Fahren durch beleuchtete Ortsteile oder bei Blendung durch Entgegenkommende das eigene Licht nicht sicher erkennen kann. Für Kraftfahrzeuge, die seit dem 1. 4.1938 erstmals zugelassen wurden, war die Neuerung sofort in Kraft getreten.
Aom Pimpfenkochen.
Am vergangenen Freitag sah ich dem Pimpfen- kochcn in' der Versuchsküche der Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft des Deutschen Fraucn- wcrkes zu.
Als ich kam, waren schon manche Speisen zubcreitct und sahen sehr lecker aus. Eine Gemüsesuppe duftete ! herrlich, schöne Rohkostsalatc (luic Tomaten-, Sel- ! lerie-, Weißkraut- und rote Rübensalate) luden direkt , zum Versuchen ein. Die Pimpfe selbst gaben sich eben mit großem Eifer der Zubereitung von guten, aus i deutschem Puddingmehl zubereiteten Puddings mit > wohlschmeckender Soße hin. Sie werden sich wohl «gerade bei dieser Speise besonders aufs Kosten gc- jfreut haben.
Die Abteilungsleiterin der Abt. Volkswirtschaft- chauswirtschaft des Kreises Wetterau, Frau Matthy, erklärte mir dann, daß die Pimpfe in diesem Jahre izum ersten Male die Rohkoftreibe mit auf Fahrt bekämen und sie deshalb besonders Rezepte von Roh- 7ostsalaten versuchen ließe. Viermal müßten die Prmpfe in der Versuchsküche kochen, beim fünften Male gingen sie hinaus ins Freie, müßten dort eine rnchgemäße Kochstelle bauen und hier das etwas schwierigere Kochen (so wie es eben auf Fahrt ist) nusprobieren. Die Abt. Volkswirtschaft-Hauswirt- ichaft des Gaues hat einen Fahrtenvcrpflegungsplan ' nusgearbeitet, den die Jungen mitbekommen. Hierdurch und durch das Probekochen sei eine gewisse Gewähr geleistet, daß die Pimpfe gut und sachgemäß !oerpflegt würden.
Wenn dann die Speisen mit so lustigen Redensarten wie bei diesem Probekochcn gewürzt werden, min ich überzeugt, daß sie ganz vortrefflich munden.
E. L.
Generalversammlung des Männer-Dadevereins.
Der Männer-Badeverein hielt am Samstag im i.Auerhahn" unter dem Borsitz des Bereinsführcrs, Ortsgruppenleiters Thomas, seine Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Schrift- ührers S) o f erstattete der Dereinssührer den Ge- lchäftsbericht, aus dem u. a. zu entnehmen war, daß oas abgelaufene Jahr sich als verhältnismäßig gün- iig erwiesen hatte, so daß durch die wirtschaftliche Geschäftsführung ein größerer Betrag erübrigt wer- sen konnte, der den Reserven zugeführt wurde. Im i.ahre , 1938 wurde ein neues Sprungbrett an« reschafft und verschiedene Verbesserungen durchge- ihrt, für die über 1OOO RM. aufgewendet wurden, nm neuen Jahre wird in die Halle des Bademeisters ine Wasserleitung gelegt werden, weiterhin sind Verbesserungen an den Dächern und die üblichen «ierbejserungen vorzunehmen.
Im Mittelpunkt des Badebetriebes soll ein Strand- sst stehen, dessen Durchführung „KdF." übernehmen i'ird. An di? Stelle des Bademeisters Seitz tritt '«ademeister Schmidt. Den Hitler-Urlaubern und ^A.-Kameraden, die nach Gießen kommen, wird, Die schon in früheren Jahren, kostenlose Benutzung ?r Badeanstalt gestattet. Die Mitgliederzahl ist mbU geblieben. Der von Rechner Hock vorgelegte Kassenbericht belegte mit Zahlen die günstige Ent- ijcklung, die sich im Anstieg des Vermögens aus- irüdt und den Beweis für die gute Fundierung des Vereins ergab. Nachdem dem Rechner und zugleich liuch dem Vorstand Entlastung erteilt worden war, c^ib der Vereinsführer einen Rückblick auf die letzten politischen Ereignisse. In einer regen Aussprache rjurben einige Vorschläge unterbreitet, die darauf Iinausgehen, den Gemeinschaftsgeist auch beim 'adebetrieb zu pflegen und einige Unzulänglich- iten abzustellen. 11. a. wurde die Erneuerung der Wielgeleaenheiten im Bad und einige Verbesserun- din angekündigt.
