Ausgabe 
7.3.1933 Erstes Blatt
 
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gangenen Woche hielt der Missionar Walther von Beuern allabendlb'

zirks Gießen, überbrachte Grüße des Verbandes und forderte zur Mitarbeit an der Iugend im Sinne der ^Hassia "-Ziele auf. Ein Theaterstück gelangte eindrucksvoll zur Aufführung. Ferner wurden noch Gedichte, Lagcrlcben und heitere Theaterszencn dargeboten und von den Zu­schauern mit Beifall ausgenommen. Die Kapelle der Lollarer Zugcndgruppe umrahmte die Feier mit guten Musikvorträgen.

Burkhardsfelden, 6. März. In der ver-

Oer neue Kreisdirektor des Kreises Alsfeld.

* Alsfeld, 7. März. Regierungsrat Banz vom Kreisamt in Lauterbach wurde zum Kreis- d i r e k t o r ernannt und mit den Dienstgefchäftcn des K r e i S d i r e l t o r s beim Kreisamt Alsfeld beauftragt.

Kreisdirektor Ranz ist geborener Ober- hesse, seine Vaterstadt ist Schlitz. Vach seiner Ausbildung war er von Mitte Januar bis 1. Juli 1914 alS Regierungsassessor beim Kreisamt Als­feld tätig, hierauf wirkte er in gleicher Eigenschaft vom 1. Juli 1914 bis 10. Februar 1918 beim Kreisamt Dingen, sodann bis 1. August 1918 beim Kreisamt Erbach, anschließend bis 20. März beim Kreis amt Alsfeld, sodann bis 1. August 1920 er­neut beim Kreisamt Dingen, von wo er als Kreisamtmann zum Krcisamt Alsfeld kam und dort bis 4. 3uli 1921 tätig war. Hierauf war er als Regierungsrat bis 7. Rovember 1921 im Ministerium des 3nnem beschäftigt, anschließend bis 1. September 1923 als Regierungsrat beim Kreisamt Alsfeld, von da ab bis 28. Februar d. 3. als Regierungsrat beim Kreisamt Lauterbach. Mit Wirkung vom 1. März d. 3. datiert feine Ernennung zum Kreisdirektor des Kreises Als­feld.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 6. März. Der hiesige Kriegerverein hielt am Samstagabend un­ter Mitwirkung derHassia"-3ugendgruppe Lol­lar im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" seinen Llnterhaltungsabend ab. Kamerad Friedrich Schimmel, der Vorsitzende des Ver­eins, begrüßte die Mitglieder und kennzeichnete die Ziele des Kriegervercins. Den Mitgliedern Georg Dönges, Heinrich Market, Georg G ö r n e r t, Fritz 3 l g e und Fritz Müller, die dem Verein 25 bzw. 40 3ahre angehören.

um die Vereinigung. An die Abiturienten richtete er die Mahnung, die Schule nicht zu vergessen, sich ihrer stets dankbar zu erinnern, und beson­ders nicht daS von der Schule übermittelte deutsche Kulturgut außer Acht zu lassen. Zum Schluß dankte er allen, die sich um den Abend verdient machten. Rach einem von dem Primaner Fischer fein vorgetragenen Prolog erfreute stud. med. Kiefer durch einen ausgezeichneten Vortrag hu­moristischer Stücke. Starker Deifall belohnte die Darbietung. Herr Ewald D ä u l k e führte mit seiner Gattin moderne Gesellschaftstänze vor, die ebenfalls lebhafte Anerkennung fanden. Gedichte, vorgetragen von Herrn Fröhlich, und ein

erheblich zugenommen. Die Hauotumsätze erfolgen an den bevorzugten Märkten. 3n erster Linie handelt es sich hier um dioidendentragende Papiere. Die Depositenkassenkundschaft im Reiche, sowie Besitzer von Stillhaltegeldern waren die Käu­fer, wofür das Echo der Reichstagswahl mitbeftim- mend sein dürfte. Demgegenüber neigte die Hausse­spekulation dazu, die teilweise recht erheblichen Kursgewinne zu realisieren. Die Entwicklung der amerikanischen Bankenkrise, sowie die Diskussionen um den Dollar beeinflußten die Tendenz nicht.

