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Algier, Frankreichs Zukunstsland

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Bec Optiker am Sahnhof

Die den Tourismus fördernde Gesellschaft (Com­pagnie Transatlantique) hat auch noch ihre beson­deren Hotelpaläste, von den Eingeborenen kurz

der ziemlich heftige

Geschichten aus aller Welt

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Spreibstunven der ^-d^ktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaynach« mittag geschlossen.

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II.

Die Wüstenbahn.

Von Dr. Lenore Kühn.

Benns unter Röntgenaugen.

Ndz. Paris.

Es wird nun auch amtlich zugegeben, daß die französischen Sachverständigen sich hinsichtlich der Venus aus dem Rübenfeld" um einige tausend Jahre geirrt haben. Es handelt sich um jenen inter­essanten Fund einer marmornen Venusstatue, der im vorigen Jahre auf einem französischen Rubenseld gemacht worden war. Am 18. Mai 1038 gab das französische Ministerium der Schönen Künste eine Er­klärung heraus, wonach es sich bei dem Fund um einen Zeugen hoher Kunst aus der Zeit des alten Roms und der Gallier handelte. Als dann bald dar­auf der ttalo-französifche Bildhauer Cremones mit den fehlenden Armen der Venus hervortrat und be­hauptete, er selbst habe dasklassische Stuck ge­schaffen und aus Scherz vergraben, um mit seiner Kunst Aufsehen zu erregen, ging em Gelachter durch die Welt, von dem nur die französischen Fachkreise sich mit einem verlegenen Gesicht fernhielten. Seither haben diese Fachkreise in aller Stille emsig gesucht, um festzustellen, ob nicht doch der Fund das sei, wo­für sie ihn gehalten haben. Doch vergeblich war ihr Bemühen. Run ist die Statue im Auftrage der Re­gierung mit Röntgenstrahlen untersucht worden^nd dabei hat sich ergeben, daß unzweifelhaft der Mar­mor neueren Datums und neu verarbeitet sein mutz.

Wieviel Haare hat ein Rapphengst.

Ndz. Oslo.

In norwegischen Lehrerkreisen erzählt man sich schmunzelnd die Geschichte von dem Schuler Ieppe, der den wegen seiner kniffligen Fragen gefürchteten geistlichen Schulinspektor Sk. aus dem Sattel ge- hoben hat. Sollte die Geschichte erfunden fern, so ist sie wenigstens gut erfunden. Schulinspektor Sk. also sagt zu den zitternden Schülern, er werde hcute zwei besonders schwierige Fragen stellen; aber wer

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Em Shakespeare-Denkstein in derHamlet-Burg".

Ndz. Kopenhagen.

Unserem dänischen Nachbarvolk kann man die An­erkennung nicht versagen, daß es hinter dem Streben nach geschichtlicher Wahrheit sogar die Interessen des Fremdenverkehrs zurucktreten laßt. Em bleibendes Denkmal für diese Wahrheitsliebe wird der Denk- stein sein, der demnächst auf Schloß Kronberg bei Helsingör dem Hamlet-Dichter Shakespeare errichtet werden soll. Die atte Kronborg, von der man an der schmälsten Stelle des Sundes einen so schonen Aus­blick auf die schwedische Küste hat, ist ttnmer ein be- liebtes Ausflugsziel der Dänemark-Reisenden ge- wesen Die Fremdenoerkehrspropaganda hat aber diese Bura jahrelang zu einer besonderen Touristenattrak- «on^gemacht durch den Hinm-i-, daß di- Kranbarg der Schauplatz des Dramas war, das durch Shake- ineates fiamlet, Prinz von Dänemark zu einem kostbaren Schatz der Weltliteratur wurde. Bald aber «k ürten dusche Forscher, diese Verk-hr-pr°p°g°nd° sei eigentlich unlauterer Wettbewerb. Der geschrcht. liche chamlet sei niemals aus dem viel spater er- richteten Schloß Kron borg gewesen, hier irrte Sbakelveare Die Wahrheitsfanattker stimmten ^tt-ßlich der Errichtung eines Denkstems mit dem Bildnis Shakespeares zu, °ber ste haben durchgesetzt- daß die Inschrift durch eine Art historischer Richtig

