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3m ..Mahn verlangt der früher« Kriegsmtnister Fabry man muffe, wenn die Stunde der Frie- densschlusses kommen roerbe, mit der Idee d -« einigen Deutschlands ein Ende macken und in Anlehnung an die Ideen des Marschall Fock zum mindesten für Frankreich die Rheingren-re durchsetzen. Das Blutt pikiert eine vom Generalntt des Departements Correze bereits am 17 Septe^. der gefaßte Entschließung. Darin heißt esP Im nächsten Friedensvertrag müsse die Sicherheit vor der Humanitären Metaphysik" den Vorrang haben und Frankreich und Belgien müßten die m i l i r i - sche Wacht auf dem linken Rheinufer übernehmen

ImFigaro" faßt Wladimir d'Ormesson die Idee der Zerstückelung Deutschlands in die Forderung zusammen, man müsse die Deutschen und Europa von Preußen und der preußisä>en Vorherrschaft befreien. Auch im Landesrat der rechtsstehenden republikanischen Föderation (©nippe Louis Marin) wurden Kriegsziele nach engli­schem Vorbild erörtert. Dabei wurde gefordert die Möglichkeit der Wiederherstellung eines unabhängi­gen Oesterreichs schon jetzt ins Auge zu fassen.

Eine jüdische Llnverschamtheii.

Horeb Elisha zieht Vergleiche mit Napoleon

Mailand, 29. Okt. (DNB.) DasRegime Fascista" beschäftigt sich mit einer Rede des bri­tischen Kriegsministers Horeb Elisha, in der dieser mit echt jüdischer Ueberheblichkeit Ver­gleiche mit Napoleon angestellt hatte. In der Er­wähnung Napoleons durch Horeb Elisha zeige sich die ganze Unverschämtheit des jüdischen Geistes, denn jedem seien die Intrigen bekannt, die die ein­flußreichsten Juden seinerzeit betrieben, um Napo- leon zu stürzen. Napoleon habe übrigens in einer Sitzung des Staatsrates am 30. April 1806 wört­lich erklärt:Die Juden sind Raben der Menschheit. Ich habe sie gesehen, wie sie bei der Schlacht von Ulm von Straßburg herbeieilten, um unwürdige Plünderungen zu be­gehen. Und am 17. Mai 1806 sagte Napoleon bei einer Erörterung der Iudenfrage:Keiner hat Grund, sich über Protestanten und Katholiken zu beklagen. Aber alle beklagen sich über die Juden. Die Juden sind die Heuschrecken, welche Frank- reich zerstören." Horeb Elisha, so stelltRegime Fascista" abschließend fest, gebe vor, die Geschichte xu kennen. Auch dies sei eine jüdische Unverschämt­heit.

Keine Veränderung der Lage.

Der Heeresbericht vom Montag.

Berlin, 30. Oktober. (DVB.-Aunkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Westfront keine Veränderung der tage.

Die deutsch-russische Grenzkommission in Warschau.

Warschau, 28. Okt. (DNB.) Arn 26. btefes Monats traf aus Moskau auf Einladung der Reichsregierung die gemischte Zentralkom­mission des Deutschen Reiches und der Sowjet­union für Grenzfragen in Warschau ein. Der neuernannte Generalgouoerneur für die besetzten Gebiete in Polen, Reichsmini­ster Dr. Frank, veranstaltete ein Frühstück. Der Warschauer Stadtkommandant, General von N e u- mann-Neurode, lud die Delegation zum Essen. Ihren Abschluß fand die Tagung durch ein Abendessen, das im Auftrage des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop von dem Leiter der deutschen Delegation, Vortragendem Legations­rat Hencke, im Diplomaten-Sonderzug gegeben wurde, in dem die Zentralgrenzkommission während ihres Warschauer Aufenthaltes wohnte. Die ge­mischten Unterkommissionen haben mit ihrer Arbeit für die praktische Vermessung der Grenzlinie be­gonnen.

Wilna von der litauischen Armee beseht.

