Ausgabe 
6.3.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Als wir noch ganz klein waren...

^Welches sind Ihre frühesten Kindheits-Erinnerungen?"

Hessische Regierung fordert sofortige Landtagsaufiösung.

S.A.-'Sport

1

in

öffentlich 1595C

Scheiter:

Knüppel:

der

der

der

der

auf

221

221

163

33

6

Reifer:

Stocke:

Buche Eiche Fichte Buche Eiche Kiefer Fichte Buche Eiche Buche

3. 1b-

4. 2a-

5. 2b.

6. 3a.

des von der Regierung in die Wege gelei­teten Volksbegehrens (Art. 24 Abf. 2 der hessischen Verfassung) von sich aus unver­züglich die Auflösung und Reuwahl des Landtages herbeizuführen, damit ent­sprechend ihrer wiederholt öffentlich zum Aus­druck gebrachten Ansicht so rasch wie möglich auf verfassungsmäßiger Grundlage die Jleubilbung der Regierung des Volksstaates vollzogen wer­den kann.

der be-

1,02

2,18

1,35

1,42

1.77

Bei'Unbehagen undSchme/^eni

Das Buchenstammholz Pause zum Ausgebot.

Bei der Spielvereinigung 1 900 ge­langte keines der angesehten Spiele zum Austrag. Das Spiel der ersten Elf wurde von Ockershausen abgesagt.

Deutsche bei den Holmenlotten- Skirennen.

--n. Apotheken erhältlich zum Preise von RM. 0.93, 134, IM Nur echt mit dem Namens« zu9Ifletto" auf jeder Packung.

Bekanntmachung.

Abfallholz-Versteigerung.

Am Donnerstag, dem 9. Mär; 1933, findet von 9 Ahr ab bei Gastwirt hach, Beltershain, eine größere Vrennholzver- steigerung aus der Försterei Reinhards- Hain statt. 1591A

Hessischer Forstamt Gründer-.

Ziel: Llnverzügliche Neubildung der Regierung.

(Letzte Nachricht.)

Darmstadt. 6. März. (MSN.) Amtlich wird mitgeteilt: 3m Hinblick auf das Ergebnis der Reichstagswahlen hat die hessische Staatsregierung an den Landtagspräsidenten das Ersuchen nach s o - fortiger Einberufung des Landtags gerichtet mit dem Antrag auf Auflösung des Landtages und sofortige Anberau­mung von Neuwahlen. Für den Fall der erneuten Ablehnung des Antrages im Land­tag hat sich die Regierung entscylossen, auf Grund

500 rm

9

65

145

45

44

92

624

53

248

kommt nach der

1596V

Zusammenkunft vormittags 9% Uhr am Forsthaus.

Beuern, am 3. März 1933.

Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruth.

Gießen, den 3. März 1933. Bürgermeisterei Gießen.

I.B.: vr. Rosenberg.

Mittwoch, den 8. März 1933, 14 Ahr be­ginnend, läßt die Stadt Gießen in der hardtallee etwa 26 Haufen Knüppel, 20 Haufen Reiser und 25 Stöcke i" '

meistbietend versteigern.

Die Zusammenkunft findet um 14 Uhr in der Rodheimer Straße (amFeld- schlöhchen") statt.

Hotzversteigerung.

Freitag, den 10. d. M.. kommt aus den Waldungen der Gemeinde Beuern, Distrikt Burghain und Heegwald folgendes Nutz- und Brennholz zur Versteigerung:

a) Nutzholz.

Stamme: Buche 4. Klaffe 2 St. 2,11 fm

Tlutzholzverkauf.

2m Wege des schriftlichen Angebots wer­den aus der W'ldung der Gemeinde Leih­gestern verkauft: 1535D

Nur mit 1:0 blieb die kanadische Eishockeh- Mannschaft derToron^ -.ationals" am Frei­tag in der Wiener Engelmann-Arena gegen die österreichische Ländermannschaft siegreich.

DeutscherFedergewichtsmeister ist am Freitag im Berliner Spichernring der Hanno­veraner Hans Schiller durch einen k. o.-Sieg in der 7. Runde über den Titelverteidiger Harry Stein (Berlin) geworden.

führende Stellung auf diesem Gebiete behauptet und hält die meisten Rekorde. Die neue List« der Weltrekorde ergibt folgendes Bild: 500 Meter: Engnestangen (Norwegen) 42,5 Sek.; 1000 Mtr.: Thunberg (Finnland) 1: 27,4; 1500 Meter: Ma­this en (Norwegen) 2:17,4; 3000 Meter: Staks- rud (Norwegen) 4:59,1; 5000 Meter: Heiden (Holland) 9:19,2; 10 000 Meter: Ballangrud (Norwegen) 16: 46,4.

