Ausgabe 
29.7.1939
 
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189. Jahrgang

Samstag, 29./5onntag.3V.Zuli 1959

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ten und nur für ihn verständlich reden soll. Stunden für Teile des Volkes müssen so ge­sendet werden, daß sie für die Gesamtheit des Volkes einprägsam wirken. Ls gibt demzufolge auch keinen Rundfunk des Arbeiters oder des Bauern oder des Studenten oder des Soldaten. Ls gibt nur einen Rundfunk des deutschen Volkes."

Mit eindrucksvollen Zahlen gab Dr. Goebbels dann ein Bild von dem einzig dastehenden Sieges­lauf des deutschen Rundfunks feit der Machtüber­nahme durch den Nationalsozialismus. Die Zahl der Besucher der Großen Deutschen Rundfunkaus- stellunq beispielsweise habe sich von 1937 auf 1938 wiederum von 315 000 auf 360 000 erhöht. Emen ungeheuren Umfang habe die Werbewagen-Propa­ganda des deutschen Rundfunks vor allem in der Ostmark, im Sudeten- und im Memelland ange-

Der Rundfunk-Preis in Höhe von 10 000 RM. . besondere Leistung auf dem Gebiet der Rundfunk- wissenschaft, Rundfunktechnik oder Rundfunkpro- qrammgeftaltung wurde dem Konstrukteur des Volks­empfängers Oberingenieur Otto Grieffina zu­erteilt, den Dr. Goebbels auf unserem Bild zu seiner verdienten Ehrung beglückwünscht. (Scherl-M.)

Oer deutsche Rundfunk im Dienste des Volkes.

Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet die 16. Große Deutsche Rundfunk-Ausstellung

In diesem Zusammenhang muß ich mich noch einmal gegen Versuche verwahren, das Pro­gramm des Rundfunks insofern zu zersplittern, als es sich stundenweise an verschieden ge­artete Vevölkerungsschichten, Stände oder Be­rufsklassen wendet. Der Rundfunk kann das und er soll das auch. Es ist ihm freigestellt, eine Stunde für den Arbeiter, den Bauern, den Studenten oder den Soldaten einzurichten. Aber das heißt nicht, dah er dann in der Sprache des Arbeiters, des Bauern, Studenten oder Solda-

Vor 25 Jahren.

Zur Erinnerung an den Ausbruch des Weltkrieges.

Äon Siaaisminister Professor Dr. Paul Schmitthenner.

nommen. Während 1% Monate des Jahres 1938 feien hier 61000 Kilometer zurückgelegt und 842 Rundfunktage mit 685 Rundfunkgerate-Schauen durchgeführt worden, die von etwa 550 000 Volks­genossen besucht wurden.

Außerordentlich erfreulich sei die weitere Ent­wicklung der Teilnehmerbewegung am deutschen Rundfunk, die heute etwa 60 v. h. der deut­schen Haushaltungen gegen 54,62 am 1. Mai 1938 umfasse. Insgesamt zähle der deutsche Rundfunk 12 580 000 Teilnehmer am 1. Iunl dieses Jahres, gegen etwa 10 Millionen am 1. Juli 1938. Während sonst im Mai die so­genannten Sommerabmeldungen begonnen hät­ten, habe in diesem Jahr der Monat Mai so­gar eine Zunahme von 77 000 aufzuweisen. Natürlich wirke sich diese Bewegung auch auf den Rundfunkmarkt selbst aus. So seien von August 1938 bis einschl. Mai 1939 1493 872 Industrie- Markenempfänger verkauft worden, fast eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Dazu kämen 474 192 Volksempfänger und 917 732 deutsche Kleinemp­fänger, der im Jahre vorher überhaupt noch nicht vorhanden war. Insgesamt konnten wir im Be­richtsjahr einen Verkauf von 2 886 509 Empfängern feststellen gegen 1576 430 Empfängern im Jahre vorher.

