Neuer Llebergriff Polens in Danzig.
Hundert Polnische Polizeibeamte auf der Westerplattc.
D a n z i g. 6. März. (TU.) 3m Laufe des Montagnachmittags traf aus Gdingen der polnische Dampfer „ID ilja" im Danziger Hafen ein und landete i^i Munitionsbecken o u f der Weflerplatte etwa 10 0 poli- zeibearnte. Damit hat Polen allen Verträgen zum hohn eine Action d i recte gegenüber Danzig begangen, wie sie schwerer kaum gedacht werden kann. Wie verlautet, hat Polen dem Danziger Völkerbundskommissar R o st i n g von der Landung der polizeibeamlen Kenntnis gegeben. Der Senat der Freien Stadt Danzig hat beim Danziger Völkerbundskommissar sofort p r o - t e st gegen die polnische Action di recte eingelegt. Man nimmt an, daß die Landung der 100 Polizeibeamten auf der Westerplatle im Zusammenhang mit der Forderung Polens auf eine eigene Hafenpolizei in Danzig steht und infolge der erneuten unerhörten Provokation Polens gegenüber Danzig zuschwerenverwicklungen kommen wird. 3n Warschau wird der Schritt mit in letzter Zeit der polnischen Regierung zugegangenen Rachrichten begründet, wonach sich angeblich umstürzlerische Elemente (?) in der Freien Stadt mit der Absicht trügen, die Westerplatte zu besehen. Dies habe die Vorbeugungsmaßnahme zum Schuhe der polnischen Rechte und der polnischen Militär- und Munitionslager auf der Westerplatte dringend erforderlich gemacht.
General von Stülpnagel f.
Berlin. 6. März. (Täl.) Der geschäfts- führende Präsident des im Herbst 1932 inS Leben gerufenen Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, General der Infanterie a. D. Edwin v. Stülpnagel ist gestern gestorben. Hervorgegangen aus dem 2. Garderegiment zu Fuß, kam er nach dem Besuch der Kriegsakademie 1907 als Hauptmann in den Großen Generalstab, dem er mit kurzer Unterbrechung bis 1919 angehörte. 2lm Weltkrieg nahm er zuerst als Generalstabsoffizier der 16. Infanterie-Division, dann als Chef des Generalstabs des III. QI. Ä. und schließlich als Chef der Oluslandabteilung der Obersten Heeresleitung teil. Rach dem Weltkrieg ging er als Chef des Generalstabes des 17. Korps nach Danzig. Seit 1926 stand er als Jnfanterieführer V in Stuttgart. 1929 wurde v- Stülpnagel, der inzwischen zum Generalleutnant befördert war, Kommandeur der 4. Division und Befehlshaber im Wehrkreis IV (Dresden). Am 31. Oktober 1931 schied er mit dem Charakter eines Generals der Infanterie aus dem aktiven Heeresdienst aus.
MionalsozialiflischeKundgebung im berliner Sportpalast.
Dr.Goebbels über denWahlfieg derNLTAP.
Be rlin, 6. März. (CRB.) Die Rationalsozialisten veranstalteten am Montagabend zur Feier ihres Wahlsieges ein Massentreffen im Berliner • Sportpalast, das von der Berlinert Bevölkerung außerordentlich stark besucht war. Dr. Goebbels erklärte, daß sich in den letzten drei Jahren in Deutschland ein historisches Wunder abgespielt habe. Ein ganzes System sei zu Fall gekommen. Wie groß die Gefahr gewesen sei, in der Deutschland schwebte, sei bei der Auf- I deckung der kommuni st ischen Llmsturz -
Wie sie ihn bezwang
Originalroman von Z. Schneider-Foerstl.
llrheberrechtsschutz: Verlag O. Meister, Werdau i. S.
16. Fortsetzung. Rachdruck verbotenI
Am Morgen horchte sie an seiner Türe und als sich nichts regte, trat sie ein. Das Zimmer war leer. Die Unordnung, die ihr sofort in die Augen siel, entpuppte sich als ein Wust von Zeitungen, Zeitschriften und heften, die auf Stühlen, Bett und Diwan ausgebreitet lagen. Er mochte wohl den Rest der Nacht gelesen haben.