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Wüstenwind veränderte von einem Augenblick zum anderen vor unseren Augen die Wellenformen; weiße Sandschleier stäuben fortwährend von den Kämmen empor, vom Wind abgetöpft, wie der Gischt der Wellen. Es ist sogar schwer, dort irgend­wo zu lagern, weil man sonst vom Winde zerzaust und vom Sande zugeschüttet wird. Die Wogen der Wüste scheinen zu rollen, die weißen Sandschleier fliegen in Mund und Augen. Sogar der einheimische Pfefferminztee, der auf dem Feuerchen mühsam in einer geschützten Sandgrube bereitet wurde (mit ein paar unterwegs aufgesammelten Trockenwur-

Windhund-Rennen spielen in England über den Geschmack läßt sich nun einmal nicht streiten fast die gleiche bedeutende Rolle wie Pferde-Rennen. Zehntausende von Zuschauern drängen sich auf Den Tribünen, wenn es umgroße Entscheidungen geht, und die Namen der Favoriten sind den leiden- lchafllichen Wettern ebenso geläufig wie die Pferde beim Derby. Auf das Training und die Pflege der Rennhunde wird eine Sorgfalt verwandt, die uns beinahe unfaßbar erscheint. Wenn eines Der großen Windhund-Rennen beendet ist, und die Mas­sen der Zuschauer in so prosaischen Verkehrsmitteln wie Autos oder Straßenbahn wieder heimfahren, nehmen die Hunde-Aristokraten in eleganten Wagen Platz und werden gewöhnlich in ihrOlympisches Dorf" in der Grafschaft Hertford geleitet.The Hook" ist sozusagen das Traumparadies fedes eng­lischen Windhundes. Heber 600 Rennhunde sind hier ständig untergebracht und wie! Es gibt hier in diesem Hunde-Paradies ein Lazarett mit Opera­tionstisch Höhensonnen und Röntgen-Apparaturen, mit Krankenzimmern für 60 vierbeinige Patienten, mit elektrischer Heizung und jedem erdenklichen Komfort. Ein Wärter steht Tag und Nacht für Die Kranken zur Verfügung, Der übrigens niemals Die Ställe oder besser gesagt Wohnungen der gesunDen Hunde betreten Darf. IeDer Dieser Stalle besitzt Mikrophon und Lautsprecher. Diese Anlage ist mit Dem Wachthaus verbunden, wo zu jeder Tages- und Nachtstunde ein Wärter zu finden ist. Wenn einer Der HunDe vom Weltschmerz geplagt nachts anfangt zu jaulen unb zu heulen, hört es Der Wärter Durch (einen Lautsprecher. Er kann seinerseits den Laut­sprecher in dem betreffenden Stall einschalten und durch gütliches Zureden Den Hund beruhigen, was übrigens auch meist gelingen soll. Heber hundert Angestellte sinD in diesem Hunde-ParaDies als Wär­ter Trainer, Tierärzte, Gärtner, Verwaltungsbeamte und Ehauffeure angestellt. Hauptwert wird natür­lich auf das stänDige Renn-Training Der Hunde gelegt, für Das die moDernften Einrichtungen vor­gesehen sinD. 17 000 WindhunDe haben hier bereits ihr Renn-Training absolviert. Wenn man zu allen Heberfluß auch noch Die Speisekarte betrachtet, Die 1 nach ärztlicher Vorschrift zusammengestellt wird, - muß man wirklich gestehen: ein solches Hundeleben 1 läßt sich aushalten!

