Ausgabe 
28.1.1939
 
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Nr. 23 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

28 /29.Zanuar 1939

in

Nordostecke Kataloniens wird gesäubert

45g 954

Francos Sieg und seine Folgen

Bon Or. Ritter von Goß.

Hauptstadt leiten den Schlußakt des spanischen Dramas ein. Barcelona war nicht nur der Kopf Kataloniens, sondern darüber hinaus das N e r -

len Armee.

Der Befehlshaber des Armeekorps Navarra, Ge­neral Solch aga, wandte sich mit einer kurzen Ansprache an die Volksmenge und dankte für die alle Erwartungen übertreffende Aufnahme, die alle Soldaten in tiefster Seele rühre. Seit dem Kriege sei der nationalen Armee noch nirgends ein derartiger triumphaler Empfang be­reitet worden. Dies beweise am besten, daß e i n Katalonienproblem überhaupt nicht existiere. Katalonien sei vielmehr ein geliebter, unabänderlicher Bestandteil der spanischen Nation.

Am Abend durchzogen Arbeitermusikkapellen, die aus ehemaligen Angehörigen der marxistischen Ge­werkschaften zusammengesetzt waren, die Stadt. Sie spielten nationale Lieder. Generalissimus Franco weilt weiterhin an der vordersten Front. Er leitet die Operationen zur vollständigen Be-

die in gewissen Zeitungen seit Tagen aufgetaucht seien. Die Pariser Regierung spiele also mit dem Gedanken einer möglichen Veränderung des status quo im Mittelmeer zu ihrem ausschließlichen und eigennützigen Vorteil.

Die gegenwärtigen politischen Tendenzen Frank­reichs seien gewiß dazu angetan, einen Krieg herbeizuführen und nicht, ihn fernzuhalten. Unter Berücksichtigung des klarenNein" gegen­über den italienischen Forderungen sei die Haltung der französischen Regierung in den letzten Tagen i n immer schärferem Maße negativ ge­worden. Gegenüber den Pariser Verständnislosig­keiten und der Abneigung gegen alles Neue könn­ten sich die europäischen Ereignisse entschieden auf jene abschüssige Bahn begeben, die durch das ein­zige und ewige Gesetz geregelt werde: die Kano­nen sprechen zu lassen. Beharre die franzö­sische Regierung auf ihrer Politik, dann würde das spanische Problem und die italienischen Forderun­gen vielleicht eine gleichzeitige Aktion er­fordern. Die Pariser Regierung möge sich dessen bewußt sein, daß sich das italienische Volk bei einem Versuch Frankreichs, durch seine Erpressungen ge­genüber Spanien seine Herrschaft über Gebiete, welche ihm nicht gehören, auszudehnen, i n Waf­fen erheben würde. Seit an der Spitze des ita­lienischen Volkes Benito Mussolini stehe, sei dieses Volk mehr denn je entschlossen, seine Rechte mit äußerster Zähigkeit und allen Mitteln zu verteidigen.

spanische Gelände und das Vabanquespiel vater­landsloser Haufen bedingt. Aus dem Blut von hun­derttausenden, auf dem Felde der Ehre gefallenen und in den Kellern der Tscheka ermordeten Spa­niern wird ein neues Reich entstehen, das, an die ruhmreiche Tradition seiner Geschichte wieder anknüpfend, mutig und entschlossen seinen Posten beziehen wird im kommenden Kampf der.positiven, aufbauenden Kraft gegen den negierenden und zer­störenden Geist, der Europas Leben bedroht.

Eine Warnung an Frankreich.

Italien duldet keine einseitige Veränderung des Status quo.

Mailand, 28. Jan. (DNB.)Relazioni Jnter- nazionali" beschäftigt sich mit der Einstellung Frankreichs zum Siege Francos und der sich dar­aus ergebenden Lage. Der internationale Marxis­mus und damit auch Frankreich habe in Spanien in diesen Tagen seine Partie verloren. Der spanische Krieg gehe seinem Ausklang entgegen. Aber nun sei eine andere Frage in den Vorder- grunb getreten. DerTemps" habe bei einer Er­örterung der Stellung Frankreichs nach dem Siege Francos klar und deutlich von Gegensicherun-

