Ausgabe 
2.6.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 127 Zweites Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhefjen)

Freitag, ?.)uni 1953

Oberhefte»»

liche Kritik. In der Aussprache im Anschluß an das Singen wurde vom Wertungsrichter besonders auf die Oehler, die gemacht worden waren, hingewiesen und Wege zu deren Beseitigung ousgezeigl. lieber die Leistungen der Dereine im allgemeinen konnte er sich sehr lobend aussprechen.

Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher F e st - 3 u g durch die Ortsstraßen. An der Schule begrüßte der Vorsitzende der .Harmonie" Birklar, Heinrich Wagner, die Sangesbrüder und die Gäste, die recht zahlreich erschienen waren. Pfarrer Dräut- Lich feierte in seiner Ansprache das deutsche Lied und brachte besonders zum Ausdruck, daß die Ge­sangvereine und das deutsche Lied großen Anteil an der nationalen Wiedergeburt unseres Vater­landes hätten. Er gedachte der im Weltkrieg und der im Kampf um die nationale Erhebung Gefalle­nen, besonders aber des Freiheitshelden Schlageter. Die Musik spielte das Lied vom guten Kame­raden. Mit einem Hoch auf die Reichs- und die Landesregierung, besonders auf den Volkskanzler Adolf Hitler, ließ er seine Ansprache ausklingen.

Der Gauvorsitzende Rinker- Nonnenroth dankte dem GesangvereinHarmonie" Birklar und der ganzen Gemeinde für die freundliche Aufnahme, welche die Sangesbrüder in Birklar gefunden hat- ten, sowie für den reichen Flaggenschmuck, den alle Häuser trugen. Der Provinzialvorsitzende für Ober- Hessen des Hessischen Sängerbundes, Ludwig Wend­ler- Bad-Nauheim, überbrachte die Grüße des Hessischen Sängerbundes und dankte Pfarrer D r a u t für den Dienst am deutschen Liede. Unter Leitung von Gauchormeister Lehrer Müller- Nonnenroth wurden die LiederFrühlingslied" von Rob. Schuhmann,Dolksgebet" von F. Janoske undFreiheit" als Massenchöre gesungen, die viel Anklang fanden. Der Gauvorsitzende dankte allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten und schloß mit einm Hoch ai|f das deutsche Lied und den Hessischen Sängerbund. Bei geselliger Un=* terhaltung und Gesang verbrachte man einige ge­mütliche Stunden.

Der seitherige Gauvorsitzende Rinker-Nonnen- roth wurde in Verfolg der Gleichschaltung durch den Provinzialoorsitzendcn Ludwig Wendler- Bad- Nauheim durch Handschlag erneut zum Gauvor­sitzenden des Gaues Chattia-Wettertal verpflichtet.

Landkreis Gießen.

z Großen-Linden, 29. Mai. Dieser Tage fand in der WirtschaftZum Rebstock" die erste Versammlung der vor einigen Wochen hier ge­gründeten VereinigungEhemaliger Pioniere und Verkehrstruppen Hüt­te n b e r g" statt. Dem Verein haben sich die Kameraden aus der näheren Umgebung Hessens und Preußens angeschlossen. Kamerad Am end, Klein-Linden, hieß die zahlreichen Anwesenden, besonders die zum erstenmal erschienenen Kame­raden herzlich willkommen. Die Vorstandswahl ergab: 1. Vorsitzende K. Amend, Klein-Linden, 2. Vorsitzender Dr. Döhler, Klein Linden, Kas­senwart A. W ei n a n d t, Großen-Linden, 1. Schriftführer Ludwig Größer, Großen-Linden. Als Vertrauensleute wurden gewählt: Reitz, Hochelheim, Arnold, Lützellinden, Schütz, Allendorf a. d. Lahn. Der Verein wird sich, an dem am 25.3uni in Hochelheim stattfindenden Kriegerfest vollzählig beteiligen. Statuten, sowie der Anschluß an denWaffenring Deutscher Pioniere" oder dieHassia" werden in der näch­sten Sitzung beschlossen, die bei Kamerad Pauly in Klein-Linden stattfindet. Rach Veratung eini­ger interner Angelegenheiten schloß der 1. Vor­sitzende die Versammlung mit einem dreifachen Glück auf" auf den Reichspräsidenten v. Hin­denburg und den Reichskaitzler Adolf Hitler.