Der technische Fortschritt komme vor allem in der nunmehr abgeschlossenen Entwicklung des im vergangenen Jahr an gekündigten Dolkswa genemp- fängers zum Ausdruck; ferner fei die Gemeinschafts, antenne, die einen störungsfreien Empfang sichern solle, heute schon im Besitz von Zehntausenden von Menschen. Um die Entwicklung in eine einheitliche Bahn zu lenken, habe der Sonderbeauftragte für technische Nachrichtenmittel, Generalmajor von Fell­giebel, im Einvernehmen mit dem Minister, eine Reihe grundsätzlicher Forderungen aufgestellt

Die Sendeleistung selbst sei gegenüber dem Vor­jahr um 24 170 Sendungen = 15,2 v. f). bzw. 13 522 Stunden 26 Minuten = 18 v. H. gesteigert worden. Insgesamt habe der deutsche Rundfunk tm letzten Jahr 88 531 Stunden und 48 Minuten gesendet. Die großen politischen Ereignisse des Berichtsjahres hätten dem Vorjahr gegenüber eine sendemaßige Mehrleistung von rund 20 v. $). erfordert.

Dr. Goebbels ging dann auf die Programm­gestaltung ein und gab zunächst einen Ueberblick über die augenblickliche Aufteilung des Programms in 69,4 Prozent Musik, 9,9 Prozent Nachrichten, 6,8 Prozent Zeitfunk, 4,7 Prozent Dorträge, 3,6 Pro­zent Literatur und 5,6 Prozent Verschiedenes. Er gedachte der Werkpausenkonzerte der Reichssender Köln, Leipzig und anderen, der kulturellen Betreu- unq der Westwallarbeiter durch den Rundfunk, und er betonte dann den Ausbau des Konzertwefens vor allem im Deutfchlandfender. Dieser repräsentative deutsche Sender habe während des vergangenen Be­richtsjahres allein 12 Konzerte der Berliner Phil­harmoniker unter den bedeutendsten Dirigenten wie Furtwängler, Mengelberg, Sabata und u. a., Die repräsentativsten Theater- und Overnauffuhrunaen der Reichshauptstadt übertragen. Er habe das Pa­riser Nationalorchester, das Londoner BBC-Sinfonie- orchester, das Amsterdamer Konzertgebouworchester, die Mailänder Scala, das Kgl. Opernhaus in Rom, das Teatro S. Carlo in Neapel, die Bayreuther Festspiele und die Festspiele in Salzburg zu Gehör gebracht und zudem große Zyklen von Haenbel und Haydn gesendet. Der Reichssender München habe in einem ZirkelJugend der Nationen" ein umfassen­des Bild vom Schaffen der zeitgenössischen Kompo- nisten in aller Welt gegeben.

Sei so versucht worden, ein künstlerisches Pro­gramm zu verwirklichen, das aller Beachtung und

Die unzerstörbare Kraft des deutschen Solda­tentums wurde der Retter. Es bewährte seine staatserhaltende Kraft in der großen Solbatenge- statt des Generalfeldmarschalls von Hin den- bürg, dem es bestimmt war, in den Zeiten der Ohnmacht, Wirrnis und Verblendung als der ge- treue Eckart die Tradition hinüberzuretten bis zu jenem Tage, da der in zähem Kampf aufsteigende Gefreite des Weltkrieges vor ihn trat und die Macht von ihm forderte. Und er aab sie ihm: denn er war von dem Führer Deutschlands in- nerlich erobert worden. Wieder war es ein 2. August, als Hindenburg die Augen für immer schloß und Adolf Hitler die alleinige und ganze Führung übernahm. Er hatte das deutsche Sol- datentum in der nationalsozialistischen Weltanschau- ung zum politischen Soldatentum veredelt. Die deut­sche Wandlung vom Au-ust 1914 erlebte jetzt erst, oom Führer in großartigster Weise neu geweckt, ihre politische Formung im Nationalsozialismus. Damit schuf Adolf Hitler jene Kraft, die das deutsche Volk aus seiner Ohnmacht befreüe, zum Groß- deutschen Reiche und zur Weltmacht em» portrug. ,