Arbeitstagung
der Giehener Bienenzüchter.
Zm Hotel Hopfeld fand am Sonntagnachmittag t ne Arbeitstagung der Imker der Ortsfachgruppe ; ('sehen statt, die namentlich von den auswärtigen Mitgliedern zahlreich besucht war. Der Ortsfach- ssmpprnvorsitzer, Bodenbendcr, gab aus der । pJiUe seiner Fachkenntnisse praktische Winke für die | 'Übeii an den Völkern in den nächsten Tagen und i Monte, daß die sachgemäße Behandlung im Früh- ioiir ausschlaggebend für die Erfolge im Sommer i if ©r hob hervor, daß die Reinhaltung der Völker di wichtigste Aufgabe ist und empfahl sorgsame ^obachtung der Tiere in der nächsten Zeit. Auch ji:' die Herstellung leicht sauber zu haltender Trän- Ici gab er praktische Vorschläge.
1 hierauf erläuterte er die wichtigsten Bienenkrank- hlle^r und wies nach, daß die meisten Krankheiten jti im Frühjahr einstellen. Er schilderte die Er- ! vnkungen der Bienenbrut, in erster Linie die ' Flmlbrut und solche der ausgewachsenen Bienen, d ? die „Nosema", die im letzten Jahre auch im
| 8'ireich der Ortsfachgruppe festgestellt wurde. Er ; iräuterte die Aterkmale dieser Krankheiten.
Der Sachverständige für Bienenseuchen des Kreises I Rebberg, Opper, ergänzte diese Ausführungen iriO hob hervor, daß all die Erfolge, die in dem i lihfen Jahr erzielt wurden, im Jahre 1938 durch fl !reiche Bienenkrankheiten in Frage gestellt wur- !e . Nach dem Aufruf des Präsidenten Vetter zur w'mehrung der Bienenvölker konnte durch die Smherung der Bienenvölker und die Reinzucht eine cf igerung des Honigertrages um 60 ÖOO Doppel- Wtner im Werte von 12 'Millionen Rtark erzielt u!'den. Auf 400 Belegstellen, von denen allein 270
Reinzucht anerkannt morden waren, konnten O"MX> Königinnen gezüchtet werden. Es ist Pflicht «t-s Fachgruppenmitgliedes, auf die nicht organi- nten Bienenhalter zu achten, weil durch deren ; ic!ker am meisten die Bienenkrankheiten verbreitet itirben.
)>te nÄhste Versammlung findet in Verbindung tin einem Lehrgang für Königinnenzucht in Gießen i Die Gießener Imker beteiligen sich an der Lt-desfachgruppen-Ausstellung am 1. big 3. Dezem- ifri in Frankfurt a. M., auf der vor allem Honig- i»i Wachserzeugnisse ausgestellt werden sollen.
2ier Vorsitzer gedachte dankbar der Erfolge des | Nrers und forderte die Imker zur weiteren Mitch it und zur Treue gegenüber dem Führer auf.
Gießener wochenmorktpreife
iGießen, 28. März. Auf dem heutigen Wochen- rn/'St kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, ÜGite 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, i^sche Eier, Klasse B 12, C 11)4, rote Rüben, 1 ra 'eg 14 bis 15, Spinat 35, Unterkohlrabi 8 bis 10, Pssalat, ‘/io 15, Tomaten, V2 kg 35 bis 50, Zwie- I<i 15 bis 16, Meerrettich 40 bis 70, Kartoffeln,
cg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark,
Blumenkohl, das Stück 40 bis 50 Pf., Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, x/2 kg 35 bis 40, Radieschen, das Bündel 20 bis 25, Karotten, % kg 15, Salatgurken, das Stück 85 Pf.
