Wandern und Reisen ♦ Bäder und Sommerfrischen
den
Wanderfahrten
— und gerade darum auch Leuchten auf der Höhe um
Dom und Michaelsberg.
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auf meine Mägde will ich in denselben Tagen meinem Geist ausgießen..." Die andern aber ten: sie sind voll des süßen Weines.
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Banz gegenüber, im Mittelalter eine berühmte Pflegestätte der Wissenschaften, wurde bereits im 11. Jahrhundert gegründet, wenn auch seine heutige Form aus späteren Jahrhunderten geworden ist. Ebenso wie Vierzehnheiligen vorwiegend Barockbau, ist die zum Schloßkomplex gehörige hochragende Kirche das Werk eines Mitgliedes der durch ihre Prager Kirchenbauten weltberühmt gewordenen Baumeisterfamilie der Dientzenhofer: Leonhard Dientzenhofer. Und wenn über den alten Mauern und Türmen von BanF im blauen Himmel ein leichter Wolkenschleier vom Sonnenglanz durchstrahlt verschwebt, unten an der pappelbesäumten Straße ein Prozessionszug dahinwandert, dann fühlt man bis ins Innerste die ganze frohandächtige Stimmung eines Pfingsttages am Main.
Noch Heller, noch farbenfroher scheint das Bild der frühsommerlichen Mainlandschaft ein Stück weiter westwärts des Zuflusses der Regnitz, vor allem da, wo der Main seinen Bogen -mm den Steigerwald zu Ende geführt hat und sich nun wieder in einer Kurve nordwestwärts bewegt. Allenthalben steht da in tausend vieldeutbaren Barocksiguren der Apostel Petrus an den Ufern des freundlichen Stromes, hebt — indes ein kleiner Singvogel sich auf seine bemooste Stirn setzt — den Zeigefinger und kündet wie bei jener ersten Pfingsten vor nun fast zweitausend Jahren: „Und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, und eure
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inneren Zurückhaltung liegt der eigentlichen Mainlinie, gleichsam einen Knick, um aufzunehmen. Bamberg ist
Pfingsten die gleiche verlängerte Gültigkeitsdauer wie die Festtagskarten der Reichsbahn. Abendfahrten nach Bingen ohne Schiffswechsel werden an Pfingstsamstag und den beiden Feiertagen aus» geführt, Sonntags und Montags mit Musik.
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Bad Salzschlirf bei Fulda hat in den letzten Jahren mit seinen Frühlingskuren gegen Gichtgelenkleiden, Rheuma, Ischias, Neuralgie, Stoffwechsel- leiden und Herzbeschwerden günstige Erfolge erzielen können. Die klimatischen Vorzüge des alten Heilbades in Kurhessens Bergen und die geschützte
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der Reben in ihren frommen Klausen guten Beistand geleistet. „Lacrimae Christi", ,Liebfrauenmilch" und manch anderen frommen Namen gaben die Klosterherren dem Trank, den die Bistümer an Rhein und Mosel, in Hessen und in der Palz in so treue Pflege nahmen. Und wenn man an den Steinwein denkt, dessen Rebenberge die zauberhaften Barockstädte des Maintals umwogen, so sieht man wohl, daß er mit Teil hat am Segen der Erde, die nun wieder dem Sommer und der Sichel und den Händen der Traubenpflückerinnen entgegenreift. Wenn man dann in Würzburg am Mainufer Laube an Laube die Reihe der Weinschänken sieht, wirklich, man braucht nicht erst bis zu seinem Grab zu wallfahren, man glaubt gern, daß hier der sinnenfroheste unserer Minnesänger, Herr Walter von der Vogelweide, gern seine Tage beschloß und daß' ihm gewiß nicht „waszers statt Wein" hier kredenzt morgen ist. Auf gut deutsch kann man hier Träume und Gesichte haben und das Wunder der pfingstlich bezauberten Natur bis in die sternhelle Märchennacht mit ganzem Herzen bewundern.
Welch ein gewaltiges Bauwerk aber ist diese Stadt selbst. Wenn man ins Innere der Straßen kommt, die alle ein wenig barock, bergauf und bergab und in Biegungen um Dom, Universität und die beschöfliche Residenz führen, die hier als das stilreinste Barockschloß Deutschlands bezeichnet wird, ist man immer 'mehr erstaunt und ergriffen von der Größe und dem Gesetz, das hier zum Ganzen wirkte. Renaissance — Barock vor allem — und dann Rokoko. Dieses Rokoko, das ein merkwürdiges
Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Aeltesten sollen Träume haben, und auf meine Knechte
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Wandert man dann zu anderen Orten am Main, so wird alles wie zu einem großen Jubilieren.
