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Berlin, 28. August (DNB.) Nachdem der verdienstvolle Leiter der Abteilung Volksgesundheit im Reichsministerium des Innern, Ministerialdirektor Dr. Gütt, infolge schwerer Erkrankung um seine Versetzung in den Ruhe st and gebeten hat, wurde vorn Führer auf Vorschlag des Reichsministers des Innern Dr. Frick Reichsgesundheits- führer Staatsrat Dr. Conti mit der zunächst kommissarischen Leitung des staatlichen Gesundheitswesens als S t a a t s s e k r e t ä r betraut. Bei seiner Einführung in sein neues Amt durch Reichsminister Dr. Frick gedachte dieser der großen Verdienste, bie sich der ausscheidende Ministerialdirektor Dr. (§ ü t t insbesondere auf dem Gebiet der Erb- und Rassenpflege und des Ausbaues der staatlichen Gesundheitspflege erworben hat, Verdienste, deren Würdigung zu gegebener Zeit sich der Führer selbst vorbehalten hat. Der Minister gab seiner Befriedigung Ausdruck, daß durch die Zusammenfassung der Aemter in der Person Dr. Contis die Einheitlichkeit von Partei und Staat auf dem wichtigen Gebiete der Volksgesundheit herbeigefuhrt werde.
Dr. Conti wurde 1900 als Sohn deutscher Eltern in der Schweiz geboren. Seine Schulzeit verbrachte Dr. Conti in Berlin, meldete sich 1918 als Freiwilliger zum Militärdienst, kam jedoch infolge
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Auf der JteifC/ in Gasthäusern und Krankenanstalten.
Die den Verbrauchern zugestellten Ausweiskarten berechtigen nur zum Bezug der bezugsscheinpflichtigen Lebensmittel innerhalb des Bezirks der unteren Verwaltungsbehörde, in der der Versorgungsberechtigte seinen Wohnsitz ober ständigen Aufenthalt hat. Die Gemeindebehörden sind ermächtigt, auf Reisen befindlichen Personen unter Berücksichtigung der Reisedauer und der festgesetzten Höchstmengen sowie Gasthäusern und Fremdenheimen für die Gesamtzahl der bei ihnen untergebrachten Personen Bescheinigungen auszustellen, die zum Bezüge der notwendigen Lebensmittel berechtigen. Die Angehörigen der Binnenschiffahrt sind als Reisende zu betrachten.
Krankenhäuser, Heilanstalten, Erziehungsanstalten, Wohlfahrtsanstalten, Gefangenenanstalten und ähnliche Einrichtungen können von den Gemeindebehörden einen Berechtigungsschein für die Gesamtzahl der während der letzten zwei Wochen regelmäßig von ihnen verpflegten Personen zum Bezüge von Lebensmitteln für die Dauer von zwei Wochen im Rahmen der festgesetzten Höchstmengen erhalten.
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2. Bettwäsche und sonstige Bettwaren Spinnstoff,
3. Haus-, Küchen- und andere 1 brauchstücher sowie Taschentücher,
4. Leibwäsche und Unterkleidung ; Art sowie Strümpfe und Socken,
5. Arbeits- und Berufskleidung Männer und Frauen,
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erteilen.
Welche Spinnstoffwaren sind bezugsscheinpflichtig?
Zu den Waren, die auf dem Spinnstoff gebiet zugs'scheinpflichtig sind, gehören:
1. Gewebe und Gewirke sowie Reste
Der Reichsbeauftragte für Lederwirtschaft stimmt, daß Leder an Schuhmacher und andere Werkstätten, die Schuhe ausbessern.
Die Gemeindebehörden sind weiterhin ermächtigt, an Gaststätten Bescheinigungen zum Bezüge bestimmter Lebensmittel zur Verabreichung einer einfachen Mahlzeit täglich
Bucht; aus dem Wind war aber Sturm geworden. Das Boot haute nur so, doch der Anker hielt. Am nächsten Morgen wehte es noch immer fo luftig — da war mir alles eins, und ich fuhr los, immer weiter nach Westen!"
