Ausgabe 
18.2.1939
 
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)

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Hier schaltet der Regieassistent untermalende Geräusche für das Hörspiel ein.__________________

Der Techniker, der die Verbindungen von den Senderäumen zu den technischen Anlagen steuert.

An diesen ersten Flug mußte ich zurückdenken, als ich vor einiger Zeit mit meinem kleinen, kaum drei­jährigen Jungen in einem Kurort ein Flugzeug bestieg. Es war einer der üblichen Rundfluge für wenige Mark, in einem geräumigen Wasserflugzeug. Wir waren auf einem Spaziergang, hatten am

Augenvlicksbild von der Aufführung eines Hörspiels im kleinen Senderaum.

Zeitschriften.

Im Februarheft von Westermanns Mo­natsheften ist Antonio Canalettos BildLa- nale Grande" im Vierfarbenbuchdruck außerordent­lich gut wiedergegeben. Die Büste Johann Sebastian Bachs von Professor Hans Wissel (Tiefdruck) steht als Vronzeguß in der Königsberger Universität. Da non Bach eine zeitgenössische plastische Darstellung fehlt und nur zwei Gemälde über seine äußere Er­scheinung Genaueres aussagen, hat Wissel in der Gruft Bachs in Leipzig am ©ipsabguf) des Schädels Messungen vorgenommen, die eine wirklichkeitsgetreue rundplastische Darstellung ermöglichten. Vier­zehn Farbenaufnahmen von Kurt Herdemerten, dem Leiter der deutschen Grönlandexpedition 1938. die einen Teil der Arbeiten der vor einigen Jahren durch den Tod Professor Dr. Alfred Wegeners be­endeten Forschungsfahrt fortsetzte, berichten zusam­men mit einer packenden Schilderung Herdemertens, über die Expedition. Als Sonderauftrag für den Reichsjägerhof sollte dabei das Leben des Ger- oder Polarfalken untersucht werden auch mit dem Ziel, diesen Falken wieder den ihm gebührenden Platz im deutschen Jagdsport zu geben. Aus dem weite­ren Inhalt verdienen hervorgehoben zu werden die Beiträge: Generalmajor Kannengießer,Wehrkvirt- schalt",Die schwarze Völkerwanderung" von Man­fred Sell undErbhöfe", eine Erzählung von Ger­hard Schumann. Der Leiter der Abteilung Begab­tenförderung in der Führungsstelle für den Beruss- wettkampf, Hans Pohl, schildert unter der lieber« schriftLeistung und Berus" die Zielsetzung de< Berufswettkampses.

Aber doch ist nicht alles, was Rundfunk heißt und mit dem Rundfunk zu- fammenhänat, für jeder­mann selbstverständlich Die modernen Rundfunk­geräte sind in der Vielfalt ihrer technischen Gestal­tung für den Laien mehr denn je ein Mysterium, mit der Sendetechnik kann nur ein kleiner Kreis von Menschen vertraut fein, und das Sendehaus desReichssenders Frank­furt" ist für die Oeffent- lichkeit auch nicht unbe­grenzt zugänglich. Das soll ober doch nicht be­deuten, daß der Presse nicht Einblick gegeben werden könnte.

Ein Blick in den großen Sendesaal des Reichssenders Frankfurt während einer Probe

steigfloß herangeschoben, wir kletterten hinaus, dann waren die Menschen und Bäume wieder wie immer, ein kleiner Hund sprang in komischen Sätzen herum und bellte den still gewordenen Wasservogel an.

Und das Kind wollte und wollte nicht gehen, es stand stumm und ergriffen, der Vogel flog, mit an­deren Leuten, noch einmal hock und kam wieder, das Kind stand und starrte auf seinen in der Sonne gleißenden Leib, und als es endlich bewogen werden konnte, den Heimweg anzutreten, streckte es verlan­gend den Zeigefinger auf denFliegeroogel" und machte nichts anderes hervor als ein leisesMehr, mehr!"

