sjt.-'fpoit
Vayeril erringt den Advlf-Hitier-Pokal.
Brandenburg-Berlin in München vorZOOOOZuschauern mit 6:1 (0:0) geschlagen
Im festlich geschmückten Münchener Heinrich-Zrsch- Stadion des SV. München 1860 sand am Sonntag vor über 30 000 Zuschauern die Wiederholung des Endspieles um den Ädolf-Hitler-Pokal statt.
Pünktlich um 16.30 Uhr erschienen die beiden Mannschaften in folgenden Ausstellungen: Bayern: Jakob; Haringer, Wendl; Leupvld L, Goldbrunner, Oehm; Bergmeier, Krumm, Rohr, Lackner, Frank. Berlin: Riehl; Emmerich, Brunke; Geiger, Ror- mann, Appel; Ruch, Sobeck, Katzer I., Kirsei, Pahlke.
Die bayerische Mannschaft gewann den Kampf hoch mit 6:1 Toren, nachdem es bei Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte. Der Sieg ist auch in dieser Höhe als völlig verdient anzusprechen. Die Berliner waren — mit Ausnahme der ersten Halbzeit ■— wo sie dem ungestümen Drang der Bayern noch einigermaßen standhalten konnten — um eine Klasse unterlegen. Technisch, im Zusammenspiel und in der Taktik lagen alle Vorteile bei den Bayern und als es ihr Sturm in der zweiten Halbzeit verstand, aus den ungezählten Chancen auch Tore zu machen, da war es um die Weisheit der Berliner und insbesondere ihrer Hintermannschaft geschehen. Da konnte auch das neue „Torwartwunder" Riehl (Spandau) den Torsegen nicht mehr aufhalten. In der Verteidigung zeigten sich die Bayern bedeutend sicherer als ihre Berliner Kollegen, die allerdings infolge des Ausfalles der Berliner Läuferreihe überlastet waren. Die Läuferreihe der Gäste konnte in der zweiten Halbzeit den Bayernsturm nicht mehr halten. Dagegen fanden die Bayernforwards durch Leu-
pold I., Goldbrunner und Oehm weitestgehende Unterstützung. Der Berliner Sturm vermochte nur vor der Pause Jakob einigemale ernsthaft in Tätigkeit zu versetzen. Rach dem Wechsel war es bis auf sein Ehrentor abgemeldet.
Der Spielverlauf.
Die erste Halbzeit verlief torlos. Zuerst wurden die Berliner einigemale sehr gefährlich. Jakob konnte einen Flachschuß Sobecks nur ganz knapp im Fallen meistern. Dann kamen die Bayern besser ins Spiel. Glänzende Kombinationen brachten sie immer wieder vors Berliner Tor, aber vorerst verhinderte Schuhpech jeden Erfolg. Einmal gab Dr. Bauwens ein anscheinend regulär erzieltes Tor der Bayern nicht, was ihm ein Pfeifkonzert der Zuschauer eintrug. Bach dem Wechsel änderte sich plötzlich das Bild. Die bayerischen Stürmer fanden auf einmal den Weg zum Tor. Innerhalb einer Biertelstunde fielen durch Frank, Bohr (zwei) und Bergmaier vier Tore, denen die Berliner nur eines durch Pahlke entgegensetzen konnten. Bun gaben die Bayern das Heft nicht mehr aus der Hand. Durch den Borsprung sicher gemacht, spielten sie jetzt in der feinsten Weise zusammen. In der 37. Minute stellte Krumm das Ergebnis auf 5: 1 und kurz vor dem Schlußpfiff kam auch Lachner noch einmal zu Torehren.
Schiedsrichter Dr. Bauwens leitete den Kampf einwandfrei.
Oie Deutschen Heeresmeisterschafien.
Oie Entscheidungen des Samstags. - Hubert-Stuttgart wird Zehnkampfmeister.
