Ausgabe 
4.12.1933 Erstes Blatt
 
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fall, ^üer habe di« öffentliche Meinung für sich i Grad. Vom Kamm des Riefengebirges werden oewonnen. weil er d i e Skandale aut b e cf f P ! mirtiia 17 CQ.-«S tn___r.

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Kunst und Wissenschaft

bewilligt.

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Schwere Unwetterschäden im Piräus.

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Der Direktor der Bielefelder Gewerblichen Be­rufsschule, Brinkmann, seine Frau und sein Kind sind in ihrer Wohnung tot aufgefunden worden. Wie die Ermittlungen ergaben, ist die Fa­milie durch Einatmen von Leuchtgas freiwillig aus dem Leben geschieden. Brinkmann war vor acht Ta­gen auf eigenen Antrag beurlaubt worden, da sich im inneren Schulbetrieb starke Spannungen er» geben hatten.

g«schäfte führen oder mehr als 10 Personen schaftigen. Unter Geschäftseröffnung ist auch Umwandlung eines Verkaufsgeschäftes durch Aufnahme neuer Abteilungen zu verstehen.

Führerprinzip

im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

In der Wandelhalle des Herrenhauses in Berlin and die feierliche Eröffnung der vom V o l k s b u n d Deutsche Kriegsgräberfürsorge veran- statteten Ausstellung statt, die in Modellen, Bildern und Werkstücken einen Ausschnitt aus feinem weit­verzweigten Arbeitsgebiet zeigt. Aus der Bundes-

minus 17 Grad gemeldet. Breslau halle Sonntag­früh minus 13 Grad. Von der Schneekoppe werden sogar 19 Grad gemeldet.

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tagung ist als wichtigstes Ergebnis die einstimmige Annahme einer Satzung zu nennen, die das Füh - r e r p r i n z i p auch im Volksbund durchführt. Bundesführer des Volksbundes wurde fein gründer Dr. Euler.

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angehört -rbnten, die bis m sollten. Som Qtmbereit- lür den 3. x mgcsagt. Am . oatz im gan« aurbe. Denn die n 3ügen durch lehen, zunächst mitSistolen. der Kurierdienst !arz oer jagtt. arain haben wir ach Hause gehen, il am Samstag, 3 nicht; passierte, jene (ein (oHle. tr Dr. Lösche und rnitzke und @run- ilroffr,die der lassen hat, beant= > Angeklagten Di- bssers der Echrift bnt hat, vertag mg auf MM.

den schwer beschädigt. Das Regenwasser stand in den Straßen meterhoch. Die Zahl der über­schwemmten Keller beträgt rund 2000. Viele Fa- nülien sind obdachlos geworden und flüchteten in die Kirchen. Mehrere Personen werden vermißt. Man befurchtet, daß sie ertrunken sind.

Poskfluglinie MoskauWladiwostok in Betrieb.

Dieser Tage wurde die Po stflu gli ni e Mos­kau Wladiwostok in Betrieb genommen. Auf dem Moskauer Flugplatz startete der russische Flieger Rja duschen ko mit 220 Kilo Post nach dem Fernen Osten. Diese neue Postlinie wird drei­mal monatlich beflogen.

Familiendrama in Freiburg und Bielefeld.

In Freiburg i. B. wurden der 49 Jahre alte Prokurist Manfred Dörr und seine beiden 7 und 8 Jahre alten Kinder in ihrer Wohnung totauf« gefunden, während die 36jährige Ehefrau noch Lebenszeichen von sich gab und in die Klinik einge­liefert wurde. Es besteht Hoffnung, daß die Frau am Leben erhallen werden kann. Rach hinterlassenen Briefen hatten sich die Eheleute entschlossen, gemein­sam mit ihren Kinder ausdemLebenzuschei- d e n. Anscheinend hatten sie am Abend zuvor erheb­liche Mengen Schlafmittel eingenommen und dann nach der Abdichtung der Türen und Fenster den Gashahn des Gasbadeofens geösfnet. Dadurch, daß gegen Morgen in der darüberliegenden Wohnung Gasgeruch bemerkt und die Polizei verständigt wor­den war, wurde die Familie nach gewaltsamer Oeff- nung der Wohnung in der erwähnten Lage ausgesun­den. Was die Eheleute zu der Tat veranlaßt hatte, ist nicht bekannt. Jedenfalls kommt wirtschaftliche Not , nicht in Frage, da der Ehemann ein gutes Einkommen i hatte. Die treibende Kraft zu der Tat scheint die Ehefrau gewesen zu fein, von deren Hand auch die binterlassenen Abschiedsbriefe stammen. Auch ein Testament wurde oorgefunden, dessen Oeffnung viel­leicht einige Aufklärungen brinaen wird. Die ein­zige Ueberlebenbe, die Ehefrau Dörr, liegt noch be- wußtlos in der Freiburger Universitätsklinik.