mittelalter immer noch feste Gedankenverbindung ttt dem urtümlichen Kun st Handwerk be- «chrt!Handwerk ist eigentlich eine Wissenschaft, so MN mit Fleiß erlernt bat* sagt I. H. Zedier vir 200 Jahrenund Handwerker sind gewisse Kmstler, welche ein Werk Der Kunst betreiben!" tis Können macht Meister und Künstler; und fc sind Kunst und Handwerk zumal wenn die jbnft handwerklichen Fleiß unb das Handwerk Vnstlerische Weitzügigkeit kennt Geschwister! Df das kunstgewerbliche wie für das hochkünstle- riche Schaffen bezieht sich Schopenhauers Dsspruch:3n der Kunst gilt wie schon das f ort andeutet allein das Können!" Unter bis­st- Voraussetzung besteht bann auch bas alte Hand- «;rkswort:Kunst Dringt Gunst!"

Franz Kugler, der Verfasser Der ersten bedeu- feiben und zugleich volkstümlichenGeschichte

Horizont auf. Die Stationen sind zunächst spärlich: manchmal liegen sie vollkommen einsam in Der Glut Der öDen Ebene, wie etwa die winzige Station Stil, schon nahe Dem ersten großen Schott (Salz­see), dem Schott M e l r h i t, Dem Das Schott M e - rouane sich anschließt. Andere (Stationen mit schmucken schneeweißen GebäuDen, schon imWü­stenstil" mit Den typischen gezackten Zinnen als De- koratton wimmeln von Leben: Araber, Neger, Ber­ber. Die Berber treten hier mehr zurück, während sie im Saharaatlas am häufigsten zu finden find. Vor allem aber sieht man hier Mischlinge mit er»

zeln als Feuerung) ist in wenigen Augenblicken reichlich mit Sand vermischt, der aber von flecken- loser Reinheit ist. Während wir dort lagern,wei­den" Die Kamele, freigelassen, in einiger Entfernung in einem geschützten Dünental. Das heißt, sie rupfen an ein paar kümmerlichen Stauden, Die sich ganz vereinzelt Dort finDen. Eine zierliche trocken-gelb­braune SanDeiDechse war Das einzige Lebewesen, Das wir Dort antrafen.

Die Hotels Dieses EnDpunktes Der Wustenbahn piegeln trotz ihres moDernen Komforts noch Deut­lich die eigenartige Dortige Bauweise rotDer. Oft muß man über Das flache LanD gehen, um Das Hotelzimmer zu erreichen, Das als einzelner Würfel mit KuppelDach auf einer gekachelten Terrasse steht. An manchen Orten sind solche Hotels sogar überhaupt nur aneinanDergereihte Kuppelzimmer an einem langen Korridor. Für sehr mäßige Preise, Durchschnittlich 20 Fr., etwa 1,23 Mark für Das Zimmer, trifft man eine recht hochstehende Hotel- kultur, zwar ohne alles Heberflüssige, aber mit allem Notwendigen in modernem, sachlichen Stil ausqeftattet. Man findet fast überall sogar üppig- bequeme, prachtvolle breite Betten, fließendes kaltes und warmes Wasser, gutgepflegtes Essen und er- staunlich große Sauberkeit. Die Zahl des einge-

afrifa von t stoßen aber schon Autobusse, zum Bauart mit sechs Rädern, in alle möglichen südlichen Richtunge vor, so auch schon jetzt bis Ouargla und östlich sogar bis zum fernen Hoggargedirge Timbuk- his und Dem Tarhad-See, im Herren der Wüste. Die Bahn BiskraTouggourt selbst hat bis jetzt nur einen sehr bescheidenen Seitenzweig nach Dem kleinen Ort Tolga, noch im Bereich des südlichen Saharaattas-Gebirges gelegen, Das als ein mächti­ger Riegel von Südwest nach Nordost zu das zu- sammenhängende Kulturland Algiers von der Wüste scheidet. Das eigentliche Algier geht Dort in Das og.Südterritorium" über, dem sich verwaltungs-

