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Turner aus dem Waldsporlplah.
Tic Austragung der Boltsturnmeister- fchaftcn des Bezirks Hessen der TT.
Aus dem Waldsporlplatz des Vereins für Bewegungsspiele geben sich am morgigen Sonntag die Turnerinnen und Turner der Deutschen Turner- schail im Bezirk Hessen, soweit sie die Hebungen des Aolkslurnens, der Leichtathletik, pflegen, ein großes Stelldichein. Es gilt, die Meisterschaften auszutragen. Das Melüeergebnis, das mit über 350 Turnern und Turnerinnen feftliegt, ist als außerordentlich gut zu betrachten, wenn man berücksichtigt, daß die Veranstaltung erst vor 14 Tagen an- gefetzt wurde. Die Vorarbeiten mußten mit großer Beschleunigung erledigt werden. Die gesamte Veranstaltung steht unter der Leitung des Bezirks- volksturnwartes Malkomesius, dem etwa 50 Kampfrichter bzw. Riegenführer zur Seite stehen werden. Die bewährten Strafte, die für die Organisation verantwortlich zeichnen, dürften der Veranstaltung den reibungslosen Verlaus sichern.
Die Turner treten zunächst in einer Klasse der Aktiven zu den Meisterschastswettbewerben an, die Jugendturner treten in zwei Klassen an, die Altersturner werden ebenfalls in zwei Klassen kämpfen. Die Turnerinnen bestreiten die Wettkämpfe in der Klaffe der Aktiven, sowie in der Klasse der Ju- gendturnerinnen-Ober- und -Unterstufe.
Verschiedene Vereine unserer Heimat sind an den Wettkämpfen mit starken Vertretungen beteiligt. So stellt der Männerturnverein Gießen allein 48 Turnerinnen und Turner, der Turnverein 1846 Gießen mit 38, die Ium» vereine Lauterbach und Wetzlar mit je 16 Turnerinnen und Turnern usw. Auch der Turnverein Heuchelheim stellt ein stattliches Aufgebot. In den einzelnen Wettbewerben der Aktiven erwartet man außerordentliche Leistungen. In der Meldeliste findet man verschiedene Namen von Klang.
Im 100-Meter-Lauf der Aktiven wird man den Marburger Beaupin in Front zu erwarten haben. Schuster-Wetzlar, Seyb und Becker vom Mlv. Gießen sind aber durchaus ernsthafte Konkurrenten. Voraussichtlich starten die gleichen Läufer auch über 200 Meter, lieber 400 Meter setzt man auf Ploch (Mtv.) einige Hoffnungen. Im 1000-Meter-Laus sollte sich Theo V a u p e l als Favorit betätigen. Im 3000-Meter-Lauf hat unter 20 Teilnehmern der Mtv.er Holzapfel die meisten Chancen. Große Gegner wird er allerdings in den Brüdern Neidei von Heuchelheim sehen müssen. Im Hochsprung wird G e k e l e r - Neustadt (bei Marburg) in erster Linie zu nennen fein. Pfeffer, 1846 Gießen, liegt mit Chancen im Wettbewerb. Müller- Holzheim gilt für das Kugelstoßen als Favorit, während im Weitsprung neben Beaupin - Marburg noch Linden- struth (Mtv. Gießen) für den ersten Platz in Frage kommen dürfte. Eine sehr starke Beteili
gung mit etwa 50 Turnern weist der Keulenwurs auf. Man erwartet Weiten von etwa 70 Metern.
Im Schleuderballwerfen hat Lindenstruth eine Meisterschaft zu verteidigen. Ob er sie gegen Müller-Holzheim mit Erfolg verteidigt, bleibt abzuwarten. Die 4X100-m»Staffel sollte einen spannenden Zweikampf zwischen den Läufern des TuSp. Marburg und des MTV. Gießen geben. Die Schwedenstaffel sollte die MTDer als Sieger sehen.
