Klugheit und rücksichtsloser Energie hat er, den Kriegserfordernissen gehorchend, in wenigen Monaten aus jungen Marineoffizieren Luftschiffkomman- danten gemacht, die als Führer von Kriegszeppelinen die deutsche Bucht vor überraschenden Angriffen des Feindes geschützt und Furcht und Schrecken weit nach England hineingetragen haben. Fast während des ganzen Krieges war Dr. Eckener, dem Stabe der Marine-Luftschiff-Abteilung zugeteilt, treuer meteorologischer Berater und Freund des Fregattenkapitäns Straßer, der aus dem Luftschiff ein wirkungsvolles Kriegsinstrument zu machen wußte und dessen Todestag sich gerade in diesen Tagen zum 15. Male jährt. Straßer wurde am 5. August 1918 mit dem damals neuesten und größten Luftschiff „L 70" über der englischen Küste brennend abgeschossen. Sein großes Bild hängt als Zeichen treuer Anhänglichkeit und als Wahrzeichen deutscher Mannestreue in Eckeners Arbeitszimmer. Diele beiden Männer in Verbindung mit dem Grafen Zeppelin find das Symbol des Luft- schiffgedankens, und uns alten Kriegsluftschiffern werden sie immer ein Vorbild strengen Pflichtgefühls und rücksichtsloser Einsatzfreudigkeit bleiben.
Was Dr. Eckener nach dem Kriege für die deutsche Weltgeltung geleistet hat, gehört ebenso wie seine verdienstvolle Mitarbeit bei der Marine-Luftschisf- Abteilung der Geschichte an. Er schuf 1919 mit der kleinen „Bodensee" einen vorbildlich arbeitenden Luftverkehr zwischen Berlin und Friedrichshafen, bis Feindesneid die Auslieferung des Luftschiffes forderte. Man hatte aber nicht mit Eckeners Zähigkeit gerechnet. Zu einer Zeit, als uns durch das Diktat der Feinde jede Luftschiffbetätigung verboten war, wußte er den Bau des Reparationsluftschiffes .,LZ 126" auf amerikanische Rechnung zu betreiben. Mit der glücklichen Ueberführung des „LZ 126" nach Lakehurst hat Eckener den Luftschiffgedanken gerettet, der sonst zum Tode verurteilt gewesen wäre.
Es ist Eckeners Werk, wenn heute der „Graf Zeppelin" mit fahrplanmäßiger Sicherheit die
Ozeane überquert und als „wirkungsvollste Visitenkarte" des heutigen Deutschland in aller Welt rückhaltlose Anerkennung findet. Wer, wie ich, häufig Gelegenheit hatte, Dr. Eckener m ferner Histon chen Ecke in der Führergondel des Luflfch.ffs 3" beobachten, kann sich dem Eindruck nicht entziehen, daß dort ein Mann auf verantwortlichem Posten steht, der Herr ist jeder noch so kritischen Sage, Dor die ihn das Schicksal stellt. Geschult durch jahrzehntelange Er ah- rung im Bau und in der Führung von Luftschiffen gilt er mit Recht als der Führer schlechthin. Der englische Luftfahrtminister Lord Thom s o n hat ihn einmal einen der bemerkenswertesten Manner genannt, mit denen er je zusammengekommen ,ei: eine Persönlichkeit, die nicht in jeder Generation zu finden ist" Kein Wunder, daß zu solchem Manne Besatzung und Passagiere restloses Vertrauen haben.
Es bleibt Eckeners unsterbliches Verdienst, das Verkehrslustschiff durch Zeiten schwerster Hemmungen hindurch gerettet zu haben, als uns „Bodensee und Nordstern" durch Entente-Diktat entrissen wurden und eine kurzsichtige Presse den Plan Eckeners mit „LZ 126" zu zerschlagen drohte. Eckener allein, mit seiner zähen Energie, sprichwörtlichen Ruhe und klarem Weitblick ist der Schöpfer eines Gedankens von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung, der dem deutschen Namen auch in Zeiten tiefer Erniedrigung Klang und Inhalt gegeben hat.
