Dorfe und beherrschend in der Landschaft. Der Feierramn-Bau läßt nach seiner ganzen Gestalt den tieferen Sinn als Weihestätte der deutschen Jugend erkennen. Nach dem Appellplatz zu befindet sich eine Vorhalle, die durch gedrungene Torbögen gebildet wird. Hohe Fenster, schmal und von feinen Der- hältnisien zueinander, lasten den Feierraum ahnen. Bald wird nun auch der Bau für die Schar-Räume in Angriff genommen. Die Fundamente liegen schon. Der Schar-Raum-Bau, der im rechten Winkel zum Feierbau steht, wird in ausgemauertem Fachwerk erstellt und gleicht sich dem Charakter der Bauweise des Dorfes gut an. „
Für das HJ.-Heim ist als besonders erfteulick und beispielhaft zu meinen, daß sich bisher Zahl' reiche Einwohner des Ortes am Gelingen des Wer- les beteiligten. In freien Stunden wurden Sterne für den Bau gebrochen und angefahren, so daß erhebliche Kosten gespart werden konnten. Bald wird auch die Hitler-Jugend von Annerod in ihr Heim einziehen können.
Noch manche andere Gemeinde wird sich in nächster Zeit entschließen, dem großen Werke zu dienen und Heime zu bauen, die zweckentsprechend und m notwendiger Größe der Jugend zu einem zweiten Elternhauswerden können. _
(Aufnahmen [11: Gebietsführung der HI., [4j: Neuner, Gießener Anzeiger.)
8 ubeqinn am timbuixer HZ.-Heim.
Lpd. Limburg (Lahn), 27.Jan. In den nächsten Tagen wird mit der Fällung der auf der Kuppe des Schafsberg stehenden Bäume begonnen, wo in Kürze die Bauarbeiten für das Limburger HI.-Heim aufgenommen werden. Es wird ein 55 Meter langer, zweistöckiger Bau errichtet. Außer Räumen für die Einheiten und die Führer ist auch ein Raum für Feiergestaltung vorgesehen. Ebenso wird eine große Terrasse errichtet. Don der Höhe des Schafsbergs hat man einen weiten und prächtigen Rundblick ins Lahntal, nach dem Taunus und Westerwald.
Treue, mit je einem Hindenburg-Bild bedacht. Ludwig Weigel und August Weber erhielten für 25jährige treue Mitgliedschaft das silberne Jubiläumsabzeichen. Don der Schützengruppe wurden 13 Kameraden mit der silbernen und 5 Kameraden mit der bronzenen Ehrennadel bedacht. Kamerad Henning sprach den Kameraden für ihre Treue unb ihre Schießleistungen Dank und Anerkennung aus. Sodann trug Kamerad Walter zwei Gedichte vor, die im Geist auf die Schlachtfelder an der Westfront führten. Mit dem Gruß an den Führer, mit den Liedern der Nation und der Fahnenausbringung fand die Feier ihren Abschluß.
Breie Alsfeld.
1. Mücke, 25.Jan. Die Ortsfachgruppe Imker von Mücke und Umgebung hiell in der Gastwirtschaft Baist eine Versammlung ab. Ortsfachgruppenführer Erb, der bei der großen Kleintierausstellung in Leipzig weilte, erstattete Bericht über die Schau. Dann sprach er noch über die Be- handlung und Verwendung der alten Waben und
deren Rückstände, die in Zukunft gesammelt und weiter ausgenützt werden.
Madchenmörder rechtskräftig zum Tode verurteilt.
LPD. Der 1. Strafsenat des Reichsgerichts hat die von dem 20 Jahre alten Karl Hoffmann aus Burgsolms bei Wetzlar gegen das Urteil des Limburger Schwurgerichts vom 1. Dezember v.J. eingelegte Revision als unbegründet verworfen. Nunmehr ist der Beschwerdeführer wegen Mordes rechtskräftig zum Tode verurteilt unter Aberkennung der Ehrenrechte auf Lebenszeit.
