O.A.-’SpoTt
Heute Meldeschluß für den Sportappell.
NSG. Der Aufruf zur Teilnahme am Sportappell der Betriebe ist im Gau Hessen-Nassau nicht ungehört verhallt. Schon heute steht fest, daß die Zahl der teilnehmenden Betriebe und ihrer Gefolgschaften w e - sentlich gestiegen ist. Immer mehr Betriebe erkennen die große Bedeutung des Sportappells der Betriebe für unser Bolk, für jeden Betrieb und für jeden einzelnen Volksgenossen. Nach Ablauf der Anmeldefrist am 15. Juni werden wir im Rhein-Main- Gebiet eine große Steigerung der Teilnehmerzahl feststellen können.
Städte-Wettkampf der Schützen mit Wehrmanngewehr.
Am Sonntag beteiligten sich die Gießener Schützen an einem Städte-Fernwettkampf mit Wehrmanngewehr. Es wurde geschossen auf die zwanziger Ringbrustscheiben, Entfernung 175 Meter. Jeder Schütze hatte 30 Schuß abzugeben und zwar: je 10 Schuß liegend freihändig, kniend oder sitzend und stehend freihändig. Die Mannschaft bestand aus 10 Schützen und wurde gemeinschaftlich gestellt vom Schützenoerein, der Schützengesellschaft und dem Poftsportverein. Trotz des am Sonntag vormittag herrschenden böigen Wetters und der Behinderung des Schießens durch starken Seitenwind wurden gute Resultate erzielt, wenn auch einzelne Schützen durch die ungünstige Witterung unter ihren gewohnten Leistungen blieben.
Die einzehnen Schützen erreichten folgende Ringzahlen: Georg Schilling, Schützenverein, 452 R., Willy Schilling, Schützenverein, 445 R., Otto Scheller, Poftsportverein, 441 R., Wilhelm Scheid, Schützenverein, 438 R.; Wilhelm Appel, Schützenoerein, 438 R.; Wilhelm Schwinn, Schützenverein, 422 R.: Walter König, Schützengesellschaft, 402 R.; Karl Heitz, Schützengesellschaft, 394 R.; Willy Georg, Schützenverein, 392 R.; Helmut Scheller, Poftsportverein, 389 R.
Die Gesamtringzahl betrug 4213 Ringe.
Es entspricht dies einem Ringdurchschnitt pro Schuß von 14,04. Das Ergebnis ist als sehr gut anzuiprechen. Der innerhalb der deutschen Städte erreichte Platz ist erst in einigen Tagen zu erwarten. Die Leitung des Schießens hatte Schieß- wart Otto Schönau vom Schützenverein.
Großer Straßenpreis von Gießen.
Am 25. Juni.
Am Sonntag, 25. Juni, wird von der Gießener Radfahrer-Bereinigung die zweite diesjährige größere Veranstaltung durchgeführt. Vormittags 7 Uhr wird das reichsoffene Straßenrennen „Großer Straßenpreis von Gießen" gestartet. Die Strecke führt in diesem Jahre von der Volkshalle über Steinbach — Lieh — Niederbessingen—Oberbessingen—Münster — Grünberg — Lindenstruth — Reiskirchen zurück nach Gießen. Diese 50 Kilometer lange Rundstrecke muß von der A= und 6-Klasse viermal = 200 Kilometer, von der E-Klasse zweimal = 100 Kilometer,
durchfahren werden. Das schon seit Jahren von den Gießener Radsportlern durchgeführte Rennen wird auch in diesem Jahre wieder eine große Zahl bester deutscher Amateurstraßenfahrer aus allen Gauen des Reiches nach Gießen führen. Da an diesem Sonntag nur wenig Straßenrennen im Reich stattfinden, darf mit einer guten Besetzung des Rennens gerechnet werden.
Deutsche Kunsiflug-Meisterschast in Frankfurt a. M.
Die Deutsche Meisterschaft im Geschicklichkeitsflug wird am 28. und 30. Juli auf dem Flughafen Rhein- Main entschieden. Die Zahl der Bewerber ist wieder auf 20 beschränkt. Am 28. Juli findet auf dem Flughafen Frankfurt-Rebstock ein Ausscheidungskampf statt. Die hier ermittelten sechs besten Flieger führen ihr Kürprogramm am 30. Juli durch und kämpfen zugleich um den Meistertitel, den Oberfeldwebel Falderbaum zu verteidigen hat.
Schild wurde Spurt-Sieger.
Massenankunft
bei der 12. Etappe bet Deutschland-Rundfahrt.
