Das neue Lankgebäude.
Oberheffen
Wegebau im Stadtwald usw. geleistet: eben sind sie mit der Aufräumung des Niddaflußbettes, wie
An- ein* Ge- ein- die un-
die seitherigen Unter« auer als nicht geeignet
rückliegcnden eine zuverlässige Stütze der mittel- ständischen Kreise unserer Stadt bleiben wird.
753* Handels- und Gewerbebank Gießen
bon Äanldi effor Wilhelm Mattern, Gießen
auch mit der Herstellung der Wehr« und Wassergräben beschäftigt. Da sich......
vringungsräume auf die Di
ausreichender Liquidität ohne weiteres befriedigt werden konnten. Das gestörte Geschästslcben nahm aber infolge des siegreichen Vordringens der deutschen Heere sehr rasch wieder seinen alten Lauf. An der Unterbringung und Zeichnung der für unsere nationale Verteidigung so wichtigen Kriegs- anleihen hat sich die Bank mit allen Kräften beteiligt. Die nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges folgenden Jnflationsjahre mit ihren unnatürlich aufgeblähten Ziffern können bei unserer Betrachtung außer Acht bleiben. Sie brachten neben einem Höchstmaß von Arbeitsleistung auch den Banken einen Substanzoerlust, der nach Beendigung der Inflation das Ergebnis jahrzehntelangen Schaffens zunichte machte. Erwähnt sei noch, daß die Gewerbebank im Jahre 1922 auf einen aus Handelskreisen vielfach geäußerten Wunsch ihre Firma in „Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H." umänderte.
In den Jahren nach der Inflation gelang es dank der tatkräftigen Unterstützung seitens der Mitglieder und bank der gesunden genossenschaftlichen Struktur überraschend schnell, das Geschäft wieder aufzubauen. In der Zeit schwerster Kredit« not war es der Bank möglich, ihre Mitglieder mit den nötigsten Betriebsmitteln zu versorgen und so dem mittelständischen Gewerbe unserer Stadt eine starke Stütze zu sein. Trotz wechselnder Kvnjunk-
Wettervoraussage.
Das Hochdruckgebiet, welches bereits eine Woche unsere Wetterlage bestimmt, hat seine höchsten Barometerstände noch über Schottland, der Nordsee und dem südlicben Teil von Norwegen. Wenn der hohe Druck auch langsam abgebaut wird und durch die angrenzenden Störungen zusammenschrumpfl, so steht für unser Gebiet zunächst noch keine Aen- oerung des Witterungscharakters in Aussicht. Die heutigen Aufstiege der Wetterflugzeuge über Darmstadt, Lindenberg und Hamburg registrierten weiter nur geringen Luftfeuchtigkeitsaehalt in den höheren Schichten, so daß keine Anzeichen für das Auftreten stärkerer Bewölkung vorhanden sind. Somit wird das herbstlich-schöne und meist heitere Wetter mit seinen Temperaturgegensätzen infolge Ein« und Aus- strahlung zwischen Tag und Nacht erhalten bleiben.
Aussichten für Sonntag: Meist heiter und nur zeitweise leicht bewölkt, nachts frisch, tagsüber warm, trocken, schwache nordöstliche bis östliche Winde.
Lufttemperaturen am 8. September: mittags 20,2 Grad Celsius abends 14 Grad: am 9. September: morgens 10 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum 7,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. September: abends 19,9 Grad; am 9. September: morgens 13,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 10% Stunden.
