Ausgabe 
2.8.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Ä>

dankte

Aus aller Welt

180

Der unbekannte Soldat vonTlrol

man

faches roden

ganz zwei

erwerbslose Männer und Frauen aus Nowawies (früher Neudorf) überschritten am Dienstagmit­tag mit ihren Kindern die grüne Grenze bei Bahn­hof Hindeuburg-Poremba. Sie hatten mit etwa 3000 anderen Erwerbslosen vor dem Rathaus in Nowawies gegen die beabsichtigte weitere Kürzung ihrer an sich schon kärglichenUn- terstühung protestiert und sind darauf in ge­schlossenem Zuge zur Grenze marschiert. Als sie noch auf polnischem Boden Hungerrufe aus- stießen, ging die Polizei gegen sie vor. Darauf überschritten die Ostoberschle- fter die Grenze.

Sie sollen diesem Lande die Grüße Italiens überbringen und auch den Wunsch, daß Deutschland immer größer wird, und dah es den Kampf gegen die Feinde der Zivilisation führt und mit Italien zusammen auch den Kampf für den Faschismus in der Welt.

Diese Gungen sind nach Deutschland gekommen, weil sie ein großes Interesse haben, zu sehen,

Von Rudolf von Eichthal.

Kaiserjager.

Rückzug an den San, 1914.

An der Queue eines Kaiserjägerbataillons, hinten, als letzter, ein biederer Tiroler mit Stück Schlachtvieh.

Hungernde Ostoberschlesier überschreiten die Grenze.

Hindenburg, 1. Aug. (WTD.) Rund

Seelenruhig läßt er sie auf fünfhundert Schritt herankommen. Dann nimmt er sein Gewehr vom Buckel und spricht zu sich selbst die klassischen Worte:

Ietscht muh i Schwarmlinie machnl"

Sodann tritt er in den Straßengraben, haut sich hinter einen Chausseebaum und kommandiert sich selber mit lauter Stimme:Erschter Schworm an! Feuer!"

Der Kommandant der Kosaken vollführt auf sei­nem Gaul ein Kompliment und sinkt zur Erde.

Der wackere Kaiserjäger nickt befriedigt, springt auf, rennt hinter den nächsten Baum und kom­mandiert abermals: .Zwoata Schwarm an! Feuer!"

Ein zweiter Kosakenoffizier stürzt vom Pferd.

Wieder nickt der Kaiserjäger, wieder springt er hinter einen Daum:Dritter Schworm an! Feuer!" 1

Aun liegt auch der dritte Kosakenoffizier mit Herzschuh auf dem Acker. Das wird den Russen doch ungemütlich. Plötzlich macht die Sotnie Kehrt und stiebt im Galopp davon.

Der Kaiserjäger blickt ihr eine Weile nach, dann schließt er die Sperrklappe, schultert sein Gewehr und wendet sich seelenruhig wieder seiner frühe­ren Aufgabe zu. Aber o Schreck! Die Ochsen sind verschwunden.

Ietscht sain mir bei der saudummen Schießerei

Sieg-Heil auf die italienischen Kame- aus.

Botschafter Ceruiti

Kührertagung der NSDAP.

Berlin, 1. Aug. (TU.) Die NSK. berichtet: Dom 4. bis 6 August findet in München bzw. in £erd)te5cjnben eine Führertagung der NSD AP. statt, auf der u. a. die neue Dienst­ordnung für die DO. und der neue Dienstanzug für die politischen Leiter besprochen, sowie organisato­rische Fragen behandelt werden. Die Tagung an der die Reichsleiter, die (Bauleiter 'unb die Abteilungsleiter der obersten Leitung der oolitischen Organisation teilnehmen, beginnt am 4. August um 9 Uhr im Sitzungssaal I des Mün­chener Rathauses und wird am 5. und 6. August ihre Fortsetzung in einem Zusammensein mit dem Führer in Berchtesgaden finden.

in deutscher Sprache für die liebens­würdigen Worte des Empfanges.Sie find", so sprach er zu den jungen Faschisten gewendet, nach Deutschland gekommen, um ihre jungen deutschen Kameraden kennenzulernen und weil der Duce befohlen hat, daß diese jungen Leute die Bekanntschaft der Deutschen machen und dah sie sehen, was man in Deutschland tut.

Die Iung-Kafchiflen in Berlin

Begeisterte Bekundung der deutsch-italienischen Freundschaft.

Ochsen schreiten langsamer als Soldaten, _____

mag sie antreiben, wie man will. Daher bleibt der Tiroler allmählich zurück. Auch die Rachhut überholt ihn bald. Auf ja und nein ist er mit seinen zwei Ochsen allein auf weiter Flur.

Tummel dich, Kaiserjäger, hinter uns kommen Kosaken!" ruft ihm ein Dragonerleutnant zu, der mit ein paar Reitern eilends an ihm vorüber- prescht.Laß deine Ochsen stehen und schau, daß d' weiterkommst, sonst fangens dich."

Geht nit, Herr Laitnant, der Herr Hauptmann hat mer befohlen, mit die Oxn nachz'kemma", er­widert der Tiroler gemütlich.

Wenige Minuten später nähert sich richtig von hinten her eine Sotnie Kosaken. Der Kaiserjäger ist nun allein, mutterseelenallein, gegenüber hun­dert wilden Steppenreitem, die scharf auf ihn lostraben.

w führte »°n Aran & Sie e' Hn und

3fntfaö Achteten M- !c,n' Auch j

fcnfai S uueder iq ?

9le Ging

l.Dr n flUng 1 ^ÄOe1

ÄnCno> fonbe n<i das ^utschrnV

Hochschulnachncbteir

Der Frankfurter Ordinarius Dr. Franz B e y e r l e ist als Nachfolger des verstorbenen Pro­fessors Konrad Beyerle aus den Lehrstuhl für deutsches Prioatrecht unb beutsche Rechtsgeschichte an die Universität München berufen worden.

Ich mache darauf einen Luftsprung, der nicht im Sprachführer steht.

Nun möchte man denken, es sei alles gut, und ich kehre beruhigt unb mitRigoletto" auf Den Lippen in das Hotel zurück. Aber der Verfasser des Sprach­führers war ein Mann, der Sinn für Dramatik hatte.

Ss tritt also der deus ex machina, Herr W., plötzlich und unangemeldet in das Zimmer des Kon­suls. Herr W., muß man wissen, ist hier ein Herr meiner Bekanntschaft. Ich weiß zwar nicht, auf welche Weise ich sie betätigt habe, aber nehmen wir an, baß ich ihm einmal reichlich mit meinen Zechinen aushalf ober vielleicht rettete ich ihn auch aus den Klauen eines Räubers, wir finb ja auf dem Balkon kurz also, Herr W. ist tief erschüttert.

Er rehabilitiert mich sofort vor bem Konsul und ist erstaunt, daß mir solche Bagatellen überhaupt Kopfschmerzen machen, so lange er noch lebt. Er sagt ungefähr:Ueberlassen Sie alles mir, mein Freund, es ist mir ein Faschingsfest, Ihnen behilft lich zu sein ich wüßte nicht, was ich lieber täte.

Daraus nimmt er mich unter den Arm (hier fehlt wieder die Regieanweisung) und ist gar nicht dafür, daß ich schon abreife wegen einer solchen Kleinigkeit. Und nachdem er in der heitersten Weise alles mit dem aufsässigen Wirt aufs beste geregelt hat,' legt er meiter Balsam auf meine Wunden unb führt mich in ein billiges Hotel, wo ich für soviel wie nichts ein schönes Zimmer bekomme unb ein ebenso schönes Abendessen in einem noch schöneren Restaurant für dieselbe Summe. Unb bazu schwört er, baß, wenn 'ch das auch noch zu teuer fänbe, er mich in ein norf) billigeres Gasthaus führen würde.

Da für meine Empfindungen die Worte nicht ausreichen, hat sich der Sprachführer ebenfalls große Tiraden geschenkt. Ich habe nur zu sagen:Oh, das ist prächtig! Ich hätte nie geglaubt, daß man so billig leben kann."

Mein dankbarer Freund, dem ich nun meinerseits wieder dankbar zu sein habe, sagt nur schlicht:Es ist trotzdem wahr!"

Dann fällt der Vorhang vor dieser bewegten Szene, in der sich zwei edle Menschen in den Armen liegen.

Dieser Sprachführer ist mein ganzer Trost.