*

Abgesagt wurden die für den 5. Marz vor­gesehenen süddeutschen Meisterschafts-Endspiele: Spvg. Fürth 1860 München und Union Döckin- gen gegen Phönix Karlsruhe.

Schafes blicken." Ein anderer Leser bewahrt als gräßliche Iugenderinnerung einen Blick, den er als sehr funges Kind auf einen Hof geworfen hat, wo ein Schwein geschlachtet wurde, und an seine fürchterlichen Schreie:Noch heute schaudere ich, wenn ich Blut sehe."

Auf originelle Weise prägte sich einem kleinen Mädchen der Unterschied zwischen rechts und links für sein ganzes Leben ein.Als ich drei Jahre alt war", so erzählt die Schreiberin,sagte mir mein Kinderfräulein:Heute bist du drei Jahre. Du muht von jetzt ab toiffen, welches deine rechte Hand ist!" Wohl aus diesem Grunde habe ich in meinem ganzen Leben rechts und links nicht verwechselt."

Mit unauslöschlicher Gewalt gräbt sich der Kin- dcrseele der Augenblick ein, da zum erstenmal der Tod in den Kreis ihres lichten Lebens tritt. So berichtet ein Leser von dem Tode seiner Katze: Ich hatte nie vorher den Tod gesehen; meine Welt, soweit ich sie kannte, war unsterblich. Ich wußte, daß ich und alle die anderen Kinder grö­ßer und älter würden, aber ich ahnte nicht, daß dieser Borgang eines Tages ein Ende haben würde. Erst der stille, steife Körper meines klei­nen Spielgefährten, der noch eben so fröhlich neben mir hergelaufen war, enthüllte mir, daß es einen großen Bernichter gäbe."

Wie sich das kindliche Gemüt gegen den Gedan­ken des Nichtmehr-Seins wehrt und mit welch schreckvollem Grauen sich ein solcher Eindruck ein­prägt, das geht aus dem Schreiben eines Lesers hervor, der als kleiner Knabe den Donatischen Kometen des Jahres 1857 seine Dahn ziehen sah: Mein Kinderfräulein hob mich empor und sagte mir, daß der Komet mit der Erde zusammen- stohen und dann alles in Flammen aufgehen würde. Ich war sehr aufgeregt darüber, daß die Erde zerstört werden sollte, bevor ich zum Manne herangewachsen wäre und mein Leben gelebt ha­ben würde."

Andere Eindrücke verraten deutlich die Kinder­perspektive, aus der heraus sie gesehen wurden. So wenn sich das Erinnerungsbild eines Kindes von einem andern Knaben in folgender Weise fortlebt:Ich war so klein, daß meine Erinne­rung an ihn nur bis zum Gürtel reicht; das übrige von ihm lag über meiner normalen Dlick- linie."

Am Samstag wurde die Iubiläums-Skiveran- staltung auf dem Holmenkollen mit dem Kom- binations-Langlauf fortgesetzt. Als Sieger ging unter den 78 Teilnehmern natürlich ein Nor­weger hervor, und zwar siegte Odbjorn Hagen in 1:09:50 vor dem norwegischen Meister Olav Lian. Die vier teilnehmenden Deutschen schnitten nicht schlecht ab. Willi Bogner, Traunstein, lief in 1:16:15 die beste Zeit heraus und belegte damit den 28. Platz. L e u p o l d, Breslau, wurde 34,

e) Anträge auf Einrichtung oder Unter­haltung von Anlagen, die für die be­nachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Nachteile und Gefahren not­wendig sind oder notwendig werden, bei Meidung des Ausschlusses mit solchen

Bekanntmachung.

Die nachstehende Bekanntmachung des Hessischen Kreisamts Gießen, betr. Ent- eignungsoerfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit; hier: Lahndurchstich, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 1587C

Gießen, den 3. März 1933.

Bürgermeisterei Gießen. I. B.: vr.Hamm.

Bekanntmachung.

