Ausgabe 
6.10.1933 Zweites Blatt
 
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Die Lrntedankfestfeier in Sberheffen

S.J.'Jpori

gehen.

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Schotten, 2. Dft. Der Tag

des Deut-

Olympia-Aachwuchs im Wettkampf.

Der Kanzler beim Sportnachwuchs.

Der Dolkskanzler Adolf Hitler weilte am Don­nerstagmorgen im Deutschen Stadion bei den jungen deutschen Sportlern, die dort zur Zeit an dem Olnmpia-Borbereitungskursus des deutschen Nachwuchses teilnehmen.

Das finanzielle Ergebnis der Handballspiele ... Deutschen Sportbehörde um den Hitler-Pokal zu­gunsten derStiftung für die Opfer der Arbeit" ergab einen Ueberfchuß von 453 2,0 5 R M. Dieser Betrag wurde von der DSB. an die Stiftung für die Opfer der Arbeit, Berlin, zur Ueberweisung gebracht.

ansprache, in der er die Bedeutung standes hervorhob.

Schotten.

Guter Fang der Marburger Polizei.

MSN. Marburg, 4.Ort. Ein schwerer Junge konnte gestern früh gegen 4.30 Uhr von dem auf Streife befindlichen Poli^eihauptwachtmeister Ger- ch o w am Hotel Ritter f e st g e n o m m e n werden. Der Beamte ertappte den Mann dabei wie er sich zwischen den vor dem Hotel befindlichen Tischen und Stühlen seines Mantels entledigte. Auf einem Tische lagen die Einbrecherwerkzeuge sowie eine mit sieben Schuß geladene Pi st ole bereit. Die Ladentürscheibe des dicht nebenan befindlichen Kaisers Kaffee-Geschäft war bereits vorsichtig ausqe- kittet. Der Fremde wurde als der 30jährige Arbeiter Hans Weinkowsky aus Bitterfeld festgestellt. In einem dem Einbrecher gehörigen Koffer fand sich u.a. ein richtiges Waffenlager, bestehend aus fünf modernen Pistolen und 500 Schuß Munition vor.

anwalt beantragte wegen Betrugs in Tateinheit mit schwerer Urkundenfälschung in fünf Fällen eine Gesamtstrafe von sechs Monaten Gesang- n i s. Das Urteil lautete entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters.

Ein Arbeiter aus Grebenau, Johannes Seil, wurde von einem anderen beauftrag!, für diesen die Arbeitslosenunterstützung abzuholen. Der An- geklagte lieferte aber nur einen Teil des Betrages ab. Den Rest verwendete er für sich. Um die Tat zu verheimlichen, fälschte er die Arbeitslosenkarte, indem er einen geringeren Betrag einsetzte. Das Urteil lautete auf drei Monate eine Woche Gefängnis. Der Angeklagte erhält auf drei Jahre bedingten Strafaufschub. Der Slaatsonwalt hatte auf drei Monate eine Woche plädiert.

In einem weiteren Falle hatte sich das Gericht mit dem Milchfuhrmann Friedrich Wilhelm Straub ous Rainrod zu beschäftigen, der in den Jahren 1932 und 1933 in mehreren Fällen sich des Betrugs chuldig machte, indem er bei der Molkereigenossen- Ichaft Landesprodukle bestellte und die Konten an­derer Genosten jeweils mit den Kosten belastete. In einem Falle hob er sogar von einem fremden Konto einen größeren Geldbetrag ab. Außerdem warf ihm die Anklage vor, fingierte Bestellungen in Dut- ter aufgegeben zu haben. Das Gericht erkannte aus zwei Monate Gefängnis. Die Kosten trägt der Angeklagte. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Gefängnis.

schenBauern wurde auch hier in eindrucksvoller Weise gefeiert. Die uniformierten Pg., die grauen» schäft, der BdM. und die HI. nahmen vormittags geschlossen am Kirchgang teil. Der Festzug wurde um 13.15 Uhr an der Molkerei aufgestellt. Neben

Schöffengericht Gießen.

Wegen Verstoßes gegen die DO. betr. die Devi­senbewirtschaftung hatte sich am Mittwoch der in Homberg wohnende Johann Bensel zu verant­worten. Ihm wurde zur Last gelegt, im Jahre 1930 einen Betrag von 4000 Mark in die Schweiz ßeschasst und ohne Genehmigung der Reichsbank über ausländische Zahlungsmittel verfügt zu haben. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von 300 Mark, während das Gericht den Angeklagten mit einer Geldstrafe von 80 Mark belegte.