Sie lauschte nach dem Flur und nahm dann einige Zeitungen zur Hand. Es waren lauter Fachblätter. Rasch durchblätterte sie diese. Auch von ihm waren Artikel und Aufsätze dabei. Als begehe sie etwas Verwerfliches, raffte sie ein halbes Dutzend zusammen und trug sie auf ihr Zimmer. Sie wollte eine Stunde abwarten, wo sie mit Ruhe darin le en konnte.
Nach dem Frühstllcksraum hinuntergehend, traf sie auf dem ersten Treppenabsatz mit ihrem Mann zusammen. Es schien, als sei die vergangene Nacht vollständig aus feinem Gedächtnis ausgewischt. — Er küßte sie, frug nach ihrem Befinden und schlug vor, am Nachmittag nach der Stadt zu fahren.
Sie hätte selig fein können und war es nicht. Das Wissen um jenen Brief ertötete alle Freude im Keim. Bielleicht wäre es besser gewesen, ihn bei der gestrigen Auseinandersetzung auf den Tisch zu legen und zu sagen: hier sieh selbst deine geheimsten Gedanken. Aber sie hatte sich der Schande der Spionage und des Diebstahls nicht zeihen wollten. Und er hatte das Fehlen des Schreibens wohl noch gar nicht bemerkt.
Als sie zusammen das Speisezimmer betraten, hatte der alte Merlin eine schwere Sorgenfalte auf der Stirne.--Hans Jörg würde doch vernünftig
fein? — — — Aber das Frühstück verlief ohne jeden Zwischenfall.
Bei den Harrachs, zu welchen man um elf Uhr geladen war, herrschte wie gewöhnlich Leben und Treiben. Ein Viertel der Verwandtschaft war stets auf Jettenbach zu Besuch. Man wußte, daß man dort niemand im Wege war, und die Harrachs hatten es und sie gaben es gerne.
Hans Jörg zeigte sich von seiner besten Seite, balgte sich mit den kleinen Basen und stand den jungen Vettern Rede und Antwort über seine neuesten Erfindungen.
„Apropos", sagte Harrach zu Stephanie, die eben in den Musiksalon treten wollte. „Ich hätte ein Wort mit dir zu sprechen." Sie folgte ihm nach dem weitausladenden Erker, der eine wundervolle Sicht über die Ebene gewährte und blickte ihn fragend an. Er schien noch zu überlegen: „Möchtest du ein guter Werk tun?"
plane festgestellt worden. Früher habe man gegen den Bolschewismus nur die staatliche Macht eingesetzt; jetzt sei diese staatliche Macht auch von der Bolksbewegung getragen. Der Marxismus sei heute keine politische Angelegenheit mehr, sondern nur noch eine Angelegenheit, für die sich die Polizeiämter und die Staatsanwälte interessieren. Der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung sei der größte, den jemals eine politische Partei erkämpft habe. Der Reichstag sei gewählt worden, um der Regierung die nötige Rückendeckung zu geben. Der Reichstag werde zu einer kurzen Tagung zusammentreten und der Regierung ein auf sehr lange Zeit bemessenes Vertrauensvotum geben. Zu der vielfach geäußerten Befürchtung, bei der Tagung in Potsdam könne das Gotteshaus durch den Marxismus entweiht werden, erklärte Dr. Goebbels, er könne mit aller Bestimmtheit feststellen, daß diese Gefahr nicht bestehe. Die Regierung werde sich, so erklärte er weiter, ihre Aufbauarbeit nicht hemmen und nicht stören lassen. Sie werde auch Arbeit schaffen, allerdings nicht so, wie sich das der Illusionist vorstelle, dah die Arbeitslosigkeit in zwei oder drei Wochen verschwunden sei. Dazu bedürfe es eines ganz großen umfassenden Reformwerkes, das den ganzen Bolks- und Staatskörper auszuheilen bestrebt sei. Cs werde einst der Augenblick kommen, wo die nationalsozialistische Bewegung und das deutsche Bolk ein und dasselbe geworden seien.
Aus aller Well.
Explosionsunglück in Nürnberg. — Drei Tote.
In der Gold- und Silberspinnerei und -Weberei von G. Hirsch & Sohn in Rürnberg explodierte bei der Revision eines Dieselmotors aus noch nicht geklärter Ursache eine Sauerstofflasche. Der Betriebsleiter und ein Maschinenschlosser wurden auf | der Stelle getötet, ein Maschinist, der schwer I
„Gern, wenn es sich machen läßt!"
