Ausgabe 
2.10.1933 Frühausgabe
 
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ren. Bei

Wilhelm

1900(tiga)-Sf®. Friedberg (Liga) 0:3 (0:2)

Oer Kußball des Sonntags

gut der Deutsche Meister Fortuna Düsseldorf ist. das bewies er wieder mit seinem 6:0 (!)-Sieg über die gewiß nicht schlechte Alemannia Aachen. Der Ham­burger SV. schickte die Lübecker Polizei mit einer 8:1-Niederlage heim.

Richtlinien des Reichssporlkonnnissars über die Aufnahme -er ehemaligen Arbeitersportler.

erste Tor, das von der Hmlermannschaft unter allen Umstanden hätte verhindert werden müssen. Dom Miuelanstoß ab erfolgte ein gut angelegter An­griff. den Haupt mit einem Torschuß beendete, aber der Schiedsrichter entschied aufAbseits". Der Gastgeber war nun für die Folge im Feldspi.l etwas überlegen. Zwei hintereinander erzielte 6cf- bälle brachten jedoch nichts ein. Die HinteiKiann- schäft der Gießener hatte jetzt schwere Arbeit zu

Punktekämpfe und Freudschaststresfen in deutschen Gauen.

Kaum die Hälfte der 16 deutschen Fußball-Gaue konnte an diesem Wochenende ihre Meisterschafts- kämpse fortsetzen. Vielfach war wegen des Ernte- danksestes ein allgemeines oder doch wenigstens ein Verbot für Punktekämpfe erlassen worden. In den Gauen Südwest, Württemberg, Baden und Nord­hessen ruhte der Spielbetrieb am Sonntag völlig, in Baden hatte man allerdings die Punktekämpfe bereits am Samstagabend ausgetragen.

Im Gau M i t t e l r h e i n spielte man am Sonn­tagvormittag um die Punkte. Von den beiden Trierer Vereinen erlitt diesmal Eintracht eine Nie­derlage, sie wurde in Bonn vom Bonner FV. mit 3:0 (1:0) besiegt. Westmark Trier setzte seinen Sie­geszug mit einem 3:1 über die Leinberger-Elf Kölner Ll.f.R. fort.

Einen Großkampftag gab es im Gau Bayern. Leider entsprachen in den wenigsten Fällen die Zu- schaucrziffern der Bedeutung der Spiele. Das wich­tigste Spiel kam in Nürnberg zwischen demClub" und München 60 zum Austrag. DieLöwen" be­wiesen erneut, daß sie gegenwärtig zusammen mit Schwaben Augsburg wieder die zuverlässigste Mann­schaft des Gaues sind, der Club wurde einwandfrei mit 4:2 geschlagen. Der vorjährige Deutsche Meister Bayern München ist zur Zeit völlig außer Form, er wurde zuhause van der SpVg. Fürth sicher mit 3:1 besiegt und weist nun nach vier Spielen bereits fünf Derlustpunkte auf. *

Bon den Punktekämpfen in den übrigen Gauen des Reiches verdienen die hohen Siege von Fortuna Düsseldorf und HSV. besondere Erwähnung Wie

Deutsche Boxer in Oslo geschlagen.

9m Rahmen eines Doxkampfabends Deutschland - Norwegen gab es in Oslo vor 3000 Zuschauern

Kurze Spottnotizen.

Oesterreich und Ungarn trennten sich im Fußballkampf vor 60 000 Zuschauern im Wiener Praterstadion mit einem Unentschieden von 2:2. Die technisch besseren Wiener führten bet der Pause mit 2:0, dann kamen aber die mit größerem Schneid und mehr Ausdauer kämpfenden Ungarn noch zum Ausgleich.

