Ausgabe 
28.12.1939
 
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hber. Mittel

K'sni tos;

Aus -er engeren Heimat

d.Ji.-Jport

8 Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

MAIZENA

Die Wintersportler haben sich bisher in Geduld fassen müssen. Jetzt aber können doch die Bretter geschultert werden und auch diejenigen, die bisher lediglich im Trockenkurs des Schiklubs mit den Brettern umzugehen lernen, können nun im Freien ihrem Lehrmeister Ehre machen. Schon zur Jahres­wende wird das Schigebiet unserer Heimat, der hohe Vogelsberg, stark besucht sein und im Klub- haus wird es schwer halten, noch Quartier zu be­kommen.

Den eigentlichen Wintersportauftakt bilden aber die Kreis-Schiwettkämpfe, die am Sonntag, 7. Ja­nuar, unter der Leitung von Kreisfachwart Fritz Dörfner durchgeführt werden sollen. Die Wett­kämpfe werden in Gemeinschaft mit den Schiläufern des Kreises 11 ausgetragen, so daß sich eine zahlen­mäßig gute Teilnahme ergeben wird. Außerdem werden auch Hitler-Jugend und BDM. des Bannes bzw. Untergaues 116 beteiligt sein, so daß damit zu rechnen ist, daß der 7. Januar für den Hoherods- köpf ein großer Tag werden wird. Auch andere Banne und Untergaue der Umgebung werden vor­aussichtlich ihre jugendlichen Wettkämpfer und Wettkämpferinnen entsenden.

turnt und spielt mit dem Kind.Die Puppenschule". 9.30: Frohe Weisen. 10.15: Sportbericht. 11: Blas­musik. Ausführung: Der Gaumusikzug und Ehor des RAD., Gan Mittelrhein. 11.50: Stadt und Land Hand in Hand. 12: Mittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Köln. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 14: Nach­richten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.15 bis 15.25: Nachrichten in französischer Sprache. 15.45: Heimatsprache Mutterlaut! Eine Viertelstunde Trierisch Deutsch". 16: Nachmittagskonzert. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Klingende Liebesgaben (28). Eine fröhliche Sen­dung des Reichssenders Frankfurt für die Kame­raden am Westwall. In Verbindung mit der NS.- Gsmeinschaft ,Kraft durch Freude". 19.10: Nach

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 28. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 RM., Matte 25 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, Weißkraut, % kg 7 Rpf., Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 7 bis 10, rote Rüben 9 bis 12, Unterkohlrabt 5 bis 8, Zwiebeln 12, Meerrettich 60, Aepfel 15 bis 25, Nüsse 40, Blumenkohl, das Stück 45, Endivien 40, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Rpf.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

Reichsbahnsporlverein Friedberg-Fauerbach gegen VfV.-Relchsbahn 2:0 (2:0).

Entgegen der ursprünglichen Annahme waren die Grünweißen gezwungen, das Spiel mit zahlreichen Ersatzleuten auf des Gegners Platz auszutragen. Die Platzverhältnisse waren ungünstig. Das Spiel stand, mit Ausnahme der ersten zehn Minuten, im Zeichen einer leichten Ueberlegen-Heit der Grün­weißen, dier sich aber auf dem Platz nie zurechtfin- den konnten. Der Gegner, der seine vollständige 1. Mannschaft zur Stelle hatte, war in guter Form. Die Grünweißen hatten folgende Elf mitgebracht: Heeg, Möhl, F. Leucheuser, Kraft, W. Leutheuser, Lehrmund, Berghäuser, Fleischhauer, Brück L. Schlitz, Fröhlich.

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CARL DUNCKER VERLAG - BERLIN W 35

Kreis-Schiwetlkämpfe auf dem Hoherodskops

Lang-, Abfahrts- und Torlauf. Um die Kreismeisterschaften. - Hitler-Jugend und BDM. auch dabei.

Mütter!