Orkan über dem Schwarzen Meer.

Sell mehreren Tagen wüten orkanartige Sturme über dem Schwarzen Meer, durch die zahlreiche Schiffe, besonders kleinere Frachtdampfer, in Seenot gekommen sind. Im Hafen von Varna kollidierte der deutsche DampferAndros" bei den Anlegemanövern mit einem griechischen und einem italienischen Dampfer; die beiden letzteren Schiffe erlitten schwere Beschädigungen. In den Stiften- gegenden richtete der Sturm großen Schaden an. 6in Teil der Stadt Anchialo wurde vollkommen überschwemmt. Die Schiffsverbindungen zwi­schen Rußland und der Türkei sind vollkommen lahmgelegt. Ein englischer Dampfer mußte in der Nähe von Noworossisk auf Befehl des Kapitäns versenkt werden, um der Gefahr einer Explo­sion zu entgehen. Die Besatzung wurde gerettet.

Die Konstantinopeler Sophienkirche in Brandgefahr.

Die Sophienkirche in Konstantinopel, eine der berühmtesten Gotteshäuser der Christenheit, ist von einem großen Feuer bedroht, das das benach­barte alle Gerichtsgebäude zerstört hat. Auch die berühmte Sultan-Ahmed-Moschce ist in Gefahr. Sämtliche Paderborner Schulen wegen Diphtherie geschlossen.

Die Paderborner Volksschulen sowie die höheren Lehranstalten in Paderborn sind wegen zahlreicher Diphtherieerkrankungen bis zum 9.Ja­nuar geschlossen worden. Don der Schließung wer­den auch die privaten Fortbildungsschulen betroffen, da viele Erwachsene ebenfalls von der Epidemie ergriffen sind.

Beim S>aHo vom Beck das Genick gebrochen.

Ein trauriger Geschick hat den besten Turner des Turnvereins in Königsee (Thür.), S t r i tz e l be­troffen. Er übte am Peck und wollte seine Hebung mit einem Salto beenden. Der Abgang mißglückte, und Sttitzel fiel so unglücklich auf den Hinterkopf, daß er dabei die Wirbelsäule brach. Er starb auf dem Transport ins Krankenhaus. Strit- zet war einer der hervorragendsten Turner des Gaues.

Baldiger Baubeginn der Simplon-Autostcahe.

Italienischen Blättermeldungen zufolge ist der Bauplan einer Kraftwagen st raße über den Simplon in den letzten Monaten so well gediehen, daß mit dem baldigen Beginn der Ar­beiten gerechnet werden kann. Mit der Erbauung dieser Straße wurde der Simplon, der in den Win­termonaten dem internationalen Kraftwagenverkehr bisher verschlossen war, eine außerordentlich schnelle Verbindungsstraße zwischen Italien und dem übri­gen Europa bilden.

Beschränkung der Warenhäuser in der Schweiz.

Der Schweizer Bundesrat hat nunmehr über die Beschränkung der Warenhäuser die erst« Verordnung erlassen. Neue Warenhäuser und! Erweiterungsbauten sind untersagt, auch neue Filickl- : geschäfte des Kleinhandels mit Lebensmitteln und Schuhen sollen in das Verbot einbezogen werden. Für bereits errichtete Geschäfte müssen nachträgliche Bewilligungen eingeholl werden. Als Großunter­nehmungen des Einzelhandels gelten solche Geschäfte, die mit dem Hauptgeschäft mehr als vier Verkaufs-

Beue Gesichtspunkte in dec Krebstherapie.