Der Angeklagte hat am 1. Oktober v. I. die 15fäh- rige Erna Schnautz in der Gastwirtschaft ihrer Ellern in Oberbiel durch drei Revolverschüste getötet und hinterher einen Selbstmordversuch unternommen. Den Beweggrund für die genau vorbereitete und mit planvoller Ueberlegung durchgeführte Bluttat bildete die Eifersucht des Mörders, der seine Freundin niemand anderm gönnte.
Der „technische Arm" der Polizei.
Oie Technische Nothilfe als polizeiliches Hilfsorgan.
NSG. Die Zusammengehörigkeit von TN. und Polizei kommt am „Tag der Deutschen Polizei" nach außen klar zum Ausdruck. Sie zeigt sich in dem gemeinsamen Wirken für das WHW. und gleichzeitig für die Aufklärung über die gesamte deutsche Polizei. Wenn die TN. auch ein auf freiwilliger Grundlage stehendes Hilfsorgan der Polizei ist, so gelten für sie doch die gleichen Grundsätze in bezug auf die Bereitschaft und die Erfüllung der gestellten Aufgaben. Jederzeit einsatzbereit zu fein, ist die erste Notwendigkeit; dem Volk ein Freund und Helfer zu fein, die zweite; für die Durchführung der Ausgaben gerüstet zu sein, die dritte. Keine Reihenfolge der Wichtigkeit liegt in dieser Aufzäh. hing. Sie soll nur erkennen lassen, auf was es bei der TN. im großen ankommt, welchen Zielen sie nachstrebt und wie sie dabei auf das engste mit der deutschen Polizei verbunden ist.
Die Ausgaben der TN. können im großen und ganzen als bekannt vorausgesetzt werden. Einmal hat sie technische Hilfe zu leisten für die Sicherste!- lung staats- und lebenswichtiger (Einrichtungen, zum anderen Gefahren und Schaden baulicher Zerstörungen bei Luftangriffen zu beseitigen und schließlich Katastrophen wirksam zu bekämpfen. Diesen
drei Ausgaben, die für den Frieden und den Ernstfall gelten, entsprechen drei Dienstzweige und Glie- berungen in der TN., nämlich der Technische Dienst, der Lüftschutzdienst und der Bereitschaftsdienst. Daß die TN. darüber hinaus zur Beseitigung von Not- tänben zur Verfügung steht, deren Abwendung mrd) außerordentliche technische Maßnahmen Er- olg verspricht, sei noch besonders vermerkt. Auf dem Wort „technisch" liegt so der Schwerpunkt der TN. Technisch ist ihr Gesicht, technisch sind ihre Ausgaben und im Technischen liegt ihre Leistungsfähigkeit. Die TN. ist ein technischer Arm der Polizei, eine nach den Erfahrungen praktische und notwendige Ergänzung und Verstärkung für gewisse Fälle und technische Aufgaben.
In dieser Rolle hat die TN. im verflossenen Jahre der Polizei wertvolle Dienste leisten können, wie dies in einem besondern Anerkennungsschreiben des Chefs der Ordnungspolizei, General der Polizei D a l u e g e , zum Ausdruck gekommen ist. So u. a. bei Unwetterkatastrophen und großen Unglücksfällen der vergangenen Jahre, beim Wald- streifendienst, im WHW., beim Westprogramm, bei der Schrott-Sammelaktion, im sudetendeutschen Flüchllingswerk usw.
Aus der engeren Heimat.
Sin Kind tödlich verbrüht.
* Waldgirmes, 27. Jan. In unserem Orte er- eignete sich ein schwerer Unglücksfall. Das sechs- jährige Söhnchen Hans des Buchhalters Keil zog in einem unbewachten Augenblick einen Topf kochenden Wassers vorn Herd. Dabei stürzte der Topf vorn Herd und übergoß den Knaben mit dem heißen Wasser. Das bedauernswerte Kind mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden, wo es in der vergangenen Nacht feinen schweren Verbrennungen erlag.
Landkreis Gießen.