sie g a r n i ch t, denn das Orchester sitzt im großen Sendesaal, ein Stockwerk tiefer! Also die Künstler werden auch nicht durch Stimmungswerte der Musik unterstützt, die der Zuhörer so stark emp­findet Die Vereinigung von Musik und Wort schielst an einem Schaltpult, ist Angelegenheit Technik Geräusche, die den Gesamteindruck

anders, als sich unsere eigene Phantasie das Ge­hörte ausbaute. Immer sind alle Darsteller da! Alle sind in Zivil unserer Zeit. Keine Kostüme! Keine Dekoration! Keine Romantik! Nichts für das Auge! Nur das gespro­chene Wort gilt! Auch wird nicht auswendig gelernt! JeDer Darsteller hat sein Manuskript in der Hand und liest ab, Der Schauspieler hat nie­mand vor sich, spricht nur vor dem metallisch schim­mernden Mikrophon, hört, fühlt gar kein Echo und muß doch alle Die» gifter seines Gefühls und eines Könnens ziehen.

Und die anderen Mitwir­kenden sitzen zwanglos um ihn herum, harren ihres Auftritts. Dann find wie­der Pausen, die die Musik ausfüllt. Aber die Sch a u sp i e I e r hören

So besuchten wir also einmal den Reichssender Frankfurt, und der Besuch hat sich gelohnt. Reich war die Fülle der Gesichte! Denn der Reichssender ist eine Welt für sich, mit eigener Atmosphäre und eigenen Gesetzen. Unschwer, sich zu vergegen­wärtigen. daß sich im Sendehaus die Erscheinungen der Politik, Welt und Leben, Kunst und Kultur wie in einem Brennspiegel sammeln, um dann für jedermann ausgestrahlt zu werden. Hier besteht eine Verwandtschaft zur Zeitung aber auch ein Gegensatz. Die Zeitung wendet sich über das Auge an den erkennenden Geist und ist greifbar, der Rundfunk fordert das Ohr! Doch beide ergänzen sich in manchem Bezug!

Viele Kräfte wirken im Rundftlnk zusammen. Da ist die Verwaltung, die Sendeleitung und die Gruppe Technik. Insgesamt zählt der Reichssender Frankfurt etwa 350 festangestellte Kräfte. Davon entfallen allerdings allein schon 100 auf Orchester und Chor. Viele freie Mitarbeiter, insbesondere Künstler, stehen im Dienste des Rundfunks; viele werden in Abständen immer wieder herangezogen. Immer wieder werden erstklassige Künstler verpflich­tet. Viele von ihnen find den Zphörcrn längst be­kannt, sind beliebt und immer gern gehört. Nam­hafte Schauspieler der Frankfurter Bühnen, Die ausgezeichnete Sprecher sein müssen, werden beson­ders für Hörspiele herangezogen. 5 Sprecher bzw

I Ansager stehen ständig im Dienste des Senders.

Wir sahen und hörten imroten Saal" eine Hörspielprobe zu der Hör­spielreihe um den jungen Goethe. Hochinteressant! Wenn man am Rundfunk­empfangsgerät sitzt und hört em Spiel dieser Reihe, dann fühlt man

Mit einem Kinde fliegen...

Von Gerhard Schate.

Wenn ich an meinen ersten Flug zurückdenke, überkommt mich ein leises Schaudern. Ich war neun Jahre alt. es war im Jahre 1913, als mich einer der damals führenden Fluglehrer, Oswald Kahnt der Anfang des Krieges beim Einfliegen einer Gotha-Taube tödlich abftürzte - so ganz im Spaß fragte:Willst du mal mit hoch?" Ich wußte nichts zu antworten, es war zu unwahrscheinlich, daß mich der berühmte Flieger als Pas agl.er mit- nehmen würde, und es war noch unwahrscheinlicher, daß mein Vater es erlaubte. Aber er hatte nichts einzuwenden, er kannte Kahnt viel zu gut und setzte wohl großes Vertrauen in seine Umsicht. Vor den einfachen Holzbretterschuppen des Leipziger Flug­platzes stand Kahnts Maschine: einer der so zer­brechlich anmutenden Grade-Emdecker, denen man heute in einigen Museen noch als Kuno um begeg­nen kann Kleine stoffüberzogene Tragflächen, mit freiliegendem Motor und dem leichten Propeller, der dem Piloten fast unmittelbar vor der Nase saß. Zwischen dem Fahrgestell hing an vier Ketten em Stück viereckiges Leder das war der Sitz für den Flieger, und hinter ihm war em gleicher öig für den Passagier, der den Kopf einziehen mußte, um nicht an das Gestänge des Rumpfes zu stoßen Der Sitz schaukelte, die Beine mußte man anziehen, und her weichste Körperteil hing aus seinem Leder- sik nur einige ch-mdbreit über dem Erdboden Ein arofeer Stein hätte sich unangenehm bemerkbar machen müssen, selbst d^e hohen Gräser fühlte man unter dem Sitz entlang streichen, wenn der Apparat startete oder ausrollte. . . .

