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Nr. 4« Erstes vlatt

189. Jahrgang

Samstag, 25./$onntag,26.$ebruar 1959

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Metzeim Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Vor einemAbkommen der guten Aachbarschasl"

Das Ergebnis der Besprechungen Berards in Burgos.

Paris, 25. Febr. (Europapreß.) Die Bespre­chungen zwischen dem nationalspanischen Außen­minister General I o r d a n a und dem französischen Senator Berard find, wie man in französischen Kreisen erklärt, am Freitagabend mit Erfolg zu Ende geführt worden. Am Samstagvormit­tag wird durch die beiden Unterhändler ein Ab­kommen unterzeichnet werden, dem man am Quai d'Orsay die Bezeichnung gibt:Abkommen der gu­ten Nachbarschaft". Durch das Abkommen wird die Frage der spanischen Flüchtlinge in Frankreich sowie die Wiederaufnahme der Verbin­dungen von Eisenbahn, Post, Telephon und Telegraph zwischen Frankreich und Spanien und selbstverständlich die Frage der j u r i st i s ch e n Anerkennung Nationalspaniens durch Frank­reich durch Austausch von Botschaftern geregelt. *

Ein Mitarbeiter des Generals Iordana erklärte, die französisch-spanischen Unterredungen seien in zu­friedenstellender Weise zu Ende gegangen. Senator Berard werde am Samstag noch einmal General Iordana sehen. Eine amtliche Mitteilung werde am Montag veröffentlicht werden. Diese spanische Aus­lassung deutet darauf hin, daß man in Burgos er­wartet, der französische Mini st errat, der

im Flugzeug zu verlassen. Wohin er fliegen werde, sei aber noch unbekannt. Es sei mög­lich, daß Negrin und mehrere andereMinister" in Mexiko Zuflucht suchen werden. Außenminister" del D a y o sei in den letzten Tagen vor seiner Rückkehr nach Paris in Bor- deaux gewesen, von wo aus die Dampfer nach Mittel- und Südamerika auslaufen.

DieHungaristifche Bewegung aufgelöst.

Budapest, 24. Febr. (Europapreß.) Die Hun- garrstische Bewegung ist aufgelöst und ver­boten worden. Die Hungaristische Bewegung, die auf dem äußersten rechten Flügel stand, ging auf die Partei des Nationalen Willens zurück, die von dem Major i.R. Franz Szalafi gegründet und vor etwa zwei Jahren äufgelöst wurde. Im Laufe der Zeit hatte sich dann nach einem Zwischenstadium die Hungaristische Bewegung entwickelt, deren Mitgliederzahl jetzt auf 200 000 geschätzt wird. Im Parlament ist die Bewegung durch zwei Abgeordnete ver­treten, deren Mandat von der Auflösung der Hun- garistischen Bewegung nicht betroffen werden dürfte. Major Szalasi verbüßt eine dreijährige Zuchthaus­strafe, zu der er wegen seiner Propagandaschriften

unter der Anklage des versuchten Umsturzes ver­urteilt worden war.

Die Auflösung und das Verbot der Hungaristi- schen Bewegung sind damit begründet worden, daß die staatliche und die gesellschaftliche Ordnung sowie die öffentliche Ruhe im Lande gefährdet worden seien. Es wird auch behauptet, innerhalb der Hun- garistischen Partei habe auch eine geheime Forma­tion bestanden, die die Aufgabe gehabt habe, als geheimerPolizeiapparat" tätig zu jein. Die Ver­ordnung nimmt auch Bezug auf die Erklärung, daß die Beteiligten des Handgranatenanschlags auf die Budapester Hauptsynagoge die Handgranaten und Weisungen am Hauptsitz der Hungaristischen Bewe­gung entgegengenommen hätten.

An der Polizeiaktion nahmen in Budapest über 2000 Polizei- und Kriminalbeamte teil. In der Hauptstadt wurden 105 Parteilokale der Bewegung polizeilich durchsucht, geschlossen und versiegelt. Auch die vom Hauptjitz der Bewegung in der Anbrassy- straße von dem Vorstand der Bewegung in eine Vorortvilla verbrachten Schriftstücke konnten be­schlagnahmt werden. Darunter befindet sich auch eine in Geheimschrift verfertigte Liste der geheimen Mitglieder der Partei. Da auch der Geheimschlüssel aufgefunden wurde, können alle Namen der ge­heimen Mitglieder, meist Behördenangestellte, fest­gestellt werden.

