Rheinland in Ketten.
Oiebe,Vaierland6verräter/Zuchthäu6ler und Deserteure errichten eine Republik.
Urheberrecht: Dammert-Pressedienst, Berlin W 35.
VI.
Regieren — aber wie?
Die -Viegierunasbevollmächtigten leben zwar recht gut — die große Menge der angeworbenen Verbrecher, „Schutzbündler" genannt, will jedoch ihren Sold — viele wollen überhaupt nicht mehr mit- machen und verlangen ihren Entlassungsanzug sowie die versprochenen 100 Goldmark. Geldsorgen sind die wichtigsten Sorgen auch dieser Regierung. Nur, daß sie das Problem leichter löst. Man überfällt einfach die Geldtransporte der Reichsbank, bedauert dann, daß die „Beschlagnahme" infolge eines „Irrtums" erfolgt sei und gibt das Geld der vorläufigen Regierung zur „Weiterleitung — wohin es weitergeleitet wird, weiß nur diese Regierung. Die Reichsbank sieht keinen Pfennig wieder. Als aber auch diese Mittel nicht mehr helfen, gibt man Notgeld heraus, wertlose Assignaten, die niemand annehmen will: Nur, wenn ein französischer Soldat mitgegeben wird, müssen die Kaufleute diese Papierfetzen in Zahlung nehmen. Das Volk hungert, aber in den separatistischen „Regierungsgc- bäuden" johlen und saufen die Regierenden und können oft nur schwer ihren eigenen Namen unter die vielen Erlasse setzen.
Ln her Pfalz.
In der Pfalz versuchen sie nun auch Fuß zu fassen. Als am 24. Oktober der pfälzische Kreistag seins Sitzungen hält, schickt General de Metz, obwohl nicht dazu befugt, einen Vertreter, der dem verdutzten Kreistag bekannt gibt: Die Pfalz ist autonom geworden! Um den Separatisten den „Sieg" leichter zu machen, wird der unbewaffnete (!) deutsche Selbstschutz verboten! Kaum aber sind die Mordbanden im Lande, da besinnt sich General de Metz wieder auf „Ruhe und Ordnung, die doch in jedem Land zu herrschen hätten, und anerkennt den geschaffenen Tatbestand! Die Pfalz st e h t in Flammen. Raub, Mord, Lynchjustiz — es war nicht viel anders vor 300 Jahren, als die französischen Mordbrenner in blühendes deutsches Land einfielen. Unter Neutralität versteht dieser famose französische General, den deutschen Polizeibeamten zu verbieten, gegen Separatisten von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, „in welcher Lage auch immer sie sich befänden"! Am 10. November dringen die ersten Separatisten unter französischer Bedeckung in Speyer, dem alten deutschen Speyer ein. Am 12. November proklamieren die Banden eine „freie autonome Pfalzrepublik". Pöbel besetzt die öffentlichen Aemter, und die Franzosen scheuen sich nicht, bei diesen schmutzigen Geschäften schützende Hilfestellung zu leisten. m ± .. .
Das Rheinland blutet. Der Verrat schreit nach Sühne! Allüberall im Land, in der Ebene und in den Bergen scharen sich Bürger und Bauern um ihre Fahnen. Aber noch ist die Macht der anderen zu groß. Die Deutschen haben kam notdürftigste Kleidung auf dem Leib — die anderen, die separa- tistischen Strolche, erhalten ihre Kleidung aus französischen Militärkleiderkammern, erhalten ihr Essen aus französischen Militärküchen, werden mit französischen Franken entlohnt. Um der Gemeinheit die Spitze zu geben, setzen Franzosen allenthalben Marokkaner und dann Senegalneger ein — Rheinländer müssen ihr Land gegen Schwarze verteidigen! Schließlich greift eine maßlose Panik um sich. Man weiß, daß die Franzosen niemandem, der mit der Waffe in der Hand gefangen genommen wird, Pardon geben. Und wenn es ein Knüppel ist. Die Senegalesen verschonen selbst Frauen und Kinder nicht. Doch wehe, wenn der Pfälzer Bauer einen Separatisten erwischt! Er mag noch so bitten, sich auf Ausflüchte verlegen, behaupten, er wäre ebenso guter Deutscher wie der andere — sein Paß verrät ihn meist:
Ausweis Nr......