Gott segne die Sprachführer.

was im Deutschland Hitlers vorgeht. 3n allen Städten, in denen sie bisher waren, sind sie mit dem Zeichen der größten Freundschaft empfangen worden. Dafür danken nicht nur meine Landsleute, sondern auch ich selbst spreche diesen Dank im Ramen meiner Regierung aus. Ich bin über­glücklich über den Empfang, den man den Jungen bereitet hat. Der Botschafter schloß mit einem Hoch auf die Größe Deutschlands und auf den Reichspräsidenten und den Reichskanzler.

Nachdem dann der führende Offizier der Iung- faschisten dem Botschafter die goldene Medaille der Opera Balilla überreicht hatte, hielt der Botschafter noch eine weitere Ansprache auf ita­lienisch an die jungen Gäste, in der er nochmals auf die herzliche AufnahmeinDeutsch- land hinwies und betonte, daß die Größe des alten Rom von Mussolini übernommen worden fei. Er beendete die Ansprache mit Hochruf auf den König von Italien und die Größe seines Heimatlandes.

Ein Sprachführer ist schon etwas, bas muß man sagen. Er ist eine kleine Vorreise sozusagen, man wälzt schwerauszusprechende Worte mit Behagen in seinem Munb unb kommt sich fern unb bebeutenb vor. Und bann machte ich angenehme Entdeckungen.

Ach, der ich schon hunbertmal bie Reisekasse über­zählt, alle noch notwendigen Anschaffungen verflucht und mir über die verbleibenden Restbestände bie Haare gerauft hatte, richtete mich an einem Kapitel auf,Die Abreise" betitelt, das folgendermaßen be­ginnt:Herr Wirt, es tut mir leid, ich kann Ihnen meine Rechnung nicht bezahlen, da ich zuviel Geld ausgegeben habe."

Der Wirt hat dem Sprachführer nach Darauf höf­lich zu antworten, Gott gebe, daß er ihn studiert hat:Auch ich bebaute es, aber ich muß Ihre Koffer einbehalten, bis Sie bezahlt haben."

Leider find nun bie Regieanweisungen für Mimik unb Auftritt bei dieser Szene nicht angegeben.

Ich denke es mir bann so: Ich lächle überlegen unb zuversichtlich unb sage siehe Sprachführer Oh, seien Sie unbesorgt, ich werde sofort meinen Konsul aussuchen, und Sie werden Ihr Gelb be­kommen."

Wechsel der Szene. Ich schreite die Stufen der Hoteltreppe hinunter, ich nehme an, ich werde habet trällern, vielleicht ausRigoletto", bas macht sich gut, klingt leichtlebig und ist allgemein verständlich.

Auf der Straße renne ich, den Augen des Wirtes entsprungen, mit ungebührlicher $aft und viel Angst um die Magengegend, in bas Haus des Konsuls. Dor meinem Eintritt rücke ich mich nach bem un­geschriebenen Kommentar zusammen, öffne beschei- ben, aber boch selbstbewußt bie Tür unb sage: Guten Tag, Herr Konsul, hier ist mein Name und meine Abresse". Darauf kann ber Konsul zur Aus­wahl antworten:Haben Sie die Güte, sich zu setzen" oberIch bitte Platz zu nehmen". Was ich mit bem obenerwähnten Ausbruck auch tue.

Ich stärke innerlich meine Position. Ich bin ohne Schuld in Not geraten, ein Umstand, ber in allen Kinderlesebüchern als besonders empfehlenswert er­wähnt wird. Dann spreche ich in einem Deutsch, bas durch bie lange Abwesenheit von ber Heimat gerecht­fertigt wirb:Herr Konsul, ich befinde mich ohne Geld, ich kann in meinem Hotel nicht bezahlen, was soll ich tun?"

Leider fehlt hier wieder durchaus jeder Hinweis auf den Gesichtsausdruck des Konsuls. Aber er hat sich an Den Sprachführer zu halten und sich wie ein Gentleman zu benehmen. Er sagt darum freundlich lächelnd:Den besten Rat, den ich Ihnen geben kann, ist ber: Ich werbe sofort telegraphieren, unb menn man mir gute Auskünfte über Sie gibt, werde ich Ihren Wirt bezahlen und Ihnen das nötige Geld zur Heimreise geben."

Begegnung

mit einem Sprachführer.

Von Mars Stahl.