Jahreshauptversammlung de« Tierschutzvereins.
Der Tierschutzverein für Gießen und Umgebung hielt am gestrigen Montagabend seine ordentliche Jahres-Hauptversammlung ab, die von dem stellv. Vereinsleiter, Universitäts-Professor Dr. Kü st geleitet wurde.
Aus dem vom Geschäftsführer, Verwaltungsinspektor 51arl Müller, erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß der Tierschutzgedanken in ließen und Umgebung weitere Fortschritte gemacht
Professor Dr. K ü st widmete den verstorbenen Mitgliedern Tapeziermeister Belz, Mctzgermeister Seiht, Schornsteinfegermeister Gg. Keil und Hallenmeister Gg. Müller, die sich rege für den Tierschutzgedanken eingesetzt hatten, ein stilles Gedenken.
Rechner L e i d n e r erstattete den Kassenbericht, der über geordnete Verhältnisse Aufschluß gab. Die Mitgliederzahl ist wiederum im Anwachsen. Auf Antrag der Rechnungsprüfer Sier und Betz wurde dem Rechner Entlastung erteilt und dem Vereinsleiter und seinem Beirat das Vertrauen ausgesprochen. Zu Rechnungsprüfern wurden die Mitglieder Sier, Betz, Althof und Philippi bestellt.
Geschäftsführer Müller berichtete von der Ehrung, die dem verdienten Tierzuchtinspektor Ludwig Haas anläßlich dessen 70. Geburtstages zuteil wurde. Auf Wunsch des Vereinsleiters wurden weitere Ehrungen zunächst aufgeschoben. Im letzten Jahre wurden außer Oberreallehrer Straub und Professor Dr. Ko ob auch Ludwig Haas und Apotheker Schmieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Professor Dr. Küst dankte besonders dem Geschäftsführer Müller, dem Rechner Leid- ner und dem Vereinshelfer Kaiser für ihre treuen Dienste.
Tierzuchtinspektor Ludwig Haas berichtete über einige interessante Fälle aus der Praxis, die er für den Tierschutzvereiu zu bearbeiten hatte, und gab zu erkennen, daß hinsichtlich der Tierhaltung, namentlich in den Schrebergärten, und auch im Hinblick auf die Tierpflege noch manches zu tun übrig bleibt. Der Verein wurde auch vielfach aus Ortschaften im
Kreis in Anspruch genommen. Tierzuchtinspektor Haas hob hervor, daß Menschen, die keine Zeit für ihre Tiere haben und sich nicht um sie kümmern, sie and) nicht halten sollen.
Professor Dr. Küst unterstrich die Bedeutung der Aufklärung und hob hervor, daß namentlich die Fachgruppenvorsitzendcn der Tierzuchtvereine wertvolle Mithilfe leisten können. In erster Linie müssen Nichtorganisierte Tierhalter beobachtet werden, weil bei diesen die gröbsten Mängel anzutreffen sind.
Aus der Versammlung heraus wurde auch Tierfreunden, u. a. einem 19jährigen Pferbepfleger aus Reiskirchen, Anerkennung ausgesprochen. Die Aufmerksamkeit der Tierhalter wurde auf die Hufpflege gelenkt. Weiterhin wurde angeregt, die Polizei zu ersuchen, daß Lastfuhrwerken das Anhalten an den Stopstraßen und das Vorfahrtsrecht gegenüber Lastkraftwagen gewährt wird. Nach einer Anordnung des Reichsinnenministeriums ist das Salzstreuen verboten.
* ,
** Frühjahrs markt — Schaumesse — verlängert. Der diesjährige Frühjahrsmarkt, der gegenwärtig auf Oswaldsgarten Gelegenheit zu Belustigungen usw. bietet, wird bis einschließlich Sonntag, 2. April, verlängert.
Landkreis Gießen.
