Ausgabe 
2.12.1933 Erstes Blatt
 
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Der Leiter der NSBO. Walter Schuhmann hat der toten Kameraden in folgendem Telegramm gedacht:Habe mit großem Bedauern oom Brand- Unglück Zelluloidfabrik Speyer Kenntnis genom-

zu übermitteln."

verheerende Vulkanausbrüche San Salvador und auf den Meuten.

Hinrichtung eines Gatlenmörders.

3m Gerichtsgefängnis Köln-Klingelpütz ist der 32jährige Elektrotechniker Gottlieb S ch o r s ch hin- gerichtet worden. Schorsch hatte am 8. Mai oori-

Schrecken gebracht. Ein breiter Laoastrom hat be­reits sechs Bauernhöfe in der Nähe der Stadt 3zalco verschüttet. Aschenregen ergießt sich fort­während auf sämtliche Städte der Umgebung. Die in der Nähe des Vulkans wohnenden Menschen sind von einem panikartigen Schrecken ergriffen und fliehen nach den entfernteren Gebieten.

Kaffee Idee ist die Idee von der Unschädlichkeit des Kaffees.

Deshalb nur Idee!

schwerer Ausdruck

Vulkans in San Salvador h<

Die KPI. gab Anweisung zu Sprenganschlägen gegen öffentliche Gebäude.

Zeugenaussagen im Reichstagsbrandstisterprozeß.

men und bitte, den Angehörigen mein tiefgefühltes Beileid

Vor Beginn der deutsch-französifchenAussprache Oie pariser presse bereitet den Boden vor.

reiniaung des Saarproblems ab, weil feiner Ansicht nach Frankreich damit seine Hand zur Revision des Versailler Vertrages biete. L'Ordre^ verbreitet die Nachricht, daß in gewissen Kreisen das Gerücht von einer offenkundigen A n - Näherung zwischen 3apan und Deutsch­land verbreitet sei und daß auch die französische Regierung darüber beunruhigt wäre. Offenbar soll das nationalistische Blatt hierdurch seine Leser gleichfalls mit dem Gedanken einer deutsch-franzö­sischen Aussprache versöhnen.

Oer pariser Polizeipräfekt gegen un­erwünschte Emigranten.

P a r i s, 2. Dez. (WTB. Funkspruch.) 3m Pariser Gemeinderat sprach Polizeipräfekt C h i a p p e über eine notwendige Säuberungsaktion, durch die Paris von unerwünschten Elementen b e freit werden müsse. 3n diesem Zusammenhang kam er auch auf die in Paris lebenden deutschen Emigranten zu sprechen, deren Zahl er mit 7200 angab. Ehiappe erklärte, daß die politische Betätigung dieser Elemente gegen das Land, aus dem sie ausgewandert seien, nicht geduldet werden könne. Auch könne man un­möglich zulassen, daß die Emigranten die Löhne und Warenpreise herunterdrückten.

Aus aller Welt

Um das geistige Eigentum Fritz voehles. Ein interessanter Urheberrechlsstreit in Frankfurt.

Vor dem Landgericht in Frankfurt a. M. wird gegenwärtig ein bemerkenswerter Prozeß ver­handelt, der ein zahlreiches kunstinteressiertes Publi­kum angelockt hat Der Maler Wilhelm Fahren- b r u ch , kommissarischer Direktor des Städelscken Kunstinstituts in Frankfurt, ist von den Erben des 1916 verstorbenen bedeutenden Frankfurter Malers und Graphikers Fritz Boehle auf Schadensersatz verklagt worden. Die auf § 31 des Kunstschutzgesetzes und § 667 des BGB. gestützte Klage behandelt eine angebliche Plagiatsaffäre; Die Erben Boeh- les machen nämlich Urheberrechte geltend auf die Vignette der Einbanddecke zu einem Buch über Mi­chael Kohlhaas, die der Beklagte von einem Original Boehles abgezeichnet haben soll. Die Kläger haben eine Reihe von Gutachten beigebracht, worin nam­hafte kunsthistorische Sachverständige von einem offenkundigen Plagiat sprechen. Die Verteidigung