Das RegierungsorganEsti Ujsag" würdigt die Auflösung der Hungaristischen Bewegung als die natürliche Folge der vom Ministerpräsidenten Teleki in seiner Antrittsrede betonten Entschlossenheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung im Lande mit den nachdrücklichsten Mitteln aufrechtzuerhalten. Die Auflösung sei in allen rechtsnationalen Kreisen des Parlaments mit allgemeiner Zustimmung ausgenom­men worden.

LtGA.-Zmperialismus.

Die Kriegspsychose, die Präsident Roosevelt in den Vereinigten Staaten entfaltet hat, um von den eklatanten Mißerfolgen seines innerpolitischcn Kurses abzulenken und durch gewaltige Rüstungs­aufträge der amerikanischen Wirtschaft einen neuen Auftrieb zu geben, sucht es, wohl zum ersten Male seit der Jahrhundertwende, so hinzustellen, als ob die Sicherheit der Vereinigten Staaten vom Atlan­tischen Ozean her bedroht sei. Man hat in Neuyork und Washington die durchweg ausgezeichneten Han­delsbeziehungen der autoritären Mächte Deutsch­land und Italien zu den iberoamerikanischen Staa­ten mit scheelen Augen betrachtet, vor allem auch, weil man selber sich in früheren Jahrzehnten in Brasilien und Argentinien so gut wie in den Staa­ten der Westküste Siidamerikas durch einen rück­sichtslosen Dollarimperialismus höchst unbeliebt ge- macht hat und nun befürchten muß, daß die ibero­amerikanischen Staaten sich gerne Handelspartnern zuwenden, die eben nichts weiter von ihnen wollen als einen möglichst regen Warenaustausch, der bei­den gleichermaßen zugute kommt. Washington war nun der Meinung, diese höchst unbequemen Konkur­renten am besten aus dem Felde zu schlagen, wenn es den auf rein wirtschaftlicher Grundlage ruhenden Handelsbeziehungen Deutschlands und Italiens zu den iberoamerikanischen Staaten machtpolitische Ziele unterstellte, weil es aus eigener Erfahrung genau weiß, wie empfindlich man in Südamerika, gewitzigt durch die Lehren einer langen Geschichte ständiger fremder Einmischungen, gerade in diesem Punkt reagiert. Aber die im Ton des uneigen­nützigen Biedermannes vorgebrachten Behauptungen Roosevelts und seines Staatssekretärs Cordel Hüll

am Montag zusammentritt, werde die juristische An­erkennung Nationalspaniens beschließen. Erst nach diesem Beschluß wird also die nationalspanische Re­gierung offiziell das Ergebnis der Mission Berards bekanntgeben.

Keine Drohung wird uns einschüchlern.

Der Führer spricht an historischer Stätte zu seinen ältesten Mitkämpfern.

Wir werden untere Ausgabe vollenden

des

3n seinem Rückblick auf dieses große Jahr

Erfolges stellte der Führer die Faktoren heraus, die die Grundlage für den Aufstieg Großdeutsch' lands zur Weltmacht geworden sind: Die durch die Partei herbeigeführte politische Ge­sundung, den wirtschaftlichen Wiederaufstieg und die militärische Starke. Natürlich hätten wir auch heute noch unsere Probleme. Aber sie alle werden wir lösen durch Fleiß, Entschlossenheit, Genialität Willenskraft und durch hartes Zu- sammenstehen!

Wenn er so erklärte der Führer unter stür­mischem Jubel in Jahre 1920 hier in diesem Saale als den wichtigsten Programmpunkt die For­derung des Zusammenschlusses aller Deutschen im Großdeutschen Reich ver­kündet habe, so sei nunmehr nach 18 Jahren dieses Ziel erreicht worden. In überzeugender Eindring­lichkeit schilderte der Führer seinen alten Kampf­kameraden, wie vieles aus dem damals aufgestellten Programm bereits verwirklicht worden fei: Die Judenfrage sei heute schort nicht mehr ein deut­sches, sondern ein europäisches Problem, das natio- nelsozialistifche Deutschland habe eine ganz neue Wirtschaftslehre aufgebaut, nach der das Ka­pital für die Wirtschaft und die Wirtschaft für. das Volk da sei, und als erste Nation die Arbeits­kraft, die Genialität und den Fleiß eines Volkes

Hun spricht der Führer.