Ich habe mir einen Sprachführer gekauft, denn ch hege eine große Sehnsucht nach den ungewöhn- üchen Landern Zuerst habe ich gedacht: Hol's der Teufel, ich werbe mich schon durchschlagen, ich werde eben im Sinne moderner Ausdruckskunst mit dem 00^60 Körper sprechen! Aber bann kamen mir boch Äh^ro!9enxm'inercmbie9be3ü9(^en Fähigkeiten, }ül ^U^er?- -et!ne marr gezückt unb einen dal- konischen Sprachführer gekauft.

(Berlin, 1. Aug. (TU.) ®ie 4 1 1 11a11e nt - schenIungfaschisten sind am Dienstag um 16 46 Uhr von Dresden kommend unter Führung ihres Kommandeurs Gigli im Sonderzug auf Dem Anhalter Bahnhof in Berlin eingetrof- fen Zu ihrer Begrüßung waren auf dem Bahn­steig Staatssekretär Körner, Ministerialrat H a e g e r t vom Reichspropagandaministerium, Vertreter der italienischen Botschaft, Generalkon­sul Bi on del l i, zahlreiche Mitglieder der ita- lienischen Kolonie, Vertreter der Stadt Berlin und andere Dehördenvertreter, der stellvertretende Gauleiter der NSDAP., Groß-Berlin, Staatsrat G ö r l i tze r und Gebielsführer Erich 3 ahn von der Hitlerjugend, sowie eine Reihe von Führern der SA. und SS., unter ihnen Ministerialdirektor SS.-Gruppenführer Daluege, erschienen. Eine Abteilung Hitlerjugend und die Stabswache im Stahlhelm bildeten, auf dem Bahnsteig Spalier.

Als bie Iungfaschisten bem Zuge entstiegen, er­scholl lauter Jubel bes zahlreichen Publikums. Die SS.-Stanbartenkapelle spielte bie Faschistenhymne. Nachdem bie Offiziere unter Den Klängen bes Prä- sentiermarsches bie Front ber Stabswache ber SS. abgefchritten hatten, würben bie Gäste durch Ministerialrat Haegert unb Gebietsführer I a h n herzlich willkommen geheißen. In unb vor Dem Bahnhofsgebäude hatte sich schon frühzeitig eine nach Tausenden zählende Menschenmenge ange» sammelt. Vom Bahnsteig bis zum Bahnhofsvorplatz bildete SS. Spalier, lieber bem Potsdamer Platz unb die Bellevuestraße ging bann ber Marsch ber Iungfaschisten unb Hitlerjugend zur italienischen Botschaft. Den Gästen würbe auf dem ganzen Weg von ber Bevölkerung ein überaus herzlicher Emp­fang bereitet.

Mit dem Eintreffen ber Avantgardisten vor ber königlich italienischen Botschaft setzte in der sonst so stillen Viktoriastraße, am Rande des Tiergartens, regstes Leben unb Treiben ein. Die Stabswache unb bie Iungfaschisten nahmen auf der Straße mit der Front zum Botschaftsgebäude Paradeaufstel- lung, bis Botschafter Cerutti erschien unb in Begleitung ber Offiziere unter ben Klängen der Faschistenhymne bie Front abschritt. Anschließend brachten die Iungfaschisten Hochrufe auf Italien unb Deutschland unb ihre Führer aus. Dann zogen sie in das Botschaftsgebäude hinein, wo sie der Bot­schafter mit seiner Gattin empfing.

Ministerialrat Haegert

vom Reichspropaaanbaminifterium hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache, in Der er sagte:Na­mens der Reichsregierung heiße ich Sie in Der Neichshauptstadt willkommen. Wie überall in Deutsch­land, so schlagen auch hier in Berlin Ihnen unsere Herzen heiß entgegen. Ihnen, Den Vertretern dieses gleichgesinnten Volkes jenseits Der Alpen.

Lange Zeit muhten wir Deutschen unter schwäch, lichen Regierungen leiben, wir jungen Deutschen haben mit Sehnsucht nach Rom geblickt, wo Mussolini mit starker Hand die Geschicke seines Vaterlandes meisterte.

