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Alle Men und Mdel in die Kindergruppen

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Gloria-Palast (Seltersweg):

aus Dingsda".

Geschichten aus aller Welt

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Arbeiter, den er vererben kann und durch dessen Besitz er gefeit sein wird gegen die jegliches Eigen­tum bekämpfenden bolschewistischen Umgarnungcn. Wenn es auch nicht gelingen wird, jedem Arbeiter einen Hof zu vermitteln, weil der Raum nicht aus- reicht, so muß doch Licht und Luft in die Arbeiter­wohnungen gebracht und eine neue Form des Miet­wohnhauses geschaffen werden. Dabei wird auch der Baumarkt sich umstellen müssen. In großen Linien zeigte der Redner, wie durch die Altstadtsanierung, die Berücksichtigung oerkehrspolitischer Verhältnisse u. a. eine segensreiche Aufgabe zur Beschaffung ge­sunder Wohnungen gegeben ist.

Der Redner schilderte dann in überzeugender Weise die Verhältnisse, wie sie heute vielfach noch vorherrschen und kennzeichnete sie als Raubbau on der Dolkskraft; er zeigte, wie namentlich bei größe­ren Unternehmen der Arbeiter aus Hellen lichten Räumen in dumpfige, schlechte und menschenunwür­dige Behausungen zurückkehren muß, wo er sich für seine Arbeit bis zum nächsten Tage erholen soll, und gab sehr deutlich zu verstehen, daß die Forde­

Den fünften Vortrag in der ReiheGegenwarts- unü Zukunftsfragen der deutschen Wirtschaft" der DAF. imBurghof" hielt am gestrigen Freitag­abend Oberregierungsrat Nickles aus Mannheim über das ThemaRaumordnung und Ar­beitskraft".

Der Vortragende machte verständlich, wie durch die außenpolitische Konstellation das deutsche Volk gezwungen ist, die Frage der Raumordnung von der Seite der Arbeitskraft her einer Untersuchung zu unterziehen. Er schilderte die wirtschaftlichen Ver­hältnisse, wie sie sich in der ganzen Welt absvielen, und zeigte die Bewegung der Kräfte auf, die zu einem Absinken lebensunfähiger Staaten führen und junge, lebensbejahende Völker im Aufstieg erkennen läßt. So steht Deutschland an der Spitze eines Auf­bruches. An dieser Entwicklung sollen auch die Männer der Arbeit politisch teilnehmen; denn alles ist, wie der Redner ausführte, Mittel zur Erhal­tung und Stärkung der Volkskraft.

Als eine der vordringlichsten Erscheinungen in diesem Prozeß bezeichnete der Vortragende die Raumordnung, die in den nächsten Jahrzehnten durchzuführen ist und die zu einer Strukturwand­lung des gesamten völkischen Lebens führen wird. Dabei kommt es darauf an, eine neue Zuordnung vom Menschen im Raum zu finden, ihn aus einer seit tausend Jahren bestehenden Raumordnung in einen Zukunftsraum umzusiedeln, in dem er wieder natürlichere, den Lebensgesetzen angepaßte Lebens­möglichkeiten findet. Ausschlaggebend hierfür sind der Boden und die Fähigkeit des Menschen, der daraus lebt, aus dem Boden das herauszuholen, was ihm eine vermögende Grundlage bietet, so daß der Mensch seinen Lebensstandard von sich aus be­stimmen kann.

Oberregierungsrat Nickles schilderte dann, wie bei dem vor der Machtübernahme nur auf Rente ein­

Kührennnentagung des BDM -Obergaues 13 Hessen-Nassau

RSG. Die RS.-Frauenschafl und das Deutsche Irauenwerk werben in diesen Wo­chen für die Kindergruppen. Anläßlich dieser Aktion wendet sich Gauleiter und Reichs- statthalter Sprenger mit nachstehendem Aufruf an alle Ellern im Gau Hessen- Rassau, ihre Jungen und Wädel in die Kin­dergruppen einzureihen.

Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Es ist daher die Pflicht aller Eltern, dafür zu sorgen, daß ihre Kinder frühzeitig lernen, sich in die Volksgemein­schaft einzufügen. Die Kindergruppen der RS.- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes suchen

rungen der DAF. nicht mechanisch durchzuführcn seien, sondern als Anregung für eine rechte Men­schenführung aufzufassen sind; denn es könnte sich sehr rasch aus den ständig wechselnden außenpoliti­schen Konstellationen ergeben, daß solchen Betrieben die Kräfte in andere Berufe abwandern.

Abschließend machte der Redner verständlich, daß die Auszeichnung, Zeitgenosse eines Adolf Hitler, der eine die Völker bewegende Neuordnung herbe-i- geführt hat, zu sein, bedeutet, die Verpflichtung gegenüber den Nachkommen zu erfüllen und sich als Deutscher zu bewähren.

schon bei den Sechs- bis Zehnjährigen den Grund­stein zu legen für den späteren Lebensweg der Kinder im nationalsozialistischen Sinne. Von der Klndergruppe führt der Weg der Zehnjährigen in Jungvolk und Jungmädelschaft. Die Kinder- gruppenarbei 1 bedarf der gleichen Unter st ü hu ng wie unsere gesamte Er­ziehungsarbeit an der deutschen Ju­gend. Im Gau Hessen-Rassau sollte es der Stolz aller Eltern sein, ihre Buben und Wädel in die Kindergruppen zu geben, damit sie schon im jüng­sten Alter zum Rationalsozialismus geführt wer­den."

Raumordnung und Arbeiiskrast.

Ein Vortrag in der Deutschen Arbeitsfront.

(JHL Seilersweg Nr. 67

adiO Telephon Nr. 3170

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dem unschuldigen Hindu ausließ, der sich im Augen­blick des Wutausbruchs in ihrer Gewalt befand.

Der lebensgefährliche Mondschein-Schnaps".

Ndz. Oslo.

Durch Dergiftungserscheinungen, die bei zehn Teilnehmern an einem heimlichen Schnapsgelage auftraten, ist die Osloer Polizei auf eine schwere Gefahr für die Bewohner der norwegischen haupt- stadt aufmerksam geworden. Die zehn Mann hatten den gefährlichenLikör" von einem Schwarzhänd­ler auf der Straße erworben. Zunächst wurde an­genommen, daß der Likör mit Holzsprit hergestellt worden sei. Die weitere Untersuchung hat aber er­geben, daß es sich tim. ein viel gefährlicheres Gift handelt. Aus einer pharmazeutischen Fabrik ist nämlich kurz vorher bei einem Einbruch eine Kanne gestohlen worden, die 17 Kilogramm einer Tinktur enthält, die in ganz kleinen Dosen als Heilmittel verordnet wird. Die Tinktur besteht aus 70 o. h. Alkohol, enthält aber u. a. auch V* v. h. Strychnin. Genießt man sie in größeren Mengen, so können lebensgefährliche Vergiftungen eintreten. Die zehn Mann, die auf der Straße die offenbar aus der Diebesbeute stammende FlascheLikör" gekauft hatten, sind wohl nur darum dem Tode entgangen, weil sie den Schnaps in einem Bierglas mit Wasser gemischt hatten und weil sie schon nach den ersten Schlucken eine merkwürdige Steifheit in den Beinen verspürten Der Inhalt der gestohlenen Kanne würde nach dem Urteil der Sachverständigen aus­reichen, die halbe Einwohnerschaft von Oslo zu ver­giften, zumal in Oslo ähnlich wie in Nordamerika der Prohibitionszelt in großem Umfang Schwarz­handel mitMondschein-Schnäpsen" getrieben wird.

gestellten wirtschaftlichen Denken dem Mensch:' an sich kein Wert mehr zugemessen war. Die wirtschaft­liche Entwicklung ging auf Kosten der Volkskraft, und es war leicht auszurechnen, wann die biolo­gischen Volkskräfte erschöpft gewesen wären. Im Zuge der Strukturwandlung vom Industrie- zum Agrarstaat wurde im Osten die Kornkammer Deutsch­lands entvölkert, während im Westen M'enschen- ballungen entstanden, die die unglaublichsten Zer­setzungserscheinungen in sich trugen. Sehr anschau­lich ließ der Redner den Verfall des Volkes, der nicht nur eine Folge dieser Strukturwandlung war, sondern auch durch den Einfluß fremder Ideologien gefördert wurde, erkennen. An der Tatsache, daß das deutsche Vvlk einen Führer wie Adolf Hitler, der nicht in jedem Jahrhundert in die Erscheinung tritt, erst 15 Jahre lang kämpfen ließ, anstatt ihn an die Stelle zu bringen, an die er gehört, machte er die dadurch entstandenen verhängnisvollen Aus­wirkungen verständlich.