Spaziergang, hemmend wirkten aber auf die beiden Alten die vielen Berichte über dis Zunahme der Wohnungseinbrüche. Nach längerer Beratung einigte man sich Dahin, vor Verlassen Der Wohnung eine Kiste mit Juwelen und die Sparbüchse in Der Mull- kiste Der Wohnung zu verstecken. Nun konnten Du Diebe ruhig kommen. Statt Der Diebe kam aber die Tochter Des Hauses heim. Die sich gleich orDnenD in Der elterlichen Wohnung betätigte. Sie kippte Dabet Die Müllkiste in den Mülleimer Des Hauses und freute sich ihrer guten Tat. Die Eltern kamen zurück, man klönte eine Weile unD vergaß du Kostbarkeiten im Müll. Am nächsten Morgen kam die Müllabfuhr und nahm im Müll auch die kleine Truhe mit. Für das Ehepaar gab es ein furchtbares Erwachen. Er­sparnisse und Schmuck waren verschwunden und blieben es auch, obgleich die Polizei Den Mull Durch­suchen ließ; nur die leere Truhe wurde gefunden.

und vielen Kindern.

Touggourt, Der auch touristisch beliebte Endpunkt der bisherigen Strecke der Wüstenbahn Algiers, ist zu einem Frernden-Ort schon sorgfältig ausgebaut worden. Die helle im Gesamteindruck schmucke fletfu Stadt besitzt seltsame Königsgräber draußen im Sande am Weichbilde Der Siedlung, hat aber eine ihon recht stark verniagerte Bevölkerung. Diese Wüstenstadt mit ihrem fast immer hellen, heiteren Himmel ist einer der IvhnenDsten Punkte Algiers. Denn obwohl sie viel moderne Gebäude aufweist, bleiben doch Eigenart und Eigenleben Der Stadt im Baustil, Straßenleben und Den Bazarläden er­halten. Besonders ein sehrechter" Markt am Stadtrande gibt ein wirkliches Bild vom Lebens- til der Bevölkerung. Don den Hotels aus werden :ür die Fremden Kamelritte veranstaltet zu den großen Dünen", ober nach lemacine, Dem nächsten Oasenort süDwärts. Unter rnegs beim Durch­schreiten der ausgedehnten prächtigen Oase von Touggourt, begegnet man den fleißigen Besitzern oder auch Arbeitern dieser Gärten, alten und pmgen Negern auf bescheidenen Eselchen. Hn ermüd» lich muß dort gearbeitet werden, um den Schatz Der kostbaren Dattelpalmen zu erhalten. Unter diesen hohen schlanken Dattelpalmen bilden große Apriko» fenbäume, Feigen, Zitronen- und Granatapfelbüsche, bisweilen auch Wein in langen Gehängen sozu­sagen ein zweites Stockwerk. Doller Eifer kletterten unsere eingeborenen Begleiter über Die Lehm­mauern, um uns einige Der leuchtenDroten Blüten

Schönheitskönigin eine gefährliche Auszeichnung.

Ndz. London.

Die kleine englische Stadt Irthlingborough zählt uvar nur 5000 Einwohner, wollte sich abermoDer- iLN Errungenschaften" nicht verschließen. Als wich» ttgstes Erfordernis hierfür sahen es Die Stadtoater an, ebenfalls eine Schönheitskönigin in ihren Litauern zu haben. Getreu den amerikanischen Dor- lilhern wurde also in diesem wie im vorigen Jahr üe Wahl einerMiß Irthlingborough" ausgeschne- !sen. Zu chrem Schrecken mußten die Stadtvater sest- > allen, daß nicht eine einzige Meldung erfolgte Sind Äe Mädchen von Irthlingborough durchweg häßlich i Rein, der Grund für das Ausbleiben von Schon- leitskandidatinnen ist ein anderer. Als man sich im iiorigen Jahr eine Schönheitskönigin erkoren hatte, cioren die zurückgefetzten Kandidatinnen in eine solche Wut geraten, daß sie die glücklichere Mitbewerberin mehrfach auf der Straße belästigten und ihr schtteß- k'.ch sogar die Haare ausrauften. Jetzt wagt es kern Mädchen mehr, sich als Schönheitskönigin ausrufen m lasten, weil jede um den Schmuck ihrer Locken- : rächt besorgt ist.