<£ Leihgestern, 28. März. Am morgigen Mittwoch, 29. März, kann unsere Mitbürgerin Frau Marie Sauber W w c. ihren 89. Geburtstag begehen. Sie ist, seit Jahrzehnten leidend, die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde. — Ihre Silberne Hochzeit können am morgigen Mittwoch, 29. März, der bei der Molkerei Grieb in Gießen beschäftigte Philipp Albert Arnold und Ehefrau Sophie, geb. Väth, Bahnhofstraße 31 Dahier wohnhaft, begehen.
Kreis Wetzlar.
* Odenhausen, 26. März. Seit Freitag, den 24. März, wird der Maurer Christian Hirsch- h äußer aus Odenhausen vermißt. Er verließ am Freitag gegen 22 Uhr das Lokal Koch und wurde seit dieser Zeit nicht mehr gesehen. Es ist anzunehmen, daß er in der Dunkelheit in die Lahn gestürzt ist. Allerdings konnten keine Spuren festgestellt werden, die auf sein Verschwinden Hinweisen würden. SA. und Feuerwehr haben am Sonntag die Lahn und Umgebung abgesucht. Ihr Unternehmen blieb aber erfolglos.
9. Jl.-Spott
Kreisgruppenwettkämpfe
der Kreisklaffe im Gerätturnen.
Am Sonntag trafen sich die besten Vereinsmannschaften der Kreise 7 bis 12 des Gaues Hessen in der Turnhalle des Tv. 1846 in Gießen zur Ermittlung des Siegers in der südlichen Kreisgruppe. In Vertretung des Kreismännerturnwartes Reuter (Gießen) leitete Unterkreisturnwart Jansen (Sinn) den Wettkampf. Don den 6 Kreisen hatten vier ihre Vertretungen geschickt, es fehlten Kreis 9 Limburg und Kreis 11 Friedberg. Nach einer kurzen Erläuterung durch den Wettkampfleiter wickelte sich der Kampf reibungslos ab. Die Leistungen waren zum Teil sehr gut und über dem Durchschnitt von Kreis- klassenmvnnschaften.
Als Sieger ging der Turnverein Erbach (Kreis 10, Westerwald) mit 456 Punkten hervor; es folgten Turnverein Waldgirmes, der Vertreter des Kreises 8, Gießen mit 434,5 »Punkten. Turngemeinde 1893 Hanau mit 421 Punkten und VfL. Marburg mit 383 Punkten.
Kreismännerturnwart Reuter nahm die Siegerehrung vor, beglückwünschte den Sieger und gab bekannt, daß der Turnverein Erbach im April in Lauterbach den südlichen Bezirk des Gaues im Endkampf um die Gaumeistersck)aft der Kreisklasse zu vertreten hat.
Beste Einzelturner waren Otto H eu b e l (Erbach) und Kurt Sch ö n st e i n (Erbach) mit je 122,5 Punkten, Wilhelm Schmidt (Waldgirmes) mit 114
Punkten und Wilhelm Ferber (Waldgirmes) mit 112,5 Punkten.
,/Teutonia" Watzenborn-Steinberg vor großen Kämpfen.
Nachdem der 1. FC. „Teutonia" Watzenborn- Steinberg die Meisterschaft zu seinen Mnsten entschieden hat, hat die Dereinsleitung alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Anhängern des Vereins einmal großartige Gegner vorzustellen. Es handelt sich hier um folgende Mannschaften, die in Steinberg spielen, und zwar am 2. Osterfeiertag um „Dun- lop Hanau", am Himmetsahrtstag um „Wormat-a" Worms und am 2. Pfingstfeiertag um „Hanau 93".
Kein Deuischland-Ilug 4939.
Der vom 11. bis 18. Juni vorgesehene Deutschland-Flug, der in den letzten Jahren das größte Ereignis des deutschen Motorflugsports war, wird 1939 aus organisatorischen Gründen nicht durchgeführt. An seine Stelle treten vier große regionale Flugwettbewerbe in West-, Ost-,' Nord- und Süddeutschland, die als Gesamtveranstaltung gesehen den Deuts ä)landflug noch in seinem Ausmaß übertreffen. 1940 wird der Deutschlandflug dann wieder auf dem Terminkalender erscheinen. Don erhöhter Bedeutung ist in diesem Jahre im Motorflug noch der K ü st e n f l u g an der O st - u n d N o r d s e e vorn 12. bis 14. August mit Start in Rangsdorf.
tung bot der Sturm 1/83 Gießen mit 85,1 Punkten vor dem Sturm 2/83 Wetzlar mit 75,8 Punkten. Die Gießener wurden damit Gewinner des von Landrat Dr. Lotz gestifteten Kleinkalibergewehres. Außerdem erhalten die zwei Besten eines jeden Sturmes je ein wertvolles Buch.