So schließt sich das Vierteljahrhundert, das hinter uns liegt, in Ruhm, Fall und Wiederaufttieg zu innerer Größe zusammen und gewinnt in dem Leben des gewattigen Mannes, der uns heute führt, feine letzte schicksalhafte Einheit. A d o l f H i t l e r hat der herrlichen deutschen Wandlung vom August 1914, die nur ein Vorbote war und in den Stürmen des Krieges wieder unterging, ewigen Bestand gegeben, dem Opfer der Millionen deutscher Toten den Sinn verliehen und aus der Niederlage des Weltkrieges den Sieg der Gegenwart und der Zu» k u n f t gemacht.

klarer politischer Wille, wohl aber als ein seelisch- weltanschauliches Erlebnis. Die Deutschen im Reiche und im Habsburger Staate fühlten sich mit einem Male als eine völkische Gemeinschaft. Die Gewißheit, von Europa frevelhaft überfallen zu fein, steigerte den völkischen Lebenswillen ins Ge­waltige empor. Alles Trennende war vergessen, nur das deutsche Gemeinschaftsgefühl lebte. Alle Schich­ten und Stände, ihnen voran die deutsche Arbeiter­schaft, tauchten im Volke unter. Millionen von Freiwilligen strömten zu den Fahnen.

Doch diese innere Wandlung konnte zwei schwere Nachteile nicht aufwiegen. Die wehrpolitische Sünde der Vergangenheit hatte es in ihrer verkrüp­pelten Wehrhaftigkeit unterlassen, die deutsche Volkskraft auch nur annähernd militärisch auszunützen. Fünf Millionen wehrfähiger deutscher Männer waren bei Ausbruch des Krieges ohne militärische Ausbildung und fielen daher bei der An­fangsentscheidung aus. Zugleich fehlte eine Führung, die die großartige Wandlung des deutschen Volkes entschlossen genutzt und mit ihr ein festes, allen Stürmen gewachsenes Reichshaus errichtet hätte. Zwar sprach der Kaiser das schöne Wort:Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche"; doch es geschah nichts, um dies praktisch zu verwirklichen. Das deutsche Volk lag rein durch­glüht bereit und wartete seiner äußeren Gestattung.

Berlin, 28. Juli. (DNB.) In der großen Ma- surenhalle am Kaiserdamm wurde am Freitagvor­mittag die16. Große Deutsche Rundfunk- und Fcrnseh-Rundfunkausstellung Berlin 1939" durch den Schirmherrn der Ausstellung, Reichsminister Dr. Goebbels, in Anwesenheit von Vertretern der Ministerien und anderer Behörden, des Heeres, der Partei und ihrer Gliederungen, sowie der Rund­funkfirmen f"ierlich eröffnet.

ReichMintster Lr. Goebbels betonte in feiner Rede zunächst:Das 20. Jahr­hundert ist das Jahr der technischen Er­findungen. Auch auf diesem Gebiet vollzieht sich eine Revolution allergrößten Aus­maßes, und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese Revolution im ganzen gesehen die Mensch­heit höher geführt hat."

Die Fragestellung, ob die Menschen dadurch glück­licher geworden seien, sei falsch und sinnlos, denn die Menschen bedienten sich der Technik, ihrer Mit­tel und Errungenschaften, um überhaupt menschen­würdig leben zu können. Entscheidend sei, ob das Volk an den Schätzen seiner Kultur überhaupt nicht, oder unter Zuhilfenahme technischer Hilfs­mittel teilnehmen solle. Unsere Zeit könne man sich ohne die Technik überhaupt nicht mehr denken.

