Einzelbild herunterladen

zielbewußtes Planen und Aufbauen, unübersehbare Bauvorhaben sind das Ergebnis unserer Wehrfrei­heit und des unbeugsamen Willens des Führers, Deutschland gegen jeden Feind zu sichern. Tausende von Familien sind seit Generationen mit der Werft verwachsen, und in manchem Be­trieb steht der Enkel eines Werftarbeiters aus der Gründungszeit jetzt an dessen Arbeitsplatz. 21000 Gefolgschaftsmitglieder hat die Werft. Viele Einrich­tungen sind im Laufe der Zeit geschaffen worden, um das Wohl der Werftarbeiter zu fördern. Werft­speisehaus und Werftkrankenhaus stehen bald fünfzig Jahre. Neben den netten Werftarbeiterhäusern aus rotem Backstein sind prachtvolle neue Siedlungen in großer Zahl entstanden.

Imponierend durch seine Größe und Schönheit ragt das von Högler errichtete Rathaus in den winterlichen Himmel. DieseBurg am Meer" wurde

in schwerster Notzeit 1928/29 gebaut. Von ihrem hohen Turm hat man einen geradezu märchenhaften Blick. Im Norden erkennt man die Brandung der Nordsee und im Westen Wesermünde-Bremerhaoen. Ueberall wird gebaut, an den Hasenanlagen wie auch an Land. Friesische Bauernhöfe liegen in unmittel­barer Nähe der Stadt.Siele" blinken in der Sonne. Sie sind die Auffangbecken der Wassergraben, bie das fruchtbare Marschland durchziehen und das Wasser dem Meere zuführen. Nach ihnen haben viele Orte ihren Namen, so z. B. Horumersiel, von wo aus der Führer, der dort beim alten Tiarks wohnte, den Wahlkampf um das Oldenburger Land führte. In wenigen Jahren wird Wilhelmshaven eine Stadt von einer Viertelmillion Einwohnern sein. Die schwe­ren Zeiten dieser Stadt sind vorüber. Sie geht einer Entwicklung entgegen, die Schritt halten muß nut dem Aufbau unserer jungen Wehrmacht zur See. -

Unsere Ballonsperren sichern gegen Lustangriffe

Bereits seit längerer Zeit besitzt Deutschland eine vorzüglich organisierte Luftsperrwaffe, die schon in der Septemberkrise des vorigen Jahres in umfassender Weise zum Schutze indu­strieller Gebiete eingesetzt war. Unser Bildberichterstatter konnte in diesen Tagen in Bad Saarow bei Berlin eine der Luftsperr-Batterien besichtigen und an einer Uebuna teil­nehmen. Unser Bild zeigt das Auflassen der Ballone, die in kürzester Frist bis zu 10000 Meter Höhe aufsteigen können. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Nach Afrika eingeladen.

Portugals schwarze Könige.- Aus der Kolonialpraxis eines I-Millionen-Dolkes.

Sonderbencht des Gießener Anzeigers.

II.

Die Eingeborenenpolit-ik einer Kolonialmacht, das heißt, die Art und Weise, wie ein Staat die Ein­geborenen seiner Kolonien behandelt und für sie sorgt, ist nach wie vor ein umstrittenes Problem. Und zwar vorwiegend deshalb, weil die Voraus­setzungen, unter denen die verschiedensten Mächte kolonisieren, nicht immer die gleichen sind. Der Umfang eines Kolonialreiches, die wirt­schaftliche Bedeutung der jeweiligen überseeischen Besitzungen und eine Reihe anderer Faktoren spie­len hierbei eine entscheidende Rolle. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, daß gerade die Haupt- verantwortlichen für die Lüge des Versailler Dik­tats, Deutschland sei unfähig, Kolonien zu verwal­ten, nämlich England und Frankreich, am allerwenigsten eine befriedigende Kolonialpolitik führen.

