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Kameradschafisabend des Stahlhelm und der SA in Gießen
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nicht tot.
Lor dem Kriege sei es wenig Brauch gewesen, daß sich die Frau am politischen Kamps beteiligte. Es habe lange gedauert, bis die Frau zu politischem Verständnis gekommen und bis verstanden worden sei, gemeinsam für das Gemeinwohl $u wirken. Nur einmal sei dies völlig geschehen: während des Weltkrieges! Da habe auch die Frau gelernt, eine zur anderen zu stehen, da seien auch Standesunter- schiede vergessen worden. Vorher sei viel gegenseitige Verständnislosigkeit gewesen.
Im Kriege habe man miteinander fühlen gelernt, um ein gemeinsames Schicksal gekämpft, sich schicksalsverbunden gefühlt und gemeinsam schwere Bürde getragen. Diese Gemeinschaft während des Weltkrieges fei wieder zerrissen worden in der Zeit nach dem Kriege, in den vergangenen 14 Jahren, in denen wieder der
Eigennutz die Oberhand gewonnen habe.
In dieser Zeit sei immer wieder nur egoistisch das eigene Schicksal betrachtet worden. Bis endlich der Tag gekommen sei, da der Gedanke „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" lebendig wurde. Lange habe man sich nicht um die Macht der Frau im politischen Leben gekümmert. Die Frau sei nur immer zu Hause aeblieben, auf Veranlassung all jener nur, die während des Krieges hinter der Front und in der Heimat blieben, um dann später Geld und Gut in das Ausland verschieben zu tonnen. Die Einflüsse jener Kreise seien es auch immer gewesen, die die Frau aus dem politischen Kampfe zurückhalten wollten. Die deutsche Frau, die 85 o. H. des deutschen Volksvermögens in Händen bewege, habe die ihr dadurch gegebene Macht nie ausgenützt. Die deutsche Frau sei nicht sreizusprechen von der Schuld an den Verhältnissen der vergangenen 14 Jahre. Lange verhallte der Ruf: „Frauen, kauft deutfche Waren!" vergeblich. Der ge- sunde Menschenverstand hätte sprechen müssen, als der Handwerker aus Gram über feine Not aus dem Leben gegangen sei, als arme Familienväter mit ihren Angehörigen wegen der Erwerbslosigkeit und ihren Folgen das Leben von sich warfen.
Von der Frau sei zwar nicht verlangt worden, daß sie sich parteipolitisch betätige, wohl aber, daß sie auf die Unfähigkeit der Machthaber der vergangenen 14 Jahre ein Auge gerichtet hätte, auf jene Machthaber, die das Reich und die Zukunft des Volkes systematisch zerstörten. Dagegen hätten die Frauen geschlos- sen kämpfen müssen, um des Wohles der eigenen Kinder willen. Es fei eine Zeit gewesen, da man immer von einer neuen Art der Ernährung gesprochen habe, von Vitaminen in den Bananen, während der deutsche Bauer sein gehaltvolles Obst in vollen Körben vom Markt wieder nach Hause fahren mußte. Da sei auch die deutsche Frau in das Warenhaus gegangen, habe die Lockartikel gekauft und die billigen schlechten Dinge mit, während der Handwerker keine Arbeit für seine Hände fand. Jene Geschäfte wollten nie Qualität verkaufen, sondern trugen lediglich dazu bei, das heimische Gewerbe völlig zu zerstören.
Nun aber sei es Zeit, sich die Hände zu reichen, um der Sicherung der Zukunft der nächsten Generation willen.
ttanischen Kaffe zu verzichten, bann könne der deutsche Bauer mehr Gerste bauen. Wenn fo jeher- mann der nationalen Wirtschaft diene, so werde die Arbeitslosigkeit in Deutschland bald überwunden sein.
wenn die Frau nationale wirtschaftspoUtik in praktischster Auswirkung treibe, dann sei die Wirtschaftsfrage für Deutschland schnell gelöst.