Der Arbeiter und Landwirt K. W. von Rein- hardshain hatte aus Rache, daß sowohl er, als auch fein Bruder aus dem Arbeitslager entlassen wur­den, eine Postkarte an das Arbeitsamt in Gießen geschickt, in der er gleichfalls auf die Entlassung eines anderen Einwohners von R. aus dem Ar­beitslager drängte. Die Karte unterschrieb er mit einem falschen Namen und Absender. Der Staats­anwalt beantragte zwei Wochen Gefängnis. In An­betracht des juaendlichen Alters und der Tatsache, daß der Angeklaate noch nicht vorbestraft ist, er­kannte das Gericht auf 50 Mark Geldstrafe evt. zehn Tage Gefängnis. Die Kosten trägt der Angeklagte.

Dem Installateur Heinrich Döring von Wal­lenrod wurde oorgemorfen, in fünf Fällen Wechsel­fälschungen Dorgenommen zu haben, indem er fünf Personen, für die er arbeitete, ohne deren Einver- ständnis als Akzeptanten querschrieb. Der Staats-

Bewohner des Dorfes. Um 9 Uhr fand ein feier­licher Gottesdienst statt, an dem die SA. und das Jungvolk geschlossen tellnahmen. Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Zug durch die festlich geschmückten Straßen des Dorfes. Der Zug stellte die verschiedenen Arbeiten des Dauern von der Aussaat im Frühjahr bis zum Ausdrusch im Herbst und Winter dar. Am Abend lauschten viele Ein­wohner den Uebertragungen am Radio. Tan; in den Ortswirtschaften beschloß den Tag des deutschen Bauern. Um die Ausgestaltung des Festzugs hatte sich besonders der landwirtschaftliche Ortsfachberater und Scharführer Joh. Hch. Albert verdient ge­macht. Eine Abteilung des NSKK. Frankfurt a. M. war an diesem Tage im Dorfe zu Gast.

Weitsaasen.

ll. W e t t f a a f e n, 4. Okt. Auch in unserem Orte beging man feierlich den deutschen Erntedank­tag. Am Nachmittag bewegte sich ein Festzug durch die Straßen des Ortes unter Dorantritt des Merlauer Spielmannszuges. In dem Zug sah man einiae Erntewagen und Erntemädchen, landwirt­schaftliche Arbeiter und einen Sämann dargestellt. Nach der Auflösung des Zuges fand in der Schule eine Crntebantfeier statt, die mit dem Gesang des Deutschlandliedes begann. 3m Verlauf dieser Feier hielt Der landwirtschaftliche Ortsfachberater Karl Stein eine Ansprache. Nach dem Gesang des ßieb/.:Nun danket all und bringet Ehr" richtete Lehrer Köhler das Wort an die Versammelten. Den Schluß der Feier bildete der gemeinsame Gesang des Horst-Wessel-Liedes.

Nieder-Ohmen.

ll. Nieder-Ohmen, 4. Okt. Das Ernte­dankfest begann hier am frühen Morgen mit dem Wecken durch eine Musikkapelle. Im Anschluß daran hörte man gemeinsam die Eröffnung des Erntedankfesttages im Rundfunk durch Reichs­minister Dr. Goebbels. Um 9.30 Uhr fand auf dem Brühl ein F e ft g o 11 e s b i e n ft statt, an bem sich alle Parteiglieberungen beteiligten. Von 11 bis 12 Uhr fanb vor bem Rathaus ein Platzkonzert statt. Pünktlich um 13.30 Uhr würbe ber Festzug aufgestellt. Hieran beteiligten sich wiederum sämt­liche Parteigliederungen, die Vereine und alle übrigen Volksgenossen. In dem Festzug wurden mitgeführt: Pflug und Egge, Grubber, Wagen mit Sämann, Sämaschinen, Wagen mit Arbeitern, Mäh- maschine, Kartoffelroder, Leute mit Karst und Kartoffelsäcken, Selbstbinder, Obstwagen, Kelterfaß und Bembel. Zuletzt folgte ein Wagen mit Dre­schern. Nach der Auslösung des Zuges folgte eine Erntedankfeier, bei der Ortsgruppenfüyrer Erb eine Ansprache hielt. Von 17 bis 19 Uhr wurde der feierliche Festakt auf dem Bückeberg übertragen. Den Abschluß des Tages bildete in den Sälen von D ö l l und Ziegenhain gemütliches Beisam­mensein mit Tanz.