Noch vor wenigen Monaten hätten sie hier in Ber­lin nicht belästigt über die Straßen gehen können. Der Kommunismus, bas b o l s ch e w i^t i s ch e U n - termenschentum, versuchte bie Herrschaft auf der Straße zu erringen, ohne daß Die schwächliche Regierung sich Dem entgegengestellt hätte. Allein Hitler unb seine SA. haben bas getan. Berlin war einer ber Brennpunkte in diesem Kampf. Die lange Liste von toten und schwerverwunbeten SA.- Männern zeugt für Den Tobesmut Der Berliner Nationalsozialisten. Ich mürDe mich herzlich freuen, wenn Sie von triefem Geist in Berlin etwas kennen­lernen unb mit ben Berliner Nationalsozialisten Freundschaft schließen würben.

Die Berliner haben nicht zuletzt dazu beige­tragen, mit Adolf Hitler jenes Bollwerk gegen Den Bolschewismus zu errichten, für bas die

maine Oxn auskemmen", sagt er kopfschüttelnd. Und macht sich schweigend auf die Suche nach den Verlaufenen.

Landesschützen.

Sturm auf Magiern, 1914-

23. Honveddivision und 88. Landesschühenbri- gabe nebeneinander, in einer endlos langen Linie im Vorgehen.

Die qualv:l en bangen Minuten vor dem Sturm­signal, in denen der Tod die reichste Ernte hält und die Bestie im Menschen am ärgsten rumort.

Die Honveds brüllen, um sich zu betäuben, un­aufhörlich. Die Tiroler stapfen lautlos, schwei­gend, gottergeben über den blutgetränkten Acker.

Auf den inneren Flügeln der beiden Heeres- körper, dort wo Magyaren und Tiroler unmittel­bar aneinanderstoßen, ein aus Leibeskräften schreiender Sohn der sarrnatischen Tiefebene neben der klobigen Egger-Lienz-Gestalt eines Puster­taler Bauern.

Eine Zeitlang erträgt der Schweigende geduldig das infernalische Gebrüll des Nebenmannes. End­lich wird es ihm zu dumm. Ruhig wendet er sich zu dem Schreihals und sagt:3etscht hörscht aber bal auf mit baim saudummen Elfen, sinscht hascht beim Hurrah koa Stimm' mehr!"

Der unbekannte Soldat.

Unser letzter Kamps, Piave 1918.

Das italienische Feuer wütet in den Dünnen Aeihen ber armen, ausgemergelten halbverhun­gerten, in Lumpen gekleideten Oesterreicher.

Ein jeglicher von ihnen stirbt anders. Einer ruft laut nach der Mutter, andere wieder weinen, stöh­nen, wehklagen, schreien.

Auch ein unbekannter Tiroler erhält bie löb­liche Kugel.

Langsam sinkt er zu Boden, legt sich auf den -Rucken, faltet die Hände und spricht, erleichtert auf seufzend, nur das eine Wort:Feierabend!"

Nachwelt einmal Adolf Hiller danken wird. Diese Tat ist zu vergleichen mit jenen großen Kämpfen der Weltgeschichte, die Europa und die abendländische Kultur gerettet haben, wie bie Schlachten gegen bie Mauren unb bie Kämpfe gegen bie Türken.

3ch wünsche Ihnen, Kameraden aus Italien, recht schöne Tage hier in Berlin und ein inniges Verhältnis zu Den deutschen Nationalsozialisten." Zum Schluß brachte Ministerialrat Haegert mit anwesenden Berliner Kameraden ein drei-

setzt, von Denen jede zwei Zentner wiegt. Dann sind Die Glaser- und Malerarbeiten an ber Kuppel im wesentlichen abgeschlossen. Der Reichstag hat wieder ein festes Dach über sich, Heller unb freundlicher Denn je zuvor. Unbehindert von Decken und Auf­bauten, bie Das Feuer zerfressen hat, flutet bas Tageslicht in ben Saal hinab, aus dessen kahlem und ausgebranntem Gemäuer mehr ober weniger verbogene Eisenträger herausragen Die Außen­front des Reichstagsgebäudes hat alle Spuren Des verbrecherischen Vernichtungswerkes verloren.

Schweres firaftroagenunglütf. Ein Toter, fünf Schwerverletzte.