00 Klein-Linden, 27. Jan. Unter starker Beteiligung seiner Mitglieder hielt der Männer- ge f a n gd e r e i n „21 r i o n" im Dereinslokel. seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Fr. Mülle r begrüßte in herzlichen Worten den Vertreter der Partei, ferner Ehrenchormeister K. Nicolai und die Sangesbrüder und gedachte in ehrenden Worten der Toten der Bewegung und der verstorbenen Sangesbrüder. Aus dem Jahresbericht des Schriftführers war zu entnehmen, daß sich der Verein in starkem Maße an den Veranstaltungen unseres dörflichen Gemeinschaftslebens beteiligte. Die Mitgliederzahl stieg infolge Eintritts einer Anzahl junger Sangesbrüder. Folgende Sangesbrüder konnten wegen ihrer langjährigen Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt werden: R. Wagner, K. Weinandt, H. Dormehl und Fr. Weller. Eine besondere Ehrung erfuhren noch fünf treue Mitglieder des Vereins, die im verflossenen Jahr sämtliche Singstunden besucht hatten. Die Rechnung mit einem günstigen Kassenstand war für richtig befunden worden und fand die Genehmigung der Versammlung. Dereinsführer Müller, der schon eine Reihe von Jahren dem Verein vorsteht, wurde einstimmig wiedergewählt. Er bestätigte erneut die bis* berigen Vorstandsmitglieder. Für einen der nächsten Sonntage wird ein Konzert in den Gießener Kliniken geplant. Im Sommer 1940 soll das 50jäh- rige Bestehen des „Arion" im Rahmen eines größeren Sängerfestes gefeiert werden.
Gts. Steinbach, 27. Jan. Der diesjährige Lehr- gang des Reichsmütterdienstes, ein Kran- kenpflegekurs, fand jetzt feinen Abschluß.. Aus die* sem Anlaß versammelten sich die Teilnehmerinnen und geladene Gäste zu einer schönen Abschlußfeier im Saale des „Einhorn". Schwester Jos. Englert, die Leiterin des Lehrganges, sprach über Zweck und Ziel des Reichsmütterdienstes und dankte den Teilnehmerinnen für ihr reges Interesse während des Kurses. Nach Begrüßungsworten der Ortsftauenschastsführerin Frau K l u L ler, die auch ihrerseits den Dank der Teimeh- mermnen aussprach, sprach Ortsgruppenleiter Bürgermeister Pg. Rink. In seinen Ausführungen hob er besonders hervor, wie wichtig die Reichsmutterschulung im Dritten Reich sei. Bei heiteren Gesängen und Vorträgen blieben die Gaste noch lange in bester Stimmung beisammen.
$ Steinbach, 28. Jon. Am 31. Januar feiert orau Anna Sophie Gerhard, Witwe, geb Balser, ihren 8 2. G e b u r t s t a g. Jbr Mann' war der Sparkassenrechner und Kirchenvorsteher Jakob ©er- darb V., gestorben vor 11 Jahren. Dieser Teil der Familie Gerhard in Steinbach ist unter dem Dorfnamen „Professors" bekannt. Leider ist der Gesundheitszustand des Geburtstagskindes nicht gut. — Am gleichen Tage feiert Herr Jakob Haas III. Landwirt, Glöckner und Kirchendiener, feinen 7 3 Geburtstag in guter Gesundheit und geistiger Sntoe S)err S)aa5, her feit 27 Jahren verwitwet ift, hatte 6 Sohne und 2 Töchter; ein Sohn fiel im Weltkrieg und eine Tochter starb 30jährig, die anderen leben m Steinbach, wo eine zahlreiche Familie den Geburtstag des Vaters und Großvaters feiern kann. Am 21. September d. I. kann Herr Haas sein 35jähriges Dienstjubiläum feiern Am 21. 9. 1904 übernahm er den Dienst von feinem Vater Karl Haas III. Von ihm schreibt die Chronik der Kirche Steinbach: ..Am 20.9.1904 verstarb infolge eines schweren Shines aus der Höhe eines An^lbnums heim 2Lnfer>-rf’"'*en der Kir^-ndicner und Glöckner der politischen Gemeinde Steinbach Landwirt Karl Haas III. Er hat über 26 Jahre lang
sein Amt in außerordentlicher Treue und Gewissen- hafttgkeit verwaltet. Die Gemeinde wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren." Der Kirchendiener- und Glöckner-Dienst ift also feit mehr als 60 Jahren in der Familie Haas. In der Zeit der Ahnenforfchung bewährte sich die große Personalkenntnis und das Gedächtnis des Geburtstagskindes, der dem 1933 neu aufgezogenen Pfarrer manchen wertvollen Hinweis geben konnte und kann. Wir gratulieren Herrn Haas, der auch ein alter treuer Bezieher des Gießener Anzeigers ift, herzlich zu feinem Ehrentage.
