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sauber in der klaren Bläue wie in einer überdimen­sionalen Luxusbadewanne, die aber alsbald in ein bewegtes, wellenschlagendes Meer verwandelt wird und üppig überquillt, wenn am warmen Mittag etwa eine Fahrtengruppe der Hitler-Jugend die will­kommene Rastgelegenheit und lockende Erfrischung nach staubigem Marsche erspäht hat und sich mit Geschrei in die Fluten stürzt ...

Am Nachmittag und am Abend ist es schön, zum Forsthaus und in den Tiergarten zu gehen, wo die zahmen Damhirsche wohnen. Die Mütter mit den Kleinen bekommt man nur selten und höchstens von weitem zu Gesicht, aber die bedächtigen, speckrückigen alten Herren kommen nicht ungern herbei, ein Zucker­stück oder eine Brotrinde aus der Hand des Wan­derers zu nehmen. Manchmal trollt sich auch der holbblinde, schon mit Greisenhaar bedeckte Esel aus der Försterei über die Wiesen und folgt dem Be­sucher begierig und geduldig bis ans Wildgatter, das die Hirsche umhegt...

In ein paar Minuten ist man daheim, und aus dem kurzen Wege sammelt sich immer wieder der schweifende Blick an den bewegten Konturen des Schlosses auf der Höhe, an dem Solmser Löwen, der den Turm krönt und von den Lichtern der sinkenden Sonne umspielt und vergoldet wird.

Hans Thyriot.

Wanderfahrten.

Büdingen Herrnhaag Ronneburg Gelnhausen.

Diese Wanderung, die in den südöstlichsten Teil Oberhessens führt, ist, abgesehen von den land­schaftlichen Schönheiten, auch in historischer Be­ziehung von großem Reiz. Mit dem Frühzug fahren wir nach Büdingen, dem hessischen Rothenburg (Sonntagskarte Gelnhausen), dessen mittelalterliche Schönheiten, wie Jerusalemer Tor, Stadtmauer, Mühltor, Steinernes Haus, Rathaus, Fürstliches

Schloß wir einer gebührenden Besichtigung unter­ziehen Das rotweiße Band und gelbes Kreuz eiten uns von hier über Lorbach hinauf zum Herrnhaag, wo noch mancherlei, wie Herrenhaus und Grasen­haus an die Herrenhuter unter Graf Zmzendorf er­innert. Die gelben Kreuze führen uns sodann über Diebach und Altwiedermus zu der gewaltigen Rume Ronneburg, die uns beim Verlassen des Waldes überraschend entgegentritt. Ueberaus lohnend ist em Besuch der alten Bergfeste, die Sonntags geöffnet ist. Besonders reizvoll ist der Burghof mit dem 80 m tiefen Brunnen und die erkerartig ausaebaute go­tische Kapelle. Auch die Besteigung des Bergfriedes ist sehr zu empfehlen, da sich oben eine wunderbar weite Aussicht bietet. Nunmehr folgen wir grünen Kreuzen, die uns über Mittelgründau durch viel Wald nach unserem Endziel Gelnhausen bringen. Auch hier erfreut sich unser Auge an den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie Barbarossaburg, Hexenturm, Romanisches Haus, Marienkirche usw. Dauer der Wanderung 5 Stunden.

Krofdorf Fohnbachlal Waidhaus Sauwasen Schmelz Fronhausen.

Von unserem Ausgangspunkt Krofdorf, bis wohin wir das Postauto benutzen, führen uns blaue Striche das liebliche Fohnbachtal (unterwegs hübsche Rück­blicke nach dem Gleiberg) aufwärts bis zum Forst- Haus Waldhaus, wo wir gelbe Punkte antreffen, die vom Gleibachtal kommen. Diese leiten uns jetzt wer­ter, zunächst die Kirchoerser Straße entlang, sodann durch den Buchenbühl, an dessen Rand sich ein ent­zückender Blick über das Verstal bis zu den Gladen­bacher Bergen bietet, hinab zum Sauwasen, wo sich das idyllisch gelegene Kirchoerser Schwimmbad be­findet. Von hier führen uns die Zeichen über einen aussichtsreichen Höhenrücken hinab zur Schmelz im Salzbödetal (Sommerwirtschaft), wo sie endigen. Schwarze Punkte zeigen uns jetzt den Weg, wieder­um über einen Höhenzug nach unserem Endziel Fronhausen. Wanderzeit 4 Stunden.