K o w n o, 29. Okt. (DNB.) Nachdem am Freitaa- abend in Moskau das Zusatzprotokoll zum litauisch­sowjetrussischen Beistandsabkommen unterzeichnet wurde, das die genaue Beschreibung der l i t a u i s ch- sowjetrussischen Grenze enthält, hat die litauische Armee am Samstag Wilna und das gesamte abgetretene Wilna-Gebiet b e s e tzt. Am Sonntag wurde auf dem geschichtlichen Gedikinaburgberg in Wilna die litauische Flagge feierlich gehißt. In ganz Litauen fanden Festgottes­dienste statt. Der Eisenbahnverkehr zwischen Kowno und Wilna wurde bereits ausgenommen. Neben dem Lit gilt im Wilnagebiet vorläufig auch der Zloty als Zahlungsmittel (1 Lit - 5 Zloty). Die litauische Postverwaltung hat Sondermarken herausgebracht; es sind die Iubiläumsmarken zur 20jährigen Unab­hängigkeitsfeier mit einem Sonderaufdruck.

Sicherung des Hafens von Sebastopol

Bukarest, 26. Okt. (Europapreß.) DerUni- verful" berichtet, daß die Sowjetregierung um den russischen Schwarzmeer-Hafen Sebastopol herum drei für die Schiffahrt verbotene Z o - n e n errichtet hätte. Zwischen diesen Zonen sind Fahrtrinnen für die Ein- und Ausfahrt der Schiffe gelassen. In den verbotenen Zonen ist der Verkehr sowohl für Schiffe unter fremder Flagge wie für sowjetrussische Schiffe verboten. Lediglich leichte Fischereifahrzeuge dürfen dort verkehren.

Norwegische Flugjeugbestellungen in USA. und Deutschland.

leb aut werden können. Die staatliche Waffen- ibrik in Konqsberg arbeitet teilweise in zwei Schick- m. Die Marine verfügt zur Zeit über 91 ausge­rüstete Fahrzeuge für den Küstenschutz.

Oslo, 26. Okt. (Europapreß.) Der norwegische Verteidigungsminister teilte mit, daß die Regierung ton der ihr bei Kriegsanfang erteilten Finanzvoll­macht bereits Gebrauch gemacht und seit dem 15. September aus neuen Mitteln 63,7 Millionen Kronen für die Verteidigung zur Verfügung gestellt hat Davon wurden 20 Millionen für die N e u - iralitätswache verwendet; der Rest für den Einkauf von Flugzeugen, Waffen, Mu­nition, für Bauarbeiten usw. Zu der Bestellung ton zwölf Flugzeugen in den Vereinigten 'Staaten vor einigen Tagen ist jetzt auch eine Bestellung von sechs H e i n ck e l - F l u a z e u ge n in Deutschland gekommen. Das bestellte Ma­terial eingerechnet, wird die Luftwaffe des nor­wegischen Heeres in Kürze über 43 Erkundungs- ugzeuge, 39 Jagd- und 6 Bombenflugzeuge ver- ügen, die Luftwaffe der Marine über 19 Erkun- nngs- und 20 Torpedoflugzeuge. Die Kapazität 'er staatlichen Flugzeugfabrik soll so erweitert wer­den, daß jährlich 7 0 bis 100 Fl u g z e u g e , - L _ ..1 * ______ Wolfen-

Die Beisetzung der 28 Toten des deutschen Küstenwachtschiffes.

Würdige Trauerfeier in Stege auf der Insel Möen.

Kopenhagen, 29. Okt. (Europapreß.) 28 deut­sche Seeleute, die in Ausübung ihrer Pflicht auf dem deutschen KüstenwachtschifsEste 701" ihr Leben lassen mußten, sind auf dem kleinen Friedhof in Stege auf der dänischen Ostseeinsel Möen zur letzten Ruhe gebettet worden. An der Beisetzung nahmen teil der deutsche Gesandte in Kopenhagen, von Renthe-Fink, der Marineattachö, Kapi­tän zur See Henning, Vertreter der Landes- gruppe der NSDAP, sowie der deutschen Kolonie und der dänischen Wehrministerien. Eine Ehren­kompanie der dänischen Marine erwies den toten deutschen Kameraden die letzte Ehre. Viele dänische Militärvereinigungen hatten Fahnenabordnungen entsandt. Der Zustrom der Bevölkerung nach Stege war so stark, oaß die Fähren zwischen der Insel Möen und Seeland stets voll besetzt waren.