Papagei als Zeuge.

Ndz. Bukarest.

mäßig der ftanzösische Weftsudan anschließt, östlich gibt Tunis zum Teil die Grenze ab.

Die letzten Stationen der BiskraTouggourt- Bahn im Gebiet des Qued-Rhir eigentlich nur eine Kette kleinerer Gewässer als Reste eines einfh- gen großen Flusses bilden eine Reihe von blü­henden Oasen mit weitausgedehnten Palmenbe- tänden, die in der Feme wie große schwarze Flecken n Der blendend weißen Wüste wirken. Bisweilen rietet auch irgendein Wallfahrtsort noch einen be­tonteren Anziehungspunkt dieser Orte. Lebhaft und unbefangen flutet das Leben der Eingeborenen auf den Stationen, und in den Bahnwagen Der 3. Klaffe ficht man patriarchalische Szenen von ganzen Fa­milien mit mehr oder weniger vermummten Frauen

Don Constantine, hochromantisch um fcfe Felsenschlucht gelegen und anscheinend Das eigentliche geistige Zentrum Algeriens, geht em teganter silbergrauer Zug, zwar nicht allzu häufig, to-er regelmäßig, bis vachBiskra he r u n t er, berühmten Oasenstadt. Die Bahn durchschneidet r n Sahara-Atlas Dort, wo kurz vor Der Felsenge CI Santara, auch ,.Fum es Sahara Der ijlunib der Wüste" genannt, schon die leibhafttge rzüstenlandschaft beginnt, zunächst noch zwischen an kappten erinnernden roten kahlen Bergen bis i her ersten herrlichen Palmenoase Elkantara. Wie «ne silberne schmale Schlange windet sich der Zug terch die Landschaft, südlich Constanttnes, Die von In üppig grünenden Wäldern, Weingärten und ?°ldern Nordalgeriens immer mehr in Steppe, fi iniges Bergland und baß) in Wüste übergeht. In Kskra, noch vom Sahara-Atlas und seinen Aus» faifern in nicht allzu großer Ferne umrinat, wird t Dann ernst mit Dem Vorstoß in die Wüste. Hier btt eine neue Bahnstrecke in Erscheinung Die Lüstenbahn, die Die Transfaharabahn einst vsrden soll, bisher 217 Kilometer lang. Der zu- vichst noch feste Steppenboden soll den Bahnbau reist sehr einfach gestaltet haben; auch die Brücken wr die trockenenQueds" (Flußbett) sind leicht «baut; nur eine einzige Brücke über den größeren findig wasserführendenQued Djedi" hat ein Eisen- c rüst. Daneben aber gehen Kamele und Fußgänger tid) aller Art noch watend durch Den Fluß.

zu bringen. _

Eine Dergnugungskarawane in Die Dunenwiyre auf Den hohen schaukelnden Kamelen ist höchst reiz­voll. Die halb arabischen, halb schon neaenschen Eingeborenen zogen in bester Laune, flötenspielend, singend und mit großer Grazie tanzend vor den Kamelen einher. So ging es durch die breite Oasen» straße zwischen den mit trockenen Palmblattern be- steckten Lehmmauern Der Gärten bis zu der sieben Kilometer entferntenGroßen Dün e". Dem weißen Sandmeer mit seinen ungeheuren Wellen. Der feierliche, Helle Ernst und Die Erhabenheit die­ser endlosen Wellenlandschast verschlägt einem zu- nächst Den Atem, diese sich hintereinanderreihen- Den filbrigen, hochgetürmten Berge bis zum Hon» Wellenmeer, und

Der Wasserkessel als Lebensretter.