Wege für nationale W i r ls ch a ft s f ö rd e- rung zeige die „Braune Messe" Auf dem Gebiete der Beseitigung fremder Wirtschaftskörper müsse aber mit Vorsicht oorgegangen werden, denn Deutschland sei vom Ausland nicht unabhänaig; das Programm der NSDAP, werde jedoch, so sage der Führer, nicht geändert. Der Kampf gehe weiter, fei er auch zunächst nur gegen den inneren Feind gerichtet. In diesem Kampf könne jedermann beweisen, ob er zu kämpfen verstehe. Jede Frau und jedes Mädchen, das oon sich sage, daß es den Na- tionalsozialismus verstanden habe, dürfe nicht ruhen, bis ihre ganze Umgebung gelernt habe, deutsch zu denken, deutsch zu handeln. Das Ge- setz, das uns alle leiten müsse, sei ein ungeschriebenes; um so weniger dürfe es übertreten werden. Jedes Mädchen müsse, wenn es an der Seite eines SA.-Mannes gehe, ihm offen in die Augen sehen können, wenn er frage: „Wo ist das Kleid, wo ist der Schuh her?" Wahre Schönheit und Frauen- zierde seien die Einfachheit, die Anmut und die Reinheit. Es gelte, allen Schund und alles was Talmi ist, abzulehnen.
Der Oualitätsbegriff müsse wieder in den Vordergrund treten. Die deutsche Frau müsse sich wieder mit dem deutschen Geschmack vertraut machen; Qualitätsarbeit sei aber nicht im Warenhaus zu haben, sondern nur beim Handwerker.
Es liege in der Macht der Frau, die Warenhäuser genau so zu vernichten, wie die Warenhäuser zuvor den Stand des Handwerks und Gewerbes vernichteten. Es liege in der Macht der Frau, dem Juden den Einfluß auf die deutsche Wirtschaft zu entwinden und ihn in christliche Hände überzuführen. Mit Gott, mit dem Glauben an Gott und mit dem Glauben an den von Gott gesandten Führer Adolf Hitler könne alle diese Arbeit zur Wiedergesundung unseres Volkes geleistet werden. Die NS.-Frauenschaft müsse in vorderster Linie im Kampfe um die Verwirklichung der Gedanken des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler stehen. (Lebhafer Beifall!)
Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" und den gemeinsam gesungenen beiden ersten Versen des Deutschlandliedes wurde die Versammlung geschlossen.
der Braunen Messe Vortrag von Pa. Bullmann Über „Nationalen Kitsch". — Gesellschaft für Erd- tinb Völkerkunde, 20.15 Uhr, Universitätsaula, Vor- trag mit Lichtbildern über „25 000 Kilometer durch Sibirien". — Hausfrauen-Beratung, Kirchenplatz 2, 20 Uhr, Vortrag über „Deutsche Waren, deutsche Werte". -♦ Möbelfabrik Karl Hahn, Möbel-Sonder- schau in den Ausstellungsräumen, Löberstraße 17. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „805 Eisberg". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Schleppzug M. 17".