Die Ergebnisse:
Sieger: Bester Sturm: 1/83 Gießen 85,1 P. 2. 2/83 Wetzlar, 75,8 P.
Einzelsieger: Sturm I 83 Gießen: 1. Unterscharführer Beper, 234 Punkte., 2. Oberscharführer Naumann und Sturmmann Schäfer, 222 Punkte. — Sturm 2/83 Wetzlar: 1. ^-Mann Lepper 157 P., 2. ^4-Mann Kropp 156 P. — Sturm 3,83 Hungen: I. -^-Bewerber Arnold 145 P., 2. -Mann Keil 141 P. — Sturm 4/83 Friedberg: 1. ^-Mann Schneider 254 P., 2. ^-Mann Steigerwald 139 P.
Nach bem gemeinsamen Eintopfossen im Schützenhalls trat der I. Sturmbann auf dem Trieb zur Be- üchtigung durch den neuen Führer der 83. ^-Stan barte Gießen, ^-Obersturmbannführer Frosch, an, der jeden Mann durch Handschlag begrüßte und mit kernigen Worteir die Allfgaben der Schutzstaffel um riß. Das Treuelied beendete den Appell, der trotz der vorangegangenen Anstrengungen und der eisigeil Kälte einen tadellosen Eindruck von den Mannschaften gewinnen ließ. Sto. — 1 83.
Grohen-Vuseck I — Steinbach 1 5:1.
Da das rückständige Punktespiel gegen Wißmar wegen Absage von Wißmar wiederum ausfallen mußte, sprang Steinbachs I. ein. Großen-Buseck, in dessen Reihen wieder der aus dem Arbeitsdienst zurückgekehrte Dambmanu eine guten Start hatte, hielt das Spiel jeder Zeit offen, obwohl durch ein Mißverständnis die Mannschaft nicht vollzählig antreten konnte. Die Höhe des Sieges entspricht dem Spielverlauf.
Wirffchast.
Rhein-Mainische Börse.
Aliltagsbörse Aktien weiter schwächer.
Frankfurt a. M., 27. März. Die rückläufige Bewegung am Aktienmarkt setzte sich fort, da die Abgabencigung der Kundschaft önhielt. Aud) aus Jndustriekreisen sollen kleine' Verkäufe vorgelegen haben, dagegen zeigte sich kaum Kauf- interesse. Die Umsätze waren weiterhin äußerst klein, so daß bei der Marktenge sich vielfach stärkere Abschwächungen als durchschnittlich 0,50 bis 1 o. H. einstellten. Besonders gedrückt waren Conti Gummi mit 206,50 (210,25). Ferner kamen nach eintägiger Pause Zellstoff Waldhof mit 115 (117,75) zur Notiz. Von den führenden Werten gingen IG. Farben auf 147,13 (148,50), Hoesch auf 104,50 (105,75), Rhein- ftahl auf 132 (133,40), Deutsche Erdöl auf 122 (123,75) zurück. Mannesmann und Verein. Stahl mit je minus 0,50 v. H. auf 107,50 bzw. 103 sowie AEG. mit 112 (112,75) waren besser gehalten. Von Maschinenaktien verloren Demag und Rheinmetall je 1,50 o. H. auf 142 bzw. 129, ferner büßten u. a. Westdeutsche Kaufhof 1,13 v. H. und Bemberg 1 v. H. ein. Etwas höher lagen Feinmechanik Jetter mit 102 (101,50). >
Der Renmarkt lag nach der leichten Belebung vom Samstag wieder fxhr still und nicht immer voll behauptet. Reichsbahn-DA. gaben 0,25 v. H. ab auf 123, ferner gingen im Freiverkehr Koinmunal- Umfchuldung um 5 Pfennig auf 93,35 zurück. Pfandbriefe lagen still, Frankfurter Hyp. Liquid, etwas fester mit 100,90 (100,70). Von Stadtanleihen brök- feiten die beiden Darmstädter auf 96,75 (96,90) ab. Industrie-Obligationen notierten unregelmäßig.