Vier zehnheiligen, der Staffelberg und Schloß Banz: das ist wohl ein Trio der beliebtesten Ziele des Wanderers in dem vielgerühm- ten oberen Maingebiete. In der Nähe des Städtchens Ljchtenfels, da wo der Thüringer Wald, der Frankenwald und der Fränkische Jura gegeneinander stoßen, erheben sich der Felsenbau des Staffelberges und die beiden gewaltigen Barockbauten. Vom Staffelberg hat Victor v o n S ch e f f e l bekanntlich ein begeistertes Lied gesungen; Vierzehnheiligen gilt als die Meisterschöpfung des großen Barockarchitekten Balthasar Neumann und ist so Wallfahrtsort auch der Kunstbeflissenen aller Zeiten seither; Schloß
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Lage spielen bei früheren Kuren eine ausschlaggebende Rolle. Durch sie gelangen die Heilwerte des berühmten Bonifaziusbrunnen und der übrigen Quellen zur vollen Auswirkung. Es gibt B<ide- und Trinkkuren, Inhalationen oder Moorpackungen. Der Frühling ist eine für Heilkuren in Bad Salzschlirf besonders förderliche Jahreszeit.
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Unterwegs einmal auszusteigen, auf der Fahrt zum Ferienziel nicht achtlos an Schönheiten am Wege vorüberzufahren, gehört zu den reizvollsten Reiseerlebnissen. Um sie recht genießen und solche Möglichkeiten auch ausnutzen zu können, ist es gut zu wissen, wie oft und wie lange man eine Eisenbahnfahrt unterbrechen kann. Grundsätzlich ist jede Fahrtunterbrechung beliebig lange gestattet, nur darf die Geltungsdauer des Fahrausweises nicht überschritten werden. Wie oft man nun die Reise unterbrechen kann, richtet sich nach der Art des Fahrausweises. Eine Fahrt im Feriensonderzuge darf nicht unterbrochen werden, wohl aber die Weiterfahrt mit einem fahrplanmäßigen Anschlußzuge, wenn das Ziel hinter dem Endbahnhof des Ferien- fonderzuges liegt.
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durch das hübsche Holzappeler Tal aufwärts nach dem freundlich in einer Mulde liegenden Städtchen Holzappel, dessen evangelische Kirche die Ueberreste eines berühmten Generals aus dem Dreißigjährigen Kriege, des Grafen Melander von Holzappel, enthält. Nunmehr führt uns ein „L" durch Feld und Wald nach der Groblei, einem etwa 80 Meter senkrecht zum Gelbbach abfallenden Felsen, der einen entzückenden Blick auf das Tal und das reizvoll gelegene Oertchen Dies bietet. Ein steiler Pfad bringt uns in wenigen Minuten hinab nach Dies, wo gute Einkehr ist. Eine breite Fahrstraße führt uns nun dem lieblichen, vielfach gekrümmten Gelbachtal, das zu den schönsten Seitentälern der Lahn gerechnet werden kann, abwärts. Bei der Obernhostr Hütte überschreiten wir den Bach, steigen einen Waldpfad aufwärts, wo sich uns alsbald ein überraschender Blick auf Kloster Arnstein auftut und steigen zum Goethe- punkt empor, den Goethe für den schönsten Aussichtspunkt an der Lahn erklärt haben soll. In der Tat sind die Blicke von dem Aussichtstempel in das Gelbach- und Lahntal, auf Obernhof, Weinähr und Kloster Arnstein von unvergleichlicher Schönheit. Ein ziemlich steiler Pfad führt uns alsbald abwärts nach unserem Endziel, der anmutig an der Lahn liegenden Bahnstation Obernhof.. Dauer der Wanderung: 4 Stunden. .
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Es ist das nie ganz aufgeklärt worden, seit fast zweitausend Jahren. Aber wenn man die Bilder der glücklichen Mönche betrachtet, die der alte Grützner gemalt hat, so hat jedenfalls der Saft
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Gladenbach — Rimberg — Marburg.
Mit Sonntagskarte, die zur Rückfahrt von Marburg berechtigt, fahren wir nach dem anmutig zwischen bewaldeten Höhen gelegenen Städtchen Gladenbach. Vom Nordende der Stadt führen uns rote- Dreiecke an Schieferkauten vorbei, von denen man eine prachtvolle Aussicht genießt, durch Wald und Feld über Sinkershausen an der Allna und weiter durch Wald (an dessen Eingang hübscher Rückblick nach den Gladenbacher Bergen und den Albergen) durch Diedenhausen und Damshausen hinauf zum 495 Meter hohen Rimberg, von dessen 18 Meter hohem Holzturm sich eine herrliche Rund- und Fernsicht erschließt. Für den Abstieg folgen wir jetzt roten Strichen, die uns über Dagobertshausen, einem kleinen Ort von vier Bauernhöfen, bringen. Bei der Blauen Pfütze verlassen wir die seither beschrittene Kaldener Landstraße und gelangen durch das reizvoll gelegene Marbach nach unserem Endziel Marburg. Dauer der Wanderung 5% Stunden.
Laurenburg — Holzappel — GelbaHlal — Goelhepunkl — Obernhof.
