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2.8.1933 Frühausgabe
 
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Nr. 178 Srübaussabe

Mittwoch. 2. August 1933

183. Jahrgang

Erlchein« täglich, autzei Sonntags und Feiertag« Beilagen; Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle * Monair-Sezugspretr:

Mit 4 Beilagen NM. I 95 Ohne Illustriert» . 1 80 Iustellgebühr .. , -25 Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

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unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger (Heften.

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Drutf vnd Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch' und Stctnörncfcrei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftrftelle: Zchulttraße 7.

Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bh» zum Nachmiltag vorher.

Preis für I mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- kiameanzeigen oon 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzoorfchrist 20" , mehr.

Chefredakteur

Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfürdenAn« zeigenteil i. D. TH.Kümmel sämtlich in Gießen

Der Kamps gegen die Arbeitslosigkeit.

Die bisherige Auswirkung der Maßnahmen des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger.

DieTatigkeitvon Kommissaren

Ein Erlaß

des preußischen Ministerpräsidenten.

Berlin, 1. August. (WTB.) Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministerpräsi­dent Göring an die Nachgeordneten Behörden einen Runderlaß über die Tätigkeit oonKorn- m i s s a r e n gerichtet. In dem Erlaß heißt es u. a.: Kommissare für Gemeinden und G e - meindeoerbände, die nicht aus Grund ihrer von der Kommunalaussichtsbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit getroffenen Anordnung beurlaubter oder sonst an Amtsausübung behinder­ter Beamten oder durch Verabschiedung usw frei- gewordene Stellen versehen, sind sofort abzu- berufen. Dies gilt auch von den Kommissaren, die neben dem Magistrat und Oberbürgermeister mit besonderen Vollmachten eingesetzt worden sind.

Sollten die Staatskommissare den Rah­men ihres Auftrages überschreiten, aber sollten andere Personen, ohne von dem Mini­sterpräsidenten, einem der Fachminister oder in Ausnahmefällen von einem Oberpräsidenten unter nachträglicher Zustimmung des Ministerpräsidenten oder von der zuständigen Kommunalaussichtsbehörde im Rahmen ihrer Zuständigkeit mit der Wahrneh­mung einer Stelle in der Gemeindeverwaltung be­auftragt zu sein, sich sämtliche Funktionen zulegen, oder sich als Kommissare bezeichnen, so setzen sie sich strafrechtlicher Verfolgung aus. Fälle dieser Art sind von dem Leiter der Behörde, in deren Zuständigkeit eingegriffen wird, unverzüglich zur Kenntnis der zuständigen Staatsanwaltschaft zu bringen. Diese wird auf Grund einer allgemeinen Verfügung des Justizministers für eine rückhaltlose und tatkräftige Verfolgung derartiger strafbarer Handlungen sorgen.

Wieder eine Greuellüge erledigt.

Paris, 31. Juli. (CAB.)3ntranfigeant veröffentlicht eine Unterredung seines Berliner Sonderberichterstatters mit General v. S ch l e i - cher. Der Inhalt dieser Unterredung ist ohne jede Bedeutung. Für die französischen Leser ist es aber nicht ohne Interesse, daß hier von einem ri nv e r ch t i g e n französischen Kor­respondenten den zahlreichen L ü g e n m el- dun gen, die über General v. Schleicher in den letzten Wochen in Umlauf waren, entgegenge­treten wird. Der Korrespondent stellt fest, daß er den General gesehen und gesprochen habe, aber nicht, wie behauptet worden ist, in der Schweiz, wohin er angeblich geflohen sein soll und wo ein besonders erfindungsreicher Jour­nalist eine Unterredung gehabt haben will, und auch nicht auf der Festung Küstrin, wohin er nach einer anderen Version gebracht worden sein sollte, sondern in seiner Privatwoh­nung in Veubabelsberg. Der Sonderbe­richterstatter schreibt, auf die Gefahr hin, seine Leser zu enttäuschen, muffe er der Wahrheit die Ehre geben und feststellen, daß General .v. Schleicher weder unter polizeilicher Beobachtung stehe, noch daß er sein Eh­renwort gegeben habe, nicht z u fliehen. Er habe auch nicht das mindeste davon bemerkt, daß der ehemalige Reichskanzler polizeilich bewacht werde. Er habe den General völ­lig unbehelligt besucht und weder einen Wachtposten, noch irgendwelche Kriminalbeamte in der Rahe, oder in der Wohnung bemerkt.

Em sehr guter Eindruck von dem neuen Deutschland.

AmcrikanischcPsadsinderimBrauncnHaus

München, 1.2lug. «ERB.) Angehörige der amerikanischen Boy Scout (Pfadfinder) -Organisation im Alter von 14 bis 16 Jahren, die sich auf der Durchreise zu einem internatio­nalen Treffen in Budapest befinden, statteten dem Braunen Haus in München einen Besuch ab. Die amerikanischen Pfadfinder zeigten größ­tes Interesse für die Einrichtungen des Braunen Hauses. In einer kurzen Unterhaltung brachte der Führer der Gruppe zum Ausdruck, daß seine Meinung von den Zu ständen in Deutschland vor seiner Abreise aus Amerika wohl eine ungünstige gewesen sei, daß er aber während seines Aufenthalts einen sehr guten E i n d r u ck von dem neuen Deutschland gewonnen und festgestellt habe, daß Adolf Hitler tatsächlich den wahren Sozialismus verwirkliche.

Zugehörigkeit zur SPD. verboten.

Berlin, 1. Aug. (WTB.) Der preu­ßische Ministerpräsident hat an die Nachgeordneten Behörden, nach einer Meldung des Amtlichen Pressedienstes, den folgenden Runderlaß gerichtet:

Mit dein offen zutage liegenden landet- verräterischen Charakter der sozial­demokratischen Bestrebungen ist eine weitere Zugehörigkeit von Beamten, Angestellten und Arbeitern, die aus öffentlichen Mitteln Ge­halt, Lohn oder Ruhegeld beziehen, zur So­zi a l de m o k r a t i s ch e n P a r t e i Deutsch­lands unvereinbar. Die Behördenleiter ersuche ich, die in Frage kommenden Personen zu einer schriftlichen Erklärung innerhalb von drei Tagen, daß sie jegliche Beziehungen zur SPD. oder ihren Hilfs- und Ersatzorganisationen gelöst haben, zu veranlassen, mit dem Hinweis, daß falsche Angaben die Entlassung aus dem Dienste nach sich ziehen."

Frankfurt a. M., 1. Aug. (WSN.) Die starke Initiative des Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger hat die rhein-mainische Arbeits­beschaffungsaktion gleichzeitig oon zwei verschiedenen «eiten angreifen lassen. Nicht nur durch die Belebung einzeln er Betriebe und Gesamtgruppen wirtschaftlicher Unter­nehmungen werden Arbeitsplätze gewonnen, son­dern zugleich wird auch ein Großangriff ge­gen das Doppelverdiener- und Schwarzarbeitertum geführt. Die Abwick­lung saft all der arbeitsschafsenden Maßnahmen und Ermittlungen liegt beim Gausachbearbeiter für Wirtschaftstechnik und Arbeitsbeschaffung, sowie bei der im Büro des Gauleiters eingerichteten Kontroll­stelle für Arbeitsbeschaffung. In einem Zwischen­bericht dieser Kontrollstelle heißt es lautFrank­furter Volksblatt" u. a.

Mit dem Großangriff gegen das Doppelverdiener- tum der Neben- und Schwarzarbeit hat der Gau­leiter zweifellos richtunggebend auf andere Gaue bzw. auf das Reich selbst gewirkt und im Gau Hes­sen-Nassau zur Beseitigung der Not und der Be­reinigung der zu Unrecht eingenommenen Brotplätze neue Wege gezeigt. Anerkennend bewertet werden all die entgegenkommenden Maßnah­men der freien Wirtschaftsunterneh­mer, welche grundsätzlich bereit sind, männliche Kräfte für weibliches Personal einzustellen, wenn diese den Leistungen gleichkommen, lieber jeden Einzelfall wird Rechenschaft verlangt, was in diesem oder jenem Fall unternommen wurde. Keiner wird vergessen, alles wird vermerkt, überprüft und mit Sorgfalt erledigt. Dazu errichtete der Gauleiter die Kontrollstelle für Hessen-Nassau. Es ist ihm fein Opfer zu groß, wenn es darum geht, die Not der ältesten Kämpfer zu lindern, bzw. diese dem Arbeitsprozeß einzuglie- d e r n.

wenn jemals der Reichsstatthalter in Hessen und Gauleiter Sprenger ein seiner An­ordnungen mit besonderem Nachdruck und außerordentlichem Interesse verfolgte, so ist es die Beseitigung der Not seiner verdienstvollen THitfämpfer, ja, die Abstellung der Arbeitsnot überhaupt. Der Gauleiter kennt die noch herr­schende Not, er kennt auch die Mittel und

ID ege, der Not zu steuern.

Das beweist nicht nur sein Vorgehen in ver­schiedenen Anordnungen und Aufrufen gegen alle Krankheitserreger unseres Volkslebens, sondern das beweist vor allem auch die große Anteil­nahme des Volkes selbst, das weit über den Gau Hessen-Rassau hinaus Befriedigung und Anerkennung zollt für die getroffenen Maß­nahmen. Gerade aus der in großer Menge meist an den Gauleiter persönlich gerichteten Schreiben und Meldungen ergibt sich, mit welch einer regen Anteilnahme Parteigenossenschaft und Bevölke­rung sich an der Beseitigung aller Roterschei­nungen und Systemfehler beteiligt. So wurden beispielsweise im Zeitraum von nur 20 Tagen zirka 1600 Angaben über Doppelverdiener, zirka 150 über Schwarzarbeiter und zirka 1000 über Rebenerwerb eingesandt. Reben diesen Angaben wurden außerdem im (Saugebiet Hessen-Rassau in den 38 Kreisgebieten unzählige Ermittlungen durchgeführt, die in der angegebenen Zahl nicht erfaßt sind. Der Platz Frankfurt a. M. ermit­telte an Doppelverdienern zirka 800 Fälle! Wenn man bedenkt, daß dieses Material lediglich aus privaten Ermittlungen gekommen ist, so kann ohne weiteres angenommen werden, daß bei ge­setzlicher Fundierung der Beseiti­gung aller Doppelverdiener und Schwarzarbeiter usw. weit höhere Zahlen in Frage kommen. Die Kontrollstelle arbeitet mit größter Beschleunigung zur Erreichung des ge­steckten Zieles. So wurden beispielsweise in bet kurzen Zeit von 20 Tagen zirka 1500 eingehende Schreiben von Angaben, Anfragen aus allen Kreisen der Bevölkerung, der Wirtschaftsunter­nehmer, der staatlichen und städtischen Behörden gelesen, beantwortet oder zur Erledigung an die in Frage kommenden Gliederungen weitergegeben; eine einheitliche Erfassung aller der als bevor­rechtigt in Arbeit zu bringenden Volksgenossen wurde durchgeführt.

Neben Tausenden von Einstellungen von be­sonders gesuchten Fachkräften wurde es er­möglicht, daß 500 der ältesten Kämpfer von 1300 000 in Arbeit und Stellung gebracht worden sind.

Mit neuer Hoffnung und frischem Mut gehen die ältesten Kämpfer an ihre Arbeitsplätze, mit Dankesworten an den (Sauleiter. Roch find alles nur Anfänge zur Beseitigung der allgemeinen Arbeitsnot; denn Rot im einzelnen kann nur schrittweise, je nach Rachfrage der freien Wirtschaft nach Arbeitskräften, ge­mindert werden, so daß selbstverständlich bei Be­ginn der großen Arbeitsbeschaffungsaktion schlag­artig im ganzen Reich die Industriezweige Auf­träge bekommen und erst bann Arbeitskräfte auf allen Gebieten gesucht werden. Dazu muh be­merkt werden, baß die vom Reich geplante Ak­tion der Arbeitsbeschaffung im großen für den (Sau Hessen-Rassau noch nicht

begonnen hat, b. h., baß bie technischen Vorbe­reitungen und die damit verbundenen Fragen erst in den nächsten Wochen zum Abschluß kommen, so daß also erst dann mit der Einstellung von Arbeitskräften in größerem Maße gerechnet wer­den kann.

Der Bau der Autostraße Frankfurt - Mannheim.

D a r m ft n b t, 1. Aug. (WSN.) Die hessische Staatspressestelle teilt mit: Gestern fand im Mini­sterium die erste Besprechung zwischen den mit dem Bau beschäftigten Behörden und der obersten Bau­leitung bei der Reichsbahndirektion Frankfurt statt.

WSN. Frankfurt a. M., 1. Aug. Die Presse­stelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Arn 1. August 1933 fand eine Besprechung zwi­schen Präsident Dr. L ü e r von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M. und dem amtieren­den Präsidenten des Landesarbeitsamts Hessen, Oberregierungsrat Kühne, über Fragen der Un­terbringung oon Arbeitslosen statt. Wie bei der am Samstag, 29. Juli, unter dem Vorsitz des Herrn Reichsstatthalters Sprenger stattgefunde- nen Besprechung zwischen den Vertretern der Be­hörden und der Wirtschaft kam erneut zum Aus­druck, daß lediglich

eine systematische und organisch gesunde Be­kämpfung der Arbeitslosigkeit im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen zu schnellen und greifbaren Erfolgen wird führen können.

Außer durch die Arbeitsbeschaffungsmahnah- men der öffentlichen Hand auf Grund des Be­schaffungsprogramms soll nach den Vorschlägen des Landesarbeitsamls durch großzügige Aus­gestaltung der Privatinitiative ein starker An­griff auf die Arbeitslosigkeit durchgeführt werden.

Vor allem soll eine planmäßige Beseitigung desDoppeloerdienertums erfolgen. Samt- liche Betriebe sollen auf die Möglichkeit hin über­prüft werden, an Stelle von zweifellos noch zahlreich vorhandenen Doppelverdienern andere jetzt arbeits­lose, vor allem männliche Arbeitskräfte unterzubringen.

