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Die Trauerfeier findet statt am Montag, 6. November, um 722 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs.
All en dort an der Lumda, 3. Novmber 1933.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. November, nachmittags
21/, Uhr statt.
3m Namen aller Mitschüler in aufrichtiger Trauer Irmgard Heermann.
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DANKSAGUNG
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie Blumenspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Bühler, des Herrn Gendarm rie-Ob erwachtmeisters Kinkel, ferner für die Mitwirkung des Posaunenchors Londorf bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank.
Hermannn Weitz
Gendarmerie-Oberwachtmeister L R.
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist heute vormittag mein lieber Gatte, mein treusorgender Vater
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Auskunft erteilt das Hessische Hochbau- amt Gießen, Stephanstraße 18, an das auch die Pachtangebote zu richten sind.
Gießen, den 31. Oktober 1933.
Hessisches Hochbauamt Gießen. Kuhlmann.
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die Unsitte des Hutlosgehens einzuführen. Es ist viel zu wenig bekannt, daß die Versicherungen ausdrücklich die Schäden bei turn-, Sport- und Gesellschaftsfahrten und ähnlichen großen Veranstaltungen, die durch Hitzschlag, Hagel usw. entstehen, ablehnen, sowie die Beteiligten ohne Kopfbeckung auftreten. Es ist leider zu wenig bekannt, daß die letzten großen Feste Hunderte von Unfällen verzeichneten, die fast ausschließlich diejenigen trafen, die den Kopf nicht geschützt hatten.
Pg. Weidlich: Glauben Sie denn, daß wir Nationalsozialisten Ihnen dabei helfen können?
Dr. W u t t k e : Wir sind überzeugt, daß die jetzige Regierung uns weitgehende Unterstützung gewährt. Der Herr Reichskanzler selbst hat sich in klarster Weise gegen den „vom Kommunismus herkommenden Primitivitätskult" ausgesprochen, und diese „Ideologie der Bedürfnislosigkeit" ist niemals so kraß hervorgetreten, wie in den Städten, in denen die männliche Bevölkerung ohne Hut einhergeht. Jahrelang blieben die Vorstellungen und Bitten unserer Industrie ergebnislos, seit Monaten ist schon eine vollständige Umkehr festzustellen. Die Oberbürgermeister zahlreicher Städte haben ihre Beamten, Angestellten und Arbeiter gebeten, sich auf allen Dienstwegen mit dem Hut bekleidet, zu zeigen. Diesem Beispiel sind bereits zahlreiche andere Behörden, Großbanken usw. gefolgt. Die Zeit scheint uns nicht mehr fern, wo man den Mann, der ohne Hut erscheint, als ein auffälliges Bild in den Straßen finden wird. In dem Maße, wie unsere Bevölkerung wieder Beschäftigung, Arbeit und Brot findet, werden sich auch die Kaufleute, Angestellten, Arbeiter usw. wieder mit dem Hut zeigen.
Pg. Weidlich: Warum benutzen Sie gerade die Braune Messe für diese Propaganda?
Dr. Wuttker Wie soll sonst die deutsch- . Industrie ihren zehntausenden Arbeitern und stellten Beschäftigung und Brot beschaffen? - sollen die Arbeitslosen der Hutindustrie, die jetzt Em Oktober immer noch nicht untergebracht sind, durch den Winter durchgehallen werden, wenn die Herren Studenten und Beamten vielfach aus Gleichgültigkeit heraus ohne Hut einhergehen? Unsere deutsche Hut- Industrie hat bis vor wenigen Jahren ihre Erzeugnisse in Hohe von 30 Millionen ins Ausland bringen können. Das Ausland sperrt sich gegen die Erzeugnisse unseres Fleißes. Der Export ist bis auf wenige Millionen zurückgegangen und dazu kommt, daß der Jnlandmarkt durch die Unsitte des Hutlosgehens, denn als etwas anderes kann es unsere Industrie nicht ansehen, völlig darniederliegt. Der Herr Oberpräsident hat unserer Industrie seine vollste Unterstützung zugesagt, denn er ist auch als Gauleiter der Kurmark auf das allerdringendste daran interessiert, daß die Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln bekämpft wird. Die deutsche Hutindustrie hat ihren Hauptsitz in der Provinz Brandenburg in Luckenwalde, Guben, Brandenburg und Kottbus. Der Kampf kann ihr aber nur gelingen, wenn auch äf- fentlicye Dienststellen und Behörden uns in diesem Kampf unterstützen und mit uns das „Hutlosgehen" als eine Unsitte kennzeichnen und brandmarken. Wenn die Hutlosigkeit beseitigt ist, gibt es in der Hutindustrie bald keinen einzigen Arbeitslosen mehr.
