Ausgabe 
5.9.1933 Erstes Blatt
 
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was

fanden fit Rückfahrt.

*

Wirtschaft

Obecheffen

Preußen.

Tragischer Tod eines Gendarmeriebeamten.

Verletzungen erlegen. Heute morgen weilte die Gerichtskommission an der Unfallstelle, um den Vorfall zu untersuchen.

Kreis Wetzlar.

Optimist und Pessimist.

Wohin er blickt, überall lacht eitel Freude, blinkt und grüßt es. In den Häusern, in den Geschäften,

Park und Anlagen:

Salve!

Kein Kaufzwang!

Gäste willkommen!

Verlangen Sie bitte Muster!

Umtausch gern gestattet!

Gratistee im Erfrischungsraum!

Geld zurück, wenn Ware nicht gefällt!

Eintritt frei!

Parken erlaubt!

Kostenlos und unverbindlich!

Oer Oberhessische Geschichtsoerein

Bon Dr. Earl Walbrach.

Aber das Auge des Pessimisten glettet an diesem vorüber. Es bleibt nur haften an all dem, das Leben düster und grau gestattet:

DoranschlagsberatunginGrosenLin. en

* Großen-Linden, 4. Sept. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der ÜJot» anschlag für das Rj. 1933 beraten. Nach dem vom Bürgermeister vorgeleaten Entwurf ist eine Einnahme von 114 943,90 Mk. zu erwarten, der eine Ausgabe von 124 943,90 Mk. gegenübersteht, so daß der Voranschlag mit einem Fehlbetrag von 10 000 Mk. abschlietzt. Bürgermeister Lang wies bei Beginn der Sitzung in kurzen Ausführungen darauf hin, daß gegenüber dem vorjährigen Vor­anschlag eine wesentliche Besserung zu verzeichnen fei. Während der Voranschlag für das Rj. 1932 noch mit einem Fehlbetrag von 25 000 Mk. abgeschlossen habe, sei es gelungen, diesen Betrag um mehr als die Hälfte zu mindern, und es seien jetzt schon sicht­bare Anzeichen auf eine weitere Besserung der Wirtschaftslage vorhanden, so daß die Aussicht be­stehe, daß sich der Voranschlag für 1934 wieder ausgleichen werde. Weiter führte Bürgermeister Lana aus, daß der gegenwärtige Voranschlag nach dem Grundsatz äußerster Sparsamkeit auf- gestellt sei. Dies wurde auch vom Gemeinderat an­erkannt und nach kurzer sachlicher Prüfung nahm er den Voranschlag ohne irgendwelche Abänderung an.

Gelegenlich der Voranschlaasberatung wurden einige auf den Gemeindehaushalt sich aber nicht allzu groß auswirkende Beschlüsse gefaßt. So wurde der Mietpreis für verschiedene Gemeindegebäude ab 1. September erhöht, da die bisherige Miete nicht

(D Krofdorf-Gleiberg, 4. Sept. Von den auf Grund des Reinhardt-Programms dem Kreise Wetzlar überwiesenen 50 000 Mark für Instand» fetzung öffentlicher Gebäude in den Landgemeinden sind unserer Gemeinde 500 Mark zugcsichert für die schon jahrelang nötige, aber aus Mangel an - ' des

ierputz-

Oie Deutsche Reichsbahn im 3uli.

Im Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn hat die seit dem Frühjahr 1933 emsetzende g ü n ft i gere Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr auch im Juli angehalten. Wenn die auf den Ar­beitstag umgerechncte Wagenstellung im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen ist, so ist dies saison- mäßig bedingt. Gegenüber Juli 1932 ist aber eine Verkehrssteigerung in der Güterbeförderung zu ver­zeichnen.

Der Personenverkehr war infolge des Be­ginns der Sommerferien stark. Er überschritt die Höhe des Vormonats, konnte jedoch den der frühe­ren Jahre nicht ganz erreichen. Die Ausgabe der verbilligten Sommerurlaubskarten fand weiterhin starken Anklang. Der Feriensonderzugverkehr ver­lor dagegen an Bedeutung. Ueberplanmäßige Züge wurden insgesamt 8072 gefahren, gegen 7466 im Vormonat, in den das Pfingstfest fiel, und 4984 im Juli 1932. Die Zahl der geleisteten Zugkilometer stieg auf 55,99 (Vormonat 53,27 Millionen und die der Wagenachfenkilometer auf 2018 (1922) Mil­lionen.