Der ... aus ... verpflichtet sich, bei der Armee der Rheinischen Republik Militärdienste zu leisten, und erklärt durch Unterschrift an Eidesstatt, allen Befehlen seiner Vorgesetzten ohne Widerrede Folge zu leisten. Er verpflichtet sich, sich aller Plünderungen und Ausschreitungen zu enthalten und solche nötigenfalls energisch zu bekämpfen.
Es folgt ein Signalement, und auf der Rückseite steht: Inhaber dieses Ausweises ist bis nach Beendigung der Aktion, spätestens bis 20. Dezember 1923, berechtigt zum Bezugs eines kompletten Anzugs, eines Paars Stiefel, sowie eines Geldbe- trages von 100 Goldmark.
Doch die Angst vor den Franzosen, vor den Marokkanern greift um sich. Wie vor dreihundert Jahren bezeichnen schwelende Schutthaufen, Wimmern der Verwundeten, die grausige Bahn, die die Separatisten genommen haben. Auf dem Paß steht: Vor Ausschreitungen zu hüten! Es ist grausamer Hohn. Auf Karren versucht der Bauer Weid und Kind, letztes Hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Das wenige Vieh wird in die Wälder getrieben und von Laubheu genärt. In den verschwiegenen Lichtungen der Forsten zittern Frauen und Greise und Kinder, wenn sie von weit her das Knallen der Schüsse hören. — Eine Handvoll Männer kämpft gegen Verräter, gegen Franzosen und Neger um ihre Heimat...
Im Siebengebirge gelingt es, den feindlichen Banden eine erhebliche Schlappe zuzufügsn. Aber nun wird die Herrschaft bor Banditen noch weit grausamer. Aus großen Rotten werden einzelne kleine Banden, die sich niemandem mehr verantwortlich fühlen. Nun wird nichts mehr geschont. Sie wissen selbst nur zu genau, daß ihre Schrek- kensherrschaft von nicht langer Dauer sein kann, und nehmen darum, was sich bietet und wo sie es finden.
Mittlerweile ist die ganze Welt auf diesen Greuel, auf diesen internationalen Skandal aufmerksam geworden. Die Amerikaner schicken Journalisten, die Engländer protestieren mehrere Male — und Herrn Poincarä wird es sichtlich schwerer, all die Gemeinheiten, die im Namen der glorreichen französischen Republik vollbracht werden, kaltblütig und höhnisch lächelnd zu leugnen. Ob es doch noch nicht an der Zeit ist, den Rhein endlich französisch zu machen? (Denn daß er und seine Bevölkerung deutsch sind, kann er nun, da er den heroischen Kampf eines ausgebluteten Volkes um seinen Strom sieht, sich selbst nicht mehr oor- schwindeln.) Soll man warten, lieber einen neuen Weltkrieg schüren und dann das ganze Gebiet annektieren? Er weiß bald keinen Rat mehr....
Dis Niederlage der Separatisten im Siebengebirge bedeutet die große Wendung im Ge
schehen. Die Separatisten fühlen sich nicht mehr so sicher in ihren Regierunysgebäuden, in denen sie nun schon wochenlang residieren — aber nicht her- auskonnen — denn sie wissen, welches Schicksal sie erwartet. Außerdem sind die Belgier schon langst von ihrem Plan abgekommen, und auch die Franzosen, so fühlen sie deutlich, sind ihnen nicht mehr so wohlgesinnt wie früher. Am 17. November endlich beginnt die Befreiung des Rheinland e s aus feinen Ketten. Trier wird feiner Gewaltherrscher ledig. Ihm folgt Koblenz am nächsten Tag und so geht es weiter... Stadt um Stadt wird frei, Freudenfeuer beginnen auf den Bergen zu glühen, um den Volksgenossen weiter im Lande Kunde zu geben von den Ereignissen.