Burgos, 27. Jan. (Europapreß.) Amtlich wird mitgeteilt, daß die nationalspanischen Truppen am Freitag Badalona erobert haben. Badalona ist eine Industriestadt an der Küste nördlich von Bar­celona und zählt etwa 25 000 Einwohner. Der Vor­marsch nördlich von Barcelona wurde fortgesetzt. Auch an allen anderen Fronten vollzieht sich der Vormarsch mit überwältigender Kraft. Nach der Eroberung von M a s n o u wurden auch Premia und die Kreisstadt M a t a r o besetzt. Die Entfer­nung von hier bis Gerona beträgt noch 55 Kilo­meter. Gleichzeitig rückten einige andere Kolonnen längs der Straße BarcelonaPuigcerda vor und besetzten den Ort M o l l e t. Sie nahmen die Ver­bindung mit den im Küstenabschnitt bei Mataro operierenden Kolonnen auf. Ferner wurden über 30 Ortschaften innerhalb des Dreieckes Mataro Granollers Barcelona erobert. Während Stoß­trupps den Vormarsch weitertrieben, widmeten sich andere Abteilungen der Säuberung des Dreiecks GranollersSabadellBarcelona. Die geschlagene und völlig aufgelöste rote Armee ist an allen Stel­len bereits wenigstens 20 Kilometer von Barcelona entfernt. Die Beute ist derart umfangreich, daß sie noch nicht gezählt werden konnte. Das Armeekorps Urgel unter General Munoz Grande besetzte den Knotenpunkt A r t e s an der Straße ManresaDich sowie die großen Kaliminen in der Umgebung. Der Vormarsch dauert in östlicher Richtung auf die Straße BarcelonaDich an, was die Einkreisung des gesamten Gebietes rings um Caldas d e Mombuy bedeutet. Zehn Kilometer östlich von Solsona wurden die Orte Naves und S u r i a an der Straße nach Manresa erobert. Die durchschnitt­liche Tiefe des Vormarsches in diesem Abschnitt be­trägt zehn Kilometer. .

Glückwunsch des Führers an General Franco.

Francos Sieg in Katalonien hat also nicht nur das stärkste Widerstandszentrum Rotspaniens zer- ümmert, sondern damit auch die Zufuhr von Waffen, Munition und Menschenreserven für feine Gegner gesperrt. Darüber hinaus hat General Franco mit der Niederschlagung der bolschewistischen Herrschaft in Katalonien den dortigen Drahtziehern und ihren europäischen Freunden einen bisher stets peinlich geheimgehaltenen Trumpf endgültig aus Der Hand genommen: die Errichtung eines selbstän­digen katalanischen Staates roter Prägung unter der Protektion des benachbarten Frankreichs! Der Plan war einfach. Gestützt auf die seit Jahrzehnten in Katalonien propagierten sepera- tistischen Bestrebungen, hätte man mit einer ge­machtenVolksabstimmung" den "Nationalen Wil- len Kataloniens festgestellt und anschließend den katalanischen Staat konstruiert, dessen Unabhängig- feit vom großen Nachbarn zu garantieren gewesen

Der Sieg der nationalspanischen Truppen Katalonien und die Einnahme der katalanischen

London, 27.Jan. (Europapreß.) Berichte, die die englische Regierung erhalten hat, deuten darauf hin daß die Lage in Concepcion noch immer äußerst ernst ist. Es ist noch nicht gelungen die Wasser- und Lichtoersorgung wiederherzustellen. Der englische KreuzerExeter" ist von Talcahuano nach Valparaiso zurückgekehrt, mit 50 englischen Frauen und Kindern und ungefähr 350 chilenischen Flücht­lingen an Bord. Der Kreuzer hat in Talcahuano ein Hilfskommando gelandet, das sich an den Ret­tungsarbeiten beteiligen wird. Das Erdbeben dem nach den bisher vorliegenden Meldungen 2 5 000 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen, wird auch schwere wirtschaftliche Folgen haben. Durch die teilweise Zerstörung des Kanals von Maule ist die Bewässerung großer Reisfelder unterbrochen worden. Die Wiederherstellungsarbel- ten wurden sofort in Angriff genommen; denn eine Mißernte müßte eine Hungersnot surChlle zur Folge haben. Aus der Hauptstadt sind 75 Last- wvgenzüge mit Lebensrnitteln in die von dem Erd­beben betroffene Zone abgefahren. Die argentinische Regierung hat den chilenischen Behörden einen gan-