Die Begräbnisfeier nahm ihren Anfang in der alten gotischen Kirche der Stadt, in der die 28 weihen Särge mit Blumen und Kränzen geschmückt aufgebahrt waren. Jeder Sarg trug den Namen des Gefallenen, und über jedem Namen lag ein Blumenstrauß. In der Kirche sprachen Pastor Hausen und Superintendent G ö r n a n d t, der Prediger der deutschen St.-Petrusgemeinde in Ko­penhagen. Dann wurden die Särge von der Ehren­kompanie aus der Kirche getragen und zum Fried­hof gebracht, wo die 28 deutschen Männer in einem mit Tannengrün ausgeschlagenen Grab beigesetzt wurden. Am Grab sah man auch vier der lieber»

lebenden derEste 701", die bereits das Kranken­haus verlassen dursten, während der fünfte noch das Bett hüten muß.

An der Trauerfeier nahmen auch die däni­schen Flieger teil, die unter Einsatz ihres Le­bens die Rettung der deutschen Matro- s e n durchgeführt hatten. Sie trugen das Verdienst­kreuz, welches ihnen der König für diese Tat per­sönlich überreicht hatte. König Christian X. und Königin Alexandrine hatten einen großen Lorbeerkranx mit weißen und roten Blumen ge­sandt. Der Kranz trug die schlichte Aufschrift:Der König und die Königin." Unter den weiteren Kranz­spenden fiel eine des Großadmirals Dr. h. c. Rae- d e r auf. Die Achtung und Ehrerbietung, die die dänische Bevölkerung der deutschen Marine zollt, ging aus den unzähligen Kranzspenden hervor, die von amtlichen und privaten Organisationen geschickt worden waren. Ueber dem Grab auf dem Ehren­platz des Friedhofes wölbt sich nun ein Hügel von Blumen und Kränzen, Beweise größter Ehrerbie- tung für die junge deutsche Kriegsmarine.

Ehe die Trauernden auseinandergingen, nahm der deutsche Gesandte Gelegenheit, im Namen der Reichs­regierung den dänischen Fliegern und Fischern für ihren Einsatz bei der Rettung der Ueberlebenden und der Bevölkerung von Stege, darunter den Aerzten und Schwestern des Städtischen Krankenhauses, für ihre Liebesdienste an den Toten und an den gerette­ten deutschen Seeleuten zu danken.

Englands Außenhandel praktisch zum Stillstand gekommen. Bewegte Klagen englischer Zeitungen. - -.Deutschland dagegen verstärkt seine Ausfuhr."

Amsterdam, 27. Okt. (DNB.) Der internatio­nale Wert des Pfundes ist gefallen und die Preise steigen - - unser Auhenhande ist prak­tisch zum Stillstand gekommen, so klagt heute der Daily Her ald" in einem längeren Artikel über"Öen gewaltigen Rückgang des britischen Aus­fuhrhandels. Die Frage des Wiederaufbaues des Geschäfts- und Privatlebens der englischen Nation, heißt es dann weiter, finde in England Diel Be- acktung. Das wirkliche Problem jedoch, das der Finanzierung d i e s e s K r i e g e s , harre noch der Lösung. Der Krieg habe die bnttsche Na­tion bisher bereits mehr als ? Millionen Pfund pro Tag gekostet. Das Kriegsbudget se^ offenbar weiter nichts als ein Mittel, um ein Loch zuzustopfen. Lebenswichtige Entscheidungen mußten aber erst noch gefaßt werden Die flüssigen Au s- londsauthaben Großbritanniens beliefen sich chötzungsw-il- auf 1.172 Milliarden Pfund. Wolle England jedoch Rohstoffe ankaufen, so müsse es ent­weder dieses Kapital anbrechen oder W a r en a u s- führen. Der britische Ausfuhrhandel sei aber seit Ausbruch des Krieges praktisch. Z um & 11II ft an ^kommen, und man habe noch fernen umfassenden Ißlan ausgearbeitet, um ihn Mieder zu beleben. Anderseits müsse England aber unbedingt Waren «portieren, da sonst die Steuerlast des einzelnen "Ä" SndÄ" WM der (unlieben Versicherungen des Handelsmmifters und des^ Munitionsministers habe der britische Auß!! . , v < fritiirfies Stadium er-