„Erlauben Sie, westlich von Lagosta ist ja nur noch offenes Meer; hatten Sie Wasser mit, hatten Sie einen Kompaß?"
„Rein; ich hatte jetzt noch drei Melonen und einen Laib Brot. Ich segelte und segelte. Sozusagen ins Blaue. Die zweite Nacht war ernsthaft; allmählich hatte ich doch Durst bekommen, und einschlafen durfte ich auch nicht. Langsam wackelte die Mast- spitze zwischen den Sternen. Am dritten Tag war ich fast dumm vor Durst und Hitze. Ich hockte wie ein kranker Lämmergeier auf meiner Steuerpinne. Sehen Sie, da gab es so eine Viertelstunde, in ber ich umkehren wollte... Natürlich, das wäre der Tod gewesen. Gegen Abend kam Wind auf. Keine Sterne; ich hielt nur immer meinen Westkurs m großer Fahrt. Plötzlich sehe ich — als hätte man krischen Lichtern vor mir in der Ferne. Herrgott, die Küste! Und dann war's wieder weg. Wahrscheinlich eine Durstoision. dachte ich. Mein Kahn rauschte und zischte nur so durch die Dunkelheit. Aber auf einmal war das Nebeltuch wieder fort, und ich merkte — was? — das komischste auf der Welt: daß ich jetzt eben genau durch irgendeine schmale Hafeneinfahrt schoß! — Wie gezielt!... Ich lege also am Kai an, sitze da und denke mir, wo bin ich? Kommt ein Mann vorüber. „Hallo", rufe ich auf italienisch, „wo bin ich hier?" Da fing ber Mann zu schimpfen an. Er wollte nicht mein Narr sein! Er konnte fich's nicht denken, daß jemand hier in Barletta liegt und nicht weiß, daß das Barletta ist. Endlich holte er die Hafenpolizei. Die fragte mich zuerst, ob ich einen Mord begangen hätte, verstehen Sie: ob ich meinen Bootsgefährten ins Wasser gestoßen hätte! ,Nein', sagte ich, ,ich bin allein herübergekommen/ ,Wozu?' fragten sie. ,3um Spaß', sagte ich. ,216er jetzt gebt mir zu trinken!'
Am nächsten Tage gab der Pachtklub mir zu Ehren ein Diner. Die Sache wurde herumgefunkt; ich bekam einen Sportpreis von 10 000 Lire. Ich । telegraphierte meiner Frau, damit sie nicht mehr auf die Melonen wartete. Dann verkaufte ich mein Boot und dampfte fahrplanmäßig heim über Bari ' und Ragusa... ganz dick von geschmuggelter Seide. : Man mußte ihr doch was mitbringen."
[ Sehen Sie, das heißt Segeln in Korcula! Und - dabei hab ich seine Frau gekannt: drei Söhne hatte • sie und sah wie ein Engel aus, auf dalmatinisch, i Aber was, frage ich. was hilft das alles gegen i einen „vorzüglichen Mistral"?.
Einheitliche Gesundheitsführung
Reichsgesundheitsführer Dr. Eonti zum Staatssekretär im Innenministerium ernannt.
den von ihnen bestimmten Ausgabestellen mündlich beantragt werden. Hierbei ist der Beruf des Antragstellers und der Zweck, für den die Kraftstoffe Verwendung finden sollen, anzugeben.
Die Bezugsscheinpflicht gilt für Personenkrast. mögen — außer solchen mit Lieferanhängern und außer für Omnibusse — und Krafträder ab 1. September 1939, für alle übrigen Anlagen (einschl. Autobusse und Personenkraftwagen mit Lieferanhängern) ab 3. September 1939. Die Mineralölbezugsscheine und Tankausweiskarten werden nur für Kraftstoff verbrauchende Anlagen und Kraftfahrzeuge ausgegeben, deren Betrieb im allgemeinen Interesse liegt. Soweit Verbraucher Freistellungs- und Zuweisungs- b e s ch e i d e für Kraftfahrzeuge _ ober die Bescheinigung einer zuständigen Dienststelle über ihre Wichtigkeit oorlegen können, erfolgt die Ausgabe der Mineralölbezugsscheine und Tankausweiskarten ohne weiteres. In allen anderen Fällen hat die ausgebende Dienststelle die Wichtigkeit des Verbrauchers nach den ihr gegebenen Richtlinien z u überprüfen und selbstständig über den Antrag zu entscheiden.