„Es läßt sich machen, Kind. Ich habe da nämlich einen Reitknecht, der sich — ins Verhör genommen — als Offizier a. D. entpuppte. Tadellose Kinderstube! Familie Effeff. Aber arm wie ein Gelegenheitsarbeiter. Er oaßt mir nicht ins Terrain, wenn ich so sagen darf!"
Sie stutzte: „Warum nicht, Onkel?"
„Hm.--Schließlich hast du ja ein Recht, das
zu fragen. Aber wenn du mir die Antwort erläßt, bin ich dir sehr verbunden."
Ein Lächeln stand um ihren Mund. Sie begriff ohne weiteres. Seine beiden Enkeltöchter waren erst vierzehn und sechzehn Jahre. „Den soll ich also nach Ichenhausen nehmen!" sagte sie und ließ den Blick über die verschneite Landschaft draußen gleiten.
„3a, Steffie! Wenigstens vorläufig."
Sie ließ in angestrengtem Suchen die Augen durch das große Gesellschaftszimmer irren, wo Lachen und Stimmengeschwirr aus allen Ecken schwoll. Aber sie vermochte nicht zu finden, was sie wollte. „Möchtest du mir Papa für einen Moment herbitten, Onkel?"
„Sofort."
Der alte Merlin saß nebenan im Musiksalon, kam aber sofort mit ihm. Sie nahm ein blondes Haar, das von einer der Harrachstöchter stammen mochte, von seinem Aermel und sagte zögernd: „Onkel möchte gern einen abgebauten Offizier bei uns unterbringen. Haben wir Platz und Bedarf, Papa?"
Der Baron erschrak und vermochte es zu spät zu verbergen: „Eigentlich nicht." Er dachte an Stephanie, und daß es möglicherweise ein Wagestück war, einen Offizier in Dienst zu nehmen.
„Als Reitknecht vielleicht!" sagte Harrach. „Er 'st bescheiden und willig und bleibt ums Mittagbrot. Du mußt dich nicht sorgen, Felix, er macht sicher keine Ansprüche."
„Ist er bei den Reitern gewesen?"
„Nein, bei den Fliegern. Weißt du, auch einer von denen, die zuviel gewesen sind —"
„Nehmen wir ihn, Steffie?" Merlin sah die Schwiegertochter an und las das Erbarmen in ihren Augen. „Also, ja! Schick ihn, Rochus. Macht er eine gute Figur?"
Harrach zeigte nach dem Schloßhof, den eben ein Reiter passierte. Als habe er ein Ahnen von der Gruppe im Erker, suchte sein Blick nach den Fenstern herauf.
„Der? —" Merlin trat rasch einen Schritt zurück, daß die Vorhänge ihn deckten.
„Bist du enttäuscht?" frug Harrach kleinmütig.
„Hm. — Man kann ihn unmöglich in einer Ge- finbeftube schlafen lassen. Und wo soll er essen? — Mit den Dienstleuten? Weißt du, Rocbus —", sein Gesicht bekam einen ganz verlegenen Ausdruck. „So etwas hasse ich."
Stephanie hatte bis jetzt fein Wort in das Gespräch geworfen. Ihr Blick folgte der schlanken Gestalt, die eben jetzt in den überschneiten Lauben- flängen verschwand. „Man könnte ihm ja das Giebel
verletzt worden war, st a r b auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Explosion erfolgte, als der Maschinenmeister, der Betriebsleiter und ein Schlosser den Dieselmotor anlaufen lassen wollten. Durch die Explosion wurde der Raum völlig zerstört. Da die elektrische Anlage durch die Explosion gleichfalls zerstört worden ist, liegt der Betrieb bis zur Wiederherstellung dieser Anlage still. Ein durch die Explosion hervorgerufener Brand konnte bereits in zehn Minuten gelöscht werden.
Das Flugzeug ohne pilof.
