SJlxfpott
Oberheffen
Leibesübungen un- nationalsozialifiischeLugenderziehung
RG-Volkswohlfahrt nimmt am 7. und 8. Oktober ben Kampf gegen hunger und Kälte auf.
Volksgenoffe. hilf will
Mannestürme für die Ruderer.
Nach einem Erlaß des Führers des Deutschen Ruder-Derbandes, Reg.-Präs. a. W. Pauli, ist ^bem Führer des Deutschen Wassersport-
>es und der zuständigen SÄ.-Dienststelle der Marinestürme der SA. (Sitz Hamburg) vereinbart worden, daß die Heranwachsende wassersporttrei- bende Jugend von 15 bis 18 Jahren in Marine- Jungstürmen zusammenaefaht und junge, für die SA. interessierte Wassersportler über 18 Jahre in die Marinestürme geschickt werden. Das bedeutet also, dah die oolkssportliche Ausbildung der Walser- fport-Jugend in enger Anlehnung an die zuständige SA.-Dienststelle der Marinestürme durchgesührt wer- den soll. Diese Jugend wird also, soweit sie körperlich und geistig für den SA.-Dienst geeignet ist, diesen Dienst nicht bei der marschierenden SA., sondern bei der Marine-SA. versehen, damit die jungen Leute dem Wassersport erhalten bleiben. Eine Altersgrenze nach oben für die Mitwirkung in den Marine- bzw. SA.-Stürmen besteht nicht, auch ist der Eintritt in diese Stürme ein freiwilliger. Allerdings ist der Führer des Deutschen Ruderverbandes der Ueberzeugung, dah jeder junge Ruderer von der nationalen Bedeutung der volkssportlichen Bewegung für den Wiederaufstieg des Vaterlandes durchdrungen ist.
Zum ZuhballkampfOeutschland-polen
Das Länderspielprogramm des Deutschen Fußballbundes ist um eine Begegnung bereichert worden. Zwischen Polen und Deutschland ist ein Fuß- baU°Landerkampf der beiderseitigen Nationalmannschaften vereinbart worden, der bereits Ende Oktober in der Freien Stadt Danzig zum Austrag
Arbeit erworbene Leistungsdurchschnitt der Mannschaft ist letzthin entscheidend für den Er- folg, zu dem jeder beiträgt, der Beste und der Schwächere.
So formen sich praktisch die deutschen Leibe«. Übungen ganz im Gegensatz zu den westisch-libera« listischen Farmen des von uns zunächst übernommenen Sportes unter dem Einfluß des National« fozialtsmus zu wirklich arteigenen Selbes« Übungen. Diese Entwicklung wird nicht von heute auf morgen gehen, und sie wird auch nidg alle Zweige der Leibesübungen gleich stark und zu gleicher Zeit erfassen; das ist auch gar nicht nötig, denn es wäre verkehrt, da zu zertrümmern, wo man nur zu ändern braucht, um auf bauen zu können. Es genügt zur Zeit, daß der Jugend die Richtung gegeben ist, in >er sich das Leibeserzie« hungsprogramm des neuen Deutschland entwickeln wird.
kommen soll. Damit ist gleichzeitig dem Wunsche des Reichsspartführers von Tschammer und O st e n, die sportlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen enger als bisher zu gestalten, Rechnung getragen worden. Mit den Vorarbeiten für das Länderspiel ist bereits begonnen worden. Schauplatz des Kampfes wird die zwischen Danzig und Langfuhr gelegene Jahn-Kampfbahn fein, deren Fassungsvermögen auf 25 000 Zuschauer erweitert werden soll. Wohl haben hin und wieder deutsche und polnische Mannschaften Wettkämpfe miteinander ausgetragen, doch ist das bevorstehende Länderspiel das erste seiner Art.
young Stribling t-
Der bekannte amerikanische Schwergewichts-Borer Young Stribling, der am Montag mit seinem Motorrad verunglückte, ist gestern seinen schweren inneren Verletzungen erlegen. Er hatte außer dem Verlust des Fußes noch innere Verletzungen erlitten. Er ist am Dienstag im Krankenhaus zu Macon im Staate Georgia verschieden.