2luf der Staatsstraße GöppingenGeislingen geriet zwischen Geislingen und Süssen ein mit sechs Personen besetzter Mahbachwagen der Me­tallwarenfabrik Geislingen aus noch nicht ermit­telter Ursache ins Schleudern. Der Wagen stürzte um. Don den sechs Insassen wurde Oberschützen­meister S t r o e h I e getötet, die Frau des Gene­raldirektors D e b a ch , ihr Zimmermädchen und drei weitere männliche Personen wurden schwer verletzt ins Krankenhaus Göppingen eingeliefert.

Tödlicher Anfall an Bord berBremen.

Ein bedauerlicher Unfall hat sich an Bord Der Bremen" ereignet. Zwei Passagiere Der 1. Klasse, Die amerikanischen Staatsbürger Charles Ranges und Werner Heye, hantierten in einem Zimmer ber 1. Klasse mit einem Revolver, als plötzlich ein Schuß losging. Heye wurde so unglücklich getroffen, daß er an Den Folgen Der erlittenen Verletzungen verschi e D. DieBremen" befindet sich zur Zeit auf der Rückreise von Neuyork nach Bremen.

Grubenunglück in Japan. 14 Bergleute getötet

In Den Kohlengruben auf Der Insel Hokaito, in Denen erst vor wenigen Tagen eine Explosion acht ToDesopfer forderte, ereignete sich erneut eine E x - p l o s i o n. Dabei wurden 14 Arbeiter getötet. Zwei verschüttet unb acht schwer verletzt. Die Auf­räumungsarbeiten finb noch im Gange.

Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein.

auf die Dauer von 3^ Jahren verteilen. Er betautet ferner eine wirtschaftliche Belebung der notleidenden Stadt Stralsund, Arbeit für einen großen Teil der 40000 Arbeitslosen Stettins, Aufträge für die brachliegende Ziegel- unb Zement- inbuftrie der Provinz unb Hilfe für ben privaten Baumarkt. Eine Reihe von Aufträgen werben auch nach bem Ruhrgebiet gegeben werben.

Die Insel Rügen hat von dem Dammbau außer ber Befreiung von den Arbeitslosen noch eine Sicherung ihrer landwirtschaftlichen Produktion zu erwarten.

Die durch den immer stärker werbenden Rückgang bes Autoverkehrs infolge ber Leistungsunfähigkeit bes Fährbetriebes völlig barnieberl legen­de n Rügenschen Bäder, bie ein Drittel bes Ostseebäberoerkehrs aufnehmen können, werben einen neuen 21 u f ft i e g zu verzeichnen haben. Die meist vom Gemüsebau lebende Landwirtschaft wird mit bem Grvßabsatzmarkt Berlin um ein Bebeutenbes näher verbunden sein, eine Tatsache, bie für beibe Teile von nicht zu unter« schätzenber Wichtigkeit ist.

Auch bie übrigen Teile ber Provinz werben durch ein Sofortprogramm einem wirtschaftlichen Auf­stieg entgegengeführt. Durch Organisierung ber Ar­beitslosen werden ferner in Pommern umfangreiche Meliorationen

vorgenommen. Durch ein großes S i e b I u n g s = Programm wirb Der Ostraum Deutschlanbs, zu bem auch biese Provinz gehört, vor Der brohenDen Entvölkerung behütet.

Roch feine Zeit für öenfmäter der Arbeit.

Berlin, 1. Auy. (TU.) Das Presseamt der Deutschen Arbeitsfront teilt mit:

Seit einiger Zeit sind in vielen Deutschen StäDten Pläne für ein zu schaffendes Denkmal der Arbeit aufgetaucht. Der Führer der ' Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. Ley, sowie das Propagandaministerium machen darauf auf­merksam, dah solche Denkmäler zur Zeit nicht erwünscht sind und ersuchen alle Dienststellen der Partei und der Deutschen Arbeitsfront, sich an der Errichtung derartiger Denkmäler nicht zu beteiligen und auch ähnlichen Plänen von anderer Seite entgegenzutreten.

Die Zeit zum Bau eines Denkmals Der Arbeit ist erst Dann gekommen, wenn Der letzte Ar­beitslose wieder Arbeit erhalten hat. Jetzt fönten die für die Durchführung dieser Pläne notwendigen Gelder besser für Arbeits­besch a f f un g s z w e ck e verwendet Werdern Zur Förderung der nationalen Arbeit.