Auf dem Flughafen Tempelhof bei Berlin führten die Versuchswerkftätten der Siemens & Halske A.-G. vor einem kleinen Kreis von Vertretern des Reichsluftamtes und Interessenten aus der Luftfahrtindustrie und der sportlichen und beruflichen Luftfahrt ein neues Instrument vor, das dazu angetan ist, den Piloten während des Flu- geszu ersetzen. Der neue „Autopilot" hat einen Grad von Pollkommenheit erreicht, der erstaunlich erscheint. Alle Einflüsse des Windes, Böen usw. werden selbsttätig ausmanöveriert. Bei Einstellung auf eine gewisse Höhe wird das Flugzeug, ohne daß jemand am Steuer sitzt, automatisch in der gleichen Höhe gehalten. Ebenso ist es möglich, Kurven zu fliegen, ohne daß ein Flugzeugführer die Steuer bedient. Das neue Instrument, das auf eine jahrelange Entwicklung zurückgeht, dürfte sich vor allen Dingen bet Nebelflügen und bei Flügen über lange Strecken, wie beifpielsnieife die Transatlantikstrecke nach Südamerika, als besondere Entlastung für den Piloten bewähren.
Eisenbahnunglück in England.
Bei Loughborough (Leicestershire) fuhr ein Ex- preßzug mit 80 Kilometer Geschwindigkeit in einen rangierenden Güterzug. Der Heizer des Expreßzugs wurde getötet, der Zugführer und zwei Fahrgäste erlitten schwereVerletzungen. Die zehn Wagen und die Lokomotive des Güterzugs wurden aus dem Gleis geschleudert und vollkommen zerstört. Die Lokomotive und zwei Wagen des Schnellzugs entgleisten ebenfalls.
zimmer geben, Papa", schlug sie vor. „Meinst du nicht?"
Merlin nickte versonnen. Er schien noch immer unentschlossen zu sein. Aber ein Ausweg war es, was Steffie da vorgebracht hatte. Und er wollte Harrach die Gefälligkeit nicht abschlagen.
Und so wurde beschlossen, daß Joe Brandt, der ehemalige Fliegeroffizier, zum nächsten Ersten als Reitknecht auf Ichenhausen eintrat. Jörg etwas zu sagen/ unterließ der alte Baron. Es war ja möglich, daß der Oberleutnant die Erwartungen, die man in ihn setzte, nicht erfüllte. Wozu da also vorher viel Wesms darum machen?
Auch Stephanie fühlte keine Veranlassung, mit ihrem Mann darüber zu sprechen. Ex zeigte auch sonst keinerlei besonderes Interesse für das, was sich auf Ichenhausen zutrug, was blieb ober sich veränderte. — Und — der junge Mann hatte einen guten Eindruck auf fie gemacht. Den allerbesten, den seit langem ein Mann überhaupt auf sie gemacht hatte. Warum sollte man es nicht mit ihm probieren? — Außerdem — Merlin sah das Lächeln, das wie ein sehnsuchtsvolles Erwarten in ihren Augen stand. Aber da kam eben Hans Jörg auf den Erker zu, und es war wohl anzunehmen, daß es ihm gegolten hatte.
Stephanie war nicht die Frau, die um eines Flirtes willen ihre Pflichten vergaß
♦
Hans Jorg Merlin war wieder abgereift. Dafür kam Joe Brandt und schuf so etwas wie eine neue Atmosphäre. Wenn der alte Baron am Morgen ans Fenster trat, sah er ihn auf die Minute pünktlich vom Gutshof herüberreiten, das Pferd für Stephanie am Zügel neben sich. Gleich danach hörte er ihren Schritt die Treppe herabkommen.
Piemals dünkte es ihn, war sie so prompt gewesen. Und so — über die Maßen schön, wie an diesen Wintermorgen, wenn sie, die Wangen fein gerötet, ihren Fuß auf Joe Brandts Hand setzte, um sich in den Sattel zu schwingen. Er hob die leichte Gestalt, wie eine Feder, neigte sich — weiß Gott, was er da immer noch zu richten haben mochte, über den Steigbügel und schwang sich bann selber auf fein Pferb.
Nie vergaß Stephanie nach dem Schwiegervater zurückzuwinken und meist auch noch eine Kußhand zuzuwerfen. Nie sah er fie in vertrautem Gespräch mit dem jungen Offizier. Und doch! — Er wurde eine gewisse Unruhe nicht los, zumal ihn fein Gallen- leiden, baß gerabe diesen Winter sich wieder stark bemerkbar machte, nicht erlaubte, bas Paar öfter zu begleiten.