Nationalsozialistische Agrarpolitik

Inhalt und Ziel.

Von Professor Or. K. Meyer, Äeriln.

So wie der Raum dem Volk zugeordnet ist, so sind auch Boden und Arbeit miteinander verbunden. Die Erde ist die Quelle, aus welcher die menschliche Arbeit jene Stoffe gewinnt, die in den verschiedenen Graden ihrer Veredelung die Gesamtheit jener Gütermenge ausmachen, die wir den Reichtum des Volkes nennen" (Ruhland). So ist also, wirtschaft­lich gesehen, die Volksgemeinschaft infolge dieses Aufeinanderbezogenseins von Arbeit und Boden soziale Arbeitsgemeinschaft. Ganz gleich, ob es sich um den Bauern, den Industriearbeiter, den Angestellten im Handel, den Beamten handelt, jeder steht nicht für sich als einzelner in der Volksgemeinschaft da, nein, sie alle verbindet in sozialer Wechselbeziehung die G e - meinsamkeit der Arbeit. Jeder ist Nutz­nießer der Arbeit aller anderen; und umgekehrt brauchen ebenso die anderen seine Arbeit.

Die Ordnung, die aus dieser Idee der Volks­gemeinschaft als Ausgangspunkt und Ziel der Poli­tik gefordert wird, ist aber niemals etwas fertig Gegebenes, Starres, Statisches, sondern ist ebenso wie die Volksgemeinschaft selbst eine Aufgabe, mit der sich die Politik ständig im Strom des Lebens be­haupten muß. Sie erstreckt sich auf alle Bereiche ues volklichen Lebens, Oberster Grundsatz, nach dem üch diese Ordnung vollzieht ganz gleich, ob es sich dabei um Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft han­delt, ist das Primat des Volkspolitischen. Es gibt also keine Berufs- und Standespolitik, die nicht letzt­lich V o l k s p o l i t i k ist, d. h. die nicht ihre Erfül­lung in der Ausrichtung nach den volksgemein- schaftlichen Zielen sieht. Angesichts dieses grundsätz­lichen volkspolitischen und volksbiologischen Denkens ist es folgerichtig, wenn uns die Agrarpolitik als ein fundamentaler Bestandteil der Gesamtpolitik entgegentritt. Sie hebt sich in ihren Zielsetzungen weit über eine rein wirtschaftliche Betrachtungs­weise hinaus und findet ihre erste und letzte Er­füllung und Sinngebung in der Volksgemeinschaft und in den volkspolitischen Zielen. Die national­sozialistische Agrarpolitik umfaßt daher das Volks­ganze, die Totalität des nationalen Lebens, nicht nur die Landwirtschaft als solche. In diesem Sinn müssen alle Maßnahmen ganzheitsbezogen, d. h. aus

der Gesamtschau hergeleitet und so auf das Einzelne, wie auf das Ganze gerichtet sein.

Die Agrarpolitik ist damit auch ein Mittel zur Sicherung der Volksgemeinschaft und Steigerung der nationalen Produktionskräfte im totalen Sinne des Wortes. Ihr fällt dabei die Aufgabe zu, das Landvolk stark zu erhalten, dafür zu sorgen, daß es seine Aufgaben zur Erhaltung und Mehrung des Volksganzen bestmöglich erfüllt und daß es sich rück­haltlos in den Dienst der allgemein politischen, kul­turellen und wirtschaftlichen Zielsetzung stellt. Sie äußert sich also nach der praktischen Seite hin in Handlungen und Maßnahmen, die der Sicherung und Steigerung des Lebensanteils und Leistungs­beitrags des Landvolkes für die Volksgemeinschaft und den Staat dienen; in ihrem gedanklichen Ge­halt ist sie der Inbegriff von Zielen, Grundsätzen und Werturteilen hinsichtlich der Fragen bestmög­licher Förderung und Gestaltung des Landvolks und Landbaus im Rahmen des Volksganzen.