Von Jubel umbraust steht jetzt der Führer auf dem Podium. Schon in den ersten Sätzen, m Denen der Führer in überaus sarkastischer Weise auf bie Verschiedenartigkeit der Wertung seiner Persönlich­keit als Prophet für die einen, als Verbrecher für die anderen hinwies und humorvoll erklärte, daß es denVerbrecher" alljährlich einmal wieder an den Schauplatz feiner alten Verbrechen ziehe, hatte er das Ohr und die Herzen feiner Getreuen. Und mit wahren Stürmen des Jubels wurde ferne Feststellung ausgenommen, daß d i c c r ft e Z e 11 b e s Kampfes -> u ch für ihn die schonst- gewesen sei. In diesem für,uns alle unvergeßlichen Jahre nun seien die Erinnerungen und die Freude des Wiedersehens besonders stark, um so mehr, als er unter den hier Versammelten ja auch schon einen Kern der ä l t e st e n K a m p f - genossen aus der Ostmark und dem Sudetengau wisse.

In diesem Jahre hat das Reich wunderschöne Gaue, treue deutsche Menschen und einen Achtbaren Machtzuwachs bekommen.Es ist ganz sicher so rief der Führer unter minutenlangen brausenden Weltrufen aus,daß das nie hätte gelingen können, roenn ich hinter mir nicht meine Partei g- miifef hätte a l s die große W i l l e n s tr a g e- r i n, als die gewaltige Organisation, die das deutsche Volk aufrecht und gerade hielt."

Die roten Bonzen bereiten ihre Flucht vor.

Paris. 25. Febr. (^ropapr«B;) ^fenfatio.

ZNZLÄ-- stimmung vom Freitag f Anerkennung trauensvotum bedeutete be-

Nationalspanlens durch Franrreuy v ^rtes- reits ausgefproch enj. <ßarj5 weilt

Madrid

Am Freitagnachmittag nannte man in den Wan- idelgängen der Kammer als aussichtsreichsten Be­werber um den Posten des französischen Bot­schaft e r s bei der nationalspanischen Regierung den gegenwärtigen französischen Botschafter in Bue­nos Aires, Peyrouton, einen Schwiegersohn des Abgeordneten M a l v y , der als ausgezeichneter Spanienkenner schon früher als möglicher Vertreter Frankreichs in Burgos bezeichnet worden war. Er gilt als guter Kenner der marokkanischen Verhält­nisse und der tunesischen Frage, die er als General- resident Frankreichs in beiden französischen Protek­toraten zu studieren Gelegenheit hatte.

Der Verteidiger Temels von roten Schergen ermordet.

Barcelona, 25. Febr. (DNB.) In der Nähe der spanisch-französischen Grenze wurden 4 2 ent» stellteLeichname aufgefunden. Es handelt sich um GefangenederRoten, die auf der Fluch kurz vor der rettenden französischen Grenze von rol- spanischen Milizsoldaten hingemordet wurden Unter den Opfern wurden die Leichen des Bischofs von Teruel und des Obersten Rey d Har- cour, des heldenhaften Verteidigers von Teruel, seftgeftellt, die bei der Eroberung Teruels durch die Roten in die Gefangenschaft der Bolsche mitten geraten waren. Beiden war " anscheinen bei der Verwirrung in Barcelona, wo sie 9 Haft gehalten worden waren, gelungen, ZU en kommen. Bei ihrer Flucht wurden sie dann lM letzten Augenblick vor der Rettung von den roten Cdjergen e®men7raie3ranco hat auf «e grauenvollen Hinschlachtung bes Bisch f ~ ti 5 durch bolschewistisches Mordgesindel dem Nuntius fein Beileid ausdrücken lassen. Der n sunksender erklärt, bafe jene Lander» dre diefe BM^ tat verschwiegen, sich dadurch 9e9 ö ^chge- neten. Die Tatsache, daß diese Erschossenen h cyg stellte Persönlichkeiten waren, beweist datz me fchlachtung ° u f B ° f ° h l :/ummdch°n °ber unt

IM, i

die Welt: Will Frankreich weiterhin dem Ma W aller Ki^rnLen? i Angehörfgen und Verantwortlichen des roten Blutregim

Grenzen zu weisen.

stkretör Esser den Sagt. Kurz vorher sind Lutze, Grimm und Sauckel gekommen.