Immer tarnen sie auf die Minute heim. Nichts ließ auch nur die Vermutung zu, daß sich irgend etwas zwischen den beiden anzubahnen begann. Nur das eine mußte er immer und immer wieder konstatieren: Stephanie wurde von Tag zu Tag schöner, wie eine Braut, die einer (Erfüllung entgegengeht.
höchste gespannt auf die Zukünftige „meines* Buchfinken. Er selbst dürfte kaum gespannter sein. Schon die nächste Woche kann den Massenanslug der buchfinklichen Damenwelt bringen, und dann werd« ich, indiskret und interessiert, die Wahlkampagne bei Finkens miterleben, mit all ihrer persönlichen Propaganda durch Finkenschlaa-auf- Schlag. Wer's am besten kann, führt die Braut heim. Wie sich das gehört. E. v. M.
Schülerwettschreiben
in Deutscher Einheitskurzschrist.
Am vergangenen Sonntag fand auf Veranlassung des Hessisch-Nassauischen Kurzschriftoerbandes im Schulgebäude der Öffentlichen Hanbelslehran- stalt und der Kaufmännischen Berufsschule unter Leitung von Diplon-Hanbelslehrer Dehmer ein großes Schnellschreiben für Schüler statt, nachdem in der Woche vorher in den einzelnen Schulen, in denen Einheitskurzschrift gelehrt wird, bereits ein Schon- und Richtigschrejben burchgeführt worben war. Etwa 330 Schüler aller hiesigen Schulen beteiligten sich an bem stenographischen Wettbewerb. Das Schnellschreiben hatte folgenbes
Ergebnis:
(Abkürzungen: Öffentliche Haiidelslehranstalt = Oe. H.; Vogtsche Hanbelsschule = Vo.; Kaufmännische Berufsschule = K. Bsch.; Gymnasium = G.; Realgymnasium = RG.; Oberrealschule = ORS.; Stu- bienanftalt = Stu.; Goetheschule = (Boe.; Heeresfach- schule = Hf.)
260 Silben: 1. Preis: Willi Brückmann (B. Bsch.).
18 0 Silben: 1. Preis Esther Freitag (Oe. H.), Heinrich S ch m a n b t (Oe. H.), Luzie Bach (Oe. H.); 2. Preis: Else Rosenkranz (Oe. H.).
160 Si 1 b e n : 1. Preis: Emilie Schleifer (Do.), Eugen Jockel (Oe.H.), Heinrich Etzelmüller (Vo.), Else Rosenkranz (Oe. H.), Jlse-Marie Kolb (Oe. H.), Minni Anbreä (Oe. H.); 2. Preis: Anna Damm (Oe. H.), Ilse Manns (Oe. H.), Maria Jen sch (Oe. H.), Anni Bähr (Vo.); 3. Preis: Marie S ch m i b t (Vo.).
140 Silben: 1. Preis: Martha Schäfer (Vo.), Hilde Klee (Do.), Helmut Hofmann (Oe. H.), Hans Decher (Vo.), Karl Seipp (Oe. H.), Käte M i 11 e n d o r f (Oe. H.), Willi Wagner (Vo.), Kurt Tröster (Oe. H.), Gertrud Herrmann (Do.), Hermann Rehn (Do.), Helmut Baum (Bo.), August Wolf (Do.), Erna Hörle (Oe. H.), Alsted W i f f e m a n n (Gew. Bsch.), Max T h r o m (Oe. H.), Willi üßaUbott (Oe. H.), Karl Roth (Oe. H.), Erich G e m m e r (Oe. H ), Ernst Wallenfels (Oe. H.), Inge Rinn (Oe. H.), Toni Lang (Do.), Alfred Nordmann (Do.), Magda R u p p e l (Oe. H.), Margarete Guth (Oe. H.); 2. Preis: Karl Georg (Oe. H.), Ruth Papenkort (Oe. H.), Otto Dörr (Do.), Trude Schwarz (Oe. H.), Heinrich Karpf (Do.), Karl Kinzenbach (Do.); 3. Preis: Marie Sommer (Vo.), Georg Degenhardt (Oe. H.).
12 0 Silben: 1. Preis: Wilma Leipold (K. Bsch.), Käti Körner (Goe.), Karl P e p p l e r (Do.); 2. Preis: Helga H e s« m a n n (Oe. H.), Annemarie C h a m b r 6 (Do ), Wilhelm ß e m m e r (Do.); 3. Preis: Heini Happel (Oe. H.), Irene W i n 11 e r I i n (Oe. H.).