Trotz ihrer fundamentalen Bedeutung ist die Agrarpolitik in das Ganze der Volkspolitik doch immer nur als Glied eingefügt; sie steht also nie­mals für sich allein da. Wenn z. B. aus besonderen Gründen wehrpolitische oder besondere sozialpoli­tische Erwägungen und Entscheidungen in den Vor­dergrund rücken, so kann durchaus der Fall eintre­ten, daß an sich wohl begründete Belange der Agrarpolitik vorübergehend zurücktreten müssen. Denn selten ist die oberste politische Führung bei der Steuerung des Lebensganzen in der glücklichen Lage, alle Bereiche des volklichen Lebens in glei­chem Maße zugleich zu berücksichtigen bzw. ein- und dieselbe Rangordnung starr innezuhalten.'Es kommt ferner hinzu, daß beim Aufbau eines Staates die Rangordnung oft ebensosehr von außen, wie von innen her bestimmt wird.

Der konkrete Inhalt der Agrarpolitik ergibt sich aus der Bedeutung, die dem Landvolk im Rahmen der Volksgemeinschaft zukommt. R. Walther Darrs hat die Stellung des Landvolkes in folgender Weise gekennzeichnet:Wer einen Staat als organisches Gebilde aufbauen will, muß ihn vom Gedanken von Blut und Boden aus aufbauen. Dies erfordert, daß der Landstand zum Eckstein des Staatsaufbaues

gemacht wird, denn ihm kommt die Bewältigung der vornehmen Doppelaufgabe zu:Lebensmotor für das ganze Volk zu fein, des Volkes Blut­erneuerungsquell zu werden "

Wir sehen also, daß die Landwirtschaft sowohl m biologischer, wie in wirtschaftlicher Hinsicht eine Sonderstellung einnimmt, da ihr in entscheidendem Maße die Aufgabe zufällt, den Volkskörper biolo­gisch stark und geistig wie seelisch gesund und durch die nationalwirtschaftliche Ernährungssicherung le­benskräftig und bodenständig zu erhalten. Als kon­

krete Zielsetzung nationalsozialistischer Agrarpolitik ergeben sich daher drei große Leikdeen und Ziele: Ein gesundes starkes und bodenständiges Landvolk als Grundlage der Volksgemeinschaft (Fester Besitz und feste Bauern!), bestmögliche Gestaltung der Nahrungsoersorgung der Volksgemeinschaft durch gesteigerte Erzeugungsleistung und Marktordnung (Mehr erzeugen, sparsamer verwerten!) und Ord- nung der Leistungen und Gegenwerte der nativ- nalen Arbeit (Sozialistische Ordnung!).

Die neuen Empfänger ans der Mausflellung.

Erhöhte Empfindlichkeit - verbesserter Ton.

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Unsere Aufnahme zeigt den Stand einer großen Industriefirma, die auf der Ausstellung die Serien« Herstellung ihrer Apparate im Originalfabrikationsgang vorführen läßt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Was die letzte Großdeutsche Funkausstellung ahnen ließ, daß der leistungsfähige Ueberlagerungs- empfänger, der Superhet, sich den gesamten Rundfunk erobern würde, wird durch diese Funk­schau bestätigt. Man kann heute sagen, daß überall mehr oder weniger schwierige Empfangs­verhältnisse vorliegen, die man nur mit einem Su­perhet beherrschen kann. Die Richtigkeit dieser Auf­fassung beweist am deutlichsten die ostmärkische Rundfunkindustrie, die sich schon seit Jahren, ge­zwungen durch ihre Lage und durch die Notwendig­keit eines starken Exports, ausschließlich der Ent­wicklung der hochwertigen Ueberlagerungs- empfänger zugewendet hat. Trotzdem ist der Geradeausempfänger, der ohne eine Zwischenfrequenz arbeitet, keineswegs vom Markt verschwunden.Ihm fällt die Aufgabe zu, die untere Preisklasse zu vertreten. Er wird von den meisten Rundfunkfirmen des Altreichs gebaut und hat durch die Verwendung von Metallröhren, durch schal­tungstechnische Feinheiten und durch die Verbesse­rung der Lautsprecher gewonnen.

