Ausgabe 
2.11.1933 Zweites Blatt
 
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Für Hand und Fufe!

Der elegante Handschuh Der gute Strumpf

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Zwangsversteigerung 34/32

Am Donnerstag, dem 16. Tlooember 1933, vormittags 9 Uhr, wird im Amts- gerichtsgcbaude zu Gießen, Zimmer 107, das nachstehende, im Grundbuche von Gießen dem Kaufmann Otto Reih in Gie­ßen zugeschriebene Anwesen Aster weg 44:

Flur 2, Jlr. 132 - 480 qm hofreite,

Flur 2, Jlr. 1326/w = 8 qm Brunnen, owie die auf dem Grundstück errichtete Autohalle, zusammen geschätzt auf 23 580

Siegerhahn brachte 60 Mark und der Rhobelänber- Siegerhahn aus der Zucht der Haushaltungsschule Michelstadt 50 Mark. Beide Spitzentiere gingen an die gute, anerkannte Zuchtstation Fischweiher bet Heppenheim. 21 Hähne brachten über 25 Mark.

In der dreijährigen Tätigkeit des GHH. ist überaus erfreuliche Aufbauarbeit geleistet worden, die die hessischen Herdbuchzüchter zu den besten Hoffnungen berechtigt. Möge neben dieser glanz­vollen Versteigerung in Offenbach die demnächstige Gau - Geflügelausstellung in Butz­bach (18. bis 21. November) weitere Beweise der Fortschrittsarbeit in Hessens Geflügelzucht bringen.

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt.

Gießen, den 23. Oktober 1933.

I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

Das seit 63 Jahren bestehende Herren-Bekleidungsgeschäft Gebrüder Stamm Ist heute von uns über­nommen worden. Die seitherigen Inhaber sind ausgeschieden. Das langjährig tätige und erfahrene Personal wird sich in unveränderter Mitarbeit in den Dienst des Unternehmens stellen, das wir nach bewährten Grundsätzen fortführen werden. Wir zeigen Ihnen gerne unverbindlich unsere große Auswahl und werden Sie bei Ihren Einkäufen bestens beraten.

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lchuldungsoerfahren entsprechende Regelung auch für Gewerbebetriebe zu erwarten steht, entzieht sich unserer Kenntnis.

ö. Sch^ Gießen. Dir empfehlen Ihnen, sich zur Beantwortung Ihrer Fragen unmittelbar an die Kreisleitung der NSDAP., Cöberftr zu wenden

. 3. In fi. Es empfiehlt sich, in Ihrer Ange- legenhcit die Berufsberatung-st ellebeim Arbeitsamt Gießen in Anspruch zu nehmen, wo Sie unentgeltlich Aufklärung und Rat erhallen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) wünsche an das Handwerk.

Die Handwerkerwoche mit ihrem schönen Motto ist oorübergerauscht. Die Zeitung hat uns durch die Betriebe" geführt, und wir haben als nicht aktiv Beteiligte manches gelernt, auch uns der Notwen­digkeit nicht verschlossen, in unseren Häusern Um­schau zu halten, ob nicht dies oder jenes erneue- rungsbedürflig oder der Anschaffung wert ist. Da möchte denn auch einmal ein bescheidenes Wort an das Handwerk gerichtet werden, das an einen wun­den Punkt rührt. Die Hausbesitzer, besonders wenn sie, wie der Einsender, nicht warten, bis sich große Schäden zeigen, sondern gerade den kleinen Rissen und Mängeln ihr Augenmerk schenken, stoßen dabei oft genug nicht auf die Unterstützung des Hand­werks, die sie erwarten dürfen. Nicht als wäre die geleistete Arbeit schlecht (dagegen ließen sich ja auch leicht Gegenmaßregeln ergreifen), sondern bis es zu der Arbeit kommt, da liegt der Hund begraben. Wie oft muß man wegen einer Kleinigkeit, die aber aus irgendeinem Grunde eilig ist, ein-, zweimal das Telefon in Bewegung fetzen, ober sich selbst auf die Beine machen. Wie oft, wenn man die Zeit glücklich festgelegt hat, erscheint der Betreffende nicht, weil ihm irgend etwas bazwischengekommcn ist (sich abzumelden hält er meist nicht für nötig!). Wie oft hat man, wenn es sich um Kleinigkeiten handelt, die Empfindung, daß dem Betreffenden die Arbeit nicht lohnend erscheint, weil er anderes, größeres unter der Hand hat, so daß mir nicht selten schon die unmutige Bemerkung aufstieß: Meister so und so muß doch recht beschäftigt, und

der Not der Kriegsopfer einsehen und auch ihnen zu ihrem Recht verhelfen. Die Volksgemeinschaft verlange, daß am 12. November alle Deutschen, also auch die N§KOD, geschlossen dem Rufe des Da- Urlaube» Folge leisten. Die Ausführungen fanden begeisterten Beifall Mit einem Heil auf den Führer und mit dem Deutichlandlieb würbe bie gutbesuchte Versammlung geschlossen.