Segen 2 mit einem X bezeichnete Nährmittel. abschnitte der Reichsbrotkarte für Kinder bis zu 6 Zähren erhalten Sie 2-wöchentlich ein Paket =2500 Maizena, das seit über 70 Zähren bewährte Säuglings- und Kinöernährmittel für die Flasche, für den Vrei, für den Pudding.

Kochanweisungen liegen federn Paket bet

Allo. Gießen Tv. Garbenheim 6:8 (2:2)

Io. Hochelheim Tv. Holzheim 9:8 (4:4)

Tv. Lützellinden Tv. Dornholzhausen 11:5 (2:3).

Der Mtv. Gießen zeigte in seinem zweiten Spiel zweifellos wiederum die bessere technische Leistung. Damit allein ist es aber nicht getan! Gegen den Eifer einer eingespielten Elf und den ungestümen Siegeswillen ist es mit einer ausgefeilten Technik nicht zu machen. Das geht schon daraus hervor, daß die Gäste einen 4:6-Rückstand nicht nur auf­holen, sondern ihn sogar noch zu einem knappen Sieg ausbauen konnten.

Hochelheim gegen Holzheim! Beide Gegner waren sich gleichwertig, obwohl sie bei weitem nicht an ihre sonstige Form heranreichten.

Es dauerte eine ganze Halbzeit lang, bis sich Lützellinden diesmal gefunden hatte. Dann war es allerdings um Dornholzhausen geschehen. Nicht nur, daß die knappe Führung verlorenging, es kam eine recht deutliche Niederlage zustande, mit der niemand gerechnet hatte.

Rundfunkprogramm

Freitag, 29. Dezember:

6 Uhr: Morgengruß. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Rhein-Mainische Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Land­volk, merk' auf! 8.10: Gymnastik. 9.15: Mutter

Mit dem Anstoß drängten die Platzherren stark

und versuchten die Grünweißen zu überrumpeln,, uti ramen oie neumemeuner meyr

was ihnen auch schon in den ersten Minuten durch ins Spiel, aber die Gießener behielten doch noch einen scharfen Schuß ihres schußgewaltigen Mittel- eine leichte Feldüberlegenheit. Die Gießener aewan- sturmers Loos (ftüher Eintracht Frankfurt) gelang. I nen das Spiel sicher und verdient.

Der Wintersporttag sieht ein umfangreiches Pro­gramm vor. Am Sonntagvormittag wird zunächst der L a n g l a u f gestartet, der über eine Strecke von 10 bis 12 Kilometer führt. Die abgesteckte Strecke wird zweimal durchlaufen. Die Allgemeine Klasse sowie die Altersklassen 1, 2 und 3 starten über die volle Sttecke, wahrend die Jungmannen die Strecke nur einmal hinter sich zu bringen haben. In diesem Jahre wird erstmalig die Strecke ziemlich flach verlaufend verlegt werden, denn nach den neuesten Richtlinien des Fachamtes Schilauf sollen erhebliche Steigungen vermieden werden, um die Läufer nicht über ein erträgliches Maß hinaus in Anspruch zu nehmen. Voraussichtlich wird der Lang­lauf an der neuhergerichteten Hütte des Schiklubs Gießen beginnen und dort auch enden.

Der Abfahrtslauf wird für Männer und Frauen getrennt gestartet und in ziemlich geradem Kurs vom Jägerhaus bis Breungeshain führen, so daß also ein scharfes Tempo vorgelegt werden kann. Ebenfalls zwischen dem Jägerhaus und Breunges­hain wird auch der T o r l a u f ausgetragen.

Leider muß in diesem Jahre der Sprung- l a u f ausfallen, da, wie wir hören, die Sprung-

undurchsichtig! Anne wird immer unruhiger. Sie denkt: Wenn ich jetzt doch Konifere satteln und raus­reiten könnte, eine Stunde in frischer Lust würde mich beruhigen. Es zieht sie zu Koni. Sie steht wie­der vor dem Spiegel und starrt in das Glas, ohne sich zu sehen. Sie überlegt, daß sie sich leise an- zichen und losreiten wird, das Zimmer ist ihr zu eng, sie braucht Luft.