.Auf dem Boden neuer experimenteller Erkennt­nisse ist es dem bekannten italienischen Chirurgen und Krebssorscher F i ch e r a gelungen, eine neue Richtung in der Behandlung von Krebs­kranken zu entdecken, die bisweilen auch dann noch zum Erfolg führt, wenn das Messer des Chirurgen oder die Röntgen- und Radiumsttahlen nicht mehr den erhofften Erfolg zeitigen. Es gelang ihm mit seinen Mitarbeitern, aus krebsfeindlichen Organen Extrakte herzustellen, die dem Krebskran­ken eingefpritzt das Tumorwachstum hemmen und in manchen Fällen sogar ganz verhindern. Manchmal konnte er durch diese Maßnahmen allein sogar in Fällen, die einer chirurgischen ober Ärah- lenbehandlung unzugänglich waren, bösartige Ge- schwulste zur Rückbildung zu bringen. Es ist zu hof­fen, daß mit dem Präparat von Professor Fichera sich in manchen Fällen werden Erfolge erzielen lassen, die mit den bisherigen Behandlungsmethoden nicht erreicht werden konnten. Das Präparat soll nicht an die Stelle der bisher geübten erfolgreichen Be­handlungsmethoden der Chirurgie und Bestrahlung treten, sondern es soll zusätzlich zu diesen Be- Handlungsarten angewendet werden, um die Herler­gebnisse bei Krebs um einen weiteren nicht unerheb­lichen Prozentsatz zu erzielen. Professor Fichera beschreitet damit bewußt einen ganz neuen Weg in der Krebstherapie. Er stellt neben die chirurgische und Strahlentherapie eine biologische Therapie. Durch Zufuhr der im gesunden Körper selbst ge- bildeten geschwulstfeindlichen Substanzen sucht er dem krebskranken Körper die ihm fehlenden Stosse zuzuführen und seine geschwächten Abwehrorgane zu neuer Tätigkeit anzuregen. Deutsch-italienischer Zusammenarbeit ist es zu verdanken, daß das MittelFichera 356" genannt, das wegen geringer Beständigkeit bisher nur in Italien ange­wandt werden konnte, nunmehr in eine haltbare allgemein verwendbare Form gebracht und durch die I. G. Farbenindustrie allen interessierten Aerz- ten zur Prüfung zugänglich gemacht werden kann. Es wird natürlich Jahre dauern, ehe man in der Gage fein wird, ein endgültiges Urteil abzugeben. Bonn huldigt dem Andenken Ernst Worlh Arndts.

hing in die Hände der Stadt Berlin, während der Präsident des Reichsluftschutzbundes, General­leutnant a. D. Grimme allen Mitarbeitern den Dank für das Gelingen der Ausstellung ausiprach. Die Ausstellung selbst gibt einen umfassenden Ueberblick von der Bedrohung und den entsprechen» den Schutzmaßnahmen.

Oeschelbroyner vrandursache unaufgeklärt.

Blättermeldungen zufolge hat jetzt die Staatsan­waltschaft Pforzheim nach Abschluß der Untersuchung wegen der Oeschelbronner Brandkata- strvphe das Verfahren wegen Verdachts der Brandstiftung gegen die Witwe Katharina Brei­tenstein in Oeschelbronn eingestellt. Es hat sich bei beiden Beschuldigten weder für vorsätzliche noch für fahrlässige Brandstiftung eine Seftätiaung des Verdachts ergeben. Die Brandursache hat sich nicht ausklären lassen.

Wieder eine schweres Unglück auf der Köln- Bonner Autostraße.

Nach dem Zusammenstoß auf der Köln-Bonner Autobahn, der vor wenigen Tagen drei Menschen­leben forderte, ist am Sonntagabend wieder ein schweres Autounglück auf dieser eigens für den Kraftverkehr gebauten Straße zu verzeichnen. Im Bezirk Wesseling raste ein mit vier Personen besetzter Personenkraftwagen auf einen wegen einer Reifenpanne am Straßenrand haltenden Lastkraft­wagen mit Anhänger. Der Fahrer des Personen­wagens, ein Posthelfer Peter aus Köln-Nippes, wurde nur leicht verletzt. Seiner neben ihm sitzenden Frau wurde durch den furchtbaren Anprall der Schädel zertrümmert; sie war auf der Stelle tot. Die Schwiegereltern des Peter, die im Innern des Wagen faßen, erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Die Verletzten wurden ins Kran­kenhaus gebracht. Der wegen einer Reifenpanne haltende Laftwagenzug war mit der vorschrifts­mäßigen Schlußbeleuchtung versehen.

Napoleon-Museum auf Sf. Helena.

3n Longwood auf der Insel St. Helena ist, einer Meldung aus Paris zufolge, ein Napoleon- Museum eingeweiht worden.