_ Aus dem Stadttheaterburo wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Deutsche Bühne, Reihe 1: Gerade Mitgliedsnummern, unter der Spielleitung des Intendanten: Kleists Drama „Die Hermannsschlacht", in der Besetzung der Erstaufführung. Ende gegen 22.45 Uhr. — Freitag, ö. Oktober, erste Vorstellung im Freitag-Abonnement, ein heiteres Spiel um eine Bühne, von Möller und Lorenz: „Die Freundin eines großen Mannes". Spielleitung: Wolfgang Kühne. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22 Uhr.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 5. Okt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1,30 Mark, Kochbutter 1,— bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 12, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 25, Bohnen (gelb) 20, Unter« kohlradi 5 bis 7, Rosenkohl 20 bis 30 Pf., Feldsalat 1,— bis 1,20 Mark, Tomaten 10 Pf., Zwiebeln 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 15 bis 20, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln 3x/i P., der Zentner 2,50
Kam. Albrecht
berichtete hierauf in anschaulicher Weise über seine starken Eindrücke auf der entscheidungsvollen Stahlhelmtagung in Hannover. Zunächst wies er kurz aus die Gründungsgeschichte des Stahlhelm im November 1918 und in den folgenden Wochen hin, ebenso skizzierte er in großen Strichen ein Bild von der Entstehung der Bewegung Adolf Hitlers ungefähr zur gleichen Zeit in München. Er gedachte sodann der toten und verwundeten Kameraden des Stahlhelm und der SA. im tnnerpoliti- scheu deutschen FcecheUskampl während du osr«
In der „Liebigshöhe" fand gestern nachmittag eine Tagung der NS. -Frauenschaft des Kreises Gießen statt, zu der nicht nur die Mitglieder, sondern auch gleichgesinnte Frauen in stattlicher Anzahl erschienen waren. Die Führerin der NS.-Frauenschaft des Kreises Gießen, Frau Dr. Harth- Allendorf, eröffnete die Tagung und erteilte sofort der ersten Rednerin das Wort. Die Führerin der Kreisfrauenschaft des Kreises Schotten, pgn. Bnnthoff-Schotten
führte u. a. aus: Seit Jahren klinge nun fchon der Mahnruf: Deutschland erwache! Deutscher erkenne, was oorgeht! Deutscher, vergiß nicht die Gefahren, in denen das Volk lebt! Noch seien Feinde im Inneren unseres Vaterlandes; jener Feind, der dem Deutschen während des Weltkrieges den Dolch in den Rücken gestochen habe, sei noch
flossenen 14 Jahre des schwarz-roten Systems, und brachte anschließend seine freudige Genugtuung über die große deutsche Wende durch die Berufung des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler zur Macht am 30. Januar d. I. durch den Reichspräsidenten zum Ausdruck. Nach einem kurzen Hinweis auf die Gleichschaltung der Länderregierungen hob der Redner mit Befriedigung hervor, daß auch der Führer des Stahlhelm Franz S e l d t e von dem Volkskanzler Adolf H i 11 e r in die Reichsregierung berufen wurde und dort die beiden alten Frontsoldaten des großen Krieges zu enger Zusammen- arbeit vereinigt seien.
Nunmehr habe die Stahlhelm-Führertagung in Hannover zu dem Zusammenschluß zwischen SA. und Stahlhelm geführt, der eigentlich schon viel früher hätte stattfinden sollen.
Anschließend schilderte der Redner die Ereignisse in Hannover, die auf ihn und zweifellos auch auf alle übrigen Stahlhelmkameraden einen unvergänglichen Eindruck gemacht hätten. Er gab ein fesselndes Bild von Den großen Aufmärschen der feldgrauen Kolonnen mit ihren rund 5000 Fahnen, schilderte in beredter und von starker Begeisterung erfüllter Sprache das Verweilen des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler und des Bundesführers Franz Seldte inmitten der etwa 150 000 Vertreter des Stahlhelms aus allen deutschen Gauen, ebenso die eindrucksvollen Stunden in Gegenwart des SA.-Stabschefs Röhm und des Kronprinzen. Mit besonderer Eindringlichkeit berichtete er von dem Großen Zapfenstreich vor dem Rathaus in Hannover und von dem Aufmarsch und der Parade der Stahlhelmkolonnen auf dem Marschfeld vor den Toren Hannovers. In diesem Zusammenhang verlas er die Rede des Stabschefs Röhm an die aufmarschierten Stahlhelmkameraden, die durch ihren von großer Begeisterung erfüllten Vorbeimarsch dem Stabschef zu beweisen suchten, daß sie mit seinen Worten und mit feiner Auffassung völlig einverstanden waren. Am Schlüsse seines etwa anderthalbstündigen Vortrages brachte der Redner noch einmal seine Genugtuung über die nun endlich erzielte Einigung zum Ausdruck, wobei er den Wunsch anknüpfte, daß nunmehr der Weg in ein besseres Deutschland hinein- führen und alle an Hannover geknüpften Erwartungen und Hoffnungen in Erfüllung gehen möchten.