Für das deutsche Volk ist es klar, daß die Kräfte, die ihm den Ausgleich schaffen müssen, die Arbeits­kräfte sind. Sie sind der stärkste Garant für die Er­haltung und Sicherung der Lebenskräfte des Volkes. Die Konsequenz daraus ist die Umsiedelung, die nicht nur in der Errichtung eines Siedlungsheimes, sondern in der Jndustrieverlagerung, in der Um­siedlung der Städte, deren zerstörendes Milieu die Ursache für den Geburtenschwund bedeutet, und in der Ansiedelung der Arbeiter in die Nähe der Jn- dustriewerke besteht. Der Mensch muß durch die Siedlung in die Lage gebracht werden, seinen Standard leichter zu bestimmen, und er muß den Anschluß an die Landschaft gewinnen; denn die so- genannen Wohnortsarbeiteroiertel bedeuten einen Raubbau an der Volkskraft. Das weitere Ziel die­ser Rückführung des Arbeiters in seine eigentliche Heimat ist die Schaffung eines Erbhofes für den

Generalmajor a. D. von Sveckt -fr.

Der in Gießen im Ruhestand lebende General­major a. D. Victor von Specht, Frontkämpfer von 1870/71, ist am Donnerstag im 87. Lebensjahre verstorben.

In Eschwege geboren, trat Victor von Specht im August 1870 in das Jns.-Rgt. 88 in Mainz ein, mit dem er den Krieg 1870/71 und vor allem die Be­lagerung von Paris mitmachte. Im März 1872 wurde er zum Leutnant befördert, im März 1881 zum Oberleutnant. Ein Jahr später wurde er Adju­tant bei der 20. Infanterie-Brigade in Posen. Im Jahre 1885 wurde er zürn Leibgrenadier-Regiment Nr. 8 versetzt und zur Dienstleistung beim Großen Eeneralstab kommandiert. Von März 1887 an war er Adjutant bei der 11. Infanterie-Brigade in Bran­denburg. Im Mai 1887 wurde er zum Hauptmann befördert, im September des gleichen Jahres kam er als Kompaniechef zum Leibgarde-Regiment Nr. 115 in Darmstadt, von wo er im Mai 1894 unter Beförderung zum Major in das Jnf.-Rgt. 66 und zum Adjutanten des Generalkommandos des IV. Armeekorps in Magdeburg versetzt wurde. Im Jahre 1896 wurde er Bataillons-Kommandeur im Jnf.-Rgt. 93 in Dessau, Anfang 1897 wurde er zum Deutschordens-Regiment Nr. 152 in Zerbst, später in Deutsch-Eylau versetzt. Im September 1900 kam er als Oberleutnant zum Stabe des Jnf.-Regts. Graf Bülow von Dennewitz (5. Westfälisches) Nr. 55 in Detmold. Im März 1903 wurde er Oberst und Kom­mandeur des 2. Badischen Infanterie-Regiments in Mannheim. Vom April 1905 war er Kommandeur des Landwehrbezirks Kiel, bis er im Jahre 1917 im Range eines Generalmajors in den Ruhestand versetzt wurde. Seit 1920 verlebte der verdiente Offizier seine Ruhezeit in Gießen.

Den alten Soldaten gehörte allezeit sein ganzes Interesse, das ihn auch zum Mitglied der NS.- Kriegsopferversorgung werden ließ. Bei allen, die ihn kannten, genoß der alte Offizier hohe Wert­schätzung. Er wird im Gedenken seines Bekannten­kreises in guter Erinnerung fortleben.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Gloria-Palast (Seltersweg):Menschen vom Da- rietö". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):.Drei Unteroffiziere". Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis 18 Uhr: Ausstellung hiesiger Künstler im Turm­haus am Brand. x

Tageskalender für Sonntag.