William Lawrence Stribling hat während seiner 12jährigen Tätigkeit mehr als 300 Kämpfe aus- getragen, und sehr selten muhte er Niederlagen hinnehmen. Seine schwerste Niederlage hatte er im Juli 1931 erlitten, als er gegen Max Schmeling um die Weltmeisterschaft kämpfte. Stribling war einer der wenigen bekannten Dorer, die auch außerhalb ihres Vaterlandes in den Ring gingen. Strib- ling unternahm eine Weltreise, die ihn u. a. nach Australien, Südafrika und England führte. Seinen letzten Kampf bestritt er in der vergangenen Woche gegen Maxie Rossenbloom, den er nach Punkten schlug.
Landkreis Gieren.
f Treis a. d. Lumda, 3. Oktober. Der K r i e • geroerein Germania feierte gestern abend bei Kamerad Amend den 86. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten. Der Führer, Förster Bing, hielt eine entsprechende Ansprache, in der er des Geburtstagskindes als vorbildlichen Führers in Krieg und Frieden gedachte. Anschließend wurden noch einige geschäftliche Mitteilungen gemacht, die Einrichtung eines zweckentsprechenden Schießstandes besprochen und bekanntgegeben, daß am nächsten Sonntag von 12 Uhr an ein Preisschiehen abgehalten wird, an dem sich jedermann beteiligen kann. Die Preise wurden von den anwesenden Mitgliedern gestiftet.
Kreis Schotten.
§ Ulrichstein, 2. Ott. Ein starker Konfirman- denjahrgang von 19 Kindern konnte, vor kurzem in unserer Kirche feierlich eingeführt werden. In den letzten drei Jahren waren es jedesmal nur sechs Konfirmanden.
Preußen.
350000 AM. für die Regulierung der Lahn.
WSN. Der Kreditausschuh der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt hat aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung erneut Darlehen in Höhe von rund 7*/» Mill. Mark bewilligt. U. a. wird ein großes Arbeitsvorhaben zur Regulierung der Lahn im Kreise Wetzlar durch Dar- lehen von rund 35Ö 000 Mark gefördert.
Das Winterhrlfswerk un Kreise W.hlar
* Wetzlar, 3. Ott. Der Kreisbauern- stand Wetzlar teilt uns mit: Die Einzeich- nungen für das Winterhilfswerk ergaben für 67 Orte des Kreises Wetzlar, aus denen bis heute die Meldungen oorliegen, insgesamt folgende Spenden: 1849,11 Zentner Kartoffeln, 226,63 Zentner Roggen, 20,05 Zentner Weizen, 108,81 Zentner Obst und Gemüse, 126,60 Pfund Fett und Wurst, 10,49 Zent- ner Mehl, 6,30 Zentner Hafer, 1,70 Zentner Erbsen, 1,50 Zentner Briketts, 3 Zentner Kohlen, 167 Laib Brote, 1 Paar Hausschuhe, 8 Stück Kleider, 1 Herrenmantel, 1 Frauenmantel, 5 Paar Strümpfe, 5 Stück Hemden, 20 Pfund Bohnen, für 2 Mark Kolonialwaren und 725,58 Mark in bar. Dies vorläufige Ergebnis ist dem Obmann der NS.-Wohl- fahrt, Fabrikant Eoers (Wetzlar) gemeldet und zur Verfügung gestellt worden. Das Ergebnis wird sich noch ganz bedeutend erhöhen, da noch über 20 Kreisorte fehlen, die zur Zeit die Sammlung durchführen.
Wieder Kreis Biedenkopf.
Biedenkopf, 3. Oft. (WSN.) Gestern hat die neue Kreisoerwaltun g ihre Tätigkeit aufgenommen. Damit ist die selbständige politische Ein- heit des Hinterlandes wieder geschaffen worden. Der neue Kreis Biedenkopf umfaßt 66 Ort- [d)aften, abgetrennt wurden die 15 Ortschaften des Battenberger Bezirks zum Kreis Frankenberg und die 8 des Rodheimer Bezirks zum Kreis Wetzlar. Die offizielle Feier der Wiederherstellung des Kreises Biedenkopf und damit die Feier des 101jährigen Bestehens des Hinterlandkreises wird am Sonntag, 15. Oktober, im Rahmen der Reichshandwerkerwoche stattfinden. Am Montag, 16. Oktober, wird der neue Landrat Pönisch feierlich in fein neues Amt eingeführt, woran sich eine Fahrt durch das Kreisgebiet anschlieht.
20000 RM. von einem Lehrer veruntreut.
Gladenbach, 3. Okt. (WSN.) Der Geschäfts- sichrer der Raiffeisenkasie im benachbarten Runz - Hausen, Lehrer Augustin, der einen Betrag von mehr als 20000 Mark veruntreut
noch viel schlechter bestellt war, als an den höheren, ist nur zu bekannt.
Der Ruf nach der „täglichen Turnstunde", jener Forderung sine qua non derjenigen, die in den Leibesübungen auch ein erzieherisch wertvolles Glied sahen, verhallte In der Vorkriegszeit wie ein Ruf in der wüste.
Erst im Nachkriegsdeutschland sand sie in der jungen Generation stärkere Resonanz, zumal nunmehr auch mit dem Wegfall der Dienstpflicht ein letztes Mittel körperlicher Ausbildung den jungen Menschen genommen worden war. Aber die libera- listischen und sozialdemokratischen Regierungen versprachen wie überall auch hier und hielten nichts. Geistige Verbildung und artfremde Demoralisierung durch Freigabe freigeistigen Unterricht«, das galt ihren Zwecken mehr, als die deutsche Jugend stark und gesund zu machen. Und wenn man wirklich etwas für die Leibesübungen tat, dann baute man Stadien, Prunkbauten für die Gelüste einer sensationshungrigen Menge, aber keine Spielwiesen, Planschbecken und einfache Uebungsftätten.
Wo Leibesübungen im schönen Sinne getrieben wurden, blieb das immer der privaten Initiative überlassen; in zahlreichen Sportvereinen und Verbänden entwickelte sich der Sport zu großer Blüte und nahm dem Staat die eigentlich ihm zukommende Pflicht der körperlichen Ertüchtigung der Jugend ab. Wenn heute viel am deutschen Sportbetrieb der vergangenen 15 Jahre zu kritisieren ist, wir müssen auch hier bedenken: der Sport war ein Kind seiner Zeit, und es ist sein bleibende« Verdienst, daß er mehr als ein Jahrzehnt fast ausschließlich Träger der körperlichen Schulung eines Teiles unseres Jugend gewesen ist.
Der junge Staat Adolf Hitler« ist sich seiner Verantwortung der Jugend gegenüber auch auf diesem Gebiete bewußt, wie es die Partei seit jeher gewesen ist.
In der SA. und SS. herrscht ein lebendiger Betrieb In den Leibesübungen. Die zahlreichen sportlichen Veranstaltungen, die zur Zeit von Standarten und den Stürmen in Deutschland überall durch- geführt werden, legen Zeugnis dafür ab. Und man
Frankfurt a.TI., 3.Okt. (WSN.) Der Sach- verständige für Rafsensorschung im Reichsministe- rium des Innern, Dr. Gercke, war am Montag Gast der im Stadtverordnetensitzungssaal zu Frank- furt a. M. versammelten hessischen Standesbeamten. Der beauftragte Führer des hessischen Verbandes, Dippel (Frankfurt a. TI.), begrüßte Dr. Gercke, sowie den Vertreter der hesiischen Landesjustizverwaltung, des Reichsbundes der Standesbeamten und die zahlreichen Gäste aus den an Hessen grenzenden Provinzen. Dr. Gercke gab in seinem Referat über b i e Aufgaben der Fr - m i l i e n f o r s ch u n g im Dritten Reich interessante Hinweise auf die künftigen Maßnahmen der Regierung auf diesem Gebiet. Wir müssen uns mit unseren Ahnen beschäftigen, führte er u. a. aus, um unserer Zukunft willen.
Familienforschung ist mehr als die bloße Feststellung unserer Vorfahren. Sie muh ihren Sinn finden in der engen Verbindung mit den tiefen Strömen unseres Blute», sie soll die in uns liegenden Gesetze ;um Ruhen unserer Zukunft offenbaren.
Nur um der Zukunft willen beschäftigen wir uns mit der Vrgangenheit. In uns schlummern Kräfte, die wir nicht ahnen. Die Forschung nach unserer menschlichen Herkunft ist so wichtig, daß es unver- stündlich ist, wie wenig Interesse wir bisher darauf verwandt haben. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Gatten, der richtigen Gattin. Die nicht ebenbürtige Eheschließung rächt sich durch das ganze Leben und in unfern Nachkommen. Welche Möglichkeiten gibt es, die Familienforschung zu fördern? Dor allen Dingen darf sie nicht weiter- !in ein Vorrecht der Begüterten sein. Familien- orschung nur mit dem amtlichen Auszug verliert hren Reiz.
wir müssen die Menschen mehr an die alten Kirchenbücher heranbringen, sie müssen erfassen.
Der neue Staat hat der Heranwachsenden Jugend eine Idee gegeben und durch die Idee ein Ziel Öt, das sie anstreben soll. Als Idee die heroisch- istische Weltanschauung des Nationalsozialismus und als Ziel die Aufgabe, ein vollwertiges, dienendes Glied an Volk und Staat zu werden. Deshalb trägt die junge Mannschaft den Ehrennamen „Staatsjugend", der ihr zunächst nur Pflichten auferlegt, mit Recht. Zu diefen Pflichten gehören auch die Leibesübungen, denn nur eine Jugend, die ihren Leib stark, hart und widerstandsfähig macht, kann den schweren Aufgaben der Zukunft gerecht werden.
Leibesübungen sind Dienst am Vaterland; diese Erkenntnis ist das Erbe Jahns, das dieser große Deutsche uns hinterlassen hat, auf ihr baute er fein deutsches Turnen auf und durch sie sollen jetzt die Leibesübungen ein neues arteignes Gepräge erhalten.
Schon immer haben Männer, in denen Funken Iahnschen Geistes noch lebendig sprühten, für die Leibesübungen als den Geisteswissenschaften gleichberechtigten Glied innerhalb der Erziehung unserer Jugend gekämpft.
Aber sie rannten gerade da, wo dies in die Tat hätte umgesetzt werden müssen, in der Schule, gegen eine Mauer von überheblicher Ablehnung und Unbelehrbarkeit.
Wie war cs doch lange Zeit in Deutschland, das man das beste Schulland der Welt zu nennen pflegte, um die Leibesübungen bestellt? Man sprach zwar von humanistischer Bildung, paukte aber Grammatik, und anstatt den Geist Der Antike, diese wundervolle Synthese geistiger und körperlicher Schulung, praktisch neu aufleben zu lassen, berauschte man sich an der Schönheit klassischer Gesänge, ohne ihren wahren Sinn zu verstehen. Das Wort „mens sana in corpore sano" mahnte zwar in vielen unserer Gymnasien als Sinnspruch von der Wand, aber man hätte nur einmal das Lehrerkollegium im Gewände der hellenischen Olympiakämpfer den klassischen Fünfkampf bestreiten lassen sollen, um den ganzen Widersinn dieser Erziehung richtig würdigen zu können. Und daß es mit den Leibesübungen an unseren Volks- und Mittelschulen
Sie Familiensorschung im neuen Reich
Or..Gercke spricht vor den hessischen Standesbeamten.
daß diese mehr bedeulen, al» y B. eine Briefmarkensammlung.
Alte Kirchenbücher befinden sich dauernd in Gefahr, verloren zu gehen ober bekf)äbißt zu werden. Wer müssen da die moderne Technik nutzbar machen, jeder muß eine Photokopie von seinen Kirchenbucheintragungen bekommen tonnen. In landschaftlichen Sippenämtern sollen diese Photokopien ausbewahrt werden. Dort müssen sie allen Menschen zugänglich sein. Von hier aus muß Anleitung und Belehrung erfolgen. Für diesen Plan haben die beiden Kirchen ihre Unter- stützung zugesichert. Einer späteren Zeit muß es vorbehalten bleiben, Karteien unserer Ahnen in einer Zentrale für Sippenforschung anzulegen. Unsere Aufgabe ist es zunächst, wirksamen Schriftdenkmalsschuh zu treiben. Die gesamte Organisation der familiengeschichtlichen For- schung muß in neue Formen gebracht werden. Was jaul ist, muß zerstört werden. Einheitliche Leitung muß kommen, das Nebeneinander muß aufhören. Nicht jeder darf sich Fachgenealoge nennen. Ehe die neuen Maßnahmen der Regierung kommen, ist es notwendig, daß der Standesbeamte bis ins Letzte klar über alles ist, die Menschen genau berät. Bürokratie können wir uns heute nicht mehr leisten, sie stößt den Menschen ab.
Die Fragen der Rasse sind keine theoretische Sache, sie müssen vom Volk lebendig ausgenommen werden. Rasse ist das Erbgut der Vergangenheit für unsere Zukunft.
Bon der Reichsbundesführung der Standesbeamten wurde im Anschluß an dieses mit starkem Beifall aufgenommene Referat der Darmstädter Stan- besbeamte Schäfer wm Führer bes Verbandes i ber hessischen Standesbeamten auf bie Richtlinien der Reichsführung und Reichsregierung verpflichtet.
kann schon sagen, daß der Leistungsdurchschnitt der SA. bereits eine erfreuliche Höhe erreicht hat. Auch die deutschen Turn- und Sportvereine haben mit Freude von dem starken Interesse des neuen Staates für die Leibesübungen Kenntnis nehmen können. Man schafft ihnen Erleichterungen, und oft wird durch das Erscheinen bedeutender Persönlichkeiten bei großen Sportfesten ihrer Arbeit verdiente Anerkennung gegeben.
Am deutlichsten trat der Wille des Staates, die Leibesübungen als lebendiges Glied in unser kulturelles Leben und in den Erziehungsgang der Heranwachsenden Jugend einzubauen, durch die (Ernennung des SA.-Gruppenführers von Tscham- m er- Oft en zum Reichsfportführer in Erscheinung. Dieser hat bereits mit starker Hand den Weg gezeigt, auf dem wir aus dem Wirrwarr im deutschen Sportvereins- und Derbandsleben hinauskom- men. Ferner gibt er die geistige Marschrich- t u n g a n , in der sich die Leibesubungen, wie oben bereits angedeutet, im nationalsozialistischen Staate bewegen werden
Die Jugend soll zu einer vielseitigen körperlichen Ausbildung kommen, bei der als Jbealtyp der bes Mehrkämpfers vorschwebt.
Sie wird unter Leibesübungen nicht nur die zum Teil künstlich geschaffenen Bewegungsspiele ver- stehen, sondern bewußt zu den einfachen Hebungen zurückgehen, die als Grundlagen die natürlichen Bewegungsformen des Menschen, also Lauf, Sprung und Wurf haben. Sie wird sich bei ihren Leibesübungen nicht auf die künstlich geschaffenen Sportanlagen beschränken, sondern hinausgehen in Feld und Wald, ins Gelände, das dieser neuen Sport- auffaffuna, dem G e l ä n d e s p o r t, seinen Namen gegeben hat.
Sie wird die Leibesübungen nicht mehr als Selbstzweck betrauten, aber trotzdem nicht auf den gefunden Impuls des Wettkampfes zu verzichten brauchen, der immer Jugend zu begeistern verstanden hat. Leistungen zu zeigen, wird ihr Streben fein, ohne aber die Höchstleistung als Selbstzweck zu verherrlichen. Das Erleben der Volksgemeinschaft in der Politik hat auch zu einem Ge- meinjchastserleben in Turnen und Sport geführt. Nichts kann dies besser beweisen als die Art der Durchführung und die über dem Ganzen liegende Stimmung, die den von nationalistischer Seite veranstalteten Sportfesten so einen ganz anderen, neuen Geist verliehen haben.
Au die Stelle de» Stadums ist ba bie Massen. Idffung, der Durchschnitt getreten; nicht nur bie Vesten, sonberu alle, bie ganze Mannschaft tritt zum Wettkampf an; unb nicht nur ber körperlich am besten veranlagte, sonbern ber in fleißiger
hatte, wurde nunmehr nach Abschluß des Diszwft- narversahrens aus dem Staatsdienst entlassen. Der ungetreue Lehrer befindet sich gegenwärttg noch in Haft.
Große Strafkammer Gießen.
Der in Saubad) wohnhafte ehemalige Stadtkassen- und Dollziehungsbeamte Franz K r e u b e r wurde wegen Unterschlagung und wegen Verstoßes gegen die §§ 368II, 349, 350, 351 zu einem Jahr einen Monat Zuchthaus und 150 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Anklage legte ihm zur Last, in gröblichem Dertrauensbruch
Letzter Aufruf
an bie Neberreste der bündischon und tonfessionellen Jugend.