Wenn alle Kameraden der SA., SS. und des Stahlhelms in unverbrüchlicher Einigkeit und Geschlossenheit zusammenstünden, dann werde das gemeinsame Derk unter dem Kommando des Volkskanzlers und Führers Adolf Hitler gelingen.
Mit dreimaligem Front-Heil auf den Führer Adolf Hitler, in Das die große Versammlung begeistert einstimmte, schloß Kamerad Albrecht seine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache. Gemeinsam wurde hierauf Der erste Vers des Horst-Wessel« Liedes gesungen.
Kam. (Sauführer Dr. Dehner
betonte einleitend, die Stahlhelmkameraden seien nicht gerade mit Begeisterung nach Hannover ge- fahren, wußten sie doch, daß sich dort das Schicksal des Bundes erfüllen werde. Bis zu der großen Kundgebung in der Stadthalle sei die (Stimmung nicht so wie sonst gewesen. Nach der Tagung aber war sie so, wie er sie noch nie gesehen habe. Denn aus dem Munde des höchsten Führers habe man vernommen, daß
die Stahlhelmer als Frontsoldaten nicht gleich- geschaltet würden, sondern gleichberechtigt sein sollten.
In dem Worte „Gleichschaltung" liege immer eine gewisse Aberkennung, in dem Worte „Gleichberechtigung" dagegen eiw ÄanUaauntu M dis
bis 2,80 Mark, Brombeeren, das Pfund 35 Pf., Preißelbeeren 30, Aepfel 10 bis 18, Birnen 6 bis 15, twetfchen 6 bis 8, Honig 40, junge Hähne 70 bis 80, uppenhühner 65 bis 70, Gänse 70 bis 80, Tauben, das Stück 40 bis 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 15, Salatgurken 15 bis 25, Einmachgurken 1 bis 2, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, das Bund 5 bis 8 Pf.
** Don der La n d e s u n i v e rf i tä t. Von der Preffeftelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Priocttdozent für Rechtsphilosophie, Straf- und Prozeßrecht Dr. Karl E n g i f ch hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Heidelberg zum 1. April 1934 angenommen. — Dem Oberarzt an der Orthopädischen Klinik unserer Universität Dr. Fr. Becker wurde die Leitung des Wichernhauses, einer orthopädischen Klinik mit Krüppelheiim in Altdorf bei Nürnberg übertragen.
** Die S^lmmlungen für das Jugend- Herbergswerk hatten in Gießen folgendes Ergebnis: Straßensammlung 446,92 Mk.; Haussamm- iung 479,64 Mk., zusammen 926,56 Mk. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen sagt allen Gebern herzlichen Dank.
** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben In Gießen in der Zeit vom 16. bis 30. September: 17. Wilhelm Best, Prokurist, 63 Jahre alt, Stein- siraße 52; 17. Georg Keßler, Packmeister, 68 Jahre olt, Marburger Straße 23; 21. Elisabeth Thomas, geb. Pfaf, 52 Jahre alt, Wernerwall 62; 21. Karl Rrailing, Schlossermeister, 69 Jahre alt, Hinden- burgnjall 22; 23. Lina Wiegelmann, geb. Weidig, Wwe., 64 Jahre alt, Bismarckstraße 28; 24. Hildegard Will, Lernverkäuferin, 16 Jahre alt, (Eber- straße 6; 25. Amely Schenck, geb. Cellarius, Wwe., 65 Jahre alt, Wilhelmftraße 21; 26. Emil Krämer, Drechslermeister, 67 Jahre alt, Neuenweg 6; 26. Johann Friedrich Langbein, Küfermeister, 58 Jahre alt, Wolkengasse 23; 27. Lina Möller, geb. Noll, 56 Jahre alt, Am Steg 3; 28. Lina Peppet, geb. Mootz, 33 Jahre alt, Löwengasse 17; 30. Katharina Wehrum, geb. Möbus, 57 Jahre alt, Kaiserallee 70; 30. Elisabetha Otter, geb. Horst, Wwe., 71 Jahre alt, Dammstraße 46.