Unnotierte Werte hatten stilles Geschäft, höher Rastatter Waggon mit 53 bis 55 (52,50), dagegen Elsäss. Bad. Wolle 95 bis 97 (96 bis 98). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.
Abendbörse unerholt.
Die Abendbörse nahm einen sehr stillen Verlauf' und war am Aktienmarkt gegenüber dem hiesigen Schlußverkehr noch überwiegend schwächer, während gegen den Berliner Schluß ebenfalls keine Erholung eintrat. Nennenswertes Angebot lag zwar nicht vor, anderseits fehlte es aber an jeglicher Unternehmungslust. Im allgemeinen hielten sich die Veränderungen bei 0,25 bis 0,50 v. H. Bemberg jedoch büßten 1,50 v. H. ein auf 129 und IG. Farben 1 v. H. auf 146 bei einem Berliner Kurs
146,40. Am Montanmarkt waren Mannesmann
Handball im NSTiL.-Kreiö Gießen. <
Soll das die Entscheidung sein? Hörnsheim liegt nunmehr mit einem Punkt vor dem Altmeister und sollte diesen Vorsprung normalerweise auch behaupten. Die Mannschaft hat nur noch ein Spiel auszutragen, das zwar nicht ganz Icidjt, immerhin aber zu gewinnen ist. Denn Katzenfurt ist in seinen Leistungen in letzter Zeit stark zurückgegangcn und sollte deshalb dem Tabellenführer nicht weiter gefährlich werden.
Für Lützellinden ist diese Tatsache um so tragischer, als die Mannschaft klar an der Spitze liegend, leichtfertig — ohne die Gefahr zu erkennen — zwei wertvolle Punkte buchstäblick) verschenkte.
Ein ungünstiges Zeichen von Sportkameradschaft ist es, wenn eine Mannschaft nicht antritt. Derartige Fälle sind selten. Daß aber einem Verein, wie ihn nun einmal der Mtv. Gießen darstellt, etwas derartiges passieren kann, ist sck)lechterdings nicht recht zu verstehen. Die Mannsck)aft der Luftwaffe wartete — gut vorbereitet — auf ihren Gegner, mußte aber ohne Spiel wieder abtreten.
Eine Reihe von Spielen rnußte wegen der vorhandenen schlechten Platzverhältnisse and) diesmal wieder verlegt werden.
Tv. Lützellinden— Tv. Hörnsheim 4:4 (2:2).
Das Spiel war keine „Offenbarung" und will) in seiner ganzen Struktur wesentlich von den früheren Lokalkämpfen ab. Die Platzbesitzer begannen den Kampf keinesweg in überzeugender Form. Hörnsheim war dagegen sofort im Bilde und ging aud) bald in Führung. Mit etwas Glück kam 'das Halbzeitergebnis zustande. — Nach der Pause änderte sich das Bild grundlegend. Lützellinden kam mehr und mehr auf und Hörnsheim mußte stark verteidigen. Zwei Tore wurden vvrgelcgt, durd) das aufopferungsvolle Spiel der Gäste aber bald wieder aufgeholt. Alle Anstrengungen, das Ergebnis zu verbessern, mißlangen. Mit einem Unentschieden, das den beiderseitigen Leistungen nicht ganz entspricht, trennten sich die Mannschaften.
Tv. Grüningen — Tv. Atzbach 12:5 (6:2).
Obwohl Atzbach mit zahlreichem Ersatz antrat, lieferte die Mannschaft ein recht gefälliges Spiel, konnte aber gegen die Platzbesitzcr — die noch einmal in stärkster Besetzung antreten — nichts ausridchen. Die Niederlage, die Ätzbad) bezog, hat Dutenhofen den Weg zum Aufstieg in die Bezirksklasse freigemacht.