Mit dem Schwarzweißrot des neuen Deutschlands und dem stolzen Symbol des Hakenkreuzes geschmückt schwebt „Graf Zeppelin" zur Zeit über der Weite des Ozeans. Mit ihm der Mann, dessen Würdigung diese Zeilen gewidmet sind. Möge es dem Geburtstagskinde vergönnt sein, den Tag zu erleben, wo deutsche Luftschiffe als Mittler des Weltverkehrs mit ihren Fahrten den Erdball umspannen. Dann sähe Dr. Eckener sein mit Zähigkeit und Klarblick verfolgtes Lebensziel erfüllt, das immer deutscher Weltgeltung gewidmet war.
Heute abend:
1900 Liga —Frankfurt Oberrad.
Die Liga der Spielvereinigung 1802 bestreitet heute abend bereite das zweite Freundschaftsspiel. Gegner ist die Liga der Spielvereinigung 1905 Franklurt-Dberrad Die Gäste bestreiten das Spiel als Ersatzkampf für ein im vorigen Jahre wegen Autodefekt verhindertes Spiel. Durch die ^Neuordnung im Deutschen Fuhballbund hat sich innerhalb der bisherigen beiden Oberräder Vereine eine Veränderung vollzogen: sie haben sich zusammengeschlossen. Dadurch ergab sich nun ein spielstarker Großoerein. der unter dem Namen „Spielvereinigung 1905“ spielen wird. Die bisher gegen gute Gegner erzielten Resultate lassen erwarten, daß man heute abend auf dem Platz der Spielvereinigung einen spannenden Kampf zu sehen bekommen wird. Der Ausgang kes Spieles ist völlig offen. Die Blauweihen werden voraussichtlich in der Aufstellung des Vorsonntags antreten. Zum dritten Gang innerhalb acht Tagen treten die 1900er am Sonntag in Alsfeld an. •
Lleberlegene Siege
der Wasserballmannschaft des Gießener Schwimmvereins.
Bei den am vergangenen Sonntag in Alsfeld ausgetragenen Bezirks - Wasserball - Meisterschaften (Oberhessen im Gau I, Kreis V des Deutschen Schwimmverbandes) war die Mannschaft des Gießener Schwimmvereins in allen ausgetragenen Spielen überlegener Sieger. Am Vormittag wurde das erste Spiel ausgetragen. Gießen — Alsfeld 11:2. Der Ausgang dieses Spiels zeigte deutlich die starke Ueberlegenheit der Gießener Mannschaft. Die ausgezeichnete Spielart ließ Alsfeld fast nicht zum Zug kommen: in der zweiten Halbzeit hat Gießen nur noch ein Trainingsspiel vorzuführen. Das Spiel wurde in jeder Beziehung fair und vorbildlich ausgetragen.
Am Nachmittag folgten zwei weitere Spiele. Gießen — Fulda 10:0. Auch hier blieb die Gießener Mannschaft sicherer Sieger, obwohl sie in den ersten 5 Minuten recht zerfahren spielte. Die einzelnen Spieler fanden sich nicht recht zusammen. Nach der Pause war die Verständigung besser und das Endergebnis dementsprechend.
Das zweite Spiel am Nachmittag: Gießen —Wetzlar 10:1. Ein flottes und durchaus faires Spiel. Gegen die Gießener Mannschaft konnten die Wetzlarer nicht aufkommen. Die technische Leistung war bei den Gießenern viel besser: auch im Schwimmen waren sie schneller. Die Mannschaft des Gießener Schwimmvereins dürfte also als die beste Wasser
ballmannschaft in Oberhessen und den angrenzenden Gebieten zu betrachten fein. In ihrem Können ist sie um eine ganze Klasse besser als die Gegner, die am Sonntag gegen sie antraten.
Die Mannschaft: Schüler, Pirr, Pascoe, Schaum, Schomber, Hechler, Braun und Herbert.
