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Aus der engeren Heimat

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Kommunalpolitische Tagung in Alsfel-

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Qebruuchsamueisurig bei jedem iPäckrhen. ___

Sin gutes Oetker-Erzeugnis! O

Starke Steigerung des Fremdenverkehr« in Alsfeld.

Unter Mitteilungen sprachen der Kreisob­mann und der Landrat über die vom Deutschen Gemeindetag in Vorschlag gebrachte Einfüh­rung eines neuen Einheitsaktenpla­nes für die hessische Gemeindeverwaltung.

Die Tagung wurde dann von dem Kreisobmann in der üblichen Weise geschlossen. Am Nachmittag fand noch eine Schulungstagung der Bürgermeister und JaAvorsteher über die Regelung des Wild­schadens statt.

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Alsfeld, 14.Juni. Unter dem Vorsitz von Brgermeifter Dr. Völfing fand gestern eine Bbung des Beirats des Verkehrs, und V« r - lchiönerungsvereins statt, in der man sich te.ptsächlich mit der Fremdenübernachtung In Der Stadt Alsfeld befaßte. Der Vorsitzende wies braitf hin, daß die vorhandenen Hotels und Gast, bo* dem durch die Reichsautobahn mit ihrem fiii Alsfeld besonders günstig gelegenen Zubringer [itrrt gestiegenen U e b e r n a ch t u n g s v e r. tejQ r bei weitem nicht mehr genügten. Wie stark bei Autoverkehr angewachsen ist, beweist die Tat- |oc«e, daß am Gründonnerstag 16 0 0 Kraft« saHrzeuge die Stadt Alsfeld paffier»

Besuch im Berliner Schallarchiv.

Lebendiges Lautmuseum des deutschen Volkes. Das politische Archiv. Man hört das Gras wachsen.

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Ruudsunkprogramm

Freitag, 16. Juni.

! Uhr: Frühmusit. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: M rgenspruch. Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Von Rciigsberg: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gym- iia-it 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Mr der Frühlingswiese. 8.40: Froher Klang zur Wrkpause. 10: Schulfunk: Männer um den Führer:

t e n. Aus der Besprechung, anschließend Darlegungen des Vorsitzenden, ergab sich die all­gemeine Auffassung, daß die bereits eingeleitete Werbung zur Bereitstellung geeigneter Privat­quartiere, wie vielfach in anderen Städten, mit allem Nachdruck fortgesetzt werden müsse, um den Mangel an Uebernachtungsmöglichkeiten zu besei­tigen. Die erforderlichen Schritte sollen unternom­men werden. Die Fremdenführung wird

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zücht im Kreise Alsfeld. Er forderte die Züchter zur regen Beschickung des Marktes auf.

Zum zweiten Punkt der Tagesordnung sprach an Stelle des durch Krankheit verhinderten Leiters des Arbeitsamtes Gießen der Abteilungsleiter beim Arbeitsamt, Derwaltungsin-spektor Keller, über

Arbeitseinfahfragen.

In ausführlicher Weife behandelte er zunächst das Problem des immer stärker werdenden. Arbeiter­mangels in der Landwirtschaft. Auf diesem Gebiete habe das Arbeitsamt alles getan, was geschehen konnte. Im Wege der Dienstpflicht werde die Zu­rückführung von Arbeitskräften in die Landwirt­schaft mit größter (Energie durchgeführt, namentlich die Herausnahme von Arbeitskräften aus Fabriken, soweit solche früher in der Landwirtschaft tätig waren. Auch die Schulen, Behörden und die Glie­derungen der Partei werden wieder, wie im Vor­jahre, für die Ernteeinbringung eingesetzt werden. Der Redner erläuterte sodann die neuen Bestim­mungen über die Ausgabe der Arbeitsbücher. Ohne Arbeitsbuch darf künftig niemand mehr arbeiten, unb niemand darf ohne Arbeitsbuch eingekeilt werden. Das Arbeitsbuch ist künftig auch erforder- lich für alle selbständigen und mithelfenden Fami­lienmitglieder xw ber Landwirtschaft. In seinen wei­teren Ausführungen erläuterte er die neuen Vor­schriften über die Kündigungsbeschränkungen, insbe­sondere bei dem Uebergung in einen anderen Be­trieb, und gab einen Ueb erb lick über bie Erfahrun- gen mit bem Pflichtjahr. Der Redner ersuchte die Bürgermeister, in ihren Gemeinden alle noch ver­fügbaren arbeitsfähigen Personen dem Arbeitsamt zu melden. Er bat zum Schlüsse um engste Zu­sammenarbeit der Bürgermeister mit dem Arbeits­amt.