$ Albach, 28. Jan. Arn Montag, 30. Januar, feiert der frühere Bürgermeister, Landwirt und Ehrenkirchenvorsteher Ludwig Arnold II. feinen 8 5. Geburtstag. Herr Arnold erfreut sich noch einer guten Gesundheit. Wenn er in Gießen zu tun hat, pflegt er immer noch zu Fuß den Weg zurückzulegen. Der alte Herr, dessen Frau (vor 28 Jahren schon) gestorben ist, lebt im Hause feines Sohnes Ludwig Arnold III. Wir gratulieren dem Jubilar herzlich zum Geburtstag!
Lang-Gons, 27.Januar. Ein Personenkraftwagen, der aus der Richtung Lang-Gons kam, geriet auf der regennassen Straße ins Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Die beiden Insassen, zwei Elektromonteurs von hier, wurden aus dem Wagen geschleudert und erlitten einige Schnittwunden. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Die beiden Monteure waren auf dem Wege zur Arbeitsstelle.
)—( Ruppertsburg, 27. Jan. Auf Veranlassung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" spielten auch in unserem Dorfe die hessischen Heimatspiele (Volkstheater Darmstadt). Die Veranstaltung war sehr gut besucht; der große Saal der Gastwirtschaft Schlörb war überfüllt. Das Stück „Der Schwarzarbeiter", Lustspiel in drei Aufzügen, bereitete allen Besuchern viel Freude. Die Lachmuskeln kamen nicht zur Ruhe. Der Ortswalter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Johannes P a r r I., sprach in aller Namen den Künstlern aufrichtigen Dank aus.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 27. Jan. Einem hiesigen Einwohner passierte ein bedauerliches Mißgeschick. In seinem Hofe spielten einige Kinder. Als der Hauseigentümer gegen Abend die Hühner zum Hühnerhaus und die letzten unter einem Wagen mit einer Stange hervortreiben wollte, lief ein zehnjähriger 3unge, der zu den Spielgefährten zählte, so unglücklich gegen feie Stange, daß sie das eine Auge traf. Der Anprall war so heftig, daß es sofort auslief. Der bedauernswerte Junge wurde in die Augenklinik nach Gießen verbracht, wo der Rest des Auges auf operativem Wege entfernt werden mußte.
Kreis Deßlor.
> Dutenhofen, 27.Jan. Die hiesige Kris- gerkamer^ad schäft hielt in der Gastwirtschaft „Gambrinus" eine Reichsgründungsfeier ab. In feierlicher Form fand die Fahneneinbringung statt. Kameradschaftsführer Weber gedachte zunächst der Gefallenen des Weltkrieges, des neuen Deutschlands und der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden. Nach einem Dorspruch hielt Kameradschaftsführer Weder eine längere Ansprache, m der er einen Ueberblüf über die geschichtliche Entwicklung Deutschlands seit der Zeit Friedrichs des Großen gab. Abschließend würdigte er Ine große Tat unseres Führers. Kreisbereitschafts- fuhrer Henning hiell sodann eine Ansprache in der er den Dienst und die Arbeit der Kameraden 'm Knffhauferbund, ihre Treue zu Führer, Volk und Vaterland, den kameradschalllichen Geist, das geschlossene Auftreten und die soldatische Haltung lobend ermähnte. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden verschiedene Kameraden geehrt. Ehrenmit- 9 2 u ™ b € 1 erhielt das Kl)fthäuser-Ehren-
zeichen 2. Klasse. Georg Loh und Ludwig Weller erhielten für 50jährige treue Mitgliedschaft das gol- bene Jubilaumsabzeichen. Die Kameraden Friedrich Agel, Johann Müller, Anmist Weber und Friedrich Agel (142) erhielten für 40jähriqe Treue le ein !Bilb des Führers. Ludwig Lob und Ludwig Weber (239) wurden, ebenfalls für 40jährige
Sjl.-'fpOTt
Das Sallensporisesl des M.-Reichsbahn.