** Kriegerverein Gießen. Aus Anlaß des 86. Geburtstages unseres hochverehrten Reichspräsidenten, Generalfeldmarschals -von Hindenburg hatte die Führung des Kriegervereins die Mitglieder zu der üblichen Monatsversammlung ins Vereinslokal, Cafä Ebel, für Montag abend eingeladen. Der Einladung hatten viele Kameraden mit ihren Angehörigen Folge geleistet. Nach Erledigung kleinerer geschäftlicher Angelegenheiten hielt der erste Führer, Kamerad Landgerichtsrat T r ü m - pert, eine Ansprache an die Versammelten aus Dem Leben Hindenburg von der Geburt bis zur Gegenwart. Insbesondere würdigte der Redner, der als Offizier im Felde unter Hindenburgs Führung gekämpft hat, die-großen Verdienste des Reichs- Sräfibenten um unser Baterlanb im Krieg unb Frie- en. Mit bem Wunsche, baß es Hindönburg und dem Volkskanzler Adolf Hitler gelingen möge, Deutschland jetzt einer besseren Zukunft entgegenzuführen, klang feine Rede aus in dreifachem Hurra auf den Reichspräsidenten. Die Anwesenden folgten mit großer Spannung den Worten des Kameraden Trümpert und spendeten reichen Beifall. Musikalische Darbietungen . und Gesang verschönten den Abend. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 13. Juli ergab eine Sammlung den Betrag oon 21 Mark, der für die Opfer der Arbeit gespendet wurde.
** Die Zimmermeister - Zwangsin- nung Stadt und Landkreis Gießen hiett am Dienstag im Restaurant „Zum Andres", Sonnenstraße, eine gutbesuchte Jnnungsversamm- lung ab. Nach einleitenden Worten des stellvertretenden Obermeisters Rohm (Wieseck) berichtete Geschäftsführer H. Kirchner (Gießen) über die Reichswerbewoche, die Hauptversammlung des Hess. Zimmermeisteroerbandes, sowie über die „Braune Messe" in Gießen. Anschließend hieran hielt er einen Vortrag über das „Landwirtschaftliche Ent- schuldungsverfahren". T r Redner erläuterte zunächst die verschiedenen Möglichkeiten der (anbroirt- chastlichen Entschulbung, um sich bann eingehenb mit bem Verfahren unb feiner Auswirkung zu beschäftigen. Er zeigte dabei die verschiedenen Möglichkeiten für den Landwirt, seine finanziellen Verpflichtungen auf ein erträgliches Maß zurückzufüh- ren und feinen Betrieb wirtschaftlich günstiger zu gestalten. Außerdem behandelte der Redner ein- iiehend die Stellung der Gläubiger im lanbrolrt- chastlichen Entschuldungsoerfahren, die Beschaffung ier Mittel und die Tilgungsmöglichkeiten. An den Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden nod) allgemeine Jnnungsfragen besprochen. Am Nachmittag destck)tig1e die Innung geschlossen di» „Braune
nütze die Frau ihre Macht nicht an der richtigen Stelle. Die Macht und die Fähigkeit der Frau müsse voll eingesetzt werden in der Familie, als Hausfrau und Erzieherin. Frauenpolitik beginne am Kochtopf. Da könne sie nicht fehlen. Da fei sie wertvoll. Eine Kuhmagd, die dafür sorge, daß die Milch rechtzeitig in die Stadt komme, sei sozial wertvoller als eine Frau im Parlament, die über die Frauenfrage literarisch referiere. Die Frau müsse aber Wirtschaftspolitik zu gestalten verstehen. Ja, sie sei mitverantwortlich an der deutschen Wirt- chaft.
waren, die die Frau nicht kaufe, würden vom Markt verschwinden, wenn es die Frau nur wolle; Geschäfte, die von der Hausfrau gemieden würden, würden von selbst schließen.
