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Der Redner gedachte hierauf der bisherigen verdienstvollen Arbeit des Eisenbahn-Vereins Gießen, wobei er mit Worten des Dankes und der Anerkennung auch an die Tätigkeit des verstorbenen Vereinsleiters, Reichsbahnobersekretär Althaus, erinnerte. Sodann sprach er mit wärmster Anerl.n- nung von dem Wirken des jetzigen Dereinsleiters Reu jch, der allezeit in vorbildlicher Weise seine ganze Kraft für dieses Werk der Kameradschaft eingesetzt habe. Seinem selbstlosen, edlen und erfolgreichen Wirken gebühre die Dankbarkeit der Eisenbahner, aber auch ihre freudige Mitarbeit. Weiter sprach der Bezirksvereinsleiter von der Förderung der Reichsbahn-Sportvereine, der Reichsbahn-Gesangvereine, der Reichsbahn-Kleinlandwirte, der Reichsbahn-Sparkasse und der Reichsbahn-Brennstoffversorgung, die allesamt durch die Eisenbahnvereine in tatkräftiger Weise unterstützt und angeregt werden.
Mit eindringlichen Worten sprach er dann noch von der engen Verbundenheit der Eisenbahner nr.t dem Führer und seinem* großen Aufbauwerk, für das die Männer vom Flügelrad stets gerne ihre ganze Kraft einsetzen werden.
Äerwaiiunasamtmann Keitzer
Wehrversammlungen bekannt, die durch die Rede des Führers am 28. April notwendig gewvrden sind. Die Reservisten seien auf die wichtige Bekanntmachung besonders hingewiesen.
** Die Gießener Wochen Märkte beginnen vom kommenden Dienstag ab morgens um 7 Uhr.
** Stadttheater-Stammiete. Die Einlösung der achten Rate der Stammiete wird Montag, 24., Dienstag, 25., und Donnerstag, 26. April, er-
wärter Walther und Ochs zu Derwaltungs- sekretären.
** Beförderung b ei der Polizei. Mit Wirkung vom 20. April wurde der hiesige Polizeihauptwachtmeister Richter, der Führer der Kraftfahrtstaffel der Polizei, zum Polizeimeister befördert.
** Eine Vierundsiebzigjllhrige. Am
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Im Anschluß an die Kundgebung aus dem Landgraf-Philipp-Platz marschierte die Vi zum Standartengebäude, um in einem Standortappell ihres Führers zu gedenken. Der große Schulungssaal des Dienstgebäudes war in sinnvoller Weise mit den Fahnen der Bewegung und der Schutzstaffel ausgeschmückt, die von frischem Grün umrahmt waren. Vor diesem Hintergrund hatte die Büste des Führers, von Lorbeer umrahmt, Aufstellung gesunden.
Rach der Meldung des Führers des I. Sturmbannes, ^-Obersturmführer Sta st ny-Hain, an den Führer der -83. ---Standarte Gießen, ---Obersturmbannführer Frosch, und dem Einmarsch der Sturmbannfahne gab Staffel-Sturmmann P f a n n- k u ch der Liebe und Verbundenheit des Führers zu feinen Gefolgsmännern durch folgenden Spruch Ausdruck:
„Ihr seid viel tausend hinter mir, und ihr seid ich, und ich bin ihr. Ich habe keinen Gedanken gelebt, der nicht in euren Herzen gebebt. Und forme ich Worte, so weiß ich keins, das nicht mit eurem Wollen eins.
Denn ich bin ihr, und ihr seid ich, und wir alle glauben, Deutschland, an dich!"
Das Lied: „Ein junges Volk steht auf, zum Kampf bereit ..." leitete über zu der Verlesung einiger
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** D i e Entwässerung von Grund- st ü ck e n im Anschluß an die städtische Kanalisation betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung.
** I n Omnibussen zum Schiffenberg. Der Omnibusverkehr zum Schiffenberg ist wieder ausgenommen worden. Der Omnibus verkehrt täglich regelmäßig zu bestimmten Zeiten.
Frohes Fest der Gießener Eisenbahner.
40 Jahre Eisenbahn-Verein Gießen. - Eisenbahner-Bezirks-Hürsorge-Tagung.
war.
