Ausgabe 
5.1.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Skisport-Allerlei

Neuheiten für die Stier.

Es sind, wie gewöhnlich, zu Beginn dieses Win­ters eine ganze Anzahl technischer Neuerungen zu beobachten, die zum Teil auf Erfahrungen des alten 2ah.es, zum Teil aber auch auf neuen Ideen beruhen. Kunstlantcnsabri^ation und Kantenschuh tauchen in neuen Formen aus. Während man bis jetzt Metallkanten meist nach der Art der Me­tallkanten an Holzlinealen diagonal in den Ski einlieh, scheint man neuerdings wieder dazu über- zugchen, Metallkanten in breiter Fläche winlel- eisenartig um die Skikante herumzulegen. Cs gibt jetzt Kanten aus Stahl, Messing und 2llu>ninium, aber auch solche aus Zellstoff und aus Kasein. Auch eine Hartholzkante ist aufgetaucht.

Unter len Zubeh.rneuerungen wird eineb.uch- sichere Ekispitze gerühmt, die aus einer etwa zwei Millimeter dicken Zellstoffschicht als Auflage der Aufbiegung besteht, und dem Holz besondere Ela­stizität verleihen soll. Ein neues Steigeisen für Skibergsteiger besteht aus einem hufeisenförmigen Zackenkranz, der allen Schuhbreiten angepaßt werden kann und dessen Stollen aus verschieden gestellten Schneiden, nicht Spitzen besteht. Eine kleine Zunge am Knickgelenk wird in eine Eisen- platte eingeschoben, die vorne an der <^chuh- sohlenspihe angebracht wird. Tie modernen Ski­stöcke. die jetzt mehr und mehr mit einer Schutz­schicht von Celluloid überzogen in den Handel tom- men, werden auch mit verstellbarer Handschlaufe geliefert. Auf dem Gebiete der Skistiefel-Erzeu­gung tauchten zu Weihnachten eine Reihe neuer Modelle, u. a. auch solche, auf. die keine Oesen, sondern nur Haken besitzen, und bei denen die Schutzschlaufe außen nicht innen angenäht ist. Mehr und mehr hat sich bei der Fabrikation moderner Skistiefel ein neues Leder eingebürgert, das in Offenbach fabriziert wird und dem durch eine besondere vegetabilische Gerbung der äußerste Grad von Wasserdichte verliehen wurde. Es ist bemerkenswert und erfreulich, für die deutsche In­dustrie, daß auch die Engländer für ihre neue Mount Everest-Expedition, die dieser Tage Lon­don verläßt, eine Serie von Bergstiefeln aus die­sem Leder zur praktischen Erprobung in höchste Höhen mitgenommen haben.

Zum Schluß sei noch eine neue »Fersenzugfeder" erwähnt, die aus zwei Teilen besteht unb auch Buchstaben enthält, die ein Verwechseln zwischen

rechts und links ausschließen. AlsRückgleit­hemmnis' finden wir neuerdings einen Gummi­belag, der aber noch nicht praktisch erprobt wer­den konnte. Reue Wege im Rucksackbau beschreitet ein Rucksack süddeutscher Provenienz (Tauern­sack"), der durch sinnreiche Einfügung einer ver­änderlichen Versteifung sowohl anliegendes als rückenfreies Tragen gestattet, dessen Schwer- gewichtspuntt sehr hoch und nahe am Rücken liegt, und der durch besonders sinnreiche Anordnung der Taschen gerade dem Hochgebirgsskiläufer zu Ruhe kommen dürfte.

Reue Wertungen in Sicht?

Das eidgenössische Organisationskomitee für die Schweizer Skimeisterschaften hat einen beachtlichen Vorschlag zur Wertungsreform gemacht. Man will erstmals alle vier skisportlichen Disziplinen, also Absnhr^ und E.alom.auf, Lang- und Sprung­laufkombinieren": diese Diererkombination soll allerdings nur als eine Probe betrachtet unb* in der Meisterschaft selbst nicht gewertet werden. Aehnliche Vorschläge sind schon seit Jahren auf­getaucht. Vielleicht bildet das Schweizer Ex­periment die Grundlage für eine Reform unseres in vieler Beziehung noch unzulänglichen skisport­lichen Wertungsshstems.