Um 1913 war das Fliegen dasPrivilegI einiger Wahnsinnigen". Es brachte außer der Ehre gele­gentlichen Dergaserbränden und mancherlei Anfein­dungen wenig ein. Um einmal als Passagier w' . genommen zu werden, bedurfte es guter ®C3iehu gen und einer Portion Tollkühnheit Dor lebe Aufstieg untersuchten Pilot unb Monteure ben Apparat von Kopf bis Schwanz, prüften leben Ber- spannungsdraht unb hielten eine Beratung ab, wie eine Reihe von Aerzten am Krankenbett eines ein­flußreichen Mannes. Sobalb einer ber weniger geübten Flieger aufftieg, stand die ganze Mann-

Ufer gestanden, bis wassernde Maschine bettachtet, ber Junge platzte vor Neugier,was bie Maschine macht", und seinAuch mit rein!" gab ben Aus­schlag, wir nahmen Platz. Die Kabine war geräumig, man stieß weder mit bem Kopf noch mit den Knien irgendwo an, brauchte keinen Sturzhelm, keine Brille unb würbe nicht wie ein Paket auf einem Fahrrab feftgebunben. Als bie Tür zugeschlagen wurde und der Propeller ins Laufen kam, bie Mit- fliegenben lachten unb scherzten ba war uns so ganz anDers als vor 25 Jahren. Aus großen Fen­stern blickte man auf das Ufer, bie wartenden, neu­gierigen Menschen, ber Start war ein leiser, un- merklicher Uebergang vom Schaukeln an ber Trosse bis zur vollen Fahrt, und ehe man sichs versah, schwebte man über bem See, bie Bäume würben klein, bie große Kirche ber Stabt verschwand unter einem, es war warm und behaglich in ber Kabine. Ich hatte ben Jungen zwischen ben Knien, sein Kinn lag auf meinem Arm, ber ihn vor einem Anstößen gegen bie Fensterscheibe schützen sollte. Erstaunt be­trachtete er bie Welt, bie unter ihm versank, feine Augen sahen mich an, als erwarteten sie bie Er­klärung für bas geheimnisvolle Verhalten ber Stabt. Seine Lippen bewegten sich, aber er sprach kein Wort. Die Segelboote waren kleine Punkte in bem Grünblau ber Wasserfläche, bie Bergeszüge am Ho­rizont waren so klar und nah zu sehen wie niemals sonst. »

Ich hatte ben Jungen schon manches Mal erstaunt gesehen, über den Weihnachtsbaum, über unser Ka­ninchen, das plötzlich kleine nackte rosige Junge be­kommen hatte, unb über einen riesigen Bären, ber aber kein Bär war, sonbern ein während ber Faschingszeit in ein Bärenfell gesteckter Mann. Jetzt, während des ruhigen Fliegens, dieses Schwe­dens und Oetragenfeins, war es mehr als Erstau­nen, es war Verklärung. Er kannte das Märchen von den sieben Raben, in dem sieben Jungen zu Raben werden unb Daoonfliegen, unb nun saß er selber in bem silberhellen Vogel, besten Gebrumm ihn so oft ans Fenster gelockt, und reifte im Leibe dieses Vogels über den See, über die Wiesen, über die Stadt. Und ehe er das Wunder ganz begriff, war alles vorbei, die Maschine setzte auf das Was­ser auf, daß man den weißen Schaum hoch auf­spritzen sah, das Donnern ließ nach, wurde zu einem leisen Knattern und verstummte. Mit einem Seil unb einem langen Bootshaken wurde das Ein«

