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Von Ausländern waren Bosnier je H v. H. gedrückt.
Am Geldmarkt machte die Entspannung weitere Fortschritte. Der Tagesaeldsatz ging an der unteren Grenze schon wieder auf 4% bzw. 4% v. H. zurück. Dem kleinen Angebot am Privatdiskontmarkt stand auf der anderen Seite regere Nachfrage gegenüber. Reichswechsel per drei Monate waren gleichfalls gefragt. In Reichsfchatzanweisungen ist die Tranche per 17. Juli ausoerkauft unb eine neue per 15. Auauft ausgegeben worden, für die sich lebhaftes Interesse zeigte.
Frankfurt still und schwächer.
Frankfurt a. M., 3. Febr. (WTB. Draht- meldung.) Mangels jeglicher Anregung eröffnete die amtliche Dürfe in großer Geschäftsstill« bei meist nachgebenden Kursen. Die innerpolitische Situation hemmte jede Unternehmungslust. Die Spekulation zeigte keine Neigung zu Neuengagements, während das Publikum in kleinen Beträgen eher als Abgeber auftrat, was besonders am Ncntenmarkt der Fall war. Der Briefwechsel zwischen Hitler und Kaas machte wegen seiner sachlichen Art einen guten Eindruck, verstimmt hat er aber, weil man das Zentrum bei den Verhandlungen zur Regierungsbildung einfach ignorierte.
Bei zögernder Kursfeststellung neigten die ersten Notierungen überwiegend zur Schwäche, wobei die Rückgänge von 0,50 bis 1 Prozent betrugen. Etwas fester lagen am Elektromarkt auf die günstigen DerwaltungSäufterungen nur ASG^ die zunächst 0,89 Prozent anzoaen, später aber wieder leicht nachgaben. 3m übrigen eröffneten Gesfürel und Schuckert je 0,50 Prozent schwächer. Lahmeyer waren behauptet. Am Ehemiemarkt gaben 3G. 0,50 Prozent, Scheideanstalt 1 Prozent, Metallgesellschaft 0,25 Prozent nach, Rütgers- werke und Goldschmidt blieben behauptet.
Montanwerke lagen dagegen niedriger, und zwar verloren Gelsenkirchen, Klöcknerwerke und Phönix je 1 Prozent, Rheinstahl und Stahlverein je 0,75 Prozent. Bon Derkehrswerten konnten sich Allgemeine Lokal und Kraft etwa um 1 Prozent befestigen. Schiffahrtswerte gaben 0,1 Prozent nach. Reichsbank eröffneten zunächst unverändert, gingen aber später um 1 Prozent zurück. Bon Nebenwerten lagen Zellstoff Wald- Hof und Zement Heidelberg 0,5 Prozent niedriger, Holzmann tendierten unverändert, Deutsche Lino
ttgfctt als selbständiger Wagner- meister zurückblicken. Sein Geschäft betreibt er heute noch. Die Jubilarin war lange 3ahro hindurch als Hebamme in der Gemeinde tätig.
------ Watzenborn-Steinberg, 2. Febr. Dieser Tage fand in der Wirtschaft „Zum goldenen Stern" die Generalversammlung der Frei- willigen Feuerwehr statt. Nach der Eröffnung durch den ersten Kommandanten Karl SchmandtV. erstattete Bürgermeister Schä - f c r als Schriftführer den 3ahresdcricht und gab einen kurzen Rückblick auf das fünfjährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. ßobcnb sprach er sich noch über die sorgfältige Behandlung der Geräte auS. Die Wahlen brachten die einstimmige Wiederwahl des Vorstandes.
PreuSen.
Verfahren wegen Geisteskrankheit eingestellt.
H Wetzlar, 2. Febr. Aus dem „Nachlaß" unseres früheren Bürgermeisters T Kühn sind noch Immer einige Prozesse fällig. (Siner dieser Prozesse ist heute durch Entschließung der Staatsanwaltschaft in Limburg zu einem wohl dauernden Ende gebracht
Berlin: Aktien uneinheitlich, Renten schwach.