Zum Vergleich nachstehend noch die Ergebnisse der anderen Spiele: Wetzlar— Fulda 1:0; Wetzlar — Alsfeld 10:0; Fulda — Alsfeld 4:2.
Thermik-, Strecken- und Höhenflüge auf der Wassersuppe
Am Abend des gestrigen zweiten Wettbewerbstages (Montag) kam ein kleiner Stoß, hervorgerufen durch örtliche gewittrige Störungen, der aber infolge der fortgeschrittenen Tageszeit nur noch Flüge bis zu 1% Stunden Dauer ermöglichte. Der heutige dritte Wettbewerbstag brachte erstmalig das seit dem letzten Jahr altgewohnte Bild: alle abgenommenen Maschinen bevölkerten den West- und Kuppenhang. Bei frischen westlichen Winden waren bald bis zu 20 Flugzeuge in der Luft, die majestätisch ihre Kreise zogen und sich um die ausgeschriebenen Tagesprämien für die größte Strecke und höchste Höhe bewarben. Ken sch e'flog mit dem „Windhund" der Berliner etwa 20 Km. weit, Schleicher erreichte auf „Ozite" den Flugplatz Meiningen (40 Km.), während Fremd auf dem „Kyffhäuser"-Technikum Frankenhausen bis Zellamehlis (55 Km.) kam. Peter Riedel gelangte auf seinem „Fafnir" wohlbehalten bis Meuselbach (86 Km.). Den Vogel des Tages schoß der Fluglehrer Steinig- Grunau auf „Baby II" ab, der seine Maschine 120 Km. weit bis in die Gegend von Kronach (Bayerischer Wald) brachte. — Dank der guten Thermik wurden Höhen bis zu über 700 Meter über Start erzielt.
Die Leistungen am Dienstag befriedigten vollauf. Seit 11 Uhr befanden sich zahlreiche Flugzeuge gleichzeitig in der Luft, um möglichst große Dauerleistungen herauszuholen. Die bisherige Ausbeute beträgt etwa 80 Wettbewerbsflüge. Hoffentlich hält das günstige Flugwetter auch weiterhin an, damit der Kampf' um die großen Preise der diesjährigen Ausschreibung einsetzen kann.
Kurze Sportnoüzen.
Die Segler-Bundesmeisterschaften auf dem Müggelsee bei Berlin sahen in der Binnenjollenklasse Lange jun. mit „Nickelmann", in der 7X--qm-Klasse des Kanuverbandes Helmes (Ruhrort) als Sieger.
Zurückgenommen wurde der seinerzeit durch den damaligen Führer der DT., Dir. Neuen- dorff, verfügte Ausschluß des mittelrheinischen Gauführers Hermann Topp.
Die Deutschen Schwimm-Meisterschasten
Entscheidungen des Samstags.
Die deutschen Schwimm-Meisterschaften, die am Freitag mit den Kämpfen der Alten Herren einen verheißungsvollen Auftakt gefunden hatten, wurden am Samstag bei herrlichem Sonnenfche.in im Weimarer Schwanseebad fortgesetzt. Am Nachmittag traf Neichssportführer von T s ch a m m e r - O st e n in der Goethestadt ein, der bei der Eröffnung der Meisterschaftskämpfe mit der Hissung des Banners des Deutschen Schwimm-Verbandes herzliche Worte an die deutschen Schwimmer und Schwimmerinnen richtete.