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PPO. Die Braunen Messen haben sich als ein ausgezeichnetes Werbemittel für Industrie, Gewerbe und Handel erwiesen und besonders hat die soeben von dem Oberpräsidenten Kube eröffnete Braune Messe und Industrieschau in Luckenwalde ein Musterbeispiel dafür abgegeben, wie Industrie, Handwerk und Handel vom Staat und der Partei unterstützt und gefordert werden.
Hierfür ein Beispiel: Nack) der Eröffnung der Braunen Messe in Luckenwalde besuchte der Herr Oberpräsident die einzelnen Ausstellungsräume. Seine Aufmerksamkeit galt vornehmlich dem großen Saal, den die seit Jahrhunderten in Luckenwalde ansässige Hutindustrie mit ihren Erzeugnissen gefüllt hatte. Eine große Konuskrempelspinn- maschine zeigt im Betrieb, wie aus der Wolle ein fast tischhoher Filzkegel gesponnen wird, aus dem dann in ungezählten Arbeitsgängen ein Damen- oder Herrenhut gefilzt wird. Nachdem der Oberpräsident den geschäftsführenden Verbandsvorsitzenden Dr. W u t t k e , einen alten schlesischen Landsmann und politischen Kampfgefährten aus dem Jahre 1919/20, begrüßt hatte, beauftragte er einen seiner Mitarbeiter mit der besonderen Betreuung dieses Zweiges der Industrie, der er die
volle Unterstützung der Behörden im Abwehrkampf gegen die hutlose Mode
zusicherte.
Der „Preußische Pressedienst der NSDAP." hat es sich daher angelegen fein lassen, sich über die besonderen Verhältnisse der Hutin-
d u st r i e durch seinen Hauptschriftleiter Pg. W e i d - l i ch zu unterrichten.
Pg. Weidlich: Worauf führen Sie die hutlose Mode zurück?
Dr. W u t t k e : Die hutlose Mode oder wie die gesamte Bekleidungsindustrie eit langem sagt „d i e Unsitte d e s H u t l o s ge h e n s" ist ein Zeichen der Verarmung unseres deut chen Volkes, denn in keinem anderen Lande hat diese Unsitte soweit um sich gegriffen, wie gerade in Deutschland. Aus der jahrelangen Beobachtung dieses Vorganges wissen wir auch, daß die Hutlosigkeit bewußt von den Linksparteien als ein Zeichen der Gleichmacherei propagiert worden ist: K^ikaturen des Auslandes zeigen den „Boche" verarmt und heruntergekommen und charakteristisch ohne Hut, während der Ausländer nach wie vor auf eine anständige Kleidung hält und dazu rechnet nach wie vor der Hut.
Pg. Weidlich: Man sagt, es ist doch aber gesünder, ohne Hut zu gehen!
Dr. W u t t k e : Das Gegenteil ist der Fall. Die ärztlichen Gutachten, insbesondere die sorgfältigen Untersuchungen und Feststellungen anläßlich der weltbekannten Hygiene-Ausstellung in Dresden und das zur ständigen Einrichtung gebliebene Hygiene- Museum in Dresden haben den klaren Nachweis gebracht, daß Kopf, Haar und insbesondere auch die Augen des Schutzes bedürfen. Der Hut spielt in der Kulturgeschichte aller Volker von der Krone bis zur Jacobiner-Mütze eine große Rolle. Der Landmann und Arbeiter sind ohne Hut oder Mütze undenkbar. Erst dem städtischen Proletariat blieb es vorbehalten,
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