Acht Di- verschiedenen Versprechungen seien nicht ln d e Tat umg-s-tzt. Die Beschränkungen dl- den gesamten Außenhandel Großbritanm-ns h-mmt-n 'ä-n -in- Legion. E- besteh- werter di- Gefahr.

daß England feine alten Absatzmärkte verliere. So z. B. habe England Eisenbahn^ material an verschiedene Länder geliefert. Jetzt aber kämen Südafrika und Südamerika sowie auch andere Länder, die gleichfalls einen großen Außen- handel in diesen Dingen gehabt hätten, in die alten britischen Märkte.Financial News" muß dann schließlich zugeben, daß viele der gegenwärtigen Schwierigkeiten, denen der britische Ausfuhrhandel i-nterroorfen sei, nicht so schnell behoben werden könnten, denn der n o r m a le Schiffsver­kehr habe infolge des Krieges, der Einstellung der Nachtarbeit in den Docks und Warenhäusern als Folge der Verdunkelung zu be stehen auf­gehört. Die Versendung von Waren sei ferner auch durch Einschränkungen im Eisenbahn- und Straßenverkehr stark behindert. Deutschland dagegen, so schließt das Blatt seinen Klageruf, verstärke feinen Ausfuhrhandel vor allem nach den neutralen Nachbar­ländern, und die Bereinigten (Staaten seien in Südamerika sehr aktiv. Dasselbe gelte von der japanischen Ausfuhr nach China und dem Fernen Osten, und der i t a l i e - Nischen nach den Balkan- und Mittelmeerländern.

Mißstimmung gegen die englische BegierungS-Bürokratie.

London, 29. Okt. (Europapreß.) Die englische Sonntagspresse deutet an, daß die Regierung in der kommenden Woche im Parlament mit scharfen Angriffen auf ihre Handhabung der Heimatfront rechnen muß. DerObserver" schreibt, daß eine von Tag zu Tag wachsende Zahl von Abgeordneten das Empfinden habe, daß die Kriegsanstrengungen

M dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Die Tatkraft ihres kommandierenden Generals riß die Panzertruppen tu höchsten Leistungen hin.

..D-rlin, 29. Okt. (DNB.)Wo die Panzer sind ist immer vorn. Die Danzer sind die Waffen des Angriffes schlechthin. Wo immer auf zukünftigen Schlachtfeldern um den Sieg gerungen wird, werden Panzertruppen eine ent­scheidende Rolle spielen. Von der richtigen Bewer- tung ihrer Leistungsfähigkeit, der sachgemäßen Aus­wahl des Geländes, der sorgsamen Berücksichtigung aller der Ueberraschung zuträglichen Umstände, dem Zusammenfassen der Kraft im entscheidenden Raum, mögen hinfort Sieg oder Niederlage abhängen."

Mit diesen Worten hatte bej Inspekteur der Schnellen Truppen, General der Panzertruppen, Guderian, vor Jahresfrist die Grundlagen des Panzerangriffes gekennzeichnet. Im polnischen Feldzug waren die weitreichenden Erfolge seines Panzerkorps vornehmlich der Tatkraft ihres kommandierenden Generals zu verdan- ken. Die bisher nur bei Friedensübungen erprobte Führung starker, auf engem Raum und auf schlech­tsten. Wegen zusammengedrängter motorisierter Verbände wurde von General Guderian unter dem vollen rücksichtslosen Einsatz seiner Person ge­meistert.

Die Erzwingung des Ueberganges über die Brahe im Korridor, die Vernichtung von drei polnischen Divisionen und einer Kavalleriebrigade ostwärts der Brahe war mit das Verdienst des stets im Brennpunkt der Kämpfe stehenden Generals, dessen eiserner Wille sich der ihm unterstellten Truppe mitteilte und sie zu höchstem Einsatz be­geisterte. Mit seinem Panzerkorps war er beteiligt an der Einschließung der Polen in der Tucheler Heide. Pommern, Hamburger, Bran­denburger, Ostmärker, Württemberaer und Thü­ringer standen unter seinem Befehl und wett­eiferten im Angriff gegen die Polen.

