MEMWWMl
Vornan von Gert Gothberg.
(Llrheberschutz durch C. Ackermann, Nomanzentrale Stuttgart.)
22 Sortierung. Nachdruck verboten.
„Du fühlst dich Wohler, Edel? Oh, nun können wir ja bald meine Verlobung feiern! Wir haben nur gewartet, bis du auch dabei sein kannst. Harry sagte mir, daß ihr ein Fest geben wollt. Das ist recht. Das wird dir Freude machen. Lind nun bin ich hier, um mit dir zusammen etwas ganz Schönes auszudenken, um unsere Gäste zu überraschen. Wen wollen wir also einladen?"
Ingeborg warf den kleinen, runden Hut auf einen Stuhl und setzte sich zu Edelgarde. Die dachte einen Augenblick nach, dann sagte sie:
„LInsere Nachbarn natürlich alle, damit Harry mit uns zufrieden ist, obgleich ich ohne verschiedene sehr gut auskommen würde. Aber dann möchte ich einige Bekannte aus Berlin einladen: die Geschwister Perlenbach, die auch Harry kennt, und — Otty Weiler! Sie wird Leben nach Achern bringen. Sie war schon immer so gut zu mir. Hm Pensionat war sie meine liebste Freundin. Sie kann dann gleich ein paar Wochen hierbleiben. Zu dumm, daß ich nicht längst daran gedacht: habe. Natürlich, das ist ein guter Gedanke. Otty mag einige Zeit hierbleiben. Zu meiner Hochzeit konnte sie nicht kommen, sie war damals erkrankt. Sie und Harry kennen sich noch nicht einmal. Ich will sofort an Otty schreiben."
Edelgarde war sehr lebhaft geworden. Inge- borg freute sich, daß die Schwester so Interesse an ihrem Fest zeugte, und beriet mit ihr dieses und jenes. Harry von Achern kam erst nach Stunden zurück, gratulierte dann seiner kleinen Schwägerin herzlich und neckte sie. Einmal lachte er laut auf, weil Ingeborg eine drollige Bemerkung machte, und Edelgarde sah ihren Mann starr an. Ein paar rote Flecken brannten in ihrem blassen Gesicht, die Augen waren dunkel umschattet. Gegen die blühende Schwester trat ihr Verfall erschreckend deutlich zutage. Von einem guten Mitleid getrieben, neigte Achern sich zu seiner Frau und legte den Arm um sie.
„Du freust dich auf das Fest, Edel? Willst du auch tanzen lassen? Dann werde ich eine gute Kapelle bestellen, damit du deinen Gästen etwas Gutes bieten kannst."
Sie streichelte seine Hand.
„Ich fühle mich so wohl heute, ich glaube, bald bin ich wieder ganz gesund."
„Es wird doch auch die höchste Zeit, Edel."
Sie lehnte den Kopf an seine Schulter.
„3a, es wird Zeit, Harry, du hast sehr lange eine kranke Frau gehabt."
Ingeborg lächelte. Zwischen dem jungen Paar
schien ja alles wieder in bester Ordnung zu sein. Sie freute sich ehrlich darüber. Sie hatte ja keine Ahnung, daß Achern sich zu diesem Benehmen seiner Frau gegenüber nur durch das Mitleid leiten ließ, daß auch der letzte Funken Liebe in ihm langst erloschen war. Ingeborg las jetzt die Namen der Gäste vor, die eingeladen werden sollten. Bei dem Namen Otty Weiler stutzte Achern. doch er nickte.
„Necht so, Inge, und nun werde ich euch allein lassen, damit ihr das Wichtigste, die Toilettenfrage, in Angriff nehmen könnt."
Er nickte den beiden Damen zu und ging. Er wollte nicht, daß man schließlich noch seine Erregung merkte — die Erregung darüber, daß auch Pia eingeladen werden sollte. Ob sie kommen würde? Er glaubte es nicht. Er dachte an den Tag zurück, an dem Pia gekommen war, nachdem Edelgarde sie freundlich eingeladen. Lind wie sie nachher alle im Park am Kaffeetisch sahen und Cdelgarde plötzlich sagte:
„Cs ist doch eigenartig, daß eine Frau aus unglücklicher Liebe stets zu einem aufopfernden Beruf greift. Aber ganz kann es doch niemals entschädigen. Meinst du nicht, liebe Pia?"