Kirtorf.

kann man nicht in einer Stunde in allen Fein­heiten und Besonderheiten kennenlernen. Ausschlag­gebend für die Wertung sind Schwierigkeit, Reich­haltigkeit des in 10 Minuten auszuführenden Pro­grammes, sowie Präzision der Kunstflugfiguren. Unentschieden geht der Kampf aus, wenn nicht der eine Konkurrent in der Gesamtbewertung minde­stens 3 v. H. besser liegt als ber andere. Auch die deutsche Kunstfliegerin Dera von B i s f i n g wirb bei dieser Veranstaltung in Paris an den Start

Klein-Linden.

* Klein-Linden, 4. Okt. Der Tag des deutschen Bauern, das Erntedankfest wurde in unferm Dorfe, unter Anteilnahme der gesamten Einwohnerschaft, festlich begangen. Der hiesige Posaunenchor leitete frühmorgens das Fest mit dem Wecken ein. Unsere kleine Kirche konnte die Teilnehmer des F e ft g o 11 e s b i e n ft e s kaum fassen.

Um ben Altar, ber mit Feld fruchten, Blumen und mit einem Erntekranz geschmückt war, hatten die evangelische Iugendoereinigung, die HI. und der BdM. mit ihren Wimpeln Ausstellung genom­men. Piarrer Bremmer wies in seiner Predigt barauf hin, baß Ernte unb Dank immer zusammen gehörten. Der Kirchenchor umrahmte mit passenben Liebern ben ©ottesbienft, bie evangelische Jugenb- Bereinigung brachte einen Sprechöhor zu Gehör. Am Nachmittag bewegte sich ein farbenfroher F e st z u g burch unseren Ort. Zwei Bauern in Hessentracht zu Pferbe eröffneten ben Zug. Beide Radfahrervereine, mit geschmückten Fahrrädern folgten. SS., SA., SAR., Turner unb Turnerin­nen schlossen sich an. Der BdM., bie Jüngsten im Fest kleide, die Aelteren als Schnitterinnen unb Bauernmäbchen unb bie eoangel. Iugenboereini- gung gaben bem Festzug ein frohes Gepräge. Auf den Festwagen, bie im Zuge fuhren, sah man eine Spinnstube unb frische Iungbauern im Sonntags- ftaat. Der Wagen des Geflügelzuchtvereins gefiel gut, ebenso bie fleißigen Drescher, bie mit Flegeln Korn ausbroschen.

In ber Hauptfeier vor ber Kirche sprachen: Bür­germeister Fischer, Bauernführer Klein unb Dr. Crößmann. Die beiben Gesangvereine ver­schönten die Feierstunde durch passende Lieder. Von ber Kirche aus marschierten bie Teilnehmer zum GasthausZur beutschen Eiche", um hier bie Rebe unseres Führers in ber Uebertragung vom Bücke­berg zu hören. Ein frohes Beisammensein am Abenb beschloß bie Feier.

Annerod.

Annerod, 4. Okt. Am Sonntag stand Annerod im Zeichen des Erntefestes, das nicht nur für die Ortsgemeinbe, fonbern auch für die Ortsgruppe Gießen°Ost der NSDAP, und ihrer Verbände ein schönes Erlebnis wurde. Vormittags fand ein feier­licher Feftgottesdienft in Anwesenheit der SA. statt, in dem der Ortsgeistliche Pfarrer Bönning über Evangelium Matthäus 6, Vers 2 predigte. Aus­gehend von der Not deutscher Volksgenossen im Wolgagebiet zeigte er das Werden des täglichen Brotes, was ferner nach Luthers Erklärung alles dazu gehöre und wie Dank gegen Gott und Ver­pflichtung gegen den Nächsten sich damit eng ver­binde. In diesem Winter soll niemand hungern und frieren. Um die Mittagszeit stellte sich ein langer ü e stzu g mit mancherlei Wagen auf, der unter dem Motto Saat und Ernte, einst und jetzt, stand. Auf derPlatte" hiell Pg. Grünewald eine flammende Ansprache an die Versammlung. Darauf ging man in die Säle der Gasthäuser, wo die Reichs­übertragungen vom Bückeberg gehört wurden. Ge­selliges Beisammensein und Tanz beschlossen die Feier.