Zu dem nächsten Gegenstand der Tagesordnung, Aussprache über laufende Verwaltungs- angelegenheilen,

berichtete Landrat Dr. Schönhals über die im August in Wiesbaden stattsindende Ausstellung Wille und 2aV, die von dem Gau Hehen- Ncrssau veranstaltet wird. An dieser Ausstellung wird sich auch der Kreis Alsfeld beteiligen.

Platten verfolgen. Allein über 12 000 Platten er­fassen die gesamte Olympiade von 1936 vom ersten Tag bis zur Schlußfeier.

Die weitaus größte Bedeutung hat selbstverständ­lich bie Sammlung der politischen Platten. Schon aus der Zeit vor 1933 find einige Aufnahmen er- halten, die ein untrügliches Bild dieser Zeit geben. Da kann man sich auf einer Platte eine Reichs- tag sfitzung anhören, in der Kommunisten von der Herrlichkeit Sowjet-Rußlands schwärmen unb ür Deutschland nur Worte der Verachtung finden. Man hört den ganzen Jahrmarkt mit Glockenge- bimmel, Gebrüll und Gepfeife, den man damals Reichstag nannte. Alle Größen des österreichischen Regimes, an gefangen von Dollfuß und Fey bis zu Stachemberg und Zernatto kann man hier noch einmal hören.

Hier gibt es alles ...

Doch den Hauptteil dieses Archivteils nimmt die Entwicklung bes neuen Reichs ein. Hin­denburg spricht noch einmal zu uns, und felbst- verftändlich sind fämttiche Reden 'des Führers unb feiner Mitarbeiter auf diese Weise für die Nachwelt bewahrt. Die Rückkehr ber Saar und des Memellandes, ber Anschluß ber Ostmark, Tage un­geheurer Spannung und grenzenlosen Jubels, Tage, bie Geschichte geworden sind, ruhen in dem Archiv.

Ebenfalls eine besondere Abteilung bilden die Aufnahmen von hervorragenden Perfönlichkeiten unseres Volkes, unter denen sich auch eine Platte von Graf Zeppelin befindet. Mit zu den interessantesten Teilen gehört jedoch die G e - räufchabteilung, die eigentliche Lautsamm­lung. Hier findet man alle nur erdenklichen Ge- rausche von Tieren, Menfchen und Maschinen. Der Film ist mit bem Rundfunk der eifrigste Benutzer dieser Abteilung. Hier kann man jederzeit eine Nachtigall zum Schlagen bringen unb das unge- heuerlichste Löwengebrüll zu hören bekommen. Eine Menagerie, wie sie fein Zoo besitzt, ist hier vor­handen, aber auch Maschinenaeräufche sind auf Wunsch zu haben. Allein von oer Eisenbahn sind nahezu hundert Geräusche festgehalten. Die vier Elemente find in den verschiedensten Stimmungen vertreten. Gleich daneben ruht dasPublikum". Schroffste Ablehnung, kühles Reseroiertsein und be­geisterter Beifall ist hier auf Lager. Bereits histo­rischen Wert haben Aufnahmen von alten Flugzeug-- motoren und Rennmaschinen, und die Platte von der heute nicht mehr verwendeten Feldkanone 96. Selbstverständlich gehört zu diesen Geräuschen auch der Krieg, der durch mehrere hundert Platten vertreten ist.

Am erstaunlichsten sind die fo genannten wissen­schaftlichen Geräusche. Durch hundertfache Verstär- hing hört man bas Aufspringen von Blumen- knofpen, man hört tatsächlich bas Gras wach­sen und Herzen wie Negertrommeln schlagen. Hier wird ber Menschheit eine Welt geöffnet, die für das menschliche Ohr bisher verschlossen war.

