Ausgabe 
4.12.1933 Zweites Blatt
 
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Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt Der Herzog hat das Ehrenamt übernommen. Der Reichsminister des Innern hat den Generalinspekteur des Sanitätswcsens der. und 6-S., Sanitätsobergruppenführer Generalstabs­arzt a. D. Dr. H o ch e l s e n zum st e l l o e r t r e tenden Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt. Dr. Hocheisen war bisher der be­sondere Beauftragte des Reichsministers des In­nern zur Regelung von Rotkreuzfragen.

Amtsgericht Gießen.

Die in Hörnsheim wohnhaften W. Sch., W. <8-, W. Sch. und H. hallen sich am Freitag wegen Körperverletzung zu verantworten. 3m Frühjahr ds. 3s. überfielen sie die von einer Konfirmation heim- kehrende Familie M., insbesondere den Sohn Otto M. und mißhandelten ihn durch Fußtritte und Schläge ins Gesicht. Rach eingehender Leweisauf­nahme erkannte das Gericht gegen Sch., G. und Sch. auf je 50 Mar k Geldstrafe. H. wurde frei- rochen.

er D. ft. aus Wieseck erhielt einen Strafbefehl, da

er im Herbst 1932 aus einem Steinbruch einen alten Motor entwendete und ihn in feinem Garten ver­borgen hielt Wegen des geringfügigen Wertes und der Tatsache, daß der Angeklagte bisher unbestraft ist, erkannte das Gericht auf 10 Mark Geld­strafe. Die Kosten trägt der Angeklagte. Der Amts- anwolt hatte eine Woche Gefängnis beantragt

Der Fr. Sch. aus Dutenhofen sollte am 8. August ds. 3s. in Gießen trotz Parkverbotes feinen Wagen in den Hindenburgwall gestellt haben. Die Aus­sagen zweier Zeugen standen sich gegenüber. Da der Angeklagte dem Gericht einen guten Eindruck machte und da ein 3rrtum wahrscheinlich war, erkannte das Gericht auf Freisprechung.

Der Kaufmann 3. ft. aus Frankenau erhielt eine Gefängnis st rafe von 3 Monaten wegen vollendeten Betruges. Er hatte gegen einen hiesigen Geschäftsmann eine größere Forderung. Er wußte dessen Ehefrau zu veranlassen, einen Revers zu un­terschreiben, in dem sie sich zur ratenweifen Ab­deckung der Schuld bereiterklärte, jedoch unter der

Bedingung, daß seitens des ««gesagten eine Ber- Steigerung der für die Forderung gepfändeten Wa­ren unterbleiben sollte. Kaum war die Vereinba­rung getroffen, erschien der Angeklagte einem Gerichtsvollzieher und sch.cktc sich an, die Waren- bestände in das Dersteigerungslokal zu schaffen. Mit dem Schuldschein dachte er zu verschwinden, was je­doch die 3nniative der Ehefrau des Geschäftsmannes verhinderte. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte.

Meine Strafkammer Gießen.

Der wegen Diebstahls und Hehlerei schon vorbe­strafte Ztzfahrige Hermann Ger lach wurde vom Amtsgericht in Ortenberg zu 6 Monaten Ge­fängnis verurteilt Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung, die auf Antrag des Staatsanwaltes am Freitag verworfen wurde. Die Hauptoerhanülung ergab folgendes Bild. Der Ange- klagte entwendete in der Nacht zum 16. Dezember vorigen 3ahres der Wwe. Koch in Stockheim mit­tels Einfteigens zwei Sack Weizen. Die Tat be­gründete er damit, daß ihm die Bestohlene angeb­lich noch einen Lohnbetrag schuldig gewesen wäre.

Der aus Friedberg stammende Christian Vogel, der wegen Körperverletzung schon vorbestraft ist, beleidigte einen dortigen Polizcihauptwachtmeister, indem er ihn alsStromer" undLump" bezeich­nete. Als ihm der Zeuge darauf eine Ohrfeige gab, ging der Angeklagte auf ihn mit einer Kohlen- schaufel los, so daß sich der Zeuge in ärztliche Be­handlung begeben mußte. Dom Amtsgericht Fried­berg wurde der Angeklagte zu 6 Wochen Ge­fängnis verurteilt. Die dagegen eingelegte Be­rufung wurde kostenpflichtig verworfen.