Die hohngetränkten Worte hatten sich wie ein giftiger Pfeil in Harrys Hirn gebohrt. Pia aber sagte ruhig:
„Ich weih nicht, wie einer Frau mit einer unglücklichen Liebe zumute ist. Ich kann dir daher auch keine Auskunft geben, ob sie sich dann in einem Beruf, den sie sich als Trost suchte, glücklich fühlt."
Ganz ruhig hatte Pia das gesagt, aber ihr süßes Gesicht war blaß, und die Lippen zitterten.
Edelgarde hatte gesagt:
„Nicht? Schade! Lind ich dachte gerade, du könntest mir Auskunft geben."
Harry war es gewesen, als müsse er sich vergessen, müsse der Frau, die seinen Namen trug, ins Gesicht schlagen. Doch so etwas tat man nicht. Frauen gegenüber war ein Mann wehrlos, wenn sie sich auch noch so sehr vergaßen. Sein Blick hatte mit stummer Abbitte auf Pia geruht. Aber ihr Blick hatte ihn nicht gestreift. Als sei nichts vorgefallen, unterhielten sie sich mit Ingeborg und Franziska. Aber sie war dann nur noch einmal nach Achern gekommen, damals, als Edelgarde schwer erkrankt darniederlag. Das war ein Krankenbesuch gewesen, den sie für ihre Pflicht hielt. Sonst aber hatte sie jeden Verkehr mit den Bewohnern von Achern gemieden. Er hatte sie einmal besuchen wollen, da hatte sie sich verleug- nen lassen, weil sie keine Gemeinschaft mit ihm wollte.
Lind nun scheute Cdelgarde sich nicht, Pia abermals einzuladen. Er wurde den Gedanken nicht los, daß sie auch damit wieder irgendeine Demüti- gung für Pia verband. Doch wie sollte er der Sache entgegentreten? Seine einzige Hoffnung blieb, daß Pia nicht kam. Aber er ertappte sich
doch bei dem Gedanken, daß Pia kommen möge, daß er sie gern einmal sehen möchte. Noch immer liebte er sie. Doch_ er hatte so vollkommen abgeschlossen mit einem glücklichen Leben, daß keine Wünsche sich mehr zu Pia wagten. Sie war ihm verloren.
Sine ganze Woche vor dem Fest traf Otty Weiler ein. Ihr frohes Lachen erfüllte das Schloß, und die Dienerschaft staunte die elegante Frau mit den rotblonden Locken an wie ein Wunder aus einer anderen Welt. Otty Weiler war nicht schön, aber sie war interessant. Ihre Hände waren schmal, bräunlich, sportgestählt. Ihre kaum mittelgroße Figur war von weicher Biegsamkeit. Sie fühlte sich bald wohl in dem alten, schönen Schloß. Harry von Achern, der zuerst diesem Besuch ablehnend gegenüberstand, verstand sich nach und nach ausgezeichnet mit ihr. Lind sie, die in Berlin über alle Männer lachte, sie war auf dem besten Wege, eine Dummheit zu begehen, wie sie bei sich sarkastisch feststellte. Die Dummheit, sich in den Mann der kranken Freundin zu verlieben. -Wenn sie die beiden einmal still beobachtete, dann dachte sie jedesmal: „Armes Hascherl, der Mann wird nie mehr den Weg zu dir zurückfinden."