So ist dieses Archiv eine Fundgrube, in der alles zu finden ist, was sich unserem Ohr bemerkbar macht; ein Archiv, in dem sich bas ganze Leben unseres Volkes spiegelt, das unserer Zeit auf man­nigfache Weise bient, vor allem aber die so über­aus wichtigen Jahre unserer Zeitenwende späteren Generationen lebendig zu übermitteln vermag.

Kx.

Beim Aufspringen aufdie Straßenbahn tödlich verunglückt.

Lpd. Frankfurt a. M., 14. Juni. Als am Mittwochvormittag ein Straßenbahnzug von Isenburg abfuhr, sprang ein 16jähriges Mädchen auf den schon in Fahrt befindlichen Wagen. Das Mäd­chen glitt vom Trittbrett ab unb geriet unter bie Räder des Anhängers; es wurde auf ber Stelle getötet.

Schwerer ÄerkehrSunfall in Frankfurt.

Lastauto rennt Hausmauer ein. Ein Toter, vier Verletzte.

Lpd. Frankfurt a. M., 14. Juni. Am Mitt- wochvormittaa ereignete sich im Westen der Stadt ein schwerer Unfall, bei dem 1 Person getötet und 4 verletzt wurden. Als ein Lastkraftwagen um 9.30 Uhr die Kreuzung GrüneburgwegReuter­weg passierte, wollte der Lenker des Fahrzeuges einer Radfahrerin ausweichen und riß seinen Wa­gen zur Seite. Das schwere Fahrzeug geriet dabei auf den Bürger st eig, rannte eine Litfaß­säule und einen Baum um unb drückte bie Wand zweier Häuser ein. Bei dem Anprall wurde der Beifahrer des Lastautos auf der Stelle getötet, der Lenker des Wagens und zwei weitere Beifahrer wurden verletzt, desgleichen die Radfahrerin. Die Verunglückten wurden von der Rettungswache ins Diakonissenkrankenhaus transportiert. Bei einem der verunglückten Bei­fahrer besteht Lebensgefahr. Ehe das schwer be°

l { Alsfeld, 14.Juni. Die Kreisabteilungl dlsfelb des Deutschen Gemeindetages hillt unter Leitung bes Kreisobmannes, Bürger- puffter Dr. Dölsma, imDeutschen Haus" da-1 hir wieder eine Arbeitstagung ab, zu ber nahezu all Bürgermeister bes Kreises erschienen waren. I Aach 'den einleitenden Begrüßungsworten des ghiisobmanns kam als erster Punkt ber Tages- »rinung ein Vortrag des Leiters bes Tierzucht- Sr te s Gießen, Landwirtschaftsrat Dr. Wag- mar, ber über

die Aufgaben der Tierzucht pucf). Die gewaltigen Werte ber tierischen Erzeug- i e in ber deutschen Landwirtschaft machen es not- cibig, wie ber Redner einleitend ausführte, daß ton sich auch auf dem Gebiete der Tierzucht mit Aufgaben ber Erzeugungsschlacht näher befasse.