Während beispielsweise England denFrieden" in Indien und Palästina immer wieder mit Bajonetten sichern muß, weiß man vom südlichen Afrika, daß dort in zahlreichen Fällen der Schwarze über dem Weißen dominiert. Das sogenannte Lugard-System, so genannt nach den Bestrebungen eines früheren britischen Gouverneurs Lugard in Westafrika, der in seinem Entgegenkommen gegenüber den Ein­geborenen sogar eine Art Neger-Universität schuf, ist ebenfalls nicht geeignet, das Ansehen der weißen Rasse in Afrika zur Geltung zu bringen und zu sichern. Frankreichs historische Fehler in der Ein­geborenenbehandlung sind bekannt. Sie haben ihren Ursprung in der Verwendung schwarzer Truppen im Weltkrieg und bei der Besetzung der Rheinlande. Die Tatsache, daß Farbige Abgeordnete französischer Parlamente und hohe Staatsbeamte werden können, zeigt zur Genüge an, wie weit Frankreich in seiner Liebe" zu den Eingeborenen zu gehen bereit ist. Alles das sind Fehler, die dem Ansehen des Euro­päers in Afrika ungeheuer geschadet haben und noch schaden.

Jede Eingeborenenpolitik hat von der Grund­erkenntnis auszugehen, daß alle Kolonisationsarbeit in Afrika ohne den schwarzen Arbeiter einfach un­denkbar ist. Aus dieser Erkenntnis ergeben sich dann alle notwendigen Richtlinien zur Behandlung der Eingeborenen von selbst, wenn man das afrikanische Problem nicht mit anderweitigen Problemen ver- guickt, so, wie es zum Beispiel England mit den Arabern in Palästina oder Frankreich" mit den Far­bigen im Weltkrieg getan haben Was aber den Fimmel anbelangt, den Eingeborenen mit der Er­richtung hoher Schulen europäische Kultur einzu­bläuen, so muß gesagt werden, daß die weiße Rasse hinreichend über intelligente Köpfe verfügt, die in der Kolonisationsarbeit an Afrika erfolgreich tätig sein könnten.

Die Eingeborenenpolitik Portugals ist ein aufschlußreiches Beispiel, wie man ohne große Auf­wendungen erfolgreich zu kolonisieren vermag. Man wird, mit Ausnahme Angolas und Portugiesisch- Guineas, an der ganzen Westküste heute vergeblich ein Verhältnis zwischen den (Europäern und den Eingeborenen vorfinden, das man als befriedigend bezeichnen könnte. Wie nichts in der Welt vollkom­men ist, hat auch die portugiesische Kolonialpolitik einige Schönheitsfehler. Aber um Schönheitsfehler geht es ja nicht, es geht um mehr. Es geht kurz gesagt darum, das Ansehen der Europäer 'm Afrika so durchzusetzen, daß diese in der Lage sind, wirt- schaftlich erfolgreich zu arbeiten, ohne daß der Ein­geborene lediglich ein Ausbeutungsobjekt ist.

Man kann über die portugiesische Kolonialpraxis denken wie man will aber man muß diesem Sie­benmillionenvolk am Rande Europas zugestehen, daß schon eine gute und starke Hand in der Behänd- lung der Eingeborenen erforderlich gewesen sein

muß, wenn es Portugal gelang, seinen ungeheuren Besitz an Kolonien zu einem großen Teil seit Jahr­hunderten bis auf den heutigen Tag zu sichern. Man muß wissen, daß der Umfang der portugie­sischen überseeischen Besitzungen etwa der Größe Europas ohne Italien und Rußland entspricht, und man muß weiter wissen, daß die wirtschaftlichen Mittel des Mutterlandes Portugal außerordentlich gering sind.

Portugal ist neben Spanien das älteste Kolomal­volk der Welt. Beachtlich ist weiterhin, daß Portu­gal seine afrikanischen Kolonien mit Beginn des 15. Jahrhundert selbst entdeckt hat. Der Gedanke, daß Portugal aus diesen beiden Gründen mit einer stärkeren inneren Anteilnahme in Afrika am Werke ist als andere kolonisierenden Länder, ist sicherlich nicht ganz abwegig. Man kann das Verhältnis zwi­schen den Portugiesen und den Eingeborenen fast patriarchalisch nennen. Die Schwarzen werden streng, aber gerecht behandelt. Ueberall tritt die absolute Disziplin der Schwarzen in Erscheinung. So groß, wie ihre Begeisterung jedesmal war, wenn Staatspräsident Carmona während seiner Reise nach Angola bei großen Veranstaltungen sichtbar wurde, so groß war immer auch ihre Disziplin. Oft standen sie zu Tausenden am Weaesrand, dichtgedrängt in langen Spalieren, ohne daß Absperrketten anwesend 'waren.

