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„„„ neutralen Mächte zu oergewaUg „''ünd n »en Kneg Hine,„zuzerren, wohl kaum aisbrütfen.
Junehmenoe Exportschwierigkeiten der Schweiz.
®enj, 21. Dez. (Europapreß., Die Schwei, die [eil Kriegsbeginn auf dem Gebiete der U h re Leiden- und Stickereiexporte tckiwer kämpfen hat. sieht sich nun auch großen Schwierig feilen bei der Ausfuhr von Käse geaenübe^r Der Kaseexport, der eine stark abnehmende Lendend aufweift, ist zu einem großen Teil durch neue Trans, ereinschrankungen, Transportschwierigkeiten Der Neuerungen der Frachten und der Versicherunasnrä^ nlen gefährdet. Die Aussichten für das kommende Heschafts,ahr sind lehr unsicher. Der Käseexport ist ür die schweizerische Landwirtschaft insofern van be. anderer Bedeutung, als er in vielen Gegenden den Endlichen Betrieben bisher die einzige sichere Geld. Einnahmequelle bot.
Or. Goebbels spricht
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preh.) iii h immer ir übriger mit ha die An. imerih- röe 6laata vie LtaiUji i, (o schnei 8hr Ergei- lerifoniiin er WorilL
Bert in 22. Dez. (DRB.) Im Reichsministerium ür Dolksaufklarung und Propaganda findet am Heu. : igen Freitag eine Feierstunde statt, zu der ^eichsminister Dr. Goebbels Rückgeführte und Rückwanderer einaeladen hat. Im Rahmen dieser Feierstunde wird Dr. Goebbels das Wort ergreifen )ie Uebertragung über alle Sender in-' itum 16 Uhr ftatt. 1
Oie Berufswahl der Abiturienten.
Berlin, 21. Dez. (DRB.) Am Freitag, . Dezember, sprechen im Deutschlandsender von .15 bis 14.30 Uhr Frl. Dr. Hamann vom nchsarbeitsministerium und Frl. Dr. D e n y vom eratungsdienst des Reichsstudentenwerkes über s wichtige Thema der Berufswahl der Abiturien- men. Dieses Gespräch stellt die Ergänzung für i Sendung vom 8. 12. d. I. dar, welche für die üturienten bestimmt war. Alle Eltern von üturientinnen und die Abiturientinnen selbst wer. n auf diese Sendung aufmerksam gemacht.
Zuchthaus wegen Abhörens ausländischer Gender.
Berlin, 21. Dez. (DRB.) Das Trierer (ondergericht verurteilte am Mittwoch den C» Jahre alten Theodor Merges aus Bernkastel, der nm 7. September bis zu seiner Festnahme am ! November fortgesetzt handelnd aus- lindische Sender abgehört hatte, wegen verbrechens gegen § 1 des Gesetzes über außer, ndentliche Rundfunkmahnahmen entsprechend dem lntrage des Staatsanwaltes zu einer Zucht- fausstrafe von 15 Monaten.
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Die letzthin ergangenen Urteile beweisen auf das tndringlichste, daß das deutsche Volk in dem Kampf in seine Lebensrechte, den es auf Leben und Tod i führen bereit ist, nicht dulden kann und will, renn einzelne gewissenlose oder dumme Menschen ese geschlossene Front der Heimat auch nur im »ringsten gefährden. Es ist eine der Stärken der rutschen Kriegführung, die auch vom neutralen usland zu wiederholten Malen anerkannt wurde, ih das deutsche Volk über alle Ereignisse dieses impfes mit den plutokratischen Mächten wahr-
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CEki wertvolles Werk der dänischen Literatur.
Dei der Versteigerung der Büchersammlung eines Erstich verstorbenen dänischen Wissenschaftlersi er- ^l e ein Werk aus dem 18. Jahrhundert mit 23 050 Jonen den höchsten semals hierzulande für ein 9hlif) gezahlten Preis Es handelt sich um ein drei- birdiges Exemplar der Erstausgabe von Ludwig Dolbergs „Komödie n", die zu den Selten- Sm der skandinavischen Bücherwelt gehört. Das liche Exemplar war vor nicht langer Zeit einem
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profeffor Karl Straube zum letzten Male im Rundfunk.