Die Kämpfer der internationalen Großdeutschland- Radrundfahrt müssen die Launen des Wetters in allen Schattierungen über sich ergehen lassen. Nach einer quälenden Hitze folgte in den letzten Tagen heftiger Regen, und auf der 12. Etappe, die am Mittwoch von Augsburg, am Bodensee entlang nach dem Tagesziel Singen über 250,2 Kilometer führte, trat die Kälte als das beherrschende Wetterelement in Erscheinung. Als die 45 Fahrer am Morgen in Augsburg antraten, war es bitterkalt wie an einem klirrenden Novembertag. Immerhin begrüßte man es, daß auf dieser Etappe wenigstens der Regen ausblieb und jo die Gefahr schlimmer Erkältungen nicht noch mehr gesteigert wurde. Nach einem überaus scharfen Rennen über durchweg gute Straßen gab es in Singen eine Massenankunft von 42 Fahrern, so daß sich in der Einzel- und Mannschaftswertung keine Veränderungen ergaben. Der Chemnitzer Schild spielte auf der schnurgeraden, von Zuschauern dicht umsäumten Spurtstraße in Singen feine Sprintfähigkeiten aus. Schon bei 1000 Meter hatte der starke Chemnitzer seinen gefürchteten „großen Zahn" aufgelegt, und als er dann die Beine herumwirbelte, gab es für das Feld nichts mehr zu gewinnen. Der ehemalige Schweizer Fliegermeister W ä g e l i n belegte vor Wendel und Wengler den zweiten Platz.
Hessische Turner-Meisterschasten.
Am 1. und 2. Juli werden in Hildesheim die Deutschen Meisterschaften im gemischten Zwölfkampf der Männer und im Zehnkampf der Frauen ausgetragen, zu denen noch Reichswettkämpfe hinzukommen für Turner und Turnerinnen, die ebenfalls Beachtliches zu leisten vermögen, sowie für unsere Altersturner. An den Meisterschaftskämpfen wird nur eine beschränkte Zahl von Teilnehmern zugelassen, aus dem Gau Hessen werden es die
zwei oder drei ersten Sieger des in Marburg statt- gefunbenen Ausscheidungsturnens fein.
Zu den Reichswettkämpfen in Hildesheim (Zehnkampf für Männer, Achtkampf für Frauen, Sechs- kampj für Aeltere in den Klaffen A, B und C) ist die Teilnehmerzahl nicht begrenzt. Man rechnet mit einer Gesamtzahl von 5000 Wettkämpfern. Aus dem Gau Hessen liegen für die Reichsmettkampfe bis jetzt etwa 60 Meldungen vor, auch solche aus Gießen und Wieseck.
flennen „flunh um Schotten 1939."
NSG. Nun naht mit Riesenschritten wieder die Zeit, da seit rund 15 Jahren immer wieder hunderttausende begeisterte Motorsportanhänger aus allen Himmelsrichtungen in den hochsommerlichen wunderschönen Vogelsberg ziehen, um eine der ältesten deut- jchen Motorsportveranstaltungen, das Rennen „R u n d u m S ch o t t e n" zu besuchen. Dielen ist es schon zur Gewohnheit geworden, einen Sonntag im Juli vorzusehen, um zu „ihrem" Rennen zu pilgern. Das sind durchaus nicht immer nur die Motorradfahrer oder Wagenbesitzer! Nein, wer sie gesehen hat, die Radfahrer aus Mainz und Kassel, die die Nacht „durchstrampelten", um die besten Plätze zu ergattern, oder die Marschierer, die von weither in Gruppen in der Morgenfrühe in der Kreisstadt
Schotten etnfreffen, Manner und Frauen jebcfi Alters und jeden Berufes, der muß sich wohl feine Gedanken darüber machen, was solcher Begeisterung und solchem Interesse für den Rennsport zugrunde liegt.
Zum 15. Male wird dieses Jahr „Rund um Schot« ten" durchgeführt. Wiederum werden neben der Spitzenklasse der Motorradfahrer auch die hochinteressanten Kämpfe der Vachwuchsfahrer zu sehen sein. Vor allem aber dürften wieder die im vergangenen Jahr erstmalig gestarteten Sportwagen- Rennen, die in diesem Jahre als 3. und Endmeisterschaftslauf ausgefahren werden, ein besonderes Interesse finden. Alle Vorzeichen deuten also darauf, daß „Rund um Schotten 1939" alle seine Vorgänger an Umfang unb Bedeutung übertreffen wird.
Mellors Sieger derLeichtgewichts-TT
Der Engländer Mellors holte sich auf der 3nlt< Man den Sieg in der „Leichtgewichts-TT" über 43j Kilometer in 3:33,26 (119,94 Kilometer) vor dem deutschen Europameister Kluge (Auto Union/DKK), der sich bei Nebel und Regen der besseren Straßer,, kenntnis des Engländers, der im übrigen eine Italic, nische Benelli fuhr, beugen mußte. Siegfried Wünsche belegte auf DKW. den fünften Platz.
Gebiets-Aeugliedemiig des deutschen Sports.
Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat zur Durchführung des Erlasses der Reichsorganisationsleitung der NSDAP, folgendes angeordnet:
Die Zusammenfassung mehrerer Gaue der NSDAP, zu einem Sportbc.-eich erfolgt nur in den Fällen, wo es die Erfordernisse des praktischen Sportbetriebes verlangen. Folgende Gaue werden zu Sportbereichen zusammengefaßt:
Gaue Danzig und Ostpreußen zum Sportbereich „Ostpreußen" (Ordnungszahl 1).
