Ausgabe 
30.10.1939
 
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Aus -er engeren Heimat

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daß während dieser

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a bringt auf mehreren Fußballbe-gegnungen, die

morgige Sonntai

Der

DerLahvpokal" der Handballer

Wirtschaft

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Sandwerkswerbung auch für Weihnachten.

Fußball- Nundenspiele im Bezirk Gießen.

Bbein-Mainische Börse.

rNittagsbörse weiter fest.

Erweiterung des Fahrplans im Bahnhof Gießen.

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Verdunkelung und Unfallversicherung.

Verpflichtung zu erhöhter Aufmerksamkeit.

Es ist schon wiederholt darauf hingewiesen wor­den, daß bei der Verdunkelung jeder Verkehrsteil­nehmer zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet ist. Gleichwohl werden Unfälle nicht ausbleiben. Deshalb ist auch die Frage ver­ständlich, ab die Angehörigen von Betrieben, die der reichsgesetzlichen Unfallversicherung unterliegen, auch dann Unfallentschädigung beanspruchen können, wenn ihnen infolge der Verdunkelung auf dem Weae nach oder von der Arbeitsstätte ein Unfall zuskoßt. Die Vorschriften über Gewährung von Ent­schädigung aus der Unfallversicherung bei Unfällen auf dem Wege nach oder von der Arbeitsstätte hoben zur Zeit durch die Kriegsereignisse keine Aenderung erfahren. Daher gilt das bisherige Recht weiter, wonach der Schadenersatz nur dann ganz oder teilweise versagt werden kann, wenn eine grobe Fahrlässigkeit des Verletzten bei der Entstehung des Unfalls auf dem Wege nach oder von der Arbeits­stätte mitgewirkt hat. Daraus ergibt sich, daß die Versicherten bei der mit der Verdunkelung verbun- denen höheren Unfallgefahr auch zu erhöhter Vor­sicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet sind, damit ihnen nicht der Vorwurf einer den Schadenersatz ganz oder teilweise ausschließenden groben Fahrlässigkeit gemacht werden kann. Ander­seits haben sie, wenn sie die gebotene Sorgfalt be­obachten, durchaus Anspruch auf Unfallentschädi­gung.

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Mannschaften eingeschaltet. Der Rest folgt schon in Kürze. Bis dahin wird auch die Fugendrunde, die diesmal wieder ausgezeichnet besetzt ist, gestartet werden können. Die Spiele beginnen am 8. Oktober.

Die endgültige Einteilung ergibt folgendes Bild: Staffel 1: Tv. Hörnsheim, Tv. Lützellinden, Tv. Hochelheim, To. Dornholzhausen, Tv. Münchholz­hausen, To. Holzheim.

Stafftl 2: Tv. Garbenheim, W.-Niedergirmes, Tv. Atzboch, Tv. Katzenfurt, Tv. Krofdorf, Tv. Dutenhofen.

Staffel 3: Mtv. Gießen, Spvgg. 1900 Gießen, BsB.-R. Gießen, To. Heuchelheim, Tv. Londorf, SA.-Kampfgem. 116 Gießen.

Spielfeldern mehrere -----s;-- - -

icherlich einiges Interesse finden werden. Auf dem Programm stehen folgende Spiele:

Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Börse war weiter fest und unter dem Eindruck der Moskauer

Kundschaft waren in größerer Zahl Kaufaufträge eingegangen, während Abgaben kaum erfolgten. Lediglich späterhin beobachtete man hin und wieder kleine Gewmnmitnahmen der Berufskreise, die aber die feste Gesamthaltung nicht beeinträchttgten, son- dem zu einem besseren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage führten.

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Lollar Londorf, Großen-Linden DsB.-R. Gießen, Spvgg. 1900 FC.Teutonia" Watzenborn- Steinberg,

Steinbach Lich. .