Norwegen gab ...--------- ~

auch ein Treffen zwischen dem Krefelder Schwerge­wichtler Hans Schönrath und dem Norweger Otto von Dorath. Der Deutsche hielt fid) über die zehn Runden hervorragend, konnte allerdings gegen den starken Skandinavier, der schon Hein Müller k.o. geschlagen hat. n'A aufkommen und verlor nach Punkten. K. o. geschlagen mürbe der Berliner Czirson von seinem norwegischen Gegner Linz, der Barmer Fick mußte eine Punktniederlage in Kauf nehmen, wahrend Eg­gert- Spandau gegen Edgar Bormann über acht Runden ein Unentschieden erreichte.

hängte Elfmeter ergab in der elften Minute das zweite Tor. Die von den DsBern angelegten Vor­stöße waren meist zu durchsichtig ober mit zu wenig Schwung oorgetragen. Trotzdem sie bis zur Pause eiwas mehr vom Spiele hatten, konnten sie jedoch keinen Erfolg erzielen.

In der zweiten Halbzeit waren kaum drei Minu­ten verflossen, als Lecker sich schon wieder geschla- ?,en bekennen mußte. Allerdings war dieser Erfolg ür die Nauheimer aus klarer Abseitsstellung er­zielt. Auf Grund der bis dahin gezeigten Stiftun­gen war an ein Ausholen für die Gießener nicht mehr zu denken. Als auch noch Haupt und kurz darauf Schmidt totsichere Gelegenheiten ausließen und Nauheim sehr zahlreich verteidigte, wurden die Leistungen der DfBer immer schwächer. Die Nau­heimer Stürmer dagegen waren in ihren Aktionen weit erfolgreicher und glücklicher, da sie einen Feh­ler der Gästeverteidigung zum vierten Tore aus- nutzen konnten. Wieder belagerten die Grünweißen den gegnerischen Strafraum. Die einzige Ausbeute waren noch vier Ecken die sie erzielten. Es zeigten sich beim VfB. die gleichen Schwächen wie im letz­ten Spiel gegen Wetzlar. Im Sturm fehlt jegliches Verständnis und vor allem das Selbstvertrauen. Ein einigermaßen placierter Schuß wurde während des ganzen Spielse von keinem VfB.-Stürmer ab­gegeben. Zwei Minuten vor Schluß des Spieles erzielte Nauheim durch seinen Halbrechten, der den von der Latte zurückspringenden Ball nur einzu­schieben brauchte, sein fünftes Tor. Das Endresultat entspricht jedoch nicht dem Spielverlauf. Der Schieds­richter hatte bei dem stets fair durchgeführten Kamps ein leichtes Amt.

verrichten, um sich der Angriffe zu erwehr... einem Gedränge vor dem VfB.-Tor kam S , zu Fall, und im Liegen sprang demselben der Boll an die Hand. Der hierauf vom Schiedsrichter Der-

Das Ergebnis des Spieles, das am Samstag­nachmittag auf dem Sportplatz der Spielvereini- S 1900 als Freundschaftskampf ausgetragen

e, bedeutet an sich keine Uederraschung. Mit einer Niederlage mußte man bei der Spielvereini­gung schon rechnen, denn die Friedberger hatten in ihren letzten Spielen gutes Können bewiesen als vorzügliche Mannschaft waren sie außerdem längst bekannt. Friedberg spielt außerdem eine Klasse höher und ist damit an sich zu einer besseren Lei­stung verpflichtet, als man sie von der Mannschaft einer Bezirksklasse erwartet. Entscheidend für die Beurteilung des Spieles ist es aber, daß dieser Kampf dieses Ergebnis von 0:3 für Friedbera nicht zu zeitigen brauchte, denn die Mannschaft der Spielvereinigung war gut in Form, besonders in der ersten Halbzeit, und hätte sehr wohl und zum mindesten auch zwei Tore erringen können.

Die Mannschaften:

Beide Mannschaften traten mit je zwei Mann Ersatz an. Bei den Friedbergern fehlte besonders Schmerle, der von den Friedbergern im Sturme sehr vermißt wurde. Bei der Spielvereinigung fehl­ten Bromm und Grünewald. Es standen sich fol­gende Mannschaften gegenüber:

1 900: Schlarb; Lippert, Zeller: Langsdorf, Heilmann, Schomber; Luft, Hainbach, Wilhelmi, Schmelz, Roth.