Portugal verfolgt eine Politik der Assimilierung. Angola, das ist Portugal. Dementsprechend werden die portugiesischen Kolonien mehr oder weniger so verwaltet, als ob sie etwa Provinzen des Mutter­landes seien. Die Initiative in der Verwaltung der Kolonien geht ausschließlich von dem Kolonial­ministerium in Lissabon aus. Infolgedessen hat bei­spielsweise der Generalgouverneur einer Kolonie mehr die Funktion eines Willensvollstreckers Lissa­bons. Diese Verwaltungspraxis hat natürlich den großen Nachteil, daß sie jede schnellere Entwicklung hemmt. Der Vorteil liegt aber darin, daß Lissabon eine stärkere Kontrollmöglichkeit besitzt. So entwickelt sich das Leben in den portugiesischen Kolonien nach der Methodelangsam, aber sicher"

Die Einstellung des Portugiesen zum Eingebore­nen ist ausgesprochen freundlich. Man spricht in Portugal von denschwarzen Brüdern". Das hat aber nur den nach unserer Auffassung einzig fest­stellbaren Nachteil, daß man relativ viel Misch­linge in Angola vorfindet. Die Existenz dieser Menschen ist schon deswegen sehr bedauerlich, weil sie weder von den Weißen noch von den Schwar­zen für gleichwertig angesehen werden Die Praxis der Eingeborenenbehanolung ist jedoch nicht so brüderlich wie die Theorie, obschon überall auf Schritt und Tritt eine starke Fürsorge für den Schwarzen feststellbar ist. Dazu ist man sich wohl doch des allzu starken Rassenunterschiedes bewußt. Aber eines hat Portugal in der Behandlung der Eingeborenen getan, das ihm die freiwillige An­hänglichkeit der Schwarzen gesichert hat: es hat ihnen ihr wenn man so sagen will über­liefertes Brauchtum und eine gewisse Selbständigkeit in den unteren Verwaltungs- bezirken gelassen. Noch heute sind in gewisser Hin­sicht eingeborene Könige, Vizekönige und andere Fürstlichkeiten" in ihren jeweiligen Distrikten am Ruder. Sie werden von Lissabon gering besoldet, haben dagegen die Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß die Gesetze der portugiesischen Regierung streng befolgt werden. Dieses freundliche und billige Eingehen auf die Mentalität der Eingeborenen hat sich als außerordentlich klug und vorteilhaft er­wiesen. Stirbt einer dieser .Könige", bann über­nimmt sein ältester Sohn die Herrschaft, jedoch be­darf es zuvor der ausdrücklichen Genehmigung der portugiesischen Regierung.

Geschichten aus aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Tic Feuerwehr als Mädchen für alles.

Ndz. Buenos Aires.

Die Feuerwehr hat nicht umsonst in den großen Städten den Ruf eines Mädchens für alles. Bekämp­fung von Bränden, Hilfeleistung bei Unfällen sind ihre Aufgaben, aber wie oft mußten schon Kätzchen aus Not befreit oder entflogene Kanarienvögel wie­der eingefangen werden. In der argentinischen Hauptstadt erfreut sich die Feuerwehr gleicher Be­liebtheit, und in Not denkt man meist zuerst an sie. Nachdem kürzlich aus dem Kühler eines Autos eine Riesenschlange entfernt werden mußte, hat sich jetzt die Feuerwehr eines weinenden Kindes angenom­men. Der kleine Pepita spielte mit dem Ball, wäh­rend die Mutti zu einer Nachbarin gegangen war. Als die Mutter zurückkehrte, klemmte aus unerklär­lichen Gründen die Tür des Zimmers, in das sie Pepita eingeschlossen hatte. Selbst dem Hauspfortner gelang es nicht mit seiner Muskelkraft, die Tür zu öffnen. Pepita fand den Lärm an der Tür zunächst interessant, dann bekam er aber Angst und fing jämmerlich an zu meinen. Die Mutter verlor allmäh­lich die Nerven. Es fiel ihr ein, daß sie das Fenster offengelassen hatte, und im Geiste sah sie schon ihren schreienden Sprößling in seiner Verzweiflung aus dem Fenster springen. Was lag näher, als die Feuer­wehr zu alarmieren. Und die Feuerwehr kam und sicherte die Fenster, während inzwischen der Schlosser die Oeffnung der Tür fertigbrachte. Menschen in großer Zahl sammelten sich unten an. Alle glaubten an einen Brand, aber ein Knabe hatte nur geweint.