Stadttheater: 19 bis nach 21.30 UhrDer Vetter

Brauchtums- und Volkstumsarbeit gab:Wir ent­decken Hessen-Nassau". Auch hie anderen Arbeits­gebiete: Sport, die Sommerlager der Jungmädel, Einsatz im Landdienst, Grenz- und Auslandsarbeit und die kulturellen Aufgaben fanden ihre eingehende Würdigung.

Den Abschluß des ersten Tages der Führerinnen­besprechung bildete ein Heimabend mit der Ober­gauführerin des Obergaues Schlesien, Zakrozowski.

Die Rundfunkspielschar Frankfurt a. M. gestaltet im Rahmen der vom 21. bis 23. April in Frankfurt am Main stattfindenden Führerinnentagung des BDM.-Obergaues am Sonntagmorgen im Schu- manntheater eine Morgenfeier unter dem Leitmotiv eines Goethewortes:Der Geist aus dem wir han­deln, ist das höchste".

Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger wird in dieser Feierstunde zu den BDM.-Führerinnen spre­chen und die besten Mädel- und Jungmädelgrupven des Leistungswettbewerbes 1938/39 mit der Ver­leihung einer Urkunde auszeichnen. Der Reichs­sender Frankfurt und die benachbarten Sender über­tragen die Feier als Veranstaltung der Hiller- Jugend.

Die Rache der Riesenschlange.

Ndz. Belgrad.

Ein grausiger Zwischenfall in einem Belgrader Variete hat Die von einigen Zoologen aufgestellte Behauptung bestätigt, daß Schlangen ein gutes Personengedächtnis Haden. In dem Theater trat schon seit einigen Wochen ein indischer Schlangen­beschwörer auf. Seine Glanznummer war die Wan­derung mit der Riesenschlangedurch das Publi­kum". Mit seinen kräftigen Armen hob er eine 5/a Meter lange Königspytonschlange über sein Haupt und ging mit dieser Last durch die Reihen des Publikums, während der Hinterleib der Schlange auf dem Parkett nachschleifte. Das riesige Tier hatte sich bei dieser Vorfüyrung bisher immer ganz apa­thisch verhalten, aber eines Abends kam es anders.

Nach der Meldung der bestohlenen Firma befindet sich unter der Dieoesbeute auch eine Kanne mit 20 Litern Belladonna-Sprit, der auch nicht zu den empfehlenswerten Getränken gehört. Die Polizei warnt also alle Schnapslüsternen vor lebensgefähr­lichen Likören.

Opferreiche Schatzsuche.

Ndz. R i 0 de Janeiro.

Brasilien hat noch keine lange Geschichte, aber auch dort gibt es schon Sagen von vergrabenen Schätzen, und die Schatzgräberei steht in Blüte. Aus der Zeit der Bandeirantes sollen nodj in Mato Prosta und Goyaz Schätze vergraben sein. Einen besonderen Fall stellt der Jesuitenschatz von Aracari- guama dar, der jetzt wieder einmal auf der Tages­ordnung steht. In Aracariguama bestand im 17. und 18. Jahrhundert ein bekanntes Jesuiten-Kolleg, das geschlossen wurde, als die Gesellschaft Jesu durch den portugiesischen Minister Pombal aus.Por­tugal und allen seinen Kolonialgebieten verjagt wurde. Damals, im Jahre 1759, sollen die Jesuiten große Gold- und Silberschätze vergraben haben. Die Bevölkerung glaubt um so mehr an die Wahr­heit dieser Sage, als nachgewiesenermaßen in Ara­cariguama von 1656 bis 1713 ein Pater Dr. Guil- herme Pompeu einen Landsitz hatte, der wegen seiner Pracht auch in Europa bekannt war. In einer alten Chronik wurden Wunderdinge vom Reichtum dieses Paters erzählt. Den größten Teil feiner Schätze vermachte er dann dem Jesuiten- Kolleg. Die Jesuiten sind verschwunden, und von den Kostbarkeiten hat man keine Kenntnis mehr. Schon mehrfach wurde mit hacke und Spaten in der Landschaft gesucht, die einst dem Kolleg gehörte. Jetzt hat sich nun wieder eine Gruppe gebildet, die kurz vor Weihnachten einen Konzessionsoertrag mit dcm Besitzer des Landes abschloß. Die Schatzsucher wollten sich jeder mit einem Sechstel begnügen und den Rest für den Bau einer Kathedrale in Sao Paulo und Wohlfahrtszwecken zur Verfügung stel­len. Die Arbeiten waren bereits an verschiedenen Stellen einige zehn Meter tief in die Erde gedrun­gen, als ein Erdsturz zwei Arbeiter vergrub. Eine Hilfsexpedition konnte nicht einmal mehr die verschüt­teten Leichen bergen. Die Schatzsuche wurde einge­stellt, der Aufwand hat wieder einmal nichts ein«