Die Gesamteinnahmen waren mit 260,03 (246,07) Millionen Mark um rund 14 Mill. Mark höher als im Vormonat und weisen gegenüber Juli 1932 ein Plus, von 6 Millionen Mark auf. Der Personen- und Gepäckverkehr brachte gegenüber JpNi eine Steigerung um 12 Millionen Mark, per» glichen mit dem Juliergebnis 1932 ergibt sich ein /geringer Einnahmerückgang von 2 Millionen Mark. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr hielten sich auf der Höhe des Juniaufkommens, zeigen aber gegenüber dem Vorjahr eine Einnahmeverbefferung von 9 Millionen Mark.

Auf der Ausgabenseite fielen für Betriebs- führung und Erhaltung und Erneuerung, sowie für die sonstigen fälligen Ausgabeoerpflichtungen 272,10 (278,37) Millionen Mark an. Die Mehrausgabe gegenüber der Monatseinnahme beläuft sich auf 12 Millionen Mark, die durch Steuergutscheine ge­deckt sind.

Durch Einstellung von Arbeitern in der Bahn- unterhaltung und in den Ausbesserungswerken, so­wie durch Einschränkung der Zahl der Feierschichten erhöht sich der Personalbestand auf 615 367 (604 558) Köpfe.

Belebung des Passagierverkehrs bei der Hapag.

Als ein erfreuliches Zeichen wieder zunehmen­den Verkehrs dürften Die Ziffern angefprodjcn werden, die die Passagier- und Schifsverkehrs-Sta- tistik der Hamburg-Amerika-Linie für die Monate Juli und August aufweist. Die Gesellschaft konnte während der beiden Monate in der regulären Li- nienschiffahrt, sowie für Vergnügungsreisen und Wochenend-Hochseefahrten 45 abfahrende und 49 ankommende Passagierfchiffe ihrer Flotte in Ham­burg abfertigen. Die Zahl der mit der Harnburg- Amerika-Lime ausgereiften Passagiere belief sich auf 8 416 (mit 24 000 Gepäckstücken), wahrend 9 305 Pasiagiere (mit 23 000 Gepäckstücken) an­kamen, insgesamt reiften also nahezu 18 000 Passa­giere mit Hapag-Schiffen über Hamburg. Berück­sichtigt man, daß auch die übrigen Hamburg be­dienenden Schiffahrtsgesellschaften bettächtliche Pas- fagierzahlen zu verzeichnen hatten, so kommt man zu Ziffern, die wohl geeignet sind, die Bedeu­tung Hamburgs als Passagierhafen erneut in das rechte Licht zu rücken. Aus diesem für Hamburg erfreulichen Verkehr, zu dem sich noch die umfang­

reiche Passagierbesörderung des Hapag-Seebäder» dienstes gefeilt, ziehen nicht nur die Schiffahrts­gesellschaften felbft, sondern auch viele hamburgische Wirtschaftszweige Nutzen.

Frankfurt schwach.

Fr a n t f u r t a. M., 5. Sept. (WTB. Drahtmel­dung.) Die Mittagsbörse eröffnete erneut in schwa» cher Haltung, da sich die Abgaben aus Publikums- kreisen in einigen Spezialwerten fortsetzten, denen bei der herrschenden Zurückhaltung der Kulisse und der allgemein bestehenden Unsicherheit wiederum fast keine Aufnahmeneigung gegenüberftanb, zumal aus der Wirtschaft keine anregenden Momente Vor­lagen. Nachdem bereits an der Abendbörse durch­schnittliche Verluste von 1 bis 1,5 v. H. eingetreten waren, stellten sich heute solche nochmals von 1 bis 2 v. H. im Durchschnitt ein, wobei die Umsatztätig­keit relativ lebhaft war. Stärker gedrückt waren er­neut IG. mit minus 2 auf 113 v. H., Siemens mit minus 4 auf 128,50 v. H. und Scheideanstatt mit minus 4 auf 163 v. H., sowie Lahmeyer mit minus 3 auf 112 v. H. Schwach lagen ferner Montan­aktien, besonders Buderus mit minus 3 v. H. und Gelsenkirchen mit minus 2 v. H. Niedriger setzten außerdem ein: Fetten mit minus 2,65 v. H., Schlickert mit minus 2 v. H., Rütgerswerke, Aku, Zellstoff Waldhof verloren bis zu 1,75 v. H. Höher waren nur Licht & Kraft mit plus 1,5 v. H., Reichs­bank lagen mit 145,50 v. H. widerstandsfähig. Nach­dem das Angebot nachgelassen hatte, zeigte sich auf der ermäßigten Basis etwas Kaufinteresse, wobei IG. 1,5 v. H. ihres Verlustes aufholen konnten und auch auf den übrigen Marktgebieten leichte Erho­lungen zu verzeichnen waren.