Zu Beginn des Verkehrs ergaben sich fast durch­weg Kurssteigerungen, die bei den Spitzen­werten bis zu 2,50 v. H. gingen. Deutsche Erdöl, Ilse und Ilse-Genußscheine, Chadeaktien, Lahmeyer, Charlottenburger Wasser, Berger, Deutsche Waf­fen und am Markt der unnotierten Werte Winters­hall konnten sogar um 3 bis 5,50 v. H. anziehen. Die am stärksten gebesserten Werte waren jedoch keineswegs immer die am lebhaftesten gehandelten. Kleine Abschwächungen, die nicht über 1 v. H. hin­ausgingen, waren recht selten. Bremer Wolle büß­ten auf kleines Angebot 3,50 o. H. ein. Lediglich bei den in letzter Zeit außerordentlich festen BMW. überwog schon anfangs das Angebot. Dieses Pa- pier verlor bei größeren Umsätzen (etwa 60 Mille) 2,50 v. H. Im Verlaufe ergaben sich zunächst w e i - ter kleine Besserungen. Später, als die Kauforders ausgeführt waren, wirkte sich das Glatt­stellungsbedürfnis der Kulisse etwas stärker aus, so daß sich allgemein Rückgänge bis zu 1 v. H. ergaben. Die stärker gestiegenen Werte büßten bis zu 1,75 v. H. ein, anderseits waren die zunächst weniger stark gebesserten Papiere teilweise Vis zu 0,75 v. H. fester.

Deutsche Anleihen lagen nicht ganz einheit­lich. Altoesitz gewannen 0,90 v. H., Neubesitz brök- feiten leicht ab. Reichsschuldbuchforderungen waren bis zu 1 v. H. höher. Reichsbahnvorzugsaktien zo- gen bis auf 96 v. H. an. Die übrigen Renten blie­ben freundlich und waren bis zu 1 v. H. gebessert.

Menuett, bas von Fräulein 3ngrid Fröhlich getanzt wurde, ernteten verdienten Deifall. Den Abschluß des ersten Teiles des Abends bildete eine einaktige Komödie, die allen höchstes Ver­gnügen bereitete. Die Rollen wurden bestritten von Frl. 3nge Wetzl und den stud. med. Kie­fer, stud. med. Seiler und Primaner Fi­scher. Den musikalischen Teil deS Programms bestritt das Schülerorchester unter der Leitung von Musiklehrer D l a ß und des Abiturienten H i l - lenbrond. dessen beide Violinsoli besondere Erwähnung verdienen. Tanz beschloß bie gut ge-

| lungcne Veranstaltung.

der Wilhelmstraße, Aulweg und des

trifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir Inter­essenten besonders aufmerksam machen.

* Schweinezwischenzählung. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird dar­auf hingewiesen, daß am 8. März in den Gemarkun­gen Gießen und Schiffenberg eine Schweinezwischen- zählung stattfindet. Schweinehalter seien besonders darauf aufmerksam gemacht.

Als selb, 6. März. Die Reichstagswahl ver- lief hier in völliger Ruhe. Zu Zusammenstößen kam es dank der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen der Polizei nirgends. Als am späten Abend das Wahl- ergebnis von Hessen bekannt wurde, marschierte eine Abordnung der SS.-Leute auf den Marktplatz, wo sie auf dem Rathaus zwei Hakenkreuz- sahnen anbrachte. Anschließend fand eine Kund- Marktplatze statt, bei der Landtags-

gut besucht.