Die Belieferung mit Seife.
Nach der gegenwärtigen Regelung erstrecken sich die Maßnahmen über die Belieferung mit Seife zunächst auf vier Wochen. Bis dahin dürften neue Anordnungen, die vielleicht auch gewisse Erleichterungen bringen, zu erwarten sein. Unzulässig ist nach den jetzigen Bestimmungen die Abgabe von Toilettenseife an die Verbraucher gegen die Abschnitte I und II des Bezugsscheins. Soweit bei der Versorgung Kinder unter zwei Jahren. Personen mit ansteckenden Krankheiten und berufsmäßige Krankenpfleger in Betracht kommen, können auf Antrag Bezugsscheine gegeben werden, die einen vermehrten Bezug von Toilettenseife, sowie von Seifenpulver und Waschmitteln ermöglichen. Für Gaststätten und Wäschereibetriebe gelten Sonder- bestimmungen.
Ausreichender Kohlenvorrat.
Die zur Verfügung stehende Kohlenmenge reicht vollkommen aus, um dem Bedarf der Bevölkerung in vollem Umfange genügen zu können. Für Koch- und Haushaltszwecke werden Kohlen auf den entsprechenden Abschnitt des Bezugsscheins verabreicht. Die Ausweiskarten werden bis zum 25. September von den Verteilungsftellen an die Bezugsberechtigen
gerlln, 28. Aug. (DMB.) Es wird nochmals da,auf hingewiesen, daß die Bezugsschein- pfllcht in 6 raft getreten ist. Die fraglichen Wren — wie bereits mehrfach bekanntgegeben tytrbe — dürfen also nur noch gegen Be- zvgsscheine an Verbraucher abge- g(ben werden. Bezugsscheine für Sptnn-
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Aus der Werkstatt Knut Hamsuns.
Heinrich Goebel erhielt als Ueberfefcer von Gedichten Knut Hamsuns vom Verfasser einen Brief, der uns wichtige Einblicke in die Werkstatt des nordischen Dichters tun läßt. In seinem Schreiben, das die „Neue R u n d s ch a u" veröffent- licht, bemerkt Hamsun: „Ein ganzer Teil von dem, was ich geschrieben habe, ist bei Nacht entstanden, wenn ich einige Stunden geschlafen habe und dann wach werde. Ich bin dann klardenkend und äußerst empfindsam. Ich habe immer Papier und Bleistift neben meinem Bett liegen, ich zünde kein Licht an, aber ich fange sogleich an, im Dunkeln zu schreiben, wenn ich fühle, daß etwas einströmt. Es ist mir zur Gewohnheit geworden, und es wird mir nicht schwer, meine Aufzeichnungen des Mor- gens zu entziffern. Ich möchte Ihnen nicht den Eindruck von etwas Mystischem bei dem Entstehen meiner Gedichte geben. Daß ich am besten im Dunkeln bei Nacht schreibe, ist eine Art — ober Unart, zu der ich wohl ursprünglich in mir in den Jahren den Grund legte, als ich kein Licht zum Anzünden besaß und mich, so gut es ging, behelfen mußte. Es ist nichts Mystisches und nichts .Geniales' dabei. Die wirklich großen Dichter haben wohl auch ihre eigne Methode, die von meiner verschieden ist, ich weiß es nicht. Im Sommer habe ich meine beste Zeit. Biele Gedichte entstehen, wenn ich auf dem Rücken im Walde liege. Ich versuche, van den Menschen und van allen Erinnerungen an das moderne Leben weit wegzukommen, ich versetze mich in die Tage meiner Kindheit, als ich noch die Tiere daheim hütete. Damals erwachte mein Naturgefühl — soweit ich ein solches habe —, ich lebte jedenfalls von meiner ersten Kindheit an auf Wiesen, im Walde und in den Bergen, und ich lernte alle Tiere und Vögel kennen, die seitdem meine guten Bekannten für das ganze Leben geblieben sind. Das Meer gehört auch mit in die Naturumgebungen, unter denen ich seit meinem vierten Jahre ausgewachsen bin. Meine Heimat lag am Westfjord, und dieser Fjord öffnet sich weit unmittelbar zum Atlantischen Ozean. Und darum sind die Berichte der Forscher und Entdeckungsre i s e n d en meine liebste Lektüre. Diese Leute können nicht so gewandt wie die Dichter von Beruf mit gewählten Adjektiven umspringen, darum sagen sie mir so sehr zu. Wenn ich manchmal Naturbeschreibungen in modernen Romanen lese, so erfüllt es mich mit Widerwillen, ich sehe ziemlich bald, daß es nur etwas angelernte Naturkenntnis ist, mit einiger Beobach, tung an Ort und Stelle vermischt, nicht das innerliche und heilige Einsgefühl mit Wald und Weiten."