Am Samstag wurden in Kassel die Deutschen Heeres-Meisterschaften vor zahlreichen Zuschauern in den Hauptkämpfen fortgesetzt. In der Leichtathletik fielen die Entscheidungen im Fünf- und Zehnkampf. Im Zehnkampf wurde erwartungsgemäß Huber (Stuttgart) Meister. Unterfeldwebel Huber holte sich den Titel mit der beachtlichen Leistung von 7140,085 Punkten vor Grenadier Grell (Bremen), der es nur auf 6253,73 Punkte brachte. Im Fünfkampf blieb Unteroffizier L a e ch l e r (Ulm) mit 2208,17 Punkten Sieger vor Thrandors (Spandau) mit 2206,31 Punkten. Der 25 - Kilometer - Patrouillen- Gepäckmarsch für Mannschaften, dessen Start schon am frühen Morgen stattfand und der durch verschiedene Sonderbedingungen sehr erschwert war, wurde von der 11. Kompanie des JR. 2 Loetzen mit 2970 Punkten vor der 6. Kompanie des JR. 17 Göppingen mit 2769 Punkten gewonnen.
Weitere Leichtathletik - Ergebnisse: Weitsprung: 1. UO. Bäumle (Ludwigsburg) 7,35 Meter. Hammerwerfen: 1. Feldwebel Grimm (Paderborn) 45 Meter. 5000 Meter: 1. Oberfunker Heyn (München) 16:08. 8 0 0 Meter: UO. Scheier (Jüterbog) 1:59,1. Handgranaten- Weitwerfen: Feldwebel Herrmann (Dresden) 71,72 Meter. 4 X 400-Meter: 1. 7./JR. 10 Hannover 3:27,9.
Heeresmeister im Boxen wurden: Leichtgewicht: Riemann (Allenstein) schlägt Held (Königsberg) n. P. W e l t e r g e w i ch t: Kan. Eisenheim (Allenstein) schlägt Gren. Bruer (Braunschweig n. P. Mittelgewicht: Grenadier Lachmann (Liegnitz) siegt über Reiter Karsch (Ludwigsburg) durch technischen k. o. in der dritten Runde. Halbschwergewicht: Obergefreiter Eulert (Hannover) schlägt Äöppen (Berlin) n. P. Schwergewicht: Schütze Schade (Glogau) schlägt UO. Vogl (Passau) verdient nach Punkten.
Die sportlichen Wettkämpfe des Samstags beschloß ein Fußballspiel der Kasseler Stadtmannschaft gegen die bekannte Reichswehrelf von Hindenburg Allenstein. Die Kasseler siegten mit 5:3, nachdem bei Halbzeit die Allensteiner noch mit 2:1 vorne lagen.
Oie Kämpfe des Sonntags
Ostpreußen siegt im Gruppen-Fünfkarnpf.
Im Mittelpunkt der Wettbewerbe des Sonntags auf dex Hessen-Kampfbahn stand der Gruppen- Fünfkampf, bei dem von den teilnehmenden Mannschaften vielseitige geländesportliche Leistungen verlangt wurden. Sieben Mannschaften, von denen jede aus einem Führer und 12 Mann in feldmarschmäßiger Ausrüstung bestand, hatten zunächst eine Meldekette über 15 0 0 Meter zu bilden und eine Meldung vom Start zum Ziel in kürzester
Zeit zu überbringen. Die zweite Uebung war ein Handgranaten-Zielwurf aus der Deckung heraus gegen einen markierten Granat-Trichter. Es folgte ein 300-Meter-Hindernislaufen. Keine leichte Aufgabe war die Ueberquerung der Fulda an einer 50 Meter breiten Stelle. Es war vorgeschrieben, das gesamte Gepäck jeder Mannschaft, das ein Gewicht von etwa 8 Zentnern hatte, in einer vorgeschriebenen Mindestzeit trocken auf das andere Ufer zu bringen, was durch den Bau eines Floßes, zu dem Stangen und Stroh zur Verfügung standen, ermöglicht wurde. Die Mannschaft der 5./J.-R. 9 Potsdam hatte dabei das Mißgeschick, daß ihr Maschinengewehr ins Wasser fiel, während die 5./J.-R. Leipzig die Zeit überschritt. Die sehr schwere Aufgabe löste hier die 2./J.-R. 21 Würzburg in der schnellsten Zeit. Als letzte Uebung wurde ein 7» Km. -Gepäckmarsch mit einem abschließenden Scharfschießen aus Gewehr, Revolver und Maschinengewehr durchgeführt. Aus dem Wettbewerb ging schließlich die Mannschaft der ll./J.-R. 2 Loetzen mit 4600 Punkten als Sieger hervor. Den zweiten Platz belegte die l./J.-R. 18 Paderborn mit 4485 P. vor der 10./J.-R. 13 Ulm mit 3492 P. und der 9./J.-R. 4 Göppingen mit 3292 P.