Reden Tanis angeführt haben, in denen er fest- stellte, daß Frankreich China mit Munition versorge und Tschiangkaischek tätig unterstütze. Das japanische Außenamt vertritt demgegenüber den Standpunkt, daß Tani berechtigt war, diese amt- liche japanische Auffassung zum Ausdruck zu bringen, welche übrigens der französischen Regierung des öfte­ren notifiziert worden ist. Wie Außenminister Arita im Parlament mitteilte, beabsichtigt die japanische Regierung nicht, Frankreich eine andere Persön­lichkeit als Botschafter in Paris vorzuschlagen, so daß dieser Posten bis auf weiteres unbesetzt bleiben wird.

Eine neue chinesische Zentralregierung?

damit eine neue Epoche glücklicher Ent­wickelung der spanischen Nation eröffnet."

Barcelona

feiert Francos Soldaten.

Barcelona, 28. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Straßen von Barcelona nehmen einen immer fest­licheren Charakter an. Das Meer der nationalen Fahnen wird nicht nur in den Hauptstraßen, son­dern auch in den Arbeitervierteln immer dichter. Zum erstenmal seit Jahren sind die Einwohner von Barcelona wieder richtig satt geworden. Un­aufhörlich rollen die nationalen Lastwagenkolonnen in die Stadt ein, die aus allen Gegenden Spaniens Spenden für die ausgehungerte Bevölkerung heran- bringen. Am späten Nachmittag des Freitag ver­anstalteten die nationalen Truppen eine große Parade. Die befreite Bevölkerung brachte dabei den Kämpfern Francos ihren Dank in neuen Be­geisterungsstürmen zum Ausdruck. Eine unabseh­bare Menschenmenge füllte die Straßen. Alle Fen­ster waren dicht besetzt. Sogar Bäume und Denk­mäler wurden von den Schaulustigen bestiegen. An mehreren Stellen wurde von dem jubelnden Volke die dünne Absperrung durchbrochen, die Leute um­armten die Soldaten und schüttelten deren Hände. Die Soldaten wiederum hoben Kinder auf ihre Pferde. Die Freudenszenen symbolisierten die Ein­heit der Bevölkerung Kataloniens mit der nationa-

Vor Veränderungen im britischen Kabinett.

London, 28. Jan. (DNB. Funkjpruch.) Für die Londoner Morgenblätter steht es nahezu fest, daß Umbesetzungen, gegebenenfalls sogar Neu­besetzungen, im Kabinett kurz bevorstehen. Fast sämtliche Blätter erwarten, daß Derteidigungs. Minister Jnskip seinen Posten auf geben, aber nicht aus der Regierung ausscheiden werde Gleichzeitig rechnen sie damit, daß Kolonial- und Dominionminister Malcolm Mac Donald eines der beiden von ihm verwalteten Ministerien, wahr­scheinlich das Dominionministerium, ab gebe n wrd. Kein Blatt rechnet jedoch mit einem Rück­tritt des Kriegsministers Höre Belisha, von dem man in letzter Zeit so oft gesprochen hat. Times meint, Jnskip werde das Dominionministerium über­nehmen. Sein Nachfolger werde wahrscheinlich Ad­miral Lord Chatfield, der ehemalige Erste Seelord der Admiralität, fein. Landwirtschafts» minifter Morrison werde feinen Posten auf» geben. Chamberlain habe gestern den ehemaligen Präsidenten des nationalen Landwirteverbandes, Sir Reginald Dorman Smith, empfangen. Es fei daher möglich, daß Chamberlain ihn zum Nach­folger Morrisons auserwählt habe.

Kein neuer japanischer Botschafter in Paris.

Tokio, 27. Jan. (Europapreß.) Im japanischen Außenamt wird bestätigt, daß die französische Re­gierung dem als Nachfolger von Sugimura f ü r ö e n BotschafterposteninParisin Aussicht ge­nommenen Masayuki Tani das Agrement verweigert hat. Als Begründung dieser ableh­nenden Haltung soll die französische Regierung die

Bruch zwischen Smuts und Hertzog?

Einigungsbestrebungen unter den Buren.