Gepälkmarsch-Meisterschast der it.
(Sturm 1/83 Gießen gewinnt den Ehrenpreis des Landrats.
Regen, Schnee und Wind wechselten miteinander ab, als am Sonntagvormittag die Einheiten des Sturmbanns 1/83. ^-Standarte Gießen, zur Gepäck- marschmeisterschaft starteten. Nach Ablegung der vor- geschriebenen Schießübung setzten sid) die Stürme wie folgt in Marsd): Sturm 1 (Gießen) vom Schießend der Schützen-Gesellschaft; Sturm 2 (Wetzlar) vom Sd)ützenhaus in Wetzlar; Sturm 3 (Hungen) vvm Schießstand in Lid) und Sturm 4 (Friedberg) vom Schicßstand in Butzbach. Es galt, mit 25 Pfund Gepäck eine festgelegte Strecke, die zwischen 25 und 30 Kilometer lag, in möglichst schneller Zeit zurück- zulegen, was durck) die schlechten Straßen und das schleck)te Wetter sehr ersck)wert wurde.
Wurden die ersten Kilometer fast geschlossen zurückgelegt, so zog sich, je länger die Männer unterwegs waren, das Feld immer mehr auseinander. Ausfälle ließen sick) nicht vermeiden, die in der Gesamtwertung mit Strafpunkten belegt wurden. Anderseits konnte
man wieder großartige Leistungen sehen. War doch selbst ein 52jähriger ^-Kamerad unter denen, welche die Strecke, die zum Schluß noch durd) das Nehmen einer Hindernisbahn am Sammelpunkt Gießen erschwert wurde, in tadelloser Haltung zurücklegten. Den Abschluß bildete ein Handgranaten-Zielwurf auf dem hinteren Trieb. Mit manchem Sd)erzwort, wie „Ballonlauf", „Reifenwed)sel" nsw., wurden die unterwegs auftretenden Schwierigkeiten überwunden.
Eine ganz vorzügliche Leistung bot ^-Mann Schneider (Friedberg), der seine 29 Kilometer lange Strecke in 3 Stunden 35 Minuten zurücklegen konnte. Die erzielten Zeiten verdienen deshalb besondere Anerkennung, da die Teilnehmer doch durchweg Kameraden sind, die wod)entags in meist handwerklichen und industriellen Betrieben stehen und trotzdem jederzeit einsatzbereit in echtem ^-Geist ihren Dienst versehen.
Die beste Durchschnittsleistung in der Gesamtwert
107,75 (107,50) gefragt, ferner auf ermäßigtem ud Verein. Stahl.mit 102,75 (103), Hoesch mit 104,25 (104,50), Rheinstahl mit 131 (131,50) und Flse Genuß mit 128 (129). Sonst bröckelten u. a. ab: Gesfürel auf 130,50 (131), Westdeutsche Kaufhof auf 101,25 (101,40), Rheinmetall auf 127 (127,50), Daimler auf 130,50 (130,75), Reichsbank auf 177,75 (178), während Adlerwerke mit 108, MAN. mit 140,50 je 0,50 v. H. und Metallgefellfchaft mit 114,50 sowie Moenus mit 122,50 je 0,25 v. H. höher notierten. Der Renten markt war nahezu geschäfts- los, 6 v. H. IG. Farben wurden 0,25 v. H. höher bezahlt mit 121,50, Reichsbahn-VA. waren 0,13 v H. niedriger gefragt mit 122,90. Kommunal-llm- schuldung hörte man mit 93,35.
.Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 27. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 210, W 11 212, W 12 213, W 13 214, W16 217, W18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen RH 196, R 12 197, R 14 199, R 16 202, R 17 203, R 18 204, R 19 206 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfeftpreife ab Mühlenftation. Roggenfuttermehl R19 12,-50, Roqgenoollkleie R 19 11,00. Roa- genkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab - Mühlen- tation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizen stroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Derlade- tation.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 28. März. (Varbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 944 Kälber, 51 Hümmel, 75 Schafe, 4691 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hümmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hümmel und Schafe mittel.