Die Förderung des touristischen Skilaufs durch den Deutschen Ski-Verband und die Lan­desverbände äußert sich zum Beginn des Win­ters nicht nur in bet persönlichen Fürsorge ynt unseren Rachwuchs (DSD.-Lehrkurse, Leistungs­abzeichen usw.), sondern auch in sachlich-natür­lichen Erleichterungen auf bem Gebiete des Ab­fahrtwesens. 2n diesem Zusammenhang sind die großen Ausholzungen der meistgefahrenen al­pinen Abfahrtstrecken, zum Beispiel vom Spit- zingssattel bei Schliersee ins Tal, vom Kreuzjoch (Kreuzeck bei Garmisch) bis zur Talstation der Bahn und vom Pred'.gtstuhl bei Reichenhall bis hinunter in den Kurort zu erwähnen. Die glei­chen Bestrebungen trifft man auf bekannten Ab­fahrtstrecken unserer Mittelgebirge, also im Harz, im Riesengebirge und auch im Taunus. Rur der Schwarzwald scheint nach wie vor an seinem Pri­vileg festhalten und die natürliche Schwierigkeit seiner Waldabsahrten nicht durch künstliche Ausschlägerungen" erleichtern zu wollen.

Oer Lahn-Oimsberg-Turngau im Jahre 1932.

Das Jahr des 10jährigen Bestehens des Allge­meinen Deutschen Turnerbundes, 1932, brachte dem Gau einen beachtlichen Aufschwung. Die Organisa­tion im Handballsport sowie m den turnerischen Veranstaltungen war mustergültig. Die Veranstal­tungen des Jahres waren gegenüber des Vor­jahres wohl etwas schwächer beschickt, boten aber dafür qualitativ weit bessere Leistungen. Die erste war das Hallengeräteturnen in Atzbach, das inso­fern etwas enttäuschte, als einige der besten Ge­räteturner wie Ferber und Schmidt (Wald­girmes) unb Hettche (Lollar) nicht am Start waren. Trotzdem konnte man mit dem Gebotenen durchaus zufrieden sein.

Es folgte alsdann der Frühjahrswald­lauf des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes in Wißmar, welcher gleichzeitig mit dem Waldlauf des Südwestdeutschen Turn-Verbandes verbunden war. Der Gau war hier durch drei Turner aus Wißmar und durch Grölz (Staufenberg) recht gut ver­treten. Der Gauwaldlauf kam am äußersten nord­westlichen Ende des Gaues bei Erda zum Austrag. Obwohl der Ort am weitesten von sämtlichen Gau- oereinen abliegt, war die Teilnehmerzahl nicht ge­ringer als im Vorjahr. Eine Glanznummer in be­zug auf Abwicklung, Organisation und Werbetätig­keit war das in Wieseck abgehaltene G a u f e st. Die Gau-Leichtathletik-Meisterschaften in Odenhausen waren sehr stark besucht und brachten sehr gute Leistungen.

Die Verbandsmeisterschaften des STV. wurden diesmal wesentlich stärker besucht als in den vor­hergegangenen Jahren. Eine 40 Mann starke Expe­dition, einschl. Begleit- und Kampfrichter, trat die Reise nach Dreieichenhain an. Es wurden nicht we­niger als 9 Meisterschaften und eine ganze Anzahl guter Plätze errungen. Im Gesamtergebnis erreichte die Mannschaft mehr Punkte als die beiden Mann- fchaften des Main-Rod- und Wetterau-Gaues zu­sammen.