Das Meldeergebnis zum ersten Hallensportfest des DfB.-Reichsbahn Gießen ist überraschend gut ausgefallen. Nicht nur Vereine aus der näheren Umgebung Gießens haben ihre Meldungen abgegeben, sondern auch aus entfernteren Gebieten des Gaues sind die Athleten dem Rufe gefolgt, so der hervorragende Hammerwerfer Storch (Fulda), der im Kugelstoßen und im Drei kämpf fein Können unter Beweis stellen will, Frl. Maria Staudt aus Limburg, die in der Bestenliste des vergangenen Jahres mit der großartigen Leistung von 1,56 Meter den 5. Platz einmmmt, kurz alles, was Rang und Namen hat, wird heute in der Turnhalle am Aulweg vertreten sein.
Die größte Meldezifter weist der D r e i k a m p f auf, bei dem es bei den Männern einen erbitterten Kampf geben wird zwischen dem Heuchelheimer S t a h l h u t, der bei den vorjährigen Zehnkampfmeisterschaften in Stuttgart unter den besten Deutschen den 5. Platz belegte, und dem Limburger Schupbach sowie dem Gießener Kilo (1900). Bei den Frauen wird wohl Frl. Staudt (Limburg) oder Frl. Röhmig (Mtv. Gießen) Siegerin fein.
Der 30-Meter-L auf ist vollkommen offen, da hier der beste Start und das Glück entscheiden. Sportlich besonders interessant wird der H o ch - sprung für Männer und Frauen fein. Während bei den Männern Stahlhut und Schleenbecker (Ruttershausen), die beide über 1,80 Meter springen können, sich gegenseitig das Siegen schwer machen, treffen bei den Frauen Staudt (Limburg), Röhmig (Mtv.) und Clarius (Mtv.) zusammen.
Das Kugelstoßen der Männer wird Dr. Luh nicht zu nehmen sein. Nach den Trainingsleistungen wird man mit Wetten um 15 Meter rechnen können. Kilo 1900 wird mit Storch (Fulda), Schupbach (Limburg) und Steinlein (Friedberg) um den 2. Platz zu kämpfen haben. Bei den Frauen ist der Ausgang ziemlich offen, denn sowohl Staudt wie Röhmig (Mtv.) und Diehl (DfB.-R.) sind gut
für 11 Meter. Bei der Jugendklasse wird erstmalig mit der 12^-Pfund-Kugel gestoßen, daher laßt sich eine Voraussage schwer treffen. Im 9B'e its prung sollten ebenfalls gute Leistungen erzielt werden, da- für sprechen Namen wie Stahlhut, Bürbach (Univ. Marburg), Möll und Menzel (beide VfB.-Reichsbahn).
Heute Start zur 4. Nachtsuchfahrt.
Heute abend gehen in der Taunusanlage in Frankfurt a. und auf dem Friedrichsplatz in Kassel die 400 Teilnehmer der Nacktsuchfahrt der NSKK.-Motorgruppe Hessen an den Start.