Das Rheinland zerbricht seine Ketten!
Weihnachten können die Rheinländer wieder mit Hoffnung im Herzen feiern. Der Januar vergeht. An den meisten Stellen sind die Separatisten still von der Bildfläche verschwunden. Am 25. Februar 1924 beginnt man seitens der Nheinlandkommission auf den Druck der Engländer hin die Lage in der Pfalz zu untersuchen. Dem erschütternden Eindruck gegenüber können selbst die Franzosen nichts anderes tun, als die Anführer der Horden zu bitten, ihr blutiges Handwerk aufzugeben. Aber so ganz geben sie den separatistischen Gedanken nicht auf, denn es ist nicht gestattet, einen Separatisten wegen irgendwelcher Vergehen, die er beging, zu bestrafen, ja, überhaupt in ein Verfahren zu brin-
3n Stuttgart ...
Die vom Kraftsportoerein Untertürkheim ausgerüsteten deutschen Meisterschaften im Ringen der Weltergewichts-Klasse und Gewichtheben der Mit- telgewichts-Klasse waren in jeder Beziehung ein großer Erfolgs Die Organisation war mustergültig. In den Wettkämpfen der „Alten Herren" im Ringen und Gewichtheben der Leichtgewichtsklasse wurden Dietrich- Heilbronn im Gewichtheben und Fehrle - Plieningen Sieger.
Am Sonntag erschien die Elite im Kampf. Bei den Ringern brachte der Titelverteidiger M ö - s ch e l - Köln nur 133 Pfund auf die Matte und gab später wegen Schwäche auf. Die Favoriten kamen fast durchweg zu Schultersiegen. Besonders eindrucksvoll waren die Erfolge von Korn- mager« Homberg und Schwaiger- Freysing. Der Untertürkheimer K r e h l fertigte den Schifferstadter Schäfer nach Punkten ab, unterlag aber dem Koblenzer Hilgert nach 18 Minuten durch einen Schultersieg. Hilgert brachte auch den Tuttlinger Hehler noch auf die Matte, durch die schlechtere Punktzahl unterlag er aber doch im Gesamtergebnis und kam hinter Krehl und Heßler auf den dritten Platz.
Bei den Gewichthebern erschienen 17 Teilnehmer. Nach den einarmigen Wettbewerben führte der Rekordmann Deutsch- Augsburg mit zehn Pfund Vorsprung vor dem Münchener I s m a y r. Der Münchener holte aber bei den beidarmigen Hebungen diesen Vorsprung nicht nur auf, sondern
Oie Ergebnisse.
Turner.
100 Meter: 1. H. Großhaus, To. Lollar, 11,3; 2. W. Beaupin, T.° u. Sptv. Marburg, 11,5; 3. K. Schuster, To. 47 Wetzlar, 12,0; 4. L. Ulm, To. Allendorf/Lahn, 12,3 Sek. Auf der zweiten Hälfte der Strecke schob sich Großhaus vor und führte im Ziel vor Beaupin-Marburg mit etwa 1 Meter Vorsprung. In gleichen Abständen folgten Schuster-Wetzlar und Ulm. Dem Kampf sah man mit besonderem Interesse entgegen. Der Sieg des Lollarers stellte zweifellos eine Ueberraschung dar.
200 Meter: 1. K. Schuster, Tv. 47 Wetzlar; 2. Karbex, T.» u. Sptv. Odenhausen; 3. W. Menges, Tv. 60 Lich.
400-Meter-Lauf: 1. H. Großhaus, Tv. Lollar, 53,5; 2. O. Hartung, T.° u. Sptv. Romrod, 04,3 Set. Ein wenig eindrucksvoller Kampf. Ploch gab auf. Die Läufer verausgabten sich auf dem ersten Tell der Strecke zu sehr und gingen fast in das Ziel.