Das mütztc verboten werden!

B. Helsinki.

Aus Helsinki wird ein folgenschwerer Unglücksfall berichtet, der in einem Zirkus, der sein Zelt in der Nähe der Stadt aufgeschlagen hatte, eintrat und mehrere Opfer forderte. In der Aufführung trat der Artist Jan Maliko alsmenschliches Geschoß" auf, er ließ sich aus einem Apparat in Form einer Ka- none, der eine Vorrichtung mit starken Federn ent­hielt, herausschleudern, so daß er in ein über 30 m entferntes Netz fiel. Zugleich wurde eine starke De­tonation erzeugt, und mit dem menschlichen Geschoß fuhr aus der Mündung der Kanone eine dichte Rauchwolke, so daß der Eindruck, als ob der Artist wirklich aus der Kanone abgeschossen wäre, voll­kommen war. Durch einen bisher noch nicht erklärten Fehler im Apparat wurde Maliko nun mit sehr viel geringerer Kraft als gewöhnlich herausgeschleudert. Die Folge war, daß er nicht wie sonst in das Netz fiel, sondern unter die Zuschauer stürzte. Zwei Per­sonen wurden schwer verwundet, und in der Panik, die im Publikum entstand, erlitten weitere fünf Per­sonen schwere Verletzungen. Dasmenschliche Ge­schoß" war sofort tot; bei dem furchtbaren Sturz war dem Artisten die Wirbelsäule gebrochen.

Heringsfang auf trockenem Land.

Ndz. Oslo.

Im Mündungsgebiet des norwegischen Flusses Namsen machten die Anwohner dieser Tage eine überraschende Entdeckung. Weite Uferstrecken blitzten silbern im Morgenlicht von unzählbaren Heringen, die auf dem trockenen Land herumzappelten. Mit Schaufeln wurden schnell Körbe und Säcke mit den Fischen gefüllt und als willkommene Beute heim- getragen. Dagegen wurden die Fischer enttäuscht, die am Fjordausgang auf den großen Heringsschwarm warteten, der nach ihren Beobachtungen mit der Ebbe aus dem Flußmündungsgebiet heraustreten mußte. Hier hatte sich nämlich der seltene Fall ereignet, daß ein ganzer Heringsschwarm den Anschluß verpaßt hatte. Er befand sich im Fluß fünf Kilometer auf­wärts von der Mündung, als durch Sturm beschleu­nigt die Ebbe die Heringe überraschte, die sich in dem von der Flut überspülten Randgebiet befanden. Der Schwarm, der nicht schnell genug dem Wasser folgte, wurde so buchstäblich aufs Trockene gesetzt.

Was tostet ein schönes Vein?

B. Liverpool.

Wieviel ist ein schönes Bein wert? Merkwürdig, wie verschieden Männer diese Frage beantworten können. In England hatten sich zwei Richter damit zu beschäftigen, einer in Liverpool und einer in London. In Liverpool hatte Mrs. Margaret

Pallister bei einem Falle in einem Laden eine ent­stellende Narbe an ihrem Bein davongetragen, und es wurde festgestellt, daß diese Narbe sichtbar sein würde, wenn sie die üblichen durchsichtigen Strumpfe trüge. Trotzdem schien der Richter Croom-Johnsou durch das Unglück nicht allzusehr gerührt zu sein und sprach ihr nur 5 Pfund Schadenersatz zu. Ganz an­ders der Richter Drucquer in London. Vor ihm er­schien eine dreißigjährige Krankenpflegerin, Miß Mary Smith, die bei einem Motorradunfall eine Verletzung erhalten hatte. Sie betonte besonders, daß sie kein modernes Badekostüm wegen der Narbe tragen könnte, und da die Narbe unterhalb des Knies sitzt, ist es ihr auch nicht möglich, ohne Strümpfe zu gehen. Daß dies eine schwere Beein­trächtigung für sie ist, erkannte der Richter durch Zu­billigung von 250 Pfund an.