Die Lollarer Elf sollte auf eigenem Platze m der Lage sein, die Gäste, wenn auch mit knappem Er­gebnis, niederzuhalten. In Großen-Linden tritt die Mannschaft des VfB.-R. mit einer verjüngten Mannschaft an und hofft besser abzuschnerden als am Dorsonntag gegen den Lokalrivalen. Ueber die Begegnung 1900Teutonia" haben mir gestern bereits .berichtet. - In Steinbach sollte es ?u einem Lokalkampf kommen, der von einiger Spannung bestimmt ist, aber kaum einen Sieger im Voraus nennen läßt. Die Spiele durften schon recht aufschlußreich dafür sein, wie die Vereine mit der Schwierigkeit der Mannschaftsaufttellung fertig­geworden sind.

Die Spiele um den vom Fachamt Handball aus­geschriebenenLahnpokal" haben nunmehr Form und Gestalt angenommen. Dte Maßnahmen der Kreisspielleitung sind mit freudiger Genugtuung be­grüßt worben. Es kommt gerade bei den Spielen Ln den Lahnpokal nicht so sehr darauf an, die Spitze zu erreichen. Zeigen soll sich vielmehr, wer ohne seine etatsmäßige Elf m der Lage rft, eine Runde ordnungsgemäß durchzustehen und einen achtbaren Platz zu erringen. .. w <

Daß es an dem nötigen Interesse der Oeifentfid)- keit rächt fehlt, dafür sorgen die interessanten Paa­rungen bzw. die Zusammensetzungen der einzelnen Staffeln. Wir haben zunächst nur einen Teil der

Erweiterung des Fahrplans des Bahnhofs Gießen verkehren ab 2. Oktober auf der Strecke Gie­ßenKoblenz und KoblenzGießen folgende Züge: Strecke GießenKoblenz: Gießen ab 8.03 Uhr bis Koblenz; der nächste Zug fährt um 10.58 Uhr ab, und zwar ebenfalls bis Koblenz, ein dritter Zug verläßt um 17.24 Uhr unseren Bahnhof unb fährt bis Limburg.

öon der Strecke K o b l e n zG i e ß e n körn- mm Züge zu folgenden Zeiten in Gießen an: um 7.21 Uhr von Limburg, um 15.41 Uhr von Koblenz und um 17.55 Uhr, ebenfalls von Koblenz. Die ge­nannten Züge verkehren als Punktzüge täglich.

Große Aufgaben

der privaten Kreditbanken.

Die Sommermonate des laufenden Jahres haben eine Art Generalprobe auf die Leiftungsfa^gkeit des deutschen Banksystems bei starkem Dean spruchungsdruck dargestellt. Der günstige Verlauf d-eser Generalprobe darf als ein gegluckter Beweis dafür angesehen werden, daß unser deutsches pri­vates Banksystem in der kommenden Zett lede ihm gestellte Aufgabe im Rahmen der zivilen Relchs- verteidigung reibungslos lösen wird.

daß während dieser Monate leichter Guthabenmin­derung die Banken annähernd Vi Milliarde RM. zusätzlich ausleihen konnten durch Ausschöpfung an­derweitig gegebener Möglichkeiten. Es geschah dies insbesondere durch Minderung des Bestandes an Wechseln und an Wertpapieren. Die von den Danken begebenen Indossamente haben sich jedoch nicht vermehrt, so daß die Mehrbeanspruchung aus eigener Kraft der Banken, nicht durch Schulden­kontrahierung befriedigt wurde.

Wieder Handball im MTV. Gießern

Um in Gießen den Handballspielbetrieb nicht ganz ruhen zu lassen, hat sich der Mtv. entschlossen, aus den noch anwesenden aktiven Spielern und den kör­perlich stärksten der Jugend eine 1. Mannschaft neu erstehen zu lassen, die erstmalig am morgigen Sonn­tag in Katzenfurt auf den Plan tritt. Wie der Spiel­führer des Tv. Katzenfurt mitteilte, ist seine Mann­schaft bisher fast noch ungeschwächt. Es ist ihr da­her eine sichere Gewinnchance zuzusprechen, zumal noch der Vorteil des eigenen Platzes hmzukommt. Trotzdem wird sich die Mannschaft des Mtv. be­mühen, den Ausgang des Spieles jederzeit offenzu­halten, um den Anhängern des Handballspiels in Katzenfurt keine Enttäuschung zu bereiten. Die Auf­stellung der Mtv.-Mannschaft: Knaus; Krausch, Grieb; Diemann, Kümmel, Lindenstruth; Jughard, Winter, Bittendorf, Brenner, Weigand.