des Ausbruches der Novemberrevolte nicht mehr ins Feld. Als nationaler Student beteiligte er sich an der Niederschlagung des Spartakusaufstandes und war 1920 Technischer Notheiser beim Kapp-Putsch. 1924 schloß er sein Medizinstudium durch die Promotion ab, ließ sich 1925 zunächst in München nie« der, um 1927 nach Berlin zurückzukehren. Hier trat er 1927 in die NSDAP, ein und wurde, nachdem er 1923 bereits SA.-Mann in Erlangen gewesen war, Organisator des Berliner S A. - S a n i t ä t s w e s e n s. Als erster SA.-Arzt der Reichshauptstadt betreute er u. a. auch Horst Wessel. Dr. Conti ist Gründer der Gauorganisation Berlin des NSD.-Aerztebundes. Minstterpräsident Göring berief Dr. Conti, der 1933 Mitglied des Preußischen Landtages wurde, nach dem Dienst als Arzt in der Partei und in der Berliner Stadtverwaltung im Februar 1933 zu ehrenamtlicher Tätigkeit ins Preußische Ministerium des Innern; wenige Monate später wurde er Ministerialrat und 1936 dann Stadtmedizinalrat der Reichshauptstadt. Im April 1939 ernannte der Führer Dr. Conti zum Leiter des Hauptamtes für Volksgesundheit (Reichs- gesundheitsführer) und zum Hauptdienstleiter der NSDAP., gleichzeitig auch zum Leiter des NSD.- Aerztebundes und Reichsärzteführer.
Jiiogen werden. Der zum Bezug von Milch be- fli-rmte Abschnitt berechtigt zumEmpfangfür ehe Woche, wobei der Versorgungsberechtigte di- Lieferung einer entsprechenden Tagesmenge louf end w äh r en d der ganzen Woche be- arpruefjen kann. Es ist gestattet, die für Kinder w ter 6 Jahren vorgesehene Zusatzmenge von q> Liter Milch und von 0,3 Liter für wer- i’nbc und stillende Mütter zunächst t: ne Bescheinigung der zuständigen Geir indebehörde zu liefern. Unabhängig davon muß jod) bei der Gemeindebehörde der Antrag auf gwährung der Zusatzmenge für Kinder und wer- dk de und stillende Mütter gestellt und die erforder- (ite Bescheinigung nach Erhalt unverzüglich bei Milchhändler ausgehändigt werden.
Die Verbraucher werden schließlich darauf hinge- öiifen, daß sie die Fette auf Grund der bis- hengen Eintragung in die Kundenliste bei ihren Hst) er i gen Lieferanten zu beziehen haben.
