Dienstag, 18.3uli 1959
189. Jahrgang
165 Erstes Blatt
Zweimal Tannenberg
Lissabon, Juli 1939.
der Position von Gibraltar, abgelehnt worden ist. gei In Burgos dagegen hat man sehr bald erkannt, W
Kriegsschulden.
daß England, sobald das Spiel der Sowjets als
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unrettbar verloren angesehen werden mußte, durch Gewährung einer Anleihe, durch Einmischung in die Frage der endgültigen Staatsoerfassung und ähnliche unaufrichtige Gefälligkeiten, Einfluß auf die nationalspanische Politik zu gewinnen suchte, und hat dementsprechend eine offenbar nicht erwartete aber doch bei genauem Nachdenken unvermeidlich erscheinende kühle Ablehnung gezeigt. Man müßte sich in England und Frankreich überhaupt davon Rechenschaft geben, daß für die Anerkennung der Regierung Francos der psychologische Moment gründlich verpaßt worden ist. Noch im Dezember vorigen Jahres nach dem mühevoll errungenen Sieg in der Ebroschlacht und angesichts der damals noch herrschenden Ungewißheit über die Fortsetzung des Angriffs in Katalonien würde die Genugtuung in Burgos über den moralischen Eindruck dem Ausland gegenüber vermutlich noch sehr stark gewesen sein. Nachdem die Westmächte aber mit der Herstellung normaler diplomatischer Beziehungen zu Nationalspanien nachgeklappt hatten, als man schon ohne sie fertiggeworden war. haben sie sich erst recht verrechnet, wenn sic gemeint hatten, man würde sich dort der bisherigen Bundesgenossen plötzlich wie lästig gewordene Gläubiger mit Vergnügen entledigen und hierzu des Vorwands der neu angebotenen Freundschaften bedienen. Man konnte daher in London und Paris keine größere Ungeschicklichkeit begehen, als allzu deutlich durch-
Warschau, 17.Juli. (DNB.) Heute nachmit- taq traf der Inspekteur der britischen Ueberseestrelt- krafte General Jronside auf dem Warschauer Flughafen ein. An der Spitze einer Gruppe polnischer Offiziere begrüßte ihn der Chef des polnischen Generalstabes General Stachiewicz, der Inspekteur der polnischen Wehrmacht Norwid-
Jn diesen Tagen taucht der Name Tannenberg wieder in unserer Erinnerung auf. Hart, wuchtig und sieghaft wie der Klang des Wortes, so war auch die Schlacht, die Hindenburg gegen die Russen schlug und die sich nun bald zum 25. Male jährt. Was damals auf dem werten ostpreußischen Schlachtfeld heranreifte — einer der größten Siege, welche die Weltgeschichte kennt —, war nicht das Resultat einer zufälligen und glücklichen Konstellation, die nur geschickt ausgenutzt zu werden brauchte, sondern das Ergebnis einer scharfen, systematischen fünfzigjährigen Erziehungsarbeit an Offizier und Mann. Die Entschlüsse des Feld- Herrn wären nicht so schnell gefaßt, ferne Befehle nicht so blitzartig gegeben worden, wenn sich nicht in diesem Manne die Erfahrungen und Erkenntnisse eines langen zuchtvollen Kriegserlebens angehaust hätten, aus deren Summe nun der zündende Gedanke der großen Umfassungs- und Angriffsschlacht entsprang. Und dieser Gedanke wiederum wäre gewiß nicht mit solcher Vollkommenheit verwirklicht worden, wenn nicht das feldgraue Heer in langen Friedensjahren gelernt hätte, eisern zu gehorchen und jeden Marsch- und Angriffsbefehl auszufuhrcn, koste es was es wolle. Nur so tarnen die unvorstellbaren Einzelleistungen zustande, die zusammen die Vernichtung des Gegners bewirkten.
Es gibt außer dem Cannä der Antike kein anderes Beispiel in der Geschichte, das den unmittel- barsten Zweck der Kriegsführung so total verkörpert, wie dieser Sieg. Die neu erstandene nationalsozialistische Wehrmacht, die ebenso wie das alte Heer zum Angriffsgeist und zum unbedingten Siegeswillen erzogen wird, hat es deshalb zu einer Tradition werden lassen, daß einmal im Jahr die Fähnriche und Fahnenjunker der K r i e g s s ch u l e n des deutschen Heeres auf einer Ostpreußenfahrt jene geheiligten Stätten persönlich kennenlernen, auf denen Hindenburg die russische Dampfwalze zerschlug. Das ist nicht allein als ein Akt der Pietät gedacht, sondern auch als ein praktischer Bestandteil der poll- tischen und militärischen Ausbildung.