Der letzte hält den Pakt.

Ndz. London.

Nur ein einziger von vier Frontsoldaten, die im Weltkrieg einenEros-Pakt" schlossen, wird sein da­maliges Versprechen einlösen. Conrad Pope, ein amerikanischer Ingenieur, der auf feiten der Alliier­ten auf den Schlachtfeldern Frankreichs kämpfte, wird am Piccadilly-Zirkus in London beim Eros- Denkmal feine damaligen Kriegskameraden nicht

Zer Sptikrr

Lieferant auch Threr Krankenkasse

mehr treffen, er ist aber trotzdem nach Europa ge­kommen, um zu seinem Wort zu stehen. Ein Farmer aus Texas, ein Packer aus Liverpool, ein junger Leutnant der französischen Luftwaffe und der ameri­kanische Ingenieur hatten sich im Kriege kennenge­lernt. Der Packer hatte den Texas-Farmer viele Kilo­meter weit ins Lazarett geschleppt, als er verwundet worden war, der Ingenieur hatte den Fliegerleut­nant, der im Niemandsland eine Notlandung hatte machen müssen, in Sicherheit gebracht. Als die Vier sich durch einen Zufall am Piccadilly-Platz im Früh­jahr des letzten Kriegsjahres wiederfahen, schworen sie, sich am Eros-Denkmal wiederzutreffen, wenn die Glocke des Big-Ben die Mitternachtsstunde an dem gleichen Tage des Jahres 1939 schlagen würde. Der französische Fliegeroffizier stürzte jedoch schon im folgenden Jahre ab, der Packer aus Liverpool konnte sich von seinen Kriegsverletzungen nicht mehr erholen und starb 1927, und auch der Farmer aus Texas wurde vor kurzem bei einem Autounfall in Arizona getötet. Pope wird als einziger getreu dem dama­ligen Versprechen sich um die Mitternachtsstunde am Eros-Denkmal einfinden.

Sensation an Bord.

AS. Antwerpen.

Man erinnert sich vielleicht der Sensation, die es verursachte, als der aus dem belgischen Kongo heim­kehrende DampferElisabetville" im Hafen von Ant­werpen unter strengster Bewachung untersucht wurde, weil auf hoher See aus dem Tresor der Kapitäns- kajüte Goldbarren und Brillanten von sehr großem Wert verschwunden waren.

Jetzt ist der gleiche Dampfer mit einer neuen Sen­sation von seiner Afrikafahrt nach Antwerpen zurück- gekehrt. Ein Kriminalbeamter, der das Sck)iff auf seiner Reise begleitet hatte, entdeckte, als das Schiff die portugiesischen Gewässer erreichte, in dem Bett eines Schiffsoffiziers versteckt ein Paket mit Brillanten. Der Offizier, der sofort festgenommen wurde, versicherte, nicht zu wissen und sich nicht er­klären zu können, wie das Wertpaket in fein Bett gekommen sein könne.

Die Staatsanwaltschaft von Antwerpen bemäch­tigte sich sogleich nach dem Eintreffen des Dampfers der Angelegenheit, ohne jedoch bis jetzt Licht in das Dunkel bringen zu können. Da die Erklärungen des Schiffsoffiziers als nicht ausreichend angesehen wur­den, nahm man ihn nach einem Kreuzverhör in Haft.

Nach dem Fund der Brillanten verstärkt sich setzt die Hoffnung, daß es gelingen werde, das gesamte abhandengekommene wertvolle Gut wiederzuerlangen.