1000-Meter-Lauf: 1. A. Simon, T. u. Sptv. Odenhausen, 2:44,6; 2. K. Nau, To. Roth, 2:47,8; 3. Th. Vaubel, Tv. 1846 Gießen, 2:47,8; 4. B. Steiß, Turn- u. Sportverein Odenhausen, 2:53,0 Minuten; 5. H. Koder, Turnverein Alsfeld. Langenohl (Mio. Gießen) führte zunächst, fiel aber bald zurück und gab auf. A. Simon setzte sich an die Spitze und kam allmählich zu großem Vorsprung und zu einem klaren Sieg. Im Endkampf und im Kampf um den zweiten Platz kam Theo Vaubel in Front, obwohl er anfänglich sehr zurück- lag und lief zusammen mit Nau (Tv. Roth) zu gleicher Zeit durch das Ziel. In größeren Abständen folgten die übrigen Läufer des 13 Mann starken Feldes.
3 0 0 0 Meter: 1. H. Neidei, Tv. Heuchelheim, 9:56,4; 2. H. Holzapfel, Mto. Gießen, 9:57,4; 3. F. Neidei, Tv. Heuchelheim, 9:58,4; 4. H. Roth, Tv. Alsfeld, 10:06; 5. I. Mann, Turnerfchaft Neustadt, 10:16,2 Min.; 6. K. Geißler, Tv. Roth; 7. K. Pfaff, Tv. Launsbach. Ein hochinteressantes Rennen! Es kam zu dem erwarteten Kampf zwischen Holzapfel und den beiden Brüdern Neidei. Der Mto.er wurde systematisch auf das Korn genommen. Er lag fast während des ganzen Laufes an zweiter Stelle. Die Brüder Neide! wechselten sich in der Führung ab. Mit Spannung sah man dem Endspurt entgegen. Holzapfel zog in der letzten Runde plötzlich los, führte, aber H. Neidei blieb ihm dicht auf den Fersen und legte bei etwa 110 Meter los, überholte Holzapfel und lief mit etwa 3 Meter Vorsprung vor dem Mto.er durch das Ziel. Diese Leistung wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen.
gen. Die Mörder ihres eigenen Volkes dürfen frei herumlaufen!
Unter Rechtsbruch, mit Gewalt und Tücke, hatten die Franzosen versucht, das Rheinland durch Verrat von Deutschland abzulösen und sich einzuverleiben. Ein trauriges Kapitel französischer Eroberungspolitik. Nur wenige „Vollzugsausschüsse" sitzen noch in den Städten und halten ihre Büros verbarrikadiert, um vor der Wut der Bevölkerung geschützt zu sein. Die grün-weiß-roten Armbinden haben sie längst verbrannt. Aber auch sie ereilt ihr Schicksal — wenn sie den Einwohnern in die Hände fallen. Am Anfang des Februar des Jahres 1924 werden 24 Separatisten im Rathaus von Pirmasens gerichtet.
Mögen auch die Franzosen ihre Drangsalierungen in ihren Bezirken weiter fortsetzen — der größten Gefahr ist man ledig: „Freie Rheinische Republik" zu werden. Das Rheinland ist deutsch und bleibt deutsch!
Kunst und Wissenschaft.
Deutsches Tonkunstlerfest 1935 in Hamburg.
Generalintendant Strohm vom Hamburgischen Staatstheater hat im Einvernehmen mit dem Hamburger Senat den (1861 von Franz Liszt gegründeten) Allgemeinen Deutschen Musikverein eingeladen, sein alljährlich ftattfinoenbes großes Tonkünstier f e st 1935 in Hamburg abzuhalten. Die grundsätzliche Zusage des Vorsitzenden, Geheimen Rates Professor Dr. Siegmund von Hausegger, des Präsidenten der Akademie der Tonkunst in München, ist bereits eingetroffen. Das Tonkünstlerfest wird sich auf Konzert und Oper erstrecken und unter der musikalischen Leitung von Eugen Joch um stehen, der zum Hamburgischen Generalmusikdirektor ab 1934 berufen wurde.