Der Mörder des SA.-Mannes Dokter hingerichtet.

Auf dem Hof des Untersuchungsgefängnisses in Breslau wurde der am 31. Oktober vom Sonder­gericht zum Tode verurteilte Mörder des SA.-Mon- nes Dokter, der Arbeiter Kurt Gerber aus Maliers, Kreis Oels, enthauptet. Der preu- ßische Ministerpräsident hatte von seinem Begnadi­gungsrecht keinen Gebrauch gemacht.

Zwei Bergleute durch Steinfall verschüttet.

Kurz vor Schichtwechsel wurden auf der 5. Sohle der Essener ZecheBonifatius" zwei Hauer durch Steinfall verschüttet. Der 48 Jahre alte Bergmann August Dutt oroffi wurde als Leiche geborgen. Von dem zweiten Verschütteten, Peter Rose, hat man noch keine Spur gesunden.

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Rat: ZAHNPASTA

bereite Hingabe an fein Volk, feine feurige Kampf» natur könne uns allen und insbesondere unserer akademischen Jugend als Vorbild dienen. Mit einem dreifachen Sieg-Hell auf den Dolkskanzler endete die erhebende Feier.

Das Preußische Theater der Jugend eröffnet.

Die vom preußischen Ministerpräsident Göring und dem Kultusminister Rust geschaffene neue Bühne der Berliner Jugend im Schillertheater wurde mit einem Festakt eröffnet. Die preußische Staatskapelle unter Leitung von Professor Robert Heger eröffnete den Festakt mit dem Deutschland- heb und dem Vorspiel aus denMeistersingern". Staatskommisfar Hinkel, der Leiter des Amt­lichen Preußischen Theaterausschusses, sprach Worte der Begrüßung und gab dem Dank Ausdruck, daß es möglich geworden fei, zum erstenmal der deut­schen Jugend ein eigenes Theater zu geben. Außer dem Ministerpräsidenten und dem Kultusminister gebühre auch dem preußischen Finanzminister Dr. Popitz Dank bafür, baß bas Theater eröffnet werben könne. Nach ben nationalsozialistischen Grundsätzen sei es nicht mehr denkbar, die Jugend in beliebige Theatervorstellungen zu führen. Es sollte ein ebenso deutsches wie junges, zukunfts­frohes und lebendiges Theater der Jugend werden. Die Jugend allein fei der Garant bafür, daß das Errungene in Zukunft bewahrt unb für kommende Generationen weiter getragen werben. Hinkel über» gab dem Berliner Oberbürgermeister Dr. Sahm das Theater zu treuen Hänben. Eröffnet würbe die Spielzeit mit SchillersWilhelm Teil" in ber In» szenierung des Jntenbanten Herbert Maisch.

Wettcrr.* raussage.

Der hohe Druck hat sich wieder etwas adgeschwächt und dabei südöstlich verlagert. Deutschland liegt noch in seinem Bereich, so daß infolge absinkender Luft- bewegung vorerst klares Wetter erhalten bleibt. Da- her dauert bei starker nächtlicher Ausstrahlung ber strenge Frost zunächst noch fort. Da aber im Norben Störungen mit sehr warmer Luft vorüberziehen, wirb späterhin Eintrübung und somit auch Rück- gang bes Frostes eintreten.

Aussichten für Dienstag: Zunächst noch trenger Frost, doch allmählich Linderung, meist auf- klarend, zeitweise leicht wolkig, trocken.

Aussichten für Mittwoch: Weitere Ab­schwächung bes Frostes.

Lufttemperaturen am 3. Dezember: mittags46 Grab Celsius, abends7 6 Grad; am 4. Dezember: morgens8,8 Grad. Maximum1 Grab, Mini­mum 0,5 Grab. Erbtemperctturen in 10 cm Tiefe am 3. Dezember: abenbs0,2 Grab; am 4. Dezember: morgens0,7 Grob Celsius Son- nenfcheindauer 7% Stunden.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 4.Dez. (WTB. Funkspruch.) Nachdem an der Samstagbörse ein stärkeres Angebot am Farbenmarkt die Börsenentwicklung gestört hatte, log der erste Frühverkehr der neuen Woche a b - wartend, da sich noch nicht übersehen laßt, ob die Verkäufe von dieser Seite anhalten. Anregungen besonderer Art lagen andererseits nicht vor. Die Neuyorker Börse hatte sich bei erst ruhigem Geschalt später besser entwickelt. Sonstige Kurse waren noch nicht zu hören.