die vielen Klagen über Richtbeschäftigung möget» übertrieben sein." Er unb ferne Kollegen wollen bt< Mahnung nicht verübeln, bah Bereitwilligkeit bet der Uebernahme unb Pünktlichkeit In der Ausfllh» runfl auch der kleinsten Aufträge Die Grundlage für einen gesunden Wechselverkehr zwischen Hausbesitzer unb Hanbwerker bilben müssen. Unb noch eins: Pünktlichkeit auch in ber Einreichung von Rechnun­gen' Der wie ber Einsenber, gewohnt ist, feine Rechnung längere Zeit liegen zu lasten der empfin- bet es ärgerlich, daß er, wenn er um die Rechnung bittet, bie Antwort erhält:Ich fanb keine Zeit, sie auszustellen " Wieberum: Wie gut muß ber Mann beschäftigt sein, ber eine solche Antwort geben kann! Kr.

anbottes wurde ber p^enhahn gestellt von der Farm Wilhelminenhof bei Jugenheim a. d B. ° Der Verlauf ber Versteigerung war flott Die Rheinländer-, Italiener- und Rhobelander-Hahne fanöen reißenden Absatz. Der Gefamtdurch- idinittserlös mit runb 20 Start je ftahn ist außerordentlich gut zu nennen. Den -omenpreis erhelle die Farrn W.lhelmlnenhof bei aSSK für einen Wyanbottes-Hahn mit bem stattlichen Züchterpreis von 73 Mark. Der Leghorn-

Oie Herdbuch-Hahnenversteigerung in Offenbach.

Offenbad) a. M, l. Noo. Der diesjährigen Versteigerung des Geflügel-Herdbuch-Heffen (GHH) in Offenbach war ein glänzender Verlauf Geschieben. Es war gewiß ein Wagnis, wenn von den 14 hessi­schen Geflügel-Herbbuchzüchtern 157 Hähne zum öffentlichen Verkauf gestellt mürben, unb wenn in heutiger Zeit bei einer berartigen Zuchttier-Verstei- gerung nur ein Ueberftanb von einem Wyanbottes- Hahn unb fünf Leghorn-Hähnen verblieb. Die tech­nische Leitung ber Veranstaltung lag in Hanben von Dr.Dencker (Darmstadt). Wie im Sorjabre, wurde auch die diesjährige Veranstaltung mit einer Prä­miierung derSiegertiere begonnen.

Das in diesem Jahre -ur Schau gebrachte Mate­rial war in sämtlichen für Hessen anerkannten hal­fen, und zwar. Schwarze Rheinländer, braune Lei- ftungsitaliener, weiße Leghorn, Rhodeländer unb weiße Wyanbottes, von heroorragenber Gute Die Tiere waren ausnahmslos gut im Typ, korrekt, bei ben leichteren Rassen auch von ausgezeichneter Schwere unb Wirtschaftlichkeit. Besonbers gut schnitt die bekannte Zucht der H a u s h a l t u n a s s ch u l e M ichelstabt ad, die in ber Gruppe Rheinlanber, Rhobeländer unb Italiener je einen Siegerhahn stellte unb bie Silberne Mebaille des Reichsoerban­des für Geflügelwirtschaft, Fachschaft I, erhielt. In ber großen Gruppe ber 110 Leghorn stellte den Siegerhahn bie Solmssche Geflügelfarm, Nieber-Ingelheim, welche bie (Bolbene Me­daille des Reichsoerbanbes auf ben Hahn GHH. 1126 erhielt. Ganz hervorragenb gut schnitt auch bie Farm Wallborf mit zwei ersten Siegerprei­sen ab, gleichzeitig aber auch mit großartigen Ver­kaufserlösen. Besonbers begehrt waren bie ausge­glichenen typischen Zuchthähne ber Geflügelfarm Wilhelmshöhe bei Butzbach. Unter ben Wy-

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sink) ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung.)

h. D. in C. Die bisherigen Vorschriften über das Entfchuldungsverfahren beziehen sich lediglich auf landwirtschaftliche, nicht aber auch auf Gewerbe­betriebe. Ob eine dem landwirtschaftlichen Ent-

Denkt an bieStiftung für Opfer ber Arbeit"!

Einzahlungen an Beichskrebitgesellschafl Berlin W 8, Behrensstrahe 21/22, sowie auf deren Reichs- bankgirokonlo unb beren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe ber koutobezeichuung: »Stiftung für Opfer be- Arbeit".

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