Nachdem am Vormittag die Vorentscheidungen erledigt roaren, fielen am Nachmittag bereits die ersten Entscheidungen. Die größte Ueberraschung dürfte wohl die Niederlage des deutschen Meisters im Kunstspringen, Leo Esser, „Gut-Naß"-Iserlohn, durch die beiden jungen, talentierten Berliner Viebahn und Marauhn mit je vier Punkten sein. Das Damen-Turmspringen entschied nach hartem Kampf Hertha S ch i e che - Spandau 04 mit 37,82 Punkten knapp vor A. Wendeborn-Weimar für sich. Die Meisterschaft im 100-Meter- Crawl für Herren wurde in Abwesenheit des Titelverteidigers Derichs-Köln, der sich vom aktiven Schwimmsport zurückgezogen hat, eine Beute von Helmut Fischer-Bremen in 1:03,2 Minuten vor Wille- Gleiwitz und Heiko Schwartz-Köln. Fischer unterbot damit die Zeit von Derichs trotz des schweren Wassers des Bades um 2/m Sekunden. Ernst Küppers- Bremen war die Meisterschaft über 100-Meter-Rücken in 1:11,3 vor S i - mo n-Gladbeck und Schulz-Nürnberg nicht zu nehmen. Raimond Deiters behauptete seinen Titel über 400-Meter-Crawl überlegen in 5:13 vor Schrader- Hildesheim. W i 11 h a u e r - Frankfurt konnte erst 17 Sekunden später anschlagen. Magdeburg 96 konnte die 4 m a l 2 0 0 - M e t e r- C r a w l st a f f e l in 10:07 Minuten sicher für sich entscheiden. Im Kampf um die Plätze konnte der SSE. 89-Berlin noch Poseidon-Köln auf den dritten Platz verweisen. Die M e h r k a m p f - M e i st erschuft verteidigte Lea E f s e r - Iserlohn erfolgreich mit Platzziffer 3 gegen den noch nachgemeldeten Saul- Jena.
Bei den Damen spielten — wie erwartet — die Charlottenburger Nixen eine überlegene Rolle. Sie gewannen nicht nur die 3mal200-Meter- Bru stst affel in.9:51,3 vor Poseidon-Leipzig und auch die Lagenstaffel in 5:55,8 gegen Düsseldorfer SV. 98, sondern stellten auch mit Frl. Halbs-
g u t h über 400-Meter-Crawl tn 6:22,8 die neue deutsche Meisterin. Die Rekordhalterin Gerda Stegemann konnte sich nur als Dritte placieren.
Der Sonntag.
Auch dem zweiten Tag der deutschen Schwimm- Meisterschaften war herrlichstes Sommerwetter be- schieden. Der Sonntagvormittag war größtenteils den Vorkämpfen gewidmet, lediglich das Kunstspringen der Damen wurde entschieden, Olga Jentsch-Iordan holte sich den Titel in überlegener Manier. Die Entsechidungskämpfe des Nachmittags hatten ein zahlreiches Publikum angelockt, das auch durch spannende Kämpfe voll auf seine Kosten kam. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf das 200-Meter-Crawlschwimmen, das der Kölner Raymond Deiters in 2:22,8 glatt vor dem Hildesheimer Schrader an sich brachte. Die 4 mal 100 Meter Crawl sicherte sich Magdeburg 9 6 vor seinem alten Rivalen Hellas Magdeburg. Im 200 - Meter - Brustschwimmen behauptete der Hamburger Sietas seinen Titel in der sehr guten Zeit von 2:47,8 vor dem Kölner Schwartz erfolgreich. Das lOOMeterKraulder Damen sicherte sich die Charlottenburger Nixe Hertha Ahrend in 1:13,5 vor Reni Küppers (Bremen). Auch Kläre Dreyer (Düsseldorf) konnte sich die Meisterwürde über 2 0 0 Meter B r u st wiederum holen, mußte sich aber sehr strecken, um die Krefelderin Frl. G e - n e n g e r mit 3/io Sekunden Vorsprung abzuschütteln. In ganz überragender Form zeigte sich dann Raymond Deiters über 1500 Meter Crawl, wo er gleich drei neue deutsche Rekorde schuf: er verbesserte seinen alten 800-Meter-Rekord um 7,8 Sekunden auf 10,53, die 1000 Meter um 15 Sekunden auf 13:40,8 und über 1500 Meter um 9,5 Sekunden auf 20:46,3.