Die Kapelle Krengel leitete die Veranstaltung mit festlicher Musik von Richard Wagner und Rossini ein, im Verlauf des Abends erfreute sie dann noch durch zahlreiche weitere vortreffliche Darbietungen ihrer Jnstrumentalkunst. Immer wieder wurde den ausgezeichneten Musikern von der dankbaren Zuhörerschaft starker Beifall zuteil. Rach der feierlichen musikalischen Einleitung brachte der G e - sangverein der Lokomotivführer durch zwei stimmungsvolle, fein gesungene Chöre ebenfalls eine wertvolle Bereicherung des Auftaktes. Hierauf sprach
Dereinsleiter Keusch zunächst herzliche Worte des Grußes, Dankes und Treugelöbnisses für den Führer, den Emer aller Deutschen, den Mehrer des Reichs und Führer Großdeutschlands. Das Sieg-Heil auf den Führer wurde von der großen Festgemeinschaft freudig ausgenommen.
Anschließend entbot der Vereinsleiter den Gästen und den Berufskameraden herzlichen Willkommensgruß. Weiter lenkte er die Gedanken der Zuhörer auf die Größe unserer Zeit und auf das gewaltige Aufbauwerk unseres Führers hin, in dessen Hand das deutsche Schicksal sicher geborgen ist. Er dankte sodann dem Bezirksverbandsleiter dafür, daß er die Bezirks-Fürsorgetagung nach Gießen berufen hat, um dadurch dem seit 40 Jahren wirkenden Eisenbahn-Verein Gießen eine Auszeichnung zu geben. Rach einem kurzen Hinweis auf den schweren Dienst der Eisenbahner und auf die gewaltigen Ausgaben, die von der Reichsbahn im Dienste unseres Volkes zu bewältigen sind, konnte der Redner die Feststellung machen, daß unsere Eisenbahner sich stets in treuester Pflichterfüllung als wahre Diener unseres Volkes fühlen und es auch unverändert bleiben wollen, wobei sie bestrebt sind, stets dem leuchtenden Vorbild unseres Führers Adolf Hitler nachzueifern.
Bezirksverbandsleiter Tieicksbahnoberrat Krug, Frankfurt
* Wetzlar, 22. April. Am kommenden Montag, 24. April, feiern Professor Glöel und Frau Gertraud, geb. Bartels, das Fest der Goldenen Hochzeit. Professor Glöel, der auch zu den ge- schätzten Mitarbeitern des Gießener Anzeigers gehört, ist Ehrenbürger der Stadt Wetzlar, Inhaber der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft und Ehrenmitglied des Goethe-Bundes in Gießen. Dem Jubelpaar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche dar.
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Zeilen aus dem „Schwarzen Korps", die durchdrungen waren von der Liebe und Treue der -- zu ierhm Führer, zu dem Manne, dem Deutschland so unendlich viel zu verdanken hat. Diese Worte schlossen mit dem Gelöbnis: „Wir wollen, Führer — alle die Soldaten, die du durch dich zum Kampf geweiht — in guten wie in bösen Tagen'die bleiben, die wir immer waren!"
Anschließend gab der Sturmbannführer den Tagesbefehl des Reichsführers --, Heinrich Himmler, bekannt und ermahnte seine Kameraden, auch in der Zukunft mit, derselben Treue wie bisher, die die Schutzstaffel zu dem gemacht hat, was sie heute ist, zu Adolf Hitler und seinem Werk, zu Großdeutschland, zu stehen.
---Unterscharführer Müller sprach Worte des Dichters Heinrich Anacker, die wiederum die Liebe des deutschen Volkes zu seinem Führer kundtaten.
Der Führer der 83. ---Standarte, ---Obersturmbannführer F r o s ch , gab einige Beförderungen und Ernennungen innerhalb des Standortes Gießen bekannt, die aus Anlaß des Geburtstages des Führers ausgesprochen worden waren. Außerdem kamen einige Bestleistungspreise zur Verteilung.
Mit dem Treuelied der -- und dem Gruß an den Führer wurde der Standortappell geschlossen.
Der Abend sah die Schutzstaffel mit ihren Angehörigen in kameradschaftlicher Welse im Hotel „Hindenburg" zusammen, um gemeinsam den Geburtstag ihres Führers zu feiern. sto., 1/83.