Gau Berlin, Gau Mark Brandenburg zum Sportbereich „Berlin-Mark Brandenburg" (Ordnungszahl 3).
Gau Magdeburg-Anhalt, Gau Halle-Merseburg, Gau Thüringen zum Sportbereich „Mitt e" (6).
Gau Hamburg, Gau Mecklenburg, Gau Schleswig-Holstein zum Sportbereich „N o r d m a r k" (7).
Gau Osthannover, Gau Südhannover-Braunschweig, Gau Weser-Ems zum Sportbereich „Niedersachsen" (8).
Gau Westfalen Nord, Gau Westfalen Süd zum Sportbereich „W e st f a l e n" (9).
Gau Düsseldorf, Gau Essen zum Sportbereich „N iederrhein" (10).
Gau Koblenz-Trier, Gau Köln-Aachen zum Sportbereich „M ittelrhein" (11).
Gau Bayerische Ostmark, Gan Franken, Gau Mainfranken, Gau München-Oberbayern, Gau Schwaben zum Sportbereich „Bayern" (16).
Gau Kärnten, Gau Niederdonau, Gau Oberdonau, Gau Salzburg, Gau Steiermark, Gau Tirol-Vorarlberg, Gau Wien zum Sportbereich „O st m a r k" (17).
Die Gaue Pommern, Schlesien, Sachsen, Baden, Württemberg-Hohenzollern und Sudetenland der NSDAP, sind als Sportgoue unmittelbar der
Reichsführung unterstellt und in jeder Bezieh^ den Sportbereichen gleichgestellt. Sie erhalten fol, genbe Ordnungszahlen: Gau Pommern 2, (9au Schlesien 4, Gau Sachsen 5, Gau Baden 14, Qmj Württemberg-Hohenzollern 15, Gau Sudetenland 1»
Für die Gaue Hessen-Rassau. Kurhefsq und Saarpfalz der NSDAP, erfolgt cint Sonderregelung. Die derzeitige sportlich, Gliederung dieses Gebietes bleibt bis zur Entscheid düng, mindestens aber bis 1. 4.1940 bestehen. Das Gebiet heißt Sportbereich Südwest (Orb- nungszahl 13).
Oie Führung der neuen Sporfbereiche,
Die Sportbereichsführer sind stets zu. gleich auch die Sportgauführer der Gaue, in bencit sie ihren Wohnsitz 'haben. Die Sportgauführcr der Gaue Pommern, Schlesien, Sachsen, Baden, Württemberg-Hohenzollern und Sudetenland haben die gleichen Befugnisse wie die Sportbercichsführct. Sie erhalten, da ihre Gaue der Reichsführung un. mittelbar unterstehen, aus Gründen der Einheit, lichkeit ebenfalls die Dienstbezeichnung „Sport- I bereichsführer".
- Die Vollmachten und der Wirkungsbereich bet I Sportbereichsführer entsprechen denen der bis- | herigen Gauführer des NSRL. Da für die Amtsführung der Gauführer die Zustimmung der ent« sprechenden Gauleiter bereits früher erwirkt ist. erfolgt hiermit die formelle Umbenennung der bisherigen Gauführer in Sportbereichsführer des NSRL. — Die Sportbereichsführer machen für die Berufung der Sportgauführer Vorschläge bis zum 1. Juli 1939. Die Berufung der Sport-Bezirls- und Sportkreisführer soll bis zum 1. August erfolgt I sein.
Bekanntmachung.
Am Donnerstag, dem 15. Juni, und Freitag, dem 16. Juni 1939, werden die Grohalarmgeräte (Cuff- schuhsirenen) überprüft. Das Ertönen der Alarmsirenen hat an diesen beiden Tagen keinerlei Bedeutung-für die Bevölkerung. 42990
Gießen, den 14. Juni 1939.
_________________Der Polizeidirektor._________________
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Bekanntmachung.
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Am IHonfag, dem 19., und Dienstag, dem 20. Juni 1939, jedesmal ab 13 Uhr, werden im Hofe des Lagers Rodheimer Straße 30 (Ecke Schützenftraße) eine große Anzahl gut erhaltener, aus Nachlässen herrührender Gegenstände wie: 4298D
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öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert Gießen, den 12. Juni 1939.
Der Oberbürgermeister. (Sozialamt.)
iGLORlA
Ein fufo-film der I) J6.
Heute Donnerstag Erstaufführung! Ein Film von der Afrika-Expedition der Kilo Hellmut Busset
'PO LOST Giessen* 1
Dieser Film von deutscher Kolonisation belegt
Deutschlands Forderung auf Kolonien] Beiprogramm: „Schicksalswende“ (Sudetenland)
Ufa -Ton -Woche 4288 a
Täglich 4.00, 6.00 und 8,30 Uhr bis Sonntag, den 18. Juni einschließlich.