Im Herrenturmspringen war Europameister Riebschläger (Zeitz) nicht zu schlagen und die 3 mal 100 Meter Crawl der Damen verteidigte Nixe Charlottenburg erfolgreich. Eine Ueberraschung gab es über 10 0 Meter Rücken bei den Damen, wo E. Sasserath (Rheydt) überraschend den Titel an Frl. Hölzner (Annaberg) abgeben mußte. Die abschließende Lagenstaffel der Herren holte sich Hellas Magdeburg in 5:20,2. Den Abschluß bildete eine Rede des Führers des DSV. Georg H a x, an die sich das Deutschland-Lied und das Horst-Wessel-Lied anschlossen.
Wirtschaft.
Die Arbertsmarktlage im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen.
Die Pressestelle desLandesarbeits- amts Hessen teilt mit: Ende Juli lag die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen um rund 15 400 oder 5,5 Prozent niedriger als Ende Juni. Insgesamt wurden am 31. Juli d. 2. 264 650 Arbeitslose gezählt, davon waren 218 210 Männer und 46 440 Frauen. D i e Abnahme erstreckte sich auf sämtliche A r b e i t s a m t s b e z i r k e mit Ausnahme von Gießen, wo sich eine Zunahme um 259 oder 2,4 Prozent ergab. Der zahlenmäßig erhebliche Rückgang der Arbeitslosen ist nicht allein aus der Verbesserung der Arbeitsmarktlage, sondern auch zum Teil daraus zu erklären, daß die bei Maßnahmen des Arbeitsdienstes beschäftigten Arbeitsdienst- freiwilligen seit Ende Juli nicht mehr als Arbeitslose mitgezählt werden. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung ist. von Anfang bis Ende Juli um 258 gestiegen, in der Krisenfürsorge hat sie um 1796 abgenommen, so daß sich insgesamt in beiden Llnterstützungseinrichtungen ein Abgang von 1538 ergibt. Es wurden Ende Juli in der Arbeitslosenversicherung 21 039, in der Krisensürsorge 66 066, in beiden Unter» stühungseinrichtungen zusammen 87 075 Hauptunterstühungsempfänger gezählt. Die Zahl der beschäftigten Landhelfer betrug Mitte Juli 11220 gegenüber 7602 Mitte Juni. Rach dem vorläufigen Ergebnis beträgt die Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrtserwerbs- losen Ende Juli 113 582 gegenüber 120 782 Ende Juni: sie hat also um 7203 abgenommen.
*
* Umsatz st eigerung in der Herrenkonfektion. Nach den Mitteilungen des Reichsverbandes für Herren- und Knabenbekleidung ist im Monat Juni im Verhältnis zum gleichen Monat des Vorjahres der Umsatz im Herrenkleidungs-Einzel
handel zum ersten Male seit drei Jahren um 2,99 Prozent gestiegen. Für das erste Halbjahr 1933 im Verhältnis zum ersten Halbjahr 1932 ist im Reichsdurchschnitt ein Umsatzrückgang von 8,57 Prozent zu verzeichnen. Zum Vergleich sei darauf hingewiesen, daß das erste Halbjahr 1932 im Verhältnis zum ersten Halbjahr 1931 einen Umsatzrückgang von 21,59 Prozent aufwies. Das erste Vierteljahr 1933 im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1932 brachte einen Rückgang des Umsatzes von 16,75 Prozent. Dieser Umsatzrückgang ist im ersten Halbjahr 1933 aufgeholt bis auf 8,57 Prozent. Es dürfte aus dieser Umsatzentwicklung wohl festzustellen sein, daß an der sich anbahnenden Geschästsbelebung auch die Herrenkonfektion Anteil hat.
Frankfurter Abendbörse geschäffStoS.
Frankfurt a. M., 8. Aug. An der Abendbörse stagnierte das Geschäft fast vollkommen, und da auch Neuyork wohl etwas festere Kurse, aber sehr ruhiges Geschäft gemeldet hatte, war von dieser Seite kein Austrieb zu erwarten. Die Kurse hielten sich etwa auf Berliner Schlußnioeau, IG.-Farben und AEG. setzten je 0,13 Prozent niedriger ein, Farben waren später leicht erhöht.
