Ausgabe 
2.10.1933 Zweites Blatt
 
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-urückkommen wird, ein strammer Kerl geworden sein wird und diese Arbeit, über die er vorher ge­murrt hätte, jetzt ungeheißen und mit Freuden tun wird. Mutter wird jetzt keine Angst davor haben, daß ihr Junge in Zelten oder Scheunen schlafen wird, denn sie weiß, daß sie den Führern des Jung­volks vertrauen kann, daß diese für ihre Jungen sorgen werden, daß diese die Nächte über nicht frieren werden, auch wenn es wider Erwarten kalt werden sollte, daß sie sich auch nicht erkälten wer­den, und daß sie kein Heimweh bekommen werden, sondern daß sie den ganzen Tag über beschäftigt sind.

Müde werden sie sein vom Kampfe und einen großen Hunger werden sie mitbringen in die Dör­fer, wo sie dank der Opferfreudigkeit der Einwoh­ner kostenlos verpflegt werden sollen. Auch die Toten werden sich hier um den dampfenden Kessel einfinden und von ihrem Führer einen neuen Le­bensfaden erhalten.

Und am nächsten Tage werden sie abermals hin­ausziehen zu wildem Kampfe und zum Sieg. Für

Viesen Tag aber ruht der Kampf, und nach dem Essen werden sie ein Laaer beziehen und ihre Zelte bauen und ihr eigenes Leben leben, werden spielen und tollen und jauchzen und jung sein. Abends wer­den sie dann um ein Feuer sitzen. Hell lodert die Flamme in die dunkle Nacht hinein. Und sie werden ihre Lieder singen und um ihr Feuer werden die Einwohner der Dörfer stehen und werden sich erin­nern lassen an ihre eigene Jugendzeit, da man solche Lager noch nicht kannte und eines wird sie alle verbinden und wird sie gegenseitig sich ver­stehen lassen: die Liebe zu ihrer Heimat und der Glaube an ihre Zukunft und die Treue zum Führer.

Kleiner und kleiner werden die Feuer werden, die überall in Oberhessen brennen abends, wo Jungvolk lagert, und sie werden durch diese Feuer pringen und dann werden sie schlafen gehen. Und ie werden sofort schlafen, denn müde werden sie ein, war der Tag doch anstrengend für sie. Aber müde sollten sie werden, denn ein hartes Geschlecht braucht unsere Zeit, und sie werden träumen von den Kämpfen des nächsten Tages ...

Appell der NS-Dolkswohlfahrl Gau Hessen-Nassau.

2Reid)$flafff)olfer Gauleiter Sprenger eröffnet die Winterhilföschlachi.

Frankfurt a. M., 30. Sept. (WSN.) Die Winterhilfsschlacht im Gou Hessen- Nassau hat begonnen. Daß sie mit aller Energie durchgeführt und siegreich beendet wird, dafür bürgt der Wille des Führers und die Einheitlichkeit, mit der dieser Wille überall zur Geltung kommt. Auch der Gau Hessen-Nassau hat unter der Leitung des Gauleiters Sprenger und des Leiters der NS.- Dolkswohlfahrt Hessen-Nassau, Haug, das große Werk der Nächstenliebe energisch in Angriff ge­nommen.

Samstag nachmittag waren im Bürgersaal des Frankfurter Rathauses die Vertreter der staatlichen, Kreis- und Kommunaloerwaltungen, der kirchlichen und militärischen Behörden, der karitativen Ver­bände, der Industrie- und Handelskammern, der ßandwirtschafts- und Handwerkskammern usw. ver­sammelt, um die Richtlinien für den Kampf gegen die Winternot entgegenzunehmen.

Reichsstatthalier Gauleiter Sprenger richtete einen eindringlichen Appell an die Versammlung, mit aller Kraft ans Werk zu gehen, um die unverschuldet in Not Geratenen zu unter­stützen und zu fördern, damit auch sie an die Volks­verbundenheit zu glauben beginnen. Ein Recht zum Leben hat jeder, so führte der Reichsstatt- halter und Gauleiter u. a. aus, der ein d e u t s ch e s Herz in der Brust trägt, dem deutsches Blut in den Adern rollt.

Ls ist das verdienst der NSDAP., daß sie. weil vorausschauend, schon am 1. Mai daraus hin- wies, daß wir dafür sorgen werden, daß im

Maker niemand hungert und friert.

Die früheren Machthaber hatten auch in dieser Be­ziehung nichts vermocht, weil nichts hinter ihnen stand als der Wille von Interessenten, in die eigene Tasche zu arbeiten. Heute steht das deutsche D o l k in seiner Mehrheit in unerschütterlichem Wil­len hinter dem Führer und in dem Willen, sein Wollen in die Tat umzusetzen. Dieser Wille wird wahr werden. Wir wenden uns daher an alle, die in der Lage sind, abzugeben. Zur

Durchführung dieses Hilsswerks rft allein d i e NS. - Dolkswohlfahrt berechtigt. Alle Ver­bände und karitativen Vereine werden ihre Aufträge erhalten durch die NS.-Volkswohlfahrt. Eines aller­dings kann nicht erwartet werden, daß ein­zelne Vereine glauben, irgend eine Sonder- a r b e i t zu leisten. Eigenmächtigkeit kann hier eben­sowenig geduldet werden, wie auf irgendeinem an­dern Gebiet.

Riesig ist die Aufgabe, die sich die TlS.-Bolfs- wohlfahri gestellt hat. Ls sollen aufgebracht werden entsprechend der Anbaufläche des Gau- gebietes 820 000 Zentner Kartoffeln. 65 000 Zentner Getreide usw. Garantiert sind heute schon 710 000 Zentner Kartoffeln und 40 000 Zentner Getreide. Davon sind aufgebracht über 113 000 Ztr. Kartoffeln, über 16 000 Ztr. Ge­treide, über 6000 Zentner Obst, 8000 Zentner Gemüse usw. wenn alle an ihrer Stelle die Triebkraft abgeben, wenn die verbände. Be­hörden usw. das beste daransehen, dann wird dieses Werk gelingen.

Und dieses Werk muß gelingen, damit allen denen, die noch nicht in Arbeit kommen konnten, die Hoff­nungsfreudigkeit erhalten bleibt. Dann ist auch der dritten Etappe im nächsten Frühjahr der Boden be­reitet.

Hierauf umriß der Leiter der NS.-Volkswohlfahrt Hessen-Nassau, Haug, in markigen Worten die Aufgaben, die der NS.-Volkswohlfahrt gestellt sind.

von jetzt bis zum 31. Mär; dürften nur Samm­lungen für das Winterhilfswerk durchgeführt werden. Jeder verband und jede Einzelpersön­lichkeit habe sich hinter das große Werk zu stellen.

Wenn alle helfen, dann werde der (Kni Hessen- Nassau mit an der Spitze marschieren.

Mit einem Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten, den Führer und das deutsche Volk schloß die Ver­sammlung.

Obechessen.

Aufruf!

Oberhessische Bauern! Der Grünberger Gal- l u s m a r k t steht vor der Tür. Am ersten Tage, Mittwoch, 18. Oktober, findet ein Pferde-, Schweine- und Rindviehmarkt statt. Wir fordern Euch auf, diesen zu beschicken und Euren Viehhandelt dort auf einem alten deutschen Markt zu tätigen, von Berufskollege zu Pe­ru f s k o l l e ge.

Ein Wertschätzungsausschuß steht auf Wunsch beim Auftrieb und Handel kostenlos zur Verfügung. Jrn Bedarfsfall erhält der Käufer Kredit und Sicherheit.

Kein Bauer darf sich in den kommen­den Wochen der Zwischenhändler beim A n - und Verkauf von Vieh bedienen.

Der Markt in Grünberg muß ein deutlich sicht­bares Zeichen dafür sein, daß die nationalsozialisti­schen Bauern Oberhessens die Zeichen der Zeit be­griffen haben.

Beweist, daß Ihr gewillt seid, im Sinne unserer großen Führer zu handeln, die den deutschen Bauernstand durch weitsichtige Maßnahmen retten wollen.

Am zweiten Tage, Donnerstag, 19. Oktober, wird unser hessischer Bauernführer, ßanbesbauernpräfi- bent Dr. W a g ne r, M. d. R., zu Euch sprechen, um selbst die von ihm zur Rettung des hessischen

Bauernstandes durchgeführten bzw. eingeleiteten Maßnahmen bekannt zu geben. Wir erwarten, daß Ihr zu dieser Kundgebung geschlossen erscheint.

Der landwirtschaftliche Fachberater für d e n Bezirk Grünberg : Balser (Göbelnrod).

Die Landwirtschaftlichen Kreisfach­berater:

-Für den Kreis Gießen: Dörrschuck.

Für den Kreis Alsfeld: Geiß.

Für den Kreis Schotten: Straub.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 1. Oktober. In der Nacht zum Sonntag wurde das an der Straße nach Lützel­linden gelegene Heim der hiesigen evan­gelischen Jugendvereinigung übel zuge­richtet. Fensterläden und Fenster waren erbrochen und demoliert, und im Innern sah es wüst aus. In Küche und Tagraum lagen viele Einrichtungen zerschlagen auf der Erde oder fehlten ganz. Die Polizei wurde rasch alarmiert und scheint auch schon die Spur der Täter gefun­den zu haben.

Kreis -llsseld

st. O b e r © {e e n, 28. Sept. In einer außer- ordentlichen Generalversammlung im Vereinslokal

Ruppert führte der hiesige Kriegerverein die Gleichschaltung durch. Der Vorstand legte seine Aemter nieder. Entsprechend dem Vorschlag des Ortsgruppenleiters der NSDAP. L. Becker wurde der frühere 2. Präsident Heinrich Ruppenthal 3um ersten Führer gewählt. Der neue Führer dankte dem bisherigen Präsidenten für seine Arbeit und ernannte die weiteren Vorstandsmitglieder: 2. Füh­rer: Heinrich K. Schaaf; Schriftführer: Karl W al d;' Rechner: Karl Engel. Nach Bekanntgabe verschiedener Anordnungen der Hassia wurde die Versammlung mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf die Reichsregierung, die Kriegerkameradschaft und das Vaterland geschlossen.

st. Kirtorf, 28. Sept. Der hiesige R a d f a h . rerverein hielt dieser Tage in der Gastwirt­schaftZur grünen Au" eine Mitgliederversamm­lung ab. Der 1. Vorsitzende Heinrich Geil er­läuterte die neuen Richtlinien des Deutschen Rad- fahrerbundes, ferner kam er auf den Tag der Deut­schen Radfahrer zu sprechen, der am 30. September imDeutschen Haus" zu Alsfeld stattfindet. Dem­nächst soll zum Zwecke der Gleichschaltung eine außerordentliche Generalversammlung stattfinden. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf die Führer des Reiches wurde die Versammlung geschlossen.

Kreis Schotten.

i. Gedern, 30. Sept. Dieser Tage wurde hier bei einer Amtswaltersitzung der NSDAP. Ortsgruppe Gedern eine Ortsgruppe der NS.-Volkswohlfahrt gegründet. Ortsgruppenleiter Klein wies in einer größeren Ansprache auf die Bedeutung der von unserem Führer Adolf Hitler kürzlich geschaffenen NS.-Volkswohlfahrt hin. Er betonte, daß nun das gesamte Fürsorgewesen, das Winterhilfswerk gemäß dem Aufruf des Reichs- minifters für Propaganda und Volksaufklärung Dr. GoebbelsGegen Hunger und Kälte" und an­dere soziale Einrichtungen von der NS.-Dolkswohl- fahrt geleitet bzw. überwacht würden. Der Orts­gruppenleiter ernannte sodann Pfarrer Saal zum Ortsgruppenwalter, zu dessen Stellvertreter Apo- theker Veesenmeyer, zum Geschäftsführer Willy B r o c a r, zum Kassenwart Bruno Schmö­ker und verpflichtete sie durch Handschlag.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

0 Wetzlar, 29. Sept. Durch den Uebergang des Kreises Wetzlar an den Regierungsbezirk Wiesbaden wurden zwei Berufsgenossen­schafts beiträge fällig, und zwar deshalb, weil die Rheinische Berufsgenossenschaft die Bei­träge für 1932 nachträglich, die Hessisch-Nassauische Berufsgenossenschaft die Beiträge aber im Voraus erhebt. Diese doppelte Belastung wäre für die Land­wirtschaft des Kreises untragbar. Landrat Grillo hat sich deshalb in einer Eingabe für Ent- l a ft u n g der Bauernschaft eingesetzt und ist dabei von der Kreisbauernschaft unterstützt worden. Die Eingaben waren von Erfolg begleitet. Die Rheinische Berufsgenossenschaft beschloßt nur die erste Beitragshälfte einzuziehen; von der Erhebung der zweiten Hälfte wird Abstand ge­nommen. Die Landwirtschaft des Kreises erfährt dadurch eine Entlastung um 38 000 Mark. Im Hotel Kitterle fand die Hauptversammlung des Ob st- und Gartenbauvereins für den Kreis Wetzlar, von Lehrer Hofmann (Oberndorf) geleitet, statt. Auf Vorschlag des Vor­standes wurde Landrat G r il l o einstimmig zum Vorsitzenden ernannt. Die Berufung der übrigen Vorstandsmitglieder wurde zurückgestellt, weil Land­rat G r i l l o am Erscheinen verhindert war. Nach­dem die Versammlung noch einige Satzungsände­rungen beschlossen hatte, sprach Kreisobstbaulehrer K i l p über dieBekämpfung der Krankheiten und Schädlinge im Obstbau". Der Vortrag löste eine rege Aussprache aus. Allgemein ging die Ansicht dahin, daß nunmehr die zwangsweise Durchführung der Schädlingsbekämpfung durchgeführt werden müsse, wenn *ber Obstbau im Kreise Wetzlar nicht noch weiter zurückgehen solle. Kreisobstbauinspektor K i l p wurde beauftragt, bei den Behörden dem­entsprechende Anträge zu stellen. Werkmeister W r i s e hielt bann noch einen Vortrag über Süß- moftbereitung.

<> Lützellinden, 29. Sept. Unsere G e - m e i n d e will nachstehende Arbeiten ausführen lassen: 1. Befestigung von 420 lfd. Meter desGrü­nen Weges", 2. desgl. von 500 lfd. Meter des Pinnweges". Die Arbeiten find von dem Präsi­denten des Landesarbeitsamtes Hessen als N o t standsarbeit anerkannt. Es sollen 20 Arbeits­lose beschäftigt werden, die vom Arbeitsamt Wetz­lar zuaewiesen werden. Bis zu 80 v. H. der Be­legschaft dürfen Wohlfahrtsunterstützte beschäftigt werden. Die Arbeiter werden nach dem Tiefbau­arbeiter-Tarif das sind z. Zt. 48 Pf. je Stunde entlohnt und wöchentlich 40 Stunden beschäftigt. Die Gemeinde erhält für jedes Arbeitslosen-Tage- werk eine Grundförderung (Zuschuß) von 3 Mark aus Mitteln der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung und Arbeitslosenversicherung. Die erforder­lichen Fuhren werden von den Grundbesitzern der Gemeinde im Frondienst geleistet. Die Steine wer­den im Gemeindesteinbruch an der Salzburg" gewonnen. Die Gesamtkosten der Arbeit sind mit über 11 000 Mark und die Zahl der Arbeitslosen- tagewerke mit über 2000 veranschlagt. Die Aus­

führung wurde dem Bauunternehmer Otto Zörtz übertragen. Die Notstandsarbeit wird Voraussicht- lich schon in der nächsten Woche in Angriff ge. nommen werden.

cxd Niederkleen, 29. Sept. Die Gemein, deoertretung hat sich in ihrer jüngsten Sitzung damit einverstanden erklärt, die von dem Kultur, bauamt Dillenburg projektierten Dränagear. beiten im Rahmen des Reinhardt-Programm, durchzuführen, die zu dränierende Fläche beträgt 41 Hektar. Die Kosten sind mit 16 000 Mk. veran. schlagt, wovon etwa 6500 Mk. auf Material entfal. len. Die Zahl der Arbeitslofentagewerke ist mit über 2000 veranschlagt, wofür die Grundförderung (Zu. schuß) von je drei Mark aus Mitteln der Reichsan. stall beantragt ist. Zur Deckung der restlichen Kosten soll ein Darlehen von 9400 Mk. bei der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt ausgenommen werden, das mit 3 v. H. zu verzinse» und nach drei tilgungr. freien Jahren mit 2 v. H. zu tilgen ist. Der jähr- Uche Derwaltungskostenbeitrag beträgt 0,25 o. ch. Die der Gemeinde verbleibenden Kosten sollen von den beteiligten Grundbesitzern durch Erhebung von Beiträgen gemäß dem Kommunal-Abgabengesetz ein- gezogen werden.

< Erdhausen, 29. Sept. An der Staats- ftrafje Gladenbach Weidenhausen wurde dieser Tage das Ob st versteigert. Der Durchschnitts, erlös belief sich auf 4 Mark je Zentner.

< Friebertshausen, 29. Sept. Bei den Notstandsarbeiten unserer Gemeinde konn­ten nicht nur alle Erwerbslosen von hier, sondern auch noch Arbeitslose aus Mornshau- f e n Beschäftigung finden.

Hohe Geldstrafen für Zigarettenschmuggel.

