei­stoß geahnDet. Bisher rourDe Der schulDige Spieler verwarnt unD Das unterbrochene Spiel mit einem SchieDsrichterdall fortgesetzt. Als unsportliches be­tragen finb anzuseyen: z u langes Halten Des Balles Durch Den Torwäckter, Das Unter­lassen einer An- unD AbmelDung Durch einen Spie«

nuten vor Schluß abermals aus knappster Ent­fernung Den sicheren Siegestreffer Daneben. So teil­ten sich Die Gegner in Die Punkte.

1900 HL vfv. HL 1:3 (1:1).

1900 trat zu Diesem wichtigen Spiel zunächst nur mit 10 Spielern an. Nachdem man sich auf 11 er« gänzt hatte. Dauerte es nicht lange unD man war durch Platzverweis wieder nur 10. VfB. war sehr eifrig, während bei 1900 die Verteidigung oftmals versagte. Der Angriff der Blauweißen spielte sehr unbeholfen und ließ auch einen Elfmeter aus. Der Sieg Der Leute vom Waldsportplatz war unter die­sen Umständen verdient.

Spogg. 1900 A I Teutonia Steinberg A I 5:0.

Die Gäste mußten sich eine Niederlage von 5:0 Toren gefallen lassen. Während 1900 gleichmäßig besetzt war, fielen bei Den Teutonen einige Spieler aus. In Der ersten Hälfte lieferten, bei kleiner Ueberlegenhsit Der Einheimischen, beide Mannschai- schafien ein schönes Spiel. Teutonia mit Degi Wind spielend, konnte Die 1900er SJerteiDigung nicht be­zwingen. Halbzeit O.-Ol Nach Der Pause stellte 1900 um. Der Sturm gewann mehr Durchschlagskraft. 3n kurzen Abständen fielen bis zum Schluß 5 Tore, Teutonia ging leer aus. Das Ehrentor hätten Die sehr eifrig fpielenDen Gäste verdient.

Weitere (Ergebniffe:

DsB. II. 1900 II. 0:4 <0 :0). 1900 III. gegen VfB. III. 1 :3 (1:1). 1900 I Jugend Watzen- born-Steinberg I. Fügend 5 :0. 1900 Schüler gegen VfB. Schüler. (VfB. nicht angetreten.) Gauliga-Verbandsspiele im Gau XII.

3m Mittelpunkt der interessanten Spielpaarungen im Gau XII. (Nordhessen) stand am Sonntag Die Begegnung zwischen dem 1. FC. Hanau 93 und dem bisherigen Spitzenreiter Kurhessen Kassel. Die ehemals süddeutschen Bezirksligisten waren ihrem Gegner zu jeder Zeit überlegen und kamen zu einem klaren 4:1- (3:1)-Siege. Hanau hat sich Damit in Führung gebracht und Die erste Stelle mit 8 :2 Punkten vor SC. 03 Kassel, Der über Sport 4:2 (2:2) siegreich war, inne Der VfB. Fried- berg hat Dagegen feinen günstigen Dritten Platz Durch eine 1:4« (0: 1)-Niederlage gegen Borussia FulDa eingebüßt. 3m vierten unD letzten Spiel des Gaues schlug Hessen Hersfeld Hermannia Kastel 2:1 (2:0).

Eintrachts erster Punktverlust.

3m Gau Südwest gab es am Sonntag fast durch­weg überraschende Ergebnisse, von denen Die beiden Tabellenersten betroffen wurden. Die Frankfurter Einttacht erlitt ihren ersten Verlustpunkt im Treffen gegen die Saarbrücker Sportfreunde, das im Rah- men der Saarkundgebung im Frankfurter Stadion- bei starkem Regen 0:0 endete. Vorher hatte der Fußballsportverein knapp die Neunkirchener Bor- russia 3:2 (1:1) bezwungen. Auch Wormatla Worms blieb von einem Punktverlust nicht ver- schont. Aus eigenem Platze erlitten die Wormser sogar ihre erste Niederlage. Sie unterlagen Dem SD. Wiesbaden. 3:3 trennten sich Mainz und Ludwigshafen, Offenbach gewann 2:1 über 21. D. Worms, und Kaiserslautern siegte 1:0 in Pirmasens.