Q.JL-^fport
Die Deutschen Krastspvrtmeisterschasten.
Oie Volksiurnmeisterschasten im Bezirk Hessen der OT.
beendete den Kampf mit 30 Pfund Vorsprung und der ausgezeichneten Gesamtleistung von 1000 Pfund. Hervorragend waren seine Einzelleistungen im beidarmig Drücken mit 205 Pfund und im beidarmig Reißen mit 215 Pfund.
... und in Ludwigshafen.
Im Schwergewichts-Ringen holte sich der Nürnberger Europameister H o r n f i s ch e r, der ungeschlagen durch die Kämpfe kam, den deutschen Meistertitel mit sieben Siegen. Zweiter wurde der Pfälzer Kolb und erst auf dem dritten Platze landete der Ludwigshafener Gehring.
Im Bantamgewichts-Ringen kam der Titelverteidiger Ost ermann nur auf den fünften Platz. Neuer deutscher Meister wurde der rteu in den DASV. eingetretene Justin Gehring (Deutsche Eiche Friesenheim), der acht Siege erreichte. Dicht hinter ihm folgte der Kölner Michel.
Im Gewichtheben der Bantamgewichts-Klasse holte sich Walter- Saarbrücken mit der sehr schönen Leistung von 790 Pfund den Titel. Mit 60 Pfund Rückstand sicherte sich der Ludwigshafener Renzel den 2. Platz.
Bei den Alten Herren siegte im Gewichtheben der Leichtgewichtsklasse der Ludwigshafener V o - g e l mit 145 Punkten vor ©länger- Essen (137) und Walker- Stuttgart (108 Punkte) und im Schwergewicht kam Ehrmann-Stuttgart mit 183 Punkten vor Rondi - Düsseldorf (177 Pfd.) und Heß- Schramberg (171 Punkte) zum Endsiege.
Hochsprung: 1. W. Beaupin, T. u. Sptv. Marburg, 1,67; 2. W. Lepper, Tv. Alten-Buseck, 1,62; 3. W. Langenohl, Mto. Gießen, 1,62; 4. G. Bott, Tv. Wetzlar, 1,57 Meter.
Weitsprung : 1. F. Peter, Tv. Lauterbach, 6,58; 2. L. Pausch, Tv. Wetzlar, 6,14; 3. R. Schieferstein, Tv. Launsbach, 6,13; 4. O. Lindenstruth, Mto. Gießen, 5,93 Meter.
Kugelstoßen: 1. F. Peter, To. Lauterbach, 12,10; 2. H. Müller, To. Holzheim, 11,52; 3. W. Roth, To. 1860 Bad-Nauheim, 11,27; 4. W. Langenohl, Mto. Gießen (Dbergren.) 11,18 Meter.
Keulenweitwurf: 1. F. Peter, Tv. Lauterbach, 66,00; 2. O. Kern, To. 1846 Gießen, 63,00; 3. R. Bender, T. u. Sptv. Griedel, 62,00 4. K. Michels, Tv. 1846 Gießen, 61,50; 5. E. Gebauer, Tv. Alsfeld, 61,45; 6. K. Strack, Mio. Gießen, 60,00; 7. O. Lindenstruth, Mio. Gießen, 60,00; 8. K. Heitz, Tv. Wieseck, 60,00 Meter.
Schleuderball: 1. H. Walter, Tgm. Friedberg, 52 Meter; 2. W. Zecher, T. u. Spo. Odenhausen, 52 Meter; 3. O. Lindenstruth, Mto. Gießen, 52 Meter (durch Stechen entschieden); 4. E. Wagner, Tv. Wetzlar, 49,70 Meter; 5. K. Michels, To. 1846 Gießen, 49,20 Meter.
4 mal 100 Meter: 1. Mto. Gießen I, 46,7; 2. Tv. 1846 Gießen 46,9; 3. Tv. Lollar 47,8; 4. Mio. Gießen II 48,4 Sekunden. Mtv. errang sich schon auf den ersten hundert Metern einen Vorsprung, der allmählich vergrößert wurde. Mit drei Metern vor dem Turnverein 1846 Gießen passierten sie das Ziel.
