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Alle sind beimTag der Wehrmacht" dabei!

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QUALITÄTS-ERZEUGNIS d.. SIDOL-WERKE. KÖLN

Finanzpolitische Fragen

der deutschen Wirtschaftspolitik

Vortrag in der Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung der DAF.

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Die wegen

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veranstalteten wir in Gießen einen Ehrenabend für den Forscher. Ost hatten wir auch zu diesen Aben­den kriegserprobte Helden an den Vortragstisch ge­rufen, um vom deutschen Heldentum und deutschen Fronterlebnis zu berichten. Um das Wissen und die . Erkenntnis von dem großen kulturellen Aufbruch unserer Zeit zu mehren und zu vertiefen, waren,an­erkannte Persönlichkeiten unseres neuen Geistes­lebens gewonnen worden, die den großen kultur­politischen und nationalen Aufbruch unserer Nation

schenkt hat.

Das Werk unseres großen deutschen Genius, dessen Namen der Bund trägt, zu ehren, im Sinne des allumfassenden Geistes seines Schutzherrn deutsches Schrifttum und Geistesleben zu pflegen und der all­gemeinen Bildung zu dienen, war die hohe kulturelle Aufgabe des Bundes in der Vergangenheit. Dies soll auch in Zukunft unser höchstes Ziel und Streben sein, dem wir, solange uns Kraft gegeben ist, dienen wollen.

In der von der DAF., Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung, durchgeführten Vortragsreihe Gegenwarts- und Zukunftsfragen der deutschen Wirtschaft" sprach am gestrigen Freitagabend im Burghof" Dr. Herbert Timm von der Hanse­atischen Universität Hamburg über das Thema Finanzpolitische Fragen der deutschen Wirtschafts-

für Sonntag angesetzte Tagesübung fällt der schlechten Witterung aus.

Heil Hitler!

Dr. Schneider, Obcrstammführer.

Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12^, B 12, C 11^, D 10 XA, Wirsing, XA kg 15, Weißkraut 12 bis 14, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 16, Spinat 30 bis 40, Unterkohlrabi 8 bis 10, Rosenkohl 25 bis 45, Feldsalat,/to 12 bis 15, Tomaten, % kg 30 bis 45, Zwiebeln 15 bis 16, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Kartoffeln, 'A kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf,, 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, XA kg 35 bis 45 Pf., Hähne 1,10' bis 1,25 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 20 bis 25, Endivien 15 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, XA kg 35 bis 40, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf.

Hitler-Lugend Bann 116.

Betr.: Sonntagsübung des Stammes 1/116.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Tag der Wehrmacht": Veranstaltungsfolge siehe besondere Mitteilung. Gloria-Palast (Selters­weg):Nanon". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Die Nacht der Entscheidung". Gießener Konzert­verein: 20 Uhr Unioersitätsaula Erna SackLieder­und Arienabend". Oberhessischer Kunstoerein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Beginn des Frühjahrsmarktes (Schaumesse) auf Oswaldsgarten.

Tageskalender für Sonntag.

Tag der Wehrmacht": Veranstaltungsfolge siehe besondere Mitteilung. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Eröffnung der Gießener Goethefestwoche, Die Laune des Verliebten". Gloria-Palast (Sel­tersweg):Nanon". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Die Nacht der Entscheidung". Oberhes­sischer Kunstoerein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Heimatvereinigung Stau­fenberg: 20.15 Uhr Burg Staufenberg Hauptver­sammlung. Vereinigung für Begräbnisbeihitfe Gießen, Sterbekasse: 15 Uhr im Burghof General­versammlung. Frühjahrsmarkt (Schaumesse) auf Oswaldsgarten.

Splelplan des Stadttheaters vom 19. bis 26. 2Närz.