Die Regierung hat ben Kampf gegen bi e Arbeitslosigkeit mit den entschiedensten Mitteln ausgenommen. Ungeachtet der kurzen Zeit, häufen sich die Erfolge schlagartig. Nachdem die Provinz Ostpreußen bis auf einige Reste von der Geißel der Arbeitslosigkeit befreit ist, wird jetzt ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für bie Provinz Pommern bekanntgegeben, aus dem hervorgeht, daß für die Wirtschaft dieser Pro­vinz eine Zeit des Aufbaus kommt, das gleichzeitig beweist, wie sehr bie verantwortlichen Männer von der Wichtigkeit dieses Grenzlandes überzeugt sind.

In Pommern Haden feit der totalen Besitzergrei­fung durch den Nationalsozialismus bereits 60 000 von den 140 000 Arbeitslosen wieder Brot und Er­werb gefunden. Auch die übrigen 80 000 werden jetzt in den Produktionsprozeß wieder eingeschaltet.

Einleitend gab Ministerialrat Prof. Knapp als Vorsitzender einen Rückblick über die Entwicklung des Autostraßenbaues und erläuterte bann den Ge­schäftsgang, wie er von dem Herrn Staatssekretär Jung zur reibungslosen Zusammenarbeit der Hes. fischen Regierung mit der Bauleitung angeordnet ist; es würde allgernin anerkannt, baß bamit eine wesentliche Erleichterung und raschere Abwicklung des Verkehrs zwischen den Beteiligten erzielt wird. Irn Anschluß daran erläuterte Reichs­bahnoberrat Pückel den derzeitigen Stand der Entwurfsarbeiten und gab auf die verschiedensten Anfragen bereitwilligst Auskunft.

Nachdem auf Veranlassung des Landesardeitsamis bereits in ähnlicher Weise die Frage der Doppelver- diener bei den Behörden überprüft worden ist, erscheint es nunmehr notwendig, mit allem Nach­druck das Doppeloerbienertum auch in der Pri - oatwirtschaftzu bekämpfen. Die Durchführung der beabsichtigten Maßnahmen wird im Zusammen­wirken von Handelskammer und Landesarbeitsamt bzw. Arbeitsämtern ftattfinben. Ganz besonders wird sich die Zusammenarbeit auf die

vermehrte Unterbringung von Arbeitslosen in den Betrieben der Privatwirtschaft

erstrecken. Zu diesem Zweck werden kleine ört­liche Ausschüsse von besonders namhaften Vertretern von Industrie, Handel und Handwerk zusammen mit den Leitern der Arbeitsämter die einzelnen Arbeitsamtsbezirke systematisch auf alle Möglichkeiten der vermehrten Einstellung oon Ar­beitslosen burchprüfen und die sofortige Besetzung dieser Stellen nach den Richtlinien über die bevor­zugte Unterbringung der Wehrverbandsangehörigen und allen Parteigenossen sofort in Angriff nehmen. Dabei ist vornehmlich eine Entlastung der von der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffenen städtischen Bezirke in Aussicht genommen. Diese Maßnahmen werden mit den öffentlichen Arbeits­besch a f f u n g s m a ß n a h m e n Hand in Hand gehen, weil es dem Treuhänder der Arbeit und dem Landesarbeitsamt vor allem darauf an­kommt, die Arbeitslosen in l a n g f r i ft i g e B e - s ch ä f t i g u n g zu bringen und so ben Ardeits- markt bauernd zu entlasten.

und zwar nach dem erwähnten Plan, her vom (Bau­leiter, Staatsrat ftarpenftein, aufgestellt wurde.

vorgesehen ist zunächst die Befreiung der Insel Rügen von der Arbeitslosigkeit. In kürzester Zeit wird zu diesem Zweck mit dem Bau des Rügen­dammes begonnen werden.

Dieser Damm, der die Insel mit dem Festland ver­binden wird, ist seit dem Jahre 1911 geplant, wurde aber immer wieder verschleppt, und erst die jetzige Regierung konnte es zuwege bringen, mit der in ihrer Hand vereinigten Machtfülle alle an dem Pro­jekt beteiligten Stellen zu einem erfolgreichen Zu­sammenarbeiten zu bewegen. Für den Arbeitsmarkt bedeutet der Dammbau eine En11astung von 600 000 Arbeitslosentagewerte, die sich

Großzügige Ausgestaltung der Privatinitiative im Mein-Min-Gebiet.

Der Rügendamm wird gebaut.

Blick auf bas alte Stralf unb mit ber gegenüberliegenben Küste oon Rügen, bazwischen liegt ber Stralafunb, über ben bie gewaltige Brücke führen wird.

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