Die zweite und letzte geländesportliche Siebung war der 7-Kilometer-Orientierungs- l a u f. In diesem Wettbewerb hatten die Mannschaften — jede Mannschaft ausgerüstet mit einem Marschkompaß und einer Karte im Mahstabe von 1:100 020 — auf unbekanntem Gelände mehrere sehr geschickt versteckte Kontrollpfosten in kürzester Zeit aufzufinden. Diese Aufgabe bewäl-- tigtc die siegende Abteilung/Ausbil- Dungs-B. 7 Erlangen in der weitaus besten Zeit von 51,30 Min. vor der 12./AR. 6 Werden in 54,20 und der IO./IR. 10 Dresden in 1:00,40.
Die Kämpfe auf der Aschenbahn.
Der letzte Tag der Leichtathletik-Meisterschaften unseres Reichsheeres nahm einen glänzenden Verlauf und bildete einen würdigen Abschluß der in jeder Beziehung mustergültigen Veranstaltung. Die herrliche Kampfbahn war bis auf den letzten Platz besetzt. Ganz Kassel stand noch einmal im Zeichen der sportlichen Kämpfe der besten Vertreter unserer tüchtigen Wehrmacht. Sieber 15 0 0 Meter siegte der Gefreite W ü r k e r, Magdeburg, in der großartigen Zeit von 4:01,2 vor dem Oberschühen Cordes, Göppingen, in 4:03 und dem Oberfunker Heyn, München, in 4:05,7. Die 4X100-Meter-Staffel-Meisterschaft wurde von der A./AB. 6 Hannover in der bestehenden Bekordzeit von 44,3* Sek. gewonnen. Den zweiten Platz belegte in knappem Abstande
die I./2R. Stuttgart in 44,4 vor der 5./2B. 20 Ingolstadt in 44,6. Den Hochsprung gewann der Stettiner Oberkraftfahrer Leichum überlegen mit 1,81 Meter vor dem Titelverteidiger Oberschütze Endres, Würzburg, und dem Obergefreiten Seeger, Magdeburg, mit je 1,76 Meter. Sinteroffizier Beymann, Flensburg, wurde Meister im Diskurswerfen mit der neuen Rekordleistung von 44,44 Meter vor dem Beiter Bauwell, Münster, mit 40,45 Meter und Sinter» Offizier Vogl, Passau, mit 39,24 Meter. Der vielseitige Sinteroffizier Bäumle, Ludwigsburg, holte sich den Titel im D r e i k a m p f, bestehend aus Weitsprung. Kugelstoßen und 100- Meter-Lauf, mit 2384,20 P. vor dem Füselier Hans mit 2167,95 P. und dem Obergrenadier Berger, Münster, mit 2118,05 Punkten.
Oer Ausklang.
Den Abschluß der Deutschen Heeresmeisterschaf- ten in Kassel bildete am Sonntag die Preis- verteilung, die der Chef der Heeresleitung, General v. Hammer st ein, selbst vornahm. Sinter den Klängen des Badenweiler Marsches marschierten die Wettkampfteilnehmer in die Kampfbahn ein, geführt von den Fahnenabteilungen der SA.-Standarte 83 und des Stahlhelms, und nahmen in weitem Viereck Aufstellung. General v. Hammer st ein ergriff sodann das Wort und führte u. a. aus:
Die Heeresmeisterfchaften sind ausgekämpft. Alle Teilnehmer haben gezeigt, was sie können. Ich möchte diese Stunde benutzen, um die Gefallenen des Weltkrieges fcu ehren. Wir gedenken in Ehrfurcht der 2 Millionen deutscher Krieger, die der Weltkrieg verschlungen hat, wir ehren sie durch Trommelwirbel und das Lied „Ich halt' einen Kameraden".