Renten lagen zwar stimmungsmäßig eben­falls schwächer, doch hielten sich die Rückgänge in engen Grenzen. So gaben Alt- und Neubesitz je 0,13 v. H. nach, späte Reichsschuldbuchforderungen mit minus 0,75 v. H. und Stahloereinbonds mit minus 1,25 o. H. waren allerdings mehr gedrückt.

Am P f a n d b r i e f m a r k t lag stärkeres An­gebot vor, so daß Goldpfandbriefe bis 0,75 v. $)., ßiquibationspfanbbriefe überwiegend bis 0,50 v. H., Kommunalobligationen bis zu 1 v. H. verloren. Staats- und Stadtanleihen waren nur wenig nied­riger, Ausländer lagen still.

Im Verlaufe bröckelten IG. wieder auf den Anfangskurs ab, doch lag kein nennenswertes An­gebot mehr vor. Bei den übrigen Werten blieben die nach den ersten Kursen eingetretenen Erholun­gen ebenfalls nicht immer voll behauptet. Recht schwach tarnen noch Deutsche Linoleum mit minus 4,80 v. H. und .Rheinische Elektro-Mannheim mit minus 3 v. H. zur Notiz. Deutsche Anleihen waren dagegen im Verlaufe etwas befestigt, die Am­nestieanleihe zog um 1 auf 101 o. H. an, späte Reichsschuldbuchforderungen waren unerholt. Ta­gesgeld war zu 3 v. H. weiter etwas leichter.

Itinöermorff in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-(Nutzvieh-)Markt in Gießen ständen 594 Stück Großvieh, 137 Fresser und 187 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milch» kühe oder hochtragende Kühe: 1. Qualität 320 bis 380 Mk., 2. Qualität 180 bis 240, 3. Qualität 110 bis 150; b) Schlachtkühe: 1. 130 bis 260, 2. 40 bis 100; c) Rinder, 14- bis Xjäfjrig 50 bis 110, X- bis 2jährig 60 bis 150, tragend 170 bis 320 Mark; d) Kälber, das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. Marktverlauf: ruhig, geräumt

Dr. phil. Franz Paul Mittermaier, läßt an dem Beispiel der älteren Geschichte des Freigerichtes Kaichen südöstlich von Friedberg die Wichtigkeit von Untersuchungen über die räumliche Gestattung Qberhessens, namenllich der in früheren Jahrhun­derten so überaus zersplitterten Wetterau deutlich werden. Darüber hinaus aber lenkt er die Auf­merksamkeit des Lesers noch auf einen anderen Zu­sammenhang. Aus der Vorbemerkung wird ersicht­lich, daß er auf Anregungen zurückgeht, die der Verfasser in der historischen Abteilung der An­stalt für hessische Landesforschung an der Gießener Universität empfangen hat. Der Leiter dieser Abteilung, Prof. Dr. Theodor M a y - e r, ist ebenso wie eine Anzahl anderer Universi­tätsprofessoren gleichzeitig Vorstandsmitglied des Qberhessischen Geschichtsvereins"; dadurch ist eine enge Zuasmmenarbeit der Universität und des Ge­schichtsvereins gewährleistet, die beiden Teilen nur forderlich fein kann. Ein dritter Auffatz überLand­graf Philipps Glaubenswechfel und Ehefchließun 1693" aus der Feder des bekannten vor einigen Jahren verstorbenen Geschichtsschreibers der Deut­schen in Rom, Dr. Friedrich N o a ck , behandelt einen kleinen Ausschnitt aus der Geschichte des Herrscher­hauses, dessen Geschicke durch Jahrhunderte auf Gedeih und Verderb mit denjenigen unseres Hessen­landes verbunden waren.