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ERPROBT-BEWAHRT SPARSAM
tur war die Bank in der Lage, ihren Gcschästs- kreis stetig zu erweitern. Die stark gesteigerte Ilm- satztätigkeit — der Höchstumsatz bezifferte sich im Jahre 1929 auf 130 Millionen Reichsmark — war in den alten Bankräumen in der Ostanlage, die auch im übrigen den Anforderungen eines modernen Bankbetriebes nicht entsprachen, nicht mehr zu bewältigen, so daß im Herbst 1930 dos neue, zweck- entsprechende Bankgebäude in der Goethe- straße bezogen wurde, das auch architektonisch als eine Bereicherung des Straßenbildes angesehen werden darf. Im Jahre 1931, dem Jahre der schwersten Wirtschaftskrise, hat sich die Bank als besonders krisenfest erwiesen. Sie konnte damals
dank ausreichender Zahlungsbereitschaft ollen forderungen gerecht werden, ohne von den engenden Bestimmungen der Notverordnungen brauch zu machen. Der in den letzten Jahren setzende allgemeine Schrumpfungsprozeß hat Bilanzziffern der Bank, wenn man von der
vermeidlichen Umsatzschrumpfung absieht, nur minimal beeinflußt. Bilanzsumme, Einlagenbestand und Eigenvermögen sind trotz der Krise ziemlich unverändert geblieben.
Das 75. Geschäftsjahr der Handels- und Gewerbe- bank fällt zeitlich mit der großen nationalen Er- Hebung zusammen, die der Ausgangspunkt für beit Wiederaufstieg von Volk und Wirtschaft werden soll. Die deutschen Genosienschaften, die von jeher ihrer ganzen Struktur nach national und sozial eingestellt waren, haben sich in voller Einmütig- feit hinter die nationale Regierung gestellt. Nach dem Willen des Führers sollen gerade den mittel- ständischen Geldinstituten bei dem Neuaufbau der Wirtschaft große Aufgaben erwachsen, die auch unserer örtlichen Kreditgenossenschaft ein weiteres Betätigungsfeld sichern werden. Dieser Ausblick berechtigt zu der Hoffnung, daß die Bank auch in den kommenden Jahrzehnten ebenso wie in den
30, Einmachgurken 2 bis 3, Endivien 5 bis 15, Ober- fohlrabi 6, Lauch 3 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10, Radieschen, das Bund 10 Pf
Bornotizcn.
— Tageskalender für Samstag: G. R. G., 20,30 Uhr, General-Versammlung. — Artillerie-Derein, 20 Uhr, Familienabend an der Bergschenke - Palast-Lichtspiele am Kirchenplatz, 9 bis 21 Uhr, Zinnsoldaten-Truppenschau. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 16 und 18,30 Uhr, „Sieg, frieds Tod", 20,30 Uhr, „Stern von Valencia" mit Liane Haid. _ ,.. _
— Tageskalender für Sonntag: Bergschenke, 16 Uhr und 20 Uhr, Großes Konzert. — Waldeslust, Unterhaltungskonzert. — Palast- Lichtspiele am Kirchenplah, 9 bis 21 Uhr, Zinn- soldaten-Truppenschau. — Turnverein 1846, Uni- versitäts-Sortplatz, Faustballrunde, Dorkämpfe um 9 Uhr, Entscheidungen 14 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, „Stern von Valencia" mit Liane Haid.
— Konzert in der Bergschenke. Am morgigen Sonntag finden in der Bergschenke zwei Konzerte (um 16 und um 20 Uhr) statt. Die Weilburger Bürgergarde-Kapelle unter Leitung von Kapellmeister Hupseld musiziert und wird den Besuchern der Bergschenke einige sehr unterhaltsame Stunden bereiten. Die Kapelle dürfte vielen Gästen vom Rundfunk her in bester Erinnerung fein. Aus die heutige, Anzeige fei besonders auf- merksam gemacht.
erwiesen haben, tritt die Stadt an den Bau eines neuen Lagers heran, das angrenzend an den Sportplatz am Bockzahl zu stehen kommen wird. Es stehen hier zirka 12 Morgen Gelände für Sport und dergl. zur Verfügung. Auch die von der Stadt in Aussicht genommene Feld- bereinigung wird durch das Arbeitslager aus« geführt werden.