ütsgetreu informiert wird. Die unbeirrbare Treue is deutschen Volkes zu sich selbst und die kalte Der- aijtung für die Niedertracht eines mit den uner- tartetften Waffen der Gemeinheit kämpfenden K.'gners tragen den Existenzkampf des Reiches. Denn heute irgendein Schwächling oder Verräter -laubt, sein Wissen um Deutschlands Lebenskampf aus den üblen Quellen feindlicher Greuelhetzc be* ßchen zu müssen, so trifft ihn die ganze Verachtung ha deutschen Volkes. Dieses Volk, im nationalsozia- lüischen Geist geführt und wohlwissend um die Lndoner und Pariser Sudelküchen, ist nicht geneigt, wer solch« idiotischen Verbrecher, die den Lügen des Fündes ihr Ohr schenken, mitleidig zu lachen. Mit Mr gleichen Härte, mit der unsere Soldaten zu &nbe, zur See und in der Luft den Kampf bis zur Hrnichtung des Gegners führen, werden auch die lernen te bekämpft, die durch das Abhören eines Kmdsenders eindeutigen Landesverrat begehen.
Kunst und Wissenschaft.
Oie Goethemedailie für Professor Zosef Gchick.
Der Führer hat dem Anglisten, ordentlichen Vrofessor em. Geheimen Rat Dr. Josef Schick in München aus Anlaß der Vollendung seines 10. Lebensjahres die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Der Deutschlandfender (angeschlossen die Reichs- wer Böhmen, Breslau, Danzig, Graz, Königs- krq, München und Wien) überträgt am Frei- t-g, 22. Dezember, 20.15 Uhr bis 22 Uhr aus ier Thomaskirche in Leipzig das Weih- Nachts-Oratorium von Johann Sebastian ch unter Leitung von Professor O. Dr. Karl Straube, der hiermit seine letzt« öffentliche Ber- Nraltunfl durchführt, ba er nach Erreichung der Ersgrenze am 31. Dezember aus seinem 21 mt di Thomas-Kantor ausscheidet.
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Josef Schick ist geborener Württemberger. Er belichte die Lateinschule in Rottenburg und das Gyrn- lofium in Ehingen, dann die Universitäten Tübin- |ei und Berlin und das Pochtechnikum in Stutt- jart. 1889 promovierte er in Berlin und habili- airte sich zwei Jahre später dort für englische Phi- bhgie, 1892 siedelte er nach Bonn über. 1893 irirbe er außerordentlicher Professor in Heidelberg inl) 1896 ordentlicher Professor in München, er heute noch lebt. Diele Reisen führten ihn । ^illch die meisten Länder Europas, durch Amerika, .. eukfl 1 Japan, Indien und Aegypten. 1911 bis 1912 be* l’Ä ' hbete er die Kaiser-Wilhelm-Profestur an der ‘ELLt X tolumbia-Universität in Neuyork, 1914 meldete er als Kriegsfreiwilliger. 1925 trat er in den chestand.
schwedischen Antiquar von privater Seite für 200 fronen angeboten und vo« Letzterem für 01 ,c. Zehnfache Summe nach Kopenhagen Weiterverkauf! worden. Hier fand das Werk in dem mcben verstorbenen Sammler bald einen Liebhaber, »".uich M"Ne dieser bereits 8500 Kronen für die orel Bande zahlen, die nun im Laufe eines Jahres auf das reichlich Einhundertfache des ur- Iprunglichen Handelswertes gestiegen sind.
Heinrich George las in Kopenhagen.
Dänemark feierte den deutschen Schauspieler und Direktor des Schillertheaters in Berlin, Heinrich George Er las vor der dänischen Gesellschaft n^e Kutscher Literatur" aus den Werken von schiller Kleist, Claudius, Hebbel und Hermann Steyr. Bon deutscher Seite waren alle bekannten Persönlichkeiten der Kolonie der Einladung gefolgt, an der Spitze der deutsche Gesandte v. R e n t h e - p ’ n k. Dänischerfeits sah man bekannte Schriftstel-
Bühnenkünstler und sonstige Verehrer der deut- Men Literatur und des deutschen Kunstschaffens. Der großartige Erfolg des Abends findet in allen Kopenhagener Blättern größte Anerkennung.