Otty Weiler war keine oberflächliche Natur. Aber sie nahm das Leben nur von der leichten und schönen Seite. Ihr Empfinden litt auch unter dem jetzigen Aussehen der Freundin, die doch so gar nichts mehr von der eleganten, schönen Edelgarde Ängsten besaß, die schon als Backfisch allen Männern die Köpfe verdrehte. Lind Otty hatte es längst heraus, daß Harry von Achern nur zu viel Weltmann war, um der Menschheit seine zerbrochene Ehe zu zeigen. Otty Weiler dachte gewiß nicht daran, sich die Situation zunutze zu machen. Sie dachte eigentlich die erste Zeit weiter nichts, als daß Edelgarde sich grausam verändert hatte und ihr, Otty, der.Hausherr ausnehmend gut gefiel. Weiter dachte sie nichts, die verwöhnte Frau, die einzige Tochter des reichen Berliner Finanzmannes. Das Leben war immer so gleichmäßig an ihr vorübergerieselt, hatte ihr eigentlich nur Freude gebracht. Warum sollte sie sich über das wahre Verhältnis dieser Ehe den Kopf zerbrechen? Aber eines Abends sah Otty doch fassungslos vor der Tatsache, daß sie sich bis über beide Ohren in den interessanten Schloßherm verliebt hatte. Ja, Otty machte sich da nicht einmal was vor. Es war tatsächlich so. Aber wie das enden sollte, wußte sie wahrhaftig nicht. Der Schluß ihres Nachdenkens war: Das hatte ihr gefehlt. Solch ein inneres Erlebnis, das da den gleichmäßigen Gang der Lebensuhr einmal in eine andere Periode lenkte. Noch war Edelgarde da! Aber lange würde sie es nicht mehr sein. Otty Weiler war klug, sie übersah das Drama dieser Ehe und das Ende genau. Aber etwas wußte sie auch genau: daß es keines
wegs gut war, wenn sie Achern ihre Liebe werken ließ. Ein feines Gefühl warnte sie. Aber grotesk war das Leben auf jeden Fall. Ihr Vater hatte so oft gesagt: „Otty, wähle dir endlich einen Mann. Du wirst doch keine alte Jungfer werden wollen?"
Sie hatte gelacht, war die endlosen Neihen ihrer Verehrer durchaegangen und hatte am Schluß gedacht: „Nicht einer davon kommt in Frage".
Der letzte Winter mit seinen vielen Bällen und sonstigen Vergnügungen hatte sie stark mitgenommen. Sie war übersättigt und müde und hatte die Einladung nach Achern begrüßt, weil sie sich von der ländlichen Stille auch etwas Gutes versprach. Lind nun hatte sie ausgerechnet hier ihr Erlebnis.
Otty Weiler senkte den Kopf. Ein Erlebnis, das das Licht des Tages, der Oeffentlichkeit zu scheuen hatte!
Otty saß nachdenklich da. In einem schönen Dilemma befand sie sich! Auf der einen Seite die Freundin, die todkrank war, die ihr vertraute und sich so sehr Über ihren Besuch gefreut hatte, und auf der anderen Seite der Mann, der ohne jedes Däzutun ihr Herz gewonnen hatte.
Plötzlich rannen große Tränen über das Gesicht des verwöhnten, jungen Weibes. Erschrocken bemerkte sie es. Schnell tupfte sie die Tränen fort. Tränen schadeten ihrem Teint, ihrem vielbewunderten rosigen Teint. —
Achern aber gestand es sich ein, daß ihm die Freundin seiner Frau gefiel. Sie verstand amüsant zu plaudern, war weit gereist, kannte die halbe Welt. Seine Augen ruhten mit Wohlgefallen auf dem reizenden Luxusgeschöpf, doch sein Herz blieb kalt. Er hatte keine Ahnung, wie tief ihr Interesse für ihn war. Aber er war jetzt öfter daheim, weil er dann nicht mit Edelgarde allein war. Edelgarde aber sah nichts. Ihr Mißtrauen galt nur Pia! Lind ihr Haß.
Fünfzehntes Kapitel.
In einem durchsichtigen, dünnen, hellblauen Morgenkleid lag Otty Weiler in ihrem Schaukelstuhl. Ihr blondes Haar flimmerte in den Strahlen der Morgensonne, die breit durch das hohe Fenster hereinflutete. Sie rauchte eine Zigarette, hatte den vollen, weihen Arm unter dem Kops verschränkt und sah zu Edelgarde hinüber, die bleich und matt in der Ecke des Diwans lehnte.