staunt zu fein, welche Fülle von Schallplatten dem Rundfunk zur Verfügung steht. Tatsächlich sind es Tausende! Selbstverständlich sind sie alle kartothek- mäßig erfaßt, geordnet nach Sachgebieten, aber auch nach Komponisten. Für alle Jndustrieschallplatten werden Lizenzgebühren entrichtet, die auch dem Komponisten, den Musikern, den Sängern usw. zugute kommen. Viele eigene Aufnahmen ergänzen Das Repertoire Der Jndustrieschallplatten In einem anderen Raum blitzen viele Hunderte von Blech- kassetten, in Denen Die Wachsplatten von Repor­tagen, aktuellen Ereignissen usw. aufbewahrt sind unD registriert werben.

Außer bem gesprochenen Wort, ber Musik, dem Hörspiel, ber Reportage usw., bie bem Hörer über­mittelt werden sollen, Darf fein fremDer Laut Die SenDung stören. Deshalb mirD im Senderaurn kaum geflüstert. Da unD Dort finD rofleuchtenDe Trans­parente in Den Fluren unD Zimmern Des SenDe« Hauses angebracht:SenDung! Bitte Ruhe!" Die SenDeräume find Durch DoppelroänDe unD Durch Doppeltüren von Der Umwelt abgeschlossen

Es würde zu weit führen, im einzelnen Die Sende- technik, Die Uebertragung auf Die Antennen unD Die Grundsätze, Die hier wirksam finD, erläutern zu wollen (wir fühlen uns Dazu auch wenig berufen!), es mürbe auch zu weit führen, die Fülle ber not* roenbigen Sßerroaltungsarbeit, ben Umfang ber poli­tischen unb ber künstlerischen Verantwortlichkeiten aufreißen, bie VerstänDigungstechmk mit anberen Senbern bes Reiches klarlegen ober gar Die Namen von hervorragenDen Mitarbeitern nennen zu wollen wichtig ist hier wohl nur Der GefamteinDruck. Daß im Betrieb eines RunDfunkfenDers Technik, Orga­nisation unD Formen Der Vermittlung wertvoller Kulturgüter herangewachsen finD, wie man sie vor 20 Jahren wohl kaum zu ahnen gewagt hätte. N.

Dos ist nun schon über 15 Jahre her, Daß ich mit meinem FreunDe Karl, dem angehenden Inge­nieur. m DessenBurg" saß, in einem kleinen Zim- merchen (in Das uns feine Mutter verbannt hatte), unD wir beiDe DrückenDe Kopfhörer an Den Ohren hotten und mit überempfinDfamen Fingern an Dem Kristall Des Detektorempfängers herumtasteten, um die beste Stelle zu finDen, um in Den nächsten Mi­nuten zu hören, roie Der SenDer Nürnberg vom SenDer München Die erste SenDung übernahm unD damit eingeweiht wurDe Etwa 800 Meter von un­serer heimatlichen Gasse entfernt wußten mir die hohen Sendemasten auf bem Hause ber Reichspost an ber Allersberger Straße Aber nicht wußten wir. ob wir mit bem selbstgebastelten Apparat tatsäch­lich hören würden! Mit Geduld und Sorgfalt hat­ten mir Spulen gerichtet und Blockkondeniatoren gebaut, Drähte befestigt und Kontakte geschaffen. Unb harrten nun bes WunbersRabio". Unb tat­sächlich. unser Apparat funktionierte Wir hörten das erste Wort unb Die ersten Takte Der Musik, ine über Den SenDer Nürnberg gingen! Leise zmar unD mie aus unenDlicher Ferne! Aber mir hörten, lauschten unh mürben anbädjtig. Allen benen, die Das erste Mal mit einem selbstgebastelten Appa­rat Runbfunk hörten, mag es zu jener Zeit ebenso gegangen sein!

Unb heute ist Runbfunk m iebem Hause, lieber» all finD klangvolle, klangreine Lautsprecher Da, finD wunDervolle Apparate ein Schmuck Des Zimmers, überall finD mit knappen Drehungen an Den weni-

fchast Des Flugplatzes, Flualehrer, Schüler, Mon­teure, HanDwerker unD Aufseher, vor Den Schup­pen, hielt Die HänDe über Die Augen unD verfolgte gespannt unD ein menig nervös Den Flug. Es murDen keine Rekorde aufgestellt, und ohne zwin­genden Grund ftieg keiner hoher als zwanzig Meter, zudem war Der Flugplatz so gelegen. Daß roeDer hohe Bäume noch Telearaphenmusten oDer buschiges Strauchwerk zur Gefahr werben konnten. Die Fliegerei steckte noch in ben Baby-Schuhen.