Zentra, Seltersweg); Burkhardt, Edith (Carl Schwand, Seltersweg).

Leistungsklasse V: Otto, Theo (W. G. Schuchhard, Seltersweg); Tornoff, Karl (Baums & Treibig, Bahnhofstraße); Kolmer, Ernst (h. Kaeß Nachfolger, Kreuzplatz), Hahn, Ludwig (C. O. Reuter, Seltersweg); Babel, Hans (Modehaus Becker, Marktplatz); Dieck, Theo (Schade & Full­grabe, Frankfurter Straße); Schanze, Hans (Hett- laqe, Neustadt); Fink, Erna (Reinig, Seltersweg).

Leistungsklasse VI: Nickel, Heinz (Mode­haus Carl Nowack, Seltersweg); Urbach, Alois (Magnus, Seltersweg); Lehmann, Ilse (Brüder Schmidt, Seltersweg).

L e i st u n g s k l a j s e VII: Nawrath, Hans (Adolf Möhl, Marktplatz). .

Leistungsklasse VIII: Ludwig, Karl (Gustav Geisse, Seltersweg); Vogler, Wilhelm (Verbraucher­genossenschaft, Hungen); Müller, Wilhelm (Verbrau­chergenossenschaft, Kugelberg); Port, Heinrich (Ver­brauchergenossenschaft, Steinbach).

Gruppe Sonberfenffer.

Leistungsklasse V: Beyer, Theodor (Textll- haus, Graf, Marktstraße).

L e i st u n g s k l a s s e VI: Reitz, Irene (Blumen­haus Weber, Seltersweg); Lochhas, Franz (Buch­handlung holderer, Seltersweg).

Leistungsklasse VII: Richter (Kerber, Schul­straße); Becker, Emil (Otto Winterhoff, Kreuzplatz).

Leistungsklasse VIII: Priola (Karstadt, Sel­tersweg); Ludwig, Karl (Gustav Geisse, Seltersweg). Aus der Stadl Gießen.

3m frischen, grünen Wald.

Der Frühling hat überall neues Leben erweckt. Die ersten Schmetterlinge kommen zögernd geflattert, die Mücken summen im Sonnenlicht, die Tulpen folgen den Schneeglöckchen und unter den Zäunen und Hecken duften die Veilchen.

Die Bächlein rieseln munterer, und die Blumen rauschen lustiger. Die Obstbäume zeigen ihre Blüten­pracht, und in den Lüsten jubeln die Lerchen. Wie erquicken uns diese Tage voll Sonnenschein und Frühlingszallber!

Und wie wirkt die warme Sonne erst im Walde! Da fühlt man überall bas erwachende Leben, das Pulsen und Wachsen des jungen Grüns. Die kleinen Meisen Hüpfen und zirpen, von den Spitzen der Bäume locken die Amseln, und Drosseln und Finken schmettern ihre Lieder.

Der Wald wird wieder grün, er schmückt sich wie eine Braut. Von der Sonne wachgeküßt entfalten sich die jungen Blätter. Die Anemonen leuchten schon seit Tagen aus dem Laube hervor, und die Maiglöck­chen schicken ihre spitzen Blätter in den warmen Sonnenschein. UeberaU laden uns schwellende Moos­polster zur Rast ein.