Dieser Mistral, dieser Atemzug Gottes, blast unvermindert bis Sonnenuntergang. Kommt er aber erst um zwölf, so wird er schon gegen fünf müde. Weht jedoch Sirokko, so wird die Landschaft silbrig- trübe, und das Leben freut einen nicht mehr. Dann segelt man am besten ins Cafä (ja, wirklich, denn hier liegt alles am Wasser) und trifft dort den dicken Herrn aus Prag, der mit seinem dicken Boot überhaupt nichts anderes tut, als von Cafe zu Cafe iU segeln. Meist unterhält man sich davon, daß man eine neue Insel entdeckt hat. Bei Sirokko aber pricht man am passendsten von den Moskitos. Daß sie stechen", sagt der Dicke, „dagegen habe ich ja nichts; bitte schön, ich gebe gern em paar Tropfen Blut ab, sollen sie auch haben.. . Aber daß sie dabei noch Gift einspritzen, das ist das ganz Perfide, das Unerklärliche — und dabei kratzt er heftig feine dritte Nacken-Etage. Wird es dunkler so spricht man von den Schakalew „Die trinken Meerwasser und heulen in den hinter- nächten, so ein Auswurf der Tierheit. . . aber gefährlich sind sie kaum." - „Sagen Sie das nicht , mischt fid) ein dritter ein, „vorigen Dezember ging ich nachts auf der Uferstraße nach Hause, stockdunkel. Aus einmal sehe ich rechts zwei grüne Augen bann noch zwei, bann immer mehr: vierzig Stück 'stauben lautlos ba und schauten mich an. Weglaufen? — Vor Schakalen kann man nicht roeglaufen. Kämpfen? Gegen vierzig Gebisse! Und ich hatte nicht einmal den Stock bei mir. Also griff ich noch den Streichhölzern, fing laut an flu schreien und ließ rennend ein angezundetes Hölzchen nach dem andern auf den Weg fallen Vor Feuer haben sie Respekt. Das hat mich gerettet... Erne Streichholzschachtel!"
Dieser Streichholzmann war aber ein Held. Jede Stadt hier braucht einen Helden — einen, von dem 6o n audi Ä"®'« 'Ä’Ä' 5* watz, und er begann, mit den Ellbogen auf ber Tischkante: z
Meine Frau schickte mich mit dem Boot zur Stadt. Fünf Melonen sollte ich kaufen zwei Laib Brot und in dreiviertel Stunden zuruck sein.„Doch auf der Rückfahrt war der Mistral so Vorzug ich, daß ich ein bißchen weiterfuhr durch die In ein nach Lumborda zur Weinernte Aber der Mistro war so großartig, daß ich m Lumbarda gar nicht erst anlegte, sondern weiter nach Westen fuhr, in Richtung auf Lagosta, das liegt 20 Kilometer draußen. In der Mitte wollte ich, umkehren, aber ber Mistral war immer noch vorzüglich. Uno schon I tz ich abenbs in Lagosta, in irgenbetner gottverlassenen
6. Str aßenbeklei düng für Männer, Frauen und Kinder (z. B. Anzüae, Mäntel, Kleiber, Röcke, Blusen, Kostüme, Umschlagtücher, Pullover, Strickjacken, Westen, Trainingsanzüge),
7. Strickgarne, Schlaf- und Reifebecken, Handschuhe, Halstücher und ähnl.
Für KinderbiszudreiJahrenist die Beschaffung von Kleidungs- und Wäschestücken nicht bezugs'scheinpflichtig. Ausdrücklich wird nach einmal darauf hingerviefen, daß kein Text'Mnzelhandels- geschäft die aufgeführten Waren ohne Vorlage eines Bezugsscheines aibgdben darf. Den Eirrzelhandelsge- fchäften ist in der Zwischenzeit eine ins einzelne gehende Liste der dezugsscheinpfliästigen Spinnstoff- roaren zugegangen. Die Frage ber Prüfung, inwieweit die Bezugsscheinpflicht gelockert werden farm, erfordert wegen des Umfanges des Spinnstoff geb ietes und der Vielzahl der einzelnen Waren gewisse Zeit und wird daher er st in einigen Tagen abgeschlossen fein.
Eine llebereignung von Spinnstoffwaren und Schuhwaren, die in Erfüllung eines Li e° ferungsvertrages erfolgt, ist auch ohne Bezugsschein wirksam, sofern mit ber Herstel- l u n g ber Ware bereits bei Inkrafttreten der Verordnung begonnen war. Das gilt also für Maßkleidung.