Es sind wahrlich keine unbedeutenden Aufgaben, die derOberhessische Gefchichtsoerein" auf den so­eben kurz gekennzeichneten Gebieten im Verein mit der historischen Abteilung derAnstatt für hessische Landesforschung" und demHistorischen Seminar" der Universität zu leisten hat. Steht eine den heuti­gen Anforderungen genügende oberhessische Ge­schichtsforschung doch noch ganz in den Anfängen. Was der Verein feit feiner Begründung durch den Universitätsprofessor Dr. Karl Gareis im Jahre 1878 im einzelnen für Qberhessen geleistet hat, kann hier infolge der Beschränktheit des zur Verfügung stehenden Raumes nicht ausgeführt werden. Es sei dasür auf meine Zusammenstellung am Schlüsse des Jubiläumsbandes derMitteilungen" 28 von 1928 verwiesen.

Nur eines bedarf noch kurz der Erwähnung, weil cs denQberhessischen Geschichtsoerein" für die Stadt Gießen und ihre Universität besonders wertvoll macht: Es ist wohl kein Zufall, daß der Direktor der Unioerfitäts-Biblio- t h e k, Prof. Dr. Karl Ebel, gleichzeitig Vor- sitzender des Geschichtsvereins ist. Dies kennzeichnet deutlich die enge Verbindung beider Anstalten. In der Tat ist der Geschichtsverein ge­rade in der heutigen Zeit, wo die Sachausgaben des Staates überall auf das Aeußerfte beschränkt werden müssen, für die Bibliothek unentbehrlich. Indem er ihr die sämtlichen Tauschstücke seiner Vereinszeitschrift überweist, ermöglich er ihr die Beschaffung von mehr als 300 deutschen und aus­ländischen geschichtlichen Heimatzeitschriften auf dem Tauschwege, die sonst für Gießen unerreichbar wären. Dies hat um so größere Bedeutung, als hierdurch allein in einer Zeit, in der eine geregelte Bücherbeschaffung kaum möglich ist, die geschicht­liche Abteilung der Bibliothek als brauchbare^ Werkzeug - der Heimatsorschung erhalten men)eit kann.

im Vergleich zu anderen Mietwohnungen stand. Um eine bessere Benutzung und damit eine größere Rentabilität der Gemeindebadeanstalt zu erreichen, wurden die Preise wie folgt festgefetzt: für ein Wannenbad 30 Pfg. (seither 40 Vsg.), für em Wannenbad im Abonnement 25 Pfg. (seither 30 Psg.), für ein Brausebad für Erwachsene 15 Pfg. (bleibt unverändert), für ein Brausebad für Kinder 10 Pfg. (seither 15 Pfg.). Ferner wurde mit Rück­sicht auf die schon seit Jahren in der Landwirt­schaft herrschenden schlechten Verhältnisse das Sprunggeld für Rindvieh ab 1. Januar 1934 auf 2 Mk. herabgesetzt. Dieser Beschluß dürfte manche Landwirte, die in den letzten Jahren dazu über­gegangen waren, eigne Bullen zu hatten, bewegen, diese wieder abzuschaffen.

Belebung im oberhessischen Erzbergbau.

r Lardenbach, 4. Sept. Seit dem 1. Juni dieses Jahres ist die GrubeMaximus" bei Lardenbach (Gewerkschaft Luise, Nieder-Qhmen) wieder in Betrieb, nachdem sie beinahe 2'/» Jahre stillgelegen hatte. Zur Zeit sind dort annähernd 70 Bergarbeiter aus den umliegenden Orten des ch ä f t i g t. In zwei Tagebaus wird gearbeitet und die erzhaltige Erde mit Drahtseilbahnen zurWäsche" bei Weickarts­hain befördert. Täglich werden 120 bis 130 Tonnen Reinerz verladen. In Weickartshain ist die kleinere GrubeDeutschland" mit etwa 14 Mann in Betrieb, die aber bald ausgebeutet ist. Wie verlautet, soll nach Stillegung dieser Grube