Es ist kurz nach 20 Uhr, ein Fanfarenstoß, und nun lösen die ersten Takte des Badenweiler Mar­sches die Spannung: Der Führer hat den Saal betreten. Eine Woge des Jubels schlägt ihm ent­gegen. Er grüßt und dankt nach allen Seiten, blickt Bekannten ins Auge und schüttelt da und dort eine Hand. Und immer wieder brandet die Welle des Jubels glücklicher und froher Menschen an ihn heran. Hinter dem Führer gehen der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, die Reichsleiter Himmler, Bormann und Dr. Dietrich, der stellvertretende Gau­leiter des Traditionsgaues, Otto Nippold, und die alten Kämpfer Ulrich Graf, Christian Weber, Julius Schaub.

Rudolf Heh eröffnet die Feierstunde.

Immer, so sagt er, wenn Ihre älteste Garde, mein Führer, in diesem schon längst historisch gewor­denen Saale sich versammelt, dann tauchen wohl bei allen Erinnerungen auf an eine längst vergangene und wunderschöne Zeit (stürmischer Bei­fall). (Erinnerungen an die Zeit, da Sie, mein Füh- rer, uns allein noch gehörten (tosender Jubel), an die Zeit, in der mir Sie kannten als unseren Adolf fyitler, an die Zeit, in der wir alle, jeder Partei­genosse und jede Parteigenossin, warben um die Seelen des Volkes.

Und es kamen nun die Jahre, da hat das ganze deutsche Volk Sie gehört. Heute sind Sie für jeden deutschen Volksgenossen: Mein Führer, unser Führer (stürmische Zustimmung). Sie sprachen zu den Deutschen und vor allem, mein Führer, es sprachen Ihre Taten zu den Deut­schen. Die Tat, die die kühnsten Träume von uns Alten weit überflügelte. Denn keiner hat es zu hoffen gewagt, daß das Jahr 1938 das Jahr Großdeutschlands werden würde.

M ü n d) c n , 24. Febr. (DNB ) Zum erstenmal im Großdeutfchen Reich versammelte fick) am Freitag­abend die Alte Garde des Führers, um an historischer Stätte den Jahrestag der G r> n d A n g der Nationalsozialistischen Deutsch en Arbeiterpartei in der Haupt­stadt der Bewegung zu begehen, lieber 1300 Natio­nalsozialisten füllen das große Viereck, lieber 2000 sind es im Bürgerbräukeller, der durch Lautsprecher mit dem Hofbräuhaussaale verbunden ist. Alle Kreise, Berufe und Lebensalter sind hier beisammen, Symbol der Kampfgemeinschaft vergangener Jahre und der Volksgemeinschaft des neuen Reiches. Die Mehrzahl der Männer trägt das schlichte Braun­hemd, viele auch den grauen Waffenrock, alle das Goldene Ehrenzeichen oder den Blutorden. Auch viele Frauen sind im Saal. Aus allen Gauen des Reiches sind die alten Kampfgenossen gekommen, zum erstenmal auch die Kameraden aus der Ostmark und dem Sudetenland. In den Gesprächen, in dem Begrüßen und Zurufen, in den lachenden Augen der Alten Garde, über dem ganzen Saal ist das wirkliche Erlebnis.

Schon lange sind die ersten Reichsleiter im Saal: Rosenberg, Amann, Dr. Frick. Ebenso kommen, freu­dig begrüßt, Dr. Goebbels und Schwarz. Die Sternecker-Gruppe ist fast vollzählig zur Stelle. Ebenso der Stoßtrupp Hitler mit Karl Fiehler und Josts Berchtold an der Spitze.