Montag zusammentreten unb bie neuen Pläne sprechen.

Oer OSB-Handball für dieOpfer der Arbeit".

Oer Schwimm Verband und seine Führer.

Der Führer des Deutschen Schwimmverbanbe«, Georg Hax (Berlin), hat die Neuorganisation des Verbandes nunmehr vollendet und auch die Persön­lichkeiten bestimmt, d'e in Zukunft gemeinsam mit ihm die Geschicke des DSV. leiten werden Stelloer. tretet des Verbandsführers ist Dr. Schumann (Dresden). Das Amt des Verbandsschwimmwartes wurde dem Magdeburger R. O. B r e w i tz üfcertra- gen, dem als Wasserballreferent Ernst Hofmann (Nürnberg) beigegeben ist. Als Iugendwart fungiert Dr. H. Ke stner (Jena), Verbandskämmerer ist auch weiterhin W. H e b e k e r l (Berlin).

Zu Gauführern wurden ernannt: R. Horst­mann, Königsberg (1); W. Saborowfki, Stettin (2); G Hax, Berlin (3); H. Walbeck, Gleiwitz (4): Dr. Schumann, Dresden (5); Hauptmann Badenhob Magdeburg (6); C. Dönnecke, Hamburg (7); H. Nolte, Hannover (8); K. Löhr, Dortmund (9); W Ochse- mann, Wuppertal (10); I. Heinemann, Bonn (11); H- Schomburg, Kassel (12); E. Karoß, Frank- furt a. M. (13); G. Aoenmarg, Karlsruhe (14). W. Schneefuß, Stuttgart (15), Geh. Rat Hoflmayr, München (16).

Tenniskampf Schweden-Deutschland.

Für den schon im Frühjahr geplanten 7. Tennis- Länderkampf zwischen Schweden und Deutschland steht jetzt der Termin fest. Die Begegnung findet vom 20. bis 22. Oktober in der Berliner Tennishalle statt. Von den bisher ausgetragenen sechs Länder­spielen in der Halle konnte Deutschland bisher nur einen Kampf gegen die Schweden gewinnen.

Zum Gerätekampf

Klafeld Sinn Großen-Linden.

An bem Gerätewettkampf am kommenben Sonn­tag in Großen-Linben, bem man in Turnerkresten mit großem Interesse entaegensieht, nehmen Die Mannschaften in folgenber Aufstellung teil:

To. Klafeld: Heinrich Gimbel, Alfred Krämer, Otto Loos, Gustav Irle, Arthur Stein, Alfred Grübel­bach (Deutscher Turnfestsieger).

To. Sinn: Willi Schaaf, Paul Jung, Her­mann Reuter, Herbert Butti (Deutscher Turnfest­sieger), Karl Swoboba, Aböls Lenz (Deutscher Turn­festsieger).

Tv. Großen-Linben: Frik Weitershaus, Karl Seipp, Albert Leun, Karl Keßler, Heinrich Jung, Richarb Seth (Deutscher Turnfestsieger).

Das Kampfgericht steht unter ber bewährten Leitung des Gauobertumwartes R. Paul (Gie­ßen), als Kampfrichter fungieren W. Künkler (Dillenburg), A. Jüngst (Siegen) und M. Tex- t o r (Marburg).

Hein Muller geschlagen.

Gleich seinem Herausforberer Hans S ch ö n r a t h mußte nun auch ber deutsche Schwergewichtsmeister Hein Müller selbst eine Niederlage gegen den Belgier Limousin einstecken. Der Kölner stand dem Belgier am Dienstag in Eharleroi zum Re- oanchekampf gegenüber. In Köln hatte Hein Müller kürzlich einen knappen Sieg erringen 'können. Der Belgier hatte ben Kampf fast bauernb in ber Hand und gewann nach zehn Runden verdient nach Punkten. Beide Boxer erhielten vom Publikum leb­haften Beifall.

Kurze Sportnotizen.