Blut und Boden formen ein Volk. So oder ähn- i llch sagt einmal August ©innig. Und auch der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Walter D a r r hat diese Zusammenhänge immer wieder betont; ihren bedeutsamsten Ausdruck fanden sie jedoch in dem von der preußischen Regierung kürzlich geschaffenen bäuerlichen Erbhofrecht. Damit rücken zwei Begriffe von entscheidender Wichtigkeit in den Mittelpunkt der Betrachtung, der Begriff Heimat und der Begriff Raffe. Zugleich aber verbindet sich mit ihnen noch ein Drittes, der Be­griff des Werdens, der Entwicklung, der Ge­schichte. Denn erst das gemeinsame Erleben, die gleiche Sprache, die gemeinsam getragenen Freu­den und Nöte, die Gemeinsamkeit des Denkens und Empfindens lassen uns unsere Zusammengehörigkeit voll zum Bewußtsein kommen. Diese Erkenntnis ist es denn auch, die die neue Staatsführung veran­laßt hat, den schon seit langem vorhandenen Be­strebungen zur Förderung des Heimatgedan­kens und der Erforschung unserer Heimat- g e s ch i ch t e ihre besondere Aufmerksamkeit zu­zuwenden.

Auch in unserer engeren hessischen Heimat hat Ministerialrat Ringshausen schon vor Mo­naten zur Bildung eines Heimatbundes aufgerufen, der alle diese Bestrebungen unter einheitlicher Füh- rung zusammenfassen soll. Die örtlichen Ge- schichts- und Altertumsvereine wer­den in ihm als Träger der Erforschung der Heimatgeschichte einen bedeutsamen Platz einnehmen. Es ist daher sicherlich von Wert, wenn hier einmal darauf hingewiesen wird, was in dieser Richtung in Gießen bereits geschehen ist und noch geschehen muß. Besteht doch schon seit mehr als einem halben Jahrhundert derOber- hessische Geschichtsoerein", der sich 'n seinenMitteilungen" ein wertvolles Werkzeug ^ur Veröffentlichung und Verbreitung der geschichtlichen Forschungsergebnisse aus seinem Arbeitsgebiet Oberhessen für sich und im Rahmen der hessischen Geschichte geschaffen hat. Es fei nur an die Ar­beit des früheren Direktors unserer Universitäts- Bibliothek, Geheimrats Haupt, überÄarl Fallen und die Gießener Schwarzen" in Bd. 15 von 1907, der Festschrift zur dritten Jahrhundertfeier der Uni­versität, erinnert, und an Aufsätze, wie die von Hermann K a l b f u ß über Schiffenberg in Bd. 17 und 18, sowie van Fritz B e y h o f f über Gießen im 30jährigen Kriege in Bd. 22 und 23, die sicher­lich nirgends einen geeigneteren Platz hätten finden können, als gerade hier. Erst der letzte, in diesem Jahr erschienene 31. Band, der gleichzeitig als Fest­schrift zur diesjährigen Tagung des Verbandes der Hessischen Geschichts- und Altertumsoereine über­reizt werden kannte, bringt wieder eine Reihe von Aufsätzen, die für die verschiedenen Aufgabenkreise desOberhessischen Geschichtsvereins" kennzeichnend find. An erster Stelle steht ein Vortrag des ordent­lichen Professors für alte Geschichte an unserer Uni­versität, Dr. Fritz Taeger, überdas römische Germanien und die Reichspolitik", der in uns die Erinnerung an die leider noch immer viel zu wenig beachteten monumentalen Reste einer bedeutsamen Vergangenheit unserer oberhessischen Heimat wach­ruft. Der zweite Aufsatz,Studien zur Territorial- geschichte der südlichen Wetterau", eine Arbeit von

Hohensolms, 5. Sept. Gestern gegen 21 Uhr war der Gendarmerie-Oberwachtmeister H i r s ch m a n n mit dem Reinigen seiner P i st o 1 e beschäftigt, da er heute zum Schießen und Appell wollte. Bei dieser Tätigkeit entlud s i ch e i n S ch u ß , der den bedauernswerten Mann in den Bauch traf. Oberwachtmeister Hörne» oius, der Hirschmann besucht hatte und gerade das Haus verlassen wollte, hörte den Schuß, ging zurück und sah das Unglück. Er holte schleunigst Den Arzt, bevor man aber mit einem Transport­auto kommen konnte, war Hirschmann seinen

bis 35, Brombeeren 25, Preißelbeeren 30, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 12 bis 15, Mirabellen 12 bis 15, Reineklauden 12, junge Hahne 80 Suppen­hühner 70 bis 80: Tauben, das Stuck 40 bis 50, Blumenkohl 5 bis 35, Salat 8 bis 10, Salatgur en 5 bis 25, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 7 bis 15, Ober-Kohlrabi 5 bis 8, Lauch 5, Rettich 5 bis 15* Sellerie 5 bis 25; Radieschen, Bündel 10 Pf.