Am Sonntag, 19. März, findet im Stadttheater die Eröffnung der Gießener Goethe-Ftsttwoche im Rahmen der 11. Morgenveranstaltung statt. Die Eröffnungsansprache hält Professor Dr. Ernst Hamm. Intendant Hermann Schultze-Gries­heim spricht Gedichte von Goethe. Hierauf folgt Die Laune des Verliebten", ein Schäferspiel in Versen von I. W. von Goethe unter der Spiel­leitung von Hannes Razum. Das Städtische Orchester bringt unter Leitung von Heinz Mark­wardtDie Weihe des Hauses" von Beethoven und die Ouvertüre zurZauberflöte" von Mozart. Die Veranstaltung beginnt Punkt 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. Um 19 Uhr erste Wiederholung der Oper Richard WagnersDer fliegende Holländer". Musikalische Leitung: Paul Walter, Spielleitung: Gert Buchheim. Leitung und Einstudierung der Chöre: Heinz Markwardt. Die Vorstellung findet außer Miete statt und endet gegen 22 Uhr.

Dienstag, 21. März, Anfang 20 Uhr, Ende gegen 23 Uhr:Der fliegende Holländer", Romantische Oper von Richard Wagner. Musikalische Leitung:

polittk".

Der Vortragende zeigte zunächst die Lage der deutschen Wirtschaft bei der Machtübernahme auf, die sich in dem Rückgang der Reichssteuereinnahmen von 9 auf 6,6 Milliarden widerspiegelte. Die erste Aufgabe für den neuen Staat war, die Wirtschaft lebensfähig zu machen. Die Voraussetzung dazu war die Steigerung der Produktion. Der Staat half hier durch Beteiligung an den Investitionen zum Teil in einer Höhe bis zu 50 v. H. Der Redner erläuterte, wie ein solches Vorgehen nicht in der Wirtschafts­auffassung des neuen Staates liegt und die Inve­stitionen zu einem späteren Zeitpunkt aufgehoben werden. Eine Kontrolle und Beobachtung aller Vor­gänge in der Wirtschaft ist im Pvinzip nicht in der Absicht der Staatsführung, genau so wie die heuttgen Umstände, unter denen Außenhandel be­trieben wird, nicht erwünscht sind, die sich aber nls. unbedingt notwendig herausgestellt haben. Der Staat mußte also Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft Hochzureißen. Er war sich dabei bewußt, daß falsche Finanzierung einer Arbeitsbeschaffung den Erfolg in Frage stellen konnte.

Dr. T i m m schilderte dann, aus welchen Gründen die an sich gangbaren Wege über die Steuern und die Anleihen bei der darniederliegenden Wirt­schaft nicht anwendbar waren, so daß nur der Aus­weg über die Kreditschöpfung, die ein Risiko dar­stellte und sehr kühnen Wagemut erforderte, blieb. Auf diese Weise wurde es aber möglich, der Wirt­schaftsbelebung 6 bis 6,5 Milliarden RM. zur Ver- ügung zu stellen, eine Summe, die so hoch war, wie das Steueraufkommen in diesem Jahre selbst. Ohne die bestehenden Bankgesetze abzuändern, ledig­lich auf einem Umweg über den Wechsel, konnte Geld in die Wirtschaft gepumpt werden, damit Auf­träge erteilt und die Arbeitslosigkeit beseitigt wur­den. In eingehender Weise widerlegte der Redner die Ansichten, ob dieses Vorgehen eine Inflation war, und setzte sich vor allem auch mit dem Ausland auseinander, wobei er unterstrich, daß England

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nachzuholen. Der gestrige Freitag brachte überall m unserer engeren Heimat unaufhörliches Schnee­treiben, das das Land in ein Winterkleid hüllte. Die Stadt hatte allerdings denSchnee als Matfch zu ver zeichnen. Hoheroskopf meldet:Schi und Rodel sehr gut." . I

Heute, Samstag, morgen herrschten gar einige Kältegrade, so daß die weiße Pracht zu einiger Festigkeit kam und tatsächlich noch einmal ganz dir Illusion des Winters heroorrief.

Und schon gibt es Volksgenossen, die vonOsten im Schnee" unken!

xmhjahrs-AusleselagerderStudenten führung der Universität Siehrn.