Das Kinderturnen und Schwimmen kam an einem Tag zum Austrag. Das Kinderturnen in Waldgirmes hatte eine Rekord-Teilnehmerzahl von weit über 400 aufzuweisen. In Atzbach war das Schwimmen gleichfalls sehr stark beschickt und brachte gegenüber dem Vorjahr eine starke Verbesserung der Zeiten. Die letzte Veranstaltung bildete das auf dem Dünsberg abgehaltene Bergfest. Das Fest hatte eine besondere Bedeutung, da es auf dem Berg zum Austrag kam, nach dem der Gau Namen und Sym­bol trägt. Weiter brachte das Jahr eine Reihe be­deutender Geräte-Mannschaftskämpfe sowie leicht­athletische Mannschastskämpfc. Das Spielwesen wurde weiter ausgebaut und vereinigt zur Zeit weit über 30 Mannschaften bei den Meisterschafts­spielen im Handball, Faustball spielende Vereine sind zehn vorhanden. Besondere Aufmerksamkeit wurde wieder den Spielmannschaften für Musik entgegen­gebracht. Das Jahr 1932 hat, trotz der großen Ar­beitslosigkeit weit mehr gehalten als am Anfang erwartet wurde. Der Gau steht gefestigt da und ist einer der rührigsten im Allgemeinen Deutschen Turnerbund.

ZC.Teuionia" Watzenborn-Steinberg

Watzenborn-Steinberg l Garbenteich 1 9:1 (4:1).

Die 1. Mannschaft aus Garbenteich lieferte am Neujahrstage gegen die 1. der Teutonen das fällige Gesellschaftsrückspiel. Die Gästeelf legte ein äußerst flottes Tempo vor, und zeigte in der ersten Hälfte recht schöne Leistungen. Die Platzbesitzer lieferten bei allem Eifer der Gegner die bessere Partie und stellten das Resultat bis zur Pause auf 4:1. In der zweiten Hälfte wurde die Ueberlegenheit der Teu­tonen noch deutlicher und trotz verzweifelter Abwehr der Gäste wurden von dem schußfreudigen Sturm noch 5 weitere Treffer erzielt. Trotz der hohen Nie­derlage verdient es Anerkennung, daß die Gäste durch ihren Eifer und Kampfgeist dafür sorgten, daß das Spiel nie einseitig wurde. Die Gastgeber, die mit zwei Mann Ersatz antreten mußten, zeigten sich wieder von der besten Seite. Schiedsrichter Seitz (Gießen) leitete gut.

Dortmunder Gechstage Auftakt.

Die Vorrennen zu dem am Freitagabend be­ginnenden 8. Dortmunder Sechstagerennen be­streiten wiederum die Amateure von Köln und Dortmund, die ihren sechsten Städtekampf lie­fern. Das Programm setzt sich aus einem Flie- gertrefsen, Mannschafts-Verfolgungsrennen und Stunden-Mannschaftsfahren zusammen. Von den bisherigen Kämpfen gewann jede Stadt zwei und eine Begegnung endete unentschieden.

Marie Braun wieder hergestellt.

Hollands Meisterschwimmerin Marie Braun ist von ihrer eigenartigen Krankheit, die in Los An­geles durch eine Injektion hervorgerufen worden war und viel Staub aufgewirbelt hatte, wieder­hergestellt, allerdings ist an eine aktive sportliche Betätigung noch nicht zu denken.

Eishockey in St. Monh.

Kanadiersieg imGold-Pokal".

Das internationale Eishockey-Turnier um den Goldpokal von St. Moritz wurde am Mittwoch beendet. Sieger wurden die Edmonton Superiors aus Kanada, die gegen den LTC. Prag wieder ein großes Spiel vorführten und verhalten mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) gewannen. In den beiden übrigen Begegnungen des letzten Tages mußte der österreichische Meister E. K. Engelmann-Wien von der Mannscha t der Britischen Eishockey- Association mit 2:4 (1:2, 1:1, 0:1) eine un­erwartete Riederlage beziehen, während der CHE. St. Moritz sich den englischen Studenten der Cam­

bridge-Universität mit 3:0 (0:0, 3:0, 0:0) über­legen erwies.

Welt Winterspiele der Studenten.

lieber 500 Einzelmeldungen für St. Moritz.

Die Durchführung der ersten größeren Skiver­anstaltung ist gesichert. Die Schneeverhältnisse in der Schweiz und vor allem in Sk. Moritz, wo am heutigen Donnerstag die Akademischen Ski- Wettkämpfe aller Länder und die Schweizer Aka­demischen Meisterschaften beginnen, sind denkbar günstig und auch das Wetter scheint beständig zu bleiben. Das Meldeergebnis für diese Ver­anstaltung ist über Erwarten gut Sechs Ratio­nen haben über 500 Einzel- und 14 Stafselmel- dungen abgegeben, die sich auf die einzelnen Konkurrenzen wie folgt verteilen: Kombination Abfahrt-Slalom 161, Langlauf 68, Sprunglauf 23 und Sonderabfahrtlauf am Schluhtage 250 Ren­nungen.