Ndz. London.

Sein gesunder Schlaf wäre einem enalischen Aus­flügler, Der in einem Wohnanhänger seines Autos in Gravesend in der englischen Grafschaft Kent über­nachtete, fast zum Verhängnis geworden, wenn ihm nicht durch einen Wasserkessel Das Leben gerettet worden wäre. Der Schläfer hatte nichts Davon ge­merkt, daß in Dem Wohnwagen em Feuer aus» gebrochen war, Das offenbar zunächst längere Zeit in Der Kochmaschine geschwelt hatte, Dann aber rasend schnell um sich griff. Zum Glück begann aber der gefüllte Wasserkessel, Der in Der Nahe Der BranDstelle stanD, schrill zu pfeifen. DiesenWecker" horte Der Schläfer, der sich nun geistesgegenwärtig Durch einen kühnen Satz ins Freie rettete.

tellung ergänzt wirD. Sie lautet:Die Sage erzählt von einem Königssohn Amleth, Der in ^ütlanD vor Der Wikingerzeit lebte. Saxo schrieb im Mittelatter diese Sage nieder. Shakespeare machte in Der Re­naissancezeit Hamlets Schicksal zum Gegenstand einer Dichtung und verknüpfte sie mit diesem Schloß. Er sicherte damit dem dänischen Prinzen ewigen Ruhm und verbreitete den Namen Helsingörs in der ganzen Welt."

Friedensrichter und Schöuheitsspezialistin.

Ndz. Neuyork.

Der jüngste und schönste Friedensrichter der Ver­einigten Staaten" das kann natürlich nur eine Frau fein. So ist es auch. Frau Mae Turner, Die vor kurzem zum Friedensrichter der Stadt Logans- port im Staate Indiana bestellt worden ist und seit­dem diesen ehrenvollen Titel erhallen hat, ist wirk­lich sehr schön und jung. Schön ist sie aber berufs­mäßig, denn sie betreibt einen Schönheitssalon, falls sie nicht gerade Recht sprechen muß. Diese Derbm- dung des Richteramtes mit dem Beruf der Schon- heitsspezialisttn wirkt sich besonders vorteilhaft bet den Trauungen aus, die sie in ihrer Eigenschaft als Friedensrichter vorzunehmen hat. Die Bräute, Die Die Frau FrieDensrichter am Tage zuvor in ihrem Salon verschönt und hergerichtet hat, führt sie am folgenden Tage dem Ehemann in die Arme ...

Trans At" genannt, in allen größeren Zentren eingerichtet, Pauschalreisen durch Algier werden von dieser Körperschaft arrangiert, Die insbesondere vom französischen Mittelstand stark benutzt zu werden cheinen. Algier ist aus Den Fremdenverkehr sehr viel mehr eingerichtet, als es der Fernerstehende ver­muten würde. Auch hier hat Frankreich, wie es scheint, mehr neue unb zweckmäßige Maßregeln getroffen, als im Mutterlande selber. So zeigt sich auch hier die hohe anregende Kraft neugestellter Ausgaben, die aus vermorschender Vergangenheit m eine tatenfreudige Zukunft überleiten.

borenen Personals und Der sonstigen Klienten eines größeren Hotelbetriebes ist allerdings un­übersehbar; in Der großen luftigen Hotelvorhalle, oder vielmehr dem Laubengang vor dem Hotel­eingang lagern und lungern immer allerhand male­rische Eingeborenengestatten, bereit für etwaigen Dienst und Verdienst, herum.