Ziel müsse darauf gerichtet sein, durch wett- Mge Verbesserung ber Tierbestänbe bie Leistun- -k ber einzelnen Arten zu steigern. Die gesetzliche Irmblage bilde das Gesetz zur Förderung der Tierzucht vom 17. März 1936. Es handele sich hier jr ein einheitliches Gesetz, bas wesentliche Htlss- nrtel gebe, um auf dem Gebiete der Tierzucht vor- jc-ts zu kommen. Der Redner gab sodann eine 2c-fteHung bes hauptsächlichsten Inhalts des Ge- Hb, 5 unb der dazu erlassenen Körordnunaen, und «u chtete dabei über bie auf bem Gebiete des Kör- texns gemachten Erfahrungen. Er erläuterte ins» ihlmbere die verschiedenen Arten ber Körungen: Ccmmelförungen, Svnderkörungen unb Nachkorun- ir. Eingehend behandelte er bie Pflege und Hal- jm der Faseltiere, bie besonders wichtig seien. Die Ä>idwirtschaft müsse unter allen Umstanden ae» ör ert werden. Die Gemeinden mußten daher be- töt fein, bie besten Datertiere zu kaufen. Am icklusse seines Vertrages richtete Landwirtschaftsrat 2r Wagner einen Appell an bie Bürgermeister, Den Gemeinden mitzuwirken an ber Forderung n Tierzucht im Interesse der Leistungssteigerung ut* ber Sicherung der Ernährungsfreiheit bes beut- hm Volkes. Im Anschluß an seinen Vortrag gab n Redner noch einen Hinweis auf ben 211 s j e 1. e- Prämienmarkt am 3. Juli unb betonte h Bedeutung dieses Marktes als Tierschau, d,e n-n Ueberblick geben soll über ben Stand ber Tier-

Frühkartoffel-Erzeugerpreiie.

Nit Zustimmung des Reichsministers für Ernäh- :uTß unb Landwirtschaft und des Reichskommissars üi die Preisbildung erläßt bie HD. ber deutschen Laitoffelwirtschaft eine Anordnung 1/39 betr. Fest- efcung von Erzeugerfestpreisen für Speisefruhkar- ofeln. Sie betragen je 50 kg netto, ausschließlich Beladung, frachtfrei Empfangsstation in der Zeit 90» 16. bis 17. Juni 1939 für weiße, rote und blaue 5t ten 6,70, für runde gelbe Sorten 7,10, für lange jet e Sorten 7,50 RM. und in der Zeit vom 19. bis &43um 6,20 bzw. 6,60 bzw. 7,00 RM. Der Erzeu­ge! erhält für bie von ihm gelieferten Speisesrüh- fenoffeln den frachtfrei Empfangsstation festgesetz­ter Preis abzüglich ber tatsächlich entstandenen jjbdjt, im Falle der Einführung eines Frachtaus- jkd)s gleich welcher Art abzüglich der festgesetzten dzv-. endgültig ermittelten Fracht, bei Selbstadho- luig durch den Käufer abzüglich höchstens 0,25 RM. je SO kg a) im geschlossenen Anbaugebiet für ben Ca. der Uebergabe der Ware an die Ortssammel- bjp-. Bezirksabgabestelle, b) im nicht geschlossenen fjmugebiet für ben Tag der Verladung oder ber Ile*rgabe ber Ware durch den Erzeuger an den Itühfer, c) im geschlossenen Derbrauchsgebiet bei un- ni: eibarer Lieferung des Erzeugers an eine Auf- jcmtfteöe für den Tag ber Uebergabe. Die Anord- nar g tritt am 16. Juni 1939 in Kraft.

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durch Anstellung besonderer Fremdenführer neu organisiert werden. Das neue Werbe - Falt­blatt von Alsfeld, bas kürzlich vom Verkehrs­und Derfchonerungsverein herausgegeben wurde, fand allgemeinen Beifall. Es wurde an die mit feiner Verbreitung beauftragten Stellen abgegeben.

Sechs Kinder bei einem Autoausflug verunglückt.

LPD. Lauterbach, 14.Juni. Als ein Ein­wohner in Help ershain mit sechs Kin­dern eine Fahrt mit feinem Auto unternahm, um ihnen eine Freude zu machen, verunglückte ber Kraftwagen auf ber Heimfahrt. Das Auto geriet, vermutlich infolge zu starken Bremsens, in einen Straßengraben. Sämtliche Insassen trugen teils schwere, teils leichtere Verletzungen davon. Das kleinste Kind wurde am schwersten beteoffen; es flog durch eine Fensterscheibe, wobei ihm durch bas Glas ein Teil ber Kopfhaut abgeschnitten wurde.

Landkreis Gießen.

< Daub ringen, 15. Juni. Am morgigen Freitag, 16. Juni, feiern bie Eheleute Wilhelm Weimer VI. und Frau Margarete, geb. Albach, in voller Gesundheit das Fest ber g o I b e n e n Hochzeit. Die Jubilare sind schon seit langen Jahren treue Bezieher desGießener Anzeigers". Wir gratulieren herzlich zur goldenen Hochzeit.