In nächster Nähe des Rednerpults sind die Plätze für die Ehrengäste d e s Führers. Wir sehen Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, die Gauleiter Sprenger, Rust, Roever und gigruber, Gene­ral der Flieger Sperrle, General der Artillerie Rit­ter von Schobert, den bayerischen Ministerpräsiden­ten Siebert und die Hinterbliebenen der 16 Blut­zeugen von der Feldherrnhalle. Jetzt betreten die Reichsleiter Hühnlein und Dr. Ley, sowie Staats-

als die Quelle jedes Wohlstandes iier« ankert. Wenn positives Christentum Nächstenliebe heiße, also die Pflege der Kranken, die Kleidung der Armen, die Speisung der Hungrigen und die Trän­kung der Durstigen, dann seien wir die posi- tivenChriften! Denn auf diesen Gebieten habe die Volksgemeinschaft des nationalfozialfozialistischen Deutschlands Ungeheures geleistet.

Alle Menschen so fuhr der Führer fort könne man natürlich nicht bekehren. Einige wenige Gegner, die im Aussterben begriffen seien, gebe es auch »och in Deutschland. Es seien die alten bekannten Freunde von der schwarz- rot-goldenen Koalition, die gleichen Leute, die heute auch in der Welt die §oalitioy gegen uns bilden. Der ganzen Kriegshetze ausländischer Schreier setzte der Führer eine stolze und unerschütterliche Zuversicht entgegen, und unter begeisterter Zustim­mung erklärte er:Wer vor 20 Jahren als Namen­loser ganz mutterseelenallein, mit ein paar Dutzend anderen anfing, um ein großes Reich zu erobern, und der nun diesen unfaßbar schweren Weg ging wie kann man nur eine Sekunde annehmen, daß so ein Mann jetzt im Besitz der Macht Angst hätte vor den Drohungen anderer? Ich habe die Angst damals nicht gekannt und würde mich vor mir selber schämen und nicht würdig sein, Führer der deutschen Nation zu sein, wenn ich sie heute hätte! Sie wer­den uns mit ihren Drohungen nicht er­schüttern' Sollten sie aber wirklich jemals die Völker zum Wahnsinn eines Kampfes bringen, bann würden wir erst recht nicht kapitulieren. Das Jahr 1918 wird sich in der deutschen Geschichte niemals wiederholen!"

Wenn ich nun das alles so überblicke", so schloß der Führer,dann, meine Volksgenossen, wird mir immer wieder so recht das Traumhafte des Empor- ftieges der Partei bewußt, und dann können Sie auch ermessen, was es für mich selber bedeutet, roemi ich in den Kreis derer zurückkehren kann, die mit mir diesen Weg einst zu beschreiten begonnen haben Es ist schon etwas Erhebendes, wenn ich zu denen zurückkehren kann, die ich nicht erst feit dem März 1933 kenne, sondern noch aus der Zeit, in der es nur gefährlich war, Nationalsozialist zu fein! (Stür­mische Kundgebungen.) Es ist für mich so wunder- bar, wenn ich dann jährlich einmal in diesen alten Kreis meiner Karnpfgenosjen zurückkehren kann. Das einzige, was uns vielleicht trübe stimmen könnte, das wäre der Gedanke, daß leider dieser ober jener bas Letzte nicht erlebt hat. Allein wir wisse boch wenigstens bas eine: Daß i h r Kampf nicht umsonst war, sonbern baß letzten Endes sie boch bas Ziel erreicht haben, wenn sie aud) jetzt nur im Geiste bei uns sind.

Deutschland ist jetzt doch das geworden, was uns immer vorschwebte. Und daß es immer mehr das wird, was wir damals vor 19 Jahren in diesem Saal programmatisch verkündeten, das soll unsere Ausgabe sein jetzt und soll unsere Aufgabe bleiben für die Zukunft? Und daß wir es erreichen werden, das ist so sicher, wie ich jetzt vor Ihnen stehe! Wenn wir einmal die Augen schließen, dann werden die, die nach uns kommen, etwas anderes empfangen als das, was wir in die Hand bekamen, damals vor

19 Jahren."

Als der Führer geendet hat, braust chm aus den Reihen der alten Kampfgenossen ein wahrer Orkan überströmender Begeisterung, Verehrung und Liebe entgegen Die Alte Garde steht auf den Tischen, den Stühlen und Bänken, um immer wieder von neuem ihrem geliebten Führer zuzujubeln.