Mit zwei Schritten ist sie am Kleiderschrank und streckt gerade die Hand aus, um ihn zu öffnen, als hinter chr die Tür knackt. Mit einem Ruck wendet Anne sich um sie steht ihrer Schwester Kläre gegenüber.

Ja, das ist Kläre, oder vielmehr ist das Kläre? Sie hat ein weißes, seidenes Nachtkleid an, und ihr Gesicht ist so weiß wie der Stoff, sie zittert am ganzen Körper, es sieht aus, als könne sie sich nur mit Mühe auf den Füßen halten.Anne", stam­melt sie,Anne, was mach ich nur, es ist ein Unglück geschehen."

Wieso, Unglück?"

Und kaum zu verstehen die Worte:Franz Pegel ist tot."

Franz Franz Pegel, tot?" Anne fährt sich mit beiden Händen an den Mund, um chr Ent­setzen nicht herauszubrüllen.Nein, Nein!"

Kläres zitternde Finger legen sich um das Hand­gelenk der Schwester.Still", murmelte sie, während ihre Zähne wie im Fieber aufeinanderschlagen; still, was machen wir? Lieber Gott, mein Mann; es gibt einen Skandal! Ein Skandal ist unvermeid­lich; was fange ich an; hilf mir doch, Anne!"

Da wacht Anne aus ihrer Erstarrung auf, wird ruhig und kalt.Es kommt fetzt nicht auf den Skan­dal an; es kommt auf Franz an. Wo ist er, was ist geschehen?"

Mein Gott, ich habe wirklich keine Schuld, Anne. Es war doch nichts zwischen uns. Eine alte Freundschaft. Wir haben viel zusammen getanzt, du weißt ja, wie Franz nun mal ist; er war ver­gnügt und verliebt; ich habe das von der humoristi­schen Seite genommen. Man kennt ihn doch; er brennt immer gleich lichterloh. Vielleicht hat er zu­viel getrunken, aber ich habe nichts davon gemerkt. Aber ander- Ersteht man seinen Uebermut einfach nicht. Er ist doch kein Primaner mehr! Denke dir, w»e ich eben in seinem Zimmer hin- und hergehe, ich hatte noch im 'Sessel gelesen, hörte ich Lachen norm Fenster. Ich war zu Tode erschrocken, das kannst du mir glauben. Da flog ein Rosenstrauß herein, und im gleichen Augenblick hörte ich Knacken und Brechen, fa, er ist hinterrücks rmrter-

Was ist geschehen, wer liegt da?"

Doch ehe Anne ein Wort erwidern kann, ist Kläre neben der Tante.Franz Pegel ist mit dem Rad gestürzt; ich sah es von meinem Fenster aus und holte Anne."

So", sagt Klarissa, und mehr nicht. Sie beugt sich nieder, eine ruhige, starke alte Frau, diese Kla- rissa. Sie fängt jetzt nicht mit einem Strafgericht und mit vielen Worten an. Sie fragt auch nicht: Wo ist denn das Rad?" und so; sie wendet sich an Anne. ,^Hott aus dem Schuppen den Holzliege- stuhl mit der Matratze, damit Franz flach liegt; die Erde ist feucht. Wir müssen ihn so schnell wie mög­lich ins Haus bringen."

Das sind vernünftige Worte. Kläre denkt, daß diese Klarissa mit Engelszungen redet. Wahrhaftig, ein Holzliegestuhl mit einer Matratze darauf ist das Richtige, und dann wird der Kranke schnell ins Haus geschafft und alles ist fchön und gut. Viel- . leicht ist es nur eine Gehirnerschütterung, vielleicht nicht mal das. Kläre Ziegler denkt, daß dieser Un­fall schrecklich ist, gewiß, aber schließlich hat sie ja im Grunde wenig oder nichts mit der Sache zu tun. Schlimm, zu denken, daß der arme. Junge seinen Uebermut so schwer büßen muß, aber wahrhaftig nicht ihre Schuld.