Die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen, die Wettkämpfer standen stramm, die Offiziere erwiesen die Ehrenbezeugung, und unter dumpfem Trommelwirbel intonierte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden.
General o. Hammer st ein dankte sodann allen Teilnehmern an den Heeresmeisterfchaften und den Organisationsleitern der Veranstaltung. Wir wissen, so fuhr er fort, daß der Sport uns in kameradschaftliche Beziehungen zu allen gleichgesinnten Volks- genossen bringt. Wir wissen, daß die Wehrfähigkeit des deutschen Volkes nicht auf der Reichswehr allein, sondern auf allen wehrhaften Kreisen des deutschen Volkes beruht. Diese Kameradschaft lehrt uns der Sport. Aus diesem Grunde legen wir im Heere auf den Sport den allergrößten Wert. Ich glaube, diese Heeresmeisterschafien haben bewiesen, daß wir den Sport mit Erfolg pflegen.
Hierauf folgte die Verlesung der Sieger. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes fanden die Heeresmeister- schaften ihren Abschluß.
(Segelflieger Schmidt schildert feinen Mordflug.
Am Samstag konnten wir bereits über den Weltrekordsegelstug des Königsberger stud. phil. Schmidt berichten. Besonders bemerkenswert sind die Einzelheiten des Fluges.
Schmidt machte, als er die Maschine verließ, einen außerordentlich frischen Eindruck und sprach längere Zeit in das Mikrophon. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, daß es ihm gelungen sei, sowohl den Welt- als auch den deutschen Betord so erheblich zu überbieten.
Wenn nicht von unten abgewinkt worden wäre, dann wäre er gern, so meinte er lachend, bis zum nächsten Morgen in der Luft geblieben, zumal die Windverhältnisse einigermaßen günstig waren.
Der Landesführer von Ostpreußen des Deutschen Luftsportverbandes, der alte Kriegsflieger O p p e r m a.n n, begrüßte und beglückwünschte den neuen Bekordflieger in einer herzlichen Ansprache und übermittelte ihm die Glückwunschtelegramme des Führers, des Luftfahrtministers G - t n g und des Oberpräsidenten Koch.
Gauleiter Koch sandte ein Telegramm folgenden Wortlauts: „Zu Ihrem Segelflugweltrekord beglückwünsche ich Sie auf das herzlichste. Ostpreußen blickt mit Stolz auf diese herrliche Leistung. Als verantwortlicher Führer Ostpreußens rufe ich Ihnen ein dreifaches „Sieg-Heil!" zu.
Koch, Oberpräsident."
Der Begierungspräsident von Königsberg sandte ein Telegramm, in dem es heißt: „Die besten Glückwünsche zum Weltdauerrekord im Segelfliegen. Daß diese Tat von einem Deutschen auf deutschem Boden und in meinem Bezirk geschah, erfüllt mich mit besonderer Freude. Seien Sie herzlich gegrüßt, wo Sie diesen Boden wieder betreten. „Heil Hitler!". Der Begierungspräsident F r i e Ö r i ch."
*
Der Weltrekordsegelflieger Schmidt schilderte einem Vertreter des „Völkischen Beobachters" seine Eindrücke während des 36-Stunden-Fluges.
Es habe ihm leid getan, daß er den Flug unterbrechen mußte. Aber Befehl sei Befehl, und als SA.-Mann habe er einfach, trotz seines Wunsches, weiterzufliegen, die Landung vorgenommen.
Während der ganzen Zeit des Fluges habe er nicht die geringste Müdigkeit empfunden, fo daß er bestimmt noch bis Samstag früh in der Luft geblieben wäre,
um so mehr, als die Windverhältnisse recht günstig waren. „Hunger und Durst habe ich nicht gehabt", so sagte Schmidt weiter. „Ich war gut verproviantiert: eine Flasche Kirschsaft, ein Pfund Aepfel, vier Stullen und drei Tafeln Schokolade waren mein Mundvorrat, den ich nicht ganz auf- gebraucht habe. Ein besonderer Stolz für mich ist die Tatsache, daß ich das Flugzeug unter größter Mühe selb st mit Hilfe einiger Flugkameraden erbaut habe."