Betr.: Enteignungsverfahren zur Beschaf- fung von Arbeitsgelegenheit; hier: Lahndurchstich.

Für die Geradelegung eines Teiles des Lahnbettes unterhalb des Wehres am Städtischen Elektrizitätswerk hat die Bür- germeisterei der Stadt Gießen auf Grund des Gesetzes, die Enteignung von Grund­eigentum betr., in der Fassung der Be­kanntmachung vom 30. September 1899 so- mic auf Grund der Verordnung über ein vereinfachtes Enteignungsverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit vom 6. November 1923 Antrag auf Einleitung des Enteignungsoerfahrens bezüglich 1 folgenden in der Gemarkung Gießen legenen Grundstücke gestellt:

Flur XXXVIII, Nr. 346, Wiese auf Hohleiche, 1529 qm,

Flur XXXVIII, Nr. 363, Acker auf Hohleiche 842 qm,

Flur XXXVIII, Nr. 364, Wiese auf Hohleiche, 736 qm,

Flur XXXVlII, Nr. 365, Wiese auf Hohleiche, 951 qm,

Flur XXXVIII, Nr. 3656/10, Wiese der Hohleiche, 951 qm,

Flur XXXVIII, Nr. 373, Wiese auf der

Cs ist eine seltsame Bildergalerie, die aus dem Dunkel der Vergangenheit heraufsteigt, wenn wir uns bemühen, unsere frühe st en Kindheits­erinnerungen wieder hervorzurufen. Solch eine bunte Heerschau, die sich durch außer­ordentliche Mannigfaltigkeit auszeichnet, hat das von der Londoner ZeitungObserver" veranstal­tete Preisausschreiben nach den ersten bewahrten Eindrücken ihrer Leser zu Tage gefördert. Vielen von ihnen hat sich als dauerhafteste Erinnerung aus den Frühtagen ihres Lebens das Erscheinen eines kleinen Brüderchens oder Schwesterchens eingeprägt.

Ich erinnere mich ganz genau", berichtet eine Leserin,wie ich emporgehoben wurde, um die kleinen runzeligen Gesichter und die Händchen der Zwillinge mit ihren wundersamen Nägelchen zu berühren. Aber selbst dann noch hielt ich sie für Puppen, mit denen ich spielen wollte." Tieberhaupt steht der Gedanke an eine Puppe unter den frühesten weiblichen Erinne­rungsbildern mit an erster Stelle. So erinnert sich eine Dame, wie sie als vierjähriges Kind auf einer Türschwelle saß und ihre einzige Puppe, die zuhause aus einem Lappen gemacht worden war, liebkoste, während in der Nähe eine Musik» kapeUe spielte:Die Erinnerung an diese Szene, vereint mit dem wundervoUen Gefühl, daß ich eine Puppe für mich allein besäße, hat mich nie­mals verlassen."

Bisweilen nehmen auch wichtige Ereignisse in den frühesten Kindheitserinnerungen einen Platz ein. So kann sich ein Leser erinnern, als Vier­jähriger den Herzog von Wellington ge­sehen zu haben; auf einen andern machte der mit dem roten Hemd bekleidete Garibaldi, der auf dem Balkon eines Londoner Hauses stand, einen unvergeßlichen Eindruck. Begreiflicherweise prägen sich Unfälle und große Naturkata­strophen dem kindlichen Gemüte stark ein. So wird von einem Erdbeben in Westindien, von der Freude, die ein nächtliches Gewitter hervorrief, berichtet. Aber auch Unfälle rein persönlicher Na­tur, wie ein in der Tür eingeklemmter Finger oder eine Seekrankheit, lassen eine unauslösch­liche Erinnerung im kindlichen Gemüt zurück.

Als ein besonderes aufregendes Erlebnis aus dem vierten Lebensjahr wird der folgende Ein­druck verzeichnet:Ich sehe mich auf einem Felde stehen und gerade in das Gesicht eines grasenden

Fußball in Hessen-Hannover.

Borussia Fulda Bezirksmeister.

In der Sonderliga fielen am Sonntag in Hessen- Hannover bis auf zwei Treffen sämtliche Spiele den schlechten Bodenverhältnissen zum Opfer. In Hersfeld schlugen die Hessen iura Kassel mit 3:2 (1:2), wodurch die Abstiegsgefahr der Kasseler Tura noch erhöht wird. Im anderen Treffen siegten die Fuldaer Borussen über Germania Marburg hoch mit 10:1 (5:1) Toren und sicherten sich damit end­gültig die Bezirksmeisterschaft.