Die Studentenführung unserer Universität veran­staltet am 28. und 29. März im Studentenheim - Leihgesterner Weg ihr diesjähriges Frühjahr Ausleselager, in dem die für die Studienförderung vorgeschlagenen Abiturienten geprüft werden sollen Die Leitung des Lagers liegt in Händen des Win schafts- und Sozialamtsleiters der (Stuben/c/zM rung, Diplom-Volkswirt Grebe. Der Arbeitsplan des Lagers sieht nach Eröffnung und Begrüßung ein Referat des Rektors der Universität über die Aufgaben der Hochschule vor; der Studentenfiihrer wird über die Aufgaben der Studentenschaft sprechen und der Leiter des Studentenwerkes wird über da: ThemaFörderung, Gesundheitsdienst und Win schastsdienst" referieren. Die Teilnehmer selbst roer den über ihren Lebenslauf und über weltanschau liche Auffassungen zu sprechen haben, ferner habe? sie sich mündlichen Eignungsprüfungen zu unter­ziehen. Außerdem werden fte Gelegenheit haben, Mu! Geistesgegenwart und Gewandtheit zu beweisen. Gr Kameradschaftsabend beschließt das Lager.

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** Die Sondergebäude st euer f ü r 193; und 1939. Der Oberbürgermeister bringt heute hu Anordnung des Reichsstatthalters in Hessen M besregierung über die Hessische SondergebaM' steuer für 1938 und 1939 zur öffentlichen Kenntnis Die Interessenten mögen diese wichtige Bekam machung sorgfältig beachten.

** Brandstifter vom Schiffender- legt ein Geständnis ab. Der unmiW nach dem Brande festgenommene 22jährige O aus Gießen, der auf dem Schiffenberg bebienlir war, hat nunmehr ein Geständnis abgelegt. Er go zu, daß er den Brand verursacht hat. Auf welff Weise es geschah, will er sich nicht mehr entfinner können.

Kleine Strafkammer Gießen

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Kurzer Wegweiser zu

Samstag, 18. März:

14.30 Uhr: Marsch der Infanterie und Artillerie durch die Stadt. Marschweg: von der Bergkaserne durch die Licher Straße, Moltkestraße, Hitlerwall, Wernerwall, Oswalds­garten, Horft-Wessel-Wall, Seltersweg, Hindenburg-

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heute nicht mehr das wirtschaftliche Gebilde wie vor Jahren ist und daß es auch Roosevelt nicht geglückt fei, die Arbeitslosigkeit zu befeitigen. Er stellte fest, daß Inflation eine fortschreitende Preiserhöhung bedeute, die auch der Staat weder fontrollieren noch aufzuhalten vermag, während bet uns von einer Preiserhöhung in diesem Sinne nicht gesprochen werden könne und der Staat zudem überall seine Kontrolle ausführe. Deutschland konnte eine Produk- tionsfteigerung ohne Preiserhöhung durchführen, weil die Kapazität seiner Unternehmungen nicht voll ausgenutzt war, und die eingeschlagenen Wege beweisen, daß es völlig fatsch ist, von einer In­flation zu reden. Der Staat fei jederzeit in der Lage, eine Inflation zu verhindern, und weil er kejne Inflation will, wird sie auch nicht kommen.

Weiterhin führte der Redner die Erfolge der Maßnahmen an, die eine wesentliche Besserung des Haushalts u. a. durch erhöhte Steuereinnahmen und Wegfall der Arbeitslosenunterstützung brachten. Schließlich ging er noch auf die Staatsverschuldung ein und betonte, daß es da nichts zu verheimlichen gebe, weil sich jeder, der sich mit diesen Fragen be­schäftige, selbst ein Bild davon machen könne. Je­denfalls sei die deutsche Verschuldung nicht so hoch, wie die des Auslandes. Entscheidend bei der Frage sei lediglich die Absicht des Staates, der, wie z. B. Frankreich, seine Defizite damit deckt, oder wie Amerika, das die öffentliche Schuld erhöht, offne die Wirtfck)aft anzuregen. Der deutsche Staat habe nicht leichtfertig finanziert, die Verschuldung an sich sei tragbar, und wir müßten von der überalterten Vorstellung abkommen, daß ein Volk an seiner Ver­schuldung untergehe.