Kläre fliegt an Annes Seite zum Schuppen, und wenn nicht dieser traurige Vorfall wäre, müßte man über die Kräfte lachen, die die verwöhnte Frau entwickelt. Der Stuhl ist an und für sich nicht leicht, ein roh gezimmertes Holzgestell. Der Tischler aus Balke hat chn vor Jahren für ein kränkliches Fe- nenkind angeferttgt, das Liegekuren machen sollte. Er hat sich wenig Mühe gegeben und einen Stuhl für ein Riesenkind zusammengeschlagen. Damals hat Klarissa sehr mit ihm herumgeschnauzt, aber jetzt ist dieser Stuhl sehr gut. Man kann den Kran­ken verhältnismäßig gut tragen, denn an allen vier Seiten sind Griffe.

Kläre keucht nicht einmal, sie rafft auch chr Nacht- kleid nicht hoch, als sie und die beiden Frauen die Bahre mit dem Kranken wr* Haus tragen und in die Diele schaffen. .

So. Und nun ist es wie immer bei solchen Ge­legenheiten. Luise Pegel wird von Anne geholt. Sie ist bleich und gefaßt. Es wird nr* dem Arzt telephoniert, die Mädchen werden germ. , sie brin­gen Eisbeutel und Fieberthermometer und olles, was man braucht. Das Haus ist voll zitternder Er­regung, bis der Arzt kommt.

(Fortsetzung folgt.)

Anne kann nicht einschlafen, sie ist so aufgeregt, daß sie wieder aufsteht. Sie wirst einen alten Mor- genrock von Klarissa, der in ihren Besitz überge­gangen ist, um die Schultern und geht im Zimmer auf und ab. Als sie am Schrankspiegel vorüber- kommt, sieht sie in der halben Helle des Mond­lichtes ihr Bild. Ja, also, das ist sie doch, sie, Anne Wegner, keine Rede mehr von der Eleganz des großen Kleides. Das hängt im Schrank neben den Reithosen und einfachen Röcken, und bald wird es cingepackt, um mit ihr die Fahrt über das Meer zu machen. Doch das Kleid ist dabei nicht wichtig, wich­tig ist vor allem die Seereise. Lieber Himmel!

Dieser Tag war alles in allem ein ereignisreicher, ja, das kann man wohl sagen. Gutes und Unan­genehmes stand so haarscharf nebeneinander,- daß man es kaum trennen kann. Häßlich war ein Auf­tritt mit Paul Würz im Pferdestall, bei Konifere, er versuchte, sie an sich zu reißen und zu küssen. Er sagte: ,Hch werde noch verrückt, Anne ganz toll, Sie müssen das merken." Er roch nach Zigaretten und Alkohol und war ihr widerlich wie noch nie. Aber sie hatte genug Kräfte, um ihn wegzustoßen und davonzulaufen. An der Stalltür hat sie beinahe Irene Waitz umgerannt. Jetzt denkt sie, was die da wohl wollte, und sie meint, daß solch ein langes Kleid, in dem der Mensch seine Kindlichkeit verliert, viel Unheil anrichten kann. Anne schiebt alle Schuld (auf das Kleid und fängt an, es zu hassen und sich . nach den kurzen Kleidern und den baumelnden Zöpfen zu sehnen. Sie weiß mit ihrer jungen Weib­lichkeit noch nichts anzufangen, sie ist ratlos.