1 00 Silben: 1. Preis: Hans-Hugo Wrede (G.), Karl Suchom (RG.), Irmgard Glück (Stu.), Otto Sommer (RG.), Marie Schneide r (K. Bsch.), Karl M e i st e r (K. Bsch.), Ruth Fabian (Stu.), Robert Müller (Hf.), Ernst Müller (ORS.), Walter Müller (Bo.), Hans Fuhr (RG.), Irene Krämer (Oe. H.), Erich Schäfer (Bo.), Hubert Donnie (Hs.), Hermann Stahl (Hf.), Ludwig Fröhlich (Hf.), Adolf Stoll (Hf.), Käthe Alb ach (Oe. H.), Hildegard Eisenacher (Oe. H.), Willi Schweitzer (Oe. H.), Wilhelm Krick (Bo.), Helmut Kessel (RG.), Gertrud A l b a ch (Stu.), Elfriede Mehlburger (Stu.), Marlen Kaufmann (Do.), Elisabeth Drückmann (Stu.), Georg Bormuth (Hf.), Leni Rohl (Stu.), Erna Raab (Do.), Karl Heintz (Oe. H.), Erich
Dazu verlor sie ihr mädchenhaftes Rasches und wurde zu fraulicher Ruhe und Ausgelassenheit.
Und Hans Jorg, dieser dümmste aller Menschen, war so weit, viel zu weit, als daß er zur Stelle hätte sein können, wenn eines Tages wirklich die Gefahr heraufzog.
Welche Gefahr, das wußte Merlin selbst nicht, wagte es wenigstens nicht, daran zu denken.
Zuweilen, wenn ihn die Unruhe besonders angstvoll machte, ritt er mit den beiden aus. Der Ton, mit welchem Stephanie zu Joe Brandt sprach, war freundlich gemessen. Und Brandt selbst blieb immer der Untergebene. Merlin schämte sich, blieb wieder eine Woche den Ausritten ferne und fühlte die alte Unruhe in sich aufsteigen.
Und doch!---Und doch!
Einmal erinnerte er die Schwiegertochter an ihre Jtalienreise. Sie sah ihn bittend an. ,Jch fahre nw türlich, wenn du willst, Papa. Mer ich bin dir auch K dankbar, wenn wir bleiben. Es ist so schon auf nhausen. Ich meine, es konnte nirgends schöner sein."
Diesmal war Merlins Unruhe größer denn je. Warum fand es Stephanie so über die Maßen schön auf Ichenhausen? Warum nur?
Nie mehr fiel Hans Jörgs Name von den Lippen der jungen Frau. Seine Briefe wurden immer seltener. Sie ließ sie oft mehr als eine Woche unbe« antwortet. Merlin wagte nicht daran zu denken, wie das enden würde. Der Sohn unten in Konstanz ganz in seine Pläne und Ideen verstrickt. Und hier Steffie, die Zwanzigjährige, die von ihm zum Weibe geweckt und dann zur Seite geschoben worden war.
Einmal mußte es, so oder so, zu einer Katastrophe kommen, und sie würde furchtbar sein.
Das Telephon auf seinem Schreibtisch schlug an. Er nahm den Hörer ans Ohr. Das war Hans Jörgs Stimme: „Du, Vater?"
„Ist etwas passiert?" Merlins Finger zitterten. Er mußte den Ellenbogen auf die Platte stützen.
„Nichts, Papa! Ich wollte nur fragen, was los ist. Seid ihr krank? Stephanie hat bereits zwei meiner Briefe nicht mehr beantwortet. Kann ich sie sprechen?"
„Sie ist ausgeritten, Hans Jörg". Merlin schluckte an jedem Wort. „Nach Jettenbach hinüber. Ich verbinde dich mit dort. Sie ist jeden Mittwoch bei den Harrachs zu Gast."
Jettenbach meldete sich. Die Stimme des Grafen Rochus lachte aus dem Apparat: „Nen Abend, Jörg!---Wie?--Deine Frau willst du
sprechen? Tut mix leid!--Ich habe sie minde
stens schon an die fünf bis sechs Wochen nicht mehr zu Gesicht bekommen."
Der alte Merlin unterbrach ihn erregt: „Sie reitet doch jeden Mittwoch zu euch hinüber!"
lSortsetzung folgt) 5
Aus der Provinzialhaupistadt.
Oer neueste Schlager.