U Großen-Linden, 1. 3uni. 3n der vor einiger Zeit zum Zweck der Gleichschaltung abgehaltenen außerordentlichen Hauptversamm-

VoranschlagS-Verabschiedung in Lauterbach.

£ Lauterbach, 1. Juni In der jüngsten G e - meinberatsfihung waren nur die Ratsmit­glieder der NSDAP, und der Vertreter der Kampf­front Schwarzweißrot anwesend, die drei SPD.- Mitglieder waren nicht mehr e i n ge­lob e n worben. Obwohl ber Voranschlag ber Stadt und des Elektrizitätswerkes zur Beratung^ stand, dauerte die Sitzung nur knapp eine halbe Stunde, denn große parlamentarische Reden werden heute nicht mehr gehalten.

Der städtische Voranschlag wurde bereits in einer Fraktionssitzung der NSDAP. - Vertreter unter Hinzuziehuny des Vertreters der Kampffront Schwarzweißrot einer ergehenden Beratung un- terzogen. Er schließt in Einnahme und Ausgabe in ber Abteilung für ben Betrieb mit 293800 Mark, in ber Abteilung für bas Vermögen mit 15 185,82 Mark ab. Für bie Öemeinbeumla- g e n im Rechnungsjahr 1933 bleiben biefelben Steuersätze bestehen, wie im Vorjahre. Diese betra­gen von je 100 Mark Steuerwerk für Gebäude unb Bauplätze 12 Pf : ber lanb- unb forstwirtschaftlich genutzten Krunbstücke 24 Pf.: bes Gewerbekapitals 30 Ps.; bes Gewerbeertrags 1,20 Mk.; für bie Son- bergebäubefteuer von je 1 Mark bes staatlichen Sonbergebäubefoüs von Gebäuben mit einem Steuerwerk: a) bis zu 7000 Mk. 23 Pf.: b) über 7000 Mark 20 Pf. Der Voranschlag würbe in ber vorgelegten Form burch ben Gemeinberat einstim- mia genehmigt.

Der Voranschlag bes Elektrizitäts­werkes für bas Rechnungsjahr 1933, ber in Ein­nahme unb Ausgabe mit 99 250 Mark abschließt, wurde gleichfalls einstimmig genehmigt.

Ohne Debatte wurde aus Vorschlag des Bürger­meisters beschlossen, daß bie brei Vertreter der Sozialdemokratischen Partei nicht mehr zu ben Sitzungen eingela- b e n werben, nachbem sie burch ihr brüsfierenbes Verhalten am 12. Mai anläßlich ihrer Vereibigung in ber ersten Gemeinderatssitzung in ber Turnhalle dzw. burch ihr Fernbleiben von der Ratssitzung am 18. Mai ben Gemeinberat beleidigt haben. In jener Sitzung in der Turnhalle verließen die drei SPD.- Mitglieder nach ihrer Verpflichtung, aber vor Be­endigung die Sitzung, ohne die verlesene Eides­formel zu unterschreiben. Dieser Ausschluß war erforderlich, damit für die Folge die Ruhe und Ord­nung in ben Sitzungen gewährleistet bleibt.

Der Bürgermeister gab noch bekannt, daß ber Stabt Lauterbach von ber Rentenbank-Kreditanstalt für ben Bau ber Umgehungsstraße ein Darlehen aus bem Sofortprogramm ber Reichs­regierung in Höhe von 25 000 Mark zugesprochen worben ist. Dieses Kapital ist burch eine auf die Dauer von 20 Jahren zu leistende Rente von jähr­lich 6 v. H. zurückzuzahlen und gilt nach dieser Zeit als getilgt; die Tilgung beginnt erst im Jahre 1935.

Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf ben Herrn Reichspräfibentcn unb ben Herrn Volkskanzler, in das alle Anweienben begeistert einstimmten, würbe bie Sitzung geschlossen.

Liebertag

des Sängergaues Ehatiia-Wettertal.

* Birklar, 1. Juni. Der Liebertag bes Gaues Ehattia-Wetterkal fand am Sonntag in Birklar statt. Schon in ben frühen Morgeustunben waren bie Vereme aus ber Sängerfahrt, benn um 10 Uhr wurden alle Gau-Vereine hier erwartet. Der ©au- Vorsitzende Rinker- Nonnenroth eröffnete^ den ßiebertag. Pslichtchor bes Gaues war das Früh­lingslied von SchuhmannSo sei gegrüßt viel tausendmal" und ein selbstgewählter Chor. Als Wer­tungsrichter war Herr B l a ß - Großen-Linden ver- pflichtet worden. Jeder Verein bekommt eine schrift­

«wüinDcicina war der seitherige i. Vorsitzende Dr. Römer, der sich um die Entwickelung des Vereins schon große Verdienste erworben hat und sich allgemeiner Deliebtheit erfreut, einstimmig zum Vereinsführer wieder- gewählt worden. Da inzwischen dessen Destäti- gung durch den Gauführcr Dr. R a u erfolgt ist, konnte Dr. Römer nunmehr anläßlich einer in der Turnhalle abgehaltenen Schlageter- gedenkfeier, die weiteren TurnratSmit- gliedcr. die nachstehend aufgeführt sind, berufen: Wilhelm Weiß, Stellvertreter des Vereins­führers unb Oberturnwart, Ludwig Keßler, Schriftführer unb Drcssewart, Ludwig Lang, Schatzmeister, 3oh. S t e i n a g c I, Vertreter der Anteilseigner, die Aufgaben des Dictwarts über­nimmt der Vereinsführer. Der Oberturnwart er­nannte Fritz Weitershaus zum Männer- turntoart, Lehrer Siegfried zum Wehrkurn- wart, Erich Volk zum Spielwarl, Karl Seipp zum Fraucnturnwart, Richard Seth zum Schü- lerturntoart und Georg Klingelhöfer zum Schülerinnenturnwart. Sodann schilderte der Ver- einssührer in eindrucksvoller Weise das Leben und Sterben des Rationalhelden Schlageter und gedachte des heldenmütigen und siegreichen Kampfes der Deutschen Marine im Skagerrak am 31. Mai 1916. Mit dem Gesang des Liedes O Deutschland hoch in Ehren" nahm die er­hebende Feier ihr Ende.

Leihgestern, 1. 3uni. Am Samstag fand gemeinsam die Vollversammlung der beiden Turnvereine mit dem Zweck der Gleich­schaltung statt. Der Saal war reich mit Haken- kreuzsahncn und mit den alten Reichsfarben ge­schmückt. Das Dild des Dolkskanzlers und des Turnvaters 3ahn grüßten von der Tribüne. Der neuernannte und altbewährte erste Turn- führer Will begrüßte nach dem Einmarsch der beiden Fahnen die zahlreichen Teilnehmer und schilderte den Wert des Turnens. Rach dem Deutschlandlied verpflichtete sodann Gauoberturn­wart Paul, Gießen, den ersten Turnführer Will durch Handschlag, sprach über den Sinn der Gleichschaltung und richtete den Appell an alle, nicht als tatenlose Mitglieder im Verein zu fein. Hierauf ernannte der erste Führer fol­gende Mitarbeiter: Rektor Loh, zweiter Führer; Karl Faber, Diet- und Pressewart; Richard Velten, Schriftführer; Albert Laux, Kasse- wart; Heinrich Volk, Oberturnwart; Wilhelm Schmidt, erster Turnwart; Richard Laux, zweiter Turnwart; W. Laux, Wehrturnwart. Mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung des neuen TurnvereinsFrisch Aus Leihgestern 1893 geschlossen.