überbrachte sodann im Auftrage des Oberbürgermeisters die herzlichen Grüße und besten Wunsche der Stadt Gießen für die Tagung und für das Eisenbahner-Fürsorgewerk überhaupt. Er würdigte dabei mit voller Anerkennung die bisherige soziale Arbeit des Eisenbahn-Vereins Gießen, dessen Wirken er in enge Beziehung stellte zu den Arbeiten der gesetzlichen öffentlichen Fürsorge und zu der vor- bildlichen Tätigkeit der NSV. und des WHW. Der Redner machte dabei erkennbar, welche große Bedeutung der berufsständischen Fürsorgearbeit zu- kommt, wie sie von den Eisenbahnern ausgeübt
ebenso auch zu der Stadt Gießen immer ein gutes gewesen ist. Daß die Eisenbahner für die Stadt Gießen von großer wirtschaftlicher Bedeutung seien, gehe schon daraus hervor, daß die Zahl der m Gießen wohnenden aktiven Eisenbahner sich auf etwa 2000 beläuft, und unter Hinzurechnung der Ruheständler und der Familienangehörigen sich sogar eine Zahl von etwa 10 000 Eisenbahnern und Angehörigen in Gießen ergibt.
garethe Döring Wwe., in körperlicher und geistiger Frische ihren 74. Geburtstag im Kreise ihrer Angehörigen feiern. Sie wohnt seit 30 Jahren ununterbrochen im Hause Wiesecker Weg 13 p. Auch gehört sie seit 40 Jahren zu den treuen Beziehern des Gießener Anzeigers. (Wir gratulieren zum Ge-
Frohe Geselligkeit.
Nach den Ansprachen beherrschte frohe Geselligkeit den weiteren Verlauf des Abends. Dabei erfreuten junge Mädchen, insbesondere Mädel vom VfB.« Reichsbahn, durch nette Tanzdarbietungen und Bodengymnastik, die Musiker K e h r m a n n und S ch w a r z l o s e bereiteten große Freude mit ihren prächtigen Flöten- bzw. Trompetensoli, der Gesangverein der Lokomotivführer brachte den Strauß- schen Donauwalzer im Zusammenwirken mit dem Orchester fein zum Vortrag, ein flottes Singspiel und mehrere heitere Terzettdarbietungen, sowie die Kapelle K r e n g e l wußten den Zuhörern die Stunden in angenehmster Weise zu gestalten. Alle Darbietungen fanden die wohlverdiente Anerkennung der Besucher.
Amtsgericht Gießen.
H. S. in' Gießen erhielt einen Strafbefehl über drei Wochen Haft, weil er seiner Familie (Frau und Kind) den gesetzlichen Unterhalt nicht gewährte, so daß ftemde Hilfe (Sozialamt) in Anspruch genommen werden mußte. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. Die Hauptverhan'dlung wurde abgesetzt, da zur weiteren Aufklärung noch Zeugen vernommen werden sollen.
* G i e ß e n, 22. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, XA kg Matte 25 bis 50 Pf-, Käse, das Stuck 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 11, A 10/-, B 10 C 9%, D 8%, Weißkraut, / kg 15, Rotkraut 18 bis 20, Karotten 10 bis 16, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Feldsalat, ‘/io 12 bis 15, Tomaten, % kg 40 bis 50, Zwiebeln 15 bis 18, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rhabarber 25 bis 35, Kartoffeln, Z kg 5 bis 8 Pf., 5 kg 45, 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Suppenhühner, / kg 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 30 bis 40 Pf., Salat 25 bis 40, Salatgurken 80 Pf. bis 1,20 Mark, Lauch 5 bis 12 Pf., Rettich 10 bis 15, Sellerie 25 bis 60, % kg 50 bis 55, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf.
*
♦* Ernennungen bei ber Stadtverwaltung. Am Geburtstag des Führers wurden von Oberbürgermeister Ritter ernannt: Derwal- tungsoberinfpefteur Gilbert zum Verwaltungs- amtmann, die Derwaltungsinspektoren Graef R a h n und S ch w a r z zu Verwaltungsobennfpek- toren, die Oberassistenten Wenderoth, Stroh und von Obstfelder, sowie die Beamtenan-
„Menschen vom Darietö". — Lichtspielhaus (Bahn- i hofftraße): „Drei Unteroffiziere". — Oberhessischer j Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand. — Eisenbahn- 1 verein Gießen: 15 Uhr im Gesellschaftsverein, Son- 1 nenstraße 19, Feier des 40jährigen Bestehens.
Spielplan des Stadttheaters vom 23. bis 30. April.
Am Sonntag, 23. April, findet im Stadttheater noch einmal eine Aufführung der Operette „Der Vetter aus Dingsda" von Eduard Künneke statt. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim, Tänze: Thea Maaß, Bühnenbilder: Karl Löffler. Die Vorstellung findet außer Miete statt und beginnt um 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr.