Die Turnerinnen bestreiten 100-m-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, Schlagball eine 4X100-m-Stassel, sowie einen Dreikampf. Leider kann in den Wettbewerben der aktiven Turnerinnen Frl. Else Bickelhaupt infolge einer Verletzung nicht eingreifen. So wird für die 100 m der Sieg ziemlich sicher an die Wetzlarerin Arabin fallen, wenngleich Charlotte A m c n d (MTV. Gießen) und Tilly Reinheimer- Fried- berg kaum mit wesentlich schwächeren Leistungen aufwarten werden. Im Weitsprung wird Frl. N o d e r = Wetzlar dominieren; im Kugelstoßen stehen sich Frl. Reinheimer und Erika R ö h m i g (MTV. Gießen) als gleichzuachtende Kämpferinnen gegenüber. Im Speerwurf sollte der Sieg durch Erika R ö h m i g in Gießen bleiben, Christine Schmidt (MTV. Gießen) wird als Beste im Schlagball betrachtet. Im Dreikampf gibt man Frl. Erika Rahmig die meisten Chancen. Die 4X100-M- Stassel wird eine Angelegenheit der Friedbergs- rinnen fein, denn bei MTV. Gießen fehlt nicht nur Frl. Bickelhaupt, sondern auch Frl. E s p a ch. Die Jugendlichen der Turnerinnen und Tur- ner werden zu Mehrkämpfen antreten und hier in ritterlichem Wettstreit die Kräfte messen.
Die diesjährigen Bezirksmeisterschaften lasten erwarten, daß in allen Disziplinen als Ausdruck der stets in der DT. geleisteten Breitenarbeit von den Teilnehmern gute Leistungen nicht nur von den Spitzenkönnern, sondern auch von einem großen Durchschnitt geleistet werden.
Zum ersten Male in einer größeren Konkurrenz der DT. im Bezirk Hessen treten die Turner des ehemaligen Lahn-Dünsberg-Gaues und des Gaues Wetterau auf. Es ist leicht möglich, daß es van dieser Seite her einige Ueberraschungcn gibt. Bisher bestand noch keine Möglichkeit, daß die Leichtathleten des ehemaligen ADT. mit denen der DT. in den Wettstreit traten. Die Turner aus diesen Gauen verfügen über gute Kräfte, die als durchaus beachtliche Gegner auftreten werden.
(Sportverein 1921 Ettingshausen.
Am morgigen Sonntag erwartet der Sportverein 1921 Ettingshausen die 1. Mannschaft des Sportvereins 1913 Offenthal bei Darmstadt zu einem Ge- sellschaftsjpiel. Die Gästeelf fall einen ausgezeichne- ter Fußball spielen. Die Platzmannschaft muß sich ehr anstrengen, wenn sie ehrenvoll bestehen will. Spielbeginn ist 13.30 Uhr. Während der Pause tragt der Okfenthaler evangelische Kirchenchor, der seinen Ausflug ebenfalls nach hier macht, Chöre vor (50 Mann stark).
Olympia-Propaganda tut not!
Zeder Deutsche muß am Erfolg der Spiele Mitarbeiten.
Harte Kämpfe hatte es gekostet, ehe sich die im internationalen Olympischen Komitee sitzenden Vertreter aller Sportnntionen der Erde entschließen konnten, die Durchführung der XI Olympischen Spiele des Jahres 1936 Deutschland '>nd der Deutschen Reichshauptstadt zu übertragen, und als der Deutsche Olympische Ausschuß die Pläne für die Organisation und Gestaltung der Spiele bereits in großen Zügen fertig ausgearbeitet hatte, da versuchte eine gewissenlose Deutschenhetze, die leider auch auf das Gebiet des Sports übergegriffen hatte, auch auf dem Wiener Olympia-Kongreß nochmals, dem deutschen Volke den erteilten ehrenvollen Auftrag zu entziehen. Gottseidank war aber der deutsche Sport trotz aller Miesmacher, die in den eigenen Reihen gegen die olympische Idee zu Felde zogen, dank der zielbewußten Führung unseres Reichssportführers von Tschammer und Osten und der tatkräftigen Unterstützung der Regierung stark genug, die Pläne der eifersüchtigen Widersacher zu durchkreuzen und seinen berechtigten Anspruch auf die Durchführung der Spiele durchzusetzen.