Röntgen- und Radiumstrahlenforschung.
..Das neu« K a i s e r - W i l h e l m - I n st i tu t für Biophysik, das in Umwandlung des bis- h engen Universitätsinstitutes für physikalische Grundlagen der Medizin in Frankfurt a. M. als gemeinsame Gründung der Kaiser-Wilhelm-Ge- sellschaft zur Förderung der Wissenschaften und der Stadt Frankfurt a. M. errichtet wurde, hat nun
mehr unter der Leitung von Prof. Dr. Rajewski) feine Arbeiten ausgenommen. Das Institut hat die Aufgabe, die Wirkungen der physikalischen Umwelt auf den Menschen zu erforschen. Im Vordergrund stehen die Probleme der Röntgen, und Radiumstrahlenwirkung auf das Gewebe. Hier handelt es sich darum, den Ablauf der Elementarvorgänge im Zellgewebe z. B. bei Röntgenbestrahlung einer Krebsgeschwulst im einzelnen dar- zustellen. Ferner wird hier untersucht, wie weit Erbveränderungen durch kurzwellige Strahlen hervorgerufen werden können. Zu den besonderen Forschungsgebieten des Instituts gehört die Untersuchung der R a d i u rn st r a h l e n. In langjähriger Arbeit wurde ein Gerät entwickelt, das es ermöglicht, auch die geringsten Radiumbestand- teile im menschlichen Körper festzustellen. So konnten di« genauen Grenzen festgelegt werden, bei denen Radium im menschlichen Körper gefährlich oder gar tödlich wirkt. Diese erstmalig in der Welt eingerichtete Untersuchungs- und Rettungsstation für Radiumvergiftete dient der Schadenverhütung und der Untersuchung der Urfatben der sogenannten Schneeberger und Joachimstyaler BergkrankheU. Mit vielen Apparaten werden ferner die Probleme der medizinischen und technischen Anwendung des Lichtes, z. B. der Höhensonne und das Zustandekommen der Lichtwirkungen, 3. B. der antirachitischen Wirkung o-der des Sonnenbrandes, in ihren Gesetzmäßigkeiten geklärt.
Das siegreiche Sparbuch.
Eine Welle der Ernüchterung hat über Nacht sämtliche Illusionen und Hostnungen Frankreichs auf eine baldige und „bequeme" Niederlage Deutschlands hinweggespült. Mit verblüffender Ofienheit hat der französische Finanzminister R e y n a u d in einer Kammerrede die Stärke und den Opfersinn Deutschlands gepriesen und beides dem französischen Volke als Beispiel vor Augen geführt. Seine Rede gipfelte in dem Satz: „Wir Franzosen müssen an unseren Quellen moralischer Energie den Willen schöpfen, mehr zu produzieren, weniger zu verbrauchen und mehr zu sparen!" Mit diesem Ausspruch hat der Erzkapitalist Reynaud eine tiefe Verbeugung vor der nationalsozlalistischen Wirtschaftspolitik gemacht, die noch bis vor kurzem den demokratischen Staaten als Zielsck)«ibe des Spottes gedient hat.
Was uns im Augenblick an dem Ausspruch Rey- nauds am meisten interessiert, ist der Aufruf zum Sparen. Dies um so mehr, als zur selben Zeit der englische Wirtschaftsgelehrte I. M. Keynes in das gleiche Horn stößt. In einer kriegswirtschaftlichen Betrachtung kommt er zu dem Schluß, daß die Finanzen Englands und damit die Siegesaussichten Englands vom — Zwangssparen abhängen! Plötzlich find es also nicht mehr die „silbernen Kugeln", die nach den Worten Lloyd Georges im Kriege den Ausschlag geben, sondern e s i st das Sparen! Was wir Deutschen schon seit langem wußten und befolgten, hat man somit in Frankreich und England erst reichlich spät entdeckt: Im Krieg muß die Erzeugung von Verbrauchsgütern eingeschränkt werden, um allen Kriegserforderntssen gerecht zu werden, und die durch die Einschränkung von Verbrauchsgütern frei werdende Kaufkraft des Volkes auf Sparkonto gelegt werden. Volkstümlich ausgedrückt lautet dieser kriegswirtschaftliche Grundsatz so: Man kann nicht zugleich auf zwei Hochzeiten tanzen! Entweder lebt man in Kriegszeiten wie im tiefsten Frieden ober man schränkt sich ein und spart. Im ersten Falle kommt es zu einem jähen und bösen Erwachen. Im zweiten Falle siegt man.