Der vorbestrafte Arbeiter Baumann von Gie­ßen wurde vom Amtsgericht Gießen zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt B. bearbeitete seinerzeit die an der Kläranlage wohnhafte Zeugin Müller nach einem oorausgegangenen Wortwechsel mit be­schuhten Füßen derart am Bein, daß der ärztliche Befund einen Bluterguß ergab. Außerdem versetzte er ihr noch einige Schläge ins Gesicht. Entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters wurde die Be­rufung verworfen.

Wirtschaft.

Der Reichsbankstaius Ende November.

Berlin, 2. Dez. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 3 0. November hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Ef­fekten um 339,1 Mill, auf 3708,8 Mill. Mk. erhöht 3m einzelnen haben die Bestände an Handelswech­seln- und Schecks um 207,6 Mill, auf 3001,3 Mill. Mark, die Lombardbestände um 111,2 Mill, auf 162,9 Mill. Mk., die Bestände an deckungsfähigen Wertpapieren um 5,5 Mill, auf 198,6 Mill. Mk., die Bestände an Reichsschatzwechseln um 15,2 Mill, auf 26,3 Mill. Mk. zugenonnnen, die Bestände an sonstigen Wertpapieren um 0,4 Mill, auf 319,7 Mill. Mk. abgenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu­sammen sind 263,9 Mill. Mk. in den Verkehr abge­flossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichs- bantnoten um 256,2 Mill, auf 3541,7 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 7,7 Mill, auf 380,9 Mill. Mk. erhöht. Der Umlauf an Scheide- münzen nahm um 87,7 Mill, auf 1484,7 Mill. Mk. zu. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbank­scheinen haben sich auf 28,0 Mill. RM., diejenigen an Scheidemünzen unter Berücksichtigung von 1,7 Mill. Mk. neuausgeprägter und 0,6 Mill. Mk. wie- der eingezogener auf. 198,9 Mill. Mk. ermäßigt Die fremden Gelder zeigen mit 477,8 Mill. Mk. eine Abnahme um 10,7 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold- und deckungsfähigen De- vifen haben sich um 2,0 Mill, auf 408,6 Mill. Mk. erhöht. 3m einzelnen Haden die Goldbestände um 6,4 Mill, auf 405,4 Mill Mk. zugenommen und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 4,4 auf 3,2 Mill. Mk. abgenommen.

Die Deckung der Noten betrug am Ultimo 11,5 Prozent gegen 12,4 Prozent am 23. November.

Fortschreitende Besserung des kaufmännischen Siellenmarktes. Nach den Beobachtungen der kaufmännischen Stellenvermittlung des Deutschen Handlungsgeyil- fen-Verbandes Hai die feit Monaten zwar mäßig, aber mit Gleichmäßigkeit fortschreitende Besserung des kauftnönnifchen Stellenmarktes noch im November angebalten. Die günstige Entwicklung findet ihren charakteristischen Ausdruck in der Zahl der als neu­gekündigt sich anmeldenden Bewerber. Die Zahl blieb, obwohl in den November der Quartalskün- bigungstermin zum Iahresschluß fällt, nicht nur wesentlich hinter den Vergleichszahlen der letzten Quartalskündigungsmonate, sondern selbst noch hinter den wesentlich niedrigeren Zahlen der urigen

Monate, insbesondere den Kündigungen im Oktober, zurück. Sie beträgt nur noch rund 35 Prozent der der Stellenvermittlung im November gemeldeten offenen Posten. Anderseits hat die Zahl der Be- setzungsausträge und getätigten Vermittlungen gegenüber Oktober im Reichsdurchschnitt eine wei­tere Besserung von etwas über 10 Prozent erfah­ren. Lediglich im industriellen Westen ist hinsichtlich der Vermittlungsmöglichkeiten ein Stillstand und in Sachsen ein leichter Rückgang eingetreten. Die Entscheidung über die Einstellung von in Vorschlag gebrachten Bewerbern wird allgemein nicht mehr so zögernd getroffen, wie noch im Frühsommer dieses 3ahres. Allerdings werden wieder mehr als in den letzten Monaten vorwiegend jüngere Gehil­fen verlangt. Branchenmäßig am begünftigften im Vermittlungsdienst waren das Versicherungsgewerbe und die Nahrungs- und Genußmittelindustrie, ein­schließlich der entsprechenden Zweige des Handels. Spezifisch ungünstig ist die Stellenmarktlage nach wie vor in den 3nbuftrie- und Handelszweigen des reinen 3m- und Exportgeschäftes. Das Weihnachts­geschäft brachte im Einzelhandel bereits geaen Ende November vermehrte Einstellungen zur Aushilfe. Dabei zeigt sich, daß mehr als in früheren 3ahren an Stelle verheirateter, früher im Geschäft als Ver­käuferinnen tätig gewesenen Frauen auf stellungs­lose ftaufmannsgepUfen zurückgegriffen wird.