Wenige Stunden nach der nicht ernst gemeinten Frage saß ich indes auf bem luftigen Lebersitz. Je- manb schnallte mir einen Sturzhelm um den man erst mit Werg und Tuchfetzen auspolstern mußte, weil er mir viel zu groß war mit zwei breiten festen Riemen wurde ich angeschnallt, mei­nen kleinen Fingern wurde irgendwo ein Halt an­gewiesen, ich bekam eine Staubbrille. Mein Vater sah etwas unbehaglich drein, Oswald Kahnt schlug mir kräftig auf bie Schenkel und richtete sich au, seinem Platze ein. An ben Tragflächen ftanben zwei Mann und ein dritter am Schwanz, sie hielten den Apparat, als der Propeller angeworfen wurde und auf Tourenzahl kam. Ich bekam fast keine Luft, so stark wehte mir der Propellerwind ins Gesicht. Ich starrte auf Kahnts Rücken, das Motoren- geräufch" verstopfte meine Ohren ... und dann machte ber Apparat einen kleinen Satz er rollte. Das Rollen schien eine Ewigkeit zu bauern. Dann kam ein leises Schaukeln, Die Maschine legte sich ein wenig zu Seite wir zogen eine Schleife und als ich meine Augen vorn Rücken des Fliegers ab- wenDete, sah ich zehn Meter unter mir meinen Va­ter, die Monteure und einige Zuschauer. Ich flog!

Es war herrlich, ich war so begeistert tro£ Wind und Lärm Daß ich am liebsten die Hand von Dem Griff gelöst unD Den Piloten auf Die Schulter getippt hätte ...

Der Flug Dauerte acht Minuten, ich war zwan­zig Meter hoch in Den Lüsten gewesen, wir waren schneller geflogen, als Die Eisenbahn fahren konnte.

sich ganz zurückversetzt in Die Zeit Der Mitte Des 18. JahrbunDerts, sieht Die Menschen vor sich in den Kleidern jener Zeit, ist ganz umfangen von all der leidenschaftlichen und schwärmerischen

Stimmung und bewegt sich im Geiste im Hause am Hirschgraben, ist mit in Straßburg, in Sesen- heim und in Wetzlar, sieht Friederike und Charlotte vor sich und erlebt jene Welt.

Und im Sendesaal ist das Dann alles so ganz

fpielern gesprochenen Sze­nen unD Die Musik nur in Lautsprecherübertragung und hat Damit gleichzeitig 1 Den Eindruck, Den auch der Hörer im Lande hat. Für Die Proben beDient sich aber auch Der Spiel­leiter Des Mikrophons unD gibt Damit Anweisungen.

Einfacher ist die Situa­tion bei Der WieDergabe von Musik. Auf terrassen­förmigen PoDesten sitzen Die Musiker im großen, ganz mit Holz ausgeklei­detem Sendesaal und spie­len vor einem Mikrophon auf hohem Stativ. Auch hier gibt es nur selten unmittelbare Zuhörer. Das gleiche gilt auch für den Chor Des Reichssen- Ders Frankfurt.

Immer wieder hat der Hörer Anlaß, Darüber er»

Der Spielleiter beobachtet vom Regiepult aus Den Verlauf Des Hörspiels.

(Aufnahmen |5j: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Hörers vervollftänDigen, roerDen mit Hilfe von Schallplatten vermittelt unD eingefügt In meh­reren Proben erst wächst so ein Hörspiel heran Der Spielleiter sitzt Dabei stets in einem Neben- raum (schallDicht vom SenDeraum abgeschlossen), hört Die von Den Schau-

Vom Gender zum Hörer!

Ein Besuch im Sendehaus des Reichssenders Frankfurt am Main.

gen Knöpfen des Rund- funfapparats die SenDer Europas zu hären Und Das alles ist felbftoer- ftänDlich getoorDen!