Daß das deutsche Volk zu sparen oerstebt, hat es in den mehr als sechs Jahren nationalsozlalistischer Wirtschaftspolitik bewiesen. Es betrug beispielsweise der Gesamteinlagebestand der Spar- und Girokassen im Altreich:
Ende März 1938 19 286,2 Millionen RM.
Ende März 1939 21 716,7 Millionen RM.
Innerhalb eines Jahres hat also das deutsche Volk 2 430,5 Millionen RM. auf die Sparkassen gebracht. Ob nun die Franzosen „an den Quellen ihrer moralischen Energie" den Willen schöpfen werden, fortan weniger zu verbrauchen und zu sparen, ober ob man in Englanb zum Zwangssparen übergehen wirb, wissen wir nicht. Es spricht nicht sehr viel bafür, weil sich weber ber indivibualistische Franzose noch ber liberaltstische Engländer von heute auf morgen auf eine neue Wesensart umstellen wird. Aber sewst wenn es der Fall ist — man soll den Gegner niemals unterschätzen — so kann uns Deutsche auch dieses nicht unruhig machen. Wir haben in der Wehr- und Kriegswirtschaft beiden Völkern gegenüber einen ungeheuren Vorsprung. Wichtig ist nur, daß wir durch weitere Einschränkung unseres persönlichen Verbrauchs und durch sinnvolles Sparen diesen Vorsprung wahren und ihn immer mehr vergrößern! Tun wir es, so wird uns auch das Spar- ouch zum siegreichen Bundesgenossen werden.
Paß, ber Heimat ihrer Rasse, verschwunden und nach dem Himalaya übergefübrt worben. Sie üben dort in einem Filial-Hospiz des Ordens den .gleichen Rettungsdienst, den sie und chre Ahnen schon vor mehr als hundert Jahren auf dem St. Bernhard versahen. Das Hospiz auf dem St. Bernhard will sich jetzt wieder Rettungchunde zulegen, die im Schnee und Eis verirrten Wanderern Hilfe bringen können. Don den schweren Bernhardinern ist man hier aber mit Rücksicht auf die in den letz- ten Jahren gemachten Erfahrungen adgekommen. Sie sollen durch die leichteren Dolarhunde er- setzt werden. Zunächst werden sechs Eskimo-Hunde nach der Schweiz gebracht, di« von der Hudson Bay in Kanada konnnen. Es sind ausgesuchte Vertreter ihrer Rasse, die den Stamm für ein« neue Aufzucht bilden sollen.
Plünderer vor dem Sondergericht.
Das in Kalterslautern tagend« Svnderg«- richt Saardrücken schickte den 35jährig«n Otto Oestreicher aus Dudweiler auf acht, den 18jädrigen Alois Beyet aus Saarbrücken und den 19jäh- rigen Paul Schönenberger aus Dudweiler auf je drei J<chr« ins Zuchthaus, den noch nicht 18 jährigen Josef Schalk aus Saarbrücken auf drei Jahre ins Gefängnis. Sie waren Mit« November in drei Dillen in Saarbrücken eingedrungen und hatten Lebensmittel, Kleidung usw. gestohlen. Besonders hatten sie sich an Eingemachtes, Marmelade und Wein gemacht. Der Ansager hatte für di« mit Zuchthaus Bedachten die Todesstraf« beantragt.
Menschenschmuggel
an der ehemalig rumänisch-polnischen Grenze.
Der „Curentul" macht auf den lebhaften Mensche n'schmuggel aufmerfjam, der sich an der ehemaligen rum ä n i ich - polnischen Grenze entwickelt habe. So beobachtete der Gendarmerieposten von Davila regelmäßig einen Kraftwagen, der in schneller Fahrt und ohne Beleuchtung, dazu Mit verhängtem Nummerschild in Richtung Czernowitz fuhr. Der Posten benachrichtigte die Polizeibehörde in Czernowitz, bie den Wagen anhielt und bi« Insassen, drei geflüchtete Juden und einen Mann, der die Fahrt gewerbsmäßig ausführt«, verhaftete. Der Mann hatte für den Schmuggel pro Person 50 bis 100 Dollar verlangt und erhalten. Auf Grund der Auslagen ber Verhafteten konnte di« Polizei noch drei weiter« jüdische Flüchtlinge festnehmen.
Schreckliches Ende einer Hochzeitsreise.
Die Strafkammer in R u d o l st a d t verurteilt« den Anaeklagten Hubertus Häußler aus Kirchremda wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einem Jahr Gefänanis. Der Angeklagte hatte in der Nacht zum 27. August in Sitzendorf einen Bekannten aus Weißenfels getroffen, der sich auf der Hochzeitsreise befand. Das Wiedersehen wurde tüchtig gefeiert. Auf der Rückfahrt von Schwarzburg nach Sitzendorf fuhr Häußler mit dem Kraftwagen in einer Kurve gegen einen Baum, wobei eine Seite des Wagens aufgerissen wurde. Die junge Frau seines Bekannten wurde aus dem offenen Wagen geschleudert und war sofort tot. Die drei anderen Insassen, darunter auch der Angeklagte, erlitten schwere Verletzungen. Die Blutuptersuchung ergab, daß ber Angeklagte Alkohol in einer Menge zu sich genommen hatte, die keine sichere Führung eines Wagens mefrr ge- währleistet.
Polenunterredung im Westen.
Opfer britischer Derführungskunst.
P. K. Zwischen Kolonnen schlängelt sich unser Wagen durch. Der gewaltige Pulsschlag der West- front mit all seinen rückwärtigen Kanälen und Zufahrten offenbart sich uns hier in feinen gigantischen Ausmaßen, lieber uns gleiten Jäger und Aufklärer zwischen Wolken und blauen Himmelsstücken. Ein großes Barackenlager, eine Stadt fast, wollen wir soeben passieren, da zieht uns das Gelb von Uniformen an und wir erkennen, daß hier polnische Kriegsgefangene Arbeitsdienst leisten. Mitten zwischen den Preßstrohballen, den Steinaufschüttungen und in den mit Schippe und Hacke erarbeiteten Gräben stehen die Opfer der britischen Derführungskunst und des polnischen Größenwahnsinns. Ein Bild, das jedem Deutschen Mitleid abnötigen müßte, wenn nicht das Erlebnis des polnischen Feldzuges mit all seinen Grausamkeiten und Gemeinheiten noch lebendig in uns brennen würde.
Schwere Verständigung.
Der erste Pole, den wir uns aufs Korn nahmen, konnte nur ein paar Brocken deutsch. Soviel wir mittels Zeichensprache und umschreibenden Fragen herausbekommen konnten, stammte er aus dem Raume von Radom. Als wir nach der Wirkung der deutschen Luftwaffe fragten, wurde ber noch junge Bursche plötzlich lebendig. „Ah, deitsch Aeroplan, oh, machten viel Bumm Bumm!" Dazu machte er die mähende Bewegung der Maschinengewehre. Sein« Mimik war dabei Bände sprechend. Es war eine Rückerinnerung an überstandene Angstminuten. Als wir mit dem Finger auf ihn zeigten und frag
ten „auch?" nickte er recht lebhaft und sagte: „Ville Kameraden, Eissenbann taputt! Mirr nix passiert!" Und dabei lachte er froh, daß fein« Zähne blitzten. Dann grif er wieder mit feinen Fäusten nach den Steinen.
„Da liefen Obberst und ftatän."
Der Posten zeigte uns einen Mann, der leidlich deutsch sprechen sollte. Das Gespräch mit ihm war besonders aufschlußreich. Er war gebürtiger Krakauer, Nationalpole und von Beruf Kraftfahrer. Er war viel nach Deutschland gekommen und aus dieser Quelle stammte auch sein Deutsch. Den ersten Angriff deutscher Verbände erlebte er gleich am ersten läge bei Krakau. „Oh die Bomben traffen sähr gutt, genau auf Straße mittendrin. Alles Uff auf und davon, nahm Fliggerdeckung. Ich fuhr Obberst und Katän. Immer wenn Fligger kämmen, schrie Obberst .Halt! Haltl^ Riß Waggen auf und rannte unter Busch ober Baum. Obberst kommandierte eine Brigade, war serr ängstlich und ging ersch Widder heraus, wenn Fligger weit schon fort. Pollen viel Verlust« gehabt mit deutsche Fligger!" Sein anschaulicher Bericht erfuhr durch Mimik sein« er* gänzende Ausmalung. Auf die Frage nach der Tätigkeit der polnischen Fliegerei sagte uns der Gefangene nur „Habe nur zwei polnische Fligger ganze Krieg gesehen und die wurden von deutsche Aeroplan vertrieben. Polnische Fligger nix gut." Rach diesem Eingeständnis erfuhren' wir noch, daß dieser Pole am 19. September gefangen rourbt.
Es ist bies das aufschlußreiche Urteil eines einfachen Mannes. Eugen Press.
Aus aller Wett.
D-Zug-Zufammenstoß im Bahnhof Geniin.
Hohe Zahl an Opfern zu befürchten.
v e r l i n, 22. Dez. (DRV. fiunflpr.) Um 0.55 Uhr fuhr im Vahnhof Geniin der D 180 (Ver - lin — Reunkirchen-Saar) in voller Fahrt auf den im Bahnhof außerplanmäßig hallenden D 10 Berlin — Köln. Die Lokomotive und sechs wagen des D 10 entgleisten bei dem Aufprall. Bei der st a r k e n Besetzung der Züge ist zu befürchten, dah etwa 70 Tote und 100 Verletzte zu beklagen sind.
Der Präsident der Reichsbahndirektion eilte sofort zur Unfallstelle. Line Untersuchung der Schuldfrage ist eingeleitet. Der Zugverkehr wird behelfsmäßig aufrechterhalten. Zur Hilfeleistung an der Unfallstelle waren Aerzte, Relchsbahnhilfszüge, Rotes Kreuz, Feuerwehr und Technische Rothilfe sofort zur Stelle.
Kriegsopfer stiften Weihnachlskerzen für die Kameraden an der Front.
Die kriegsbeschädigten Frontsolda- t e n und die Kriegshinterbliebenen der NSKOV. haben für die Kameraden an der Front innerhalb einer Woche 1,7 Millionen Kerzen und 1,2 Millionen Kerzenhalter im Gesamtwert von etwa 100 000 RM. als freiwillige Liebesgabe zur Verfügung gestellt. Durch diese Sammlung wollen die Weltkriegskameraden in Erinnerung an die erste Kriegsweihnacht vor 25 Jahren den Ka- meraden an der Front auch auf diese Weise ihre besonders herzliche Verbundenheit zum Ausdruck bringen.
Bel einem Dorfbrand bei Bozen 15 Häuser zerstört.
Durch Kurzschluß entstand in einer Ortschaft der Gemeinde Waidbruck (Eisacktal) in einem Dauern- haus ein Brand, der mit ungeheurer Schnelligkeit auf die umliegenden Häuser Übergriff. In weniger als einer halben Stunde waren 15Häuserooll. ständig von den Flammen zerstört, wo- durch 20 Familien mit 99 Personen obdachlos ge- worden sind.
Tunnelbau durch den 3aniculus.
Im Zuge der von Mussolini schon seit Beginn seines Regimes durchgeführten großzügigen Er- Weiterung Roms ist nunmehr die Unter- tunnelung des Janiculus mons, des Hügelgeländes auf dem rechten Tiber°Ufer, beschlossen worden. Da- durch wird ein weites Gebiet ber italienischen Hauptstadt unmittelbar an bas Verkehrsnetz der Jnnen- ftabt angeschlossen. Der Tunnel burch den Gianni- colo wird 296 Meter lang und 16 Meter breit sein. Die Fahrbahn wird 12 Meter, jeder Bürgersteig 2 Meter breit fein. Der Tunnelbau, besten Kosten auf 16 Millionen Lire berechnet find, soll schon im nächsten Jahre vollendet werden.