So werden in diesen Tagen die deutschen Kriegschüler, die auf dem Seewege über Pillau nach Ostpreußen gekommen sind, in kleineren Gruppen durch das Gelände der großen Schlacht geführt, werden von ihren Lehrern, die zum Teil selber bet Tannenberg mitkämpften, in Vorträgen über die einzelnen Phasen und taktischen Probleme der Schlacht aufgeklärt und lernen so, die schulmäßig erworbenen theoretischen Kenntisse durch die An- chauung der Wirklichkeit zu vertiefen. Neben dic- em militärgeschichtlichen Anschauungsunterricht emp- angen die Fähnriche aber auch starke politische Eindrücke. Sie spüren die besondere wehrhafte Wachsamkeit, welche die ostpreußische Bevölkerung auszeichnet und welche sie gerade jetzt veranlaß^ den durch ein wechselvolles Schicksal geschärften Blick tändig auf die Grenze zu richten.
Sie hören vielleicht auch von den prahlenden Darstellungen, welche die polnische Presse und der polnische Rundfunk über jene andere Schlacht von Tannenberg im Jahre 1410 verbreitet, als es den Polen gelang, mit Hilfe der Litauer und
Madrid, 17. Juli. (DNB.) Der italienische Außenminister Graf Ciano, der den Montagvormittag im Alkazar verbracht hatte, verließ mittags das Schloß zu einem Spaziergang durch Sevilla. Die Bevölkerung bereitete ihm begeisterte Stuno= gedungen. Dann folgte die A b f a h r t n ach Malaga durch ein dichtes Spalier der Bevölkerung, die immer wieder in Hochrufe auf den Duce und Franco ausbrach. In Malaga war Außenminister I o r d a n a eingetroffen, um vor der Cin- chiffung dem italienischen Gast die Abschleds- wünsche Spaniens zu überbringen. Graf Ciano trat die Rückreise an Bord eines italienischen Kriegsschiffes an, eskortiert von drei Kreuzern, mehreren Zerstörern und U-Booten.
Vor feiner Abreise hat Graf Ciano der Presse betont, er habe vom spanischen Volk den Eindruck erhalten, daß es mit voller Sich er hert seinen Weg weitergehe. Die Gefühle der
Wenn Roosevelt dieselbe Politik fortsetzt, bann würden die Vereinigten Staaten im nächsten Kriege unfehlbar dem gleichen Dilemma gegenüberstehen. Die Geldmagnaten und Börsenmagnaten scheffelten schon wieder gemeinsam Millionen, und schon tauchten auch wieder Politiker auf, die auf Kosten des Volkes die Verteidigung der Kredite mit Bajonetten forderten. Man rnüffe aber beachten, daß nicht alle Amerikaner bereit seien, sich einer ähnlichen Gefahr auszusetzen. Das habe die letzte Zeit bewiesen: das amerikanische Volk beginne, aus seinen Illusionen zu erwachen. Es durchschaue die unsauberen Machenschast ten, in die man es verwickeln wolle und lehne sich rechtzeitig auf.
General Zronside in Warschau.
Neugebauer, der stellvertretende Kriegsminister R e g u l s k i und der Chef der polnischen Luftwaffe General Kalkus. Den englischen General begrüßt der konservative „Zas" mit einem Leitaufsatz, in, dem es heißt, bei den bevorstehenden Besprechungen werde es sich darum handeln, die militärischen Plane Großbritanniens und Polens in Uebereinstimmung zu bringen. Die Besprechungen seien ein Beweis dafür, daß die polnisch-britische Zusammenarbeit konsequent auf allen Gebieten ausgebaut werde. Es fei zu erwarten, daß die in London geführten Anleiheverhandlungen bgld zu einem positiven Ergebnis geführt werden. General Jron- ide werde sich davon überzeugen können, „welch wirkliche Kraft Polen in militärischer Hinsicht darstellt, und welche Rolle es in „einem eventuellen Krieg zu spielen in der Lage fei".
Neue Unterredung in Moskau.
Aber unveränderte Lage.