Schon frühzeitig werden die Startplätze für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt, um den vielen Fahrzeugen Parkmöglichkeiten zu bieten. Aus allen Richtungen des Gruppenbereiches und der angren« zenden Gebiete werden die Fahrer mit ihren Fahr*
zeugen schon in den frühen Abendstunden eintreffen und ihre letzten Vorbereitungen vornehmen. Schnell werden noch einmal die Motore überprüft, ehe das Fahrzeug bem technischen Referenten für die Ab« nähme vorgeführt wird. Um 20.45 Uhr findet die feierliche Flaggenhissung an beiden Startorten statt und anschließend die Fahrerbesprechung. Punkt 21.00 Uhr werden die Fahrzeuge in Abständen von einer Minute ab gelassen.
Dunkelrot leuchten die Lampen durch die Nacht und zeigen an, daß sich hier eine Kontrollstelle befindet — 20 Kontrollstellen sind insgesamt vorhanden, die erreicht werden sollen, und 10 Stunden beträgt die Höchstfahrzeit, für die Klasse HI. I—III 6 Stunden. Am Sonntagnachmittag versammeln sich alle Fahrer der 4. Nachtsuchfahrt in Alsfeld zur Siegerverkündigung, um ihren wohlverdienten Lorbeer entgegenzunehmen und danach die Heimfahrt anzutreten.
tim die GerAerneiflerschasten des Vannes 116.
Am morgigen Sonntag finden in der Turnhalle der Turngemeinde Bad-Nauheim die diesjährigen Meisterschaften des Bannes 116 im Geräteturnen statt. Wenn auch kein rechter Vergleich mit den entsprechenden Wettkämpfen des Vorjahres, die ja noch in den Kreisen Friedberg und Gießen getrennt durchgeführt wurden, möglich ist, so läßt sich doch aus dem Meldeergebnis der Schluß ziehen, daß schon rein zahlenmäßig gegenüber dem Vorjahre ein bemerkenswerter Fortschritt zu verzeichnen ist. Dieser ist wohl in erster Linie auf die Bemühungen um eine reibungslose und fruchtbringende Zusammenarbeit der Hitler-Jugend und der Vereins- juaendabteilungen zurückzuführen.
Ausgeschrieben waren Mannschaftskämpfe in den Klassen A, B, C und Einzelkämpfe in den Klassen A und B. (Zemeldet haben insgesamt 17 Mannschaften, und zwar 14 Mannschaften in Klasse C und 3 Mannschaften in Klasse B. Daß die Meldungen in Klasse C so stark überwiegen, ist wohl in erster Linie darauf zurückzusühren, daß für die Mannschaften in der Klasse C nur 4 Jg. gegenüber 6 in den Klassen A und B benötigt werden. Gerade für kleinere Vereinsjugendabteilungen auf dem Lande ist sicher weniger die Schwierigkeit der verlangten Hebungen maßgebend in der Klasse C gewesen als die Zahl der für die Mansnchaft benötigten Wettkämpfer.
Es ift anzunehmen und zu hoffen, daß auch in den Mannschaften der Klasse C der eine oder andere Könner steckt, so daß — und das ist natürlich erst nach der Veranstaltung festzustellen — zu dem rein zahlenmäßigen Fortschritt auch ein leistungsmäßiger kommt. Die Tatsache, daß in der höheren Klasse so schwach gemeldet wurde, könnte zu dem gewiß voreiligen Schluß führen, daß ein Absinken
der Spitzenleistung vorliegt. Wie dem auch sein sollte, es muß zunächst die Zahl und damit die Breitenarbeit im Vordergrund stehen. Selbstverständliche Aufgabe wird es allerdings fein, hinter oer Zahl die Leistung folgen zu lassen und dieser Arbeit zur Leistungshöhe, die bekanntlich beim Geräteturnen am schwierigsten ist und den Menschen mit seinem ganzen Wollen verlangt, unsere ganze Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Die Banngerätemeisterschaften geben dem Bann- fachwart erstmalig die Gelegenheit, die Könner seines Arbeitsbereiches kennenzulernen. Diese sollen zu einer Bannri ege z u s a m m e n g e f a ß t und seiner ganz besonderen Pflege anvertraut werden. Darüber hinaus ist aber anzustreben, daß auch das zahlenmäßige Schwergewicht der Meldungen sich im kommenden Jahr nach den höheren Klassen verschiebt. Und es ift anzunehmen, daß es jeder Vereinsjugendwart vorzieht, seine Mannschaft in einer höheren Klasse starten zu lassen, um dort um die Teilnahme an den Gebiets- und Deutschen Ju- gendmeisterschaften zu kämpfen, statt mit ihr einen billigen Sieg in einer den Anfängern zugedachten Klasse zu erringen, sobald die zahlen- und leiftungs- mäßigen Voraussetzungen gegeben sind.