Sieber den Flug äußerte sich Schmidt noch dahin, daß das regnerische und böige Wetter ihm sehr zu schaffen machte und daß er einmal am Donnerstagabend wegen Drehen des Windes, und ein zweitesmal am Freitagmittag wegen allzu böigen Wetters sich säst zur Landung entschließen mußte. „Während des Fluges, den ich
zu keiner Stunde als besonders anstrengend empfunden habe, konnte ich als größte Höhe die Höhe von 315 Meter erreichen. Die Länge des ganzen Fluges vermag ich nicht zu beurteilen, ba ich ständig auf einer Strecke von etwa 2 Kilometer hin- und herpendelte.
Als besonders angenehm habe ich es während des Fluges in der Nacht empfunden, daß sich die Kameraden auf der Erde die erdenklichste Mühe gaben, mir die Orientierung durch Leuchtzeichen und Angabe der Windrichtung zu erleichtern.
Ich bin stolz darauf, als SA.-Mann und Deutscher diesen Rekord aufgestellt zu haben, der den amerikanischen Weltrekord noch um mehr als 14 Stunden überbietet.“
Wirtschaft.
* Adlerwerke A G. Dorrn. Heinrich Kleher, Frankfurt a. M. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, hat sich der Automobilab- fatz der Adlerwerke auch im Iuli weiter günstig entwickelt, so daß in den vergangenen sieben Monaten des Iahres 1933 schon etwas mehr Wagen verkauft werden konnten, als im ganzen Iahre 1932. Ein saisonmähiger Rückgang des Absatzes, wie er in früheren Iahren zu beobachten war, konnte demnach nicht festgestellt werden, und es hat den Anschein, als ob der Saisoncharakter des Automobilgeschäfts überhaupt mehr und mehr eingeschränkt wird. Auch der Verkauf von Fahrrädern ist nach wie vor gut zu nennen, ebenso wie sich das Schreibmaschinengeschäft weiter befriedigend anläht.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Tendenz am Buttermarkt ist weiter als fest zu bezeichnen. Anfangs der Woche war die Stimmung zunächst abwartend, und da das Angebot die Bachfrage überwog, stellte sich der Handel bereits auf ein mäßiges Entgegenkommen ein, bis die nicht ganz erwartete Erhöhung sowohl der Berliner Botie- rung, als auch festere Preise des Auslandes gemeldet wurden. Inzwischen hatte sich auch die Bachfrage exwas gehoben und im Zusammenhang mit nur geringen Anlieferungen, insbesondere für Butter zweiter Sorte und geringe Qualitäten zogen die Preise erneut an. Deutsche Butter je nach Qualität bedang 135 bis 138 Mk. und holländische Butter je nach Qualität 136 bis 138 Mk. per 50 Kilogramm franko Frankfurt a. M.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Infolge der mehr und mehr zurückgehenden Produktion sowohl im In- als auch im Auslande blieb die freundliche Stimmung erhalten und die Preise zogen erneut leicht an. Indessen konnte sich der Absatz auch nach dem Monatsende zunächst nicht nennenswert beleben, mit der zunehmenden Erwärmung gegen den Wochenschluß gestaltete sich jedoch das Geschält lebhafter. Die Anlieferungen reichten aber für den Bedarf durchaus aus. Lediglich Landeier konnten der Bachfrage nicht gerecht werden. Für deutsche Frischeier wurden 8 bis 10, für deutsche Landeier 8,25 bis 8,75 und für holländische Frischeier 8,5 bis 9,5 Pf. per Stück franko Frankfurt a. M. gefordert und auch be- wiligt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlosienen Dividende an. — Relchsbankdiskonr 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o H.
3-ranlfuri u. 211.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börsc
Schluß- kurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
4.8. |
5.8.