Z Rödgen, 31. Mai. Am 28. Juni begeht der MännergesangvereinHarmoni e", Rödgen, fein 25jähriges Stiftungsfcft. Zahlreiche Vereine haben sich zu diesem Tage bereits angemeldet. Alle Vorbereitungen, die einen schönen Verlauf versprechen, werden getroffen. Der Festplatz wird direkt hinter Balsers Saalbau gelegt, so daß ber Festwirt ben Wünschen aller geftteilncjjjner leicht gerecht werben kann. Der MänergesangvereinHar- monie" wurde 1908 von 39 Mitgliedern gegründet. Mel rere Gründer sind schon gestorben, 6 an den Folgen von Kriegsverletzungen; unter diesen ist auch der 1. Vorsitzende des Vereins, Ferdinand Schwalb. Im Laufe der Jahre ernannte der Verein drei Mit­glieder zu Ehrenmitgliedern. Am Sängerfeft können 17 Mitglieder auf 25jährige verdienstvolle Tätigkeit zurückblicken. Der Verein besuchte vor und nach dem Krieg mehrere Wettstreite und errang ansehnliche Preise. Besonders durch intensive Arbeit feines jetzi- gen Chorleiters Fritz Courths (Gießen) errang sich der Verein eine geachtete Stellung.

* Große n'-Buseck, 31. Mai. Dieser Tage be­suchten der Frauenverein und Kirchen­chor von'Düdelsheim unsere Gemeinde. Die auswärtigen Freunde, die Gäste unserer Gemeinde­glieder waren, wurden bei ihrer Ankunft von dem Ortsgeistlichen, ihrem früheren Pfarrer, herzlich be­grüßt und vom Posaunenchor in festlicher Marsch­

musik durch das Dorf geleitet. Im Festgoltcsblcnst wirkten der Posaunenchor unb ber Dubelsheimer Kirchenchor mit. Unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Lehrer Diehl, horte man in bester Wiedergabe zwei schöne Lieber. Die für ben Nach­mittag vorgesehene Veranstaltung auf bemHohen Berg" mußte wegen schlechter Witterung leider unter­bleiben. Statt dessen kam man im Saale der Wirt­schaft Brück zusammen. In seiner Begrüßungsan­sprache gab Pfarrer Müller seiner großen Freude darüber Ausdruck, wieder einige Stunden mit seinen ehemaligen Gemeindemitgliedern zusammensein zu können. Das reichhaltige Programm, in dem Dar­bietungen der beiden Kirchenchöre und des Posau­nenchores miteinander abwechselten, brachte u. a. eine schöne Aufführung eines ernsten Stückes (von Schwester B. B ü ch s l e r und Frau Schneider einstudiert), ferner ein Märchenspiel, dargestellt von den Geschwistern R e i n s ch m i d t und Hildegard Pfeiffer. Auch heitere Darbietungen fehlten nicht, so daß die Stunden des Zusammenseins schnell ver­gingen. Im Namen der Düdelsheimer Freunde dankte Kirchenvorsteher Neun herzlich für die in so reichem Maße empfangene Gastfreundschaft und für die schönen Feierstunden, die allen Beteiligten in bester (Erinnerung bleiben werden.

Mrciö Schotten.

§Feldkrücken,31. Mai. Der vorige Sonntag war ein Festtag für uns, wie unser Dorf ihn lange nicht erlebt hat: es fand die Weihe der von ber hiesigen SA. gepflanzten Hi Her-Lin de statt. Nach dem Gottesdienst, an dem auch der ftriegeruer- ein von Kölzenhain geschlossen teilnahm, zog ein stattlicher Festzug durch die geschmückten Ortsstraßen zu der am Ortseingang, neben bem Forsthaus, ge­pflanzten Linde. Bürgerrneistre Kaiser begrüßte bie Versammlung. Lehrer Kratz (Wohnfelb) sprach einbringlich von bem neuen Geist, der in unserem Volke durch Adolf Hitler zur Herrschaft komme, unb übergab bie Hitler-Linbe als heiliges Vermächtnis in ben Schutz ber SA. und der ganzen Gemeinde. Pfarrer Trapp (Ulrichstein) nahm sodann die Weihe ber Linde vor. SA.-Führer Karl Schleu- n i n g unb Bürgermeister Kaiser übernahmen sie mit Worten bes Dankes. Lieb- und Gobichtoortrage umrahmten bie einzelnen Ansprachen. Die Feier machte auf bie große Festoersammlung tiefen (Ein- bruck.

Kreis Alsfeld

ll. Kirsch garten, 1. 3uni. Unsere Ge­meinde ernannte ben Herrn Reichskanzler Adolf Hitler zum Ehrenbürger. Schon vor zwei Fahren wurden hier alle Wählerstimmen für die RSDAP. abgegeben.

Ein Landfriedensbruchproreß.

Darmstadt, 1. Juni. (WSN.) Ein Land­friedensbruch wurde heute vor der Großen Strafkammer Darmstadt verhandelt. 16 linksgerich­tete Walldorfer hatten Nationalsozialisten beim Flug- zettelverteilen umkreist unb sie, als bie ©enbarmerie sie zum Schutze ins Rathaus brachte, beschimpft unb mihhanbelt. Die Angeklagten leugneten heute, dach hielt das Gericht 13 für überführt und verurteilte sieben von ihnen wegen schweren Landfriedens- bruchs, undzwar einenzuzehnundfechszu je sechs Monaten Gefängnis; wegen ein­fachen Landfriedensbruchs einen zu vier Monaten und fünf zu je drei Monaten Gefängnis. Drei An- geklagte wurden mangels Beweises freigesprochen.

Ungetreuer Kassierer verhaftet.

Dar m ft abt, 1. Juni. (WSN.) Der frühere Bürgermeister von Messel, Schreinermeister Georg Keller, wurde wegen schwerer Urkunden- s ä l s ch u n g und Unterschlagung zum Nachteil seines heimischen Sanitätsvereins verhaftet. Er soll in die­ser nebenamtlichen Tätigkeit als Rechner 5 60 0 Reichsmark unterschlagen haben.

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Beschluß.

Der Kriegsbeschädigte Philipp Heinrich Sommerlab in Beuern, Kreis Gießen, ge baren am 23. Dezember 1880 zu Beuern, wirb wegen Trunksucht entmünbigt.

Gießen, den 30. Mai 1933. 37030

Hessisches Amtsgericht.

Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren über das Ver­mögen der Firma Jakob Abt (Inhaber Ja­kob Abt) in Gießen, Ebelftraße 7, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußter- mins hierdurch aufgehoben. 37020

Gießen, den 29. Mai 1933.

__________Hessisches Amtsgericht.__________

Bekanntmachung.

Die bereits fälligen Stromgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Mo­nat April 1933 können noch bis zum 15. d. M. ohne Kosten bezahtt werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Abnehmers. 36920

Gießen, den 1. Juni 1933.

Direktion

ber Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn ber Stabt Gießen.

______________________Stolte.______________________

lieber pfingstmarkt

Dienstag, ben 6. Juni (Pfingstdienstag) Ziegen-, Cammer-, Schweine- und firämer- marft verbunden mit Ziegenschau und

Prämiierung

unter Mitwirkung des Kreisziegenzucht­oereins Gießen und der Landwirtschafts, kammer.

Bei Beschickung des Viehmarktes sind bie seuchenpolizeilichen Bestimmungen zu be­achten. Ursprungszeugnis für Züchter, Nachweis ber Quarantäne für Hänbler. Es bürfen nur Tiere aus unverseuchten Gemeinden aufgetrieben werden.

Auftriebszeit: 8 bis 9 Uhr.

Nachmittags Konzert und Tanz.

Lich, den 31. Mai 1933. 36800

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