Jetzt gilt es, durch eine in jeder Beziehung mustergültige Vorbereitung und Durchführung der Spiele der ganzen well den Beweis zu erbringen, daß das deutsche Volk als eine der führenden Sportnationen der Erde nicht nur ein moralisches, sondern auch ein absolutes Recht auf die Organisation der Spiele hat.
Unser Führer Adolf Hitler hatte sogleich erkannt, welche außerordentliche Bedeutung die Olympischen Spiele international als Werbemöglichkeit für das junge Deutschland und national als Erziehungsanreiz zur körperlichen Ertüchtigung der Heranwachsenden deutschen Jugend besitzen. Auch Reichsminister Dr. G o e b b e l s als der berufene Propagandist des neuen Deutschland hat die Bedeutung der Olympischen Spiele für die deutsche Jugend und das ganze deutsche Volk in seiner ganzen Tiefe erfaßt und in seinem Aufruf für die Erweiterung der Spiele zu einer „Olympiade des Geistes" einen wertvollen Vorschlag zur Vertiefung der Olympischen Idee gemacht. Inzwischen sind die Pläne und Entwürfe des Deutschen Olympischen Ausschusses so weit vervollkommnet worden, daß man bereits heute mit ziemlicher Bestimmtheit den Spielen des Jahres 1936 einen großen Erfolg voraussagen kann.
Aber zum Erfolg der Olympischen Spiele gehört mehr als nur ein guter Organisations-Ausschuß: Jeder Deutsche muß an dem Gelingen Mitarbeiten, und dazu gehört, daß die Propaganda für die Olympischen Spiele 1936 schon jetzt mit aller Wucht einsetzen muß.
Jeder ist zu dieser Propaganda berufen und jeder ist sogar dazu verpflichtet.
Ls darf bald keinen Deutschen mehr geben, ob Mann, ob Jrau, ob jung ob alt, Sportler oder Richtsportler, der nicht weih, was die Olympischen Spiele sind und was ihre Austragung 1936 für uns bedeutet.
Darum muß jede Werbemöglichkeit ausgenutzt werden.
In erster Linie ist selbstverständlich der Sport zur Olympia-Propaganda berufen und hier wiederum die kleinste Einheit im Sport, der einzelne Sportler ober der Sportverein, denn es hat sich bisher immer
bewährt, daß die Propaganda von Mund zu Mund, die persönliche Aufklärung von Person zu Person, die größte Wirksamkeit hat.
Also: Jeder Sportsmann soll in seinem Kreis für die Bedeutung der Olympischen Spiele 1936 aufklärend wirken, und jeder kleine oder große Turn- und Sportverein soll im Kreise seiner Mitglieder durch Vorträge, gelegentliche Aussprachen, vor allem aber durch intensive Trainingsarbeit praktische Olympia-Schulung betreiben. Auf den Sportfesten, ganz gleich welcher Sportart, soll den Zuschauern die Nähe des bevorstehenden Weltereignisses durch besondere Olympia-Einlagen vor Augen geführt werden.
Line befonders wirksame Olympia-Einlage ist ;. 23. die im Ausland bereits übliche leichtathletische Konkurrenz in der Pause zwischen zwei Fußball-Halbzeiten.
Hierzu eignen sich besonders Staffeln, aber auch Wurf- und Sprung-Vorführungen oder andere Wettbewerbe können werbewirksam sein, wenn sie richtig durchgeführt werden und wirkliche Könner zur Verfügung stehen. Derartige Olympia-Einlagen lassen sich aber auch bei vielen anderen Veranstaltungen, auch solchen nichtsportlicher Art durchführen. Bei Konzerten, Wohltätigkeitsfesten und Saaloeranstaltungen würde das Auftreten einer Barren-Riege beijpielweise eine angenehme Bereicherung des Programms darstellen Es kommt darauf an, daß der Masse durch gut trainierte Athleten immer wieder vor Augen geführt wird:
2vir trainieren für die Olympischen Spiele.