Ob wir wollen oder nicht, wir müssen mit diesem Jahrhundert mit. Wir können es nicht bestreiten, nicht ableugnen und auch nicht verneinen. Wir haben nur die Wahl, der Zeit voranzuschreiten und ihr den Weg frei zu machen ober mit ihr zu gehen oder hinter ihr her zu laufen.Der Nationalsozia­lismus hat sich sett dem ersten Tage seines öffent­lichen Auftretens vor dieser Frage schon entschie­den. Er ist f ür bi e (e Zeit, er verneint sie nickst, er bejaht sie bedingungslos. Er drückt ihr seinen Stempel auf und prägt sie nach sei­nem G e i st und nach seinem Willen."

Dr. Goebbels zeigte bann im einzelnen, wie der Rundfunk heute aus dem nationalen Leben unseres Volkes überhaupt nicht mehr wegzubenken fei. Möge ber eine bieses unb ber anbere jenes Gebiet aus bem Runbfunkprogramm bevorzugen, unb möge jeber ben Empfangsapparat nach Bedarf und Geschmack einstellen:Entscheidend aber ist, daß er ihn einstellt. Hören müssen den Rundfunk alle. Lr ist da. Er kann gar nicht mehr umgangen werben." _

Besonders angesichts des Ernstes der Zeit, die wir augenblicklich durchleben, hat der Rund­funk ganz bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Es geht nicht fo sehr darum, ein schweres und ern- stes Programm, das am Ende nur einen Bruch­teil des Volkes erfassen kann, zu senden, sondern vielmehr darum, den breiten Millionenmassen unseres Volkes in ihrem schweren Daseinskampf so viel wie möglich Entspannung, Unterhaltung. Erhebung und Erbauung zu vermitteln.

Der Einwand, das kulturelle und künstlerische Niveau des Rundfunks fei zu niedrig erledige sich von selbst, denn das Niveau des Rundfunks muffe sich natürlich den kulturellen und künstlerischen An- sprüchen der Mehrzahl seiner Zuhörer 'rgenbwie an- passen. Dabei dürfe das Programm die Aufgabe niemals aus den Augen verlieren, den Geschmack und die Empfinbungssahigkeit der breiten Masten zu kultivieren und zu veredeln. Ungeheure Vielge­staltigkeit des Programms sei das Enorderms eines klug und überlegen geführten Rundfunks.

Dr. Goebbels wandte sich dann gegen Versuche, eine sog. rundfunkeigene Kunst zu konstruieren. Mehr oder weniger schließe sich tue Kunst des Runb- . funks an bie bestehenben unb ausaeubten Künste an. , Er fuhr bann fort:

Doch ber politische Künstler fehlte. Un­ter ber'Oberfläche ber neuen seelischen Einheit trie» ben bie zwiespältigen Gewalten ihr Wesen weiter, unb belastet mit allen alten Problemen schritt bas einige beutsche Volk ohne Führung unb For­mung in ben schwersten Lebenskampf seiner Ge­schichte. Hierin lagen alle zukünftigen Geschehnisse bes Weltkrieges beschlossen: Die beutsche Größe und ber beutsche Sieg, ber beutsche Auseinanberbruch unb bie beutsche Nieberlage, bie beutsche Erhebung unb bie beutsche Befreiung.