Düsseldorf, 2. Aug. (CNB.Funkspruch.) Die Persilfabrik Henkel hatte ber Belegschaft anläßlich ber 25jährigen Teilhaberschaft Dr. Hugo Henkels eine Gratifikation zukommen lassen. Die Belegschaft nahm nun ein Geschenk für Dr. Henkel in Aussicht, bas aber vom Jubilar bankend abge­lehnt wurde. Daraufhin spendete die Belegschaft 5 Pr? zent von ber Gratifikation zur Förderung ber nationalen Arbeit. Auf biese Weise wurden bisher rund 2 5 0 0 0 Mark zusammengebracht. Jedoch dürfte sich die Summe noch um etliche tausend Mark erhöhen.

Wttgei

f<nrVw fürJw' vif?', A.uje

Dies

könne" kennen ftjfj

Angabe b Besichtigest <- -*

Rückantwort genug etmofll Oer Bw in de'

21m Freit unb Beh (DBB.), Dr lung im ® war sehr gr

Pg. B a dah mit d< ein gewatti deutschen o eine einht Kamps der endet. Ganz Wicklung su stelltenschast denen Beri Initiative Hitlers Zusammen, einer einzig frei gemack angestellten zu, den 8e' nalen Regi daneben jol kömpfer sei

Nach dies Aussührung der Bezirks! Jung zun DBB. Pg- gebrachte 2Ji Ehrenamt o wie es sich fi

Sobann fp folgenbes aus malig ber ffei i geno/fen gerne nähme ber fre Auchuh des 1 bntd) die mac Arbeiter unb bracht wurde, und der Par werkschastsm mögen an 5} Rechte zu ei

Die Dinge entwickelten, sommenbruck rückstände ur gewesen. We äweisel geh, wendig aemi höchste Zeit der organisi sichern. Unt lers Adolf aller einfid nach einem menschluß t wenigen la schasten ein schossen fflori gememschast deutscher 2^ borbenangejte i°MWschen der Interessen oitentlich-rech onwalten und stellten in $ü jungen [eh

Die Deutsche Landsmannschaft geschlossen im NSDStB.

Der Führer Der Deutschen Landsmann- schäft (Koburger L. C.) Dr. Mein sh aus en verkündete anläßlich der Uebergabe des Vorsitzes in Der Deutschen Landsmannschaft an Dandalia-Bonn Die neuen Satzungen Des Verbandes. Das Führer­prinzip ist damit für die Deutsche Landsmann- schaft auch satzungsgemäß feftgelegt. Gleichzeitig be­stimmte Dr. Meinshausen nach Anhörung des Führerstabes und ber Amtsleiter, Daß jeder immatri­kulierte Landsmannschafter sofort seinen Eintritt in Den NSDStB. zu erklären habe. Die Deutsche Lands­mannschaft ist Der erste waffenstudentische Verband, Der korporativ Mitglied Des NSDStB. geworden ist.

Oskar von Millers Gattin verunglückt.

Die Gattin des Schöpfers des Deutschen Museums, Oskar v. Millers, die im 73. Lebensjahr steht, hat in Seeshaupt am Starnberger See einen schweren fflutounfalt erlitten. In einer Kurve im Dorf stieß ihr Wagen mit einem anderen Per­sonenauto zusammen. Durch den Zusammenprall trug Frau o. Miller einen Schädel- und Schlüsselbeinbruch davon. Sie liegt in einem Hotel in Seeshaupt, ihr Gatte ist bei ihr. Das Befinden Der Verunglückten hat sich inzwischen etwas gebessert. Die Patientin ist nun ohne Fieber, doch ist mit Rücksicht auf ihr Alter ihr Zustand noch ernst.

Die Reichstagskuppel wiederhergesiellt.

Das Kuppeldach des Reichstagsge- b ä ub e s in Berlin erstrahlt jetzt von außen wie von innen in neuem Glanz. Wie DieWandelhalle" berichtet, haben bie Glasermeister in ben letzten Wochen etwa 2200 Scheiben in Das Gewölbe ein­gesetzt, Die zusammen an 400 Zentner wiegen unb vom Boden bes Sitzungssaales aus in Kästen mit aller Vorsicht hoi^ezogen werden mußten. Gleich­zeitig haben bie Maler innen Den roten Mennige- Vorstrich auf Der Eisenkonstruktion Der Kuppel mit weißgrauer Farbe überzogen. Als Letztes werden in diesen Tagen noch 24 große Seitenscheiben einge»