Auch der Kuckuck fehlt nicht. Er ist wieder zuruck- gekehrt und läßt seinen Ruf ertönen. Wie gern hören wir ihm zu. Wenn wir ihm aber nachstellen und ihn sehen wollen, wird er still und hält sich verborgen. Die Spechte hämmern vor Freude an den hohen Tannen, und in den Zweigen gurren die wilden Tauben.

hinter dem Hellen, maigrünen, wie Seide glan­zenden Laub der Buchen erheben sich trotzig Tannep und Kiefern mit ihrem dunklen Kleid. Aber auch aus ihren Spitzen treibt neues Leben hervor. Wie kleine Kerzen haben sie hellgrüne Zweiglein aufgesteckt. Die Lärchen, die einzigen Nadelbäume, die ihre Nadeln auch im Winter abwerfen, waren die ersten im zarten Grün, dann folgten die Buchen und Bir­ken. Nur die Eichen und Eschen strecken noch die kahlen Zweige in die Frühlingsluft. Aber auch ihre Stunde wird bald kommen. Schon schwellen die Knospen und drängen zum Aufbruch.

Die Sonnenstrahlen durchdringen bas junge, sei­denzarte Laub der Bäume und malen Helle Kreise auf den Waldweg. Wunder über Wunder, wohin das Auge schaut! Und erst die schönen Waldwiesen! Noch vor wenigen Wochen war sie eine graubraune Fläche. Jetzt aber prangen sie wie ein großer Teppich, durch­stickt mit den goldenen Blüten des Löwenzahnes und des blaßblauen Wiesenschaumkrautes.

Auch am Bache leuchten goldne Blüten. Es sind die Sumpfdotterblumen mit den dicken saftig-grünen Blättern, dazwifchen ängstlich hervorschauend die er­sten blauen Blütchen des Vergißmeinnichts. Schwert­lilien strecken ihre scharfen Blätter wie Spieße in die Luft. Bald werden auch ihre zarten Blüten er­scheinen.

Unerschöpflich ist die Natur. Tag für Tag wirkt sie, und immer neue Wunder lassen uns stille stehen und staunen. H.

Als der Hindu sich an diesem Abend einem Tisch näherte, krümmte sich die Schlange plötzlich zwischen den Armen ihres Trägers, entwand sich feinem Griff, ringelte sich um seinen Körper und erhob drohend das Haupt. Die meisten Zuschauer glaubten zunächst, das gehöre zur Schaustellung; aber ein großgewachsener Mann erhob sich leichenblaß am Tisch mit.einem gezückten Dolch und forderte auch die übrigen Gäste auf zum Angriff gegen die rasende Schlange, die im Begriff fei, ihren Herrn zu zerdrücken. Der Angriff kam zu spät. Als der Mann mit dem Dolch die Schlange getötet hatte, war der Hindu schon eine Leiche. Ihm waren in der furchtbaren Umschlingung alle Rippen gebro­chen worden. Der Schlangentöter entpuppte sich als der französische Schlangenjäger Raymond Dulcieux, der sich zufällig auf einer Geschäftsreise in Belgrad befand. Er hatte in der Riesenschlange das Pracht­exemplar wiedererkannt, das er vor mehreren Jah­ren im Sudan gefangen und an den indischen Artisten verkauft hatte. Damals hatte sich der Fang nicht so einfach wie sonst gestaltet. Als der mit an­gebundenen Ziegen angelockten Schlange die Schlinge umgeworfen werden sollte, war sie zum Angriff gegen Dulcieux oorgegangen. Dieser betäubte in. einem Kampf auf Leben und Tod das Tier mit wuchtigen Knüppelhieben auf den Kopf. Bei der