Am Rentenmarkt wurden Altbesitz und Neubesitz unverändert notiert, auch späte Reichsschuldbuchforderungen waren behauptet. Von fremden Werten notierten 4 Prozent Schweiz. Bundesbahn schwächer. Steuergutscheine von 1934 lagen 0,13 Prozent höher, nachdem seit sieben Wochen keine Veränderung eingetreten ist. Durchschnittskurs der Gruppe I 86,10 (seither 86 Prozent). Neubesitzanleihe 11,30, Altbesitzanleihe 78, Schutzgebietsanleihe von 1913—14 6,95, 6 Prozent Stahlverein 61,65, Reichsbahn-VA. 99,40, Bank für Brauindustrie 85,75, Reichsbank 151,50, Buderus 69,75, Gelsenkirchen 59,50, Kali Westeregeln 126,13, Mannesmann 60,50, Rhein. Braunkohlen 196,25, Stahlverein 36,25, AEG. 20, Bekula 109,40, Conti Gummi 158, Scheideanstalt 173,50, Licht & Kraft 95, IG.-Farben 130,25 bis 130,50, Holzmann 49, Metallgesellschaft 52, Siemens 153, Hapag 43,25.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dorfe.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinssuß 5 o. H.
Sranfjun a. Dl. |
Berlin
Schluß- kurs
Schlußl. Abend, bdrfe
Schlußkurs
Echlußk. Miliog» bSrse
Dalum
7.8
8-8.
7.8-
8-8.
6?o Deutsche Rcichsanleihe v. 1927
83,4
83
83
83,25
6°„ chcin.7% Tt. Reichsanl. v. 1929
99,25
99,5
99
99,25
6Yi% Vvung-Anleihe von 1930 ..
82,65
—
82,5
83
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
77,75
78
77,75
78
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte......
11,4
11,3
11,4
11,25
6% eljem.8% Hess. Bolksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
75,5
—
75,5
75,25
6'% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
81,75
81,5
_
81,25
6/2% Hess. LaudeS-Hypotheken-
bank Darmstadt Ltaui.........
—
84
_
_
Lberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
66,5
_
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
70
70,13
70
70,5
6% chem. 8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
82,25
81,5
—
——
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
82,25
81,25
—
—
512% chem. 4'2% Franks. Hyp.-
Bank-Ligu.-Psandbriese......
84
83,75
—
—
5'/:% ehem. 4!2% Rheinische
HyV-Bank-Liau.'Goldpfc.....
85,25
85,65
—
—
6% ehem. 8% Pr. Landespsand-
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
85
84 5
84,4
—
6% ehem. 7% Pr. LandcSpfand-
briesanstalt, Pfandbriefe R. IC
84,75
84,75
—
—
Elcuergutsch. Verrechnungskurs..
86
86,1
86
86
4% Lesterreichische Goldrente....
12
—
—
—
4,20% OesterreichiZche Silberrente
0,9
0,85
—
0,9
4% Ungarische Goldrente.......
4,75
4,35
—
4,5
4% Ungarische Staatrrcnte v. 1910
4,3
—
4v2% deSgl. von 1913..........
4,25
4,3
4,5
4,5
5°o abgest. Goldmerikaner von 99
7
7
4% Türkische Zollanleihe von 1911
5,35
5,25
5,25
5,25
4% Türkische Bagdadbahn-Anlcthe
Serie 1.....................
—
5
5,2
5,1
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußl. Abend- börlr
Schlußkurs
Schlußk. Miitag« böne
Datum
7.8.
8.8
7.8-
8.8.
1°„ dcsgl. >seric II ............
5,45
3,8
5,15
3,8
5,25
4,2
5,25
4,05
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4'/-%Rumän.vereinh.Rentev.l9i:
8
8
7.25
4% Rumänische vereinh. Rente ..
2 yt% Anatolier ...............