Am stärksten ist die Schweiz vertreten, und zwar durch die Hochschulen Zürich, Bern, St. Gallen, Lausanne, Fribourg und Basel; Deutschland stützt sich auf die Vertreter der Universitäten München, Frankfurt a. M., Freiburg L Br., Dresden, Ber­lin und Technische Hochschule Berlin; aus Oester­reich kommen Studenten aus Wien, Graz, Leo­ben und Innsbruck; die italienischen Teilnehmer sind aus Rom, Mailand, Turin, Padua, Bo­logna; Rorwegen entsendet Vertreter der Hoch­schulen in Oslo und Drontheim, und schließlich hat Kanada die Mc Gill Universität Montreal mit seiner Vertretung beauftragt.

Wirtschaft.

Oie wirtschaftliche Lage im Dezember.

Berlin, 4. Jan. (CNB. Funkspruch.) Nach der vomI. & H." zusammengestellten Uebersicht der Handelskammern und Wirtschaftsverbände über die wirtschaftlicheLage Deutschlands scheint die Spannung in der Wirtschaftsbelebung, die im November teilweise zu konstatieren war, im ver­gangenen Monat wieder überwunden worden zu sein. In der Mehrzahl der Berichte wird aus einige saison mäßige Belevu n g s - Er - [Meinungen hingewiesen, die sich anläßlich des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels bemerkbar gemacht haben. Dies ist insofern beachtlich, als die eigentliche Produktion für das Weihnachtsgeschäft bereits in die Herbstmonate fällt, sich also kaum mehr in den Dezemberziffern ausdrücken kann. Die Be­richte lassen keinen Zweifel daran, daß die Tal- sohle, von der das Institut für Konjunkturfor- schung in seinem letzten Vierteljahresbericht spricht, überall erreicht worden ist, wenn auch noch nirgendswo direkte Anzeichen vorhanden sind, die einen Kon,unkturumschwung zahlenmäßig erfassen lassen. Immerhin ist hierfür der psycholo­gische Untergrund vorhanden. Die Mehrzahl der Be­richte gibt der Hoffnung Ausdruck, daß eine all­gemeine Belebung im Frühjahr alsbald auf die Industrien übergreifen müßte. Fast überall wird der Wunsch erkennbar, daß die Neichsregierung möglichst bald ihr Arbeitsbeschaf­fungsprogramm durchführen möge, um die erwartete Frühjahrsbelebung von vornherein günstig zu beeinflussen. Als wichtigste Voraussetzung für einen Wiederaufschwung wird immer wieder auf eine weitere Beruhigung der innerpolitischen Ver­hältnisse hingewiesen.

Wirischastsbelebung im Bergbau des Lahn-Ditt-Gebiets.

WER. Wetzlar, 4. Ian. Der Berg- und Hüttenmännische Verein in Wetzlar erstattet über die Lege des Cisenerzmarktcs im Lahn-Dill-Gebiet und in Oberhessen für Dezember 1932 einen interessanten Bericht. Danach bewegten sich in diesem Monat Förderung und'Ab^ah in den vor­monatlichen Grenzen. Wenn auch, so heißt es in dem Bericht, die Absahkrise des ganzen Jahres angehalten hat, so ist doch seit dem schlechtesten Monat des Vorjahres März 1932 eine Bes­serung der Verhältnisse festzustellen, die aller­dings von normalen Verhältnissen noch weit ent­fernt ist. Zur Zeit beträgt dieser Abstand noch rund 75 Prozent. Mit einem Absinken auf 26 Pro­zent seiner normalen Beschäftigung ist der Rück­gang des heimischen Eisensteinbergbaus gekenn­zeichnet.