Konkurse im November. Nach Mittei­lung des Statistischen Reichsomts wurden im Mo­nat November durch denRoicysanzeiger" 221 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abge­lebten Anträge auf Konkurseröffnung und 83 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 250 bzw. 77.

Frankfurter Börse.

Frankfurter Borfe: uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 2. Dez. Der Mangel an nennenswerten Kundenorders ließ die Wochenschluß- börfe in sehr ruhiger Haltung eröffnen, indessen war die Grundstimmung auf Grund günstiger Wirt- schaftsnachrichten nicht unfreundlich. Der weitere Rückgang der 3nsoloenzen und die erhöhten Spar­kasseneinlagen regten etwas an. Zu größeren Um­sätzen kam es indessen auf keinem der Marktgebiete, da die Spekulation zu Neuengagements keine Nei- gung zeigte, vielmehr zum Wochenende in den ge­lten} stärker gestiegenen Papieren einige Glattste!- jungen vornahm. Dadurch war auch die Kursgestal­tung, bei allerdings nur geringfügigen Abweichun­gen, uneinheitlich

Gib von Deinem Brot den hungernden Volksgenossen!

Bei Eröffnung lagen Montanwerte überwiegend etwas rückläufig, Stahloereinswerte bis minus 0,5 o. H., aber fjarpener (minus 1,25 o. H.) und Man- nesmann (minus 1,75 v. H). Der Elektromarkt war durchgängig befeftiat, wobei der aünftige 3ahres- bericht der Licht ö-Kraft-AG. von Anregung gewe­sen sein dürfte. Licht 8c Kraft standen mit plus 2,75 v. H an der Spitze, gelten folgten mit plus 1,5 o. H., im übrigen betrugen die Erhöhungen von 0,50 bis 0,75 o. H. 3®. Farben eröffneten mit 127 v. H. mä­ßig erhöht, unterlagen bann aber mehrfachen Schwankungen (minus 126.50 bis 127,25 bis 126,75). Etwas fester lagen noch AG. für Verkehr (plus 1,50 v. $).), anderseits gaben Zellstoff Waldhof um 1 o. H. nach. Reichsbankanteile und Schiffahrtswerte usw. waren gut behauptet.

Arn Rentenmarkt zogen Neubesitzanleihe bei etwas lebhafterem Geschäft um 20 Pfennig auf 17,10 v. H. an, gingen bann auf etwa 16,95 bis 17 zurück, um erneut auf 17,15 v. H. anzusteigen. Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen je 0,13 v. H. niedriger. Don 3nbuftrie-Dbligationen waren Stahloerein um 0,65 o. H., Reichsbahnvorzugsaktien um 0,25 o. H. erhöht, während mitteldeutsche Stahl­werke 0,25 o. H. nachgaben.

3m Verlaufe war das Geschäft nur in einigen Spezialwerten lebhafter Io bei AEG. (plus 1 o. H), Schuckert (plus 3 v. H.), Gestürel (plus 0,5 v. H), während auf den übrigen Marktgebieten nur un­wesentliche Veränderungen vor sich gingen, wobei aber IG.-Farben auf 127,25 o. H. und eine Anzahl von Montanaktien 0,25 bis 0,50 v. H. erholt waren. Gegen Schluß der Börse machte sich Abgabeneigung in 3®.-Farben bemerkbar, die bis auf 125 v. H fie­len, und auch sonst ergaben sich Rückgänge bis 1 o. H. Recht schwach zur Notiz kamen Südd. Zucker mit 174,50 (minus 3,5 v. H), ferner Kaliaktien von mi­nus 1 bis 3 v. H. Der Kassamarkt war ruhig und ohne größere Veränderung. Weiter fest lagen aber Zellstoff Memel etwa 35 nach 32, während Klein, Schanzlin mit 44 2 v. H. und DD-Bant mit 54 1 o. H. verloren.