Am Devisenmarkt errechnen sich über Zürich das Pfund gegen Paris mit 85,10, Mailand 63,20, Spa­nien 40,75, Schweiz 17,13 und Kabel 5,19.

[ Fischer elschuhbootWeser*

bei der deutschen Kolonie in London zu Gast.

Der Besuch des deutschen Fischexeischutz- BootesW «ser" auf ber Themse bot der beut- [djen Kolonie in London Gelegenheit, an dem neuen Geist des Deutschen Reiches Anteil zu neh­men und ihre Zugehörigkeit zum neuen Reich zu ^kräftigen. Ein Bierabend brachte die erste per­sönliche Fühlungnahme zu der Besatzung des Schif­fes. Ein Tanzabend im englisch-deutschen Klub brachte di« Besatzung auch mit Engländern in Be­rührung. Im übrigen war das Progranim für ben Aufenthalt berWeser" sehr umfangreich. Die Be- satzung besuchte ein« Gerichtssitzung in dem histo­rischen Law Courts, das Ober- und das Unterhaus, den Tower und ander« Sehenswürdigkeiten. Das FlschereifchutzbootWeser verläßt bann die Themse, um sich in die Herringsfanggründe zu begeben.

Die Schlange in der Vananenstaude.

Bei einer Koblenzer Firma lief dieser Tage eine ®a8£onIal)un9 Bananenstauben ein, bie als blin­den Passagier eine inbische Schlange nach Kob- lenz brachte. Beim Auslaben bes Waggons stellten die Arbeiter plötzlich zu ihrem Schrecken bas etwa 1,20 Meter lange Tier fest. Man fing das Reptil in einer Kiste, worin es zoologischen Fachleuten zur Begutachtung übergeben werben soll. Arbeiter der Firma erzählen, baß schon öfters mit solchen Bananenlabungen seltsame Tiergäste von Indien nach Koblenz kamen. Nicht selten sei es, bas Hand- große Vogelspinnen auf diese Weise herüber­kommen. Eine gleiche Reife habe kürzlich auch ein Chamäleon unternommen.

Bayerns ältester Mann gestorben.

In Kleinhobing bei Roch ist Bayerns ältester Mann, Georg Meyer, im Alter von 105 Jahren, 10 Monaten gestorben. Meyer wurde m Kleinhobing am 16. Januar 1828 geboren. Seine Frau wurde 82 Jahre alte. Der älteste Sohn Meyers ist erst 78 Jahre alt. Bis vor wenigen Tagen erfreute sich der Verstorbene noch bester Gesundheit und trank täglich sein Glas Bier. Am 12. November gab Meyer dem Volkskanzler Adolf Hitler feine Stimme.

Die erste Berliner Lustschuhausstellung.

In Gegenwart zahlreicher Vertreter ber staat­lichen unb städtischen Behörden, des Heeres und der Marine, der SA., ber SS., ber Feuerwehr unb aller am Luftschutz beteiligten Stellen würbe die erste Berliner Luftschutzausstellung eröffnet. Das hier zufammengeftellte Material wird als Standarb-Ausstellung in ganz Deutschland ge- zeigt rorben. Nach ber Ansprache bes Lanbesleiters Major a. D. Loeper wies Staatssekretär Milch baraufhin, daß es ber Regierung burch bie Wei» gerung ber Großmächte eine selbstverständliche Pflicht geworden fei, bas Volk nicht nur vor ben Gefahren zu warnen, fonbern auch mit allen Mit­teln vor ber Bedrohung zu schützen. Staatskommis- sac Dr. Lippert übernahm darauf die Ausstel-

gewonnen, weil er bie Stanbale ausbeckte, unb biefe Aufgabe müßten in Frankreich bie Neu- fozialisten übernehmen. Marguet erklärte, er habe am 2. August 1914 bie Ueberzeugung gewonnen, daß ber Begriff ber Klasse vor bein Begriff ber Nation 3 u f a m m e n g e b r o = chen fei. Man müsse nach einem neuen Stützpunkt suchen, und dies fei ber nationale Instinkt. Mit bem parlamentarischen Regime könne man ben Kapitalismus nicht umwandeln. Marquet bejahte Demokratie, Mehrheit unb allgemeines Wahlrecht, verlangte aber eine gewisse Stabilität ber Regierung etwa nach englischem Muster. Die Statuten ber neuen Partei bezeichnen ein sozialisti­sches Gemeinwesen als Ziel unb sprechen sich auf dem Gebiete ber internationalen Politik für die ßanbesoerteibigung, oerbunben mit ber Organisie­rung bes .Friebens unb ber allgemeinen, allmäh­lichen, gleichzeitigen, fontroüierten Abrüstung aus und verlangen ben Kampf gegen den Faschismus.