Die heroische Wanblung unseres Volkes in ben ersten Augusttagen vor 25 Jahren war ber seelische Rückhalt für unser unüderwinbliches Heer auf seinem Siegeszuge. Seine Tapferkeit unb Leistungs­kraft sowie ber völkische Glaube ber Heimat voll­brachten jene solbatischen Wunder, die für alle Zeiten staunenswert bleiben werden. Doch die in­nere Wandlung sollte nicht von Dauer fein. Sie schrumpfte mehr und mehr auf das Heer und auf einen Teil der Heimat zusammen. Sie wurde ja von keinem großen politischen Führer genutzt, um bas deutsche Voll zum unzerstörbaren Bollwerk aus­zubauen. So setzte ein neuer Wanbel ein. Die Hun­ger- unb Notzeit war ihr Nährboben. Unter ihrem Druck schwanb bie Begeisterung ber Anfangszeit ba» hin. An ihrer Stelle trat klagloses Opfer unb zähes Dulben. Aber bie fremben Gewalten, bie anfangs eingeschmolzen schienen, lösten sich wieder los, stie­gen empor, fanden ihre Bundesgenossen in den wiedererwachenden Parteien und wurden schließlich Meister im Lande. So kam es trotz Ludendorffs gigantischer Leistung zürn inneren Zusammenbruch der Heimat und in ber Verbrecherrevolte vom November 1918 zum Dolchstvß in ben Rücken bes unbesiegbaren Heeres.

^chicksalskrieg ber Deutschen. Denn nicht nur die i üiachtpoljtische, sonoern auch bie weltan - i Ichauliche Frage war zur Entscheibung gestellt. :«er Krieg schuf in ben läuternben Flammen ber !yrenvvllsten Nieberlage, bie je ein Heer erlitt, bie sttenbe deutsche Kraft. Schon zu Beginn des Kampfes war sie spürbar geworden in dem er- chütternden Erwachen des deutschen Volkes in ben Tften Tagen des August. 'Mit bunklem Instinkt mhen bie Träger bes westlichen Geistes, bie Mächte 2r Entente, bort ben Gegner, wo ber innere Wiber- oanb gegen bas westlich-liberale Weltdilb noch am Vkunltsreichsten war, in bem größten der norbi- Hen Völker Europas, im deutschen Volk und seinem mitteleuropäischen Reich. Zwar war auch dieses dem Liberalismus verfallen und von fremden Ideen 1 berflutet. Doch in feiner Tiefe lebte noch ein ge­linder Rest nordischen Erbgutes, stark genug, zur Wachstumszelle einer neuen Welt zu werden. Durch Hefen rassischen Gegensatz wurde der Ausbruch des Weltkrieges ein Appell an bie arteigenen dlen Kräfte im deutschen Blut. Die Wettidee des nordischen Menschen erhob sich zum Verteidigungskrieg gegen liberale Zersetzung und «emdrasfige Ueberflutung. Nicht nur das damalige Keich mußte gegen den räuberischen Ueberfall einer gewaltigen zahlenmäßigen Überlegenheit verteidigt werden, sondern zugleich auch das zukünftige, a s ewige Deutschland. So wurde der Welt- brieg ein schicksalhafter Entscheidungskampf von un- Lbsehbarer Tragweite. Für die verleumdeten Deut» chen, bie man in sinnloser.lleberfteigerung bes Has- -s als Barbaren unb Schüblinge ber Well oer= «tzerte, hatte er einen heroischen Klang. Denn bas iseutsche Volk besaß ja mit Recht bie heilige lieber» seugung ber Schuldlosigkeit und Reinheit und fand D, vom Sttahlenkranz einer Dornenkrone um- iammt, in der Tiefe seiner Seele jenen Heros- id) e n Sinn, ber bem Ruf bes Schicksals allein mtsprach. Er zog aus ber Vereinsamung Riesen­kräfte. Er füllte sich mit felsenfestem Vertrauen auf Üfe Hilfe beshimmlischen Alliierten". Er bekannte sxh in nordischem Trotz zu bem:Viel Feind, viel sshr'". Er glitt in ben Soldatenwitz hinüber und fchrieb an die Wände ber Eisenbahnwagen:Hier werben Kriegserklärungen angenommen." Es war j ne heroische Sittlichkeit, bie nicht bem liebermut (titfprang, sondern bem tiefen Wissen um bas Be- Mifenfein unb bem heiligen Willen zum Gehorsam, tiefer heroische Sinn verlieh bem beutschen Volk t»im Ausbruch des Weltkrieges die Kraft, seelisch richt zusammenzubrechen, sondern trotzig auf-- lieÄt zu stehen unb bas Menschenunmögliche l-ldisch zu wagen, ben Kampf im Glauben auf ben 4eq aufzunehmen fast gegen bie ganze Welt