Kreis Alsfeld.
ll. M e r l a u, 8. Sept. Nachdem Pfarrer Kalb- Henn, der neue Ortsgeistliche, hier eingezogen war, brachte ihm die Sängeroereinigung Mer- l a u einen Fackelzug und einen Will komme ngr uß dar. Nach einem Chorlied begrüßte der Präsident der Sängeroereinigung, Herr Semper, den neuen Seelsorger. Pfarrer Kalbhenn dankte für den freundlichen Empfang und betonte, daß er es als seine schönste Aufgabe ansehe, Aum geistigen Wohle und Segen jedes Einzelnen, sowie der Gemeinde und des deutschen Vaterlandes zu wirken. Ein weiterer Chorvortrag beschloß die kleine Feier. Die Schulkinder hatten das Pfarrhaus mit Grün und Blumen geschmückt
* Gleimenhain, 8. Sept. In unserem Orte sind zahlreiche Erkrankungen an Masern unter ben Schulkindern zu verzeichnen. Um weitere Infektionen zu vermeiden, wurde die Schule auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Die Genosjenschast entwickelte sich immer mehr aus dem ursprünglichen Vorschuß-Verein zur Dollbank, die sich die Pflege aller Bankgeschäfte angelegen fein ließ, ohne jedoch dabei ihren ureigensten Aus- gabentreis, die Förderung des Mittelstandes und besten Versorgung mit Kleinkrediten, außeracht zu lassen. Irn Jahre 1910 betrug die Zahl der Mitglieder 1700, das eigene Vermögen der Bank, besten Höhe immer als sehr günstig anzufprechen war, mehr als 1,5 Millionen Mark. Der Umsatz hatte nach 30 Jahren eine Verzehnfachung auf 61 Millionen Mark erfahren.
Der Ausbruch des großen Weltkriegs stellte an die Dank außerordentliche Ansprüche, die aber dank
(Ein Achtzigjähriger. Der Hausmeister i. R. Friedrich Bing, Nahrungsberg 77, begeht am kommenden Montag, 11. September, in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. (Beburtstan
** Ei n Fünfundsiebzigjähriger. Schuh- madjermeifter Wilhelm Thon, Lindengasse 2 wohnhaft, begeht am kommenden Montag, 11. Seo- tember, in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag.
•* Die Kuchenbäckerei der Hausfrauen betrifft eine Ankündigung der Bäcker-Zwangsinnung in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir die Hausfrauen besonders aufmerksam machen. Die Bäcker-Innung kündigt darin an, daß sie künftighin nur noch solche Kuchen zum Backen entgegen- nehmen wird, zu deren Herstellung das Mehl von einem Bäcker bezogen worden ist. Ihren Entschluß begründen die Bäckermeister damit, daß sie den Hausfrauen durch die Lieferung von einwandfreiem Kuchenmehl die Gewähr für gutes Geraten des Kuchenbackwerks bieten wollen.
** Sonntagsrückfahrkarten zu m deutschen Wandertreffen. Zur 50. Wan- Vertagung des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wanderoereir.e, die vom 14 bis 19. September in Frankfurt a. M ftattfindet, werden von allen Bahnhöfen im Umkreis von 200 Kilometer um Frankfurt Sonntagsrückfahrkarten nach Frankfurt a M. ausgegeben. Die Karten gelten zur Hin-
Folgen überantwortet. Für den rechtlichen, sparsamen und fleißigen Mann schließen — das haben die Erfahrungen der letzten Jahre bereits gezeigt — die Handwerker-Banken die Zeiten des erzwungenen Müßigganges aus. Aber auch in dem Geschäftsverkehr des Wohlhabenden treten Perioden ein, welche Geldbedürfnis und Geldvorrat nicht zusammenfallen lassen, er ist gleich dem Unbemittelten genötigt, in solchen Zeitläufen Gelder anzuleihen. Jeder, der diese Erfahrung macht, und sie wird nur wenigen durch Glücksumstände besonders Bevorzugten im Leben erspart worden sein, weiß auch, daß Geldanleihen immer mit Schwierigkeiten und oft mit Demütigung verbunden sind. Anders gestaltet sich die Sache, wenn der Geldsuchende, der Mitglied einer Handwerkerbank ist, in fein eigenes Geschäft tritt, denn das ist die Bank für ihre Mitglieder. Hier kann der Menschenwürde weder des Bemittelten noch des Unbemittelten in irgendeiner Weise zu nahe getreten werden, denn er ist im eigenen Hause."
Die ausgearbeiteten Statuten und Geschäftsanweisungen bauten sich auf den von Schulze-Delitzsch ausgestellten genossenschaftlichen Grundsätzen der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwor- tung auf, die noch heute im deutschen Genossenschaftswesen in voller Geltung sind.
Die erste Generalversammlung, die die Gründung der Genossenschaft beschloß, fand am 6. September 1858 im Saale des Rathauses statt. Am 13. September wurden in einer zweiten Generalversammlung Vorstand und Aufsichtsrat gewählt. Nachdem alsdann das Kreisamt die obrigkeitliche Genehmigung zu den vorgelegten Statuten erteilt hatte, wurde die Bank unter dem Namen G e« werbedank z u Gießen am 6. Oktober 1858 in einer Veröffentlichung im „Anzeigeblatt" als eröffnet erklärt. Das erste Geschäftslokal befand sich im Haufe des Buchbindermeisters Balser auf dem Marktplatz. Die Zahl der Mitglieder stieg rasch von 100 auf 125, der Geschäftsanteil wurde zunächst auf 40 Gulden festgesetzt. Die Verwaltungsrechnung des ersten Geschäftsjahres wies einen Umsatz von 25,757 Gulden, ein eigenes Vermögen von 444 Gulden, sowie an Passiven 6145 Gulden Darlehen auf- Der Unkostenetat war in den ersten Jahren außerordentlich gering, da die Arbeitskräfte ihre Tätigkeit zunächst ehrenamtlich ausübten. Aus der Unköstenrechnung ist beispielsweise zu ersehen, daß der Bankdiener und Kassenbote für seine Dienste eine Vergütung von 5 Gulden pro Vierteljahr erhielt.
Die Entwicklung der Genossenschaft ging in den kommenden Jahren ständig aufwärts, schon 1863 betrug die Zahl der Mitglieder 438. Die Kriegsereignisse der Jahre 1866 und 1870/71 blieben auf die geschäftliche Entwicklung der Bank ohne Einwirkung. Umsätze und eigenes Vermögen wuchsen von Jahr zu Jahr, der Geschäftskreis und die Ge- fchäftszweige wurden ständig erweitert. Im Jahre 1873 waren die Geschäftsräume in das Haus des Herrn Christian Wallenfels auf dem Marktplatz verlegt worden. Im Jahre 1876 wurde das Kontokorrentgeschäft ausgenommen, nachdem bis dahin nur das Dorschußgeschäft und das Sparein- lagegeschäft gepflegt worden waren. Die hiermit verbundene Geschäftsbelebung und der gesteigerte Publikumsverkehr ließen sehr bald den Wunsch nach einem eigenen Bankgebäude wach werden. Irn Jahre 1880 sand die Grundsteinlegung zu dem Bankgebäude in der Ostanlage statt, in dem die Bank ihre Geschäfte bis zum Jahre 1930 betrieb. Im Juli 1881 erfolgte die Uebersiedlung in die neuen Bankräume in der Ostanlage.
Es folgten Jahrzehnte einer stetigen, gedeihlichen Aufwärtsentwicklung, die Hand in Hand ging mit der machtvollen (Entfaltung unferer Polkswirtfchaft.