Eine bedauerliche A b s a a e ist beim Ko­mitee für die ersten Leichtathletik-Europameister­schaften, die im nächsten Jahre erstmals in Italien stattfinden, eingegangen. Der englische Verband hat erklärt, daß ihm die Teilnahme durch die Britischen Wettspiele in London und die Länderkämpfe gegen Frankreich unb Finnlanb unmöglich sei.

Der Olympianachwuchs beenbet am Wochenenbe ben ersten Vorbereitungskursus in Berlin-Grune- walb mit sportlichen Wettkämpfen. Auf fast allen Gebieten bes Sportes müssen bie jungen Kräfte gegen alte, erprobte Könner antreten. So spielen im Tennis von (Tramm gegen Najuch, die Fuß­baller tragen ein Spiel zweier Kursusteilnehrner- Mannschaften auf dem Hertha-Platz aus, und am Samstagabend hallen die Schwimmer Wettkämpfe im Lunapark-Wellenbad ab. Es starten u.a. Wit- tenberg, Schwarz (Göppingen), Ziegler, Viebahn, Mahraun und Frau Iordan-Jensch. Am Sonntag treten bie Hockeyspieler in Aktion, unb am Nach­mittag bilben Hanbball» unb Leichtathletikkämpfe auf dem BSC.-Platz ben Abschluß des Olympia- kursus. Im Handball spielen die beiden besten Ber­liner Städtemannschaften gegen die deutschen Aus- wahl-Vertretungen. In der Leichtathletik dürften neben Einzelwettkämpfen vor allem die Gaustaf- fein interessieren, wo Turner und Sportler oer- eint sind.

XSiti größeres Olympiastadion.

Reichssportführer von Tschammer unb Oft en hielt am Donnerstagnachmittag vor ben Teilnehmern bes Olympialehrgangs und den 23er» bandsführern eine Ansprache, in der er im An­schluß an den Besuch bes Reichskanzlers im Deut­schen Stadion hochinteresdmte Ausführungen machte. Der Reichssportführer führte u. a. aus: Ihr habt gesehen, wie sich der Führer um euch kümmert, daß er für euch und den deutschen Sport großes Interesse hat. Der Kanzler hat alle Pläne für den geplanten Stabion-Umbau als nicht ausrei» chenb bezeichnet unb gesagt, bas wäre viel Z.u klein, ber beutfehe Sport braucht etwas Gigan­tisches. Unb so werden wir bereits am kommenden

Der Heidelberger Ruderklub wird mit seiner Rugbymannschaft am 1. November jn Nancy ein Tressen gegen ben dortigen US. Lorrain aus­tragen In der zweiten Novemberhälste sinket be­kanntlich in Lyon ein Rugbytreffen zwischen dem französischen Meister Lyon DU. unb einer füb-norb- beutschen Kombinatton statt, bie am 21. unb 22. Ok­tober in Hannover erst zwei Probespiele austrägt

st. Kirtorf, 4. Okt. Auch in unserer Stabt nahm bie Feier bes Erntebankfestes einen roürbigen Verlauf. Am frühen Morgen hallte ber Weckruf bes Jungoolk-Spielmannszuges unb bes Bläser- chores burch bie Straßen. Bald läuteten auch bie Glocken den Festtag ein. Eine Stunbe fpäfer hörte die Einwohnerschaft auf bem Marktplatz bie Rebe bes Reichsministers Dr. Goebbels zur Eröff­nung bes Erntebanktages unb um bie Mittagszeit fanb am Rathaus ein Konzert statt. Arn Fest- gottesbienft in ber Kirche, beren Altar reich mit ben Früchten bes Selbes geschmückt war, be­teiligten sich sämtliche NS.-Formationen. Pfarrer C h r i st hielt eine patfenbe Prebiat. Den Höhe­punkt bes Tages bilbete ein imposanter Festzug, Der sich unter ben Klängen bes Jungvolk-Trommler- unb Pfeiferkorps burch bie Straßen ber Stabt be­wegte. Bekränzte Schulmäbchen und das Jungvolk, SA., Reitergruppen, ein vierspänniger Erntewagen, Bauern mit ihren Werkzeugen, ein Gärtnerwagen, Forstbeamte mit Holzhauern, Gemeindevertretung und Staatsbeamte, Mitglieder ber NSDAP., ber Frauenschaft, ber NSBO., ber Feuerwehr unb bie übrigen Vereine beteiligten sich mit stattlichem Auf­gebot. Im Saale der Gastwirtschaft Becker hörte man nach dem Festzug die Uebertragung ber Feier­lichkeiten auf bem Bückeberg. Bürgermeister unb Drtsgruppemeiter Lather hielt eine Begrüßungs- bes Sauern-

Saarkundgebung der Sportler.