Abschließend zeigte Dr. Timm noch, wie durch die Eingliederung der Ostmark und für die Ankur­belung ihrer Wirtschaft ein beträchtlicher Geld­umlauf notwendig geworden war, und schließlich stellte er den Lohnheroismus des deutschen Arbeiters heraus und sagte den Betriebsführern, daß, wenn auch die Frage der Lohnerhöhung eine Angelegen­heit der Volksgemeinschaft fei, jeder einzelne Be­triebsführer die Pflicht habe, den Arbeiter nicht zu vergessen. Durch die Verschönerung der Arbeits­stätten, durch die Förderung des Wohnungsbaues und durch andere geeignete Maßnahmen könne dem schaffenden Menschen die Arbeit leichter gemacht und ihm Freude bereitet werden.

WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte.

Betr.: Eiersammlung.

Die NS.-Frauenschast der Ortsgruppe Gießen- Mitte führt am Dienstag, 21., und Mittwoch, 22 März, die Eiersammlung der Ortsgruppe Giehen- Mitte durch. Ich bitte die Volksgenossen, stch rege zu beteiligen.

BOM.-ilntergau 116 Gießen.

Ceiftungsroettfampf der TXläbet- und 32H.-(5ruppen des Untergaues Wetterau (116).

Welche Mädel-Gruppe ist im Rahmen des Lei­stungswettkampfes die untergaubeste? Zur Lösung dieser Frage werden zur Zeit verschiedene Gruppen unseres Untergaues durch die Personal-Abteilungs­leiterin im Obergau, Gauführerin Elfe Staab, besichtigt. r ,r v. . \

Entscheidend in diesem Wettkampf ist ine getarnte Mädelarbeit innerhalb des Winterhalbjahres.^ Es gilt, die verantwortungsbewußte Tätigkeit der Fäh: rerinnen und die ebenso verantwortungsvolle Mil­arbeit der Mädel zu beweisen. Es werden jeweils Gruppenappelle angesetzt, die einen Einblick in die verschiedenen Leistungsgebiete geben. Diese sind z. B. Sport, Sozialarbeit, Werkarbeit, Heimabend­gestaltung, Schulung, Einsatz beim WHW. usw.

Die in Frage kommenden Gruppen sind: die M.-Gr. 1/116 Gießen-Süd, 34/116 Friedberg und einige Landgruppen, sowie die IM.-Gr. 1/116 (Sie: ßen-Süd, 2/116 Gießen-Mitte, 3/116 Giehen-Ost 4/116 Gießen-Nord, 12/116 Laubach und 31/116 Bad-Nauheim.

Noch einmal Winter!

Wahrhaftig die Schiläufer können noch einmal ihre längst schonen die Ecke gestellten Schier her. vorholen! Der Winter macht kurz vor feinem offi- zielten Kalenderende (am 20. März) noch einmal ge. wattige Anstrengungen, um einige Versaumnisst

Donnerstag, 23. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Festkonzert zur Gießener Goethe-Festwoche. Solist: Erich Meyer-Stephan. Leitung: Professor Stefan Temesvary. Gießener Konzertverein 7.Platz­miete-Konzert.

Freitag, 24. März: Die Vorstellung fällt wegen des Carossa-Abends der Goethe-Festwoche aus!

Samstag, 25. März, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr: Einmaliges Gastspiel Die 8 Entfesselten in Mensch, paß auf". Die neue Szenenfölge in 20 Bildern. Außer Miete!

Sonntag, 26. März, Anfang 11.30, Ende 12.30 Uhr: Abschluß der Gießener Goethe-Festwoche: 12. MorgenveranstaltungDer Bürgergeneral". Lustspiel in einem Aufzug von Johann Wolfgang von Goethe. Spielleitung: Hermann Schultze- Griesheim.

Sonntag, 26. März, Anfang 19 Uhr, Ende gegen 22 Uhr: Noch einmalDie lustige Witwe", Operette von Franz Lehar. Mus. Leitung: Heinz Markwardt. Spielleitung: Gert Buchheim. Außer Miete!