Die junge Frau war heute schon sehr zeitig aufgestanden, während sie sonst gewöhnlich bis in den halben Vormittag hinein schlief. Otty hingegen war eine Frühaufsteherin, und daheim in Berlin hatte sie gewöhnlich um diese Zeit bereits ihren Morgenritt hinter sich. Jetzt wartete sie, was Cdelgarde ihr zu sagen hatte, denn etwas hatte sie ihr bestimmt zu fagen. Sie irrte sich nicht.
(Fortsetzung folgt.)
■F PASTfi.l.E/V Kl/
Institut für experimentelle Psychologie und Pädagogik I Am Donnerstag, dem 9. Febrnar, 20*Uhr, wird Frau Dr. Erla Rodakiewiecz, New-York, eine Freundin des Instituts für experimentelle Psychologie und Pädagogik, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34, einen neuartigen Film ihres Sohnes vorführen:
»Beseelte Natur«
(Liebt und Bewegung als Erlebnisausdruck)
Unkostenbeitrag 20 Pfennig. 888D
Othmar Spann
o. Professor der Nationalökonomie, Wien spricht am Samstag, dem 11. Februar, um 20.15 Uhr, im Studentenhaus (Leihgesterner Weg 16) über das Thema:
DER WAHRE STAAT
Veranstalter: 873D
Die Staatswissenschaftliche Fachschaft
Karten zu 50 Pf. (Studenten 30 Pf.) im Vorverkauf bei Univ.-Sekr. Ritter (Vorlesungsgebäude), Musikalienhand- lung Challier, Neuenweg 10, sowie an der Abendkasse. H Lichtspielhaus • Gießen i
Heute Dienstag zum letzten Mal SB die entzückende Operette
I Die lustigen Weiber von Wien §9
Morgen Mittwoch 887 C
Die große Premiere Hans Albers in
Der weiße Dämon
Nutz- und Brennholzversteigerung im Grüninger Gemeindewald
Donnerstag, 9. Februar, Anfang 10 Uhr: Kiefer: 3a, 3b 5 Stück 3,90 km Fichte: 2a bis 3b 13 „ 13,30 „
Grüningen, den 6. Februar 1933. Hessische Bürgermeisterei Grüningen.
Euler._________885D
Bullenverkauf.
Die Gemeinde Steinbach beabsichtigt einen fetten Dullen zu verkaufen. Angebote per Zentner Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag, dem 9. Februar 1933, nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Bedingungen bekanntgegeben werden. 8371)
Gleichzeitig können sich Besitzer von sprungfähigen Vogelsberger Bullen bei der unterzeichneten Stelle melden.
Steinbach, den 3. Februar 1933.
Hessische Bürgermeisterei Steinbach.
Krämer.
| Vermietungen |
mit Bad u. Zubehör ver 1. Avril zu vermieten. Näh. Haas, Schubertitr^H. osr»
Im Neubau eine abgeschlossene 4-Ziffliner-WotinDng einschl.Küche,Balk., Gartenanteil, a. d. Lande, Nähe Gieß., ruh.Lage,p.l.März z.vm. Miete 35 Mk. Schrift!. Ana. unt. 0765 a. d. Gß. Anz.
2-ZI mm.-Wohn, in 3. Etag., i Zentr. d.Stadt, an kinderl. Ehepaar zu oerm. Miewr.28M.Miet- berecht.-Schein erf. Schrift!. Ang. unt. 0776 a. d. Gß. Anz.
Caf6 Amend
(im weißen Röß’l)
Programm für Februar:
Jed. Mitlwochnachmitlag
Fünf-Uhr-Tanz-Tee
abends
TA N Z.
sowie jeden Samstag
Karnevalist. Abend
TANZ
Dunkler Anzug erbeten I
886 D
Scbwaabs-Weinstuben
Mittwoch, den 8. Febr.1933
Mehelsnnne Dortmunder Union Bräu Pilsner Urquell
vom Faß!
870 D
Komm, hilf mir mal die Rolle dreh'n,..