gen 3ahres seine Ehefrau Else und seinen vierjäh. rigen Sohn Günther ermordet. Wie der Amt­liche Preußische Pressedienst zu der Hinrichtung mit­teilt,, hat der preußische Ministerpräsident von dem Rechte der Begnadigung keinen Gebrauch gemacht, weil der Verurteilte die Tat lediglich begangen hat, um sich seiner Ehefrau und seines Kindes, Die ihm lästig waren, zu entledigen und das Verbrechen mit seltener Gefühlsrohheit ausgeführt hat.

Beisetzung der Opfer des Speyerer Brandunglücks.

Unter riesiger Anteilnahme aller Bevölkerungs- kreife von Speyer fand die Beisetzung der sieben Opfer der Brandkatastrophe in der Zelluloidfabrik statt. Sämtliche Belegschaften der Fabriken der Stadt gaben ihren Arbeitskame- raden das Ehrengeleit. Gauleiter B ü r ck e l legte im Namen des Reichskanzlers einen großen Kranz nieder. Staatssekretär Stocker brachte im Auf­trage des Ministerpräsidenten Siebert den Hinter­bliebenen das tiefste Beileid zum Ausdruck. Regie­rungsdirektor Röder erklärte, die Untersuchung habe ergeben, daß ein rätselhaftes Unglück vorliege, das nicht auf eine Fahrlässigkeit schließen lasse.Syndikus Dr. Rau vom Zndustriellenoerband kündigte eine Spende aus einer Sammlung des Verbandes an und legte einen Lorbeerkranz nieder. Daran schloß sich die Besetzung der sieden Toten an in einem Ge­meinschaftsgrab.

Bei der Leitung der Speyerer Zelluloidwerke ist folgendes Beileidstelegramm des Füh­rers eingegangen:Den Hinterbliebenen der sieben Verunglückten mein herzliches Beileid, den Verwun­deten baldige Genesung, (gez.) Adolf Hitler."

Wetterv raussage.

Da sich das Hoch über Skandinavien weiter auf- gebaut hat, gewinnt die ozeanische Störungstätigkeit bei uns zunächst wenig Einfluß. Die Ostwindströ­mung setzt sich in fast ganz Deutschland durch, so daß unter Zufuhr kontinentaler Luft zeitweise Auf- klaren eintritt, wobei in der Nacht Frosttempera­turen erreicht werden.

Aussichten für Sonntag: Wolkig mit Aufklaren, Nachtfrost, meist trocken.

Aussichten für Montag: Keine wesent­liche Aenderung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 1,7 Grad Celsius, abends 0,4 Grad; am 2. Dezember: morgens 0,1 Grad. Maximum 1,9 Grad, Minimum 0,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Dezember: abends 1,4 Grad; am 2. Dezember: morgens 1 Grad Celsius.

Wie aus Dutck Harbour auf Alaska gemeldet wird, wurde durch einen ungeheuren Ausbruch des Sitkin-Vulkans die 3nsel Kanada, eine der Andreanow-3nseln in den Aleuten, erschüttert. Riesenrauchwolken wurden sichtbar, und Lava wurde gegen den Himmel geschleudert. 3n den letzten drei Tagen wurde die Bevölkerung durch andauernd auf­tretende Erschütterungen bereits gewarnt.

verheerender Sturm überm Schwarzen Meer.

lieber dem türkischen Wilajet Samsun ist ein furchtbarer Gewitter st urm hinweggegangen, der dem großen Schwarzen-Meer-Hafen gleichen Namens schweren Schaden zugefügt hat. Unzählige Häuser sind zerstört und überschwemmt worden. Die Obdachlosen suchen zu Tausenden Schutz in den Moscheen. Mehr als 30 Fischerboote find gesun­ken. 20 Menschen fielen den Fluten zum Opfer. 150 Personen werden vermißt.