London, 27. Jan. (Europapreß.) In London wird die Möglichkeit eines Bruches zwischen dem südafrikanischen Ministerpräsidenten H e r' tzo -jI unö seinem Stellvertreter Smuts ernsthaft besprochen. Der.Evening Standard" erklärt, es habe einen Streit zwischen Hertzog und Smuts Lieben. Als Ergebnis dieses Streites sei eine o P a I tu n g d/r Vereinigten a r t e i, in der ö e ge­mäßigten Vertreter der Buren und der Engländer wsammengeschlossen sind, wahrscheinlich geworden. Es sollen bereits Verhandlungen zwischen Hertzog nnd Dr M a l a n , dem Führer der N a 11 o n a 11 - ftif^en Partei, über ein Wahlbündnis im

zen Zug mit Lebensmitteln und Kleidungsstücken zur Verfügung gestellt.* In Chillän trafen auch argentinische Flugzeuge mit Impfstoffen ein.

Ein Flugzeug der deutschen Lufthansa ist in das Katastrophengebiet nach Chillan abgeflogen. An Bord befanden sich achtdeutsche Aerzte sowie über 1000 Kilogramm Sanitätsmittel und Brot. Der Abgeordnete del Camp fliegt täglich mehrere Male mit einer neuen MesserschmittTai­fun" ins Unglücksgebiet, wobei er größere Mengen Medikamente und Poft mitnimmt. Die Regierung hat angeordnet, daß die Städte San Chartas, Chillan und Cauquenes geräumt werden sollen, um eine Verbreitung von Epidemien zu verhindern. Die deutsche Kolonie in Santiago hat zur Auf­nahme von Flüchtlingen Quartiere zur Verfügung gestellt Seitens der deutschen Kolonie ist eine Hilfs­aktion in Gang gesetzt worden. Da die Verbindungen in das Katastrophengebiet noch immer außerordent­lich schlecht sind, war es bisher unmöglich, die Zahl der von den Erdbeben betroffenen deutschen Volks­genossen festzustellen.

Noch immer ernste Lage im chilenischen Erdbebengebiet.

25000 Opfer? - Oie Neisernte bedroht. - Tatkräftige Hilfe der Deutschen.

Tokio, 28. Jan. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) In Tokio vermutet man, daß in kurzxr Zeit Schritte zur Errichtung einer neuen vereinig­ten Zentralregierung in China unter Mar­schall W u p e i f u erfolgen würde. Dieses neue Re­gime solle anti kommunistisch eingestellt sein und die Zusammenarbeit mit Japan för­dern. Wupeifu hat den Vorsitz der Befriedungs­kommission übernommen. Man erwartet davon Rückwirkungen auf die antijapanischen Kreise Chi­nas.Tokio Nicht Nichi" meint, daß die nationale Bewegung unter Wupeifu gleichzeitig mit der Frie­densaktion Wangtschingweisdie Errichtung einer neuen vereinigten Zentralregierung auf den Ruinen des alten Tschiangkaifchek-Systems beschleu­nigen würde.

Wieder ein Führer der Eisernen Sarde in Rumänien erschossen.

Bukarest, 27. Jan. (Europapreß.) Der Nach­folger Codreanus in der Leitung der Eisernen Garde, der Universitätsprofessor Cristescu, wurde am Donnerstagabend in einer Villa in der Straße Aviator Jliescu in Bukarest von den ihn verfolgenden Geheimpolizisten erschossen, nach­dem er drei seiner Verfolger durch Revolverschussc verletzt hatte. Cristescu war seinerzeit mit den übri­gen Führern der Eisernen Garde interniert worden, beim Transport zum Kriegsgericht aber entkörn- men. Codreanu hatte ihn kurz vor seinem Tode zum zweiten Kapitän der Eisernen Garde ernannt. Kurz nach der Erschießung CristescuS soll der Rechts­anwalt Mircea, der ein Unterführer der Eiser­nen Garde gewesen sein soll, in seiner Wohnung Selb st mordbegangen haben.

Das Staatsbegräbnis für General von Eberhardt.