Für den Kenner immerhin eine starke Mannschaft, deren bester Teil unzweifelhaft der Sturm sein sollte. Knaus im Tor wird als Jugendlicher etwas unsicher fein, aber er wird tun, was er kann. In der Verteidigung stehen zwei Spieler, die zum eiser­nen Bestand der 1. Mannschaft gehören. In der Läuferreihe ist Lindenstruth der einzige Aktive, die beiden Jugendlichen werden die fehlende Erfahrung durch Eifer wettmachett müssen.

Zu den ersten Kursen ergaben sich bei lebhaften Umsätzen am Aktienmarkt durchschnittliche Er­höhungen von 1 bis 2 v. H., bei einer ganzen Reihe von Werten gingen sie infolge der Marktenge dar­über hinaus. Von den führenden Papieren stiegen u. a. AEG. auf 115 (112), Verein. Stahl auf 92,75 (90,75), Siemens auf 202,65 (199,40), Geffürel auf 134 (131) unb IG.-Farden auf 157.50 (156,50). Ferner gewannen Holzmann 4 v. H. auf 142, Daimler 3 v. H. auf 111, Rheinmetall 3 v. H. auf 114,50 und Zellstoffwerte stellten sich 3 bis 5 v. H. höher.

Am Renten markt zeigte sich ebenfalls wei­tere Nachfrage, was aber kursmäßig weniger zum Ausdruck kam. Beachtet waren im Hinblick auf den Kupontermin Goldpfandbriefe. Auch Liqui-Pfand- briefe z. T. weiter gesucht und höher. Industrie- Obligationen zogen fast durchweg 0,25 bis 0,50 v. H., 5 v. H. Gelsenberg 0,65 v. H. auf 98 an. In Stadtanleihen verblieb dagegen z. T. noch Angebot, 4,50 v. H. Pirmasens 94 (94,50), 4,50 o. H. Mann­heimer 96,50 (97). Reichsaltbesitz unv. 132, Reichs- bahn-DA. 122 (121,25), Dekosama I 135,75 (135,50). Steuergutscheine I im telefonischen Freiverkehr wei­ter anziehend.

In der zweiten Börsenstunde erhielt sich die feste Tendenz, das Geschäft ging aber in Ermangelung weiterer Aufträge merklich zurück. IG.-Farben 0.25 v. H. nachgebend auf 157,25, anderseits Verein. Stahl 93,25 nach 92,75, Mannesmann 100 nach 99,13, Rhein. Braunkohlen 219 nach 218,50.

Der Freiverkehr lag ruhig. Tagesgeld 2,25 v. H.

In den Monaten Juni und Juli war die an die privaten Banken herangetragene Kreditnachfrage gewachsen. Die Summe der Ausleihungen stieg bei den Großbanken zwischen Mai und Juli 1939 um 270 auf 3563 Mill. RM. Bei den Reaionalbanken wurden 195 Mill. RM. mehr ausgeliehen: die De- bitorenfumme betrug hier Ende 1938 rund 1239 Mill. RM. Insgesamt ist also das Ausleihungs­volumen bei den privaten Banken um rund 465 Mill. RM. im Laufe von zwei Monaten gestiegen.

Diese zusätzlichen Ausleihungen sind nicht aus einem entsprechenden Zuwachs des Einlagebestandes bestritten worden. Die Spareinlagen haben zwar in

Den Aufruf der maßgebenden Stellen, keines­wegs jetzt etwa die Wirtschaftswerbung einschlafen zu lassen, befolgt insbesondere auch der Reichsstand des deutschen Handwerks, der soeben mitteilt, daß das Handwerk eine Weihnachtswerbung 1939 durch­führen wird. Als Motiv wurde die Verbindung des Weihnachtsbaumes mit dem Reichsstandszeichen ge­wählt. Die Parole lautet:Wer Handwerksarbett schenkt, gibt mehr! ... und wenn's auch noch so wenig wär'!"

Feuer in Großen-Linden.