4- Grünberg, 6. März. Am Sonntag kam es hier auf dem Marktplatz nach Schluß der Reichs­tagswahl gelegentlich der Hissung der Hakenkreuz­sahne neben der schwarz-weiß-roten Flagge zu Zu- rufen aus der Menge, die den Bürgermeister ver­anlaßten, eine eilige Sitzung des Ge­meinderats einzuladen, dem er über die Dor- gänge Bericht erstattete. Sämtliche Redner des Ge- meinderats unterstrichen die verdienstvolle Tätigkeit des Bürgermeisters für die Stadt und erkannten an, daß er sich bei seiner Tätigkeit als Bürgermeister nicht von parteipolitischen Gesichtspunkten habe lei­ten lassen. Einstimmig wurde am Schlüsse der Aus­sprache folgender Antrag angenommen:Der Ge­meinderat billigt das Verhalten des Bürgermeisters bei den Vorgängen nach der Reichstagswahl am 5. März. Er spricht dem Bürgermeister sein volles Vertrauen aus."

Kreis Alsfeld.

Andreas (G.), August Schmidt (Hf.): 2. Preis: Heinz 3 11 i u m (Do.), Heinz Hup­pert (Vo.), Friedrich Wenzel (Hf.): 3. Preis: Willy Ganß (Hf.), Hermann Math (Hf.), Leonhard G a f f k a (Hf.).

8 0 Silben: 1. Preis Lwald Drams (G.), Hans Volk (K. Dsch.), Karl Wenzel (ORS.), Karl Weippert (Goe.), Willi 3akob (K. Dsch.), Hans Hermann (RG.), Walter Rit- t e r (Hf.), Helmut Drück (Oe. H.). Karl M o o S (RG.), Walter Hotz (ORS.), Helmut Schäfer (RG.), Erich Haibach (RG.), Karl Hof­mann (ORS.), Willi Wagner (ORS.), Hein­rich S ch l e i n i n g (Hf.), Gretel Kreiling (K. Dsch.), Albert Klinkel (K. Dsch.). Karl Rodenhausen (St Dsch.), Heinrich Decker (Vo.), Kurt Volk (RG.). 3rmaard Schal ch (Stu.), Walter Schad (G.), Wilhelm Dinge- (Hf), Fritz Ramge (Hf.), Kätemanie Ruhl (Stu.): 2. Preis: Karl Rinck (5t Dsch.), Alwin Rüffer (K. Dsch.), Hildegard Stein (Vo.), Gertrud Schneider (Stu.), Karl R i c o l a u s (RG.), Rudolf Göbel (Do.), Karl Roth (Vo.), Irmgard 21 b t (5t Dsch.): 3. PreiS: Karl Mau­rer (Vo.), Willi Schnee (Hf.), Konrad Dir- sek (Hf.), Otto Hofmann (Do.).

6 0 Silben: 1. Preis: Wolfgang Uhl (D.), Karl Laub (G.), Georg Otter dein (G.), Theodor Hofmann (ORS.), Margot Weber- p a l s (Oe. H), Else Stroh (Goe.), Lina 3 u ng (Goe.), Ferdinand Schwalb (ORS.), Sala Ruß (Oe. H.). Diether Stuhl (G.). Helmut Oft (©.); 2. Preis: Peter Dingler (G.). Ru­dolf Strube (RG.), Karl Weber (Oe . H ), Wilhelm Dietzel (Hf.), Wilhelm P e r s ch (Hf.), Albert Lauer (Oe. H.), August Schneider (Oe. H.): 3. Preis: Erwin Mahr (Oe. H.), 3o- hannes Peil (Vo.).

Bornotizen.

TageskalenderfürDienstag. Stadt- «Kater: 20 bis nach 22.30 Uhr:Der Bundschuh". Aliceschule, Turmhaus am Brandplatz: 15 bis 17 Uhr Ausstellung der Jahresarbeiten des Handarbeits- Seminars. Königin-Luise-Bund: 20 Uhr, Stahl- helmheim, Luisen-Feier. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Ben Hur".

Schulfeier im Realgymnasium. Am Donnerstag, 9. März, 16 Uhr. findet im Real­gymnasium eine Schulfeier mit Chor-, Orchester- und Einzeldarbietungen statt. Freunde der 2In- .statt sino herzlich eingeladen. Siehe heutige An- eige.