Bei der 6. Pokalrunde im englischen Fußball gab es am Samstag die folgenden Ergeb­nisse: Manchester City Burnley 1:0, Everton Luto Town 6:0, Westham United Birming­ham 4:0, Derby County Sunderland 4:3. Aus den Meisterschaftsspielen des Samstags verdient die 0:1-Niederlage Arsenals gegen Liverpool mit 0:1 Erwähnung.

Preußen.

Wahlvorschläge zur Kommunalwahl in der Bürgermeisterei Krofdorf.

* Krofdorf, 4. März. Für dieNeuwahl der Amtsvertretungen in den Aemtern Atz b ach und Launsbach liegen folgende Wahlvorschläge vor:

Ami Ahbach:

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: 1. Fritz Gaß, Lehrer, Dutenhofen; 2. Karl Will jr., Gärtner, Krofdorf; 3. Ludwig Koch, Landwirt und Metzger, Ahbach; 4. Wilhelm Hedderich, Landwirt, Garbenheim; 5. Otto Klas, Kaufmann, Dorlar; 6. Heinrich Bepler, Landwirt, Kinzenbach Nr. 14; 7. Her­mann Haibach, Heizer, Krofdorf; 8. Otto Wag­ner, Landwirt, Ahbach; 9. Georg Müller, Land­wirt, Dutenhofen Nr. 123 a; 10. Karl Ufer, Kauf­mann, Garbenheim; 11. Paul Kinzenbach, Ran­giermeister, Dorlar; 12. Wilhelm Pfaff, Land­wirt, Kinzenbach Nr. 13; 13. Karl Dender. Land­wirt, Krofdorf Nr. 120.

Sozialdemokratische Partei: 1. Jo­hann Jung, Zimmermann, Krofdorf; 2. Heinrich Säumer, Schlosser, Garbenheim; 3. Willi Loh, Hüttenarbeiter, Dutenhofen Nr. 154 f; 4. Friedr. Bepler, Maurerpolier, Ahbach; 5. Karl Bepler. Landwirt, Kinzenbach Nr. 96; 6. Friedrich För­ster, Bahnarbeiter, Dorlar; 7. Heinrich Seitz, Metallarbeiter, Vetzberg; 8. Wilhelm Mandler jr. Vorarbeiter, Krofdorf Nr. 111; 9. Karl Reih, Metallarbeiter, Garbenheim; 10. Karl Agel, Ar­beiter, Dutenhofen 186; 11. Karl Stamm, Hilfs­arbeiter, Ahbach; 12. Richard Leukel, Bauarbei­ter, Kinzenbach; 13. Wilhelm Leib, Zementfach­arbeiter, Gleiberg.

Kommunistische Partei: 1. Karl Will. Unternehmer, Krofdorf; 2. Ludwig Schupp, For­mer, Krofdorf; 3. Albert Wagner, Schreiner, Gleiberg; 4. Otto Rüspeler, Glaser, Gleiberg.

Amt Launsbach.

National-Sozialistische Deutsche Arbeiter-Partei: 1. Ernst Marscheck, Ar­beiter, Wißmar Nr. 71; 2. Heinrich Pfaff, Metz­germeister, Lausbach Nr. 16!; 3. Christian Karber. Gastwirt, Odenhausen Nr. 86; 4. Gottfried Heuser, Landwirt, Salzböden Nr. 81; 5. Heinrich Stroh, Landwirt, Wißmar Nr. 23; 6. Hans Lichau, Ar­beiter, Launsbach Nr. 55; 7. Christian Schnei­der, Landwirt, Odenhausen Nr. 71; 8. Christian Steiß, Landwirt, Salzböden Nr. 72; 9. Ludwig Best II., Weihbinder, Wißmar Nr. 179c; 10. Her­mann Dittendorf, Sortierer, Launsbach Nr. 151; 11. Heinrich Kraft, Arbeiter, Wißmar Nr. 135.