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ueWt Ägdsracen dubmus, Gießen. Hua herein meibgere«. ^ G'eb-n" hielt 4x 4. Wt, seine gut besuchte Monats- mies Studienrat holzet auf die Jin, nach der nun auch der Schrot, i'.ches Rehwild in Hessen verboten not konnte nirgends größere Se- osen ats gerade im „Hubertus Gie- Jahren um dieses Verbot kämpfte. Abwehr der gewaltigen Schäden, die k-sjahren sog. Jäger in viel höherem >ide zusugten, als das Mtdereilum Zeit, erzog der Derein seine Mit- t den Treibjagden auf Rehwild eine . le Handlung zu erblicken. Eine grö- Mitglieder schloß sich zu Hegeringen in der Praxis der Forderung „Dem üijrf bie finget' geregt würben und ßiger Tätigten einzig unb allein bet bau unferer einfyeimiltyn Rehbe- nken ift. Co tonnte der Herein ehreren Jahren als einziaer hei- i dazu übergehea, MthVu- im des AusWGs den rauhen > Schalenwild zu verbieten.. Durch wie auch durch stetige Ausklärungs- gleit in der Tages- und Jaadpreife ,n Zeitschriften des Natur, und Tier- r für die unbedingte Anerkennung nes gekämpft, weil er in feiner Ser- ttebsschaden der hessischen Jatz sah. Kauf qenommen, daß dieser Komps chen Ngerkreifen sehr „unpopulär 3 auch nicht dadurch irre machen )ße Zägeroxganisalionen ihm bis v nterstühung versagten. Um t» , ,r h»r Iundesgenchnichost der vor
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fahrt vom 14. September 0 Uhr bis 19. September 12 Uhr, zur Rückfahrt vom 14. September 12 Uhr bis zum 19. September 24 Uhr. Bis zu dem letzt- fienannten Zeitpunkt muß die Rückfahrt angetreten ein.
DKW -Sonderschau in Gießen. Die Firma Krahn & C 0. veranstaltet am morgigen Sonntag, 11., und am Montag, 12. September, in der Frankfurter Straße 82 eine Ausstellung der verschiedensten DKW.-Waaen, die viele Geschäftsleute und Einwohner unserer Stadt interessieren dürfte. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.
** Parade der 10 000 Zinnsoldaten. In unendlich mühevoller Kleinarbeit und mit viel Sorgfalt hat Herr Hannawacker, ein Gießener Bürger, neben seiner beruflichen Tätigkeit ein Heer von nicht weniger als 10 000 Zinnsoldaten hergestellt. Mit großer Liebe zur Sache goß er die Soldaten vieler deutscher Regimenter und bemalte sie nach sorgfältigem Studium der Uniformen fo, daß sie von jedem, der einigermaßen über das deutsche Heer der Vorkriegszeit Bescheid weiß, nach ihrem Truppenteil und nach ihrem Regiment erkannt werden können. Daneben hat der Aussteller auch ein Kampfgelände geschaffen und dieses mit dem verschiedensten Kriegsmaterial in Miniaturausgabe ungefüllt. Auch ein Aufmarsch der SA und SS., der Mvtvrstasfeln, ferner Marinetruppen, Kolonial- truppen, eine flottenparabe und was sich sonst alles aus Zinn in geschnittenen Formen verfertigen läßt, ist ausgestellt. Das Modell eines Torpedobootes hat Herr Hannawacker ebenfalls selbst gebaut. Wer sich für das Heer der Zinnsoldaten interessiert, möge nicht versäumen, die Ausstellung in den Palast-Lichtspielen zu besuchen.
** Vorübergehende Einstellung des Groß-Senders Mühlacker Der Großsender Mühlacker, der einen völligen Umbau, sowie eine Verstärkung der Sendeleistung auf 100 Kilowatt und Umstellung auf die Münchener Welle 563 kHz. erfährt, muß im Laufe der Heröstmonate für einige Zeit teilweise bzw. völlig außer Betrieb ge- gesetzt werden. Die völlige Außerbetriebsetzung dauert vorn 20. Oktober bis 1. Dezember. In der Zeit vom 15. September bis 19 Oktober wird der Betrieb nur zeitweise eingestellt und zwar so, daß er vom 15. bis 30. September von 16 Uhr ab und vorn 1. bis 19. Oktober von 17.30 Uhr ab in der bisherigen Weise sendet. In den Zeiten, in denen der Großrundfundsender nicht arbeiten kann, wird der frühere Stuttgarter Sender mit einer Leistung von 1,5 Kilowatt auf der jetzigen Welle von Mühlacker die Sendungen übernehmen.