3.8.
4.8.
6% Deutsche Rcichsanleihe v. 1927
83,25
83,25
83,5
83,1
6% eflem.7% Dt.Reichsanl. v. 1929
98,65
99
98
98,9
5>/:% Doung-Anlethe von 1930 ..
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
83
82,75
82,25
82,5
Ausloj.-Rechten ............
77,5
77,75
77,65
11,65
77,65
11,65
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% et)cm.8% Hess. AolkSstaat 1929
11,6
11,5
(rückzahlb. 102%)............
—
—
76
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12............
85
81,75
_
b'A% Hess. Landes-Hypotheken-
bank Darmstadt Staut.........
81,5
_
81
Lberhessen Provinz-Anleihe mit
Äuslos.-Rechten .............
65,5
66
85
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
70.25
69,75
70
70
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
83
82,75
—
—
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 b'/,% ehem. 4/i% Franks. Hyp.-
82,15
85,13
82,75
—
—
Bank-Ltgu.-Psandbriesc.......
84,5
6‘/i% ehem. 4'/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse.....
86,25
85,65
*
—
6% ehem. 8% Pr. Landespsond-
briesanstalt, Psandbrtese R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand-
85
85
85
84,4
85,5
briesanstalt, Pfandbriefe R. 10
85
—
—
Cteuergutsch. Verrechnungskurs.
86
86
86
86
4% Lesterreichische Goldrcnte...
12
12
—
—
4,20% Oestcrreichische Silberrente
0,95
0,9
—
—
4% Ungarische Goldrente.......
4,75
4,75
4,7
4,5
4,65
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4,35
4,3
4Vi% desgl. von 1913..........
4,2
4,3
—
4,35
5% abgest. Goldmexikaner von 99
7
7
—
7,3
4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
5.15
5,25
5,25
5,2
Serie 1....................
—
5
5,05
l 5.1
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Echlußl. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- börle
Datum
4.8.
5.8.
3.8.
4.8.
4% deSgl. Serie 11 .............
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4 7i %Rumän.veretnh.Rcntev.l913
4% Rumänische vercinh. Rente .. 27*% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket ..... 0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. o
Hansa-Dampfschiff...........0
Norddeutscher Lloyd .........o
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz, und Prtoat°Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschast................ o
Dresdner Bank.............. o
Reichsbank ................ 12
A.E.G...................... 0
Bckula..................... 0
Elektr. Lteferungsgesellschaft... 6 Ltcht und Kraft ............. g
Felten & Guilleaume.........0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ....... 6
Schurken L Co............... 5
Siemens L Halske............ 7
LahmeycrLCo............. 10
Buderus ................... 0
Deutsche Erdöl .............. 4
Gelsenkirchener.;............ 0
Harpener................... 0
Hoesch Eisen—Küln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ...............
Ilse Bergbau Genüsse........
Klöcknerwcrke ...............
Mannesmann-Röhren........
5,2
4
8,1
3,5
24,4
14
14,9
46 86,5 49,5
54 45,25 147,9
20,75
84
97
47,5
80
87
102,4
153
71,25 110,5
59,5
94
108 55,25
61
5,2
3,9
8
3,5
24,65
14
14,75
46
86,5
49,25
54 45,25 148,25
20,5 109,4
84,5
97,13
47
79,5
87 101,5 154,25
124,5
70,5
110
59,25 94,5
148
108
55 60.5
5,3 4,25
3,6 24.13
13,75
21
20,5 14,5
46,25
87 49,25
54 45,25
147
21,25
84 97,25 47.25 80.75
103
155 125.5
72,5
111
61,4 97,25 62,75
108,5
58 6".'
5,2
4,1
8 3,55 24,9
14
20,25
14,9 46,5 87,25
49.5
54,25 54,25
151
20,9
84,5
97 47,75 79,65
101,25 153 126
109,5
59 94,25 61,5
108,5
55,5
61
Franifuri a. 2)1
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß- kurs
Schlußk. Miuag- börse
Datum
4.8.
5-8.
3.8.
4.8.
Mansfelder Bergbau.......