Eine „Braune Messe" habe nicht Wert und Sinn, wenn die deutsche Frau nicht den Sinn verstehen und dementsprechend handeln wolle. Die Landwirt- chaft zu fördern im Sinne des Führers Adolf Hitler, müsse sich die Hausfrau ganz besonders angelegen sein lassen. Das Ei, das den russischen oder den holländischen Stempel trage unb in einem beutschen Haushalt verbraucht werbe, schäbige auto- matisch den deutschen Geflügelhalter. Im vergangenen Jahre feien allein 13 Millionen Mark für Bananen ausgegeben worden, weil es einem schlauen Geschäftsmann gelungen sei, Bananen populär zu machen. Noch werde zuviel Gemüse aus dem Auslande gekauft, hauptsächlich im Frühjahr. Wenn dann der deutsche Bauer sein erstes Gemüse bringe, sei man dessen schon überdrüssig. Im Warenhaus werde nur ausländisches Obst verkauft.
Endlich fei man nunmehr einen Schritt weiter gekommen insofern, als deutsche Erzeugnisse besonders gekennzeichnet werden.
Dem deutschen Landwirt müsse endlich die Sicherheit verschafst werden, daß er die Erzeugnisse, die er mit vieler Mühe baue, auch absehen könne.
Es gelte, deutsche Stosse zu tragen. Es müßten durchaus nicht englische sein, es gelte das Schlafzimmer aus deutscher Eiche zu kaufen und nicht aus fremdländischem Luxusholz, es gelte, gewisse Kreise davon abzubringen, französische Mode, Handschuhe aus dänischem Leder, Schuhe aus Schlangenhaut zu tragen; auf Puder und Lippenstift aus Frankreich könne man fehr wohl verzichten, wenn man viel deutsches Obst esse. Man müsse sich auch dazu burchringen, zweimal in ber Woche auf brasi-
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Es sei boch allen schlecht gegangen — das müsse boch binben; die Tatsache, deutsche Frau und Mutter zu sein, müsse die Frauen doch aneinanderketten!. Der Mann habe sich eher zusammengefunden unter der Fahne Adolf H i t l e r s, zu einer Zeit, da die Frau noch nicht daran gedacht habe. Wohl werde manche Volksgenossin sagen, daß Adolf Hitler doch die Warenhäuser zu schließen beabsichtigt habe. Das könne aber nur allmäylich geschehen, wenn man nicht Tausende von Volksgenossen plötzlich arbeitslos machen wolle.
Die gegenwärtige „Braune Messe" zeige jeder aufmerksamen Frau den Deg der neuen wirtschaftlichen Entwicklung. Diese Entwicklung müsse durch die Frau mit allen Kräften gefördert werden.
Die Frau müsse immer ihr Tun kontrollieren, müsse sich immer beim Einkauf sagen: „H elfe ich deutschen Volksgenossen?" Es dürfe nicht mehr ausländische Ware gekauft und nicht beim Juden gekauft werden. Praktischer Nationalsozialis- mus sei es, wenn man sich beim Einkauf überlege, ob man mit dem Kauf dieses oder jenes Artikels einem Volksgenossen helfe. Jede Frau habe ihre Kraft für das Wohl des Volkes einzusetzen. Es komme in Zukunft nicht mehr auf den Stand der Einzelnen an, sondern auf das Ausmaß des G e, meinschaftsgesühles. Jede Frau muffe die andere clls deutsche Schwester betrachten. Sie habe den Weg zu bereiten für die nächste Generation. Die Gegenwart sei für die Frau eine herrliche Zeit. Deshalb, weil die Frau jetzt wisse, warum sie auf der Welt sei: für die Sorge um die Zukunft!
Der Führer Adolf Hiller gehe den richtigen Deg voraus. Er sei das große Vorbild. Ihm zu folgen sei hohe Aufgabe. Die deutsche Frau müsse mithelsen, die Not zu beheben. Ls gebe keine Schranken mehr zwischen den Volksgenossen.
Kleinarbeit, die sich bem Ganzen einfüge, muffe geleistet werben in einem einigen Geist. Der Nationalsozialismus müsse allen nahegebracht werden, Jebe Frau müsse bie Verpflichtung für die deutsche Zukunft fühlen, damit eines Tages die Worte: „Deutsche Frauen, deutsche Treue" wieder zu einem untrennbaren Begriff würden. (Lebhafter Beifall!)