Beinahe unbegrenzte Möglichkeiten, die bisher nur zu einem geringen Bruchteil ausgenutzt wurden, bietet der F i l m. Wir haben doch heute schon genug Werbe- und Lehrfilme der einzelnen Sportarten, warum wird nicht in den Kinos an jedem Abend irgendein kleiner Sportfilm gezeigt? Die Kinobesucher würden es sicher begrüßen, wenn sie auch einmal einen Sportsilm zu sehen bekämen, in denen gezeigt wird, wie gesunde und frohe Jugend beim sportlichen Training wirkliches Erleben findet. Die Werbemöglichkeiten des Rundfunks werden meist zu hoch eingeschätzt, aber auch hier kann durch geschickt eingeftreute Sport- und Olympia-Vorträge erfolgreich geworben werden. Die Hauptarbeit bleibt jedoch der Presse überlassen, denn die Zeitung ist auch allen denen zugänglich, die weder Sportfeste noch Kinos besuchen und auch keinen Rundfunk hören.
Kurze Sporinoiizen.
Sieben Nationen haben bisher zu den Europameisterschaften im Gewichtheben am 16. und 17. September in Essen ihre namentlichen Meldungen abgegeben. Diese stehen jetzt noch von Deutschland, Holland, Belgien und Dänemark aus.
Nach Duisburg hak der Deutsche Fußball- Bund den am 22. Oktober ftattfinbenben Fußball- Länderkampf gegen Belgien, den ersten Kampf der Nachkriegszeit, vergeben. Bisher hat Deutschland dreimal gegen Belgien gespielt und alle drei Kämpfe verloren.
*
Gin Sportverbot an Feiertagen, wenigstens an den höchsten ^eierfagen der Kirche, ist wahrscheinlich für die nächste Zeit zu erwarten.
Das Schwimmbad der Stadl Mdda.
Sn diesem Sommer ging em mehrere Sahre lang erörterte Wunsch der meisten Einwohner von Nidda in Erfüllung. Die Stadtverwaltung ließ auf der Eanäweide ein Schwimmbad errichten.
Die Anlage umfaßt etwa zwei THorgen Gelände und bietet den großen vorteil, daß sie in unmittelbarer Nähe der Stadt liegt und bequem von zwei Seiten zu erreichen ist.
Der Prächtigen Turnhalle vorgelagert, erblickt man zunächst den einstöckigen Bau, den eine Eingangshalle in zwei Teile gliedert. Sn dem rechten Flügel befinden sich die Kartenschalter und
Kinder ist 10 Meter lang und 5 Meter breit. Von der Terrasse vor dem Eingangsgcbäude hat man einen herrlichen Ausblick über die ^Badeanlagen, die gut gepflegten Liegewiesen und Spielplätze für Kinder und die Umgebung, die auf dem nahen Eisteich Liebhaber des Wassersports in Ruder- und Paddelbooten zeigt.
Oluf dem anschließenden Sportplatz wird Fußball gespielt. Sonntags hält gewöhnlich auch der Reiterverein Nidda in der Nähe des Bades seine Hebungen ab, und täglich ergötzt sich am Spätnachmittag die Schuljugend vor der Turnhalle am Spiel: die Hitlerjugend macht Hebungen zur kör-
Das neue Schwimmbad in Nidda. — (Aufnahme: Schwöbel, Nidda.)
um
Näume für Badewäsche und Schwimmausrüstun- gen, wie Korkgürtel, Schwimmbälle u. dgl., die gegen geringes Entgelt leihweise abgegeben werden. Der linke Flügel enthält einen kleinen Re- staurationsraum, in dem allerlei Getränke, kalte Speisen und sonstige Erfrischungen zu den in den Gasthäusern Niddas üblichen Preisen zu haben sind. Dem Gebäude gegenüber am linken Rande zeigt unser Bild den Sprungturm, dessen unterste Stufe 3 Meter, die oberste 5 Meter hoch angebracht ist. Zwischen dem Turm und dem Cin- gangsgebäude stehen 50 Kabinen für Einzelbäder, von denen aus dem Dunkel der Bäume einige das Bild zeigt, und zwei Ankleideräume von. je 8 Meter Lange und 4 Meter Breite, der eine für Knaben, der andere für Mädchen. Dahinter befinden sich die Bedürfnisanstalten.
Von den drei Wasserbehältern ist der größte nur für Schwimmer bestimmt, 50 Meter lang und 20 Meter breit.