Das Kasperl i st wieder da! 3a, ich bin wieder da. Und es dauert keine dreivier­tel, halbe Stund' und da guck ich zu meinem Vor­hang heraus und da seh' ich, ob ihr auch alle da seid. 3a, so! 3ch hab noch gar nicht gesagt, wann ich komme. Also paßt mal auf! Am 8. März nachmittags 4 Uhr komme ich mit Extrazug, weiße Schimmel vorgespannt, nach Gießen. Sine Ditte habe ich an euch, laßt mich nicht allein spielen: denn das macht keinen Spaß. Ditte: Kommt alle zu eurem Kasperle! Don der Tante Liesel soll ich euch Grüße sagen. Auf fröhliches Wiedergucken! Euer Kasperle von Liesel Simons Kasperle-Theater.

* Vereinigung ehemaliger 2Inge- hörigerdesRealgymnasiumszuGie- ßen. Am Samstagabend veranstaltete die Ver­einigung ehemaliger Angehöriger des Realgym­nasiums zu Gießen auf der Liebigshöhe einen Fa- milienabend. Die Veranstaltung sollte zugleich eine Abschiedsfeier für die diesjährigen Abiturien­ten fein. Wenn auch der Termin wie man uns berichtet durch besondere Umstände bedingt, recht ungünstig war, so sand sich doch unentwegte ältere und jüngere 3ugend in stattlicher Zahl auf der Liebigshöhe ein. Gatt es doch, wieder ein­mal mit Klaffenkameraden und Lehrern alte Schul- etinnerungen auszusrischen, oder Abschied zu neh­men von den seitherigen Lehrern. Alle Mitwir- kenden gaben ihr bestes, so daß sämtliche Besu­cher von der wohlgelungenen Veranstaltung äu­ßerst befriedigt waren. Rach dem Eröffnungs- marsch, den das ausgezeichnete Schülerorchester vortrug, entbot der Schriftführer der Vereinigung, GerichtSreserendar Dr. Heß, den Gästen einen herzlichen Willkommengruh. Besonders begrüßte er Den Direktor des Realgymnasiums, Oberstu­diendirektor Angelberger, und den Vorsit­zenden der Vereinigung ehemaliger Angehöriger Des Realgymnasiums zu Gießen, Sanitätsrat Dr. Decker (Sprendlingen), der es sich auch diesmal nicht hat nehmen lassen, seine Schulvereinigung wieder einmal aufzusuchen. Dann gedachte der Redner des leider so früh verschiedenen Herrn Dr. Stohr, der das Amt des Kassenwartes seit Gründung der Vereinigung (1925) innehatte: er kennzeichnete treffend dessen große Verdienste

Ausländer ruhig, Oesterreichische Gold verloren lit Reaktion 0,75 o. H.

Die Erleichterung am Geldmarkt machte auch heute weitere Fortschritte. Der Tage»- geldsatz stellte sich an der unteren Grenze aus 4,50, zum Teil auch schon auf 4,40 v. H. Rach Privat- diskonten, Reichswcchseln per 2. Juni und Reichs­schatzanweisungen per 16. Oktober bestand kleine Nachfrage.

Sranffurf unverändert fest.

Frankfurt a. M., 7. März. (WTD. Draht- Meldung.) Die heutige Börse eröffnete auf der ganzen Linie in weiter fester Tendenz, da von der Kundschaft wieder zahlreiche kleine Kaufaufträge eingetroffen waren und auch die 5hi» lisse noch teilweise neue Käufe bzw. Deckungen vornahm. Auf dem erhöhten Riveau kam jedoch auch einiges 2Ingcbot sowohl von der Kundschaft, als auch von der Spekulation heraus, das aber glatt ausgenommen wurde und auf die Kursgestal- tung ohne Einfluß blieb.