VfB. Friedberg: Mellor: Keßler, Rupp: Ebner, Roskoni, Gutmann: Köppel, Seckinger, Sautier, Baumann, Diettich.

Der Spielverlauf.

Das Spiel begann mit einigen schönen Angriffen der Spielvereinigungsleute, die sich mit dem von den Friedbergern oorgelegten Tempo sofort ver­traut machten und sich in raschem Auf und Ab eine leichte Feldüberlegenheit sicherten. So wurde manche Gelegenheit zum Torschuß in schöner flüssiger Zu­sammenarbeit zwischen Läuferreihe und Sturm herausgearbeitet, in dem auch die Flügel gut be­dient wurden: leider aber mangelte es bes gesunden Torschusses, und so blieben die Erfolge aus. 3m-

Krötzsch (Neurössen) fand ungeteilten Beifall. Bei den Leichtathleten tat sich der Berliner S t ö ck her- vor, er siegte im Speerwurf mit 67,65 Meter, stieß die Kugel 14,34 Meter und warf den Diskus 41,36 Meter weit. Wegener (Halle) bewältigte im Stabhochsprung 4,05 Meter.

Stuttgarter Turnfest im Film.

Der amtliche DT.-Film vorn Stuttgarter Turnfest Treu unserem Volk", dessen Uraufführung am Dienstag, 10. Oktober, 16 Uhr im Ufa-Palast am Zoo zu Berlin vor geladenen Gästen stattfindet, zeigt in unerhört schönen, abwechslungsreichen Bildern die herrlichen Geschehnisse der letzten Juli-Woche in Stuttgart, läßt einen die weihevollen Stunden, da die Führer des Reiches Gäste der Turner waren, und da die Turner ihr Bestes gaben, noch einmal erleben.

Turnvereine, die den Film bei ihren Veranstal­tungen vorführen wollen, wenden sich an die G e - s ch a f t s ft e 11 e der DI, Abteilung 2, Char- (Ottenburg 9, Arys-Allee 2. Bei Bestellungen ist an­zugeben: Tag der gewünschten Vorführung (oder möglichst mehrere zur Auswahl), ob Normalfilm und Tonfilm oder stummer Schmalfilm gewünscht wird, wieviel Vorführungen, genaue Versandanschrift für den Film.

Deutsche Gehermeisterschast über SO Kilometer.

Sieoerl (Berlin) Sieger.

In Duisburg wurde am Sonntag dje Deutsche Gehermeisterschaft abgewickelt, die auch gleichzeitig als Westdeutsche Meisterschaft gewertet wurde. Ins­gesamt waren 67 Geher am Start. Der Titelver- leidiger H ä h n e l (Erfurt) mußte bei 15 km auf­geben. Sieger wurde der Berliner Altmeister S i e - vert (Reichsbahn TuSV.) in 4:58.40 vor Reichel (Bajuvaren, München) 5:06.33, Schnitt (SCC.) 5:08.18, Fritschen (Duisburg 1900) 5:13.18, Soges (Duisburg) 5:16.58 und K. Reichel (München) 5:17.20.

Die Westdeutsche Meisterschaft fiel an Fritschen (Duisburg). Im Mannschaftswettbe- werb setzte sich gleichfalls Duisburg 1900 vor Baju­waren München mit 18 bzw. 21 Punkten durch.

nur wieder lagen die 1900er vor dem Tor der Gäste, aber entweder wurde der Ball verschossen ober ber vorzügliche Tormann ber Friebberger holte^ sich mit unbeirrbarer Sicherheit bas Leder.