Sturmflut im Mittelmeer.

Ein schwerer Sturm im Tyrrhenischen Meer und in der Adria hat an den Küsten Kalabriens und Siziliens schweren Schaden gestiftet. Schienen wurden auf einer großen Strecke fortgerissen und unterspült. Die Fischerflott^n haben schweren Scha­den erlitten. Bei Messina sind am Strande gelegene Häuser von den Wellen überschwemmt und der ganze Hausrat vernichtet worden. 3n Kalabrien sind Telephon- und Telegraphenleitungen zerstört worden. Ein Segelschiff ist untergegangen, wobei, wie es heißt, viele Menschen ums Leden tarnen.

Leipzig, 2. Dez. Auf Antrag des Angeklagten Torgler werden Berichte von Polizeibehörden aus Mecklenbmg-Strelitz, Braunschweig, Kiel, Nürnberg und anderen Städten verlesen, die besagen, daß be­sondere Vorbereitungen zum bewaffneten Aufstand Anfang 1933 und vorher n i ch t b e o b a ch t e t wor­den seien. Darauf veranlaßt der Oberreichsanwalt die Verlesung der Poli^eiberichte von Stuttgart, Hannover und Dortmund, in denen unter Anfüh­rung von Beweismaterial ausgeführt wird, daß die Kommunisten in diesen Bezirken eifrige Vor­bereitungen für einen bewaffneten Aufstand getroffen hatten, der etwa Ende Februar oder An­fang März ausbrechen sollte.

Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Ar­beiter K a l d e n b a ch , der im Bezirk Annaberg politischer 3nftrutteur und Bezirksleiter war, be- kündet, daß gegen Mitte Februar die Anweisung von der Partei erging, die Verbindung herzustellen mit den sozialdemokratischen Arbeitern, u m Streiks vorzubereiten. Ein Generalstreik sollte überleiten zum bewaffneten A -i f- st a n d. Er habe auf Anweisung von oben die Ortsgruppen angewiesen, sich nach Möglichkeit Waffen zu beschaffen, da in kurzer Zeit entscheidende Kämpfe zu erwarten seien. 3ch glaubte, fuhr der Zeuge fort, daß in den ersten Tagen des März die Entscheidung fallen würde. Dann habe ich aber d i e Rede des Reichs- f a n 3 l e r s gehört, ich vernahm, daß der Reichs- tandler eigentlich das wollte, was auch wir tm wesentlichen erstrebten. 3ch kam zu der Auffassung, daß der Sieg des Nationalsozialismus bereits entschieden war. Darum entschloß ich mich, nicht mehr auf einen Kampf mit dieser Bewegung hinzuarbeiten.

Auf Fragen Torglers erwidert der Zeuge, die Partei habe erklärt, und das fei auch die Meinung der Mitgliedschaft gewesen, daß sie mit dem Brande absolut nichts gemein hatte.

Der Zeuge Löser, der Führer der Roten Wehr in Annaberg gewesen ist, bekundet, daß in kom­munistischen Kreisen im Februar von einem ge= ---------- -.......