Schweizerische Bergsteiger im Kampf mit dem Sturm.
Die Unwetter, die in den letzten Tagen vor allem im Kanton Wallis Milltonen'schäden angerichtet und viele arbeitsame Bekgbauern um Hab und Gut ge-
bracht haben, hätten fast vier Bergsteigern bas Geben gekostet. Dies« hatten sich in ber Nähe des Sees von Derborence vor dem rasenden Wetter in eine Berghütte gerettet. Einen halben Dag lang waren sie in der Berghütte eingeschlossen: es war ihnen unmöglich, die Tür ober die mit Bal- ken verrammelten Fenster zu öffnen. Der Sturm, der stundenlang aewalttge Schneemassen gegen die Hütte fegte, riß bann plötzlich das ganze Dachge- schoß weg. Riesenbalken, wie das Dach, Fensterläden und Einrichttlngsgegenstände wurden wie fliegende Blätter über hundert Meter weit menge- tragen. Nur aneinanbergefellt vermochten die vier Männer sich aus der Gefahrenzone zu entfernen, immer in der Angst, vom Sturm in bie Diese gerissen zu werden. Am selben lag ging bei Zermatt eine große Lawine zu Tal und verschüttete die Straße von Zermatt nach Taesch auf über hundert Meter. Im Rh6ne-Tal selbst wurde der Fluh von dem Sturm so aufgewühlt, daß er eine Brücke bei Evivnnaz wegriß und 5000 Kubikmeter Baumasse davonschwemmte.
Klimaveränderung In der Arktis?
Seit längerer Zeit werden in Fachkreisen der nordischen Staaten gewisse Anzeichen lebhaft besprochen, die auf eine Klimaänderung in der Arktis Hinweisen. Nach seiner Rückkehr von einer kürzlich abgeschlossenen Expedition in Nordost - Grönland sprach im Rahmen einer Veranstaltung der schwe- dischen Geographischen Gesellschaft Professor Ahl- mann über seine Beobachtungsergebnisse. In den meisten Teilen ber Arktis, so berichtet der Gelehrte, besonders aber auf Spitzbergen, habe man die Feststellung machen müssen, daß der Schmelzprozeß in erweitertem Umfang vor sich gehe. Der vergangene Winter hätte für bie arktische Fauna schwere Folgen gezeitigt. Nach dem lang anhaltenden Herbstregen hätte plötzlich eine intensive Kälteperiode eingesetzt und eint dicke Eisdecke geschaffen, sodaß die Moschusochsen in großer Zahl verhungert seien.
Lin versteinerter Wald auf dem Kaukasus.
Auf dem Goder-Paß zwischen Datum und 2lhal- zih mitten im Tuff-Stein, der durch vulkanische Ausbrüche in der Terttärzeit entstand, steht ein versteinerter Wald. Dieser Wald ist offenbar von gewaltigen Aschenmassen begraben worben, die gleichzeittg mit Lavaströmen von den Vulkanen jener Gegend ausgestoßen worben sind. In einem viele Tausende von Jahren in Anspruch nehmenden Prozeß wurden unter dem Einfluß der in jener Zeit für diese Zone charakteristischen Tropenregen und der in ber Asch« enthaltenen Kieselsäure die begrabenen Bäume durchtränkt und dann automatisch durch die Naturkräit« „präpariert", bis der Vorgang der Versteinerung vollendet war. Die Bäume haben sich daher völlig in ihrer ursprünglichen Gestalt erhalten, und zwar nicht nur bie Stämme, sondern auch Zweige und Blätter. Fachgelehrte haben festgestellt, daß der steinerne Wald von Gober aus Pflanzengattungen besteht, die seit Hunderttausenden von Jahren ausgestorben sind. Man vermutet, baß unter der Asche auch noch Reste der vorgeschichtlichen Tierwelt begraben liegen.
Die Bernhardiner werden durch Polarhunde erseht.
Die berühmten Dernhardinerhunde sind seit einigen Jahrerz vom Hospiz auf dem St, Bernhard-