Gießener Dochenmorktpreise.

* G i e ß e n , 18. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, x4 kg 1,60 Mark,

Paul Walter, Spielleitung: Gert Buchheim. Diens­tag-Miete 24. Vorstellung.

Mittwoch, 22. März, Anfang 19.30, Ende gegen 22 Uhr: Festaufführung zur Gießener Goethe- Festwoche: Zum ersten Mal!Torquato Tasso", Schauspiel von Johann Wolfgang von Goethe. Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim. Mitt­woch-Miete 24. Vorstellung.

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Und noch eines verdient besonders hier hervor- - gehoben zu werden: Der Goethe-Bund hatte sich - seit jeher eine in früheren Zeiten noch einzig da­stehende Aufgabe gesetzt: Er wollte eine Kunst- ftätte sein, an der sich alle Berufe und Stande unserer Gießener Bürgerschaft vom schlichten Hand­arbeiter bis zum gelehrten Geistesarbeiter zusammen- ' fanden zum gemeinsamen Kunsterlebnis. Au^ keinen , Fall aber sollte die finanzielle Leistungsfähigkeit des einzelnen über Teilnahme und llttchtteilnahme an der Arbeit des Goethe-Bundes entscheidend fein. Feierabendstunden für jedermann" nannten wir bereits damals unsere Veranstaltungen. In diesem Bestreben traten wir neben der bereits genannten Vortragsgemeinschaft mit dem Kaufmännischen Ver­ein und dem Gewerbeoerein in engere Verbindung mit dem Volksbund für das Deutschtum im Aus­land, mit den Verbänden ehemaliger Soldaten und weiteren Verbänden unserer Stadt. Mit der NS.- GemeinschastKraft durch Freude" (Dolksbildungs- ftätte Gießen) besteht seit mehreren Jahren eine Zusammenarbeit, auch hier wiederum getragen von dem unermüdlichen Bemühen des Bundes, seine Vortragstätigkeit allen Volksgenossen in unserer Stadt zugänglich zu machen.

Bei dieser so gegebenen kulturellen und gemein­nützigen Zweckbestimmung konnte der Goethe^Bund in dem großen Aufbau des gesamten Kunst- und Kutturschaffens, den Reichsminister Dr. @o ebb eis in der Reichskulturkammer geschaffen hat, in erhöh­ter Weise im Dienste der deutschen Schrifttums­förderung zum Einsatz gebracht werden. Die Zahl der Vortragsbesucher ist seitdem ständig im Wachsen begriffen. Die kulturelle Bedeutung des Vortrag^pro- gramms konnte von Jahr zu Jahr erhöht werden, der wirksame Einsatz des Goethe-Bundes für die deutsche Schrifttumspflege vollauf gewährleistet werden. So hat der Goethe-Bund in den letzten Jahren es über­nommen in Zusammenarbeit mit dem Herrn Ober­bürgermeister der Stadt Gießen und dem Gießener Buchhandel die alljährlich in unserer Stadt zur Woche des deutschen Buches" angesetzten Buch- tundgebungen auszurichten und durchzuführen. Fer­ner wurden in fein Dortragsprogramm in immer stärkerem Maße reichswichtige Veranstaltungen ein­gebaut. Es sei hier nur erinnert an die Vortrags­abende des Schweizer Dichters Alfred Huggen- berger und des schwedischen Dichters Albin W i d e n anläßlich ihrer Vortragsfahrten durch das Reich. Zweck und Bedeutung lag darin, diesen aus­ländischen Dichtergästen das neue Deutschland, fein Geistesleben, seinen Neuaufbau und seine Menschen zu zeigen und sie zu aufrichtigen Freunden des Dritten Reiches zu gewinnen.