Was soll sie zum Beispiel mit Paul Würz machen, soll sie die Geschichte Klarissa sagen? Dann wird er entlassen und vielleicht war er nur beschwipst, nichts als das. Er ist ihr noch nie zu nahe ge­treten. Wie oft sehen sie sich denn schon? Gar nicht oft. Dann ist es wieder die Reise, die sie beun­ruhigt. Ob sie eine schöne Kabine haben wird? Ob es ein Bad an Bord gibt? Sie will nicht ver­gessen, sich Badeanzug und Bademantel zu kaufen. Was nur Irene Waitz im Stall wollte und mit diesem merkwürdigen Blick am Nachmittag? War sie eifersüchtig auf den Verwalter? Lieber Gott, wie

schanze nicht in Ordnung ist, und dem Schiklub die Herrichtung der Schanze troh bereits gebrachter Opfer aus eigenen Kräften allein nicht möglich ist.

Da sich für die Durchführung der Wettkämpfe wiederum bewährte Kräfte zur Verfügung stellen, darf erwartet werden, daß der Tag einen befrie­digenden Verlauf nehmen wird.

Die Spiele Der Gauklaffe im Handball'

Im Gegensatz zu den Spielen imLahnpokal" hat d?r Mtv. Gießen einen schlechten Start bei den Krieysmeisterschaften. Nachdem bereits das erste Tressen verlorenging, mußte sich die Mannschaft nunmehr auch auf eigenem Platz geschlagen beken­nen. Ueberraschend kommt auch die hohe Niederlage, die Dornholzhausen in Lützellinden bezog und der knappe Sieg von Hochelheim über Holzheim. Mit Ausnahme von Lützellinden ist demnach keine Mann­schaft mehr ohne Punktverlust. Es haben gespielt:

General v. Hahn 80 Lahre alt.

Lpd. D a r m st a d t, 17. Dezember. Auf Hof Ill­bach bei Reinheim begeht General der Kaval­lerie a. D. Ferdinand von Hahn, der letzte Generaladjutant des früheren Großherzogs Ernst Ludwig, am 28. Dezember feinen 8 0. Geburts- t a g. Während des Weltkrieges stand der Jubilar als Divisionskommandeur im Feld und kehrte im Februar 1917 als Generaladjutant nach Darmstadt zurück. Am 16. September 1917 erhielt er den Cha­rakter als General der Kavallerie.

Gefährliche Heizungsgase bei der Christmette.

Lpd. Dexheim (Rheinhessen), 27. Dez. Durch ausströmende Heizungsgase wurden I während der Christ mette einige Personen leicht vergiftet und eine Frau fast bewußtlos. Die herbeigerufene Oppenheimer Sanitätskolonne mußte sie mit dem Sauerstoffgerät behandeln.

52 Hühner durch Kohlenoxydgas umgekommen.

LPD. Limburg, 27. Dez. Ein hiesiger Hühner­halter, der zur Anregung der Legetätigkeit im (9e- flügelstall einen kleinen Brikettofen feuerte, mußte einen schweren Verlust feststellen. An­scheinend durch Kohlenoxydgas waren über Rocht 5 2 Hühner eingegangen. Ihm ver­blieben nur 15 Hühner, die sich in einem andern Raum befanden.

Landkreis Gießen.

)( Ruppertsburg, 27. Dez. Nachdem nun alle Ehrenkreuze für kinderreiche Müt- t e r eingetroffen waren, fand gestern nachmittag im Gemeindesaal eine Feierstunde statt, in der Bürger­meister Ortsgruppenleiter Lind die Ehrenkreuze überreichte. Gedichte, dorgetragen von BDM.-Mäd­chen, und Lieder umrahmten die würdige Feier. Im ganzen empfingen aus unserem Dorfe 53 Mütter die Auszeichnung des Führers, und zwar: 1. Stufe des Ehrenkreuzes (in Göld): Luise Konrad, Anna Fleischhauer, Katharine Hoffmann, Marie Marx, Lina Parr, Margarete Schad, Margarete Seipp. 2. Stufe (in Silber): Anna Diehl, Elise Parr, Luise Scheel, Marie Leidner, Lina Müller, Emilie Roll, Anna Müller, Minna Pabst, Emma Müller, Marie Nier, Wilhelmine Willa, Marie Wagner. 3. Stufe (in Bronze): Magdalene Schuchard, Margarete Böcher, Emilie Beuler, Luise Böcher (gest.), Mar­garete Ester, Minna Schlörb, Karoline Parr, Elise Lind, Josephine Hahn, Marie Groh, Emma Stein, Margarete Parr, Henriette Marx, Katharine Beu­ler, Margarete Marx, Katharine Blei, Lina Schwarzhaupt, Minna Parr, Marie Döpfer, Katha­rine Löwer, Helene Pabst, Marie Parr, Marga­rete Möll, Emma Konrad, Anna Marx, Margarete Beuler, Minna Schad, Emma Parr, Katharine Wagner, Margarete Wörner, Minna Hahn, Anna Becker, Mathilde Diehl, Anna Willa.