Kreis Aisfeld.

. Homberg, 14. Juni. Eine Baum­seltenheit findet sich in einem hiesigen Wald­distrikt, nämlich eine E i che ohne Rinde. Ein Kugelblitz schlug gelegenttich eines Gewitter in ben Stamm unb löste von dem faftftrotzenden Baum die Rinde, ohne ihn zu zerschlagen. Vermutlich dürfte die Eiche eingehen.

Dr. Todt. 10.30: Enter auf! Rundfunkberichte von der Seemannsschule in Finkenwärder. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert in Verbindung mt der NS.» GemeinschaftKraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 14: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 14.10: La vita ö Bella! (Jndu- strie-Schallplatten unb Eigenaufnahmen.) 16: Zwei Stunben im Rhythmus ber Freude. 17 bis 17.10: Mein Weg zur Bühne: Willy Birgel. 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Walzergeschichten mit Wienerlied. Manuskript Richard Spitznagel. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schall- platten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Orchesterkonzert. Ausfüh­rung: Das große Orchester des Reichssenders Frank­furt. 22: Nachrichten. 22.15: Bilderbuch der Woche. 22.30 bis 24: Unterhaltungskonzert.

Archiven begegnete man gemeinhin mit etwas Mißtrauen. Man stellte sich darunter nur zu leicht mehr oder weniger verstaubte Sammlungen vor, bie zwar für einen kleinen Kreis von Benutzern viel, aber für die All­gemeinheit wenig Bedeutung haben. Auf die Archive ber Gegenwart treffen diese Vorur­teile freilich meist nicht mchr zu. Im Gegen­teil! Diese Archive sind bisweilen sehr leben­dig. Eines ber interessantesten ist zweifellos bas im Haus bes Rundfunks in ber Reichs- Hauptstadt untergebrachte Schallarchiv.

Die Entstehung des Schallarchivs reicht bis in bas Jahr 1929 zurück. Neuerdings hat es erhöhte Bedeutung gewonnen, da es auf Befehl bes Füh­rers zum Reichsfchallarchiv ausgebaut werden soll.

Alle bedeutenden Ereignisse auf unserer Erdkugel werden vom Rurchfunk ausgenommen und zugtelch auf Schallplatten festgchalten. Platten, die heute ausgenommen werden, ermöglichen es späteren Ge­schlechtern, unsere Tage noch einmal mitzuerleben. Sie vermitteln dereinst ein untrügliches Bild unserer Zeit.

Es ist bemerkenswert, daß man aus völlig an» deren Gründen 1929 bie Platten zu sammeln be- rann. Der Rundfunk wollte zunächst lediglich eine Anzahl von Schallplatten besitzen, die er später, je nach Bedarf, zum Ausfüllen des Programms ver­wenden wollte. Die Plattenzahl stieg indessen rapid an, und schließlich entdeckte man, daß die Platten­zahl über ihren eigentlichen Zweck hinaus einen bedeutenden Wert barstellte.

120 000 platten im Keller.

Nach 1933 ist man nun daran gegangen, dieses Archiv systematisch auszubauen und vor allem auch bie politischen Ereignisse, von denen sich der Rundfunk vor 1933 ängstlich fernhielt, auf Platten festzuhalten und aufzubewahren. Heute be­finden sich im Schallarchiv bereits über 120 0 0 0 Platten, deren Zahl von Tag zu Tag weiter steigt.

In langen Reihen stehen die Schränke mit den Matrizen, von denen wie bei einem photogra- phischen Negativ beliebig diele Abzüge gemacht werden können. Eine dieser mit Silber überzogenen Matrizen hat bas bescheidene Gewicht von 1 Kilo- gramm. Du jedoch ein Schrank über 800 Platten aufnehmen kann, wiegt ein einziger dieser harmlos aussehenden Kästen mindestens 1000 Kilo. Aus diesem Grunde hat sich das Archiv genötigt gesehen, in den Keller zu ziehen, da es kein Gewölbe gibt, das diese gewichtige Sammlung zu tragen vermöchte.