In schnellem Vormarsch stieß das Panzerkorps an die Weichsel, an den Narew durch, wo schwerste Kämpfe bei W i c n a zu bestehen waren. In mehr als einer kritischen Lage brachte der Ge- neral Guderian, immer im entscheidenden Augen­blick bei seinen vordersten Truppen, den Angriff wieder in Fluß. Die Erfolge bei Zarnbrow und die rasche Wegnahme von Brest-Litowsk waren wesentlich das Verdienst seiner Führung und

dcr Tapferkeit seiner Truppen.Wo die Panzer sind, ist immer vorn!"

Das Geschick hat es gefügt, daß General Gude­rian, der am 17. 6. 1888 in Culm (Weichsel) ge­boren wurde, zum Befreier seiner Heimat wurde. 1907 trat er aus dem Kadettenkorps als Fähnrich in das Iägerbataillon 10 ein. 1914 zur Kriegsakademie kommandiert, wurde er während

General der Infanterie Hoth trägt das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes für seine besonderen Verdienste im polnischen Feldzua, insbesondere für seinen persönlichen Einsatz in derVernichtunas- schlacht b e i Radom. Dem vom General der Infanterie Hoth geführten Korps war die Aufgabe gestellt, die Südflanke der Armee des General­obersten von Reichenau gegen starke polnische Kräfte im Raum von Krakau zu decken. Die Ent­wicklung der Lage stellte General Hoth wiederholt vor oerantwortungsschwere selb st ä n dige Entschlüsse. Als sich die Gefahr abzeich­nete, daß es den vor der Mitte der Armee zurück- weichenden polnischen Divisionen gelang, über die Weichsel zu entkommen, stieß General der Infan­terie Hoth mit seinem Korps ohne Rücksicht auf die starke Bedrohung der eigenen Flanke weit in Richtung Radom vor. Außerordentliche Marschleistungen mußte er von der Inippe ver­langen. Am 7. September standen seine Divisionen noch mit feindlichen Nachhuten an der Lysa Gora im Kampf. General Hoth entschloß sich, starke Teile aus dem Frontalangriff herauszulösen, um sie meist in den Rücken des Feindes zu führen.

Der in dem General lebendige Wille nach vor­wärts übertrug sich auf feine Truppe. Trotz größ­ter Anstrengungen .stand das Korps am 8. und 9. September mit feinen Hauptkräften südost­wärts Radom mit dem Rücken zur Weichsel. Im Fieseler Storch erkundete General Hoth persönlich, flog von einer Stelle der

des Weltkrieges in Front- und Generalstabsstellun­gen verwendet. Im Zuge des Wiederaufbaues der Wehrmacht erfolgte 1936 feine Beförderung zum Generalmajor und 1938 zum Generalleutnant, gleichzeitig mit der Cernennung zum Kommandie­renden General des Kommandos der Panzertrup­pen In feiner letzten Friedensstellung war General Guderian Chef der Schnellen Truppen

vorderen Linie zur anderen, stets das operative Ziel vor Augen. So gelang der kühne Entschluß, die Polen in das für sie taktisch ungünstigste Ge­lände zu manövrieren und dort die Angriffe der volnischen Divisionen, die nach den Weichselorücken durchbrechen wollten, abzuschlagen. Dank des per­sönlichen Eingreifens des Kommandierenden Gene­rals, dem Verständnis seiner Unterführer und der Tapferkeit der Truppe brachen alle Durch­bruchsversuche zusammen. Es ist ein Be­weis für die schweren Kämpfe, die das Korps xu bestehen hatte, daß fast alle höheren Stäbe mit dem Gewehr in der Hand im Kampf standen. Als Führer feiner Truppe verlangte Gene­ral der Infanterie Hoth von feinen Soldaten das, was er stets selbst zu tun bereit war. Am Abend des 9. September war d i e Widerstands­kraft des Gegners erschöpft, und in der Nacht zum 10. September tarnen die polnischen Truppen in hellen Scharen aus den Wäldern waf­fenlos hervor und ergaben sich den Siegern. Die Gefangenenzahl übertraf die Gefechtsstärke des Korps um ein Vielfaches.