Leder zur Ausbesserung von Schuhwerk.
nur in genau vorgeschriebenen Mengen geliefert werden darf. Die Lieferung größerer Mengen ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Reichsstelle für Lederwirtschaft, Berlin, zulässig. Als monatliche Grundmenge gilt je ein Zwölftel der im Jahre 1938 g e I i e f e r = t e n Menge. Don dieser Grundmenge darf Unterleder in Höhe von 50 v. H. und anderes Leder in Höhe von 100 v. H. geliefert werden. Das verfügbare Leder soll von den Schuhmachern und anderen Werkstätten, die Schuhe ausbessern, bevorzugt zur Ausbesserung von orthopädischem Schuhwerk verwendet werden.
Die Anordnung regelt also die Belieferung der Schuhmacher und anderer Werkstätte, die Schuhe ausbessern, mit Leder, um eine gleichmäßige Versorgung der Schuhmacher und der Werkstätten zu gewährleisten. Die Anordnung sichert ferner, daß nur solche Schuhsohlen erneuert werden, die in der Lauffläche durch gelaufen sind, während andere lediglich ausgebessert werden dürfen. Die Anordnung gilt nicht für Aus- tauschwerkstoffe für Leder. Eine weitere Anordnung regelt die Herstellung von technischem Leder.
Vezugsscheinpflicht für Vergaserund Dieselkraftstoffe.
Um auch auf dem Treibstoffgebiet eine gerechte Verteilung der Vergaser- und Dieselkraftstoffmengen, die der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden, sicherzustellen, ist vom 1. September 1 939 ab für Personenkraftfa h r zeuge und vom 3. September 1 9 3 9 ab -für Nutzkraftfahrzeuge und sonstige Verbrauchsstellen die Abgabe von Vergaser- und Dieselkraftstoffen nur noch gegen Mineralölbezugsscheine und Tankausweiskarten der Reichsstoffe für Mineralöle zulässig. Die Tankaus- ' weiskarten sind zum Bezug von Vergaser- und Dieselkraftstoffen bei den Zapfstellen des öffentlichen Verkehrs, die Mineralölbezugsscheine zum Bezug von Gebinden bestimmt. Die Verteilung von Mine- ralölbezugsscheinen und Tankausweiskarten kann do m 3 0. August 1 939 ab bei den unteren Verwaltungsbehörden (Oberbürgermeistereien) und
Segeln in Korcula.
Von Sigismund von Radecki.
lichts ist schöner als das freie Meer, außer ein Ker voll Inseln. Eine Insel ist eine Einsamkeit; ob r ein ganzer Schwarm von Inseln, so ein Ge- br: nge von Einsiedlern, das ist, Verzeihung, das gemütlichste, was man sich denken kann! Hier muß n.m schwimmen, wenn man sich besuchen will, und oi-flid), in Korcula schwimmt olles: die Menschen, .'h Esel, die Katzen, die Schakale, ja sogar die Mshühner. Und sollte hier etwa ein Zentner Blei
Wasser geworfen werden, fo würde er unfehlbar >lleich zu paddeln anfangen, hier, in Korcula! . Fährt man mit dem Dampfer von Spalato nach p. gufa und an Korcula vorüber, so sagt man sich' hierher kommst du zurück, und hier bleibst du. Cmn es ist eine Meerlandschaft, wie man sie Dieb l?d)t geträumt hat, jedenfalls aber entzückt wieder- if-ennt Stellen Sie sich vor. Sie lebten in Goethes <"he: Sie könnten ja nicht anders. Sie müßten rmer wieder das Glück dieser Menschlichkeit, dieser ^islengröße fühlen. Und genau so ist die Meerenge ron Korcula das Genie unter den Landschaften: Wer stehen einem ungeheure Steingedanken und irbbene Aufschwünge der Natur vor Augen, be- cr-'Bt vorn lieblichsten Gegenüber des grünen Insel- Ihwarrnes — und das alles wird gespielt und pifijaufelt und umrauscht vom nimmermüden Meer.