Berlin, 3. Febr. (WTB. Funkspruch.) Die gesamte innerpolitische Lage und die vorwiegend schwächeren Auslandbörsen riefen an der Börse eine gewisse Nervosität hervor. Die Kursgcftal- tung für Aktien war völlig unregelmäßig Das Geschäft war nicht sehr groß, da allseitig Zurückhaltung herrschte. Die schwächere Haltung der Rentenmärkte verstimmte etwas.
Montane zeigten Rückgänge bis zu 1 v. f). Hoesch und Deutsche Erdöl waren anfangs etwas stärker gedrückt, während Harvener freundlicher einsetzten. Später glichen sich alle diese Papiere dem etwa 1 v. $). niedrigeren Niveau an. Braunkohlenwerte lagen besonders im Verlaufe auffallend fest. Eintracht, Bubiag und Niederlaufitzer Kohle führten mit Besserungen bis zu 5,5 v. H. Lediglich Leopoldgrube waren etwas schwächer. An diesem Markt hört man bessere Dividenoenschätzungen. Kaliaktien lagen ge- lchäftslos, aber nicht unfreundlich. Chemische Werte hatten nur kleine Veränderungen. Gummiwerte blieben umsatzlos^ Linoleumwerte zeigten uneinheitliche Tendenz bei geringfügigen Abweichungen.
Elektroaktien lagen schwächer. Auch AEG. konnten einen kleinen Anfanggewinn nicht halten. Siemens gingen nach 1,25 o. H. höherer Eröffnung 2,25 v. H. zurück. Elektrische Lieferungen, Lahmeyer und Rheag büßten bis zu 2 v. H. gegen den Vortag ein. Gas- werte bröckelten leicht ab. Kabel- und Drahtwerte, Autoaktien, Maschinenfabriken, Metall-, Bau-, Kunstseide., Textil-, Papier- und Zellstosswerte hatten kaum Geschäft und zeigten nur kleine Abweichungen nach beiden Seiten. Von Brauereien büßten Schultheis 2,25 o. H. ein. Wasserwerke und Schiffahrtsaktien waren kaum verändert. Don Derkehrswerten büßten AG. für Verkehrswesen fast 2 o. H. ein. Allgemeine Lokal und Kraft blieben gut gehalten. Von Banken gaben Reichsbank allmählich um 2,75 v. H. nach. Weiter sind Leonhard Tietz mit einem Verlust von 2,50 d. H. zu erwähnen.
Deutsche Anleihen lagen schwächer. Altbesitz verloren insgesamt 1% v. H. Sn Reichsschuldbuchforde- rungen bestand größeres Angebot, so daß inter- veniert werden mußte. Die Kurse stellten sich um 1 o.H. schwächer. Auch in den übrigen Rentenwerten bestand Angebot. Die Verluste gingen besonders bei variablen Jndustrieobligationen bis zu 2 o. H.
unb Herren verdient gemacht. Frau Bürgermeister Dr Seid hat sich um das Zustandekommen und bie’ Organisation der Arbeit mit vorbildlichem Eifer unb mit gutem Erfolg bemüht. Das Arbeitsamt Gießen unterstützte das Werk In der bekannten tab kräftigen Weste. Die Kursleiterin Frau Graes, bie ihre schwierige Aufgabe mit großem Geschick Löfte verdient besondere Erwähnung. Nicht nur ist wesentlich, daß praktische Arbeit geleistet wurde, ionbem auch die Tatsache, daß die 20 jungen Mädchen die aus den verschiedensten Berufen kamen, mit dem Stoffmaterial, mit der Nähmaschine und ber Nadel umgehen lernten, ist bedeutsam. Frl. Denninghoi als Außenstehende des Kurses aab in einer geschickten Zeichnung, die den Arbeitsprozeß von der Sammlung der Reichswehr bis zur Verteilung bildlich darstellte, einen lleberblick über bie ganze Arbeit. Stadtbaurat Graoert ließ der auten Sache seinerseits manche Unterstützung zuteil werden. Das Werk des weiblichen freiwilligen Ar- beUsbienftea verdient hohe Anerkennung. Die Mädchen waren — das muß mit Anerkennung festgestellt werden — mit viel Lust und Liebe bei der arbeit.
Oberbeffen.
Schulschluh wegen Snppe.
MSN. Friedberg, 2. Febr. Wegen des starken Auftretens der Grippe sind sämtliche hiesigen Schulen bis einschließlich Montag kommender Woche geschloßen worden-
WSN. Büdingen, 2. Febr. Die hiesige Volksschule wurde wegen Grippeerkrankung des größten Teils der Schulkinder geschlossen.
Wie die Viehpreise gesunken sind.
• Alsfeld, 2. Febr. Ein aufschlußreiches Beispiel über das enorme Sinken der Viey - preise teilt die hiesige ,^)berhessische Zeitung" aus dem benachbarten Altenburg mit. Der dortige Landwirt Willi Kasper verkaufte einen Fahr- ochsen zum Schlachten an die hiesigen Metzger Buchhammer und Scheer. Das Tier hatte das respektable Gewicht von 17 Zentner und 36 P, und. Für das Tier wurden 363 Mark bezahlt, während es vor 2Vi Sohren bei einem Gewicht von 9 Zentner 500 Mk. kostete. Der Landwirt hat also neben feiner Arbeit, dem Aufwand für das Tier und das Risiko jetzt bei weitem noch nicht den Preis erlösen können, den er vor 2% Sohren für das damals im Gewicht wesentlich geringer stehende Stück Vieh hinnehmen mußte.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 2. Febr. Am Sonntag hielt der hiesige Zie a e n z u ch t o e r e i n bei Gastwirt Phil. W alter feine Generalversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden Heinrich Weller ging hervor, daß sich der Verein um die Zucht sehr bemüht hat. Ferner wurde vom Vorsitzenden der Kassenbericht erstattet, da der langjährige Kassierer Wilh. Luh kürzlich gestorben ist. Seiner Verdienste um den Verein wurde vom Vorsitzenden dankbar gedacht. Die Kasse wurde in Ordnung befunden und dem Vorstand Entlastung erteilt. Eine rege Aussprache entwickelte sich über Zuchtfragen. Es wurde von verschiedenen Seiten Klage geführt, daß in diesem Fahre eine größere Anzahl Ziegen unbefruchtet geblieben sei. Es gelte, Abhilfe zu schaffen. 11. a. wurde beschlossen, im kommenden Frühjahr zur Veredelung der heimischen Ziegenzucht von auswärtigen Edeltterzüchtern Lämmer zur Zucht anzu- faufen. Sm Frühjahr soll eine Lokalschau stattfinden. Bei einer im letzten Sahr vorgenommenen Stallschau wurde festgestellt, daß der Zustand der Ställe, die Unterbringung und Pflege der Tiere durchaus befriedigend sei. Der gemeinschaftliche Bezug von Futtermitteln brachte den Züchtern einen guten Erfolg.
• Alien-Buse ck, 3. Febr. Der Wagner- meister Ludwig HofmannII. und seine Ehefrau Christine, geb. Dötz, feiern am morgigen Samstag in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Gleichzeitig kann der 3ubilar auf eine 50jährige Tä -
worden. Es handelt sich um Stadtbauinspektor Hepp, der zu den intimen Mitarbeitern Dr. Kuhns gehört und gegen den die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Betrugs eingeleitet hatte. Nachdem die erste Verhandlung im vorigen Sommer vertagt werden mußte, weil Hepp verhandlungsunfähig war, sollte die neue Verhandlung am 24. Februar vor sich gehen. Inzwischen hat jedoch der bekannte Psychiater Professor Sahrmärker (Marburg) in einer erneuten Untersuchung bei Hepv Geistes- geftör 1 heit feftgeflellt, die die llebcrführuna des Angeklagten in eine Heilanstalt erforderlich machte. Auf Grund dieser Festellungen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren vorläufig eingestellt. Nachdem nun die Akten von der Staatsanwaltschaft freigegeben werden können, dürfte die Re- gicrung zu Wiesbaden in der Lage fein, an die beschleunigte Durchführung der noch ausstehenden Disziplinarprozesse zu gehen.
rrrcis Marburg.
• Marburg, 3. Febr. Der Künstlerbund ,3 sar"-München veranstaltet in der Zeit vom heutigen Freitag bis zum Sonntag, 12. Februar, eine neubeschickte Ausstellung von Gemälden bekannter Münchener Künstler. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
leum und Gebr. 3unghans eröffneten um 0,75 Prozent höher.
Deutsche Anleihen lagen auf Publikum-Verkäufe schwächer. Altbcsih verloren 1,25 Prozent. Neubcsitz 0,25 Prozent und späte Reichsschuldbuchforderungen 1 Prozent. Don fremden Werten eröffneten Zoll türken und 5prozenttg« Goldmexikaner etwas höher.
Der Rentenmarktlag auf der ganzen Linie erneut schwächer. Goldpfandbriefe gaben meist von 0,50 bis 1 Prozent, unb Kommunalobligationen und Liquidationspfandbriefe etwa 0,50 Prozent nach. Stabtanleihen waren angeboten unb um 0,50 bis 1 Prozent niedriger. Deutsche Anleihen und späte Reich-schuldbuchfor- derungen bröckelten später weiter etwa- ab. 3m Verlaufe herrschte Geschäft-stille bei leicht nach- gebenben Kursen. Tage-geld war mit 4 Prozent weiter leicht.
Kunst und Wissenschaft.
heftige Ihealerdcbatte in Darmstadt.
Als in der Oesfentlichkeit bekannt wurde, daß bas Hessische Landestheater in Darmstadt die Aufführung des Schauspiels „Die Heilige Sohanna der Schlacht- Höfe" von Brecht angenommen habe, wurde in der Presse scharf Stellung dagegen genommen. Auch In der letzten Sitzung des Darmstädter Stadtrats löste das Vorhaben des Landestheaters eine stundenlange Debatte aus. Wie Oberbürgermeister Mueller erklärte, hatte Generalintendant Hartungdas Stück tatsächlich angenommen. Als sich in der Öffentlichkeit Widerstand geltend machte, wurde versucht, bas Stück unter Streichung aller besonders anstößigen Stellen als geschlossene Aufführung für die Mitglieder des Vereins der Theaterfreunde unb weitere Interessenten zur Darstellung gelangen zu lassen. Sn der Debatte wurde von Sustizrat Bender mitgeteilt, daß nach dem Stand der letzten Verhandlungen damit gerechnet werden könne, daß das Stück weder am Landestheater noch als geschloffene Aufführung herauskommen werde. Sn der Debatte wurden von nationalsozialistischer und volksparteilicher Seite sehr scharfe Angriffe auch gegen die Personalpolitik des Generalintendanten zum Ausdruck gebracht. Der Stadtrat protestierte mit Ausnahme der Sozialdemokraten gegen bie Ausführung des Brechlfchen Stückes und forderte deren polizei liches Verbot. Die Beschuldigungen gegen die Personalpolitik des Generalintendanten Hartung sollen im Theaterausschuß des Stadtrats weiter behandelt werden.
Wettervoraussage.
Durch bie Kaltluft an ber Rückseite ber abxie- henben Skandinavienstörung hat sich von Westen her daher Druck aufgebaut, ber vorübergehend Einfluß auf unsere Wetterlage gewinnt. Somit werden bet Aufklaren die Temperaturen in ber Nacht wieder unter den Gefrierpunkt zu liegen kommen, lieber dem Nordatlantik ist aber eine neue Störung im Anzug, bie über den britischen 3nseln bereits ein Zurückdrehen ber Winde verursacht hat. Die Kaltluftzufuhr wirb also abgeschnitten unb milbe, maritime Luft schiebt sich vor. Daher werden späterhin die Temperaturen wieder ansteigen, wobei dann mehr bewölktes Wetter mit Neigung zu Niederschlägen aufkommt.
Aussichten für Samstag: Teils wolkig, teils aufklarend, nachts Temperaturen ettvas unter dem Gefrierpunkt, meist trocken.
Aussich ten für Sonntag: Wieder milderes und mehr wolkiges Wetter mit aufkom- menben Niederschlägen.
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