Dor dem Sprungturm hat er einen Wasserstand von 5 Meter Tiefe, die allmählich bis zu 3 Meter abnimmt. Der mit diesem Schwimmbad unter dem Laufsteg verbundene zweite Wasserbehälter ist für Nichtschwimmer angelegt. Seine Ausdehnung beträgt 22 Meter in der Länge und 11 Meter in der Breite. Das Plantschbecken für
perlichen Ertüchtigung. So bietet die gaiue Hingebung reichliche Unterhaltung. Es ist deshalb leicht erklärlich, warum sich besonders nachmittags, wenn die Terrasse im Schatten liegt, zahlreiche Gäste einfinden. An Sonntagen ist der Besuch sehr stark.
Das zeitgemäße und großzügig errichtete Schwimmbad ist eins der schönsten in der weiteren Umgegend,
erregt den berechtigten Stolz der Einwohner Niddas, die Bewunderung der auswärtigen Gäste und die Anerkennung von Fachleuten. Es gereicht dem Schöpfer der Pläne und dessen umsichtiger Leitung der Ausführung, dem Herrn Architekten Großmann - Gießen zur großen Ehre. Wenn wir noch einen kurzen Rückblick auf den Betrieb des Hnter- nehmens seit seiner noch nicht drei Monate langen Eröffnung werfen, so müsssen wir einen vollen Erfolg feststellen, wozu auch in nicht geringem Maße die musterhafte Derwaltung des Bademeisters und Schwimmlehrers W. Stadler beigetragen hat. Der Besuch war über alles Erwarten stark, hauptsächlich auch seitens der Kurgäste aus Bad Salzhausen. Solch ein günstiger Anfang berechtigt zu den besten Hoffnungen für die nächsten ^Zahre.
Obecheffen.
Landkreis Gießen.
öp Großen-Linden, 1. Sept. Mit Wirkung vorn 1. Oktober wurde Lehrer Adolf Edelmann, seither in Beuern, zum Leiter der hiesigen Volksschule mit dem Titel Rektor ernannt. Rektor Edelmann ist gebürtig von Fauerbach bei Nidda, besuchte von 1902 bis 1904 die Präparan- Öenanftalt in Lich und von 1904 bis 1907 das Lehrerseminar in Friedberg. Er wirkte als Lehrer in den Orten Ober-Ohmen, Storndorf und Beuern.
<5> Großen-Linden, 1. Sept. Der Zweigne r e i n „Hü11enberg" des VHC. hielt dieser Tage eine außerordentliche Generalversammlung ab, in der die Gleichschaltung des Vereins vorge- nominen wurde. Der seitherige erste Vorsitzende, VHC.-Bruder ftarl Dem, bat, wegen seines Wegzugs von hier von seiner Wahl zum ersten Führer Abstand zu nehmen und schlug VHC.-Bruder Georg Klingelhäfer als neuen Vereinsführer vor, worauf dessen Wahl zum Führer erfolgte. Dieser bestimmte folgende Personen zu seinen Mitarbeitern: Wilhelm Geißler als stellvertretenden Führer, Richard Schäfer als Schriftwart, Wilh. Luh als Kassenwart, August Kimmel als Wanderwart, hie VHC.-Brüder Konrad und Gumbel und die VHC.-Schwester Frau Jung als Beisitzer. Aus Antrag des neuen Vereinsführers wurde der seitherige, um die Ziele des VHC. sehr verdiente erste Vorsitzende Karl Dem einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Herr Dem dankte für die Ehrung und gelobte, auch ferner der guten VHC.-Sacke treu zu bleiben. Mit dem Gesang des Horst-Wessel-Lie- des fand die Versammlung, an die sich ein gemütliches Beisammensein anschloß, ihr Ende.
cv> Holzheim, 1. Sept. Am morgigen Sonntag findet hier ein großes Jugend- und Po» faunenfeft statt. Heber 30 Posaunen- und gemischte Cyore haben ihr Erscheinen zugesagt. Als Festredner werden sprechen: Prediger Pfeiffer- Grünberg, Jugendsekretär Gaubatz, Missionar Keil u. a. Das Jugend- und Posaunenfest in Holzheim ist zugleich verbunden mit dem 50. Jubiläum der hiesigen Gemeinschaft.
— Aus der Rabenau, 31 Aug. Obwohl die Getreideernte noch nicht restlos unter Dach und Fach ist, haben unsere Landwirte mit der Grummeternte begonnen. Der Ertrag entspricht nur in feucht gelegenen Wiesengründen den Erwartungen, während die trockenen Grasnuhun- gen geringe Ernteergebnisse zeitigen. Die Futter- mengen der Kleeschläge haben infolge der anhaltenden Trockenheit merklich nachgelassen. Sn allen Dörfern sind gegenwärtig die Dreschmafchi- n e n an der Arbeit, mitunter mehrere an einem Orte. Die Beschaffung der Arbeitskräfte gestaltet sich deshalb oft recht schwierig. Der Korne r- ertrag aller Fruchtarten ist im allgemeinen gut, auch die Strohernte läßt kaum zu wünschen übrig. Sm Vergleich zur Ernte des Vorjahres ist die diesjährige Ernte als wesentlich günstiger zu beurteilen, was sowohl die Qualität, wie auch die Menge an Stroh und Kornern anlangt. Die ©etreitepreife sind gegenwärtig für Korn 13 bis 14 Mark, für Weizen 17 bis 18 Mark, Gerste 16 bis 17 Mark pro Doppelzentner. Nach Hafer
besteht geringe Nachfrage. Die Hackfrüchte konnten sich in letzter Zeit durch die teilweise recht ergiebigen Niederschläge gut entwickeln.
< Grvßen-Buseck, 2. Sept. Der hiesige Geflügelzuchtverein veranstaltete im Wagner scheu Saale einen Lichtbildervortrag. Herr Dorr aus Neuenhain hielt einen Vortrag. Der' Redner kennzeichnete die verschiedensten Hühner- und Entenrassen und erläuterte bei jeder Rasse die hauptsächlichsten Zuchtmerkmale. Sodann zeigte er in vortrefflichen Bildern Herz, Lunge, Leber und Nieren eines Huhnes und gab Ausschlüsse über Krankheiten des Geflügels. Zum Schluß sprach der Vortragende von einer zweckmäßigen Fütterung der Hühner und machte dabei auf ein neues Geflügelkraftfutter aufmerksam.
Kreis Büdingen.
* Büdingen, 1. Sept. Die Friseur- Pflichtinnung de s Kreises Büdingen hat den Beschluß gefaßt, daß vom 1. September ab die allgemeine Sonntagsruhe für den Kreis Büdingen in Kraft tritt.
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 80. Aug. Am gestrigen Dienstag fand die zweite diesjährige T a g f a h r t der Forstbezirksgruppe Alsfeld in die Forstämter Göringen und Romrod statt. Das Thema lautete: „Die räumliche Ordnung in den Buchenbetriebsklassen der Forstämter Göringen und Romrod unter besonderer Berücksichtigung der Begründung von Mischbeständen". In zwei verschiedenen Forstorten zeigte zunächst Forstmeister Rausch- Romrod die von ihm durchgeführte natürliche Verjüngung der Buche im Blendersaumschlagverfahren. Mischbestände wurden in ihrem Fugendstadium vorgeführt, sie waren begründet durch trupp- weises Einbringen der Fichte in die Vuchen- naturverjüngungen. Im zweiten Teil des Waldbegangs sahen die Teilnehmer in verschiedenen Forstorten des Forstamts Romrod unter Führung von Forstmeister 2 i e p m a n n ebenfalls natürliche Buchenverjüngungen im Saumschlagverfahren und ferner Buchen-Fich- ten-Mischbestände im Abtriebsalter, die durch Auspslanzen von Fehlstellen in den Buchen- verjüngungen entstanden sind.
Kreis Lauterbach.
* Lauterbach, 1. Sept. Heute wurden vier hiesige Einwohner fest genommen und zusammen mit einem Einwohner von Angersbach nach Gießen verbracht, um von dort aus im Sammeltransport nach dem Konzentrationslager Osthofen übergeführt zu werden.
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auch nach auswärts lieferbar
Radio-Ruhl, Plockstr. 12
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