3,5
3,4
3,5
3 5
24.9
24,6
24.5
24,25
Hamburg-Amerika-Paket ..... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa-Dampfschifs........... o
Norddeutscher Lloyd .........o
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prival-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto-
Gesellschaft................ o
Dresdner Bank.............. o
Reichsbanl ................ 12
A.E.G...................... 0
Bekula.....................0
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Jltaft ............. 6
Hielten L Guilleaume.........0
Gesellsch.s.EIektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........6
Schlickert L Co...............5
Siemens ü Halske............ 7
LahmeyerLCo............. 10
Buderus ................... 0
Deutsche Erdöl ..............4
Gelsenkirchener..............0
Harpener................... 0
Hocsch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............... 6
fUie Bergbau Genüsse........ 6
Klvcknerwcrke ............... 0
Mannesmann-Röhren........ 0
13,75
13,25
13,13
13
—
—
22
22,25
—
—
21,75
——
14
14,13
14,13
14
45,25
—
45,25
43
86,5
85,75
86,5
86,5
49
49
49,25
49,25
53,5
53,5
53,5
53,25
45,25
45.25
45,25
45,25
149.25
151,5
149.25
151
20,4
20
20,4
20,13
110
109,4
110
109,65
84
84,25
85,5
97
95
—
17,75
46,25
47,5
47
80
80
79,9
79,75
87
87
_
101
99,75
100,5
99,5
154
153
154,5
153
124
124,5
124
71
69,75
71
69,75
111
110,25
111,25
111
58,9
59,5
59,25
60
92.75
93
92,65
92,75
—
—
62.5
61
148
148
—
—
109
—
107
105,5
54,5
54,25
55
54,5
61
60,5
61,13
61
Frankfurt a. 2)1.
Berlui
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß« turs
Schlußk. Minag- börsc^
Datum
7.8.
8.8.
7.8
8.8.
Mansselder Bergbau.......
. 0
26
26,5
26,25
26
Koksiverke................
. 0
——
—
79,25
79,4
Phönix Bergbau...........
Rheinische Braunkohlen ....
. 0 10
37
191,25
36,75
196,25
36,75
190,5
36,75
195,5
Rheinstahl ................
. 0
89,25
89
89,25
89
Bereinigte Stahlwerke......
. 0
16,25
36,25
36,25
36,13
Olavi Minen .............
. 0
13
12
12,5
12.25
Kaliwerke Aschersleben......
. 5
122,5
122,5
122,25
122,25
Kaliwerke Westeregeln......
. 5
125,5
126,13
125,5
125,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7'/-
172
172
172
—
F. G- Farben-Jndustrie.....
. 7
130,5
130,5
130,65
130,4
Schcideanstalt.............
. 9
173,5
173,5
—
—
Goldschmidt ..............
. 0
46,9
46,25
47,25
46,5
Rutgerswerke .............
. U
57,13
57,65
57,25
57,65
Metallgesellschaft...........
. 0
52
52
52
52
Philipp HoUinann.........
Zementwerk Heidelberg ....
(Sementroerf Karlstadt.......
. 0
49,25
49
-
. 0 . 0
81,75
•M
-
Schultheis Pahenhoscr .....
. 0
—
—
113
109
Aku (Allgemeine Kunstseide)
. 0
33
31,25
33
31
Bemberg.................
. 0
48,5
48,5
48,5
48,25
Zellstosf Waldhof ..........
. 0
40,5
40
40,9
40
Zellstoff Aschaffenburg .....
. 0
20,75
21
—
——
Dessauer Gas .............
. 7
—
—
116,4
115,75
Daimler Motoren..........
. 0
28,75
28,5
28,75
28.5
Deutsche Linoleum.........
.. 0
43,13
43
42,5
43,25
Orenstcin & Koppel........
.. 0
—
—
33
31,5
Leonhard Tich ............
...0
15,5
15,5
15,5
15,25
Cbade....................
..10
157,5
153,5
158
153
Accnmuiatoren-Fabrik......
.. 0
172
171
171,5
170
Conti-Gumml.............