* Großen-Linden, 29. Sept. In Stal­lung und Scheune des hiesigen Landwirts Lud­wig Luh IX. brach heute gegen 11.15 Uhr aus bisher noch nicht völlig aufgeklärter Ursache Feuer aus, das sehr rasch um sich griff. Trotz aufopferndem Einsatz der Feuerwehren von Gro­ßen-Linden Lützellinden und Lollar, die mit ihren Motorspritzen erschienen, war es nicht möglich, die Scheune und die Stallung zu erhalten. Da in der Scheune etwa 4 0 0 Zentner Heu und Stroh lagen, fanden die Flammen reiche Nahrung, und die Wehren mußten sich darauf beschränken, das an­schließende Wohngebäude und weitere Nachbar­anwesen zu schützen. Einige wertvolle landwirt­schaftliche Maschinen fielen den Flammen eben­falls zum Opfer. Das Vieh konnte gerettet werden. Dank des Einsatzes der Feuerwehrmänner und frei­williger Helfer konnte das Feuer auf feinen Herd beschränkt werden. Der Schaden ist erheblich. Die Brandstätte bietet ein Bild wüster Zerstörung. Der Feuerwehrdezernent des Landkreises Gießen, Re­gierungsrat Dr. F u h r, und Kreisfeuerwehrführer Bouffier weilten an der Brandstelle. Die Gen­darmerie unter Leitung von Gendarmeriemeister Gunkelmann nahm die Ermittlungen über die Ursache des Brandes auf. Mutmaßlich liegt fahr­lässige Brandstiftung vor.

Eine Erinnerung an den Weltkrieg.

* Lang-Göns, 30. Sept. Dom Jahre 1915 an gab der inzwischen verstorbene Pfarrer Theodor Weber ein befonberes Kriegs-Gemeinde- blatt heraus, das ben Titel .Lriegsbrot" führte. Es erschien bis zum Juli 1918 und umfaßte 15 Nummern. Alle, die diese Zeitschrift aufhoben, werden wohl in diesen Tagen wieder einmal hin­eingeschaut haben, um alte Erinnerungen aufzu- ftischen.

Neben kirchlichen Nachrichten enthält dasKriegs­brot" eine fast lückenlose Liste aller Kriegs­teilnehmer. Bis 3um Sommer 1918 waren aus unserer Gemenide 336 Männer zur Fahne gerufen. Außerdem wurden zahlreiche Feldpostbriefe ab ge­druckt. Ueber die Tätigkeit des damaligen Hilfs- v er eins wurde ein genauer Bericht erstattet. Es waren gewaltige Mengen von Liebesgaben, die ins Feld gesandt wurden. In einer Beilage gab das Gemeindeblatt Bilder von 35 gefallenen Lang- Gönfern (im ganzen waren es 59). Aber auch son­stige Nachrichten aus der damaligen Zeit erwecken unser Interesse. So wird u. a. berichtet, daß im Jahre 1915 zum ersten Male alle Konfirmanden gleichmäßig in städtischer Kleidung erschienen, die alte (kurze) Mädchentracht war damit abgetan.

Eingehend wird auch über die hohe Auszeichnung des ältesten Sohnes unseres damaligen Bürger­meisters Rompf, des Oberleutnants Ottv Ritter von Rompf, berichtet, der wegen seiner am 10. März 1916 bei der Wiedereroberung einer vom Feinde überfallenen Sappe bewiesenen außerordent­lichen Umsicht, Kühnheit und glänzenden persön­lichen Tapferkeit den höchsten bayerischen Kriegs­orden, den Militär-Max-Joseph-Orden erhielt. Mit dieser hohen Auszeichnung ist der persönliche Adel für den Beliehenen verbunden. Die Ueberreichung des Ordens fand am 29. August 1916 durch den Kommandierenden General statt. An der Feier nahmen außer sämtlichen direkten Vorgesetzten auch

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DerkehrskontroUe.

3n verschiedenen Hauptverkehrsstraßen unserer Stadt wurden gestern nachmittag Verkehrskontrollen abgehalten, die dem Zwecke dienten, die Berechti­gung der Benutzung von Kraftfahrzeugen nachzu- pcüfen. Die Polizei sah die Kennzeichen nach, ob sie mit dem roten Winkel versehen waren, und die tarnten ließen sich gleichzeitig den Kraftfahrzeug­brief zeigen, in dem verzeichnet ist, zu welchem Zveck die Fahrzeuge gefahren werden dürfen. Die Kontrolle, die rasch und reibungslos vor sich ging, Mit den Verkehr nicht wesentlich auf. Don den meisten Kraftfahrern wurde die Notwendigkeit der Kontrolle eingesehen und den Beamten bei ihrem Dienst alles Verständnis entgegengebracht.

Jetzt Bucheckern sammeln'

Vie Ernte an Bucheckern muß jetzt mehr denn je für die Oelgewinnung nutzbar gemacht werden. Ächeckern sind auch in diesem Jahre in die För­derungsmaßnahmen des Reichsministers für Ernäh­rung und Landwirtschaft zur Oelgewinnung aus dsltschen Oelsaaten einbezogen worden. Die Oel- nWen werden durch Bewilligung einer Ausgleichs- osigütung in die Lage versetzt, dem Sammler von Vocheckern einen Kaufpreis von 25 RM. für den Doppelzentner zu zahlen. Darüber hinaus ist dem Summier noch ein Rückkaufrecht für die bei der Erarbeitung der Bucheckern angefallenen* Buch­eck rnkuchen in einer Menge von 65 v. H. des Ge­wichts der angelieferten Bucheckern eingeräumt wor­den. Den Oelmühlen wird die Ausgleichsvergütung mich dann gezahlt, wenn sie das Bucheckernöl, das fit für den eigenen Verbrauch der Sammler im Lchnschlag geschlagen haben, abgesehen von reinem Shlaglohn, frei von allen übrigen Zuschlägen zurückliefern.

Gießener lvochenmarktpreife.

Für Gemeinschafts- und Einzelanzeigen werden in Anlehnung an das Hauptmotiv Entwürfe aus- gearbeitet, die als Vorschläge rechtzeitig heraus­gehen. Für das Schaufenster ist ein schönes Plakat vorbereitet, zu dem passende Aufstellschilder für Preise bezogen werden können. Für den Schau- fensterausschlag ist ein zu dem Plakat passendes Dekorationspapier entworfen worden, das nur an Handwerksbetriebe abgegeben wird. Die Werbestelle des Reichsstandes steht den Dienststellen zu beson­deren Auskünften zur Verfügung.

der Berichtsperiode bei Groß- und Regionalbanken zusammen um 9 Mill. RM. zugenommen, dagegen sind diesonstigen Gläubiger", also die eigentlichen Inlandsbankeinlagen, um 280 Mill. RM. auf 9392 Mill. RM. gesunken.

Dieser geringfügige Rückgang der Bankeinlagen ist nicht so sehr auf echte Abhebungen, als auf Ver­schiebungen in den Zahlungsaepflogenhetten der Behörden zurückzuführen gewesen. Solange das Reich seine Verpflichtungen außer mit Steuerein­gängen mit der Hingabe von Lieferschätzen bezahlte, die ihrerseits von den Banken übernommen und in Bankguthaben der Einreicher umgewandelt wurden, stand dem laufenden Abfluß von Bankguthaben durch Bargeldabhebungen der zusätzlich Arbeits­kräfte einstellenden Kunden ein Zufluß von neuen Bankguthaben gegenüber. Der Uebergang zum Steuergutscheinsystem, bei dem die mit Steuergut­scheinen bezahlten Firmen diese ihrerseits in natura oder über Sammeldepotschecks zu Zahlungen be­nutzten, hat den bisher durch Lieferschaftdiskontie­rung entstandenen Guthabenzufluß unterbrochen. Es mußte zu der erwähnten kleinen Verringerung des Bankguthabenvolumens kommen, da der zu­sätzliche Bargeldbedarf durch Mehrbeschäftigung an­dauerte. Die Neuordnung der Finanzwirtschaft durch die Verordnungen des Reichsverteidigungsrats hat dieses Stadium unserer Finanzwirtschaft inzwischen wieder beendet. Wichtig bleibt aber die Feststellung,

4- Grünoerg, 29. Sept. Die städtische Ob st Versteigerung erbrachte bei mittleren Preisen einen Gesamterlös von 1444 RM. Im Vor­jahre, das nur geringen Obstertrag hatte, betrug die Einnahme 351,90 RM. Ein ganz verschiedenes Bild ergaben die Ob st Versteigerungen an den Landstraßen bei Grünberg. Die erste Versteigerung war auf der Teilstrecke der Hochstraße von der Neu­mühle bei Grünberg. Hier kamen reichliche Men­gen Tafeläpfel und Birnen zum Ausgebot, u. a. Goldparmänen, die entgegen in anderen Jahren beobachteten Ausartungserscheinungen durchweggut ausgewachsen waren, wohl infolge der Spritzaktion. Die Preise lagen daher durchweg hoch. Besonders überboten sich di? Käufer bei einer Anzahl gut tra­gender BirnbäumeNeue Poiteau". Oft erfolgte der Zuschlag, während die Bieter noch weiter stei­gern wollten. Der Preis stellte sich etwa auf 8 bis 10 RM. für den Zentner am Baum. Dagegen er­brachte die Versteigerung an der Hauptstraße 49, Abzweig Harbach bis (3rünberg und Grünberg bis |vr---------- ----- ----

Lehnheim, niedrige Preise. Nur wenige Käufer Besprechungen zuversichtlich gestimmt Von der waren erschienen, so daß stellenweise Bäume nur ------- --

schwer ein Angebot fanden.

setzt worden und wird wieder an das Stromnetz ter Uhren angeschlossen. . Die Uhr bleibt bis auf Miteres an dem Platz, an den sie jetzt gebracht

Prinz Franz von Bayern, ein Sohn des Königs Ludwig, teil. Es schloß sich eine Parade vor dem neuen Ordensritter und ein Frühstück beim Regi­mentskommandeur an. Bei letzterem hielt Prinz Franz eine längere Ansprache und brachte ein Hoch auf den jüngsten Max-Joseph-Ritter aus. Der Be­richt schloß mit den Worten:Alles in allem, ein an Ehren überaus reicher Tag für Oberleutnant Rompf; an feiner Freude über die hohe Ehrung nimmt sicherlich jeder Lang-Gönfer lebhaften Anteil mit dem innigen Wunsch und Gebet, daß Gottes gnädiger Schutz ihn auch ferner durch alle Kriegs- ftürme begleite." Leider fiel Otto von Rompf am 20. Mai 1917 im Kampfe für fein Vaterland.

Schwerer Derkehrsunfall in Wetzlar.

Zwei Tote.

* Wetzlar, 30. September. Ein verhängnis­voller Zusammenstoß zwischen einem mit zwei Männern besetzten Motorrad und einem L a st - auto ereignete sich hier in der Steindorfer Straße. Das Motorrad mit den beiden Insassen fuhr mit großer Geschwindigkeit gegen den Lastkraftwagen, sodaß die beiden Motorrad­fahrer eine ganze Strecke weit fortgeschleudert wur- oen und mit schwersten Verletzungen liegen blieben. Die Verunglückten wurden nach dem städttschen Krankenhaus verbracht, wo sie einige Stunden nach ihrer Einlieferung verstarben.

Mit dem Motorrad gegen einen Baum

Lpd. Nidda, 29. Sept. Drei junge Leute, die sich auf einem Motorrad mit Beiw agen auf einer Fahrt nach Frankfurt a. M. befanden, fuhren in der Nähe von Ranstadt mit großer Geschwindigkeit gegen einen Baurn. Dabei trug der Lenker des Motorrades Brüche an beiden Beinen, der Soziusfahrer Beckenbrüche und andere Verletzungen davon, während der Insasse des Bei­wagens mit leichteren Verletzungen davon kam. Die Verunglückten wurden nach Friedberg ins Kranken­haus gebracht.

Landkreis (Dießen.