Inkrafttreten des neuen Wechsel- und Scheckrechts am 1. Apnl 1934.

Berlin, 2. Dez. (TU.) Der Reichsfustizminister hat das Inkrafttreten des Wechfelgejetzes und des Scheckgesetzes auf den 1. April 1934 verlegt. Ur­sprünglich sollten beide Gesetz« bereits am 1. Ja­nuar 1934 in Kraft treten. Diese Frist hat sich aber durch die Maßnahmen für die das Inkrafttreten des Gesetzes noch zu prüfenden Vereinbarungen als zu kurz erwiesen. Nach dem Scheckgesetz sind die Bestimmungen über ben gekreuzten Scheck (Artikel 37 und 38) ausdrücklich vom Inkrafttreten am 1. April 1934 ausgenommen.

Zur Verhaftung der drei katholischen Geistlichen in München.

München, 2. Dez. (TU.) Zu der Verhaftung der drei katholischen Geistlichen wegen Verbreitung unwahrer Greuelnachrichten teilt die bayerische po­litische Polizei mit, daß einer ber in Hast Genom­menen, ber Stabtpfarrer Dr. Muhler, einwand- frei in einer Linie mit anderen staats- unb volks- feinblichen Hetzern stehe. Es würben bei ihm u m - fangreiche marxistische Literatur unb Mitgliedsbücher ber Roten Hilfe ge» funben. Stabtpfarrer Dr. Muhler ist Leiter der Katholischen Aktion" in Bayern. Es wirb darauf hingewiesen, daß die Staatsminister Dr. F ra n k unb Abolf Wagner im Einvernehmen mit Polizeikommanbeur Himmler barin einig sind, Greuelmeldungen, die dann befonbers ver­werflich fmb, wenn sie unter Mißbrauch des Prie- steransehens im Interesse ber vernichteten Partei- systeme verbreitet werben, mit allen Mitteln ber Justiz unb ber Polizei zu verfolgen. Die Ange­legenheit Dr. Muhler-München unb Dr. Roßberger- Freising wirb unter Heranziehung aller Schuldigen der Rechtslage entsprechend in ordnungsgemäßen Strafverfahren dem Sondergericht über­antwortet.

Große Schuldenentlastung der brasilianischen Landwirtschaft.

Rio de Janeiro, 2. Dez. (Havas.) Präsident Vargas hat eine Verordnung unterzeichnet, wonach alle vor dem 30. Juni 1933 von Landwirten ein­gegangenen Schuldverpflichtungen um 5 0 o. H. gekürzt werben, bie Gläubiger werben burch Schuldvca-schreibungen der Bundesregierung im Nennwert von 1 Conto mit sechsprozentigen Zinsen, die in 30 Jahren rückzahlbar sind, entschädigt. Der Betrag der hierfür auszuschreibenden Schuld- verschreibungen darf jedoch den Gesamtbetrag von 3 Millionen Contos nicht überschreiten. Die Maß­nahmen selbst werben mit ber kritischen Lage der Landwirtschaft, hervorgerufen durch den starken P r e i s st u r z für landwirtschaftliche Er­zeugnisse, begründet.

Ein furchtbares Unwetter richtete in Flüchtlingslagern im Piräus großen Schaden 15 Holzhäuser stürzten ein, zahlreiche Häuser rour»