. u
158,5
158
159
158,5
Gritzner..................
.. 0
20
—
Mainkraslwerke Höchst a.M..
.. I
62
—
_
—
Süddeutscher Zucker.......
.. 8
159
157,5
156
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2N.
Banknoten.
7.Auguft
8.August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
meld
Brie
Geld | Brie-
HelsingforS..
6,144
6.156
6,144
6,156
Wien.......
47,45
47,55
47,45
Prag.......
12,42
12,44
Budapest ...
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,68
170,02
169,83
170,17
Cvlü.......
69.83
69,97
Kopenhagen.
62,04
62,16
62.14
62,26
Stockholm...
71,73
71,87
71.63
71,87
London .....
13,89
13,93
13,90
13,94
Buenos Aires
0,928
0,932
0,928
0,932
Neuyork....
3,087
3,093
3.112
3,118
Brüssel.....
58,64
58.76
58,64
58,76
Italien.....
22,10
22,14
22,09
22,13
Paris ......
16,455
16,495
16,445
16,485
Schweiz ....
81,22
81,38
81,24
81.40
Spanien....
34,96
35,04
34,96
35,04
Danzig.....
81,67
81,83
81,67
81,83
Japan ......
0,839
0,841
0,839
0,841
Rio de Jan. .
0,244
0,246
0,244 •
0,246
Jugoslawien.
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon....
12,67
12.69
12,67
12,69
Berlin, 8.August
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
3,065
3,085
Belgische Noten..................
58,48
58,72
Dänische Noten .................
61,88
62,12
Englische Noten .................
13,86
13,92
ivran.zösische Noten...............
Holländische Noten...............
169,41
170,09
Italienische Noten................
21,97
22,05
Norwegische Noten ..............
69,76
70,04
Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling
Rumänische Noten...............
_
_
Schwedische Noten...............
71,56
71,84
Schweizer Noten.................
81,06
81,38
Spanische Noten.................
34,83
34,97
Ungarische Noten................
nt.ni1” SZ Bello»1"'«a«®'"
T"
•6‘
•SS«
“feS anterS-«^ ^hl »sw**
Sie Lorft
Wn'ta6?l»e? fi0n 0?
rage nicht unc fcber
mögen sich das »en nehmen. ,I> 'iem Eifer hab n I .eine vorzeitig Mächtepaktes Franzosen etwas > unglaubliche Zahn folgen und die gr bei verfügen. Auc lin liegt auf der österreichische der rmgere Rolle, m ei den Franzc andern Mächten b Mächtepaktes zur willkürliche Entw
Als Musjoli paktes in die 2e die großen po Europa über für; Mussolini wollte i idcr vier Großmä meinfam berühren Fragen. Durch schaftliche Einheit vorbeugen, die leii ' nen, und der europ 6 in liegt, daß 3. 3 Bindung an feine I feit von den kleine ^-fische Politik erhi Fahrung in Surop •jdjliifjen nicht ffchlW ier franjöfift Don btn Wünifyn i ssch des französischen. durch M und Was!
hierin iiegi die Te madjtepatt \\i a
«Querung noch tmm ment, das die
' Frankreich sich nur «dem Geist zu l Id)affen hat. 5 Frankreich erkennt Dlermächtepaktes,! won größerer? zwar in einer Wei ■in seiner Politik je ßchuldigung wird w mächtepaktes Der sm Grund gefunt ! “)on vorher f nehmen, wenn es gelegenheit handel! I chen Frage. Weil l °twas ganz a voraus zu niodjen Mme an der j)ei »nb mit. seinen Grü
dem Berge geh W m dem Siern Hne.r friedlich
Völkern Em ^chelknöppei gc Saseimig &frea( UL 5ra*i n.ur um einen 5 i
:sS't
! B^idt riifung atfLV ten nr 9 öffnet Lu»
"■•Ä:
f e,ngetl
»ich
l?AOn,en*iw°!n der1 ks'L »ir M
,nh<4‘