Für den Eisensteinbergbau war die vorzeitige Aufhebung der Verordnung zur Vermehrung und Erhaltung der Arbeitsgelegenheit vom 4. 9. v. I. außerordentlich bedauerlich, waren doch auf Grund derselben gegenüber dem 15, 8. 1932 etwa 35 Pro­zent mehr Bergleute eingestellt worden. Obgleich die tariflichen Löhne auf Grund freier Verein­barung mit den Gewerkschaften ab 1. 1. 1933

um 5 Prozent gesenkt werden, tritt praktisch in­folge der Aufhebung der Rotverordnung für meisten Betriebe ab 1. Januar 1933 eine um fünf Prozent höhere Lohnbelastung ein. Es w'.ro un.tc.c~ die en Umständen nicht leicht fallen, sämtliche mehreingestellten Leute in Brot zu halten. Kieme Anzeichen einer Wirtschaftsbelebung sind um die Jahreswende bemerkbar gewesen. Die Halden­bestände, die im Monat März 1932 ihre größte Höhe erreicht hatten, sind seit dieser Zeit immer­hin um etwa 15 Prozent zurückgegangen.

*

* Süddeutsche Zucker AG., Mann­heim. Die Generalversammlung der Süddeutsche Zucker AG., Mannheim, genehmigte die Um­wandlung der 400 000 Mk. Vorzugsaktien in Stammaktien und beschloß aus dem nach Ab­schreibungen in Höhe von 1,30 Mill. Mk. ver­bleibenden Reingewinn von 4 493162 Marl (4 294 095) wieder 8 v. H. Dividende auf die Stammaktien und 7 v. H. auf die Vorzugsaktien auszuschütten und den Rest von 2 09k 162 Mk. (1 898 095) auf neue Rechnung vorzutragen.

* AG. für Zellstoff- und Papier­fabrikation, Aschaffenburg. Durch die weiter außerordentlich schwierige Lage am Zell- stofsrnarkt hat sich die AG. für Zellstoff- und Papierfabrikation veranlaßt gesehen, der etwa 350 Mann betragenden Belegschaft ihrer Zweig­fabrik in Stockstadt a. M. vorsorglich für den 1. Juli 1933 zu kündigen. Ob der Zweigbetrieb tatsächlich stillgelegt werden wird, soll von dem Ergebnis der Ueberlegungen und Rentabilitäts­berechnung abhängen, die mittlerweile angestellt werden.

Frankfurter Abendbörse etwas freundlicher.

Frankfurt a. M., 4. Ian. Bei kleinen Um­sätzen schien die Iründstimmung an der Ad end- börfe eher etwas freundlicher. Die Kulisse schritt nach den Abgaben im Mittagsverkehr verschie­dentlich zu Rückdeckungen. Rachdem 2D.-Farben bereits heute mittag sester waren, zeigte sich auch abends noch Interesse, und der Kurs lag gegen­über dem Berliner Schluß um 0,5 Proz. höher. Von Montanwerten waren Klöcknerwerke bei mi­nimalem Umsatz 1,25 Proz. fester, auch Gelsen­kirchen und Mannesmann zogen leicht an. wäh­rend Rheinische Braunkohlen nur knapp behauptet blieben. Auch auf den übrigen Marktgebieten hörte man meist Mittagsschlußkurse.

Der Rentenmarkt lag still. Die Reubesitz­anleihe brodelte etwas ab, ebenso nannte man einige Goldpfandbriese bis zu 0,25 Proz. niedri­ger. Reubesihanleihe 7,50, Altbesitzanleihe 63,38, Schuhgebietsanleihe 5,80, Reichsbank 145,75, Gel­senkirchen 50,75. Klöcknerwerke 44 75. Mannesmann 59,50, Rheinische Braunkohlen 182,13, Stahlverein 31,75, Aku 47, AEG. 28,25, Licht L Kraft 94. Scheideanstalt 151. IG.-Farben 97.50, Holz- mann 59.75, Metallgesellschaft 33.63, Siemens 120, Reichsbahn-VA. 91, Hapag 16,75.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. Ul.

Senin

Echluß- hir<

Schluß!. Abend- börsc

Schluß« für«

Schluß!. Mittag­börse

ZXifum

3.1. 1

4.1.

3.1. |

4.1.