Die Sammlung selbst ist klar und übersichtlich auf- gebaut. Zu langen, schmalen Gängen zusammen­gestellt, stehen bie Kästen mit ben eigentlichen Platten, von denen jede in mindestens zwei Exemplaren vorhanden ist. Ein dicker Katalog fichrt einen ohne Schwierigkeiten durch dieses verwirrende Kasten- labyrinth. Da gibt esganze Stadtviertel", die ein bestimmtes Thema zusammenfassen. Musik findet man hier .stonnenweise", die hervorragendsten Sän­gen und die berühmtesten Orchester sind ansuteeffen. Auch die Hörspiele bes Rundfunks können auf Platten am besten aufbewahrt werden. Aber auch die Politik ruht in diesen Schränken; z.B. kann man die ganze Entwicklung der Hitler-Jugend mit den großen Kundgebungen und Feiern, nut Heim­abend, Zett« und Lagerleben auf mehreren tausend

schädigte Lastauto überhaupt abgeschleppt werden konnte, mußte die Feuerwehr zu Hilfe geholt wer­den, die ben Wagen, der sich mit feinem Vorderteil in bas Mauerwerk eingeklemmt hatte, freimachte.

Rechtsberatungsstellen der OAF. wirken beim Arbeitseinsatz mit.

Jrn Zusammenhang mit ber Einflußnahme des Staates auf die Lenkung des Arbeitseinsatzes sind die Rechtsberatungs st eilen der Deut­schen Arbeitsfront in steigendem Maße auch in Fragen des Arbeitseinsatzes in Anspruch genommen worden. Dieser Entwicklung hat nun der Reichsarbeitsminister in einem Erlaß an bie Landes- arbeitsämter und Arbeitsämter Rechnung getragen, indem er auf die Notwendigkeit hinweist, die Zu­sammenarbeit mit den Rechtsberatungsstellen der D2lF. besonders eng zu gestalten. Damit ist ins­besondere bie Gewähr geschaffen für einen wirk­samen Rechtsschutz in allen jenen Fällen, in denen zur. Einstellung eines Gefolgschaftsmitgliedes oder zur Lösung eines Arbeitsverhältnisses die Zustim­mung des Arbeitsamtes erforderlich ist. Liegt bereits eine Entscheidung des Arbeitsamtes vor, deren Nachprüfung die Rechtsberatungsstelle für erwünscht hält, so soll diesem Wunsche stattgegeben werden. Zweckmäßig wird die Nachprüfung in der Weise Dorgenammen, daß den Beteiligten (Betriebsführer, Gefolgschaftsmitglieder, Rechtsberatungsstelle der DAF.) Gelegenheit gegeben wird, sich in ge­meinsamer Besprechung zu äußern. Auf der anderen Seite wird es Aufgabe ber Rechts­beratungsstellen sein, an ber Aufklärung über Zweck und staatspolitische Notwendigkeit der Arbeitseinsatz- regelung mitzuwirken.

Büchertisch.

Johannes Funk: Heiner-Humor. Gedichte in Darmstädter Mundart. Kleine Auswahl. 84 Seiten. Druck und Verlag Pfeffer 6- Balzer, Darmstadt. (53) Das Büchelchen wird allen Freunden ber heimischen Mundart eine vergnügte Stunde bereiten und erscheint auch zum Vorlesen in geselligem Kreise gut geeignet.________________

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w sichern. Erst im Jahre 1934 fand wieder eine Ealenprüfung statt. Dabei ergab sich zunächst em $e* (betrag von über 11000 Mark. Die Buchführuna inries sich als vollkommen in Unordnung und (ernte erst nach langer Zeit auf ben richtigen Stand «tracht werden. Insgesamt hatte ber Angeklagte m ten letzten Jahren einen Betrag von 14 219 Mark ircsrf(Magen, von bem er allein 8000 Mark für M verbraucht hatte. Den Restbetrag hatte----

Bt'annte als Darlehen gegeben.

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