Paris, 2. Dez. (CNB. Funkspruch.) Die Be­trachtungen über die Möglichkeit und Notwendig­keit einer direkten deutsch-französischen Aussprache werden von der Pariser Presse fortgesetzt, wobei Das Bestreben der französischen Regierung erkennbar wird, die in Der Oefsentlichkeit verbreiteten Beden­ken zu entkräften.Echo de Paris" rät der Re­gierung unverzüglich die Aussprache mit Deutsch­land aufzunehmen, damit die Reichsregierung ae-- zwungen werde, ihre Absichten zu präzisieren. Am besten wäre es, einen Fragebogen auszustel- len, auf den die Reichsregierung zu antworten hätte.Oeuvre" weift auf die Ansprache des Kriegsministers D a l a d i e r vor dem Syndikat der Militärpresse hin, worin Dalodier erklärte, daß Frankreich gut gerüstet dastehe und kein Grund Zur Beunruhigung vorlieae. Das Blatt stellt die Frage, warum unter diesen Umständen ein Teil Der französischen Oefsentlichkeit zu zittern be­ginne, bei Dem Gedanken, in Verhandlungen mit DeutschlanD einzutreten. Wenn man zögere, Die Aussprache, Durch Die jede Zweideutigkeit behoben werden solle, aufzunehmen, könnte Die für Frank­reich heute noch günstige militärische Lage s i ch verschieben.

ße 3our" ist Durchaus bereit, mit DeutschlanD Zu verhanDeln, lehnt aber eine vorherige B e -

listen, zwei Unabhängige, zwei Mitglieder der Arbei­terpartei, ein Republikaner und als einziges Mit- alied feiner Partei D e V a ( e r a selbst, der im Wahlkreis Southdown die erdrückende Mehrheit Der Stimmen auf sich vereinigte. Der gewählte Republi­kaner sowie de Dalera werden an den Sitzungen der neuen Kammer nicht teilnehmen.

planten SA. - Marsch aus Berlin die Rede war, der verhindert werden sollte. 3m Hinblick auf diesen Marsch habe ihm der Funk­tionär Lanzenberger gesagt, daß Waffen und Spreng st offe beschafft werden müßten. Am 27. Februar habe er den Spreng st vff- diebstahl durchgesührt.

Ein Arbeiter Elster aus Schlottau bei Annaberg bekundet, es sei immer wieder betont worden, daß f i ch alle Kommuni st en bewaffnen müß­ten, um den für Den 4. oDer 5. März erwarteten Vormarsch Der SA. nach Berlin zu verhinDern. Dieser Kamps gegen Die Nationalsozialisten solle mit Der Machtergreifung Der Kommunisten enden. Sollte der nationalsozialistische Marsch aber unter­bleiben, Dann würde die kommunistische Aktion später unternommen werden. Die öffentlichen Gebäude und die Unterkünfte der SA. sollten in die Luft gesprengt werden. Es wurde auch Anweisung gegeben, aus Konserven­büchsen Bomben herzustellen, die in die Autos der SA. geworfen werden sollten. Ganz offen wurde erklärt, daß die Kommunisten ihr Ziel der Machtergreifung nur im Bürgerkrieg und mit blutigem Terror erreichen konnten. Nach der Reichstagsbrandstiftung ist auch von einigen Kommunisten die Frage aufgeworfen worden, ob das vielleicht ein Signal sein sollte. Wir sagten aber, damit hätten die Kommunisten nichts zu tun gehabt. Auch von Petroleumfässern war Die Rede, die auf den Straßen ausgegoffen und cmgezündet werden sollten, um Transporte zu unterbinden.

Dimitroff formuliert eine ganze Kette von Fragen, Die Der Oberreichsanwalt sämtlich als un­erheblich abzulehnen bittet. Der Senat läßt nur die Frage zu, welche Maßnahmen Die Kommuni- stische Partei zur Abwendung der Auflösung der KPD. getroffen habe. Kaldenoach erklärt, für Den Fall Der Auflösung sollte Die Partei unter illegaler Leitung Weiterarbeiten. Es sollten auch nach Mög­lichkeit MassenDemonstrationen und politische Pro­teststreiks gegen ein Verbot unternommen werden.

des Beklagten bestreitet das und vermutet persön­liche 3ntrigen als Motiv der Anklage. Bei der grundsätzlichen Bedeutung des Falles Darf Der Ent- scheiDung Des Gerichtes mit 3ntereffe entgegenge­sehen werDen.

Todesurteil gegen einen Brandstifter.