Schweden staffel: 1. Mto. Gießen 2:14,5; 2. Tv. Odenhausen 2:18,1 Minuten. Ein eindeutiger Sieg der hiesigen Turner, die mit großem Vorsprung vor den Odenhausenern durch das Ziel gingen.
Jugendturner Oberstufe.
100 Meter: 1. 21. Klinkei, Tv. Lollar, 12,0; 2. H. Viehl, Tv. Lollar, 12,2; 3. A. Supp, Tv. Nidda, 12,4; 4. E. Frohme, To. Wetzlar, 13,1 Sekunden. Ein harter Kampf! In kleinsten Abständen liefen die vier gleichwertigen Läufer durch das Ziel. Lollar dominierte und überraschte auch hier mit seinem ausgezeichneten Läufermaterial.
800 Meter: 1. H. Neidei, Tv. Heuchelheim, 2:14; 2. H. Möver, To, Lauterbach, 2:14,1; 3. H. Happel, Tv. 1846 Gießen, 2:14,4 Minuten. H. Neide! hatte starke Konkurrenz.
Weitsprung: 1. E. Frohme, Tv. Wetzlar, 5,75; 2. 21. Klinkel, Tv. Lollar, 5,60; 3. H. Viehl, Tv. Lollar, 5,50 Meter.
Kugel st vßen: 1. R. Stock, Tv. Lauterbach, 11,85; 2. N. Blaß, Tv. Großen-Linden, 1^55; 3. W. Volk, To. Wetzlar, 11,40 Meter.
Missionsopfer des Tages in Lauterbach betrugen 119 Mark.
Am heutigen Vormittag fand die Jahresver-
führungen führten in das in Indien weit verbreitete Gebiet der Träume, der Visionen, der Dämonen, des Okkultismus, und wurden mit zahlreichen Beispielen aus seiner langjährigen Erfahrung belegt. Eine kurze Aussprache schloß sich an den interessanten Vortrag an. Mit einem Dankeswort des Vorsitzenden und Gebet von Missionar Schmoll-Hersfeld schloß die Jahresversammlung. Eine Vorstandssitzung nachmittags- beendete die Tagung.
sammlung des Vereins im hiesigen Kon- fühlt lick nfc'Kr T’l,e,m firmanbenfaole statt. Nachdem Dekan Schlösser gunq
Missionsvereins, Dekan Gußmann, sprach das Schlußwort, in dem er warmen Dank für die freundliche Aufnahme und ernste Mahnung zur weiteren Mitarbeit an die Anwesenden richtete. Die
Wettervoraussage.
Das mitteleuropäische Hoch, das sich vom hohen Norden über Skandinavien bis nach Deutschland erstreckt, hat sich erheblich gekräftigt. Unter seinem Einfluß bleibt das vielfach heitere und trockene Wetter erhalten, wobei sich die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht noch etwas verschärfen.
Aussichten für Mittwoch: Heiter, warm und trocken, nachts stärkere Abkühlung und stellenweise etwas Bodennebel.
Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 4. September, mittags 20 Grad Celsius, abends 13 Grad; am 5. September, morgens 8,6 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum 5 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 4. September, abends 20,7 Grad, am 5. September, morgens 14 Grad Celsius. Sonnen» scheinLauer 9% Stunden.
f)er Eröffnung
Weu^d)enUn @Qt fcnen- nll iC eibtird).