In Neuruppin 1885 geboren, trat General der Infanterie Hoth aus dem Kadettenkorps als Fähn­rich in das Infanterie-Regiment 72 ein. Im Welt­krieg erwarb er sich den Hausorden von Hohen- zollern. In der neuen Wehrmacht wurde er 1938 3um General der Infanterie befördert und zum Kommandierenden General eines Armeekorps er­nannt.

3m Fieseler Storch die vordersie Linie erkundet.

Alle polnischen Ourchbruchsversuche bei Radom vereitelt.

der Nation durch eine ausgebreitete bürokratische Methode zunichtege - macht zu werden drohten. Besonders die Hand­habung der staatlichen Kontrolle einer großen An­zahl von Rohstoffen und Warengattungen durch die Regierungsbürokratie solltiefe und wachsende Entrüstung" Hervorrufen. Im Unterhaus regt sich auch Mißstimmung gegen das Bestreben der Regie­rung, sich immer mehr diktatorische Voll­machten geben zu lassen.

Gnadenerlaß des Führers für Beamte.

Berlin. 28. Okt. (DNB.) Nach den Gnaden­erlassen für die Wehrmacht und für die Zivilbe­völkerung wird nun durch einen Gnadenerlaß des Führes auch Beamten und Ruhestandsbeamten die sich eines Dien st vergehens schuldig gemacht gaben, in ^wissen Grenzen Straffreiheit gewährt. Kleinere Dienststrafen werden nicht mehr verhängt und vollstreckt. (Eingeleitete Verfahren können, wenn die Höchststrafen nicht zu erwarten sind, eingestellt werden.

Arbeitstagung der Reichsjugendführung.

Berlin, 28. Oktober. (DNB.) In Potsdam fand eine Arbeitstagung der für die politische Aus­richtung der deutschen Jugend verantwortlichen HI.- Führer und BDM.-Führerinnen unter der Leitung des Chefs der Befehlsstelle III der Reichsjugend­führung, Hauptbannführer Kaufmann, statt. Es sprachen Stabsführer Lauterbacher der Leiter des Rassenpol'itischen Amtes der NSDAP., Reichs­hauptamtsleiter Dr. Groß, Reichsobmann Beh­rens vom Reichsnährstand, Reichsamtsleiter R a e t h e r vom Amt Film der Reichspropaganda- leitnng der NSDAP., Oberst Friesner vom Oberkommando der Wehrmacht, der Berliner Gau­propagandaleiter Wächter, Staatssekretär Dr. Syrup und als Höhepunkt der Tagung, Reichs­fugendführer Baldur von Schirach. Einer kul­turellen Veranstaltung verliehen die Pianifttn Frau E l l y Ney und die Dichterin Agnes Miegel eine besondere Note.

Beschlagnahme von Waren in den besetzten Gebieten.

Berlin, 28. Okt. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres hat am 5. Oktober eine Verordnung über die Beschlagnahme in den besetzten ehemals polnischen Gebieten erlassen. Danach ist die Veräußerung und der Erwerb von Waren mit Ausnahme der zur Deckung des täg­lichen Bedarfs der Bevölkerung und für Ingang­haltung der Betriebe erforderlichen Mengen in diesen Gebieten verboten und unter Strafe gestellt. Unter die Beschlagnahme fallen alle landwirtschaft­lichen Produkte, die überwiegende Zahl der geroerb- lichen Rohstoffe und Halbfabrikate sowie eine Reihe industrieller Erzeugnisse. Der Versuch, aus den be­setzten ehemals polnischen Gebieten Waren auf- 3 u f a u f e n, ist daher von vornherein zwecklos, zumal die Einreise in diese Gebiete aleichfalls verboten ist und Ausnahmen zum Kauf von Waren keinesfalls -ugelasfen werden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro* vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschem. An- Xeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den In­halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Der- laa: Brühlsche UniDerfitätsbrmferei, R. Lange, K-G? sämttich in Gießen. Monatsbezugspreis 2 05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu- ftrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig