Einzelbild herunterladen

Die Achse hat Recht und Macht aus ihrer Seite." Italien zur Lage. - König Viktor Emanuel nach Rom zurückgekehrt.

ausgegeben. Soweit es sich bei der Deckung des Kohlenbedarfs um Zentralheizungsanlagen handelt, sind die Kohlenabschnitte des Bezugsscheins von allen beteiligten Familien an denjenigen auszu­händigen, der mit der Beschaffung der Kohlen für die Zentralheizung beauftragt ist; jedoch sind die einzelnen Familien berechtigt, ein Drittel der auf ihren Anteil entfallenden Menge für sich zurück­zubehalten, damit sie den für Waschen und Kochen erforderlichen Vorrat haben.

Ein Lustschutzmerkblatt für die Bevölkerung.

Be r l i n , 28. August. (DNB.) Auf Anordnung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe wird in diesen Tagen durch die Amts­träger des Reichsluftschutzbundes ein Luftschutzmerk­blatt für die Bevölkerung verteilt, das die w i ch - tigftenAnweisungenüberdasDerhal- ten der Bevölkerung nach Aufruf des Luft­schutzes, bei Fliegeralarm und nach der Entwarnung kurz zufammenfaßt.

Für diejenigen Volksgenossen, diebereitseine Ausbildung im Selbstschutz durch den Reichs­luftschutzbund erhalten haben, stellt das Merkblatt eine willkommene Wiederholung des Gelernten dar. Für alle anderen, die bisher noch nicht ausgebildet sind, ist es ein wertvoller Ratgeber, wie man im j)aufe und auf der Straße dem Gefahren eines Luftangriffes vorbeugt und wie man eingetretene Schäden zu beseitigen hat. Es liegt im eigenen In­teresse eines jeden, das Merkblatt sorgfältig durchzulesen und sich die Vorschriften genau einzuprägen. Wie schon in der Überschrift des Merk­blattes angegeben, ist dieses auf Pappe auf­zukleben und in der Wohnung an gut sicht­barer Stelle aufzuhängen.

Für

Volk und Vaterland gefallen.

Die Beisetzung

des Danziger SA.-Manns Wessel.

Danzig, 28. Aug. (DNB.) Unter starker Be­teiligung der Danziger Bevölkerung fand auf dem Garnisonfriedhof in Danzig die Beisetzung des von polnischen Grenzsoldaten auf Danziger Boden meuchlings erschossenen SA.-Mannes und Schützen der Landespolizei Wessel statt. Unter den Trauer­gästen sah man Gauleiter Forster, den Kom­mandeur der Danziger Landespolizei, General Eberhardt, den Reichsminister Seyß-Jn- q u a r t, Senatspräsident Greiser, Vertreter der SA.-Gruppe Ostland, der SA.-Brigade West, der Zollbehörden sowie viele Vertreter von Partei und Staat. Dor dem Grabe sprachen Oberstleutnant Braune, der Führer der 10. Kompanie, der Jo­seph Wessel als Schütze der Landespolizei ange­hörte und Standartenführer S t a e g , der Führer der SA.-Standarte 128, der der Gefallene als SA.- Mann angehört hatte. Am Dienstag wird der SA.- Mann Rusch, der ebenfalls am Freitag an der Danzig-polnischen Grenze bei Zoppot durch pol­nische Kugeln sein Leben lassen mußte, auf dem Fkiedhof in Bohnsack beigesetzt werden.

Unverminderte Terrorwelle gegen alles Deutsche.

Posen, 28. Aug. (DNB.) Der polnische Terror gegen Volksdeutsche und auch gegen Reichsdeutsche, die noch in Polen sind, ist schlimmer denn je. In Pommerellen wurden in den letzten Tagen unab­lässig Volksdeutsche verhaftet. Auch der reichsdeutsche Pfarrer Tietz e im Kreise Kulm ist in Haft ge­nommen worden. Das polnische Militär terrorisiert die Volksdeutschen, wo es sie antrifft. So überfielen polnische Soldaten die Gastwirtschaft des Volks­deutschen Goltz in Moritzfeld in Pommerellen und raubten alle Vorräte an Alkohol, Tabak- roaren und Lebensmittelst. Goltz und anderen Deut­schen gelang es, sich durch die Flucht weiteren Mißhandlungen zu entziehen. In Kolmar im Nord­westen der Provinz. Posen wurden bei Ausschrei­tungen polnischen Militärs zwei Volks­deutsche schwer verletzt. Zahlreiche früher verhaftete Volksdeutsche, darunter die Landbund- f.ührer Obuch, Schulz und Bachmann werden seit Monaten durch alle möglichen Gefängnisse geschleppt und befinden sich jetzt anscheinend im Inneren Polens. Im Kattowitzer Lazarett ist der deutsche Gastwirt Schön aus Tarnowitz seinen schweren Verletzungen, die die Polen ihm anläßlich seiner Verhaftung beigebracht hatten, erlegen. Schön mar festgenommen worden, weil in seinem Kleider­schrank eine Schützenuniform gefunden worden war. In Neutomischl wurde ein junger Ukrainer, der sich weigerte, über ukrainische Organisationen Auskunft zu geben, vom polnischen Militär zu Tode gefoltert. Im Orte Löwin (Wojewod­schaft Posen) wurden die Polen aufgefordert, deutsche Gehöfte anzuzünden. In Neu­tomischl ist der Haupthetzer gegen Volksdeutsche der Lehrer der dortigen polnischen Schule.

Der polnische Feind in Prag erkannt.

Die Tschechen mit dem deutschen Bott Seite an Seite.

. P r a g, 29. Aug. (DNB.)Vecer" stellt fest, daß das Großdeutsche Reich das gemeinsame He im der Deutschen und Tschechen im Pro­tektorat sei. Die Geschichte zeige, so sagt das Blatt weiter, daß entsprechend der historischen Ent­wicklung die Sicherheit und die Stabilität in Mittel­europa um so größer gewesen sei, je enger die Zu­sammenarbeit der beiden Völker in diesem Raume sich gestaltet habe. Die Tschechen stünden, wie so oft, wieder in einer Reihe mit dem deut­schen Volke und niemand könne diese Reihe verlassen Wie die Slowaken, müßten auch die Tschechen ihr wahres Verhältnis zu den Palen erkennen. Diese hätten zwar oft von slowa­kischen Gedanken geredet, nie aber danach gehan­delt. Unvergessen bleibe, daß die Warschauer Re- aierung die Ukrainer und die ausgehungerten Weißrussen tyrannisiere und tschechische Kolonisten in Polen entnationalisiere. Seit 1938 habe die polnisch-tschechische Feindschaft unerhörte Formen angenommen. Die Tschechen seien vertrieben und ihr Eigentum gestoh- l e n worden. Es wäre verrückt, wenn heute jemand den Polen glauben würde.

Die tschechischen Ziele seien heute mit dem Groß- deutschen Reich identisch. Die einfachste Rücksicht-

Ma il and, 28. August. (Europapreß.) Der König und Kaiser hat seinen Sommersitz in San Anna di Valdieri in Piemont verlassen, um nach Rom zurückzukehren. Vor dem Palast des Duce auf der Piazza Venezia hielt sich wah­rend des ganzen Sonntagabends eine große Menschenmenge auf, die immer wieder be­geisterte Hochrufe auf den Duce ausbrachte. Mussolini erschien auch auf dem historischen Bal­kon und zeigte sich der Menge, der er für die Hul­digung mit dem faschistischen Gruß dankte.

In den römischen Blättern finden die aus Dan­zig und Warschau kommenden Nachrichten über ständige neue Mobilmachungsmaßnahmen und Truppenverschiebungen in Polen, besonders im Kor­ridor, starke Beachtung. Die Blätter verweisen da­bei darauf, es fei aus der Presse der Westmächte ersichtlich, daß die Regierungen in London und Paris auch weiterhin die Entscheidung über Krieg und Frieden den Polen überließen, deren überreizte Nerven und chauvinistische Uebechitzung auch nach italienischer Auffassung eine Gefah­renquelle darstellten.

DerCorriere della Sera" schreibt zur Lage, die englisch-französische Haltung trägt d i e Verant-

Berlin, 28. Aug. (DNB.) Der Führer hat die 2 5jährige Wiederkehr der Schlacht von Tannenberg zum Anlaß genommen, um eine große Zahl verdienter Frontkämpfer des Weltkrieges besonders zu ehren. Im Vordergrund steht dabei die Beförderung derjenigen tapferen Kämpfer aller Dienstgrade, welche im Weltkriege durch die Verleihung der höch­sten Kriegsauszeichnungen geehrt wur­den, diedasReich unddieLänder verliehen haben. Aus dem Kreis der Frontkämpfer, welche zur Zeit ihrer Auszeichnung dem Unteroffiziers­oder Mannschaftsstande angehörten, sind es vor allem die Träger des Goldenen Mili­tär v e r d i e n st k r e u z e s , das als der Pour le Merite des deutschen Unteroffiziers bekannt ist, fer­ner die Inhaber der österreichischen Golde­nen Ta p f e r k e i t s m e d a i l l e, der beiden Bayerischen Tapferkeitsmedaillen, der Gol­denen Medaille zum Sächsischen Mil.-St.- Heinrichs-Orden, der Württembergl- s ch e n Goldenen Militärverdienstmedaille und der Badischen Mil.-Karl-Friedrich-Verdienstmedaille. Emer stattlichen Anzahl dieser höchst ausgezeichneten Kämpfer hat der Führer, soweit sie noch dem Unter­offiziers- oder Mannschaftsstand anqehören, den Charakter als Leutnant der Landwehr a. D. verliehen. Voraussetzung hierfür war jedoch, daß sie, abgesehen von den Inhabern der österrei­chischen Goldenen Tapferkeitsmedaille, neben der höchsten Kriegsauszeichnung auch im Besitz des Eisernen Kreuzes Erster Klasse waren.

Ferner erhalten sämtliche Inhaber der höchsten Kriegsauszeichnungen des Reiches und der Länder einschl. des österreichischen Mil.-Maria-Tberesien- Ordens und der österreichischen Tapferkeitsmedaille

nähme auf die eigenen tschechischen Interessen ver­lange heute die aufrichtig st eZus a-m men? arbeit mit Deutschland, das sich um eine wirkliche Ordnung der mitteleuropäischen Dinge be­mühe. Polen trete heute als Friedensbre­ch e r auf, als Brandherd der Unruhe und als Feind riedlicher Zusammenarbeit. Deshalb könnten die Tschechen weder mti dem Vorgehen der polnischen Regierung noch mit der Haltung der polnischen Öffentlichkeit sympathisieren. Im Streben um die Bereitung der mitteleuropäischen Beziehungen müß­ten die Tschechen treu an der Seite des deutschen Volkes stehen.

Oer Regierungswechsel in Japan.

Tokio, 28. Aug. (Europapreß.) Nach dem schon gemeldeten Rücktritt des Kabinetts Hira- n u m a nimmt man an, daß General Nouyuki die neue Regierung bilden wird. Vom Heer ist als Kriegsmini ft er der Befehlshaber der Kwan- tungarmee, Generalleutnant Ifogai, von der Ma­rine als M a r i n e m i n i ft e r Vizeadmiral Y o - shida vorgeschlagen worden. General Nouyuki war bis 1936 Mitglied des Obersten Kriegsrates.

Zur politischen Lage.

Di? französische Nachrichtenagentur Havas bringt wieder eine typische Lügenmeldung. Sie behauptet, eine Reihe von französischen F i s ch- ku-ttern in der Nordsee sei von deut­schen Kriegsschiffen untersucht worden. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, ist diese Meldung frei erfunden.

Die fr a n z ö s i s ch e Presse hat nunmehr den Wortlaut des Briefes des Führers an den französischen Ministerpräsidenten D a l a d i e r veröffentlicht.

In ganz Frankreich, Algerien und den Ko­lonien ist die Presse - und Filmzensur ein­geführt worden.

Die Rheingrenze zwischen Frankreick» und Deutschland ist heute von den französischen Behör­den geschlossen worden. Der letzte Zug über die Kehlbrücke hat Montag morgen die Grenze passiert.

Nach einer United-Preß-Meldung aus Dieppe bestätigten die dortigen Hafenbehörden, daß b i s jetzt 5000 Mann britische Truppen in Nordfrankreich angekommen sind. Sie bestän­den angeblich vor allem aus Kolonial- und Marineeinheiten, die auf dem Wege zum Mittelmeer feien und nicht in Frankreich bleiben würden.

Der schweizerische Bundesrat erließ eine B e - zugs sperre einzelner Nahrungsmit­tel für eine Dauer, die ausreicht, um die defini­tive Rationalisierung in Kraft zu setzen. Ferner er­liefe er die provisorische Rationalisierung von Kraft - und Brenn st offen, um einen mög»

wortung für die .gefährliche Halsstarrigkeit der Polen. Italien begreife den deutschen Standpunkt vollkommen. Abgesehen von der pflichtmäfeigen So­lidarität der Achse sei es klar, daß das Schicksal von Danzig von der Bevölkerung Danzigs selbst entschieden werden müsse, die gewalt­same Trennung Oftpreufeens vom übrigen Deutlch- lnnd sei ein Widersinn. Es sei deshalb logisch, wenn Hitler entschlossen sei, diesen letzten dürren Zweig vom Baume von Versailles abzuschneiden. Zum Schluß sagt das Blatt:Wir bleiben mit der gleichen Ruhe der letzten Tage zu jeder Be­mühung für d e n Frieden bereit, wie wir z u jedem Opfer für den Krieg und Sieg bereit sind. Die Achse hat das Recht und die Macht auf ihrer Seite."

Gazzetta del Popolo" gibt der Hoffnung Aus­druck, daß die englische Antwort Adolf Hitlers nicht zum Aeußersten zwingen werde. Aller­dings sei der englisch-polnische Bundnispakt eine sehr schwere Bindung und gestatte England nur wenig Handlungsfreiheit. Trotz des Ernstes der Lage wache Rom und bemühe sich um eine Lösung des Konflikts auf diplomatischem Wege.

vom 1. 8. 1939 ab einen Ehrensold in Hohe von 20 RM. monatlich. Der Chrensold ist der gleiche für alle Inhaber der genannten Auszeichnungen. Ein Unterschied hinsichtlich des Dienstgrades, welchen der Beliehene zur Zeit der Verleihung der Auszeichnung bekleidete, ist nicht mehr gemacht. Die einzige Ausnahme bilden die­jenigen Orden, deren Inhaber schon jetzt einen höheren Ehrenso ld bezogen und diesen un­beschadet der Neuregelung beibehalten.

Frontkämpfer der Kriege nach 1870/71 einschl. der Teilnehmer am bosnischen Okkupations­feldzug 1878 und an der Niederwerfung des süd- dalmatinischen Aufstandes 1882 in den Reihen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Wehrmacht er­halten, soweit sie das 7 0. Lebensjahr voll­endet haben, oder künftig noch vollenden, von diesem Zeitpunkt ab auf Antrag einen 23 ete - ranensold von jährlich 120 RM.

Die sogenannte Schutztruppen zutage, welche den Angehörigen unserer kolonialen Schutz­truppen im Falle einer erlittenen Tropen- dienstbeschädigung zustand und deren Zah­lung nach dem Weltkriege zunächst ganz fortge­fallen und später nur in beschränktem Umfange wie­der aufgenommen worden war, wird vom 1. August dieses Jahres neu geregelt. Die Bezugsscheinbe­rechtigten erhalten künftig in einer der Länge ihrer Dienstzeit entsprechenden Abstufung 10 bis 20 RM. monatlich. Mit diesen Erlassen hat der Führer Ge­legenheit genommen, eine Anzahl besonders ver­dienter Weltkriegsteilnehmer zu ehren und die wirt­schaftliche Lage der alten und der in dem Schutz­truppendienst zu Schaden gekommenen Soldaten zu erleichtern.

lichst sparsamen Verbrauch der vorhandenen Vor­räte zu gewährleisten.

Zur Aufrechterhaltung der holländi­schen Neutralität mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln hat die Regierung den Befehl zur Mobilisation von Heer und Flotte ge­geben.

Die Niederländische Bank hat den Dis­ko n t s a tz mit sofortiger Wirkung von 2 auf 3 v. H. erhöht. Auch die übrigen Sätze sind um 1 v. H. heraufgesetzt worden. * *

Unter dem Vorsitz des ungarischen Reichsverwe- sers ist in Budapest der Ober ft e Landes- oerteibigungsrat zusammengetreten, um an­gesichts der gespannten europäischen Lage alles zu erörtern, was unter Umständen an militärischen Maßnahmen zum Schutze des Landes notwendig sein könnte.

Die englische Admiralität hat verfügt, daß bri­tische Schiffe bis auf weiteres nicht mehr das Mittelmeer anlaufen dürfen.

*

Der Seedienst Ostpreußen verkehrt mit den DampfernTannenberg",Kaiser",Odin" . glich zwischen Swinemünde und Pil - lau, ohne Zoppot an zu lausen. Abfahrt von Swinemünde 18.30 Uhr, von Pillau 12.30 Uhr, Ankunft in Pillau 10.15 Uhr, in Swinemünde 6 Uhr.

*

Der Sitzung des dänischen Kabinetts wohnte auch der aus Brüssel zurückgekehrte Außen­minister Dr. Munch bei, der Bericht über die Oslostaaten-Konferenz erstattete. Die Oslostaaten würden, teilte er mit, zur Wahrung der Neutralität in enger ständiger diplo­matischer Verbindung bleiben und ver­suchen, weitere einheitliche Regeln für die kleinen neutralen Staaten aufzustellen.

Das belgische Kabinett trat zu einer Sondersitzung zusammen. Ministerpräsident Pier- l o t legte dem Kabinett einen Gesetzesantraa vor, der dem König in Kriegszeiten Son­dervollmacht en erteilt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat der Witwe des verstorbenen Reichshauptstellenleiters in der Reichspressestelle der NSDAP, und Schriftleiters desVölkischen Be­obachters" Herbert Seehofer telegraphisch sein Beileid ausgesprochen. Weitere Beileidstelegramme übermittelten der Stellvertreter des Führers, Reichs­minister Dr. Goebbels, Reichsleiter Bormann und die Adjutanten des Führers.

*

Die Serie von Bombenexplosionen in Liverpool wurde am Montagvormittag fort­gesetzt. In einem Briefkasten explodierte eine Bombe, durch die außer dem Briefkasten auch zahl­reiche Fensterscheiben zerstört wurden. Im Zentrum der Stadt wurde gleichfalls ein Briefkasten mit dem

gesamten Inhalt durch eine Bombe vernichtet. Per. onen sind nicht zu Schaden gekommen.

Das am 1. Juni dieses Jahres in der Bucht von Liverpool gesunkene englische U-Boot Thetis" wurde bei einem am Montag vor­genommenen Hebungsversuch achteinhalb Meilen zum Lande hin geschleppt. An zuständiger Stelle wird erklärt, es seien noch a ch t oder neun weitere Hebungsoersuche notwendig, ehe das Boot bei Niedrigwasser an der Oberfläche erscheinen werde.

In Antwerpen, der größten Hafenstadt Bel- giens, kam es zu großen antisemitischen Kundgebungen. Dabei wurden verschiedene jüdische Geschäfte in der Pelikan-Straat zerstört und die Fensterscheiben der Synagoge eingeworfen. Die Polizei konnte der Kundgeber nicht Herr wer­den Die Rexisten-Partei bringt eine Sonderaus­gabe ihrer WochenschriftRex" heraus, die den unheilvollen Einfluß der Juden in Belgien schildert:

Aufklärungsgruppe Tannenvera-.

Berlin, 28. Aug. (DNB.) Bei der 25jährigen Wie- Verkehr des Tages von Tannenberg hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht einen Er­laß herausgegeben, in dem es heißt:Am siegreichen Verlauf der Schlacht bei Tannenberg haben die Aufklärungsflieger durch ihre Meldungen über den Vormarsch und den Verbleib der russischen Njemen- und Narew-Armee hervorragenden Anteil gehabt. Zur Erinnerung hieran befehle ich: Die Aufklärungsgruppe 10 führt fortan die Bezeich­nungAufklärungsgruppe Tannen- der g". Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaft ten der Gruppe tragen am rechten Aerrnelaufschlag ein Erinnerungsband mit der Aufschrift Tannenber g".

Neue bergsteigerische Glanzleistungen deutscher Gebirgsjäger.

Füssen, 29. August. (DNB. Funkspruch). Zu den in der letzten Zeit bekanntgewordenen alpinen Glanzleistungen von Gebirgsjägern hat sich eine neue hinzugesellt. Vier Gebirgsjäger Oberleut­nant Barth, Heeresbergführer Feldwebel K o l l- muß sowie die Gefreiten Strobel und Hei­dorn beförderten einen schweren Granat­werfer mit Munition im Gewicht von etwa 90 kg über die steile schon ohne Last schwer zu be­steigende Nordwand des Geisel st eins bei , Füssen, wobei 450 m Wand zu bewältigen waren. In einer reinen Klettertour von 14 Stunden wurde die mühevolle Arbeit geleistet. Der Anstieg erfolgte um fünf Uhr früh und um 19.30 Uhr war' der Gipfel erreicht.

Landesverräter hinoerichtet.

Berlin, 28. August. (DNB. Funkspruch.) Die Iu st izpresse stelle beim Volksgerichtshof gibt bekannt:

Der am 5. Juni 1939 vom Volksgericht wegen Landesverrat zum Tode und zu dauerndem Ehrver­lust verurteilte 20jährige Friedrich Sperzet aus Frankfurt a.2N.-Höchst ist heute hinge- r i ch t et worden. Der Verurteilte hatte schon ein­mal aus nichtigem Anlaß feinem Valerlande den Rucken gekehrt und war in die französische Fremdenlegion eingetreten. Obwohl er nach seiner Rückkehr nach Deutschland eindring­lich verwarnt und belehrt und ihm das Verlassen des Reichsgebietes ausdrücklich nnter- fagt worden war, begab er sich schon nach einem halben Iahr mit einem gestohlenen Paß erneut nach Frankreich. In Frankreich wurde er feslgenommen und dem Spionagedienst zu- geführt. Als er dort vor die Wahl gestellt wurde, entweder wieder in die Fremdenlegion elnzulrelen oder sich dem R a ch r i ch t e n d i e n sl zur Verfügung zu stellen, wenn er nicht wieder nach Deutschland abgeschoben werden wollte, er­klärte er sich zur Spionage gegen fein eigenes Volk bereit. Er reiste mit einem ge­fälschten Paß zur Ausspähung einer Anlage der Landesverteidigung nach Deutschland. Als er nach Ausführung seines Auftrages die Grenze heimlich wieder überschreiten wollte, um seinem Auftrag­geber Bericht zu erstatten, wurde er fest ge­nommen.

Kunst und Wissenschaft.

Probleme der Kinderheilkunde.

Die 47. Tagung der Deutschen Gesell- schäft für Kinderheilkunde vom 10. bis 13. September in Salzburg hat sich drei Haupt­themen gestellt: Der erste Tag gilt den Fragen der Lungenentzündung im Kindesalter, der zweite ist der Aussprache über das Vitamin C gewidmet, und am letzten Tage werden der Reichsgesundheitsführer Dr. C o n t i, der Reichssportführer vonTscham- mer und Osten und der Reichsjugendführer Bal­dur von Schirach über die körperliche Ertüchti­gung und die Leistungsfähigkeit des Kindes sprechen-

Wetterbericht

Die Wetterlage ist wenig verändert. In Deutsch' , land herrscht freundliches Wetter vor, doch kommt es morgens vielfach zu Dunst- oder Nebelbildung und örtlich auch zu gewittrigen Störungen. Eine durchgreifende Aenderung des frühhexbstlichen Wit­terungscharakters ist vorerst nicht zu erwarten.

Vorhersage für Mittwoch: Morgen- vielfach dunstig oder neblig, sonst heiter bis wolkig, östliche, meist gewittrige Niederschläge nicht au-g-' schlossen, warm und schwül, veränderliche Winde-

Lufttemperaturen am 28. August: mittags 18.'. Grad Celsius, abends 16,3 Grad; am 29. August morgens 13 Grad. Maximum 25,6 Grad, Minimum heute nacht 12,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. August: abends 21,8 Grad; am 29. August: morgens 18,5 Grad. Niederschlage 1,2 mm. Sonnenscheindauer 6,8 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriok. (z. Z. abwesend), i. 23.: Dr. Fr. W. Lange; für Stavi. Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst BlumscheiNl- für Sport Heinrich Ludwig Neuner (z. Z. abwesendl,, i. 23.: E. Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck vem antwortlich für den Inhalt der Anzeigen: W000- Kümmel. D. A. VII. 1939: 8855. Druck und «erlag-

Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, sämtlich in Gießen. Monatsbezuaspreis 2,05 JvJJ- einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der IW strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 19 P- und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 P'- mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. Septemven 1937 gültig.

Oes Führers Dank an die alten Soldaten.

Ehrensold und Eharakterverleihungen fürZnhaberhöchsterKriegsauSzeichnungen.DeteranensoldundTropenzulage.