Auch die Gäste waren nicht müßig. In schöner Kombinationsarbeit, die man bei dieser körperlich zwar nicht sehr starken, aber technisch sehr gut durchgebildeten Mannschaft gewohnt ist, arbeiteten sich die Friedberger verschiedentlich bis zum geg­nerischen Strafraum durch und wurden dabei sehr gefährlich. Trotzdem die Verteidigung sehr gute Ab­wehrarbeit leistete, vermochte sie doch nicht zu ver­hindern, daß nach einer sauber geschossenen Flanke von links der Halbrechte zum ersten Erfolg verwan­delte. Die Blauweißen hatten aber weiterhin Pech: nachdem sie stets leicht überlegen spielten, schoß der Gast die Tore. Wenige Minuten nach dem ersten Erfolg fiel durch ein Mißverständnis in der Gießener Verteidigung das zweite Tor. Dabei blieb es dann trotz aller Bemühungen ber Gäste bis zur Halbzeit. Eine totsichere Chance war durch den Gießener Sturm vergeben worden. Wilhelmi, Schmelz und Roth standen völlig frei vor dem Tor, und Wilhelmi, der abgeben wollte (ohne daß es nötig gewesen wäre), überließ in schwach'm Schuß den Ball dem Tormann, während die an­deren beiden Stürmer völlig unschlüssig standen.

Die zweite Halbzeit sah die Gäste mehr im Vor- teil. Sie zeigten tadellose Sombinationsarbeit und wurden nun aggressiver, während die Blauweißen wesentlich von dem Angriffsgeist der ersten Halbheit verloren hatten. So wurde das Spiel mehr ober weniger von den Gästen beherrscht, unb lebiglich die Verteidigung war es, die die Hiesigen vor einer höheren Niederlage bewahrte. Der Sturm sand sich zu keiner einheitlichen Aktion mehr, und so sah man von den Blauweißen vor dem Tor des Gegners nur noch wenig Erfreuliches. Die Gäste vermochten demgegenüber durch einen entschlossenen Schuß ihres Mittelstürmers auf 3:0 zu erhöhen. Der Kampf wurde sehr fair geführt. Der Schiedsrichter Sd) n au tt) -Collar, der ein leichtes Amt hatte, war dem Spiel ein verständnisvoller Förderer.

Die Pressestelle des R e i ch s s p o r t s ü h - r e r s teilt mit:

Entsprechend dem Erlaß des Reichsministers des Innern vom 21. Juni 1933 (Illa 4110/17.6.) über die Auflösung marxistischer Sportorganisationen bestimme ich folgendes:

Mitglieder ehemals marxistischer Vereine können ab 1. OSrober 1933 in anerkannte Sportvereine ausgenommen werden, wenn sie folgende Bedin­gungen erfüllen:

1. Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, daß sie keine Beziehung mehr zu marxistischen Organi- jationen haben;

2. Beibringung eines polizeilichen Führungszeug­nisses;

3. Gestellung zweier Bürgen (diese dürfen nicht aus einem marxistischen Verein stammen und müssen vor dem 1. Januar 1933 einem nationalen Verbände als solche gelten alle Organisationen der NSDAP, und des Stahlhelms angehört haben).

Alle bisher aufgenommenen Marxisten haben obige Bedingungen nachträglich sofort zu erfüllen. Die Zahl der bisher aufgenommenen und noch auf- zunehmenden ehemaligen Marxisten darf vorerst 20 v. H. der Gesamtmitgliederzahl des Vereins nicht überschreiten. *

Obige Bestimmungen haben für Jugendliche unter 16 Jahren keine Gültigkeit.

Die vorschristmäßigen Vordrucke für die eides­stattliche Versicherung sind ab 1. Oktober zum Preise von 0,50 Mk. für 10 Stück (50 Stück 2, Mk., 100 Stück 3, Mk.) beim Arbeiter-Turn- und Sport-Verlag, Leipzig, Fichtestrabe 30 (Postscheck Leipzig 64270) unter Voreinsendung der Gebühren durch Briefmarken oder Uebcrroeifung zu beziehen.

Der Führer jedes Vereins ist für die Beachtung obiger Vorschriften verantwortlich. Amtliche Prü­fungen erfolgen durch meine Beauftragten. Er­geben sich aps der Aufnahme ehemaliger Marxisten irgendwelche politische Konsequenzen, so wird der Verein sofort aufgelöst.

Korporative Uebernahme ehemaliger marxistischer

Organisationen wird grundsätzlich abge­lehnt. Ausnahmen werde ich nach genauester Prüfung durch meine Beauftragten nur in be­sonderen Ausnahmefällen genehmigen. Sogenannte yleichgeschaltete" Vereine fallen unter dieselbe Be­stimmung.

Der Reichssportführer:

gez. von Tschammer-Osten.

Fußballkampf gegen polen.

Der Wunsch unseres Reichssportführers von Tfchammer-Osten auf das Zustandekommen eines Fußball-Länderkampfes Deutschland Po­len ist verwirklicht worden. Die ersten Garnituren der beiden Länder werden sich Ende Oktober m Danzig gegenüberstehen.

Keine Aenderung

der geographischen Gaugrenzen.

Der Reichssportführer gibt nachstehendes R u ndschreiben an alle Beauftragten und Ver­bandsführer bekannt:

Wegen der von mir angeordneten neuen Gau­einteilung sind mir aus verschiedenen Gegenden des Reiches Wünsche und Bitten zugetragen wor­den, die vorgesehene Grenzziehung aus irgend­welchen Gründen, sei es politischen, wirtschaftlichen oder sportlichen, zu ändern.

Nach eingehender Prüfung aller an mich heran- getragenen Vorschläge und Wünsche habe ich mich nunmehr entschlossen, vorläufig die vorgesehenen Grenzen bestehen zu lassen. Letzten Endes bringt jede Gaueinteilung und Grenzziehung einzelnen Vereinen Schwierigkeiten.

Auch die bisher bestehende Einteilung hat ihre Gegner gehabt. Es soll keineswegs damit gesagt sein, daß ich die von mir vorgesehene Grenz­ziehung als für alle Zeiten feststehend ansehe. Ich möchte sie aber zumindest für das kommende Spiel­jahr ausprobieren, um dann nötigenfalls auf Grund der gesammelten Erfahrungen eine zweckentspre­chende Aenderung der Grenzen vorzunehmen. Ich bitte deshalb unter diesen Gesichtspunkten alle ge­äußerten Wünsche nunmehr beiseite zu stellen und im Rahmen der neuen Gaueinteilung mit ber Ar­beit zu beginnen. Insbesondere bitte ich meine Beauftragten sowie die Führer ber Fachverbände, in biefer Richtung zu wirken unb Einfluß zu nehmen."

Einzellauf Schmitz (Raunheim) vor Pfanne- becker (Offenbach 99) unb Siegel (PostSpv. Frankfurt) in Front blieb

*

M i t einem deutschen Sieg endete bas ungarische Saint Leger in Bubapest. Der Grabitzer Arjamann unter Jockey Grabsch gewann bas wertvolle Rennen (74 000 Pengö) überlegen vor der ungarischen und österreichischen Konkurrenz.

Beim LaufenQuer durch Heising- fors", an dem die bekanntesten finnischen Lang­streckenläufer teilnahmen, siegte I s o - H o 11 o über­legen vor Sirtanen, Ekholm und Toivonen.

Amtsgericht Gießen.

Der in Trohe wohnhafte Reisende E. Br. blieb mehrmals unentfdjufoigt anläßlich von Pflichtfeuer, wehrübungen aus. Er erhielt deshalb einen Straf­befehl, gegen den er heute Berufung einlegte. Der Amtsanwalt beantragte nach Vernehmung von zwei Zeugen eine Geldstrafe in Höhe von 15 Mark. Das Urteil lautete unter Berücksichtigung der überaus starken Beschäftigung des Anaeklaaten auf 9 Mark @ e l b ft r a f c. Die Kosten Des Verfahrens tragt der Angeklagte.

Wegen desselben Delikts hatte sich em anderer Einwohner, K. V., von Trohe zu verantworten. Der eine ©elöftrafe von 15 Mark erhielt, evtl, drei Tage Haft. Die Kosten fallen dem Angeklag­ten zur Last. _ m ...

Ein Einwohner von Orumngen, fff- 9attc ohne Waffenschein eine Waffe im Besitz. Wegen Verstoßes gegen § 4 der VO. des Reichspräsiden­ten zum Schutze von Volk und Staat und der ein- schlägigen VO. des Staatskommissars für das Po- lizeiwefen erhielt der Angeklagte e.ne Geldstrafe von 200 Mark. Der Amtsanwalt beantragte 1 Monat Gefängnis. ~

Die Ehefrau C V. von hier erhielt im Juli d. J. einen Strafbefehl wegen groben Unfugs, in dem ihr zur Last gelegt wurde, anläßlich des Boruberziehens eines Sturmes der SA. den'deutschen Gruß miß- acbtet au haben. Das Gericht hielt die Voraus- (esungen ta 360 AN ist®», für gegeben unb erkannte auf 6 Mark Gelbstrafe. Die Kosten des Verfahrens tragt bie Angeklagte.

Der Lehrgang des deutschen Sports.

Der Lehrgang bes beutfchen Sports, an bem sich fast alle Fachschaften mit ihren besten Nachwuchs­kräften unbkommenden" Leuten beteiligen, nimmt am Montag feinen Anfang. Die Beteiligung in den einzelnen Sports Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Tennis, Fußball, Handball usw. ist außerordentlich gut. Insonderheit die Leichtathletik hat eine starte Expedition entsandt, in ber Spitze der Pirmasenser Homberg, B i e d a ch«Halle, Pflug- Berlin und L e i ch u m - Stettin.

Das Sportfest des Deutschen Ostens in Breslau.

Das Sportfest des Deutschen Ostens am Wochen­ende in Breslau nahm einen versprechenden Auf­takt. Die Teilnehmer aus allen Gauen des Reiches marschierten geschlossen durch die Straßen zum Schloß, wo sie im Beisein von Oberpräsident Brückner durch Gausportführer Rennecker offiziell begrüßt wurden. Als erstes großes Ereig­nis wurde ber Boxkampf zwischen einer schlesischen Auswahl und einer Staffel, bie sich größtenteils aus mittelbeutschen Boxern zusammensetzte, lieber» raschenb gewannen bie Schlesier im Gesamt knapp mit 9:7 Punkten. Der Samstag war den Spielen vorbehalten. Im Handball trug der Hitler-Pokal­sieger Magdeburg über eine Mannschaft des Gaues Schlesien mit 18:4 (9:1) einen ganz überlegenen Sieg davon, und bei den Frauen war die Meister­elf des SC. Charlottenburg über den DT.-Mcister NSTV. Breslau knapp aber verdient mit 4:3 (3:1) erfolgreich. Gut gefördert wurde auch das Tennis­turnier. Im Hockey waren nur schlesische Vereine tätig.

Nach einer Ansprache des Reichssportführers von Tschammer-Osten vor 40 000 Zuschauern wurde am Sonntag die Hauptkundgebung mit einem Aufflug von' 3000 Brieftauben eingeleitet. Das größte Interesse beanspruchte der Fußball- kampf Schlesien Sachsen, den die letzteren mit 3:1 (2:1) für sich entschieden. Schwimmer, Leicht- athleten, Turner,- Fechter, Tennisspieler, Boxer, Schwerathleten und Hockeyspieler zeigten Wett­kämpfe und Vorführungen. Der Turnfestsieger

Eintracht Frankfurt schlägt Schalke 04 2:1 (0:1).

Nach der katastrophalen Niederlage der Frank- furter Stadtmannschaft in Hamburg hatte man kaum mit einem Erfolg ber Eintracht bei ihrem sonntäg- lichen Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 in Gelsen­kirchen gerechnet. Die 15 000 Gelsenkirchener Zu­schauer waren jedoch sehr überrascht, als sie von der Eintracht ein sehr sauberes und elanvolles Spiel vorgeführt bekamen. In der ersten Halbzeit trat dies noch nicht so hervor, zu dieser Zeit hatte Schalke mehr vom Spiel. Röthardt konnte auch in der zweiten Minute seinen Verein mit 1:0 in Führung 'bringen. Nach dem Wechsel kam Eintracht stark auf. Eine kleine Mannschaftsumstellung bewährte sich. Berger erzielte den Ausgleich und Tiefei reihte we­nig später den Siegestreffer an.