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ibbip läufig. Die Persiluhr an der Ecke Kaiserallee, onaV iit wegen des Umbaues für einige Tage ihren PoW Dienst nicht versehen konnte, ist nunmehr zurückver-

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* Gießen, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochen- Nvrkt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 RM., Blatte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12^, B 12, C 11K, D 10^, ausländische 11, Wirsing, % kg 5 bis 7, Mißtraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römisch- kahl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 18, Unterkohl- rali 8, Feldsalat, 1/io 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 bis 15, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln, Kkg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,25 bis 3,95 RM., Aepfel, kg 15 bis 30 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 10 bis 25, Pfirsiche 25 bis 30, Zwetschen 8 bis 15, Mrabellen 17 Rpf., Hähne 1,10 bis 1,20 RM., Suppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Nüsse 40 Rpf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 35, Salat.5 bis 8, Selatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 12, Ober­gen k katlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, n M' Sellerie 10 bis 25 Rpf.

Wrde.

'* Kuriosum am Birnbaum. Aus einem Aisten am Aulweg wird uns eine interessante Arne gebracht. Der Baum trug unter vielen Früch­ten eine Birne, die sich nicht darauf beschränkte, Birne an sich zu fein, vielmehr entwickelte sich aus den Blütenrest eine zweite Birne, die auf das «nstte mit der ersten verwachsen ist. Die zuerst aus- S" ildete Birne ist reif und gelb, die zweite, eben»

s vollständig ausgebildete Frucht, ist noch grün. ** Zimmerbrand und Kellerbrand. Unsere Feuerwache wurde gestern zu später Nacht- tiunbe nach dem Aulweg gerufen. Dort war der Maben einer Tür, die ins Freie führte, in Brand Maten. Die Flammen hatten schon den Kasten der ictoufie ergriffen. Die Feuerwehr, die rasch zur stelle mar, wurde mit dem kleinen Löschgerät, mit ter Kübelspritze, sehr schnell mit dem Feuer fertig. Unmittelbar danach wurde die Feuerwache nach ter Walltorstraße gerufen, wo im Keller eines Ge­schäftshauses Packmaterial und Kisten in Brand Maten waren. Auch hier konnte mit dem kleinen Ä'chgerät das Feuer erfolgreich bekämpft werden.

Zur Richtigstellung. Das in der heutt- W Ausgabe unsererIllustrieren" auf Seite 2 er­schiene BildDas Delgebiet von Drohobycz" ist mit seinem Begleittext vor dem Zeitpunkt der Grenz- sesisetzung in Druck gegangen. Nach der nunmehrl- teir endgültigen Festsetzung der Grenze ist der Be- rleittext als überhott anzusehen, denn dieses Gebiet 6e$t jetzt innerhalb des russischen Interessengebiets. Aroße Strafkammer Gießen.

Der einschlägig vorbestrafte Fr. Kl. in Klein- Üinben war am 21. August vom Amtsgericht Gie- wegen Zechbetrugs im Rückfall in 13 Fallen iu einer Gesamtgefängnisstrafe von 10 Monaten Murteilt worden. Geaen das Urteil verfolgte er vigen der Strafhöhe Berufung. Diese wurde, dem Ur trag des Anklagevertreters entsprechend, verwor- ier. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß er tm D ederholungsfall mit Zuchthausstrafe und Siche- ! Nngsvermahrung zu rechnen habe.

D. St. in Villingen hatte sich wegen fahrlässiger Ittung zu verantworten. Es wurde ihm zur Last ieiegt, am 15. Juli in der Grube Abendstern bei Ihm gen durch Fahrlässigkeit den Tod des K. E. ver- L'ocht zu haben, indem er dem Fordermaschrnlsten Signal zum Hochziehen der Förderschale qe- Seben habe, obgleich ihm aüs dem Schacht noch kein bignal zugegangen war. Der auf der 20-Meter- 6cf)le einen Förderwagen vor sich herschiebende K S. stürzte dadurch mit seinem Wagen 25 Meter tie 'in den Schacht und fand dabei den Tod. Der An- $e!Iagte wurde üb erführt. Es wurde aber, feüge« ftlt, daß den zu Tode gekommenen K. E. em Mtt- m schulden trifft. Der Vertreter der Anklage führte «U5, daß eine höhere als dreimonatige Gefangnis- ftife nicht verhängt werden könne, und beantragte, iis Verfahren entsprechend dem Amnestieges tz Urzustellen. Das Verfahren wurde antragsgemäß

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