Das Geschäft war wieder ziemlich lebhaft. Ge­gen die schon weiter feste Haltung der Abcnb- börse ergaben sich durchschnittlich Erhöhungen von 0,5 bis 1 Prozent. Einige Spezialwerte wie Scheideanstalt, Lahmeyer. Kaliaktien, Deutsche Erdöl und Gesfürel verzeichneten darüber hinaus Steigerungen von 3 bis 4 Prozent. Besonders leb­hafte Umsätze verzeichneten Montanwerte, wobei die Perfektuierung des neuen russischen Röhren­auftrags anregte. Gelsenkirchen, Mannesmann und Harpener lagen um bi« zu 1,63 Proz., Bu­derus, Rheinstahl bis zu 0,75 Proz. höher, wo­gegen Phönix und Stahlverein nicht ganz behaup­tet waren. Don Kohlenwerten zogen 3lse-Berg- bau-Genuß 3,75 Proz. an. Am Chemiemarkt lagen 3G., Rütgerswerle und Metallgesellschast bis zu 0,63 Proz. und Goldschmidt bis zu 1,5 Proz. höher.

Von Elektrowerten waren AEG. 0,5 Proz. nieb- [ riger, während Bekula und Siemens bis zu 1,75 Prozent, Licht & Kraft und Schuckert 0,5 bis 1 Prozent gewannen. Von sog. Rohstosfwerten ist die Befestigung von Zement Heidelberg von 2,5 Prozent und von Zellstoff Waldhof 2 Prozent be­merkenswert. Schiffahrtsaktien gewannen bis zu 0,5 Proz., Allgemeine Lokal und Kraft 2 Proz. und AG. für Verkehrswesen 1,5 Proz. Von Re­benwerten lagen Deutsche Linoleum 0,75 Proz. und Daimler 0,88 Proz. fester, während Aku 0.75 Pro­zent nachgaben. Reichsbankanteile biteben mit 152 Proz. unverändert. Rach den ersten Dotie­rungen bröckelten die Kurse auf kleine Abgaben der Kulisse etwa 0,5 bis 0,75 Proz. ab.

Am Rentenmarkt waren Reichsschuldbuchforde- I rungen und Altbesih bis zu 0,5 Proz. fester, wäh­rend Reubesitz 0,10 Proz. nachgaben. 3ndustrie- obligationen wie Stahlvereinbonds und Reichs- I bahnvorzugsaktien zogen bis zu 0,75 Proz. an. I Ziemlich lebhaft lagen Späte Reichsschuldbuch- I forderungen, die zunächst 0,75 Proz. anzogen, dann aber etwa 0,38 Proz. nachgaben. Auslandrenten I lagen sehr still und kaum verändert. Der Kassa­markt tendierte überwiegend fester, besonder- I Drauereiaktien und noch einige Hypothekenbank» I werte blieben gesucht, Tagesgeld war weiter er- I leichtert und stellt sich auf 4 Prozent.

HinDcrmarft in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-(Ruhvieh-)Markt I in Gießen standen 814 Stück Großvieh, 130 Fres­ser und 168 Kälber zum Verkauf. Es kosteten a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 430 Mark, 2. Qualität 220 bis 280 Mk.» 3. Qualität 100 bis 160 Mark: b) Schlachtkühe 1. 140 bis 260 Mark, 2. 60 bis 120 Mark: c) Rin­der, Vi- bis/Jäfjrig, 60 bis 140 Mark, 3/<- bis I 2jährig 70 bis 180 Mark, tragend 170 bis 340 Mark: d) Kälber das Pfund Lebendgewicht 22 bis 30 Pfennig. Ausgesuchte Tiere über Rotiz. Marktverlauf: lebhaft, geringer Ueberstand.

Kreditverein Heuchelheim.