Der erste Adventssonntag in der Stadt Bonn aalt der Erinnerung an den Mann, der seine ganze Kraft für bie Erhebung Deutschlands nach dem Jahre 1806 eingesetzt hat, E. M. Arndt. Sein altes Haus in Bonn ist in feinen ursprünglichen Zu­stand versetzt werden, alles, was an Arndts Zeit er­innert, ist imArndt-Museum" hier zusammenge- tragen worden. Auf dem alten Friedhof, wo die sterbliche Hülle des großen Freiheitskämpfers unter einem mächtigen Eichbaum ruht, fand eine Gedenk­feier statt. In der Universität hielt Professor Dr. Braubach bie Festrede und sagte u. a.: In Deutschlands schwersten Jahren ber Unterdrückung habe Arndt nie die Zuversicht auf bie Erhebung und Einigung des deutschen Volkes verloren. Er habe bie Mahnung hinterlassen, daß Volk und Wis­senschaft sich aegenfeitig stützen mußten. Freiheit des Geistes und Erziehung ber Jugenb zur Vater­landsliebe, das seien bie Grunbpfeiler ber Hoch­schulen. So möge bie Bonner Hochschule getreu bem Geiste Arnbts bie Stubenten zu echten beutschen Männern machen. Der Universitätsfeier schloß sich bie Einweihung bes Arnbt-Hauses an. Hier hielt der Kölner Regierungspräsibent Dr. zur B o n f e n bie Weiherebe. Wie ber Befreiungskampf von 1813 erst ben Auftakt zu ben Arbeiten für bie Erneuerung bes Deutschen Reiches bot, wissen wir, baß auch in unseren Tagen erst der Grunbstein bes Dritten Reiches gelegt worben ist, dessen Aufbau unb Ausbau bie unerhörtesten Anstrengungen aller Deutschen in den fommenben Jahren erfordert. Die leidenschaftliche Vaterlandsliebe Arndts, feine opfer»

Aus aller Welt-

Schöner Erfolg des Eintopf-Sonntags in Berlin.

Der erste Adventssonntag, der gleichzeitig der Tag des Eintopfsonntags im Dezember war, dürfte für die Reichshauptstadt mit einem außerordentlich befriedigenden Ergebnis abschließen. Eine vorläufige Zusammenstellung der gezeichneten Beträge in ben Abenbstunben des Sonntags ergab die Summe von 3 9 4 7 5 4 Mark. Da in dieser Zählung zunächst nur bie Haushaltungen einbe­griffen find und die Abrechnungen aus den Gast­wirtschaften noch ausstehen, ist damit zu rechnen, baß ber erste Adventssonntag in seinem Gesamt­ergebnis dem.Vormonat, der nicht ganz 400 000 Mark erbrachte, noch übertreffen wird.

Der Bürgermeister

kochl am Eiulopfsonnlag für die ganze Stadl.

Eine ganz neuartige Veranstaltung zum Ein - top f f o nntag im Dezember hat bie Stabt Schwebt a. d. Ober eingeführt. Damit die Haus­frauen an diesem Sonntagkochfrei" hatten, hatten die leitenden Vertreter des Winterhilfswerks sowie die Ortsgruppenleitung ber NSDAP, unb ber NS.» Volkswohlfahrt sich entschlossen, ben Bürgern der Stabt ein Einheitsmittagessen in Form von Erbsen unb Speck zu kochen unb zu verabreichen. Alle Bürger ber Stabt fanben sich am Eintopfsonntag in ber Bürgermädchenschule ein, um Erbsen und Speck, gekocht von Bürgermeister Wagemann, zu essen.

Schwerer Vulkanausbruch auf den Sandwich-Jnseln.

Der schwerste Ausbruch des Vulkans Mauna Goa auf den Sandwich-Jnseln seit dem Jahre 1903 ist, wie aus Honolulu gemeldet wird, in den letzten Tagen beobachtet worden. Die glü­hende Gaoa hat sich über ein Gebiet von etwa einer Quabratmeile ergossen.

Strenge Kälte in Nord- und Ostdeutschland.

Ganz überraschend h t in Berlin strenger Frost eingesetzt. Nachdem in den letzten Tagen leichte Schneefalle bei Temperaturen um 0 Grad das Herannahen des Winters angekündigt hatten, fiel das Thermometer in ber Nacht zum Sonntag bis auf 7 Grad unter Null. In ben Außen­bezirken würben bis zu 9 Grab Kälte gemessen. Auch am Sonntagmittag blieb bie Quecksilbersäule mehrere Grade unter bem Gefrierpunkt. Ein schar­fer Ostwind läßt bie ungewohnte Kälte noch fühl­barer werben. Auf den stehenden Gewässern hat bereits bie Eisbildung eingesetzt. Im Charlotten­burger Dolkspark unb in Britz mußten Schwäne, die in der Nacht im Wasser eingefroren waren, von der Feuerwehr aus ihrer unangenehmen Gage be­freit werben.

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In der Nacht zum Sonntag erfolgte in Schlesien «in starker Kälteeinbruch. Im schlesischen Flachland sanken die Temperaturen auf minus 12

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