Sowohl in Der kleinen StaDt Datna, Die noch am nörDlichen Fuß Des Saharaatlas liegt, mie <o- gar in einem einsamen Bergtal Des Saharaatt in Arriz, und erst recht natürlich in Der berühm­ten römischen Ruinenstadt Ding ah unh Der aus­gesprochenen FremdenstaDt Biskra traf man auf solche modernen, gutgeführten Hotels, so ftemdartig auch manches an ihnen berührt. Auch in anderen, weit im Inneren Der Wüste gelegenen Oasenstadt. chen überraschen Die blitzsauberen unh schmucken Hotelzimmer, bisweilen um einen hübschen Binnen- hof (Patio) gelegen, ober mit schneeweißer Serra||e davor, wo man Die zauberhaften Abendfarben der Wüstenstädte, Das blaue Märchenlicht her Landschaft urrh Den charakteristischen rosalila Abendschein auf Den weißen ober lehmbraunen Wänden Der niedrig hingeduckten Gebäude genießen kann ' rr-....._______

Das Zeugnis feines Papageis hat einem betröge- en Ehemann Die siegreiche Durchführung seiner ; ScheiDungsklaoe ermöglicht. Als er von einer Drei» wöchigen Geschäftsreise nach Konstauttnopel zursick- «ekehrt war, entDeckte er, daß sich Der Papagei wäh- isenD seiner Abwesenheit eine neue Redensart an» c.ewöhnt hatte. Als Carol fo heißt her Ehe- nann seine Frau zärtlich umarmte, quarrte her Sapagei:Ruhe nach hem Sturm, Carol ist in Konstantinopel!" Die Gattin versuchte vergeblich, hie c.eschwätzige Lora zum Schweigen zu bringen, sie beteuerte in her dann folgenhen ehelichen Ausein- cnhersetzung ihre Treue, aber her Ehemann ließ sich non hem Verdacht nicht abbringen, daß ihm Hörner c ufgesetzt seien. Er hatte beftimmte Gründe dafür. Gin Freund, der sein Rivale beim Werden um seine j-tzige Frau gewesen war, wandte nämlich bei jeder passenden und unpaffenben Gelegenheit die Redens» ert an:Ruhe nach dem Sturm." Im Scheidungs­prozeß wurde der Papagei regelrecht als Zeuge ver­kommen. Er plapperte in Gegenwart des Richters inb des streitenden Ehepaares feine alten Sprüch- *in, tftr er kam nicht mit der kritischen Redensart. Sobald aber der als Zeuge geladene, vom Ehemann »erbächtigte Rivale den Gerichtssaal betrat, würbe Lora aufgeregt und schrie fortwährend hinterein­ander:Ruhe nach dem Sturm, Carol ist in Kon­stantinopel!" Angesichts dieserZeugenbekundung" »equemten sich die beiden Schuldigen schließlich zum Geständnis, und der Scheidungsprozeß endete mit

Sieg des Ehemannes.

Gefährliche Borsicht.

Ndz. BuenosArres.

Daß Vorsicht nicht immer die Mutter der Por» iiellankiste ist, hat in Buenos Aires ein Fall gezeigt. $tn älteres Ehepaar beschloß eines Sonntags einen

Die erste beantwortet, dem sei die zweite erlassen. Unh nun fragt er:Wieviel Haare hat em aus­gewachsener schwarzer Hengst?" Die meisten «chuler versuchen sich erst gar nicht an biefem Problem, aber Ieppe mit ben listigen Schalksaugen bittet um eine Viertelstunbezum Ausrechnen', Die bewilligt wirD. Ieppe zieht hie kleine Stirn in Dentenalten, hebt nach einer Viertelstunbe Den Finger unh melbet als Ergebnis:56 679 Haare hat ein Rapphengst; Der geistliche Herr steht Dieter Kühnheit zunächst fassungslos gegenüber unh ftagt bann:Wie willst du bas Denn berechnet haben. Junge? Ieppe antwortet mit Würbe:Das ist bie zweite Frage, Herr Pfarrer, unh bie ist mir erlassen!"