Am 8. Oktober finben im Frankfurter Stabion Zwei Fußballspiele von großer Bedeutung statt. Die beiden Frankfurter Vereine, Fußball-Sport­verein unb Sportgemeinbe Eintracht, werben gegen die Saaroereine Borussia (Neunkirchen) unb Sport- freunbe (Saarbrücken) antreten. Zu biefer Kunb-' gebung wirb in Frankfurt ein Sonberzug mit zirka 1000 Saarlänbern eintreffen, u. a. wirb auch ber Landesleiter ber NSDAP, im Saargebiet, Staats­rat Spaniol, nach Frankfurt kommen. Anläß­lich ber Anwesenheit unserer Brüder aus bem Saar­gebiet finbet am Sonntag, 8. Oktober, 10.30 Uhr, im Römer eine große Saarfunbgebung statt. Die Frankfurter Bevölkerung wirb burch zahlreichen Besuch sowohl ber Spiele wie auch ber Kunbge- bung beweisen, wie eng sie sich mit unseren Stübern aus bem Saarlanb oerbunben fühlt.

Oie Meister des Kunstfluges im Kampf.

Am 8. Oktober kommt es in Paris zu einem neuerlichen Duell zwischen ben besten Kunstfliegern ber Welt, bem beutschen Europameister, Gerharb Fieseler, unb seinem großen französischen Ri­valen Detroyat. Als Fieseler in biesem Früh­jahr in Lyon ben Europameistertitel gewann, ver­sprach er Detroyat, ber infolge Oelrohrbruchs vor­zeitig aufaeben mußte, eine Revanche. Der Deutsche löst nun sein Wort ein, unb dieser am 8. Oktober ftattfinbenbe Zweikampf bürste sich zu einem selte­nen flugsportlichen Ereignis in ber französischen Hauptstadt gestatten. Selbst Frankreichs Lustfahrt­minister Pierre C o t hat [ein Erscheinen zugesagt. Das internationale Schiedsgericht setzt sich aus Engländern, Italienern» Schweizern, Franzosen und Deutschen zusammen.

Die Sebingungen sind äußerst schwer, zumal Fieseler unb Detroyat ihre Maschinen tauschen müssen. Zuerst fliegt jeder ber Konkurrenten ein Pflicht- unb Kürprogramm auf ber eigenen Ma- schine, alsbann auf ber gegnerischen Maschine mit aoschließenber Ziellanbung mit stehenbem Propeller. Zweimal eine halbe Stunbe können sich beibe Flieger mit ben Eigenarten ber fremben Maschine vorher vertraut machen, aber hochgezüchtete Kunst­flugzeuge, wie Fieseler, .Ziger" ober Detroyats Moräne Saulnt er", beibe mit 400-PS=2J?otoren,

Mdgen.

z Röbgen, 4. Okt. Zum Erntebankfest war unser Dorf mit Tannengrün, Slumengewin- den unb vielen Fahnen festlich geschmückt. Am Fest- aottesbienft nahmen SA. unb bas Jungvolk ge­schlossen teil. Pfarrer S ö n n i n g prebigte über bas Wort:Unser täglich Srot gib uns heute". Er zeichnete bas Schicksal jenes halbverhungerten beut- schen Wolgakinbes, besten Silb man in vielen Bahnhöfen hängen sieht, verbreitete sich über bie Arbeit bes Bauern unb fügte zum Dank für bie reiche Ernte bie Aufforberung bei, mit zu sorgen, daß in diesem Winter niemand hungere. Am Nach­mittag wurde der Festzug, an dem sich fast bas ganze Dorf beteiligte, an ber Kleinkinberschule auf- gestellt. Saat unb Ernte wurden bargestellt burch Erntewagen, Kartoffelwagen,- unb Mähmaschi­nen, Männer mit Sätuch unb Sense unb noch vieles anbere. In Balsers Saalbau begrüßte Zellen­leiter Klos alle Anroefenben. Musik und der BDM. unterhielten zunächst die Teilnehmer. Pg. Hahn von Großen-Buseck sprach sodann in be- geifternben Worten über bie Bedeutung des Ernte­dankfestes im neuen Reiche unb fanb für feine in echt nationalsozialistischem Geiste gehaltene Rebe wieberholt braufenben Beifall. Nach ber Ueber­tragung ber Rebe bes Führers wurde zum Tanz aufgespielt.