Das Berliner Sondergericht verurteilte Den 23 Jahre alten Melkex RicharD Bahr in Linum in Der Mark wegen fortgesetzter, teils vollenDeter, teils versuchter BranDstistung, begangen in der Absicht, unter Der Bevölkerung Angst und Schrecken zu erregen, auf SrunD Des Gesetzes zur Abwehr politischer Gewalttaten oom 4. Avril D 3. z u in ToDe unb Dauernden Verlust Der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Mitangeklagten Gerhard Kehler und Wilhelm Lätsch wurden wegen Anstiftung zu je zehn 3ahren Zuchthaus und zehn Jah­ren Ehrverlust verurteilt. Eine vierte Angeklagte wurde freigesprochen. Bahr hat am 1. Oktober d. 3. eine mit Ernteoorräten gefüllte Scheune und am 15. Oktober eine Scheune und einen Kuhstall in Der Nähe von Fehrbellin aus politischen Gründen und Zwar auf Anstiftung kommunistischer Funktionäre m Brand gesteckt. Er ist zu diesen Verbrechen von Kehler und Lötsch angestiftet worden.

Die Steuerbefreiung gilt für die Lohnsteuer, die Arbeitslosenhilfe, Ehestandshilfe, die Schenkungs- steuer, sowie für die Bürger- und Kirchensteuer. Die Steuerbefreiung tritt auch ein, wenn die einmaligen Zuwendungen im Einzelfall 25 Mk. nicht erreichen. Oesterreich entschuldig« sichunv sagt Bestrafung zu.

Berlin. 1. De;. (121.) Am Freitag hat der Ge­neralsekretär des österreichischen Bundeskanzleramtes den deutschen Gesandten in Wien auf­gesucht, um der deutschen Regierung wegen des Zwischenfalls an der deutsch-österreichischen Grenze vom 23. November, dem Der Reichswehrsotdat Schuhmacher zum Opfer gefallen ist. die förm­liche Entschuldigung der ö st erreicht- scheu Bundesregierung auszusprechen. Der Vertreter der österreichischen Regierung hat dabei außerdem die Erklärung abgegeben, daß die an bem Vorfall beteiligten österreichi- fdjen Sicherheitsorgane vor Dem zustän­digen österreichischen Gericht unverzüglich z u r Verantwortung gezogen werden würden.

Erne deutsche Erzieher- gemeinschast.

Berlin, 1. Dez. (TU.) Der Reichsverband Der deutschen Hochschulen, Der Bayerische Lehreroerein, Der Deutsche PhilologenoerbanD, Der ReichsverbanD hauptamtlicher Lehrkräfte an Den Berufs- und Fachschulen, Der Reichsverband deutscher Diplom­handelslehrer, der Reichsverband freier (privater) Unterrichts- und Erziehungsanstalten haben sich freiwillig zur Deutschen Erzieherge- m e i n s ch a f t als der umfassenden Reichsvrgcmi- sation Der Deutschen ErzieherverbänDe zusam­mengeschlossen. Die Deutsche Erziehergemein- schäft setzt sich zur Aufgabe, am Aufbau eines organisch gegliederten Deutschen Schul- wesens im nationalsozialistischen Sinne fach- unD fachkundig mitzuarbeiten unb ein freundschaftliches Zusammenwirken Der oerschieDenen Erziehergruppen herzustellen

Aus Vorschlag Der beteiligten ErzieherverbänDe hat Der Reichsminister Des 3nnern Den Leiter Des bremischen Unterrichtswesens, Pg. Senator Dr. von Hoff zum Führer Der Deutschen Erzieherge- metnschaft ernannt unD Die vorgelegten Satzungen der Organisation genehmigt. Senator Dr. von Hoff ist beauftragt, alle weiteren Maßnahmen für Den Ausbau der neuen Organisation einzuleiten unb Durchzuführen. Die Deutsche Erziehergemeinschaft wird eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit bem nationalsozialistischen Lehrer- b u n D als ber zuständigen weltanschaulich-politi­schen Organisation als eine ihrer vornehmsten Auf­gaben ansehen.