Zum Schluß erscheint es mir angebracht, sich noch aus einen Augenblick die gewaltige Fülle von Arbeit und Mühe, von Kleinarbeit und Sorgfalt zu ver­gegenwärtigen, die in diesem Streben und Schgffen steckt. Diese Betrachtung und Ueberlegung ver­pflichtet uns, allen, die in stiller und unermüdlicher Arbeit für den Goethe-Bund tätig waren und sind, für diesen Dienst an der Volksgemeinschaft und unserem Kulturschaffen aufrichtigen Dank zu sagen. Diese Mithelfer können sich in dem Bewußtsein be­lohnt fühlen, daß ihr freiwilliger, tatfroher Einsatz vieles Gute und Schöne unseren Volksgenossen ge-

K. Sch. in Grüningen war durch Urteil des Amt- gerichts Gießen vom 9. Januar 1939 wegen Körper Verletzung zu einer Gefängnisstrafe vo zwei Monaten verurteilt worden. Er war schuldigt, einen anderen vorsätzlich körperlich njj handelt und an der Gesundheit beschädigt zu ha^ und zwar mit einem gefährlichen Werkzeug, u"» er den Verletzten zu Boden warf und ihm metjrffloj mit dem beschuhten Fuß ins Gesicht trat. Der W klagte legte gegen das Urteil Berufung ein.

Die Berufungsoerhandlung ergab ziemlich N selbe Bild wie in der Vorinstanz, wenn auch e,nl®' Zeugen gegenteilige Aussagen machten. '

Der Verteidiger beantragte, falls eine Verun - lung erfolgen sollte, auf Geldstrafe zu erkennen, - gefährliche Körperverletzung im Sinne des 8 StGB, nicht erwiesen sei. .

Der Vertreter der Anklage beantragte eine fängnisstrafe von einem Monat, auch wenn gei^ liche Körperverletzung nach § 223a StGB, nicht I genommen würde. , h,,|

Es erging folgendes Urteil: Die Berufung Angeklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts ; ßen vom 9. Januar 1939 wird auf f»ine Kosten unbegründet verworfen.

E. O. in Herbstein war durch Urteil des 2liW richts Ortenberg vom 17. Januar 1939 wegen I * * lässiger Körperverletzung und Uederttetung Reichsstraßenverkehrsordnung zu einer Gewi von 60 Mark, hilfsweise 12 Tage GesE verurteilt worden. Er war beschuldigt, am 1-ur ü. 1938 in Setters gls Fahrer eines Lastwagens Anhänger die Fahrbahnseite nicht eingehalten die Fahrgeschwindigkeit nicht so eingerichtet zu 9 daß er jederzeit in der Lage war, seinen l^rpi

den Veranstaltungen.

Kaiserallee, Ludwigsplatz, Ludwigstraße, Bismarck­straße, Gnauthstraße, Bleichstraße, Ludwigstraße, am Studentenhaus vorbei, Friedrichstraße, Frank­furter Straße, Settersweg, Mäusburm Walltor- straße, Hitlerwall, Moltkestraße, zur Bergkaserne bzw. von der Kaiserallee zur Bleidorn-Kaserne und Fliegerhorst. , , , .

21 b 9 Uhr Kasernenbesichtigungen in Berg- und Verdun-(Wald-)Kaserne, in der Bleidorn- (ArttUerie-)Kaserne und im Fliegerhorst. In allen Kasernen und im Fliegerhorst ab 9 Uhr vielseitige interessante militärische Vorführungen und Volks­belustigungen mit Reiten, Fahren, Kleinkaliberschie­ßen, Schießen mit MG. und Pak. usw. Die Sp^de- abzeigen (Schulterklappen) zum Preise von 20 Ps. berechtigen zum Eintritt in die Kasernen.