Im allgemeinen lebt der Schwarze in Angola auch heute noch so anspruchslos wie zuvor. Er wird dazu angehalten, zu arbeiten, entweder auf eigenem Boden Land steht jedem Eingeborenen überall kostenlos zur Verfügung oder auf den Pflan­zungen der Weißen als Lohnarbeiter. Die Regie­rung übt eine genaue Kontrolle der Arbeitsverträge aus. Nach deutscher Währung erhält ein eingebore­ner Arbeiter auf den Pflanzungen eine monatliche Entlohnung von durchschnittlich 6 Mark. Jedoch wird ihm nur die Hälfte in bar ausgezahlt, die andere Lohnhälfte erhält er in Lebensmitteln. Ob­schon eine solch geringe Entlohnung nach unseren Begriffen geraoezu lächerlich ist, muß gesagt wer­den, daß auch in anderen afrikanischen Ländern ähnlich geringe Lohnverhältnisse oorliegen. So ver­läuft das Leben in Angola reibungslos, die Ord­nung im Lande ist gesichert, die Wirtschaft macht seit Jahren erfolgreiche Ansätze zur Aufwärtsent­wicklung, und was nicht zuletzt so überaus wich­tig ist bei allem Entgegenkommen den Eingebo­renen gegenüber herrscht allgemein ein großer Re­spekt vor dem Ansehen der Weißen

Friedrich A. Eck.

Wer ist zum Techniker begabt?

Die Erbbiologische Arbeitsgemeinschaft des Reichs­berufswettkampfs, deren Aufgabe es ist, die auf dem Reichsberufswettkampf aufbauende Sieger - und Begabtenförderung mit den Grundsätzen der Erboiologie in Uebereinstimmung zu bringen, trat in Berlin zu ihrer ersten Arbeitssitzung zusammen. Auf der Tagesordnung stand das Problem des In­genieur- und Technikernachwuchses, das sich bereits zu einer bedrohlichen Erscheinung des Arbeitseinsatzes entwickelt hat. Professor B a r g « her erklärte, man solle nicht Zahlen nachjagen, son­dern Maßnahmen suchen, die das Optimum der tech­nisch und gestalterisch begabten Kräfte zu erzielen gestatten. Es sei auch verantwortungslos, sich gegen­seitig die Menschen wegzufangen. Der Redner for­derte den Umbau des Ausbildungswesens dahin, daß schon die höhere Schule in gewissem Umfang naturwissenschaftliche Kenntnisse sichert, auf denen die Fach- und Hochschule mühe­los aufbauen könne. Der Aufstieg vom Hand­werk zur höheren technischen Lehranstalt und von dieser zur Technischen Hochschule habe Anspruch auf

volle Gleichberechtigung. Bei der Auslese für den Techniker- und Jngenieurberuf feit der Jugend zu sagen, daß hier ausgesprochene Führungsaufgaben Dorläaen. Unerläßlich seien ferner das gestalterische Erfassen und exakte Ausführen der technischen Auf­gabe. Wer diese beiden Anlagen nicht besitze, dürfe unter keinen Umständen Ingenieur werden. Der Referent berichtete auch von einem Versuch an der Technischen Hochschule München, wo 30 Fachschul- absoloenten bereits nach drei Semestern Studienzeit darangehen, ihr Diplom-Jngenieur-Examen abzu- legen.

Das Treudienstehrenzeicken.

Der Reichsinnenminister hat Zweifelsfragen bei der Verleihung der Treudienstehrenzeichen geklärt. Das Treudienstehrenzeichen kommt für alle Be­amten, Angestellten und Arbeiter des öffentlichen Dienstes in Betracht, die sich am 31. Januar 1938 noch i m Dien st befunden haben, auch wenn sie bereits eine Dank- und Glückwunsch­urkunde des Führers erhalten haben. Für die Ver­leihung des Treudienstehrenzeichens der Sonderstufe an Personen in der freien Wirtschaft kommt auch eine bei jüdischen Dienstherren, Arbeitgebern oder Betrieben verbrachte Arbeitszeit in Betracht. Da­gegen wird das Treudienstehrenzeichen einem

Dh

naturgemäß,

Juden im Sinne des Reichsbürgergesetzes nicht verliehen. Vor der Einreichung von Vorschlägen für die Verleihung des Treudienstehrenzeichens der Sonderstufe für Angestellte und Arbeiter tn der freien Wirtschaft an Mischlinge und an ehe­malige Angehörige von Freimaurer- io g e n oder logenähnlichen Organisationen muß das Einverständnis des zuständigen Gau­leiters eingeholt werden.