AS.-Lehrerbunt)/ Bezirk Gießen.

Am kommenden Donnerstag, 7. September um 17 Uhr findet im Singfacll des Realgymnasiums die nächste Singstunde des Mannerchors für Oie- feen und die nächste Umgebung statt. Man ermat­tet die Mitwirkung noch weiterer Mitglieder in die­sem Ehor. Anmeldungen sind an Lehrer Diet- rich-Gießen, Goetheschule, zu richten.

Bornotizen.

lagestalenber für Dienstag. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Brennendes Geheimnis" mit Willi Forst. *

Für d i e Bühne verpflichtet. Fräu­lein Luise Decker, die den Sommer über bei der NS -Kampfbühne tätig war, wurde für die kom­mende Spielzeit als Sängerin und Schauspielerin an das Stadttheater Heilbronn verpflichtet.

* Rückständige Elektrizitäts- und Gasgelder aus dem Monat Juli können noch bis zum 15. September ohne Kosten bezahlt wer­den. Wer diesen Termin nicht beachtet, muß mit Unannehmlichkeiten rechnen. Auf die heutige Be­kanntmachung der Werkdirektion sei besonders hin- gewiesen.

freundliche und gastliche Aufnahme fuhren die In­sassen der beiden Autobusie ab und luden zum Gegenbesuch in Offenthal ein. Jedenfalls hatten sie auch einen Eindruck davon bekommen, wie schön die atte Heimat ihres jungen Geistlichen ist und daß sich unser Oberhessen auch sehen lassen kann in dem Kranze schöner Heimatbilder.

Kreis Schotten.

Schotten, 4. Sept. Zur Bekämpfung der K r 0 p f b i l b u n g , bie sich in unserer Ge- birgslanbschaft stark bemerkbar macht, sollen auch in biesem Jahre wieder allgemein in den Schulen des Kreises Iodtabletten verabreicht werden. Die Verteilung erfolgt durch die Klassenlehrer. Der Unfoftenbeitrag beträgt pro Kind nur 15 Pfennig. Im Hinblick auf die Auswirkungen und Gefahren des Kropfes kann diese vorbeugende Maßnahme von allen Ettern nur begrüßt werden.

> Oder-Schmitten, 4. Sept. Der hiesige Männergesangverein unternahm am ge­strigen Sonntag in sechzigsitzigem Autobus eine Sängerfahrt in den Spessart. Nack ein­gehender Besichtigung des Bades' Orb und der Ferienheime auf der Wegfcheide überquerte man die Höhen des Nachbargebirges, um Land und Leute kennenzulernen und Vergleiche mit der heimischen Landschaft anzustellen. In dem reizend im Maintale gelegenen Städtchen Lohr mit seinen uralten Fachwerkbauten und anheimelnden Win­keln und Gäßchen hielt man sich länger auf, um dann mainabwärts über Aschaffenburg und

eine neue Grube bei Freienfeen eröffnet werden, bei der dann auch noch mehr Leute ein­gestellt werden sollen. Die Grube bei Stockhausen ist gänzlich ausgebeutet, so daß eine Inbetrieb­nahme sich nicht mehr lohnt.

Landkreis (Sietzen.

CO Klein-Linden, 4. Sept. Dieser Tage fand eine Besprechung des Denkmalsaus- schusses unserer Gemeinde statt. Nach reiflicher Aussprache wurde beschlosien, daß mit der Errich- tung eines Denkmals für unsere Gefal­lenen im Weltkrieg demnächst begonnen werden soll. Das Denkmal soll vor dem Kirchen­eingang errichtet werden. Die Pläne wurden von dem Denkmalsausschuß genehmigt. Die Mittel wer­den aus dem zu diesem Zwecke angesammelten Denkmalfonds entnommen.