B e r l i n , 27. Jan. (DNB.) Auf dem Jnvaliden- friedhof in Berlin wurde der im Alter von 83 Jah­ren verstorbene General der Infanterie, Magnus v. Eberhardt, in einem vom Führer angeord­neten Staatsbegräbnis feierlich zu Grabe getragen. In Vertretung des Führers nahm der Oberbe ehlshaber der Heeresgruppe 1, General­oberst v. Bock, am Staatsakt teil. Der Beisetzung ging eine private Trauerfeier in der kleinen Kirche des Jnvalidenhauses voran. An dem mit der Reichs- krieasflagge bedeckten, von prächtigen Kränzen um­gebenen Sarg hielten vier Hauptleute vom Jnf.- Rgt. 67 die Ehrenwache.

Heerespfarrer Dehmel entwarf em Lebensbild des echten preußischen pflichttreuen und charakter­festen Offiziers, der sich nach einem seinen Leistun­gen und Fähigkeiten entsprechenden Aufstieg zu den führenden Stellen der alten Armee im Weltkriege . unvergängliche Lorbeeren erwarb. Nach Abschluß der Trauerfeier wurde der Sarg auf eine vom Art.-Rgt. 23 gestellte Lafette gesetzt und unter Glockengeläut zum Friedhof geleitet. An der Bei- setzungsfeierlichkeit nahmen neben zahlreichen Ver­tretern der Partei und ihrer Gliederungen und vie­len hohen Offizieren der alten Wehrmacht der Kommarürierende General des III. Armeekorps, Ge­neral der Artillerie Haase, der Kommandant von Berlin, Generalleutnant ©eifert, und Oberbür­germeister und Stadtpräsident Dr. Lippert teiL Generaloberst von B ock legte im Auftrage des Führers einen riesigen, mit prachtvollen Blumen ge­schmückten Lorbeerkranz nieder und gedachte der unvergänglichen Verdienste des Verewigten.

ven- und W ill e n s z e n t r u m ganz Rot- Spaniens. Alle Hoffnungen der spanischen Boi- ' schewisten hatten sich auf die Abwehrkraft dieser gewaltigen Naturfestung im Nordosten Spaniens konzentriert. An den in reichstem Maße vorhan­denen natürlichen Hindernissen und Sperren, die mit einem ungeheuren Aufwand von Beton und Eisen unüberwindlich gedacht waren, sollten sich die nationalspanischen Armeen verbluten. Alle nur erdenklichen Anstrengungen wurden gemacht, um die Hauptschlagader für Rotspaniens Kampfkraft, hie spanisch-französische Grenze von Port Bou, freizuhalten, und den Hafen von Bar­celona als Haupteinfuhrhafen für Menschen, Waf­fen und Munition zu sichern. Von diesem Boll­werk aus hofften die roten Machthaber den Krieg in Spanien solange hinziehen zu können, bis der spanische Konflikt entweder zum europäischen Krieg oder doch wenigstens zur Herbeiführung eines Vergleichsfriedens unter dem Druck der de­mokratischen Staaten geführt hätte.

Daß diese rotfpanischen Hoffnungen keine Illu­sionen waren, sondern sich auf sehr greifbare Unter- lagen stützten, beweist das Verhalten mancher Re­gierungsmitglieder und der Parlamente m Pans und London ganz zu schweigen von Moskau. Auf Grund der Zusicherungen, welche die roten Emissionäre immer wieder bei jeder ihrer zahl­losen Reisen in die vorgenannten Hauptstädte von hohen und höchsten Stellen gemacht bekamen, wiegte man sich in Barcelona tatsächlich in dem Traum, im schlimmsten aller Fälle, das blutige Ringen wenn Frankreich wirklich,unbegreiflicherweise , die Chance des bewaffneten Eingreifens nicht wahr­nehmen sollte durch einenKompromiß' mit Nat?onalspanien unter Englandsselbstloser" Füh­rung beendigen zu können. Man hätte hierfür in Barcelona eventuell sogar die Großzügigkeit auf­gebracht,von der Regierung zurückzutreten um sich an der Riviera, im Schutze der auf ttnnZostschen Banken wohlverwahrten, gestohlenen Millionen, . einem beschaulichen, unpolitischen Lebensabend hm- zugeben. In zweieinhalbjährigem Kampf haben zer­fetzte rotgelbrote Sturmfahnen als Künder spani­schen Siegeswillens, erdbraunen Kolonnen spanischer Männer voraneilend, die Luftschlösser der roten Bonzen zerstört. Der Spuk in Katalonien ist aus!