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hat ihre Tore geschlossen, und viele haben nun endgültig den Anschluß an die Volksbewegung verpaßt. Der Nachwuchs der Bewegung geht in Zukunft nur noch aus der Hitlerjugend hervor.
Um als Garant' der Partei und als die Jugend des Dritten Reiches den uns ge- stellten Aufgaben nachzukommen, müssen wir da» Hauptaugenmerk auf den inneren Aufbau der Hitlerjugend legen. Um diesen Aufbau in aller Ruhe unb gründlich durchführen zu können, wird ab 1. November in Oberhessen kein Jugendlicher mehr in die Hitlerjugend ausgenommen, außer er geht aus dem Jungvolk hervor. Die Zeit des Verhandelns ist endgültig vorbei. „Nur der Junge, der das Braunhemd trägt, h a t das Rech t^, sich zur deutschen Jugend zu rechnen!", sagte Neichsstatthalter Sprenger bei der Einweihung der Hitlerjugendführerschule des Gebietes Hesien- Nasiau und sprach damit eine Selbstverständlichkeit aus.
Gruppen, die sich in bie Hitlerjugend eingliedern wollen, melden sich sofort bei der Oberbannführung der HI., Friedberg, Usavorstadt 9, Abt. Personalamt.
Heil Hitler!
Der Oberbannführer.
M. d. F. b.: gez. Erich Seifert, Bannführer. Der Abteilungsleiter: Ernst Rinne jun.
als Gehilfe der Stadtkasse in Laubach einen ansehnlichen Betrag an sich gebracht zu haben. Eben- jo schwer sind die Vorwürfe.anläßlich seiner Tätigkeit als Vertreter des Gemeinderechners in Wetterfeld. Um seine unsauberen Manipulationen dem zuständigen Kontrollbeamten verheimlichen zu können, riß er aus einem Duittungsbud), das dem Angeklagten von amtlicher Stelle anvertraut worden ist, einzelne Duplikate heraus. Außer diesen schweren Verfehlungen machte sich der Angeklagte noch eines Konkursvergehens schulbia. Der Staat»- anwalt beantragte ein Jahr Zuchthaus unb 200 Mark Geldstrafe.
Unter Ausschluß der Oeffenttichkeit befaßte sich da« Gericht mit dem in Wieseck wohnenden H. 9t, ber sich an einer in einem hiesigen Restaurant bediensteten Hausangestellten unsittlich vergangen haben sollte. Da die Schuld de« Angeklagten nicht festgestellt werden konnte, erfolgte Freisprechung. Ebenso wurden wegen desselben Delikts drei junge Leute aus Billertshausen freigesprochen.
Der Möbelhändler Georg Neuß aus Friedberg fuhr in der Nacht zum 13. November vorigen Jahres auf der Straße Laubach—Schotten die in entgegengesetzter Richtung kommenden Heinrich Schuchmann und Lina Appel aus Schotten so unglücklich an, daß beide In das Schottener Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Insbesondere waren die Verletzungen der Appel nach dem Gutachten des heute vernommenen Sachverständigen geradezu entsetzlich. Der Angeklagte wurde vom Amtsgericht in Schotten zu zwei Monaten Gefängnis mit bedingtem Strafaufschub und den Kosten des Verfahrens verurteilt. Gegen dieses Urteil legten die Staatsanwaltschaft und der An- geklagte Berufung ein. In der heutigen Hauptverhandlung wies das Gericht nach eingehender Beweisaufnahme beide Berufungen zurück. Der Angeklagte muh ein Monat Gefängnis absitzen. Für die restliche Strafe erhält er bedingten Strafaufschub.
Amtsgericht Gießen.
Ein Angestellter aus Frankfurt erging sich in Briefen in Beleidigungen gegenüber einem Ein- wohner von Allendorf, die heute Gegenstand einer Privatklageverhandlung waren. Bor Eintritt in die Hauptverhandlung schloffen die Parteien einen Ber- gleich, auf Grund dessen sich der Beklagte zum Tragen sämtlicher Kosten verpflichtete.
Sprechstunden der Redaktion.
1130 bi» 1230 Uhr, 16 bi, 17 Uhr. $am»to| aachmittag geschloffen.