6% Deutsche Reichsanlethe v. 1921

77

76,5

76,9

76.9

6% ehern.7% Dl.Reichsanl. v. 1929

93,25

94

93.5

94

5%% Doung-Aillethe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuid

77

77

76,5

AuÄos.-Rechten ............

63,65

63,4

63,9

63.4

TeSgl. ohne Auslos ^Rechte......

6% ehem. 8% Heft. Bolkoftaat 1929

7,5

7,5

7,7

7,6

lruckzahlb. 102%) ............

Lberhessen Provinz-Anleihe mit

77,5

'

77,5

76,9

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelab l.An

61

61

leihe Sertel mit Auslof.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl

60,25

59,13

(Soldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Yranls. Hyp.-Ban!

87,13

86,13

-

Äoldvfe. 16 unkündbar bis 1936 b'/,% ehern. 4%% yronks. Hyp.

Bank-Ligu.-Pf«,dbriefe .....

5/4% ehem. 4'/r% Rheinische

87,13

-

88,5

87,9

-

Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldvfe.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand

88

87

briesanstatt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand

briefanftaU, Psandbriese R. 10

84,5

84

84,5

84,5

84,5

4% Oefterreichische Koldrento....

4,20% L österreichische Silüerrenle

1,05

1.05

1,1

1,1

4% Ungarische OJoßtente.......

4% Ungarische Staaterenle v. 1910

_

44% deSgl. von 1913....... ..

5% abfleft. Goldmerikaner von 99

6,4

6,5

4% Türkische Zoll anleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

4,05

4,05

4,13

4,13

Serie 1.....................

4,3

4,2

4% detgl. Serie II .............

4,3

4,25

4,4

4,4

6% Rumün. vereinh. Rente v. 1903

5,3

5,4

5,65

4!4%RumSn.vereinh.Rentev.l913

- 9

9,05

8,75

8,9

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,7

4,8

4,65

22,!

4.7

8%% Anatolier .............

22,5

22,5

22,5

.<rrani(ur< u, jji.

öeriin

Schluß« hird

Schluß!. Abend- börfe

Schluß« turd

Schluß!.

Mittag- börfe

Oatum

3.1.

4.1.

3-1.

4.1.

pambnrg-Au.erUa-Pakei .....

1

17

16,75

17

16.75

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

29

Hansa Dampsschiss...........

0

-

27,25

Norddeutscher Lloyd .........

0

17,75

17

17,5

17,25

A.W. für Verkehrswesen Mt. ..

0

43.5

43,5

43,25

43,75

Berliner Handelsgesellschaft....

1

89,75

90,95

Commerz- uno Privatbank...

0

53

53

53,5

53,5

Deutsche Bank und Tisconto-

Gesellschaft................

0

73

72

73

75

Dresdner Bank..............

0

61,75

61.75

61,75

61.75

Reichsbank .................

1

146,9

145,75

147,25

145,9

A.E.G......................

0

29,5

28,25

29,5

28.5

Eloktr. Lieferungegefellschaft ...

5

81

77.5

81

73

Licht und Krasi .............

1.

95,75

94

95,65

94,75

gelten & Guilleaume ........

0

53

52

52,9

52,25

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmungen...............

4

78,75

78

79

78,25

Rheinische Elektrizität ........

,)

94,5

91,5

92

Schlickert L Eo..............

0

37,75

86,75

87,5

86,5

Siemen« & Holüke...........

'l

122,25

120

121,25

120

Lahmeyer LEo..............

10

117,25

115,5

117

116

BnderuS ...................

0

43,5

43

42,75

42,65

Deutsche Erdöl .............

4

86,5

85

86,5

85

Gelsenkirchener..............

0

49

50.75

50

49,9

Harpener...................

c

83,5

82

83,13

81,5

hoesch EisenKoln-Neuessen..

0

51,65

Ilse Bergbau ...............

130

130.5

Ilse Bergbau Genüsse........

/

102,75

101

102,4

101

fllddnerroerfe ...............

c

44,5

44,75

45

43,5

ManneSmann-Rühren........

0

60,75

59,5

60,65

59.4

Manofelder Bergbau.........

c

24,75

24,5

25

24.75

Oberschles. Nokswerke.........

0

72,75

72.25

Phönix Bergbau.............