Moskau, 16.Juli. (DNB.) Die englisch- französischen Unterhändler waren heute cindreiviertel Stunden bei Molotow. Wie von unterrichteter Seite erklärt wirb, hat sich auf dieser Konferenz keine Veränderung der bisherigen Situation ergeben.
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Der Pariser offiziöse „Petit P a r i f i e n" schreibt, die Diskussion dürfte sich am Montag auf bie Beistandsfrage im Falle eines indirekten Angriffes sowie auf den Abschluß von Militärab kommen erstreckt haben, die erst dem politischen Abkommen ihren praktischen Wert geben könnten. Die sowjetrussische These über die Notwendigkeit der Einschließung einer indirek- t e n Aktion sei bekannt. Es sei aber außerordentlich schwierig, derartige „indirekte Aktionen" zu definieren. Die französische und die britische Regierung wünschten auch nicht, sich automatisch dazu zu verpflichten, an irgendeiner sowjetrussifchen Aktion teilnehmen zu müssen. Aber auch das militärische Problem bringe Schwierigkeiten, Militärgeheimnisse könnten nur dann unter den Generalstäben ausgetauscht werden, wenn die betreffenden Länder als Bundesgenossen betrachtet werden könnten. Es erscheine daher nicht : empfehlenswert, diese Fragen anzuschneiden, so- ; lange das Prinzip des Beistandes Nicht ge- : klärt sei.
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Graf Cianos Abschied von Spanien
Die italienisch-spanische Zusammenarbeit eine politische Tatsache.
Paris, 17. Juli. (Europapreß.) Nach Meldungen aus Neuyork bauen die Vereinigten Staaten in der Nähe von Urrao in Kolumbien einen großen Luftflottenstützpunkt. Urrao befindet sich 450 Flugkilometer vom Panama-Kanal entfernt. Die Luftbasis ist Eigentum des kolumbianischen Staates, muß aber bei einem feindlichen Angriff auf den Panamakanal oder irgend einen Teil des amerikanischen Festlandes der amerikanischen Luftflotte zur Verfügung gestellt werden. „
Auf den Inseln Sanadres und La Provi- dence, die sich in kolumbianischem Besitz befinden und für den Eingang zum Panamakanal von der Atlantikseite von strategischer Bedeutung sind, werden ebenfalls durch die Vereinigten Staaten zwei Flugstützpunkte gebaut werden. Die amerikanische Luftbasis in Guantanamo auf Kuba wird gleichfalls weiter ausgebaut und m das Netz der Luftflottenstützpunkte des Panamakanals einbezogen werden.
Roosevelts KriegspoM wird durchschaut.
Nicht alle Amerikaner bereit, noch einmal für Morgan zu bluten.
blicken zu lassen, daß man hierauf spekulierte. Dies hat nur dazu beigetragen, daß im Augenblick, wo über die Vollständigkeit des nationalspanischen Sieges nicht der geringste Zweifel mehr bestehen kann, auch das Gefühl der Dankbarkeit für die, die dabei geholfen haben, deutlich zum Ausdruck gebracht wird.
Wenn die im Verlauf einer achthundertjährig-en Geschichte (1139: Portugal selbständiges Königreich) seit der vorübergehenden Vereinigung der beiden Nachbarländer unter spanischer Herrschaft (1580 bis 1640) zum erstenmal wiederhergestellte iberische Interessengemeinschaft eine Belastungsprobe bestehen sollte, so wäre es in Zukunft ausgeschlossen, daß jede von ihnen für eine andere Seite Partei ergriffe. Die iberische Halbinsel würde hiermit zu einer Einheit, über die eine naturgemäße Verbindung vom Atlantischen Ozean zum Mittelmeer führt, auch ohne hierzu des Weges durch die Straße von Gibraltar zu bedürfen. Es ist nur begreiflich, daß in einem Augenblick gesteigerten nationalen Selbstgefühls von vielen Spaniern, mehr noch als zuvor, die englische Herrschaft über Gibraltar als Demütigung empfunden wird. Anderseits ist mit erheblich größerer Deutlichkeit als früher erkannt worden, daß es kein wirksameres Mittel zur völligen Entwertung des Besitzes von ©ibratlar gibt, als eine Verstärkung der spanischen Position in Nordmarokko. Doch hierfür ist gerade auf Grund der Beteiligung marokkanischer Elitetruppen am Krieg durch em von persönlicher Bewunderung für General Franco getragenes Zusammengehörigkeitsgefühl die denkbar günstigste Voraussetzung geschaffen worden.