NSG. Mit einer Arbeitsbesprechung eröffnete die Führerin des Obergaues 13 Hessen-Nassau, Else Riese, am Freitagnachmittag die Tagung der 700 BDM.- und Jungmädelführerinnen in Frank­furt a. M. Die Obergauführerin gab zunächst einen Rückblick auf die Erfolge der BDM.-Arbeit in den letzten vier Jahren, indem sie die besonders gut ge­lösten Aufgaben ebenso herausstellte, wie die Not­wendigkeit weiteren und stärkeren Einsatzes. Im einzelnen berichtete sie über die Arbeit im Winter 1938/39 und sprach in diesem Zusammenhang über die Erfahrungen im Leistungswettbewerb der Mädel- und Jungmädelgruppen in der diesjährigen WHW.-Arbeit, im Federwettstreit und in der Arbeit des Reichsderufswettkampfes. In ihrer weiteren Rede behandelte die Obergauführerin die Ausfüh­rungsbestimmungen des Jugendgesetzes. Mit Ver­antwortungsfreudigkeit stellte sie sich zu den Auf­gaben, die der Führerinnenschaft aus diesen neuen Möglichkeiten erwachsen:Was wir als Voraus­setzung unserer Arbeit erst erkämpfen mußten, wer­den unsere Kinder als selbstverständliches Gesetz er­leben." Anschließend umriß die Obergauführerin die Richtlinien für die Sommerabeit. Im Vorder­grund des Interesses stand hier der Leitspruch, den sie für die Fahrten und das Beschäftigen mit

gebracht, die Suche hat im Gegenteil schwere Opfer gefordert.

Der Tüubenkrieg.

NdZ. Rouen.

Die Bevölkerung der Stadt Rouen kämpft augen­blicklich eine Meinungsverschiedenheit aus, die man als den Taubenkrieg bezeichnet. Es geht um Sein oder Nichtsein der historischen gotischen Kathedrale von Rouen. Don der Entscheidung der Frage hängt wiederum Sein oder Nichtsein der Tauben von Rouen ab. Die Stadt ist in zwei Lager gespalten, von denen das eine die Ausrottung aller Tauben fordert, während das andere glaubt, ohne diesen Massenmord zum Ziele kommen zu können. Wäh­rend dieser Streit noch hin und her geht, sind die Tauben von Rouen, unbewußt des finsteren Ge­schicks, das ihnen droht, fleißig weiterhin an der Arbeit, die von ihnen vom Dachfirst bis zu den Portalfiguren in großen Scharen bewohnte und be­völkerte Kathedrale für alle die Zwecke zu ver­wenden, die im Taubenleben wichtig sind. Und ihr Brutgeschäft an einem in die Hunderte gehenden Nachwuchs macht es für die Bürger von Ronen gewiß, daß die Taubenfrage nicht ausstirbt, so lange die Tauben nicht sterben müssen. Die Taubengegner haben handfeste Beweise für ihre Ansicht, daß die Vogel die Kathedrale zu zerstören drohen. Allein in den vergangenen zehn Jahren haben zahlreiche steinerne Heilige ihre Nase oder ein Ohr ober sonst ein Stück von sich verloren, weil eine große Tauben- familie sie bewohnt mit allem, was nun einmal dabei unerläßlich ist. Auch stetes Krallen höhlt den Stein. Ganze Gruppen von Statuen sind von dem Zerstörungswerk betroffen. Die Taubengegner haben weiter eine gewichtige Stimme für sich in Öerft Dekan der Londoner St. Pauls - Kirche, der nach Rom schrieb, daß ein systematisches Taubenmassaker der einzige Weg wäre, die Kathedrale zu retten. Aber die Stadt Rouen zählt auch hunderte be­geisterte Taubenfreunde zu ihren Einwohnern, denen es, ebenso wie den Besuchern der Stadt, Spaß macht, die Tauben zu füttern. Und so ist denn das Massaker vertagt worden, bis sich etwa eine Lösung findet, bei der die Tauben und die Kathe­drale gerettet werden können. Die Stadt hofft dabei auf fleißige Mitarbeit der Oeffentlichkeit und ist für praktische Vorschläge dankbar.

Dovführungim Theater soll die Riesenschlange nach Dulcieux' Meinung ihn wiedererkannt haben und in Erinnerung an die Knüppelschläge, bei seinem Anblick in Wut geraten fein. Es fei tief bebauerlid), aber verständlich, daß die Schlange ihre Wut nicht an ihrem Feind, dem Schlangenläger, sondern an