0

32,75

32

33

32.13

Rheinische Braunkohlen ......

10

183

182.13

185

182.5

Rhelnstahl................

«

71

76

70.75

70,75

Frankfurt a.M.

Serlin

Schluß- kurö

Schluß!. Abend- börs-

Sch:« furd

Schluß!, ml lag« bör'e

Oatum

3-1.

4-1-

3.1.

4.1.

Bereinigte Stahlwerke........

Otavi Minen ...............

u

32.5

31,75

32,4

31.75

0

17,25

17

16.5-

Kaliwerke Aschersleben........

6

112,5

109,5

112,5

110

Kaliwerke Westeregeln........

6

H6,5

114

Kaliwerke Salzdetfurth.......

9

168,5

167

168,5

166

I G. Farben-Indufirie.......

Scheideanslall...............

96

97,5

96,25

97

10

152

151

Goldschmidt ................

0

35

34,75

35,25

34.65

RülgerSwerke ...............

0

42,75

41,9

42,65

42.5

MetällgeleUschaft.............

0

33,5

33,65

34

Philipp Hohmann...........

Zementwerk Heidelberg ......

Eementwerk Karlstadt.........

0

61

59,75

60,9

60,25

4 0

51

52,5

-

_

Mayß & Freytag ............

0

5,5

5,25

-

5

Schultheis Patzenhoser.......

0

_

107,5

106

Aku (Allgemeine Kunstseide^ ...

0

48,5

47

48

47,5

Bemberg..................

0

57

56,5

57,75

57,75

Zellstoff Waldhof ............

fi

46,25

45,5

45,75

44,75

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

30

28,25

30,75

28

Dessauer Gaö ..............

7

108,75

105,5

Daimler Motoren...........

0

19,75

19,75

20,25

19,75

Deutsche Linoleum .........

0

40,5

39

40,25

39,5

Crenfleln & Koppel .........

6

41

40

Leonhard Tietz.............

li

38,5

37,5

38

37,75

Lhade.....................

12

143,5

142

143,5

141,5

Wrüinet ..................

0

29

27,75

1 -

28,5

Mcln'rr.H lirfe » Mt 0.M.

A

70,5

-

-

Südaenticher Zucker ........

8

1 145,5

145,5

-

144

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

3.3anuar

4. Januar

Amtliche.Notierung

Amtliche .Notierung

(»clh

»rie

Geld

1 Brie

Helsingsors.

6,164

6,176

6,1/4

6,186

Wien.......

51.95

52,05

51,95

52,05

Prag.......

12,465

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

169,23

169,57

169,23

169,57

£610.......

72,18

72,32

72,28

72.42

Kopenhagen.

72,58

72,72

72,68

72,82

Stockholm...

76,27

76,43

76,37

76,53

Loudon .....

14,01

14,05

14,03

14,07

Buenos Aires

0,858

0,862

0,858

0,862

Neuhvrk ....

4,209

4.217

4.209

4,217

Brüssel.....

58,26

58.38

58,2/

58,39

Italien.....

21,55

21,59

21.55

21.59

Paris.....

16,42

16,46

16.42

16,46

Schweiz ...

Spanien....

80,94

81.10

80,34

81,10

, 34,39

34,45

31,39

34,45

Danzig....

81,67

81,83

81,67

81.83

Japan.....

0.869

0,871

0,869

0,871

Rio de Ian.

0,269

0,271

0,269 ,

0,271

Jugoslawien Lissabon...

5,574

5,586

5,574 *

5,586

12,76

12,76

12,76

12,78

Banknoten.

Berlin, 4 Januar

Seid

Ariel

Amerikanische Noten..............

4,20

4,22

58,11

Dänische Noten .................

72,31

72,59

13.99

14,05

Iraiijösische Noten...............

16,38

16.44

Holländische Noten...............

168,86

169,54

Italienische Noten................

21,49

21,57

Norwegische Noten ..............

72,11

72,39

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

-

Rumänische Noten...............

2,46

2.48

Schwedische Noten...............

76,20

76.50

Schweizer Noten.................

80,76

81,0*

Spanische Noten...............

34,25

34,33

Ungarische Noten................