3,m Sontebi« «»>•< fxperintenöent Karow L(ber geleitet wurde, fol( irtenbenten und die übrigen - Lobe. Der Gottesdienst j Lrmen. ©eneraljupenn enb bürg) legte seiner Predigt^ Cmingelium zugrunde. ,,u>» [ traben. Gehe aber hm u Gottes!" Er führte u. a. au i ergangenen Jahren in ein c is das Bolk gelebt habe, ha riehr verstehen könne: 1 m desBolkes wille t ringen. Nicht im heute und des Lebens, sondern im K o k analjozialismus habe sich das deutsche Volk wieder ein richtete nad) der Predigt ei säjchcher Bedeutung an ü Minde: „Es ift bas erste S>/'M „in der Geschichte Dx\\on, dcch eine @eneral|qnobi oVßtttn zusammen lemmenen Denigmvhnhriien griss des Staates 'm als die Wahlen angeorbnet w Generalsynode hervorgegan; Wort „Eingriff des Staate !eben, was der Wahreii ent elbst war es, auf d ie Wahlen zurück batte dabei keineswegs den 1 leben der Kirche einzugrei' er das Eigenleben der K
Wnst n>nn nur Form Ömer sh unter'A l?bcn’ °r putschen
i B es gerade Ä a suchen, ihn b(t s beuM<t) Zu helfen S» zurück fcme. Das neue ?? ^erabj^Mhe fR meue ylt de; j ß’Qrtcn Glauben;^ aUe Oei Ichloß der Pnnh
Begin» der;
Die ($^C Cr,fen tiefet
jä«5trs«"” KZM AKW
ihrer 7 hotten
1 °on i
Keulenwurf: 1. W. Krämer, Tv. Werdvrs, 59,40; 2. K. Scheidemann, Tgm, Marburg, 55,80;
3. K. Lankwitz, Tv. Wetzlar, 54,40 Meter.
4 mal 100-Meter-Staffel: 1. Tv. Lauterbach 51,3; 2. To. Lollar 51,5; 3. Tv. Wetzlar 52 Sekunden. Lollar verlor die Staffel durch einen mißratenen ersten Wechsel und verlor viel Terrain. Trotzdem hätte es nahezu zum ersten Sieg gereicht. Die drei anderen Läufer holten fast den aanzen Verlust wieder auf. Eine großartige Leistung!
Zugend-Turner-Unterslufe.
100-Meter-Hindernislauf: 1. K. Reitz, T.u.Spo. Butzbach, 16,8; 2. H. Thomas, T. u. Spo. Butzbach, 17,6; 3. F. Schüler, MTV. Gießen, 17,9 Sek.
Hochsprung: 1. W. Husske, MTB. Gießen, 1,55; 2. K. Jmmel, MTV. Gießen, 1,40; 3. W. Zück, MTV. Gießen, 1,35 Meter.
Kugelstoßen: 1. K. Bender, T. u. Spo. Butzbach, 9,40 Meter.
Turnerinnen:
10 0 M e t e r : 1. M. Arabin, TV. Wetzlar, 14,1; 2. T. Reinheimer, Tgm. Friedberg, 14,3; 3. K. Bath, TV. Heuchelheim, 14,6; 4. M. Köhler, TV. Lauterbach, 15,2 Sek. In tadellosem Stil und scheinbar ohne große Anstrengung lief Martha Arabin das Rennen nach Hause. Der Siegerin wurde auch die Friedbergerin Reinheimer nicht ernsthaft gefährlich.
W e i t s p r u n g : 1. M. Koch, TV. 1846 Gießen, 4,82; 2. E. Römig, MTV. Gießen, 4,82; 3. L. Nöder, TV. Wetzlar, 4,66; 4. N. Bath, TV. Heuchelheim, 4,54 Meter.
Hochsprung: 1. E. Eisenreich, Tgm. Friedberg, 1,40; 2. M. Arabin, TV. Wetzlar, 1,35; 3. E. Röhmig, MTV. Gießen, 1,30 Meter.
Kugel st oßen: 1. E. Röhmig, MTV. Gießen, 9,23; 2. T. Reinheimer, Tgm. Friedberg, 8,90$ 3. Ria Philipp, TV. 1846 Gießen, 8,50; 4. L. Kreß- mann, Tgm. Friedberg, 8,42 Meter.