Iberische Interessengemeinschaft
Don unserem d.—i.-Korrespondenien.
LlSA.-Imperiatismus in Mittelamerika
Flugzeugstützpunkte auf kolumbianischem Gebiet zum Schutz des Panama-Kanals.
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Wenn jedoch vorher gesagt worden ist, daß die Bedeutung der iberischen Halbinsel als eines Faktors der Mittelmeerpolitik eine wesentliche Stärkung erfahren hat, so hat hierzu nicht nur die wiederhergestellte nationale Einheit in Spanien bei getragen, sondern auch der mit Portugal abgeschlossene Freundschasts- und Nichtangriffsvertrag. Zum erstenmal ist hiermit dem Gedanken einer iberischen Interessengemeinschaft Ausdruck verliehen worden. Gerade Portugal hat sich sofort zu Beginn des Krieges in klarer Erkenntnis der auch ihm von einem Sieg des Bolschewismus in Spanien drohenden Gefahr, dank der besonnenen und mutigen Politik des bewunderungswürdigen Staatsmannes Oliveira S a l a z a r von der hergebrachten Bevormundung durch England freigemacht und, ohne zu zögern, an die Seite der militärischen Erhebung Francos gestellt. Es hat sich auch durch anfängliche Mißerfolge in, seiner Haltung nicht beirren lassen, und es kam bei beiden stammverwandten Nachbarländern die Erkenntnis zum Durchbruch, daß das gegenseitige Mißtrauen, durch das sie seit Menschengedenken getrennt werden, nur ein Machwerk der britischen Politik ist, die seit jeher zur Erhaltung der eigenen Dormachtsstellung kein besseres Mittel gekannt hat, als Zwietracht zwischen den europäischen Völkern zu säen.
Der erwähnte Freundschaftspakt wird daher von den Westmächten, besonders von England, bestimmt nicht gern gesehen. Zumal Oliveira Salazar. schon seit geraumer Zeit in verschiedenen seiner Reden ziemlich klar zum Ausdruck gebracht hat, er arbeite auf eine Verminderung der bisherigen Abhängigkeit Portugals von Großbritannien; wie er auch mit berechtigtem Stolz daraufhinzuweifen liebt, daß er das Wunder einer finanziellen und wirtschaftlichen Gesundung o h n e das herkömmliche Mittel einer Anleihe in London fertiggebracht hat. Jedenfalls hat man an der Themse nicht erwartet, dack Salazar den Mut haben wurde, wahrend der Septemberkrise vorigen Jahres zu erklären, im Falle eines europäischen Konfliktes hätte Portugal dis Absicht, neutral yi bieiben. Nicht minder war es eine Ueberraschung, daß in diesem Frühjahr das von einer englischen Militärkommission gestellte Ansinnen der Abtretung eines Stützpunktes an der portugiesischen Südküste bei Lagos, zur Stärkung
unzerstörbaren Brüderschaft zwischen den beiden Völkern würden vom italienischen Volk vollkommen geteilt, das den Wiederaufbau Spaniens mit der gleichen Anteilnahme verfolge, mit der es dem spanischen Volke während des Bürgerkrieges nahe gewesen sei. Trotz der noch zu überwindenden Schwierigkeiten werde Spanien unter Einführung der notwendigen politischen und sozialen Reformen aus eigener Kraft die Aufgaben dieses Wiederaufbauwerkes meistern. Die innere Befriedung Spaniens fei ein neuer Beweis dafür, mit welch beleidigenden und gewalttätigen Methoden die Helfershelfer der roten Demagogie gegen die Gefühle der ungeheuren Mehrheit des spanischen Volkes den Bolschewismus in Spanien aufrichten wollten. Die italienifch-fpanifche Zufammenarbeit sei zu einer politischen Tatsache im Leben Europas geworden. Jede Hoffnung fei vergebens, die beiden Länder je wieder von einander trennen zu können.