Eine Vorschau über die Erfolgsaussichten der einzelnen Mannschaften läßt sich leider nicht geben, da ihr Können unbekannt.ist. Es kann jedoch als sicher gelten, daß die Wettkämpfe in den vom NSRL. zur Verfügung gestellten Kampfrichtern gerechte Beurteiler finden werden und die Mannschaften als Sieger aus dem Kampf hervorgehen, die es auf Grund ihrer Leistungen verdient haben. Die Meisterschaften dürfen für alle Beteiligten kein Abschluß, sondern Auftakt zu neuem Schaffen sein.
Volles Programm der Vezirksklasse Gießen.
Der letzte Januarsonntag bringt fünf Spiele unter Beteiligung sämtlicher Mannschaften. Für die im Vordertreffen liegenden Mannschaften hängt viel von dem Ausgang für die weitere Entwicklung ab.
VfB-Reichsbahn—Ehringshausen Frohnhausen—1900 Bissenberg—Watzenborn-Steinberg Wetzlar—Burg Raunheim—Sinn.
Die leichteste Aufgabe hat der DfB.-R. gegen Ehringshausen zu erfüllen, denn nach der am Dorsonntag gezeigten Leistung hat der Neuling auf dem Waldsportplatz noch keine Ueberraschungs- chance.
Ungleich schwerer dagegen ist der Gang der 1900er.
In derselben Situation befinden sich die Teutonen, die zum Rückspiel in Bissenberg antreten müssen.
Bei der Begegnung Wetzlar—Burg kann es nur einen Sieger geben und das sind die Domstädter, denn es ist nicht anzunehmen, daß die Burger an ber Nauborner Straße zu einer Ueberraschung fähig find.
In.Naunheim muß Sinn beweisen, daß der vorsonntägliche Sieg gegen den Tabellenführer kein Zufall war. Ob dies jedoch bei der Güte der Platz- besitzer gelingt, ist fraglich.
Frohnhausen—1900.
So erfreulich die Erinnerung an das letztjährige Verbandsspiel in Frohnausen ist, leitete es doch durch einen hart erkämpften Sieg gegen die Ora- nier jenen siegreichen Verlauf der weiteren Kämpfe ein, der schließlich zur Erringung der Meisterschaft führte, so ist man sich diesmal im Lager der Blau- weißen darüber klar, daß die morgige Begegnung weit schwieriger werden wird, als je zuvor. Denn einmal brennen die Dränier darauf, die hohe Vor- spielniederlage wieder wettzumachen und weiterhin durch den amtlich verfügten Punktoerlust verschlechterte Tabellenstellung wieder zu verbessern. Und da gerade dieser Spielausgang für die Blau- weißen für die Zukunft entscheidend ift, denn nur durch einen Sieg kann die schwache Hoffnung auf ein erneutes erfolgreiches Abschneiden noch aufrechterhalten werden, kann man ermessen, welchen Gegner die Frohnhäuser morgen abgeben. Die Aufgabe ist jedenfalls eine der schwierigsten in dieser Serie und man muß abwarten, wie sich der Ausgang mit der Vertretung Herbst, Pankok, Lippert, Krämer, Quick, Schäfer, Rost, Löbsack Renfing, Hormel, Heuser gestattet.
VfB.-R. I — Ehringshausen L
Nach langer Zeit wieder einmal ein Spiel auf dem Waldfportplatz. Diesmal ist es die Mannschaft von Ehringshausen, die zum Rückspiel hier antritt-