Dieses Tor gab den Platzherren Auftrieb und kurz darauf ließ Heeg einen haltbaren Ball zum zwei­ten Tor ins Netz. Die Grünweißen gingen mächtig aus sich heraus und attackierten das Tor der Fried­berger, doch wollte sich kein Erfolg einstellen. Alle Versuche der Grünweißen, das Spielergebnis zu ändern, waren erfolglos und mit einer durchaus vermeidbaren Niederlage mußten sie geschlagen den Heimweg antreten.

VsB.-R. 1. Jgd. Tv. Heuchelheim 1.3gb. 2:0 (2:0).

Kreis Dehlar.

. + Krumbach, 27. Dez. Am 24. Dezember fand hier in der Schule eine schlichte Mütter- ehrungsf eier statt. 15 Mütter wurden mit dem Ehrenkreuz der deutschen Mutter ausgezeichnet. Maria Herrmann, geb. Weber, erhielt das goldene Ehrenkreuz; Luise Wagner, geb. Mühlich, Frieda Wagner, geb. Bieber, und Elisabethe Bernhardt, geb. Weber, das silberne; Katharine Krauskopf, geb. Schmidt, Luise Oehler, geb. Ruppert, Lina Klös, Katharine Waldschmidt. geb.Laucht, Elisabethe Kraus- köpf, geb. Bengel, Wilhelmine Groh, geb. Schupp, Luise Groh, geb. Schupp, Katharine Oehler, geb. Wagner, Luise Waldschmidt, geb. Wagner, und Luise Wagner, geb. Schmidt, wurden mit dem bronzenen Ehrenkreuz bedacht. Bis jetzt sind in unserem Orte zwei Silos fertiggefteUt worden. Vor einigen Tagen kam eine K a r t o f f e l d ä m p f - kolonne aus Heuchelheim, um die Kartoffeln ein« zudämpfen. Die Dämpfkolonne hatte zwei Tage hier zu tun. Für manchen Landwirt war es intereffant, die Arbeit zu beobachten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 27. Dezember. Am Frank­furter Getreidegroßmarkt entwickelte sich nach dem Fest nur wenig Geschäft. Die Markttage erfuhr keine besondere Veränderung. In Brotgetreide blieb es bei den kleinen Zufuhren, währet in Brau­gerste teilweise etwas mehr Ware vorlag. Futter­mittel waren meist gefragt. Das Mchlgeschaft lag still. Alle Preise blieben unverändert.

geschlagen, das Spalier, an dem er wohl hochge- klettert ist, hat ihn nicht getragen. Jetzt liegt er unten; er rührt sich nicht, er stöhnt nicht tot unter meinem Fenster tot. Allmächtiger Gott, was mach ich nur?"

Da ist Anne schon beim Kleiderschrank, reißt ihn auf und $errt einen Mantel heraus.Zieh ihn über, Kläre. Ein Mensch, der aus dem ersten Stockwerk fällt, braucht nicht gleich tot zu fein; wir müssen ihm helfen, komm." Sie ist schon draußen und fliegt den langen, dunklen Flur entlang.