. 0
26
26
26,5
26
Kvkswecke ................
. 0
—
—
79,5
79.25
Phönix Bergbau...........
. 0
37
37
38,3
36,75
Rheinische Braunkohlen ....
10
185
184,5
186,75
183,5
Rhetnstahl ................
. 0
88,25
89,13
90,4
88,25
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
36
37
38,5
36,5
Ctätii Minen .............
.. 0
13
13,5
13,5
13
Kaliwerke Aschersleben......
.. b
122,75
121,75
122,5
122,25
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
124,5
125,5
125,5
124
Kaliwerke Salzdetfurth.....
171
171
170
171,5
—
I. G. Farben-Industrie.....
Scheideanstalt.............
.. 7
130,5
129.75
133,25
130,75
.. 9
172,5
172,5
—
—
Goldschmidt ..............
.. 0
46,75
45,65
47,5
—
RütgerSwerke .............
.. 0
57.65
57,75
59,25
57,5
Metallgesellschast...........
.. 0
52
52,25
50,5
52,75
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
.. 0
50
49
50,5
.. 0
82
81,75
Cementwcrk Karlstadt.......
.. 0
Schultheis Patzcnhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
.. 0
33,5
33,4
115,5
33,9
115
33,5
Bcmberg.................
.. 0
48,65
50
—
48,75
Zellstoff Waldhof ..........
.. 0
41,25
41
41,25
41,25
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
20,5
20,5
—
—
Dessauer Gas .............
.. 7
—
114,5
114
Daimler Motoren..........
.. 0
28,75
28,75
29
29
Deutsche Linoleum.........
.. 0
42,75
42,75
43,14
43
Lreustetn & Koppel........
.. 0
—
—
34,4
33,75
Leonhard Tietz ............
.. 0
15,5
15,5
—
15,65
Chade ....................
. .10
159.5
159,5
162,5
159,5
Accumulatoren-Fabrik......
.. 0
—
—
——
—
Conti-Gumint.............
.. 0
—
158,5
—
—
Grthner.................
.. 0
20
21
21
Mainkraftwerke Höchst a.M.
.. A
62,5
62,5
Süddeutscher Zucker......
.. 8
156,75
158
157
—
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
3. August
4.August
Amtliche Notierung
Geld | 3rie;
Amtliche Notierung
Geld | Brie«
Helsingfors..
6,144
6,156
6,144
6,156
Wien.......
47,20
47,30
47,45
47,55
Prag.......
12,42
12,44
12,42
12,44
Budapest ...
—
—
—
—
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,83
170,17
169,68
170,02
L6l0.......
69,98
70,12
69,98
70,12
Kopenhagen.
62,19
62,31
71,97
62,19
62,31
Stockholm...
71,83
71,83
71,97
London .....
13,92
13,96
13,92
13,96
Buenos Aires
0,928
0,932
0,928
0,932
Neunork ....
3,047
3,053
3,092
3,098
Brüssel.....
58,64
58,76
58,64
58,76
Italien.....
22,11
22,15
22,10
22,14
Paris ......
16,46
16,50
16,46
16,50
Schweiz ....
81,37
81,53
K 81,27
81,43
Spanien....
34,96
35,04
34,96
35,04
Danzig.....
81,67
81,83
81,67
81.83
Japan......
0,839
0,841
0,839
0,841
Rio de Ian. .
0,244
0,246
0,244
0,246
Jugoslawien.
5,195
5,205
5,195
5,205
Lissabon....
12,67
12,69
12,67
12,69
Banknoten.
Berlin, 4.August
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
3,045
3,065
Belgische Noten..................
58,48
58,72
Dänische Noten .................
61,93
62,17
Englische Noten .................
13,88
13,94
Französische Noten...............
16,42
16,48
Holländische Noten...............
169,26
169,94
Italienische Noten................
21,98
22,06
Norwegische Noten ..............
69,81
70,09
Deutsch Lesterretch, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
—-
Schwedische Noten...............
71,66
71,94
Schweizer Noten.................
81,06
81,41
Spanische Noten.................
34,83
34,97
Ungarische Noten................