? Reiskirchen, 4. Sept. Am Samstagabend fand hier die Gründung einer freiwil­ligen Feuerwehr statt, zu der sich eine größere Anzahl Einwohner eingefunden hatte. Bür­germeister Launspach konnte in feiner Begrü­ßungsansprache, in der er das Wesen und die Be­deutung einer Freiwilligen Feuerwehr barlegte, die maßgeblichen Herren des Feuerwehrwesens, Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, Branddirektor Braubach, den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Gießen, Brandinfpektor Wenzel u. a. begrüßen. Anschlie­ßend sprach Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier über die Notwendigkeit der Freiwilligen Wehren, in denen restlos der Richtsatz:Gemeinnutz geht vor Eigennutz" verwirklicht werde. Er forderte die Anwesenden auf, sich der Wehr anzuschließen. Als 1. Kommandanten ernannte er den Führer der Pflichtfeuerwehr, Elektromeifter Hch. Damm I., der dann feine Mitarbeiter bestimmte. Da in sei­ner politischen Zusammensetzung der Vorstand aleichgeschattet ist, konnte dieser genehmigt werden. Branddirektor Braubach hob in seiner Ansprache die Pflicht des Feuerwehrmannes hervor. Seine Rede klang aus in einem dreifachenWehr-Heil" auf unsere beiden großen Führer. Nachdem der offizielle Gründungsakt beendet war, verbrachte man den Abend in echt kameradschaftlicher Weise.

* Ettingshausen, 4. Sept. Einen schönen Sonntag durfte gestern unsere Gemeinde erleben. Unter Führung ihres Pfarrers Friedel Nies wa­ren der Kirchengesangverein Offen­thal, Kreis Offenbach, und der Fuß- b a 11 d e r e i n von dort unsere Gäste. Am Vor­mittag predigte Pfarrverwalter Nies in dem überfüllten Gottesdienst, der durch vier Chöre des Offenthaler Vereins verschönt wurde, die Zeugnis ablegten von dem großen Können der Sänger und der guten Arbeit des Dirigenten. Am Nachmittag versammelten sich die Gemeinde und ihre Gäste auf unserem schönen Waldsportplatz. Dort sand ein Spiel der beiden Fußballvereine statt, das schön ausgetragen, mit einem einwandfreien Sieg des Gastvereins endete. Auch bei dieser Gelegenheit er­freuten die Offenthaler Sänger durch Vortrag schö­ner Heimatlieder. Nur zu schnell verstrichen die Stunden, und unsere Gäste mußten scheiden, ob­wohl manche noch gern den Abschied hinausgerückt hätten. Mit herzlichem Lebewohl und Dank für die

Eintritt verboten!

Bissige Hunde!

Rauchen verboten!

Achtung! Dacharbeit!

Vor Taschendieben wird gewarnt!

Fahrftuhl außer Betrieb!

Sie fahren diese Straße auf eigene Gefahr!

Necken und Füttern verboten!

Keine Haftung für Garderobe!

Barten verboten!

efperrt!

Umleitung!

Wegen Uebersüllung gesperrt!

Besetzt! Puck.

Mitteln aufgeschobene Renovierung Rathauses. Dieser Tage wurden die 23i und Dachdeckerarbeiten fertiggeftellt.

aupM

n bienen! In bet Gattin wählt'der !Uch bie Mutter feiner Kinder! lind Mensch in der Wahl seiner Eltern 'm, hier in der Wahl bet Mutter Kinder ift florfitfjt nicht nur mög- rd jur unabweisbaren Pflicht dem chlecht gegenüber! Wer immer von ten darf, woijlgeboren ju fein an , der hat kein Recht, seine Kinder sinn der Gesaht des Uebelyboten-

Darum ist bie Tattenwaht eine ilegenheit, bie keineswegs erledigt ellung bes gegenseitigen Bankgul- ück bes eigenen Lebens Hanoi da- deihen bet tommenben Geschlechter

bet Rasse.

er Wochenmarttpreisc.

5 Sept. Aus dem heutigen Wochen- ßanbbuttcr, das Psund 1,30JM 25 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 0, e) 10, Wirsing (grün), bas Wjnb O, Kotkraut 12, Selbe Ruben 10, Rote not 15, Römischkohl 8, Wen (grün ,is 20, MiMmuse p, lomün 5 )ein 7 bis 10, Kürbis 6, Sanoffein tn.r 0 30 bis 250 Mk., Fruhapsel,

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