Kläre tastet sich unsicher und langsamer hinter der Schwester her. Die Knie sind ihr weich. Als sie die Treppe erreicht, die nach unten führt, ist ihr so schwindlig, daß sie sich am Geländer festhalten muß. Jetzt kommt von unten her ein Lichtschein zu ihr; Anne hat in der Diele das Licht eingeschaltet; sie hört, daß ein Schlüssel zweimal im Schloß gedreht wird. Wie er knackt! Furchtbar, solch ein altes Haus, nichts zu verbergen in diesem Haus! Kläre flüstert:Lieber Gott, lieber Gott"; die Glieder sind chr vor Angst wie gelähmt. Sie kommt nur Schritt um Schritt vorwärts, und als sie endlich die Haustür erreicht, ist Anne schon verschwunden. Also weiter, sie muß ums ganze Haus gehen. Plötzlich kommt ihr der Gedanke: Wie, wenn der Verwalter oder sonst ein Angestellter den Franz Pegel schon unter ihrem Fenster gefunden hat? Das darf nicht sein, um alles in der Welt nein!

Dieser neue Schreck löst die Starrheit ihrer Glie­der; sie rafft ihr Nachtkleid hoch, das seidig weiß unter Annes altem Mantel vorhängt, und fängt an ZU laufen. Rechts ums Haus herum, hier muß es doch fein? Sie ist wie erblindet; sie kann nichts sehen.Anne", flüstert sie.

Ja, komm her, er lebt. Halte seinen Kopf; er stöhnt furchtbar, kaum auszuhalten, aber bei Be­wußtsein ist er nicht. Ich will Hilfe holen; wir müssen ihn sofort ins Haus tragen und nach dem Arzt telephonieren."

Da kauert Kläre neben der Schwester. ,Keine Hilfe holen", murmelt sie;wir tragen ihn selbst ins Haus. Mein Mann darf nichts erfahren; er könnte es nie verstehen. Und alle anderen, denkst du, man würde das mit den Blumen glauben? Ich bitte dich, Anne, faß an, wir tragen ihn selbst."

Ausgeschlossen, er ist zu schwer. Außerdem han­delt es sich wirklich in diesem Augenblick nicht um dich, Kläre, sondern um den Verletzten." Annes Stimme ist kalt und spröde. Die Schwestern fi ib sich fremd, zwei feindliche Menschen. Anne springt auf, um ins Haus zu gehen. Auf halbem Weg trifft sie Klarissa.

Die 1. Jugend der Grün-Weißen weilte am 24. Dezember beim Tv. Heuchelheim und konnte hier einen verdienten 2:0 Sieg feiern. Die Gießener, nur mit 10 Mann, lieferten ein schönes Spiä. In der Mitte der ersten Halbzeit konnten die Grün- Weihen durch ihren Halbrechten in Führung gehen. Kurz darauf schoß ebenfalls der Linksaußen das zweite und letzte Tor des Spieles.

Nach der Halbzeit kamen die Heuchelheimer mehr

** Eine Achtzigjährige. Am heutigen Donnerstag, 28. Dezember, kann Frau Katharine Hartmann, Frankfurter Sttaße 61, in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag feiern. Die Jubilarin gehört seit Jahrzehnten zum treuen Leserkreis desGießener Anzeigers" Wir beglück­wünschen sie herzlich zum Geburtstag.

** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am morgigen Freitag kann Frau Wilhelmine Weber,

geb. Becker, Licher Straße 7, im Kreise von 8 Kin­dern und 10 Enkelkindern bei guter Gesundheit ihren 75. Geburtstag feiern. Die Hochbetagte ist Trägerin des goldenen Mütter-Ehrenkreuzes. An den Ereig­nissen unserer Zeit nimmt sie noch regsten Anteil. .......... , . _.^v.

Seit Jahren gehört die Jubilarin zum treuen Leser- des Tages Arbeit. Dazwischen: Berichte. 20: Nach­kreis des Gießener Anzeigers. Wir beglückwünschen richten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandfender, sie herzlich zum Geburtstag. Dazwischen: 22 bis 22.15: Nachrichten. 24 bis 0.15:

------- I Nachrichten.