Sozialdemokratische Partei: 1. Lud­wig Dittendorf, Vorsteher. Wißmar Nr. 94; 2. Ferdinand Pfaff, Vorsteher, Odenhausen Nr. 98; 3. Wilhelm Schmidt, Metalldreher. Launsbach Nr. 53; 4. Ludwig Bodenbender, Vorsteher, Salz­böden Nr. 24b; 5. Heinrich Kümmel. Buchdrucker. Wißmar Nr. 98; 6. Ludwig Kremer, Hüttenarbei­ter, Odenhausen Nr. 131; 7. Friedrich Klinkei.' Landwirt, Launsbach Nr. 173; 8. Wilhelm Dols- haufen. Mühlenbauer, Salzböden Nr. 24e; 9. Heinrich Guckelsberger, Maurer, Wißmar Nr. 173; 10. Heinrich Mandler, Hüttenarbeiter. Wiß­mar; 11. Philipp Weber, Hüttenarbeiter. Oden­hausen Nr. 18; 12. Wilhelm Schubecker, Vorar­beiter, Launsbach Nr. 169b; 13. Hermann Wag­ner. Hüttenarbeiter, Wißmar Nr. 80; 14. Wil­helm Henkel, Arbeiter. Salzboden Nr. 59.

Kommuni st ischePartei: 1. Albert Pfaff. Landwirt, Launsbach, Nr. 45; 2. Heinrich Mand­ler, Rentenempfänger, Wißmar, Nr. 123; 3. Chri­stian Eckhardt, Arbeiter, Launsbach, Nr. 195; 4. Benedikt Schlereth, Arbeiter, Wißmar, Nr. 203; 5. Wilhelm Loh, Arbeiter, Wißmar, Nr. 136; 6. Karl Rolshausen fen., Arbeiter, Launsbach, Nr. 116.

HandwerkundGewerbe: 1. Heinrich Tit- tenborf, Wagnermeister, Wißmar, Nr. 67b; 2. Ernst Kraft, Gastwirt, Wißmar, Nr. 153; 3. Hermann Ullrich, Bäckermeister, Wißmar, Nr. 182; 4. Chri­stian Groh, Kaufmann, Wißmar, Nr. 196; 5. Al­bin Fritz, Kaufmann, Wißmar, Nr. 170; 6. Hein­rich Rein, Schreinermeister, Wißmar, Nr. 162a.

Bürgerliche Liste: 1. Ludwig Leib, Land­wirt, Wißmar, Nr. 237 ; 2. Wilhelm Todt, Hüt­tenarbeiter, Wißmar, Nr. 245; 3. Wilhelm Dcch^ hold, Landwirt und Schmied, Launsbach, Nr. 123; 4. Ludwig Speier, Landwirt und Maurer, Obe: - hausen, Nr. 58; 5. Wilhelm Dechthold, Kaufmann, Launsbach, Nr. 154.

Wettervoraussage.

Infolge Luftdruckanstieg über dem Kontinent hat sich ein flaches Hochdruckgebiet gebildet und erstreckt sich über ganz Deutschland. In seinem Bereich tritt nach verbreiteter Dunstbildung zunächst Aufheite­rung ein, die Temperaturen gehen nachts bis in Gefrierpunktnähe zurück. Durch die kräftige Störung Über dem Nordatlantik wird aber erneut ozeani­sche Warmluft vorgeschoben, so daß sich der hohe Druck bald wieder abschwächen wird und späterhin mildes und wolkiges Wetter mit Niederschlägen auf­kommt.

Aussichten für Dienstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, tagsüber mild, Tempe­raturen in Gefrierpunktsnähe, meist trocken.

dem genannten Termin vorzubringen.

Zugleich werden die Eigentümer bzw. deren Rechtsnachfolger oder gesetzliche Ver­treter aufgefordert, die Namen dritter Per­sonen, die als dinglich Berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, sofort nach Zu­stellung der Bekanntmachung dem Kreis­amt Gießen mitzuteilen, widrigenfalls sie für deren Ansprüche gemäß Art. 2711 des Enteignungsgesetzes verantwortlich werden.

Die Stadt Gießen als Unternehmerin wird zu dem Termin unter Meidung der Annahme der Verzichtleistung auf Fort­setzung des Enteignungsoerfahrens und Belastung mit den bis dahin entstandenen Kosten geladen.

Skispringen bei künstlichem Licht.