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Buenos Aires. 18. 3uli. (DNB.) Die Bemühungen Roosevelts um die Abänderung des Neulralitätsqefetzes werden schonungslos gegeißelt von dem nationalen argentinischen Blatt ,,B an• Dera Argentin a", das energisch gegen die Se= vormundunq durch die USA. kämpft. Es se, noch erinnerlich, f° fchreibt die Zeitung was « » » ' rend des Krieges abgespielt habe Zunächst hätten die Yankees uferlos den Alliierten Waffen verkauft und sich dadurch langsam tn bie Abhängigkeit F r an k r e ich s und Englands gebracht. Dann habe sich Uncle Sam gezwungen gesehen, in den Krieg emzu g re ifen, um die bedrohten Gelder 3u retten Schließlich l)abe das amerikanische Volk auf f r a n z o s i sch e n und belgischer-Schl acht- eldem geblutet, damit sich Mr Morgan und die übrigen Waffenschieber d i e T a s ch e n füllen konnten. Trotzdem seien die Kredite nicht gerettet worden, und noch heute »arte
Washington auf die Bezahlung der
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Die iberische Halbinsel ist mit einem Schlag wie- der ein Faktor in der Mittelmeer-Politik geworden. Abgesehen davon, daß die Länge der von der Pyre- kläenarenze bis Gibraltar reichenden Küste mehr Lis zwölshundert Kilometer betragt, hat es noch kmei untere wichtige Trümpfe in der Hand: die Sale ar en sind im Kriegsfall eine ernste Bedrohung der direkten Verbindungslinien zwischen Marseille und Algier; seit aber auf Grund in Alge- ciras (1906) getroffener internationaler Derein- larungen das Protektorat über das marokkanische Rifgebiet Spanien zugesprochen worden ist, sind ^ie beiden Ufer der westlichen Eingangspforte zum VUttelmeer, der Straße von Gibraltar (mit Ausnahme von Gibraltar und Tanger) fein Besitz. Es vor daher einer der hauptsächlichsten Gründe, Darum die Westmächte (insbesondere Frankreich), rin starkes Interesse an der Unterstützung Sowjet- paniens hatten, weil diesem bis wenige Monate aor dem endgültigen Zusammenbruch der bei wei- em größte Teil der Ostküste, einschließlich der dort i legenden wichtigen Hafenstädte: Barcelona, Valencia, Alicante, Cartagena (Kriegshafen), Almena, gehörte (außerdem Menorca). Der einzige Mittel- ueerhafen von Bedeutung, über den die Nationalen seit Frühjahr 1937 verfügten, war Malaga. Im Fall eines Sieges der Volksfront aber wäre es voraussichtlich bei den aus ihr hervorgehenden und (mie sich zur Genüge gezeigt hat) völlig korrupten Regierungen erheblich leichter gewesen, von ihnen jedes für sie lukrative Zugeständnis zu erhalten als oon einem zu neuem nationalen Selbftbewußtsein erwachten Spanien. Es sind deshalb auch schon während des Krieges Versuche gemacht worden, namentlich von dem an persönlicher Würdelosigkeit Zaum noch zu übertreffenden „Ministerpräsidenten" Negrin Gebietsabtretungen auf den Balearen ^Menorca) ober in Nordmarokko zu erreichen, als Lohn für geleistete Kriegshilfe, lieber die afrikanische Zone konnte man aber in Valencia nicht gut verfügen; denn da sie seinerzeit der Ausgangs- ipunkt der nationalen Bewegung gewesen war, Latte sie Franco besonders fest in der Hand. Wenn es aber zu Gebietsabtretungen schließlich doch mast gekommen ist, so hat hierzu jedenfalls das immer hin auch zwischen England und Frankreich in allen Fragen einer Aenderung des „Status quo" im Mit- telmeer bestehende Mißtrauen beigetragen.
Ein weiterer Plan, den Frankreich schon seit Jahren im Auge hat und der auch mit einer sow- jetspanischen, ausgesprochen deutschfeindlichen Regierung leicht zu verwirklichen gewesen wäre, ist die Anlage einer direkten normalspurigen (die spanische Spur ist breiter) Bahnverbindung von Algeciras über Madrid bis zu den Pyrenäen ,3.11m Transport der afrikanischen Truppen Frankreichs auf dem Landwege, um sie den mit einer Seefahrt unvermeidlich ver- ‘bunbenen Gefahren zu entstehen. Der 1928 eröffnete, nördlich von Saragossa gelegene Pyrenaen- lunnels von Confranco, der seitdem für den normalen Verkehr kaum nennenswert in Erscheinung getreten ist, war zu keinem anderen Zweck erbaut
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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