Das Spiel dauerte infolge der vorgeschrittenen Zeit nur zweimal 40 Minuten. Die Eintracht hatte Ersatz für Stubb, Grämlich, Möbs und Ehmer ein- gestellt.

SA-Sturm 14 gegen SHSlurm 19 1:1 (1:0).

Nach den schon mehrfach absolvierten Handball­spielen probierten sich in Gießen erstmals zwei Stürme im Fußball.

Vor einer recht ansehnlichen Zuschauermenge

traten sich am Samstagnachmittag auf dem Sport­platz 1900 an ber Liebigshöhe Sturm 14 unb Sturm 19 gegenüber. Unter ber Leitung von Schiedsrichter Hohmann (1900 Gießen) ent­wickelte sich ein fpannenbes unb schnelles Spiel. Zwar ftanben bie Leistungen beiderseits auf keiner hohen Stufe, unermüdlich war aber ber Eifer. Beide Spielreihen fetzten sich aus Spielern Gießener und der Nachbarvereine zusammen, und da solche erstmals zu Mannschaften vereint waren, ließ naturgemäß bie Zusammenarbeit etwas zu wün­schen übrig.

Das Spiel war jeberzeit ausgeglichen, wie dies auch das Resuttat dokumentiert. Sturm 19 vergab die erste große Chance, als der Mittelstürmer einen vom Verteidiger unb bem herauslaufenben Tor- wart verfehlten Ball neben bas leere Tor setzte. Im flotten Gegenangriff ging Sturm 14 burch ben Halblinken in Führung. Derselbe Spieler verpaßte bann aber noch einige ganz sichere Gelegenheiten zur Verbesserung bes Standes. Beiderseits waren aber auch bie Verteidiger sehr auf ber Hut unb klärten immer wieder durch weite befreienbe Schläge. Auch nach bem Seitenwechsel blieb es zunächst so. Es würbe zu hoch gespielt unb auch schlecht Stellung gehalten. Alle Spieler brängten zu sehr nach der Mitte. Erst einen Handelfmeter verwandelte Sturm 19 zum Ausgleich. Der Tor­hüter erreichte zwar den schlecht placiert geschossenen Ball, dieser soll jedoch vorher bie Linie überschritten haben. Sturm 19 hatte bann noch Gelegenheit zum knappen Sieg, aber auch diese wurde in der Auf­regung versiebt.

Das Treffen wurde fair durchgeführt. Der Schiedsrichter leitete einwandfrei.

Bad Nauheim (Liga) gegen BsB. Gießen (Liga) 5:0 (2:0)

Das Spiel wurde im Rahmen der Bad-Nauhei- mer Werbewoche veranstaltet um möglichst viel Zu­schauer anzuziehen. Der erwartete Erfolg blieb je­doch aus, da der Festzug nicht wie vorgesehen um 14 Uhr, sondern erst während bes Spieles sich in Bewegung befand.

Die Grünweißen mußten sich eine unverdient hohe Niederlage gefallen lassen. Schon in der drit­ten Minute erzielte ber Halblinke für Nauheim bas

Zwei interessante Leichtathletik- ßänberfämpfe gab es am Sonntag in Buba- peft und Wien. In ber ungarischen Hauptstabt siegte Schweben über Ungarn mit 76 :63 Punkten, wahrend in Wien Italien über Oesterreich mit 73 : 58 Punkten Sieger blieb.

Die näch ste Berliner Automobil- Ausstellung finbet Anfang Dezember 1934 statt.

Bei der Offenbacher Hindenburg- Staffel gewann der BSC. 99 Offenbach vor TD. und DJK. Offenbach die Staffel, während im