Deutsche Anleihen traten später mehr in den Vor­dergrund, besonders Altbesih 91,90 (plus 0,50 o. H.), Neubesitz 17,20 und späte Reichsschuldbuchforderun­gen 92,25 nach 92,13. Altbesitz schlossen dann mit 91,50 v. H. Am Kassarentenmarkt waren die Der- änberungen bei geringem Geschäft sehr klein. Stadt­anleihen und Kommunal-Obligationen lagen jedoch fester. Ausländer lagen still. Tagesgeld war zu 3,75 v. H. leichter.

»Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 2. Dez. Der Uebergang zum neuen Monat ließ das Geschäft noch nickt lebhafter werden, frische Eier waren fast kaum gefragt, wäh­rend Kühlhausware, in denen sich das Angebot vor Schluß der Saison sehr drängt, bester abgingen. Indessen rechnet man, daß die Nachfrage zum be­vorstehenden Weihnachtsfest in den nächsten Tagen auch für frische Ware zunehmen wird, wobei aber wegen des Preises billige Sorten bevorzugt werden dürften. Die Anlieferungen aus den Ost- und Bal­kanländern waren infolge der zunehmenden Kälte knapp, aus anderen Gegenden dagegen genügend. Die Prelle blieben wieder unverändert und bewe­gen sich für deutsche Frischeier zwischen 13 bis 14,50, für Holländer zwischen 12 bis 14, für Dänen zwi­schen 12 bis 13,50, für Esten und Finnen zwischen 11,50 bis 13 Pf. pro Stück je nach Größe. Polen 9,50 bis 10,50, Rumänen und Südslawen je 10,50, Bulgaren und Steiermark je 11 Pf. Kühlhauseier: deutsche 10 bis 11,50, holl. 9,50 bis 10,50.

Allgäuer Butter« und -äfebörse.

Kempten, 2. Dez. Allgäuer Molkereibutter 1. Qualität 125 (zuletzt 125), Allgäuer Molkerei­butter 123 (123), Landbutter 116 (116). Die Preise sind Erzeugeroerkaufspreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für Pfd.

Frankfurter Butterrnarkt.

Frankfurt a. M., 2. Dez. Das Buttergefchäst war weiterhin gering, selbst die geringen Zufuhren des 3n- und Auslandes decken den Bedarf. 3nbe|fen zogen die Preise etwas an: Deutsche Markenbutter 150 bis 152, do. Molkereibutter 146 bis 148. Hol- ländische Markenbutter im Faß 152, % Faß 154, ausgeformt 156 per 50 Kilogramm franko Frank­furt a. M.

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Frankfurt a. TL, 4. Dez. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1684 Rinder (413 Ochsen, 132 Bullen, 550 Kühe, 577 Färsen), 442 Kälber, 189 Schafe, 3907 Schweine. Es kosteten: Ochsen 22 bis 31 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 11 bis 27, Färsen (Kalbinnen) 21 bis 32, Kälber 20 bis 38. Schafe 20 bis 27, Schweine 42 bis 50 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine schlep­pend, Kälber langsam, Schafe mittelmäßig.

Hiller schasst Arbeit!

weitere bewilligte wahnahmen im Arbeit»- beschassungsprogramm:

Tagewerke

auf der

Maßnahme: Baustelle:

wiesenentwästernng und Oedlandkultivie­rung in der Gemeinde weerhol; 1600 Regulierung des Oelwiesbache» der Ge­meinde Gonzenheim 1130

Robauregulierung und Wiefenentwäffe- rung der Gemeinde Lämmerspiel 1050 Lnlwä 'ernng von Acker- und w esenlön- dereien der Drängeno^enschaft Ransbach 3400