Viel schöner wär's doch, wenn Sie Ihre Wäschemangel gleich im Hause hätten. Es ist bequemer. Einesolche Wäschemangel ist gar nicht so teuer. Schon fOr Reichsmark 39.- bekommen Sie eine bei
J.B. Häuser
Am Oswaldsgarten Gießen, Ruf 2145/2146
Achtung! Achtung!
Am Mittwoch, dem 8. Februar, und folgende Tage, ab 10 Uhr, verkaufe Ich im „Löwen", solange Vorrat reicht, eine neue Sendung Möbel zu ganz billigen Preisen sowie 891D
Büfetts, Bücherschränke, Schreibtische (Eiche), Kleider- und Wäscheschränke, Küchenschränke und Tische, Waschtische, 1 Kleiderschrank (eintürig, gebraucht), ovale Tische (gebraucht), Betten (gebraucht), 1 Herrenuhr.
L. hartmeh, Neuenweg.
BEe Msche
Mittwoch, Donnerstag und Freitag ff.Schellfische o.K.......Pfd. 304
im Ausschnitt Pfd. 354
Pa.Cabeljauu.Seelachs, Pfd. 25,28-)
Bratffsche, Goldbarsch
grüne Heringe......3 Pfd. 504
Filets.............Pfd. 40,50, 604
Bücklinge...............Pfd. 204
Rich. Gvunewald
Bahnhosstr. 27 0783 Fernruf 3631
Oie Holzversteigerung
vom 21. Januar ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine, Ueberweisung und erster Abfuhrtag: Mittwoch, den 8. Februar 1933. Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Holzgeldschuld am 18. Februar 1933. Bei Barzahlung bis 1. März 1933: 4 v. S). Skonto. 883V
Gießen, den 6. Februar 1933.
Markgenossenschaft Grüningen-Dorf-Gill. Der Borsitzende des Markvorstandes.
Nicolaus, Oberforstmeister.
Holzversteigerung
im Annerödec Gemeindewald aus Donnerstag, den 9. Februar, vormittags 9 Uhr. Zusammenkunft: Grünberger Straße beim alten Hochbehälter. 889V
Derbstangen 1. und 2. Klasse 20 Stück, 5. Klasse 120 Stück: Nutzscheiter 2. Klasse (3 m lang) 19 rm; Eichen-Scheit 3,2 rm; Buchen-Knüppel 11 rm; Kiefern-Scheit 310 rm; Fichten-Scheit 21 rm; Kiesern- und Fichten-Knüppel 80 rm; Buchen- Md Fichten-Reisig 1410 Wellen.
Annerod, den 7. Februar 1933.
Hessische Bürgermeisterei Annerod.
___________I. B.: Hahn. __________
Arbeitsvergebung.
Die im Rechnungsjahr 1933 (1. April 1933 bis 31. März 1934) herzustellenden Gas- und Wasserleitungsrohrgräben sollen auf Grund der RBL), öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Technischen Bureau des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3, Zimmer 1) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich.
Die Angebote find verschlossen und postfrei, mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum
22. Februar 1933, mittags 12 Uhr
an uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Anbieter. 877V
Zuschlags- und Bindefrist: 4 Wochen.
_ Gießen, den 7. Februar 1933.
Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen.
Braubach.
Oie Holzversteigerung
vom 30. Januar ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine bei den zuständigen Kassestellen, Ueberweisung und 1. Abfuhrtag: Mittwoch, den 8. d. M. Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Holzgeldschuld am 28. Februar 1933. Bei Barzahlung bis 28. Februar 1933: 4 v. H. Skonto.
Gießen, den 6. Februar 1933. (884V
Hessisches Forstamt Schiffenberg.
Nicolaus.
2-üniÄim l—
mit flpirr .Qh'irfiP npr _ Suche
mit klein. Küche ver
2 helle, trockene
Räume geeignet für Werkst, u. Büro, mögt, im Zentrum, sofort ob. svätermieten gef. Sehr. Angebote mit Preisang. unt. 0775 an den Gieß. Anz.
| Verkäufe
W. Bett, w. Kommode, Tisch u. Stühle, g.,b.abzugeben. Näheres i. d. Geschäftsstelle des Gießen. Anzeig. 0773
In Zimmer
mit Kochaeleg. gef. Schriftl. Ang. unt. 0761 a. d. Gß. Anz.