Entlaffu g von Beamten/ die ihre Partei verschwiegen.

Berlin, 2. Dez. (VDZ. Funkspruch.) Es ist mehrfach vorgekommen, baß Beamte bei ber Ausfüllung bes Fragebogens zum Be- rufsbeamtentumgesetz die Frage nach ihrer früheren Parteizugehörigkeit falsch beantwortet, ihre frühere Parteizugehörigkeit verschwiegen ober an­dere falsche Angaben gemacht haben, um einer sonst möglichen Entlassung ober Zurruhesetzung vorzu- beugen. Da es sich Dabei um dienstliche Angaben handelt, hat bie vorgesetzte Dienstbehörde in manchen Fällen gegen Die Beamten ein Disziplinar­verfahren mit Dem Ziele Der Dienstentlas­sung eingeleitet, währenD andere Stellen nichts veranlaßt Haden sollen. Um einen gleichmäßigen Vollzug Des Gesetzes zu sichern, bittet nun Der Reichsinnenminister, in allen Derartigen Fällen gegen solche Beamte im Dienststrafverfahren mit Dem Ziele auf Dienstentlassung oorzugehen.

Keme Ein adungen, keme Schirmherr­schaften von Reichsmimftern.

Berlin, 1. Dez. (WTB.) Das Reichskabinett har heute beschlossen. Daß von Den MitglieDeru.Des Kabinetts Schirmherrschaften unD Pro­tektorate in Zukunft grunDsätzlich adge­lehnt werDen sollen und Die bereits über­nommenen vorn 1. 3anuar 1934 an als er- loschen zu betrachten sinD. Dieser Beschluß erfolgte, weil in ber letzten Zeit Anträge auf Uebernahrne von Ehrenprotektoraten in über­triebenem Maße gestellt worben sind.

Auf einen weiteren oefonDeren Beschluß des Reichskabinetts hin wird bekanntgegeben, daß die Mitglieder Des- Kabinetts in Den letzten Wochen mit EinladungengeraDezu überschüt­te t worDen sinD, so Daß hierDurch eine untertrdg- liche unD unnötige Belastung Des Geschäftsganges eingetreten ist. Die MitglieDer Des Reichskavinetts werDen in Zukunft nur noch an Veranstaltungen teilnehmen, wenn Dies aus staatspolitischen GrünDen unbeDingt ersorDerlich ist. Alle EinlaDungen, bei Denen Dies nicht zutrisft, werDen in Zukunft unbeantwortet gelassen. Es ergeht Daher an alle Bevölkerungskreise bas Ersuchen, bei allen (Einlabungen an Mttglieber dos Reichskabinetts vorher zu prüfen, ob bie Veran­staltungen, zu benen bie (Einlabungen ergehen, Den oben gekennzeichneten Voraussetzungen entsprechen. Wahlsieg der Regierung in Nordirland

Belfast, 1. Dex. (WTB.) Das (Ergebnis Der Parlamentswahlen in Nordirland ist zugunsten Der Union! st enpartei ausgefallen, Die seit zwölfeinhalb Jahren im Besitz Der Regierungsmacht ist. Von 52 AbgeorDnetensitzen hat Diese Partei 33 erobert, sie besitzt also bie absolute Mehrheit in Der Kammer. Gewählt rourDen noch neun Nationa-

Jat Jbr tfnfommen Flein,

zur Lebensversicherung reicht es doch, wenige Mark Ersparnis im Monat genügen für ein erhebliches versicherungskapital, das sofort bei vorzeitigem Tode, spätesiens aber im vereinbarten /Mer ausgezahlt wird. Lebensver­sicherung, der Rückhalt im Daseinskampf, macht Sie sorgenfrei und froh!

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