Die deutschen Teilnehmer an den Iubiläums- Skirennen auf Holmenkollen, Otto Warg (Asch­berg), Alfred Stoll (Berchtesgaden) und WiUy Bogner (Traunstein), hatten am Freitagabend -um ersten Male Gelegenheit, sich bei einem Sprungwettbewerb mit elektrischer Beleuchtung auf der in der Nähe von Oslo gelegenen Midstu» Schanze zu versuchen. Erwartungsgemäß fanden sich unsere Vertreter mit der druckreichen Schanze nicht so gut wie die Norweger ab, aber ihre unter den ungewohnten Umständen erzielten Lei­stungen müssen als recht gut bezeichnet werden. 21m besten von den Deutschen schnitt Stoll mit zwei schönen Sprüngen von 45,5 und 47 Meter ab. Bogner stand 40 und 42 Meter und 05arg erreichte ebenfalls in guter Haltung 38,5 und 42 Meter. Die Weiten der Norweger lagen zwischen 48 und 50 Meter. Als Sieger des Springens ging der Norweger Arne B. Christiansen hervor.

Kurze Sporinotizen.

Die Toronto Nationais konnten auch das Rückspiel im Berliner Sportpalast gegen die Mannschaft des Berliner Schlittschuhclubs sieg­reich gestalten. Die Kanadier machten einen etwas überspielten Eindruck, es reichte aber trotzdem zu einem 3:1 (0:0, 2: 0, 1:1) Erfolge über die Berliner.

Einzelladungen der Beteiligten finden nicht statt. Beteiligte, die trotz dieser La­dung ohne Entschuldigung ausbleiben, wer­den mit etwaigen Einwendungen gegen die Notwendigkeit des beanspruchten Eigen­tums sowie gegen Größe und Grenze des- selben ausgeschlossen.

Gießen, den I.März 1933.

Hessisches Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. Krüger.

5. 1

»f M 6. 1

Kiefer 2a- 2

3b. 2

Derbsiangen: Fichte 1.-3. 28

b) Brennholz.

FichlenLangholz.

Los 1. 1a°Klasse 456 Stück - 86,58 km 2. lb:

73,00 73,00 94,45 29,32 7,66 Flchken-Derbstangen.

Los 7. 1. Klasse 212 Stück - 19,08 fm 8. 2. 256 - 15,36

Angebote sind nach Losen pro Festmeter relp. Stück verschlossen, mit Aufschrift ver- sehen, bis zum 13. d. M., nachmittags 3 Uhr, bei uns einzureichen, wo alsdann die Oeffnung der Angebote erfolgt. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Mit Abgabe des Angebots unterwirft sich der Käufer den Derkaufsbedingungen.

Leihgestern, am 1. März 1933, Bürgermeisterei.

^gai^nVs9' und Stoll, Derch» I laufen/wurden inÄem Winte^verMedent-

________ I ^ch verbessert. Norwegen hat wiederum seine

Hohleiche, 555 qm,

Flur XXXVIII, Nr. 374, Wiese auf der Hohleiche, 509 qm.

Der Plan aus dem die Lage des zu ent­eignenden Geländes ersehen werden kann, sowie der Antrag und die übrigen nach Artikel 23 des Enteignungsgesetzes erfor­derlichen Nachweisungen liegen in der Zeit vom 4. bis 17. Mär, 1933 einschließlich auf Zimmer 15 des Stadthauses, Gießen, Bergstraße 20, während der üblichen Ge° schaftsstunden zu jedermanns Einsicht offen.

Zur Verhandlung über den Plan die Entschädigung sowie Beschlußfassung 'über die Enteignung wird Tagfahrt vor der Lokalkommission auf

Mittwoch, den 22. März 1933 8/4 Uhr vormittags im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes, Landgraf-Philipp-Platz Nr. 3, anberaumt.

Die Beteiligten, insbesondere Eigen- tumer, Pächter oder sonstige an den zu enteignenden Parzellen Berechtigten wer­den hierdurch aufgefordert:

a) Einwendungen gegen den Plan bei Meldung des Ausschlusses und An- nähme der Einwilligung in die be- uuspruchte Abtretung oder Beschrän-

b) A?iärung auf die angebotene Ent- chadigungssumme bei Meidung der Unterstellung des Angebots,

c) Anträge auf Ausdehnung der Enteig- nung bei Meidung des Ausschlusses mit solchen,

d) Anträge auf Aufrechterhaltung be- stehender Lasten (Artikel 19 des Ent- dgnungsgefe6e6) bei Meidung des Ausschlusses mit solchen.