So brach aus der seelischen Tiefe bes im Deut» bien schlummernden nordisch-heldischen Wesens mit In-qewalt bas eble Erbgut hervor unb schmolz in Innen Gluten bie geistigen Ueberfrembungen em. Jiie ungeheure Gefahr bes Augenblicks hatte ben llnstiirkt geweckt, baß für bie im gefährbeten mittel­europäischen Raum siebelnben Deutschen die staats- rvlittsche Lebensformung bes Westens nicht genügte, lindern baß eine festere Bindung nötig war weit» anschaulicher Art, dem beutschen Wesen gemäß. Dies r.ar noch keine klare Erkenntnis, aber doch em ltidenfchaftliches Gefühl, in bem sich alles Zusam- r.-enfanb, was gut, ebel unb groß war im beutjchen 5iolf. Allen Zersetzungen und Ueberfrembungen Aum Ärotz würbe der beutsche Sozialismus geboten. Noch richt als eine staats politische Form oder als em

Die diesjährige Monatswende vom Juli zum luguft bringt bie 25. Wieberkehr jener verhänanis- thweren Tage, die über ben Ausbruch des Weltkrieges entschieden. Dieser war einer La- nine gleich ins Rollen gekommen, als Rußland in Einern dämonischen Witten *um Kriege am 30. Juli »ine Gesamtmobllmachung befohlen hatte, der dann notwendig die der anderen Mächte folgte. Am ..August, 16.40 Uhr, spracb Frankreich den Befehl nr allgemeinen Mobilmachung aus, und erst um ;? Uhr am gleichen Taae wurde bie deutsche Mobil­machung ungeordnet. Obgleich es am meisten de- iraht und auf die schnellste unb früheste Mobil­machung angewiesen war, hatte bas Deutsche Leich sie als letzte Großmacht befohlen. So Durbe ber 2. August 1914 ber erste Mobilmachungs- :ig bes deutschen Heeres, unb schon am Adenb bes Zeichen Tages knisterten an ber Grenze in zahl- eichen französischen Grenzverletzungen bie ersten -lammen bes Krieges empor. Es war eine selt- vime Schicksalsfügung, baß am gleichen Tage, zwcm- g Jahre später, Generalfeldmarschall von Hin- i e nb u r g zur Großen Armee abberufen wurde mb dadurch jenem Manne die Leitung des Reiches Jberlieft, der als ber Führer ber Retter unb Be- -eier bes beutschen Volkes geworben ist. So er­retten bie ersten Tage bes August in breifacher »insicht eine Schicksalsbedeutung für unser Volk.

. Mit bem Ausbruch jenes Wettkampfes vor 25 «^hren entlud sich bie Weltpolitik, bie sich schon »raume Zeit im beutsch-britifchen Gegensatz zufam- nenbaöte, in ben furchtbarsten Krieg aller Zeiten, wie bediente sich bes Balkans als Branbherb. Alle mropäischen Probleme unb weltpolitischen Gegen- ötze waren einer kriegerischen Entscheibung unter­worfen. Doch noch mehr war in Frage gestellt. Henn das ungeheure Geschehen leitete eine Wanb- jmg ein, wie sie bie bisherige Universalgeschichte iicht kannte. Daß eine Ahnung im Gefühl ber Menschen lebte, zeigte bie BezeichnungWeltkrieg". Hieser einzigartige Name hob ben Völkerkompf von 3)14 aus allen bisherigen Kriegen ber Weltgeschichte »raus. Er würbe in einem besonberen Sinn zum

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