Mmer-WoliD.
(Altwohnung). 4—5-Zimmer-Woh- nungtAltwohnung) kanni.Tausch gegeb. werden. Schr. Ang. u.0772a.d.Gß.Anz.
1. März zu oerm. Zu erfr. Ludwig- str. 28, H. I. o76i
[Stellenangebote
Werl*
für Gießen u. Umgebung sof. gesucht. Einkommen nachw. 150 Mk. und mehr. Borzustellen: [0705 Bahnhofstraße 6.31 von 10 bis 12 Uhr.
Zuverlässiges
Mädchen
i. Küche u. Haushalt verfett, v. 15.Febr. od. 1. März gesucht. Schr.Ang.unt.0771 an den Gieß. Anz.
Tüchtiges
Mädchen in allen häuslichen Arbeiten erfahren, zum 1.März gesucht. Schriftl. Ang. unt. 878V a. d. Gß.Anz.
Aushilfe
Freitag u.Samstag, f. Geschäft u. Haushalt sofort gesucht. Schrift!. Ang. unt. 0780 a. d. Gß. Anz.
| Mietgesuche | Kleine Familie sucht M-Zimm.-Wohng. in guter Wohnlage. Miete könnte, wenn gewünscht, auf eine gewisse Zeit i. Voraus bezahlt werden. Schriftl. Ang. unt. 0758 a. d. Gß. Anz. Kinderlos. Ehepaar sucht
2 Zimmer and Küche Schriftl. Ang. unt. 0779 a. d. Gß. Anz.
GuimöhlierlesZimmer in ruhiger Lage von Dauermiet. gesucht. Ausführl. Angebote mit Preis unt. 0768 an den Gieß. Anz. Gavage
Nähe Ludwigsvl. z. rniet.ges.Schr.Ang. u.0774a.d.Gß.Anz.
4/20 PS.- 353A
Opel- Limousine neuwertig, spottbill.
Ovel, Gießen, Frankfurter Str. 52.
Führer- u. steuerft.
B.M.W. in gut. Zustande, z. Preise von 550 Mk. l Kassavreis) zu verkauf. Schr.Ang. unt. 879Va.d. Gß.Anz.
Gelegenheit l 1 Aquarium (50 Liter), bevölkert u. bepflanzt, Mk. 10.—. 1 Lautsprecher, dyn., 8 W,rn. Univ.-Trafo 220 V- Mk. 25.—. 1 Beiwagen (Stint)) f. Fahrrad Mk. 15.—. 6 Ova-Alben, dnrunt. Olyrnp.-Schau, Mk. 25.—. Zu verk. bei Walter Strasser
Ludwigstr. 6.07««
Bienenhonig ernster Dual., Pfd. 1,20 Mk.o. Gl., verk. solange Vorrat 7477D Ed. Schäfer, Imker Arn Nabrungsb. 10.
|Verschiedenes|
Detektiv K. Gerz, Bad-Nauheim, Kur- straBe 17 erledigtalle vertrauliche Privat- u. Geschäftsangelegenheiten, wie Auskünfte, Beobachtungen,Ermittelungen, Beschaffung v. Beweismat. in Straft u. Zivilvroz. streng diskr. Svrechst.: 9 b. 12'/. u. 3-6Uhr. »72D
Stadttheater
Gießen. k»o Mittwoch, 8. Febr.» 20—22 Uhr
18. Mittw.-Abonn. Gewöhnt. Preise. 2:2 unentschieden Lustsviel in 3 Akten von W. Lichtenberg.
Bei Kopfschmerzen
Rheuma - Muskel-u. Nervenreißen
Harbin Stodin
20TaDl.1,05J| —
+ uSie werden angenehm überrascht sein..
H.O. ALBERT WEBER, MAGDEBURG,