Diese äußerst genußreiche Wanderung beginnen wir in dem malerisch an der Lahn gelegenen, von einer Burgruine, dem Stammsitz^ des Nassauischen Hauses, überragten Laurenburg. Wir gehen von hier in nördlicher Richtung, schwarzen Punkten nach,
herrlichen Schnitzaltar des Veit Stoß und über die zur Andacht versammelte Gemeinde hinweg die Orgel ihre Akkorde erbrausen läßt, bann vernehmen Himmelsgruß durch seine
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Lebensart hat; das überall die Schwere aufhebt, überall auf graziöse Art sich mit einnistet und — oft wie unsichtbar, nur eben durch seinen Rhythmus — alles beschwingt. Um die Pfingstzeit scheint es seine Mission besonders glücklich hier zu erfüllen. Jedenfalls merkt man es in diesen heiterfrohen Tagen besonders angenehm.
Aber auch südlich des Mains ist Pfingsten im Frankenland ein reiches Erlebnis. Wer hat sie um diese Zeit schon einmal mit rechter Andacht durchwandert, diese Städte und Städtchen Windsheim und Wolfrats-Eschenbach, Cadolzburg und Ansbach und Hersbruck? In Erlangen, der fränkischen Studentenstadt, wird zu Pfingsten auf den Felsenkellern des Burgbergs die Bergkirchweih gefeiert und in Rothenburg, dem altdeutsch romantischen Burgstädtchen ob der Tauber, beleben sich die Gassen zu Pfingsten alljährlich mit Menschen in alten Trachten, und' die Vergangenheit wird wieder Gegenwart. So ist am Main und allen seinen Nebenflüssen zu Pfingsten ein frohes Wandern und Treiben, und wer da einmal zu Gast mit war, der kommt bestimmt im Leben öfters wieder.
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Pfingslfahrlen auf dem Rhein.
Die schmucken weißen Köln-Düsseldorfer Schiffe sind während der Feiertage alle in Fahrt. Der Fahrplan zu Pfingsten ist so erweitert, daß z. B. in der .Zeit zwischen 6.30 und 18.50 Uhr allein 16 Schiffe Mainz verlassen. Entsprechende Rückfahrmöglichkeiten gestatten kürzere und längere Rheinfahrten, für die zu den Frühfchiffen billige Ausflugs-Rückfahr- fcheine nach St. Goar, Boppard und Koblenz aus- gegeben werden. Die neuen, wahlweise für Bahn und Schiff gültigen Sonntagsfahrkarten nach Koblenz und Köln wurde schon hingewiesen, sie haben über
Wascht es zu sehen?
Onkel Otto zeigt die Photos vom letzten Wochenende. — Mit Hallo und viel Freude werden alle schönen Stunden noch einmal erlebt. Ueber Pfingsten sollten auch Sie Ihre Reiseeindrücke und Erlebnisse im Bilde festhalten, denn wenn stets ein Photo mit dabei ist, hat man mehr davon. — Zufriedene Photofreunde sind Kunden bei 3896a
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Still und feierlich liegt in dieser Zeit weithin alles Land. Die Obstbäume haben größtenteils schon ihre Blüte abgeworfen. Aber anderes blüht, und das Grün nimmt zu an innerer Leuchtkraft.' Wen es bisher noch nicht hinauslockte in die neugeborene Natur, den rufen jetzt die Wunder der Pfingstzeit. Denn nun reden auch die kleinsten Dinge mit tausend Zungen.
Auch was der Mensch im Bewußtsein seiner inneren Verbundenheit mit den hohen kosmetischen Kräften schuf, steht wieder wie neu in der Sonne. Aus Feldern und von Waldhöhen, aus Tälern und zwischen Hügeln ragen die Zeugen seiner Stein gewordenen Geschichte: Städte, Burgen und Dome — und künden mit von dem pfingstlichen „Brausen vom Himmel als eines gewaltigen Windes", der alle erfüllt. Denn wie hätten sie, diese Baumeisterwerke, entstehen können, wenn nicht auch den Menschen immer wieder der heilige Geist der ewig schaffenden Natur ergriffen hätte. Mit den hoch- gebauten Wäldern, den Felsen und Gipfeln wuchsen auch sie im Schicksalsgesetz ihrer Jahrhunderte.
Da liegt mit seinen Brücken und Toren, meisterliche Gestaltung einer frühen deutschen Städtebaukunst, die alte Stadt Bamberg am Zufluß der Regnitz zum Main. Gotik, von der noch Reste zu sehen sind, Renaissancebauten wie die Alte Hofhaltung mit dem prunkvoll gewaltigen Tor, durch das man überrascht auf Fachwerkhäuser blickt, und sck)weres Barock mit Giebeln und Erkern. Darüber aber in der Sonne leuchtend der romanische Kaiserdom, der mit feinen vier Türmen, eine wirkliche Krone, das ganze Stadt- und Landschaftsbild krönt. Hier ist die Stätte, in der die edelsten Werke früher deutscher Bildhauerkunst versammelt sind, unter ihnen das feierlichste Symbol unserer Art und unserer Geisteshaltung: der Bamberger Reiter. Draußen und drinnen blicken einen die hohen Frühgestalten mit einem seltsamen Zauber an. Und wenn bann da brinnen über bas Marmorgrabmal Tilman Riemenschneibers unb über ben
die Wasser der Regnitz z ...
vielleicht die ernsteste von allen fränkischen Städten wieder dieses strahlende
zu