Dienstag, 25. April, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr: Erstaufführung „Die Königin Isabella", Schauspiel von Hans Rehberg. Spielleitung: Hannes Razum. Dienstag-Miete, 2st. Vorstellung.
Mittwoch, 26. April, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: „Der Vetter aus Dingsda", Operette von Eduard Künneke. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim. Mittwoch- Miete, 28. Vorstellung.
Freitag, 28. April, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: Zum letzten Mal „Der Detter aus Dingsda", Operette von Künneke. Musikalische Leitung: Joachim Popelka, Spielleitung: Gert Buchheim. Freitag-Miete, 29. Vorstellung.
Samstag, 29. April, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: Noch einmal „Minna von Bamhelm", Lustspiel von G. E. Lessing. Spielleitung: Hannes Razum. Außer Miete!
Sonntag, 30. April, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr: 14. Morgenveranstaltung „Kammer- Orchester-Konzert". Leitung: Joachim Popelka. Aus- führende: das Städtische Orchester. — Anfang 19 Uhr, Ende nach 21.30 Uhr: „Meine Schwester und ich , musikalisches Lustspiel von Ralph Benatzky. Spielleitung: Gert Buchheim. Am Flügel: Joachim Popelka. Außer Miete.
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Internationales Eifelrennen.
Omnibusfahrt zum Nürburgring am 21. Mai zum Internationalen Eifelrennen. Fahrpreis einschließlich Eintritt 8,50 R7N. Abfahrt morgens 4 Uhr, Schanzenstraße. 2934V
Anmeldungen werden schon heute in unserer Kartenverkaufsstelle, Seltersweg, entgegengenommen.
NSD., Ortsgruppe Gießen-Ost.
Bdr.: LebensmiltelOpferring.
In der Zeit vom 24. bis 26. d. M. wird im Bereiche unserer Ortsgruppe die Sammlung zum Lebensmittel-Opferring durch die NS.-Frauenfchaft durchgeführt. Die Volksgenossen werden gebeten, dem Führer den Dank durch die Tat zu beweisen, indem sie während der Sommermonate gerne ihre Geldspenden der NSV. zum Zwecke der Volks- gefunbung zur Verfügung stellen.
71SD., Ortsgruppe Mitte.
Vetr.: Lebensmittel-Opferring.
Den Männern vom Flügelrad, unseren Eisenbahnern, ist es nicht sft vergönnt, gemeinsam ein frohes Fest zu erleben. Daran hindert sie ihr anstrengender Dienst, der namentlich an Sonn- und Festtagen besonders jchwer ist. Wenn sie es aber doch einmal möglich machen können, in festlicher Gemeinschaft beisammen zu sein, so verstehen sie es, eine Veranstaltung herzurichten, die für alle Teilnehmer zu einem schönen Erlebnis wird. Diese Feststellung konnte man auch am gestrigen Freitagabend wieder machen.
Anläßlich des 40jährigen Bestehens des Eisenbahn- Vereins Gießen, das mit einer Hauptfeier am morgigen Sonntag begangen werden soll, und anläßlich der Bezirks-Fürsorge-Tagung des Bezirksverbandes der Eisenbahn-Vereine im Reichsbahndirektionsbezirk Frankfurt a. M., die am heutigen Samstag in Gießen stattfindet, hatten unsere Gießener Eisenbahner gestern abend im Saale des Cafe Leib eine Begrüßungsfeier veranstaltet, die sich zu einer prächtigen Kundgebung der berufskameradschaftlichen Verbundenheit der Männer vom Flügelräd und ihrer Angehörigen gestaltete. Vertreter der Partei, der Stadt Gießen und ber Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. waren dazu als Gäste erschienen. Die Eisenbahner und ihre Angehörigen waren in so großer Zahl gekommen, baß der Saal vollbesetzt