Mainz, 29. Sept. (WSN.) Die Zweite Große Strafkammer beschäftigte sich mit einer Anklage wegen Zigarettenschmuagels. Bor den Schranken des Gerichts stand der 31 Jahre alte Schiffer ßaufenmaier von hier, der beschuldig» war, in der letzten Zeit über 140 Mille Ziga­retten unversteuert und unverzollt a b g e f e tz t zu haben. Bei einer Haussuchung konnten bei ßaufenmaier ungefähr 20 Mille bel­gischer Zigaretten noch beschlagnahmt werden. Außer ßaufenmaier hatten sich noch fünf weitere Angeklagte wegen Beihilfe a u r Steuer- Hehlerei zu verantworten, da sie bei dem Der- kauf der Zigaretten mitgeholfen hatten. Die Straf­fammer verurteilte ßaufenmaier wegen Steuer­hehlerei zu sechs Monaten Gefängnis, 96116,60 Mark Geldstrafe und 35110 Mark Wert- ersatzftrafe. Die übrigen Angeklagten erhielten- Ge­fängnisstrafen von z w e i W och enbiszuzwei Monaten und Geld- bzw. Werterfatzftrafen von zirka 6000 bis 40 000 Mark.

Sneflasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der

Schriftleitung.)

k. TL Auf Grund des §911 BGB. gelten Früchte,^ die von einem Baum oder einem Strauche auf ein Nachbargrundstück hinüberfallen, als Früchte dieses, Grundstücks. Infolgedessen war der Nachbar berechn tigt, die auf fein Grundstück gefallenen Birnen weg-! zunehmen und für sich zu verwerten. Sie können dem aber begegnen, indem Sie die im Auf träum des Nachbargrundstücks hängenden Früchte z. B. mit einem Obstbrecher brechen. Dagegen ist es Ihnen verwehrt, das Nachbargrundstück zu betreten, um die Birnen ernten zu können. Sie machen sich sogar strafbar, wenn Sie gegen den Willen des Nachbars dessen Grundstück betreten, um die darauffallenden Früchte aufzulesen. Der Nachbar kann von Ihnen Schadenersatz verlangen, wenn Sie die auf seinem Grundstück gelegenen Birnen aufgelesen und dabei das Gras zertreten haben. Allerdings wird dem Nachbar ein Schaden durch das Zertreten des Gra­ses nicht entstanden fein, da dieses nach ihrer An­gabe sehr kurz war.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 2. Okt. (WTB. Funkspruch) Der erste Frühverkehr der neuen Woche lag noch sehr ru­hig und abwartend. Da zum Montagsbeginn die ßimite zu fehlen pflegen, konnten schon kleine Kauforders genügen, um die Kurse etwas zu bessern. Soweit am Samstag im Reiche Börsen abgehalten wurden, lagen diese etwas freundlicher, und beson- ders Montanwcrte wurden 0,25 bis 0,50 Prozent über Freitagschluß genannt. Auch die Neuyorker Samstagbörse schloß in fester Haltung. Heute waren Kurse vorläufig noch nicht zu hören.

Am Devisenmarkt nannte man Pfund gegen Paris mit 79,30, Mailand mit 59, Spanien 37,15, Amsterdam 7,70, Schweiz 16,02 und Kabel 4,76 etwa.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi» 12.30 Uhr. 16 bi» 17 Uhr. Sümelofl nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts stelle zu richten.

Gießen, den 2. Oktober 1933.

5708

Von der Reise zurück

Gießen (Kaiserallee 70), Danzig, den 30. September 1933.

Dr.Neumann-Spengel

6073D

Die Beerdigung findet statt: Dienstag. 3. Oktober, nachm. 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen.

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Nach kurzer, schwerer Krankheit ist am Samstag früh meine liebe Frau.

unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und

für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers

bei dem Heimgange unseres lieben Entschla­

fenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen

Dank.

Lina Krämer Wwe. und Kinder.

In tiefer Trauer:

Karl Wehrum nebst allen Angehörigen.

Frau Katharina Wehrum

geb. Möbus

im Alter von 57 Jahren heimgegangen.

Wir geben hiermit bekannt, daß

Herr Emil Luit

bei uns als Inseratenwerber nicht mehr tätig ist und keinerlei Auftrag hat, für uns Geschäfte abzuschließen oder Ver­handlungen zu führen. 06716

Hento-Reklamen, Tel. 3335 und 3788.

Der erste Ehe-Tag

Sein Leibgericht gibts. Wenn Sie all' die praktischen Geräte in Ihrer Aussteuer haben, wirds schon klappen. Nur das praktische, das solide und doch preis­werte Hausgerät wird man auch fUr Ihre Aus­steuer empfehlen bei

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