ich hatte ein Schären-Segeln erwartet, wie etwa 41 Schweden ober Finnland. Aber dieses sind eben kafsische Schären; und daher ist alles klar, bestimmt irr gestaltet. Jeder Wind hat seinen Namen, fast hen jede Welle. Am Morgen ist alles glatt: Die 8e:gl)äupter gucken in das Glimmerglas des Äisresspiegels und kämmen sich die letzten Nebel <ii: den Pinien. Dann, um elf, kommt mit der Hinktlichkeit eines Bahnzuges der Mistral das Hier entlang geblasen. Das ist jedesmal etn Wehen N Aufrauschen wie die erste Liebe — wirklich: ie ganze Meerlandschaft wird unter dem Pneuma
Windes genial mit ihrem wilden Duft, ihren tfrrnben Zypressenzweigen unb ben Millionen llcuschwarzer Hohlwellen, bie ben Schaum zischend ii ber Sonne aufblitzen lassen. Sie sollen, sie Dben bie Meeresstraße hinunter. Unb plötzlich ließen bie geblähten lateinischen Segel hin und in übers Wasser — Besuch, Besuch! Sie gehören ri zur Freube unb neigen bie Wangen girier vilder an bie Wellen, als wollten sie bas Rauschen ist,er hören. Dann plätschert es rund um bie Stein« neuern von Korcula, unb bie großen Weinbarken osn knarrend ben Anker ein.
Wer ist Selbstversorger?
i Selbstversorger, die die beMgsscheinpflichtigen ßetensmittel erzeugen, sind nicht berechtigt, 'M cherzeugnisse, Oele und Fette, Fleisch oder Mschwaren unb Milch zu beziehen, soweit sie im kirnen ber Höchstmengen über entsprechenbe V o r- itie verfügen. Als Selbstversorger gelten ber Jn- ' Ijd) er eines lanbwirtschastlichen Betriebes, bie An- gc origen seines Haushaltes einschließlich ber Ge- | Wen, ferner Naturalberechtigte, insbefonbere Alten- !<Uer unb Arbeiter, soweit sie Lebensmittel in Tintur zu beanspruchen haben. Die Selbstversorger liid verpflichtet, innerhalb acht Tagen die zum B^uge der bezugsscheinpflichtigen Lebensmittel be- itiumten Abschnitte ihrer zuständigen Gememde- ioörbe zurückzugeben, sofern diese nicht be- tets vor Ausgabe ber Ausweiskarten bie Abschnitte (getrennt hat.
ptffwaren unb Schuhwaren werden von b<n unteren Behörden bzw. Gemeinde- h,Horden auf Antrag ausgestellt. Es en £ Bd gebeten, von Anträgen bei den Behörden i n W bin nächsten zwei Tagen abzusehen.
j|( Einzethandetsgeschäfte haben sofort Eire Bestandsaufnahme über sämtliche be- Sottb zojsscheinpflichtige Waren zu machen.
|| Ser Bezug von Lebensmitteln.
IW Oie für den Bezug von M i 1 ch e r z e u g - ie rjf f e n, Deien ober Fetten bestimmten Ab- glitk (Mitte berechtigen zum zweimaligen Emp- sgng innerh alb einer Woche, die für den it qU kßug von Kaffee, Kaffee-Ersatzmitteln, Nähret te 1 n sowie Zucker unb Marmelade be- 5 ein», smmten Abschnitte berechtigen zum einmaligen t uno'h Grpfang. Der Abschnitt Al berechtigt zum ein- am^', Migen Empfang von T e e. Neben den für Zucker erfter- beianntgegebenen Höchstmengen von 280 g je Kopf U0 Woche und der Möglichkeit, statt 110 g Mar- 1, d.. ^abe auch 55 g Zucker je Kopf und Woche zu ziehen, ist mit Rücksicht auf die Einmachzeit von Oft auch die Möglichkeit gegeben, auf die Kartoffel a b f d) n i 11 e 1, 2, 3 (die Kartoffel an sich ist bekanntlich nicht bezugsscheinpflichtig) j e e i n hclbes Kilogramm Zucker zu beziehen.
iis ist bezugsscheinpflichtig und darf nt* gegen den entsprechenden Abschnitt der Näh r- ntliVj Wittel abgegeben werden. Fleisch oder lt t geischwaren können gegen Abgabe der ent- ind r stechenden Abschnitte dreimal in der Woche ftiiß hygen werden. Der zum Bezug von Milch be-