Am Samstagabend hielt der Kreditverein Heuchelheim e. G. m. b. H. im Saale der WirtschaftZum Treppchen" seine 135. orbent- I liche Generalversammlung ab. Die Genossenschaft könnte in diesem 3ahre auf ihr 7 0 j ä h r i g e s Bestehen zurückblicken. Aus diesem Grunde hielt Dr. Reid nach Erledigung der Tages- I ordnung einen interessanten Vortrag über die Gründung und die Entwickelung der Genossen- I schäft in den vergangenen 70 3ahren. Der Dor- I trag wurde mit großem Beifall ausgenommen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Fritz Rinn, eröffnete die gut besuchte Versammlung. Aus dem 3ahresbericht, den Direktor Rö­mer erstattete, ging hervor, daß der Kredit- Verein am Schlüsse des Geschäftsjahres gefestigt und in jeder Beziehung gesichert dastehe. Die Bilanz verzeichnete in Aktiva und Passiva 1 254 757,93 Mark. Der Umsatz belief sich auf 8 153 626,02 Mark. Von dem Reingewinn wurden 1500 Mark der Betriebsrücklage zugeführt. I 1569,61 Mark wurden dem Reservefonds über­wiesen. Weiterhin wurden auf einstimmigen Be­schluß dem Verein Kinderfreund 50 Mark und | den von dem Reunkirchener Unglück Betroffenen 25 Mark überwiesen. Der Mitgliederstand betrug am Schluffe des Jahres 1932 414 mit einem ®e- famt-Gefchästsguthaben von 120 518,66 Mark und einer Haftsumme von 429 000 Mark.

wurden durch Herrn Schimmel Ehrenzeichen...

überreicht. 3m Ramen der 3ubilare dankte Ge- j gebung auf dem Marktplätze statt, bei der Landtags- org Dönges für die Ehrung. Kamerad Bon- abgeordneter SMo ft ermann der Bedeutung des Hard (Gießen), der Dezirksjugendsührer des De- ' Tages in längerer Ansprache gedachte.

Die Bankenkrise in USA.

ES wird Bundesnotgeld gedruckt.

Washington, 7. März. (TU.) Die Bundes­regierung trifft offensichtlich Vorbereitungen für die Ausgabe von Bundesnotgeld, das als Vorläufer des neuen Dollargeldes gelten kann, das nicht mit Gold einlösbar fein soll. Das Notgeld wird wahrscheinlich in Form örtlicher Clearinghouse-Zerti- itaten herausgegeben und soll den Banken ent- prechend ihrer Depositenbeträge zur Derfüaung ge­teilt werden. Zu diesem Zweck hat die Bundesregie, rung die Untersuchung d e r Kreditwür- digkeit aller amerikanischen Banken durch das Schatzamt angeorbnel.

Weite Kreise fordern Maßnahmen gegen bie Goldhamsterer. Es wird die Wiederein­führung des Kriegsgesetzes von 1917 verlangt, durch das das Goldhamstern als Bundesverbrechen erklärt wurde. Weiter wird eine Gold st euer in Höhe von 15 v. H. gefordert. Beide Forderungen sind praktisch schwer durchführbar.

Die Bevölkerung verhält sich angesichts der Krise verhältnismäßig verständnisvoll, wobei sich im täg­lichen Leben zahlreiche Schwierigkeiten ergeben. Vorortbahnen, Hotels und Ladengeschäfte sind teilweise dazu übergegangen, gegen Perso­nalausweis Schecks in Zahlung zu nehmen. Selbst das Wechseln einer 10-Dollarnote stößt auf Schwierigkeiten. Das Notgeld soll Geld­scheine von einem bis 20 Dollar umfassen, um dem Bargeldmangel abzuhelsen. Die Notenpresse der amerikanischen Banknotengesellschast arbeitet Tag und Nacht. Die Kommunisten machen sich in vielen Großstädten bie Notlage zunutze unb haben Massen­versammlungen einberufen.

Berlin weiter freundlich.

Berlin, 7. März. (WTD. Funkspruch.) Das Geschäft ah ber Berliner Börse hat an Umfang

Hanz gleich, welche fkt Kaffee Sie verwenden, ob Sohnenkaffee, Malzkaffes oder einfachen, gewöhnlichen Setteidekaffee, wie er aus dem Sack oder aus der Schub­lade zugewogen wird, Mühlen F r e n c ke die gute Kaffeewürze, tut gut. Schon

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