Oer Niedergang der -Bayern".

Der neue Schlag, Der an diesem Sonntag in München gegen den vorjährigen deutschen Fuß- ballmeister ,,Bayern" München geführt wurde, ist wohl Der bisher empfindlichste von allen. Man hatte nicht erwartet, daß auch gegen Den 2BürV»ur«fr Fußbollverein 04 berbe Punkte verloren gehen wür­ben. Die Bayern verloren mit 2:3 Toren. Sonst gab es bie erwarteten Resultate. Lediglich :m Spiel ASD. Nürnberg Schweinfurt hatte man mit einem Erfolg bes ASV. gerechnet, bie Schweinfurter blieben jeboch knapp mit 1:0 Sieger. 1860 München fertigte erwartungsgemäß Bay. reutf) 3:0 ab unb auch 3ahn Regensburg fon.ite mit 2:1 gegen Wacker München zwei weitere wert- volle Punkte retten. Die Augsburger Schwaben ließen sich in ihrem Siegeszug auch durch den 1. FC. Nürnberg nicht hemmen, die Niederlage der Nürnberger fiel mit 3:1 sogar ziemlich deutlich aus. Die Fürther Spieloereinigung fertigte den FC. München etwas knapp mit 2:1 ab.

(chiuß an bie Führung war etwa 30 jungen Sport­lern Gelegenheit zu einem Runbflug über Berlin gegeben.

Abbau der Termine beim Deutschen Skiverband.

(Einen Abbau der Termine hat der Deutsche Ski- Verband vorgenommen. 3n Verfolg der Neuord­nung im deutschen Sport dürfen bie Untergeber des DSV (Bezirke unb Kreise) neben ben Gau­meisterschaften nur noch eine größere Veranstal­tung ausziehen. Kamerabschastsspringen, Schau- fpringen, Klubläufe mit Gästespringen (!) finb ver­boten. Für bie Damen bürfen nur noch Absahrts- unb Slalomläufe ausgeschrieben werden. Die Gau- Meisterschaften sollen möglichst 14 Tage vor ben Deutschen Meisterschaften beendet sein. Die Damen­meisterschaft wird ebenfalls in Berchtesgaden durch- Seführt, wo auch gleichzeitig mit ben Deutschen Meisterschaften bie Titelkarnpse des Reichsheeres in der Zeit vom 7. bis 12. Februar ftattfinben.

Fulda und Hersfeld spielen wieder.

Aufhebung der Disqualifikation.

Wie von der Geschäftsstelle des Gaues X 11 (Nordhessen) im DFB. mitgeteilt wird, haben eingehende Untersuchungen und Vernehmungen be­treffs des Spieles Borussia Fulda gegen Hessen Hersfeld zu folgender Entscheidung geführt:

1. Die bis zur Klärung Der Angelegenheit aus- gesprochene Spielfperre roirD aufgehoben.

2. Der Torhüter von Borussia Fulda wird auf zwei Monate gesperrt. Gauführer und Fußball- Fachwort sind sich Darüber klar, daß das Spiel nickt in allen seinen Teilen dem jetzt unbedingt zu toroernben Sportgeist entsprochen hat, aber es hat ich auch herausgestellt, daß Das Spiel nicht über en Rahmen eines harten Punklefpieles zweier Mannschaften mit grundverschiedener Spielart hin­

3m Großen Flieger-Prei s von (Eu­ropa siegte am Sonntag Der belgische Weltwei- fter Scherens in Brüssel im Enblaui vor Micharb und dem deutschen Meister Richter-Köln, der durch einen Sturz im Training stark benachteiligt war.

Sprechstunden ver Redaktion.

1L30 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.