Sodann gab der Redner einen kurzen Ueberblick über das Wesen und den Zweck der Eisenbahn-Vereine und der Eisenbahn-Fürsorge. In diesem Zusammenhang teilte er mit, daß nach einem Erlaß des Reichsoerkehrsministers die Bezeichnung „Verein" in Zukunft fortfällt und dafür die Bezeichnung „Reichsbahnkameradschaftswerk" zur Anwendung kommt. Als dessen beide Hauptaufgaben bezeichnete der Redner die Pflege der Kameradschaft und die Ausübung der berufsständifchen Fürsorge für Eisenbahner. Letztere erfolge im engsten Einvernehmen mit der NSV., den städtischen Sozialämtern und den staatlichen Gesundheitsämtern, selbstverständlich auch in engstem Zusammenwirken mit ber Gauamtsleitung der NSV. Als Beispiel für die Bedeutung des Eisenbahner-Fürsorgewerks erwähnte der Redner, daß die Jahresrechnuna für 1938 in Einnahme und Ausgabe mit 480 000 Mark abschließt, im verflossenen Jahre in 760 Fallen Kinderkuren bewilligt wurden, 130 Reichsbahnbedienstete und 18 Kinder in Tuberkuloseheilstätten untergebracht waren, 421 Arbeitererholungskuren, in 141 Fällen Mütterkuren und außerdem vielfältige Mitarbeit in der Krankenfürsorge für Reichsbahnbedienstete zu verzeichnen war.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen
* Beuern, 22. April. Am morgigen Sonntag, 23. April, können die Eheleute Karl Ranft und Frau Marie, geb. Funk, in bester körperlicher und geistiger Frische bas Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar steht im 78. Lebensjahre, seine Frau ist 77 Jahre alt. Herr Ranft war viele Jahre Vorsitzender des Kriegervereins, lange Jahre Rechner des Diehversicherungs-Dereins, heute noch gehört er dem Kirchenvorstand an. Das Jubelpaar erfreut sich im Dorfe allgemeiner Wertschätzung. Den Jubilaren, die zur treuen Beziehergemeinde des Gießener Anzeigers gehören, unseren herzlichen Glückwunsch.
Kreis Iriedberg.
< Münzenberg, 21.April. Unsere Schule ist ab Ostern zweiklassig geworden. Aus diesem Grunde gab es in der Lehrerschaft eine Derände- rung. Lehrer Becker, der feit zwei Jahren in Münzenberg ist, wurde nach Beiernheim versetzt und Lehrer Leist, der bereits acht Jahre feinen Schuldienst hier versieht, erhielt eine Stelle in Kaichen. Als Nachfolger wurde Lehrer Zimmer, mann nach hier versetzt, der längere Zeit m Bra- silien und vorübergehend in Beiernheim Unterricht gehalten hat.
Kreis Alsfeld.
* Ermenrod, 22. April. Am morgigen Sonn, tag, 23. April, feiern die Eheleute Schreinermeister Ludwig Baum und Frau Maria, geb. Hammel, ihre Goldene Hochzeit. Aus ihrer Ehe entsprossen 3 Söhne, 3 Töchter und 15 Enkelkinder. Die Söhne standen im Weltkrieg sämtlich vor dem Feinde. Der jüngste von ihnen ist in Frankreich gefallen. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch.
Kreis Büömgen.
§ Schotten, 20. April. Der hiesige Bade. und Schlittschuhklub, der schon vor dreißig Jahren für die Stadt ein schönes, modernes Schwimmbad^schuf, hielt gestern unter Leitung seines Vorsitzenden Straub seine Jahresmitglieder. Versammlung ab. Der Jahresbericht zeigte, daß das i Bad im letzten Jahr sehr gut besucht wurde und dem Klub erfreuliche Einnahmen brachte. Die verschiedenen KdF.-Fahrten hierher wirkten sich auch günstig aus. Ein Lehrgang für Rettungsschwimmen wurde abgehalten, lieber 150 Mitglieder gehören dem Klub an. In Verbindung mit der Stadt soll das Bad schmuckvoll hergerichtet werden, auch das Schwimmbecken einen wirkungsvollen Anstrich be« kommen. Im Beisein des Bürgermeisters wurde über die Frage der Errichtung eines neuen großen Schwimmbades mit großen Sport- . anlagen gesprochen. Die Pläne hierfür sind bei den , maßgebenden Stellen in Ausarbeitung. Das Projekt kann bei den großen Unkosten nicht von heute ; auf morgen verwirklicht werden, aber es wird stetig t vorwärts getrieben.
Kreis Wetzlar.
Sparen,
eine volkswirtschast iche Losung.