Als zweite Rednerin sprach sodann die Referentin für Frauen- unb Wirtschaftsfragen,
pgn. Eschenfelder Wiesbaden
1 Voraussetzung für bie Verwirklichung nationalsozialistischen Gebankengutes sei bie Gemeinschaft unb ber Geist ber Pflichterfüllung. Noch
Ein Stahlhelmabenb im vollbesetzten Saale des Caf6 Leib, bei bem zum ersten Male in Gießen neben ber Stahlhelmflagge bas Hakenkreuzbanner als äußeres Zeichen ber kameradschaftlichen Verbundenheit zwischen Stahlhelm und SA. den Saal schmückte, vereinigte am Dienstag — wie gestern schon kurz berichtet — die Gießener Stahlhelmkameraden mit den Kameraden oon der SA. und SS. zu einer gemeinsamen Kundgebung. ,, ...
Der Abend brachte zunächst einen schneidigen Werbemarsch des Stahlhelm durch die Hauptver- kehrsstraßen, der von der Bürgerschaft mit starkem Interesse beachtet wurde. Nach dem Einmarsch des Stahlhelm in den mit Angehörigen der SA. und SS., Mitgliedern des Bundes Königin Luise und übrigen Gästen schon ziemlich besetzten Saal fand der feierliche Einmarsch der Stahlhelm-Fahnen- gruppe statt. Die Bühne, in deren Mitte die Fahne aufgeftellt wurde, war mit den Bildern des Reichspräsidenten oon Hindenburg, des Führers und Volkskanzlers Adolf Hitler und des Stahl- helm-Bundesführer Seldte inmitten von Blattpflanzengruppierungen schön geschmückt.
Kam. Weinandy
als erster Sprecher des Stahlhelm hieß die Gäste herzlich willkommen. Besonderen Gruß entbot er dem Ehrenmitglied des Gießener Stahlhelm, General a. D. M o h r, dem Stahlhelm-Gauführer Kam. Dr. Dehner, den Vertretern der SA.-Standarte 116, der Kreisleitung der NSDAP., des Polizeiamts, des Wehrsportlagers und des Bundes Königin Luise. Kam. W e i n a n d y betonte bann, die Stahlhelmtage von Hannover gehörten der Vergangenheit an, aber den Teilnehmern würden jene Ereignisse in ewiger Erinnerung bleiben. Das Ergebnis von Hannover sei bas Gedankengut bes gemeinsamen Aufbaues und Kampfes um eine bessere und starke Zukunft Deutschlands. Hannover habe endgültig den Zusammenschluß des Stahlhelm mit dem neuen Reich vollzogen. Das Ziel der Führer der SA. und SS. und Des Stahlhelm, dem sie seit der Gründung ihrer Verbände im gemeinsamen Streben, aber auf verschiedenen Wegen entgegen- schritten, sei nunmehr erreicht worden.
Dem Führer Adolf Hitler sei inmitten feiner feldgrauen Kolonnen in Hannover die Treue erneut unb für alle Zeiten gelobt worden.
Der Redner gedachte bann in ehrfurchtsvoller Hul- bigung bes Herrn Reichspräfibenten, Generalfelb- marfdjalls von Hindenburg und dessen erhabener Pflichterfüllung im Dienste des deutschen Vaterlandes, er wies weiter auf den historischen Akt des Zusammenschlusses Hindenburgs unb Hitlers in ber Potsdamer Garnisonkirche am 21. März 1933 hin, an dem das neue Deutsche Reich geschmiedet wurde, bas nie mehr auseinanderfallen werde. Mit herzlichen Wünschen im Hinblick auf den 86. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten und Ehrenmitglieds des Stahlhelm von H in d e n • bürg und mit begeistert aufgenommenem dreifachen Front-Heil auf Hindenburg schloß Kam. W e i n a n d y seine Ansprache. Gemeinsam roüYbe bann ber dritte Vers des Deutschland-Liedes gelungen.
Luftschutz ist Selbstschutz!