** „Der Tag des Pferdes" im Rundfunk. Der Südwestdeutsche Rundfunk hat eine besondere Reportage vom Turnierplatz in Darmstadt anläßlich des „Tages des Pferdes" anbe- räumt, und zwar die Reportage „Der Bauer und fein Pferd". Die Übertragung findet in der Zeit von 14. bis 15 Uhr für die Dauer einer halben Stunde statt.
In diesen Tagen kann die Handels- u.1 d G e ro e r b e b a n t e. G. m. b. H. in Gießen auf ein 75jähriges Bestehen zurückolicken. Sie zählt zu den ältesten Kreditgenossenschaften in Deutschland und genießt großes Ansehen sowohl im Deutschen Genossenschastsverband, dem sie ange- schlossen ist, als auch in den Kreisen, die sie geschift- lich betreut. Für das Wirtschaftsleben unserer Stadt und ganz besonders für die mittelständische Wirtschaft ift sie Im Laufe der Jahrzehnte ein beachtlicher Faktor geworden. Bei der engen Verbundenheit des Instituts mit der Stadt Gießen und ihrem Wirtschaftsleben lohnt daher ein kurzer Rückblick auf die Entwicklung der Bank in den vergangenen 75 Jahren.
Als in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die vorausgegangenen Mißernten, die unge- nügenben Verkehrsmittel und die nach den politischen Wirren des Jahres 1848 eingetretene Reaktion Handel, Industrie und Gewerbe darniederlagen und unseren wirtschaftlichen Verhältnissen vollständiger Ruin drohte, war man besorgt und bestrebt, zur Besserung der Verhältnisse Hilfsquellen zu suchen, die die Bevölkerung vor drohender Verarmung und Not zu schützen geeignet schienen. In dieser traurigen und schwierigen Zeit drang die Kunde von den durch Schulze-Delitzsch ins Leben gerufenen genos- senschastlichen Bestrebungen durch das Land, und auch in unserer Stadt fanden sich Männer, die Verständnis für die Lehren Schulze-Delitzschs hatten und bereit waren, der genossenschaftlichen Idee näherzutreten.
Bereits in dem „Anzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen" vom 10. Februar 1858 erschien im Auftrage des Ausschusses des Gewerbe- Vereins Gießen, von Professor Zamminer versaht, ein längerer Artikel, überschrieben „Einige Worte über Handwerker - Vorschuß- Vereine", in dem der Zweck und Nutzen solcher Vereine hervorgehoben und insbesondere auch auf die Erfolge hingewiesen wurde, die die wenigen bereits bestehenden Vorschußkassen in einigen anderen Städten zu verzeichnen hatten. Der Verfasser, der damals Vorstandsmitglied des Gewerbevereins war, sagt am Schlüsse seines Artikels, daß er demnächst in einem öffentlichen Vortrag noch nähere Erläuterungen über die Einrichtung von Handwer- ker-Vorschußkasfen zu geben gedenke. Er werde hauptsächlich aus den Statuten solcher Vereine berichten, die sich bereits eines anerkannten glücklichen Gedeihens erfreuten. Schon im „Anzeiger" von 3. März 1858 wurde für den 8. März 1858 in den Rathaussaal zu einer Vorbesprechung über die Gründung eines Handwerker-Vorschuß-Vereins ein» geladen. Unterzeichnet war diese Einladung: „Der Vorstand und Ausschuß des Gewerbevereins".
Es wurde sodann eine Kommission gewählt, die die Vorarbeiten zur Gründung eines Vorschuß- Vereins für Handwerker in die Wege leitete. Interessant sind einige Bealeitworte, die dem ersten Statutenentwurf beigefügt find. Es heißt dort: „Wer die Vorteile kennt, welche dem Großhandel aus dem leichten Beschaffen von Geldmitteln durch den Bankverkehr erwachsen, kann nicht zweifeln, daß diese, in das Kleingewerbe bineingetragen, doppelt segensreich an dieser Stelle wirken müssen. Der Wert der meisten Handwerkerprodukte bildet sich zum größten Teil aus dem Arbeitslohn, während das verwendete Material den geringeren Wert- anteil darstellt, so daß in vielen Fällen der Arbeitslohn mehr wie 75 0. H., das Material kaum 25 0. H. des Verkaufswertes eines Gegenstandes bilden. Es können somit durch wenige Gulden, welche zur rechten Zeit parat sind, Summen erarbeitet werden, deren Entbehrung die Familie des Entbehrenden der Not preisgibt, ihn selbst und sein häusliches Glück dec Unzufriedenheit und ihren traurigen
löefferouer Obstmarki in Buhbach.