Ab 11 Uhr Eintopf aus der Feldküche: Erbsen mit Speck. Besucher in den Kasernen können dort eszen (Teller 25 Pfennig). Die Feldküchen der Truppen fahren das Essen zur Ausgabe an die Volksgenossen in alle Stadtteile. An folgenden Standplätzen stehen Feldküchen zur Essenausgabe (Portion 50 Pfennig) bereit: vor der Universität in her Ludwigstraße, vor dem Torhaus am Settersweg, vor dem Hotel Schütz in der Bahnhofstraße, vor dem ßiebigbau in der Liebigstraße, Frankfurter Straße/Ecke Klinikstraße, Marktlauben am Brand­platz, Schiffenberger Weg / Ecke Gnauthstraße, Plock- skraße, Marktplatz, Marktstraße / Ecke Neustadt, vor der Provinzial-Pflegeanstalt in der Licher Straße, Mottkestr. / Ecke Kaiserallee, Memeler Straße, Platz der SA.-Standarte 116 Senckenbergstraße, Werner- wall / Ecke Schillerstraße, Ludwigsplatz, Liebigstraße/ Ecke Ebelstraße, Werrastraße und in Wieseck.

Bei den Feldküchen in einer Reihe von Straßen finden von 11 bis 12.50 Uhr Standkonzerte der Musikkorps J.-R. 116 und der Flieger statt.

Nachmittags weitere Vorführungen in allen Kasernen.

21 b 2 0. Uhr Ma.növerbälle im Gesell- schaftsoerein (Club), Saalbau in der Liebigstraße und im Cafö Leib. Eintrittskarten zum Preise von 50 Pfennig sind auch für die Manöverbälle an den Abendkassen noch zu haben.

Mr grüßen unsere zurückgekehrten Flieger!

Alle Flugzeuge werden morgen im Fliegerhorst zu den Besichttgungen und Vorführungen anwesend sein. Auch ein Fieseler-Storch ist zugegen. Die Vor­führungen der Flieger finden ohne jede Einschrän­kung statt. Der Besuch im Fliegerhorst wird also für alle besonders interessant fein.

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Anschließend militärische Vorführun­gen des JR. 116 und der III. A b t. A R. 9 auf dem Drandplatz, am Hitlerwall, Wernerwall zwischen Moltkestraße und Oswaldsgarten, Hinden- burgwall, Hof des Gymnasiums, Hitlerwall zwischen Theater und Mottkesttaße, Platz der SA.-Standarte 116, Platz vor dem ßiebigbau in der Liebigstraße.

Während dieser Zeit P l a tz k o n z e r t des Musik­korps JR. 116 von 15.15 bis 16.30 Uhr am Theater.

14.45 Uhr: Marsch der Flieger durch die Stadt. Marschweg: Kaiserallee, Ludwigs­platz, Neuen Bäue, Sonnenstraße, Seltersweg, Horst - Wessel - Wall, Bahnhofsttaße, Marktstraße, Marktplatz, Walltoystraße, Hitlerwall, Moltkestraße, Kaiserallee zum Fliegerhorst.

*

16.30 Uhr: Rückmarsch der Infan­terie und Artillerie von den militärischen Vorführungen. Marschweg: vom Stadttheater, Hitlerwall, Wernerwall, Oswaldsgarten, Horst- Wesfel-Wall, Hindenburgwall, Gartenstraße, Lud­wigsplatz, Licher Straße^ zur Bergkaserne.

Bei allen Märschen marschiert naMrlich die Militärmusik an der Spitze. Sammler mit den Sammelbüchsen des WHW. werden die Marsch­kolonnen begleiten, um die Spenden der Volks­genossen für das WHW. ^enigegenzunehmen.

Von 20 Uhr ab M i l i t ä r k o n z e r t e im Stadttheater und im Cafe Leib. Es spielen: im Stadttheater das Musikkorps des Infan­terie-Regiments 116, im Cafe Leib das Musikkorps der Flieger. Einttittspreife RM. 1,00 bzw. 75 Pf. Eine geringe Anzahl Eintrittskarten für diese Konzerte ist an den Abendkassen im Stadttheater bzw. im Cafe Leib noch zu haben. Wer den Kauf von Karten bisher ver­säumt hat, kann sich hier den Zuttitt zu den genuß­reichen Unterhaltungen noch sichern.

(Sonntag, 19. März:

7 Uhr Großes Wecken des JR. 116, der Flieger und der Ul. Abt. A.-R. 9. Marsch von der Bergkaserne durch folgende Straßen: Licher Straße,