Langsdorf.

co Langsdorf, 4. Okt. Auch bei uns verlief der E r n t e b a n f t a g in erfreulichster Weife. Der Erntefeftgottesbienst verlief in ben gewohnten For­men, zu benen Festspiel ber Jugenb unb Chorge­sang gehören. Die Prebigt war auf Psalm 118,21 aufgebaut. Mittags von 14 Uhr ab stellte sich ein riesiger Festzug auf. In fünf Abschnitte gegliebert, stellte er bie einzelnen Teile bäuerlicher Tätigkeit dar: bie Arbeit am (Betreibe, bie ©rünfutterernte, die Hackfrüchte, bie Holzernte, bie Obsternte. Alle Zweige lanbwirtschastlicher Arbeit würben bärge- stellt mit allen Geräten unb Maschinen. Besonbere Freude erregte ein von Kindern mitgeführtes Mo­dell einer Dreschmaschine. Zukunstoerheißend war ein über und über mit Blumen geschmückter Wagen: in ihm hatte unsere jungeweise Frau" eine Fülle von kleinen Blondköpfen um sich ver­sammelt. Der Wagen aber trug bie Inschrift:3n diesem Zeichen werben wir siegen." Nachdem der Zug durch alle Dorfgassen geführt worden war, fand auf unserem Juxplatz ein kleiner Festakt als Abschluß statt.

Bettenhausen.

co Bettenhausen, 4. Okt. Auch bei uns nahm der Deutsche Erntedanktag einen fest­lichen Verlauf. Vormittags fanb offizieller Kirch- gang statt. Nach unserem gewöhnlichen Erntefest­spiel, von ber Jugenb bargeboten, forberte uns bie Predigt auf zu Dank, Demut unb Stolz. Nach­mittags bewegte sich ein fröhlicher Festzug durch unser Dorf. Schnitter und Schnitterinnen beglei­teten ben prachtvoll geschmückten Erntewagen, vor dem ber bänbergezierte Erntekranz grüßte, ber all­jährlich bis zum Totensonntag in unserer Kirche aufgehängt ist. Nach bem Umzug sammelte man sich zur Feier im Saalbau Müller. Ortsgruppenleiter Balser unb Lehrer Arch sprachen treffliche Worte zu ben Anwesenben.

Queckborn.

< Queckborn, 4. Okt. Der Tag bes beut- schen Bauern würbe auch in Queckborn festlich begangen. Flotte Marschmusik weckte um 6 Uhr die

ben einzelnen Organisationen der Partei war die Bevölkerung Schottens unb mehrerer Nachbarorte ehr zahlreich zum Festzuge erschienen. Die Schotte- ner Bauern hatten den Werdegang ber Fruchternte von ber Aussaat bis zur Ernte unb die Heuernte mit festlich geschmücktem, geladenem Heuwagen sehr chön zusammengestellt. Besonders fiel ein Wagen auf, ber reichlich mit Aehren geschmückt war unb die Erzeugnisse bes Gartens in Form eines Beetes und eine Dreschergruppe mit blumenbekränzten Flegeln Zeigte. Der Festzug konnte als sehr gelungen ange- sprachen werden. Dor dem Rathaus hiell der Kreis- bauernführer des Kreises Schotten, Straub (Rainrod) eine Ansprache über die Idee und den Sinn des Erntefestes und die Bedeutung der Land­wirtschaft im neuen Staat. Sein Sieg-Heil galt dem tführer unb ber deutschen Landwirtschaft. Anschlie- ?end fand vor bem Rathaus, wie auch vor dem tadtiichen Krankenhaus, großes Platzkonzert unserer einheimischen SA.-Kapelle statt. VomFrankfurter Hof aus wurde durch großen Lautsprecher die Rcichsseier auf dem Bückeberg übertragen.

Eine Fußball-Sensation gibt es am 19. November. An diesem Tage begegnen sich in Paris bie Mannschaften von Vienna Wien unb Ar- fenal Conbon. Das französische Fußball-Publikum bekommt also zwei ber besten Mannschaften von Oesterreich unb Englanb zu sehen.