Speerwerfen: 1. E. Röhmig, MTV. Gießen. 28,27; 2. K. Geck, Tgm. Friedberg, 23,78, 3. Chr« Schmidt, MTV. Gießen, 21,15 Meter.
Schlagballweitwurf: 1. Chr. Schmidt, MTV. Gießen, 65,30; 2. L. Althaus, TV. Dorla«. 62,60; 3. M. Arabin, TV. Wetzlar, 48,70 Meter.
Zugend-Turnerinnen-Oberstufe.
75-Meter-Lauf: 1. A. Buß, TV. Wetzlar, 10,9; 2. H. Döll, MTV. Gießen, 11,2; 3. E. Schneider, TV. Wetzlar, 11,4 Sek.
Zugendlurnerinnen-Untecstufe.
Schlagballweitwurf: 1. M. Prätorius. MTV. Gießen, 44,60; 2. T. Klier, TV. Wetzlar, 42,00; 3. M. Seim, MTV. Gießen, 40,30 Meter, 75-Meter-Lauf: 1. R. Wintterlin, TV. 1846 Gießen, 10,9; 2. H. Huisgen, TV. Wetzlar, 11,1; 3. L. Parlo, TV. Lollar, 11,2 Sek.
4 X 7 5 Meter : 1. TV. Lollar, 44,2; 2. MTV. Gießen, 44,3; 3. TV. 1846 Gießen, 45,2 Sek.
Kirche und Schule.
Jahresversammlung desOberheff.VereinsderBaslerMission
y Lauterbach, 4. Sept. Der Oberhes-' fische Mifsionsverein für Basel hielt gestern und heute seine I a t) r e s o e r f am m» lu n g in unserer Stadt ab.
Arn gestrigen Vormittag waren Missions- gottesbienfte in Lauterbach, Anqersbach, Hopfmannsfeld und Dirlammen. Das Missionsfest, das zugleich Dekanatsmissionsfest war, vereinigte eine große Versammlung in der hiesigen großen Turnhalle, weil bei dem unbeständigen Wetter die geplante Feier auf dem nahen „Eich- berg" leider nicht stattfinden konnte. Nach Eröffnung durch die Stadtkapelle, die auch die Begleitung der Gesänge bestritt, begrüßte Dekan Schlösse r im Namen des Dekanats Lauterbach und Stadtpfarrer D o tz e r t im Namen der Stadt und des Kir- chenoorftandes mit herzlichen Worten den Oberheff. Missionsverein und die Festversamlung. Nachdem Dekan Schlösser den Jahresbericht des Deka- natsoertrauensmanns, Pfarrer Z e h f u ß - Hopfmannsfeld, der bei dem Parteitag in Nürnberg weilte, verlesen hatte, sprach Missionar Lübke - Indien in interessanter Weise zur Versammlung. Der zweite Redner war Missionar Walter- Gießen, der packende Bilder von seiner Tätigkeit in Kamerun gab. Der Vorsitzende des Oberhessischen
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wollte er, daß vor alle kcit der Kirche do Die Menschen innerhalb de sich aus bezeugen, wie sie d wollten. Dieser kirchliche @ oerftanben werden aus bei • per nationalen Erhebung E!ue Wilsche Werte und Krc siegreiche deutsche Freiheits! von den seelischen Kräften d »er Treue und des Qehorian ^/gef nLe^'ieäte^
die durch Pfarrer Franz eröffnete Dekanatskonferenz beendet hatte, übergab er die Leitung an den Vorsitzenden des Oberhessischen Missionsvereins, der den üblichen Jahresbericht erstattete, zu dem Missionar Laut- Frankfurt a. M. Ergänzungen aus seinem Arbeitsgebiete gab. Pfarrer S t a u- b ad)<- Watzenborn erstattete den Kassenbericht, der ein verhältnismäßig günstiges Bild ergab. Ihm wurde herzlicher Dank für seine Mühe ausgesprochen. Missionar L ü b k e - Indien hielt einen Vortrag über: „Psychische Erlebnisse und die Wirkungen des Evangeliums". Die Aus-
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