Ein weiteres Merkmal in der Entwicklung ist die Drucktastenabstimmung, deren Ausgabe es ist, die Schwierigkeiten einer richtigen Abstimmung durch Automatisierung zu umgehen. Im allgemeinen besitzen die Empfänger 6, 8 oder 10 Taften. Man stellt die bevorzugten Sender auf je eine Druck­taste ein und braucht bei späterer Wiedereinschal­tung keine Abstimmung vorzunehmen, sondern nur die ^entsprechende Taste zu bedienen. Eine geschickte Konstruktion ist bei P h i l i p s zu finden, die Blitztastenabstimmung". Bei diesen Empfängern wird entweder ein kleiner Motor zur mechanischen Bewegung der Abstimmorgane benutzt oder die Uebertragung des Druckes auf die Tasten nimmt I die automatische Einstellung vor. Für diesen Fall hat Philips einen Schiebekondensator entwickelt, der dem Drehkondensator an Empfindlichkeit überlegen ist. Auch die Spitzengeräte von Telefunken sind mit einer selbsttätigen Sendertastatur ausgerüstet, bei der eine Nachkorrektur der Feinabstimmung nicht notwendig ist. Das Sachsenwerk baut ein

Gerät, welches ausschließlich durch Drucktasten be­tätigt wird und demzufolge keine Stationsskala be­sitzt. Die Senderwahl mit Hilfe eines Motor­antriebes erfolgt auch bei einem Gerät von Nora. Auch hier bedarf es nur einer einmaligen Einstel­lung der Stationen, um fk durch Tastendruck jeder­zeit wiederzuholen. Auch bei Siemens, AEG., Blaupunkt, Lorenz, Graetz und anderen namhaften Firmen ist Drucktastenabstimmung an­zutreffen. Blaupunkt hat das Drucktastensystem so­gar zu einer Fernbedienung entwickelt. Der Be­nutzer kann von einem abseits gelegenen Platze aus durch Bedienung von Drucktasten über ein lan­ges Kabel (19 Leitungen) seinen Empfänger ein­stellen.

Auch beim Rundfunk bleibt Richter über den Ton das menschliche Ohr. Don' seiner Empfindlich­keit bekommt man einen Begriff, wenn man den Aufwand sieht, den der Rundfunktechniker aufwen­den muß, um durch einen Lautsprecher in» strumentenwahre Musik zu Gehör zu bringen. Be­sonders hat man bei den Geräten der unteren Preisklassen durch hochwertige Lautspre­cher s y st e m e dem Käufer mehr zu bieten ver- sucht als bisher. Die Lautsprechertechnik ist durch Grenzen gebunden, die dadurch erkennbar sind, daß tiefe oder hohe Töne bevorzugt werden. Um hier auszugleichen, wird bei vielen hochwertigen Ge­räten je ein Lautsprecher für hohe und tiefe Ton­lagen eingebaut. Andere Mittel zur Klangbereini­gung sind die Baßheber und Tonblenden, mit denen die persönlichen Ansprüche an die Klang­farbe geregelt werden können. Als brauchbares Mittel zur Verbesserung des Tones sind auch Ent­zerrungsschaltungen, besonders die Gegen­koppelung, verwendet worden. Als die vollkom­menste und hochwertigste Einrichtung kann das Kammermusikgerät von Siemens bezeichnet werden. Außer einer Plattenspielvorrichtung enthüll dieses Gerät einen Überlagerungsempfänger mit 13 Röhren und 5 dynamischen Lautsprechern.

Mit der ständigen Vergrößerung der Kurzwellen­programme wird vom Rundfunkhörer auf den

Bilddokumente zur 25. Wiederkehr der Zulitage 1914.

»rten eie sich 6er Annehmlich,ni Hewnhi, perfil,gepflegte Wisch- ,u

aus Paris auf die deutsche

Rechts - Die 23erkfiinn"hprsn>nh-7 -"^.chch?""wssen vor dem Berliner Schloß der Stimme des Gardeoffiziers", der die Anordnung des m einem kleinen französischen Städtchen durch den Gemeindediener. (Scherl-Bilderdienst-M)

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tragen - zum gepflegten Körper gehört persis-gepflegte Leibwäsche!