Das war vorgestern. Da hörte ich zum ersten Male aus den Gärten hinter unserm Hause eine neue Bogelstimme. Richt das Schilpen der Spatzen, nicht das Zirpen der Meise — es klang wie der Anfang einer Strophe, eine Borübung — war es der erste Buchfink?
Auf alle Fälle ein Streber, mehr noch, ein Charakter. Er probte und probte unermüdlich, bis zur Erschöpfung, man könnte sagen, bis zur Heiserkeit. Und wenn er am ersten Tage nicht schon ein Aeußerstes geleistet hätte, mühte man vom nächsten Tage berichten, dah er an ihm seine Anstrengungen noch verdoppelte. „Tititi- tütütü—ziäh!"
Wir Menschen wissen längst (ohne es aUer- dings immer gebührend zu beachten), wie wichtig „der gute Ton in allen Lebenslagen" ist. Wieviel mehr gilt dies noch für die Bogelwelt! Für sie ist der gute Ton einfach existenzaufbauend. Der Buchfink seht sich, nach sorgfältiger Auswahl. auf einen Baum und läßt nun von ihm seinen Schlag ertönen. Das bedeutet: Hier ist mein Reich. Versuchen Sie nicht, verehrte Artgenossen, sich hier sehhaft zu machen. J’y suis et j’y reste, um mit Mae Mahons berühmtem Ausspruch klassisch unterstützt zu fein.
Bereit sein ist alles. Roch war der Buchfink der einzige seiner Art. Doch konnten jeden Augenblick andere erscheinen, und dann hatte er seinen Anspruch au begründen. Schlagkräftig. Daher übte uno übte er seinen vorschriftsmäßigen Schlag, der erst den Finken macht, bis er feststellen durfte: es ist erreicht. Der charakteristische
Rachschlag im Titititütütüziäh sah. Perfekt. Am heutigen Tage schmetterte er ihn mit voller Kehle, echt und überzeugend, und das war sein Glück. Denn wie durch Zauberschlag waren plötzlich verschiedene Konkurrenten aufgetaucht, die ihr Talent wohl in der Stille, jedenfalls aber anderswo, gebildet hatten und nun von den anderen Bäumen, ebenfalls durch „schlagenden" Beweis, Besitz ergriffen. Die Wohnungsfrage war also geregelt.
Doch es wird weiter gesungen. Denn der Buchfinkenschlag, im Winter wegen Zwecklosigkeit und Schonung der Stimme völlig eingestellt, dient nicht nur zur Bfitzergreifung und Abgrenzung des Geländes (oder sagt man hier: des Gebäumes"), für die spätere Restwohnung, er soll auch die Gefährtin zukünftigen Liebes- und Familienglückes herbeilocken.
Wo ist sie? Wann wird sie erscheinen? Das ist nämlich eine ganz merkwürdige Sache mit den Buchfinken. Sie sind Zugvögel, doch überwintern viele Männchen auch in geschützten Gegenden Deutschlands. Man nimmt aber an, dah diese Herren von auswärts zugereist sind, aus kälterem Rorden stammend. Die Weibchen hingegen ziehen weiter, das zarte Geschlecht bedarf des mit Recht so beliebten sonnigen Südens. Im März aber kehren beide Parteien, zurück, doch nicht gemeinsam. Die Damen fliegen für sich, und zwar 14 Tage später als die Männchen, um, von ihnen erwartet und mit Gesang begrüßt, in der Heimat Braut, Gattin und Mutter zu werden. Man kann sagen, der Hunger trieb sie fort, die Liebe zurück. Wenn das nicht gemütstief und romantisch ist, weiß ich wirklich nicht. Ich bin nun schon aufs
" Eine Bau her Mhelrnstraße, trifft eine Bekannt: unsrem heutigen 2 effenten befonbers ai
" Schweinezi Bekanntmachung im auf tjingemiejen, dah gen Gießen und Sch zöhlung stattfindet, darauf aufmerksam
" Bereinig, höriger desD Den. Am Samst< «inigung ehemalig, nasiums zu Gießen milienabend. Die eine Abschiedsfeier ten sein. Denn au berichtet - durch M ungünstig tcai altere und jüngere Der Liebigzhö^ ei "al mit Klassenkain ermnerungen auszu men öon den sech lenbcn gaben ihr [ AvonML mnrfÄebi9t toQ den bas ( yttug, entbot der Mttaferenbar
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