Wiesenentwästernng und Kultivierung von Oedland in der Gemeinde Bieber 2100 Robauregulierung u. Wiefenentwästerung

in der Gemeinde Wühlheim 2800

Regulierung de» Gonzbache» in der Ge­

meinde Gonzenheim 1800

trbarbeiten zur Schaffung von Kleingar­

tenland rechtsmainstch und zur Herstel­

lung der Rampe für die Ileberführung der Hindenburg-Straße in J r a n f- fort a. w. 1534

Erdarbeiten für die Durchführung des

Theodor-Stern-Kai» nach Jlleberrab u. Freilegung des Gartengeländes süd­westlich der MainNeckar - Brücke in Frankfurt a.w. 26 900

Erdbewegungsarbeiten zur Befestigung neugeschütteter Ufer beiderseits des Blain» und Wegebauarbeiten Im Ge- lände der Stadtrnndfiedlung Goldstein in Frankfurt a. w. 38 094

Büchertisch.

Dienst am Deutschtum. 1934. Jahr­weiser für das deutsche Haus. Mit 55 prächtigen Bildblättern. Preis 1 Mark. 3. F. Lehmanns Ver­lag, München 2 SW. (476) Der schöne neue Abreißkalender des bekannten nationalsozialistischen Verlages steht diesmal mehr denn je im Zeichen von Roste, Heimat, Wehrhaftigkeit und Persönlich­keit. Selbstverständlich fehlen auch die großen Füh­rer des neuen Deutschland nicht wie Hindenburg, Hitler, Görina, Darrö u. a. Daneben findet man wundervolle Landschaftsbilder, bei denen diesmal besonders die Grenzlandgebiete des Deutschtums . berücksichtigt wurden. Bilder aus der germanischen Vorgeschichte entzücken den Blick ebenso wie solche der gotischen Plastik. Bemerkenswert sind natürlich auch alle rassenkundlichen Bilder, Raste und Rasten- pflege sind ja heute die Grundlage des Staates. Die beigegebenen Tette und Sprüche ermahnen ein­dringlich zum Dienst am Deutschtum. Wir können diesen schönen und wohlfeilen Kalender sehr empfeh­len, er atmet ganz den Geist des Nattonalsozialis- mus.

Julius Zerzer: Das Bild des Ge­harnischten. Erzählung. (Die kleine Bücherei", Band 29 ) 3n Pappe geb 0,80 Mk. Albert Longen, Georg Müller, Verlag München. 1934. (486) Diese eine kleineGeschichte um Wallenstein" wird Zerzers Ruhm als Erzähler begründen' anmutig und heiter, in feinster Ironie und doch mit tragi­scher Spannung im Hintergrund erzählt er, wie ein großes weltgeschichtliches Geschehen mit seinen Wel­len den sicheren Port des Spießbürgers erreicht und gefährlich beunruhigt.

WillVesper: Der arme Konrad. Hi­storische Erzählung. 44 S. Geb. 1,10 Mk Bertels­mann. Verlag, Gütersloh. (385) (Eine tragi­sche Erzählung aus der Zeit der beginnenden Bauernkriege, vom Anrennen der Schwachen gegen die Macht und vom notwendigen Unterliegen In un­gleichem Kamps.

Evangelische Gemeinden.

Montag, den 4. Dezember.

Lollar. 20.30 Uhr. Bibelstunde.

Mittwoch, den 6. Dezember.

Staufenberg. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenoerein.

Donnerstag, den 7. Dezember.

Daubringen. 20.30 Uhr: Bibelstunde.

katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 6. Dezember.

Hungen. 7.30 Uhr: Meste.

Spree- r»rn ncr SicihVtion.

11 30 bl» 12 .30 Uhr 16 bl» 17 Uhr Samstag nodnnillaa geschlossen

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beichlossenen Dividende an Reichsbankdiskont 4 o H Lomvardzinsfuh 5 o H.

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71,38

13.84

0.898

2,652

58.29

22.10

16,40

81,12

34.27

81.52 0.821 0.229

5.295

12.62

6.131 48.15

12.435

3,053 169.02

69.67 61.86 71,52 13.88 0.902

2.658 58.41

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34.3 81.68 0.823 0,231 5,205

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2.682

58.29 72.11 16.40 81.25 34.27

81,57 0.819 0.229 5.295 12.65

6.141 48.15

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3.053 166,07

69.82 61.9» 71.57

13.909 c.877 2.688 58.41 22.15 16.44

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