Ist das ein Hundeleben!

Ndz. London.

Die Fahrt durch bie Steppe von Biskra weckt tvtz Der fast vollkommenen Leere her Landschaft die Aufmerksamkeit des Reifenden. Endlos breitet sich hegefleckte Wüste" aus, die trostlose Steppen» Hüfte mit vereinzelten kugeligen Pflanzenpoistern, ho die wenigen dürftigen Häuser und kleinen Dat- ilpalmgärten der Stationen schon eine Sensation inhen. Aber Licht und Lust zaubern weckselnde .»orbenspiele auf den fernen Bergketten hervor, itehuinen mit ihren Kamelkarawanen ziehen vor­iger. Einsam weidende Kamele sind auf viele Kilo­meter hin in dieser flachen leeren Landschaft sicht- lir. Wie seltsam große schwarze vorsintflutliche Sie re mit gebuckeltem Schildrücken unb hochgereck- tm Halse tauchen sie in der Ferne vor dem hellen

Friedrichs des Großen", bie Adolvh Menzel illu­strierte, schrieb 1847 in einem Aufsatz:Heber die Kunst als Gegenstand Der Staatsverwaltung" fol­gendes:Wie sie Wissenschaft dazu berufen ist, den Menschen geistig frei zu machen, so ist es hie Be­stimmung Der Kunst, ihm Das Gepräge Des geistigen ADels zu geben." Kugler entwickelt aus Diesem un­bezweifelbaren Axiom die Pflicht Des Staates, als des Förderers und Leiters Der volklichen Bildung, für Die EntwicklungsbeDingungen Der Kunst Sorge zu tragen. Er bemerkt dazu:Die unmittelbarste Einwirkung auf die Kunst besteht naturgemäß in der Veranlassung zur Ausführung van Kunstwer­ken!" Die alljährliche Wiederkehr Des Tages der Deutschen Kunst bezeugt, daß die Fürsorge für Die bilDende Kunst als eine Der vornehmsten Staats­aufgaben unserer Deutschen Gegenwart betrachtet und erfüllt wird. , Werner Lenz.

schreckend viel negroiden Zügen.

In noch nicht vier Stunden sind die 217 Kilo­meter Wüstenstrecke bis Touggourt überwunden. Zuletzt ist es schon die echte endlose Sandwüste, wo bereits Fata-Morgana-Spiegelungen auftreten. Die Scheiben der eleganten Wagen des Wüstenzuges sind zum Teil dunkelblau, um das blenhenbe Licht zu mildern; auch die Türverschlüsse der Bahnwagen suchen durch ihre Konstruktion das Eindringen des feinen Sandes zu verhindern. Bei Touggourt be­ginnt hie große Sanddünenwüste, derErg , sie schiebt zunächst dem Weiterbau der Bahn einen Riegel vor. Eine anschließende Strecfe von etwa 160 Kilometer bis Ouarfla ist vorgesehen; sie kann aber erst im nächsten Winter in Angriff ge­nommen werben, da her Sommer zu heiß zu sol­cher Arbeit ist. Es soll so schließlich aus dieser Wüstenbahn eine Transfaharabahn wer» ben, mit einer Zweiabahn zum oberen Niger, bte zu her südlichsten Grenze französischen Gebietes varstöht unh für Westafrika Dieselbe BeDeutung haben kann wie auf her anderen Seite des Erb­teils bie geplante KairoKap-Bahn.

Es wird wohl noch etwas dauern, bis diese ___

Durchquerung des ganzen oberen Teils von West-1 den silbrigen, ^ochgeturmten jser Frankreich verwirklicht ist. Inzwischen zont? Ein wirkliches, uneMiches schon Autobusse, zum Teil besonherer nicht etwa ein erstarrtes. Denn £