Die unmittelbare Folge des Falls von Barcelona ist der rasche Zusammenbruch des noch in der Hand der Roten befindlichen Teiles von Katalonien und damit die endgültige Abschnürung der Hauptschlag­ader des bolschewistischen Widerstandes, der angeb­lichgeschlossenen" f r a n z ö s i s ch e n G r e n z e, übtr die im Lauf der Jahre unzählbare Massen von Kriegsmaterial und menschlichen Kanonenfutters importiert worben sind. Auch die sowjetrus - fische Hilfe ist durch die Einnahme Barcelonas ganz bedeutend erschwert, müssen doch jetzt ihre Transportschiffe Barcelona im weiten Bogen um­fahren, um Valencia, Alicante ober Cartagena, die letzten im rotspanischen Besitz befindlichen Höfen, an­laufen zu können. Wahrscheinlich werden sie dies Risiko angesichts der neuen nationalspanischen Flot­tenbasen und der Aussichtslosigkeit des ganzen Un­ternehmens, überhaupt nicht mehr versuchen.

Gange sein. Sollten diese zu einem Zusammen­schluß der überwiegenden Mehrheit aller Buren führen, so würde Smuts nichts anderes übrig blei­ben, als seine frühere Südafrikanische Par­tei wieder ins Leben zu rufen und zu versuchen, möglichst viele von den Gemäßigten beider Natio­nalitäten darin zu vereinigen.

In London glaubt man allerdings, daß Smuts selbst gemeinsam mit dem früheren Kabmettsmit- glied H. H. Hofmeyr und in Zusammenarbeit mit der von Oberst Stallard geführten Dornt- nienpartei, in der die scharfen Gegner der Nationa­listen unter den Engländern ihre Vertretung haben, keine Mehrheit auf sich vereinigen könnte. Sofern also der Bruch zwischen Hertzog und Smuts nicht vermieden werden kann, muß man in Süd­afrika mit einer betont durisch eingestellten Re­gierung rechnen, die ein sehr hohes Maß von U n - abhängigkeit gegenüber England beanspruchen würde.

Von gewaltigen Ausmaßen ist schließlich die moralische Auswirkung dieses uattonalipan sche» Sieges. Auch die raffinierteste Lugentechmk und die geschickteste rote Propaganda werdennicht verhindern können, daß die Bevölkerung de spanischen Restgebietes die Wahrheit . ungeheure bolschewistische Niederlage in Kat erfahrt. Allen dort lebenden oder, bester gesagt, u ter bolschewistischer Herrschaft vegetierenden, xxm lichen Parteigängern der nationalspanych gung wird neuer Mut und neuer Wille zum Durch halten eingeslößt, allen Anhängern der negativen Kräfte aber d i e Sinnlong eit weite ren Widerstandes drastisch E Augen 9^^ analphabetischen Masse der Mttlaufe , ...

Schlagwörtern und Phrasen den Kopf verdreht yay werden endlich die Augen aufgehenüber den Smn des verbrecherischen Spieles, zu dessen Ops 1 Moskau ausersehen war Sie werden bereis n 0 8 sie im wahrsten Sinne des Wortes von den roten politischen Gangster verrate n Sckädeln tau t worben sind und in ihren Marien ed)<ioem wirb dies Erleben zur blerbenben Warnun» °o oolkssremben Einslusterungen Werbern Ss unwahrscheinlich, batz gerabe ste nach breseo K 1 9 n. sozialenNeuaufbau des

Lanbe-^unter General Francos Führung liesern ro$iTmilitärischen Auswirkungen des

B e r l i n , 27. Jan. (DNB.) DerFührerhat an öen Chef der spanischen Nationalregierung Gene­ralissimus Franco in Burgos das nachstehende Telegramm gerichtet:Zu dem glänzenden Erfolg, den die nationalspanische Armee unter Ihrer Füh­rung mit der Befreiung a r c e l o n a s er­rungen hat, spreche ich Ihnen meine herzlich- ften Glückwü nsche aus. Ich hoffe zuversichtlich,

daß die baldige siegreiche Beendigung des Krieges persönlich bem spanischen Volke den Frieden bnngt und I freiung Katalomens.

gen, vor allem auf Kasten Natioualspaniens ge­sprochen. Die Pariser Regierung unterstütze so die Gerüchte von leise angedeuteten Gedanken betref­fend Minorca und Spanisch-Marokko,

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