In den letzten Monaten hat eine große Reihe von Unternehmen und Organisationen Rechenschaft über ihre Entwicklung im Jahre 1938 erstattet. Aus den Berichten geht immer wieder hervor, welche stolzen Erfolge die deutsche Wirtschaft dank der sicheren politilchen Führung erzielen konnte. Die stetige Zunahme des Volkseinkommens, insbesondere des Arbeitseinkommens aus Lohn und Gehalt, war einer Stärkung der Sparkraft breitester Volksschichten zuträglich. Es wird immer wieder offenbar, daß der Sparer, der auf den unmittelbaren Verbrauch von Einkommensteilen in der Gegenwart verzichtet, dadurch auch von der güterwirtsckaftlichen Seite her die dsrzeitia noch notwendige Ausd.hnung der Jn- vestitionssphäre der nationalen Wirtschaft erleichtert. So gesehen ist das Sparen im besten Sinne des Wortes eine volkswirtschaftliche Losung geworden. Diese Gedankengänge haben insbesondere Bedeutung für die Spannstitute, namentlich für die öffentlichen Sparkassen, in der Vergangenheit und in der Zukunft. Der Sparer hat heute eine doppelte Funktion, nämlich die finanzielle und die güterwirtschaftliche. Sie kann bei der heutigen Anspannung aller Produktionskräfte nicht hoch genug bewertet wer- den. Der Sparer steht heute mit in vorderster Linie im Kampf um die wirtschaftliche Selbstbehauptung. Jeder, der Ersparnisse bildet und sie einer zweckvollen Verwendung den Sparinstituten zuführt, leistet damit einen Anteil an der Aufbauarbeit. Mag er dem einzelnen Volksgenossen auch noch so klein vorkommen, so ergeben doch die kleinen Ersparnisse zusammengenommen wertvolle Bausteine für das nationalsozialistische Aufbauwerk.
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** Terminänderung für Wehrversammlungen. Das Wehrmeldeamt Gießen gibt heute Änderungen im Derfammlungsplan der |
Wie alljährlich, wird auch in diesem Sommer wieder die Lebensmittel-Opferring-Sammlung durchgeführt. Diese wird für diesen Monat am 24. und 25. April durch die NSV.-Frauenschaft in unsrer Ortsgruppe durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Lebensmittelspende nach Möglichkeit durch eine Geldspende zu ersetzen.
BOM.-!lntergau 116 Gießen.
VDlN.-werk la/116.
Betr. Uebernahme der Mädel ins BDM.-Werk. Alle Mädel der Gruppe treten am Montag, dem 24., in tadelloser Kluft um 20.15 Uhr am Ludwigs- platz an.
Hamburger Kinder
in Stadt und Kreis Gießen.
Heute morgen herrschte zu sehr früher Stunde auf unserem Bahnhof großer Betrieb. Don Hamburg her lief ein Sonderzug ein, in dem 700 Kinder von der Wasserkante saßen und nach langer Nachtfahrt in unserer oberhessischen Heimat eintrafen. Es sind die ersten Kinder der diesjährigen Kinder- landverschickung, die die NSV. wiederum in großzügiger Weise im Jahre 1939 durchführen wird. Em großer Teil der Kinder wurde im Wartesaal mit warmen Getränken etwas aufgemuntert, um bann die Reise in andere Teile Oberhessens fortzusetzen. Ein Teil der Kinder bleibt innerhalb des Landkreises Gießen, andere fahren weiter nach Büdingen, nach Wetzlar usw. Die Knaben und Mädchen, im Alter von 8 bis 14 Jahren, machten, wenn auch manche von ihnen etwas blaß und schmal waren, äußerlich einen sehr guten und sauberen Eindruck. Fast alle waren mit guten Koffern ausgestattet, m denen sie ihre notwendigen Habseligkeiten untergebracht hatten. , _
Sicherlich werden sie sich in unserer schonen oberhessischen Heimat bald heimisch fühlen und nach Wochen des gesunden Landaufenthaltes wieder gekräftigt und 'schwerer an Körpergewicht zu ihren Eltern in die norddeutsche Großstadt zurückkehren. Die Kinder, die in der Stadt Gießen Erholungs» aufenthalt nehmen sollen, wurden sofort von den Pflegeeltern in Empfang genommen.
Gießener lvochenmorktpreife.
betonte nach Dantesmorten an den Vorredner, daß kommt, rote sie von den Eisenbahnern ausgeubt
er die Bezirkstagung gerne nach Gießen einberufen roirb, und gedachte gerne ber harmonifa;en und
habe. Seinen bestndern Gruß entbot er bann ben faltbarenf 3uf«nmßnarbeit aDu±^
Vertretern ber Partei und ber Stadt Gießen, wo- dem Sozialamt der Stadt Gießen, das die Vorbild-
bei er feststellte, daß das Verhältnis der Eisen- liche Mitarbeit der Eisenbahnerfursorge sehr zu
dahnerschaft zu der Partei und ihren Dienststellen, schätzen wisse.__