Wie aus der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil hervorgeht, beginnt der Obftmartt der Wetterau in Butzbach am 14. September. Der Markt findet täglich zwischen 16 unb 1 8 Uhr statt, und zwar in der Markthalle auf dem Viehmarktplak in Butzbach
Da der Markt in einem unserer besten Obstbaugebiete stattfindet, ist mit einer starken Belieferung dieses Marktes zu rechnen. Vor allem werden, ent- sprechend dem hiesigen Obstanbau, Zwetschen, zlepfel und Birnen auf den Markt gebracht werden. Die Ware wird direkt auf den Markt kommen und dort gegen Barzahlung verkauft. Verkauf nach Mu- ftern oder Proben findet nicht statt. Die Verwiegung findet durch den amtlichen Wiegemeister statt. Dem Verkäufer wird eine Bescheinigung über das Gewicht ausgehändigt.
Bei der großen Bedeutung des deutschen Obstbaues und angesichts der Bestrebungen der Reichs- regierung, dem deutschen Ob t seinen Platz auf dem deutschen Markt zu sichern, ist die Errichtung dieses neuen Obstmarktes zu begrüßen, und es ist zu hoffen, daß er sich sowohl für den Obstzüchter, wie auch für den Handel in vollem Umfang auswirkt. Je mehr für sorgfältige Auswahl und für vorteilhafte Verpackung des Obstes nach Sorten und Qualität gesorgt wird, um so mehr wird auch das deutsche Obst von dem Verbraucher geschätzt und verlangt werden. Auch auf diesem Wege wird der Markt fortbildend und richtungweisend seinen Einfluß geltend machen.
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• Wieseck, 8. Sept. Heute wurde hier ein Einwohner fe ft genommen, der in seinen Steuerungen gegen das nationaleDeutsch- land der Gendarmerie Anlaß zum Eingreifen gab. Er wurde nach Gießen gebracht, um dort der Staatsanwaltschaft vorgeführt zu werden.
ch Aus dem Busecker Tal, 8. Sept. Nach einem selten erlebten Tiefstand vor einigen Wochen haben jetzt die Schweinepreise stark an- gezogen. Gegenwärtig bezahlen die einheimischen Metzger und Händler je nach Gewicht und Qualität 40 bis 42 Pf. pro Pfund Lebendgewicht. Entsprechend sind auch die Ferkelpreise im Steigen begriffen. 6 bis 7 Wochen alte Tiere gelten 13 bis 15 Mk., 7- bis 8wöchige Jungtiere 15 bis 17 Mk, ältere Jungtiere und Läufer als Einlegeschweine je nach Entwicklung und Gewicht entsprechend mehr.
* Lang-Göns, 9. Sept. Im Laufe des gestrigen Tages wurde ein hiesiger Einwohner von der Gendarmerie fest genommen und nach Gießen gebracht, um dort wegen Bekundung anti» nationaler Gesinnung dem Richter vorge- führt zu werden.
* Steinheim, 8. Sept. In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich bei Gemeinderat mit der Frage der arbeitsbefdjaffung innerhalb der Gemeinde. Es wurde einstimmig beschlossen, sofort mit dem Bau der Wasserleitung zu beginnen und dafür den Reichszuschuß in Anspruch zu nehmen.
ttrcis Schotten.
X. Sch 0 tten , 8. Sept. Das Arbeitsdienst, lager Schotten befindet sich jetzt schon über sieben Monate in unserer Stadt, und sein Bestehen wird h^r mit Freude begrüßt. Die Arbeitsdienstwilligen haben für die Stabt unb bie benachbarten Gemeinden schon eine Reche wertvoller Arbeiten,


